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Thema: (?)(33) Deutsches Reich: Zuschlagsmarken m Tagesstempel auf Bedarfspos
stampmix Am: 26.11.2016 10:35:50 Gelesen: 3918# 1 @  
Hallo zusammen,

die Zuschlagsmarken des Deutschen Reiches findet man häufig auf auf Briefen mit dem anlaßbezogenen Gelegenheitsstempel entwertet. Auf Bedarfspost, gelaufen und mit Tagesstempel entwertet, sind sie seltener finden. Dies betrifft vor allem die Ausgaben zu Zeiten des 2.Weltkrieges, die doch beachtliche Zuschläge aufwiesen.

Am 9.8.1940 erschien die Sondermarke "Helgoland 50 Jahre Deutsch" [1] zu 6 Rpf. mit einem Zuschlag von 94 Rpf. (Mi.750). Da wurde ein Fernbrief mit 200 Rpf. (anstelle 12 Rpf.) ganz schön teuer und so wundert es nicht, dass die Einschreibegebühr von 30 Rpf. mit den Werten aus der Dauermarkenserie frankiert wurde. Dieser Brief kostete mit 42 Rpf. Porto und 188 Rpf. Zuschlag insgesamt 230 Rpf.



Helgolandmarke auf Einschreibebrief von Münster nach Weimar am 30.9.1941

mit bestem Gruß
stampmix

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_zwischen_dem_Deutschen_Reich_und_dem_Vereinigten_K%C3%B6nigreich_%C3%BCber_die_Kolonien_und_Helgoland
 
stampmix Am: 28.11.2016 20:51:10 Gelesen: 3852# 2 @  
Hallo zusammen,

dann war es halt der 21. Jahrestag, anläßlich dessen die Sondermarke zum Gedenken des Hitlerputsches am 9.November 1923 (Mi.906) herausgegeben wurde. Jedenfalls sollte der äusserst moderate Zuschlag von 8 Rpf. ihrer Verwendung nicht im Wege stehen. Frankiert mit ihr wurde ein Brief an den Einsatzstab Zyradow im Generalgouvernement, der durch Dienstpost Osten zu befördern war und am 21.11.1944 in Kempten aufgegeben wurde. Er erhielt den Leitvermerk Grodzisk (Grodzisk Mazowiecki), in dessen Nähe Zyradow liegt.



mit bestem Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 30.11.2016 19:39:06 Gelesen: 3805# 3 @  
Hallo zusammen,

dieses Einschreiben des Briefmarken-Versandhändlers aus Magdeburg wurde mit den Zuschlagsmarken des Winterhilfswerkes 1940 "Historische Bauten" frankiert und am 21.2.1941 nach Brandenburg gesandt. Die Marken sind vom Unterrand, wobei der 15 Rpf. Wert die Plattennummer "1" zeigt und der 25 Rpf. Wert die spiegelverkehrte Plattennummer "1".



mit bestem Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 02.12.2016 07:16:33 Gelesen: 3755# 4 @  
Hallo zusammen,

die Zuschlagsmarken anläßlich des Pferderennens "Das Braune Band von Deutschland" zu 42 Rpf. waren für das Porto von Einschreibe-Fernbriefen gedacht und kosteten, mit dem Zuschlag von 108 Rpf., stolze 1,50 RM. Dieses Briefchen wurde am 16.10.1942 nach Euskirchen gesandt und erhielt den Landpoststempel von Westfeld über Schmallenberg. Hübsch anzusehen und sicher gelaufen, aber aufgrund der durchschlagenden Stempel und des fehlenden Absenders fehlt mir der Glaube an einen Briefinhalt.



mit bestem Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 03.12.2016 07:05:46 Gelesen: 3705# 5 @  
Hallo zusammen,

dieser Briefumschlag hatte garantiert einen Inhalt - der sogar mehrfach gelesen wurde. Aufgeliefert in München am 24.7.1942 als Eilbrief nach Glarus (CH) wurde er erstmal der Zensurstelle München übergeben. Nach nur drei Tagen ist er dann in Glarus zugestellt worden.

Das Porto für einen Auslandsbrief (25 Rpf.) wurde mit der Zuschlagsmarke "Das Blaue Band" (Mi.814), der Eilpostzuschlag (50 Rpf.) mit der Marke "Das Braune Band" (Mi.815) sowie 8 Rpf. Ergänzungswert dargestellt. Eine ungewöhnliche Frankatur, die beide Pferde-Rennsport-Sondermarken aus 1942 kombiniert. Insgesamt musste für die Frankatur 233 Rpf. bezahlt werden.



mit bestem Gruß
stampmix
 
Detlef Am: 11.12.2016 17:43:14 Gelesen: 3611# 6 @  
Hallo zusammen,

beim Durchsehen und Beschriften meiner Schwerin-Sammlung bin ich über folgende Ungereimtheit gestolpert.

Der Ortsbrief vom 10.04.1938 wurde mit dem Maschinenwertstempel zur Wahl am 10.04.1938 gestempelt. Das passt natürlich gut. Dazu noch einen Tagesstempel vom gleichen Datum. Frankiert wurde der Brief mit der Mi.-Nr. 664 (sehr schön vom Unterrand). Der Ausgabetag ist lt. Michel aber mit dem 13.04.1938 angegeben.

Kann evtl. ein Postbeamter hier seine Finger im Spiel gehabt haben, oder sind weiter Frühverwendungen bekannt?



Viele Grüße und einen schönen Advent
Detlef
 
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