Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Sind teilgestempelte Bedarfsbelege sammelwürdig ?
Baber Am: 19.12.2016 14:57:40 Gelesen: 2228# 1 @  
Viele Länder, besonders aber USA, Niederlande und Großbritannien stempeln Briefe oft gar nicht oder nur unvollständig. Das ist heute der Normalzustand von echt gelaufenen Belegen. Der Stempel "nachträglich entwertet" wird fast nie mehr eingesetzt, höchstens noch der Kugelsschreiber. Sind solche Belege sammelwürdig? Wie ist die Meinung der Philagemeinde dazu?



Gruß
Baber
 
jmh67 Am: 19.12.2016 15:58:28 Gelesen: 2203# 2 @  
Immerhin haben sie gestempelt, manchmal lassen sie's auch ganz sein. Da die übrigen Marken durch den Strichcode getroffen wurden, amerikanische Sammler sagen "tied to the envelope", würde ich das als einen brauchbaren Beleg ansehen. Schlechter wär's, wenn man nicht sagen kann, ob eine Marke nachträglich dazugeklebt wurde oder nicht.

Solcherart teilgestempelte Belege bekommt man aber auch aus Deutschland. Freilich, wenn nicht die gesamte Frankatur beim Standardbrief rechts oben klebt, entspricht die Sendung auch nicht der Vorschrift, die sicher mit dem Gedanken an die standardmäßigen Stempelmaschinen erlassen wurde.

-jmh
 
filunski Am: 19.12.2016 18:11:30 Gelesen: 2166# 3 @  
@ Baber [#1]

Hallo Baber,

für mich persönlich wäre dieser Beleg nicht nur sammelwürdig, sondern sogar schon wieder ein besonders schönes modernes Exemplar. Im Unterschied zu sehr vielen Belegen aus Grossbritannien ist dieser ja überhaupt schon mal gestempelt/entwertet, was heutzutage schon eher die Ausnahme darstellt, zumindest bei Post aus UK.

Bei Mehrfachfrankaturen empfiehlt sich heute, auch bei uns, die Aufgabe in einer Postagentur wo noch per Hand gestempelt wird. Fast alle heutigen modernen Stempel- und Sortieranlagen entwerten nur noch an einer Stelle und nachträgliche Entwertungen sind viel zu aufwändig um noch durchgeführt zu werden. Auch hier gibt es aber immer noch Ausnahmen. Wenn du allerdings eine nachträgliche Entwertung möchtest, dann frag' doch mal deinen Zusteller/Briefträger, der hat im Zustellstützpunkt durchaus die Möglichkeit mit dem dort vorhandenen "Nachträglich entwertet" Stempel solche nicht von der Maschinenentwertung getroffene Marken damit abzustempeln.

Beste Grüße,
Peter
 
Baber Am: 20.12.2016 11:46:55 Gelesen: 2101# 4 @  
@ filunski [#3]

der hat im Zustellstützpunkt durchaus die Möglichkeit mit dem dort vorhandenen "Nachträglich entwertet" Stempel solche nicht von der Maschinenentwertung getroffene Marken damit abzustempeln.

Hallo Peter,

das habe ich auch schon einmal erfolgreich praktiziert. Allerdings sind die Zustellstützpunkte Geheimsache und erst nach mehrmaligem Fragen habe ich die Adresse bekommen. Dort waren alle Türen verschlossen und nach dem Klingeln wurde ich durch eine Linse misstrauisch beäugt. Als ich meine Bitte dann vortragen konnte, wurde der Leiter des Stützpunktes kontaktiert und er holte dann aus einem Etui den glänzenden Stempel "Deutsche Post Nachträglich Entwertet". Nach der Sauberkeit des Etuis und des Stempels zu schließen, war der Stempel wahrscheinlich zum ersten Mal in Verwendung.

Gruß
Bernd
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.