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Thema: UdSSR: Farbunterschiede
Das Thema hat 41 Beiträge:
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Harald Zierock Am: 20.09.2009 20:57:27 Gelesen: 36870# 17 @  
@ Concordia CA [#15]

Jürgen,

Jetzt sind die Bilder deutlich besser, doch genau bestimmen ob das Bronze oder Gold ist kann man dennoch nicht.

@ philaspass [#16]

Hallo Philaspass,

ich danke Dir für Dein Angebot, und werde Dir bestimmt noch mailen.

Harald
 
petzlaff Am: 22.09.2009 14:00:22 Gelesen: 36835# 18 @  
@ AfriKiwi [#8]

Hallo Erich,

bei der von dir zitierten Swaziland Marke gab es mehrere Auflagen, die z.T. auch unterschiedliche Wasserzeichen haben. Leider fehlt es mir an statistisch ausreichendem Beispielmaterial. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass der Farbunterschied nur bedingt auf Sonneneinwirkung zurückzuführen ist.

Der Unterschied wäre meines Erachtens zu eklatant, da manche Farben der "Normalausgabe" völlig fehlen. Eine derartige Ausbleichung müsste theoretisch auch bei anderen Werten des Satzes festzustellen sein. Allerdings habe ich das bisher nicht beobachten können.

LG
Stefan
 
philaspass Am: 22.09.2009 19:45:04 Gelesen: 36821# 19 @  
@ Harald Zierock [#5]

Hallo Harald, zu Deiner 2861 folgendes:

So wie ich die Marke sehe ist es eine gelaufene Marke auf Brief. Das heißt sie wurde im Wasserbad abgelöst. Hierzu gibt Michel bei einigen Marken den Hinweis "Farbe ist wasserempfindlich !" Wenn also die Marke keine Gummierung mehr hat führe ich den Farbunterschied auf das Ablösen zurück.

Mir liegen auch einige ähnliche Marken vor mit den gleichen Merkmalen. Hoffe, dass ich Dir mit dieser Info helfen konnte.

Gruss Philaspass Karl - Heinz
 
Harald Zierock Am: 23.09.2009 10:00:15 Gelesen: 36799# 20 @  
@ philaspass [#19]

Hallo Karl-Heinz,

Deine Antwort scheint mir plausibel, da die rechte Marke tatsächlich keinen Gummi hat; die linke ist mit und Gefälligkeitsstempel.

Harald
 
philaspass Am: 23.09.2009 20:50:33 Gelesen: 36779# 21 @  
@ Harald Zierock [#20]
@ AfriKiwi [#8]
@ doktorstamp [#37]

Hallo Ihr alle.

Habe mal ein paar Beispiele aus meinem Bestand gescannt damit ihr mal seht was sich hinter "angeblichen" Farbunterschieden verbergen kann. Links ist jeweils die Orginalmarke, rechts die "Abart"

1. R. li 1956/Mi. 1807 = 1mal auf gefärbtem, 1 mal auf ungefärbtem Papier.

1. R. re 1953/Mi. 1672 = Schriftband "rot" Ausg. 1953/ Schriftband "rosarot" 2. Ausg. 1956. beide ungestempelt mit Gummi. Gilt für Alle 6 Marken aus diesem Satz. Michel schreibt hierzu nichts.

2. R. li 1957/Mi. 1914 = Deutlich sichtbare Farbänderung bei Weltkarte. Michel Ost und Spezial schreibt hier: "Es sind verschiedene Farbtönungen bekannt."

2. R. re 1956 Mi. 1901 = Beide ungestempelt mit Gummi. Hier kann ich auch nur vermuten, dass die braune Farbe (Druckvorgang) fehlt.

3. R. li = 1959/Mi. 2196 = Schrifband rot / Markenhintergrund oben (hell)blau / Schriftband gelblichorange / Markenhintergrund oben deutlich dunkler. Beide Marken mit Gummi.

3. R. re = 1959/Mi. 2219 = wie Michel 1901 fehlende Farbe hellrotkarmin.

4. R. li = 1963/Mi. 2790 = komplette Verfärbung hier tippe ich auf chemische Einflüsse da Marke nur mit Gefälligkeitsstempel und ohne Gummierung ist.

4. R. re = 1962/Mi. 2611 = leicht hellerfärbung beim braunen Markenbildhintergrund. Da Marke ohne Gummierung ist hier wahrscheinlich das Ablösen der Marke im Wasserbad verantwortlich.

Sagt mir mal Eure Meinung dazu
Gruss "Philaspass" Karl - Heinz


 
Harald Zierock Am: 26.09.2009 19:29:36 Gelesen: 36739# 22 @  
Guten Abend allerseits,

am Donnerstag hatte ich Besuch von einem Philatelisten russisch-polnischer Abstammung und sprach ihn wegen diesem Thema an.

Er sagte mir, dass es relativ leicht sei, gold von bronzefarben zu unterscheiden, da angeblich ein anderes Druckverfahren für die beiden Farben benutzt wurden.

Goldfarben soll zudem unter guter Beleuchtung matt erscheinen, bronzefarben dagegen soll, wegen der feinen Metallpartikeln unter Licht glitzern.

Ich berichte hier nur was mir gesagt wurde, den mir erscheint das nicht so eindeutig.

Was meint Ihr dazu?

Schönes Wochenende,

Harald
 
philaspass Am: 28.09.2009 20:44:23 Gelesen: 36693# 23 @  
@ Harald Zierock [#10][#22]

@ Georgius [#13]

Hallo Harald, Hallo Dietrich,

es ließ mir keine Ruhe mit dem Satz SU 3051 - 60 und habe deshalb mal bei mir in den Alben nachgesehen. Im Prinzip gebe ich Besuch recht, nur möchte ich die Sache umgekehrt sehen. Bronze hat gegenüber Gold, als Metall eine wesentlich mattere Oberfläche und reflektiert von daher auch weniger Licht.

Aber ich habe noch weitere Unterschiede gefunden nach denen man die Marken vielleicht eindeutiger zuordnen kann. Bei den "goldfarbenen" Marken erscheinen die Jahreszahlen wesentlich feiner und dünner. Die bronzefarbenen sind dagegen dick und der Rand erscheint etwas "ausgefranst". Weiter sind die Jahreszahlen bei den goldenen deutlich erkennbar. wobei die in den bronzenen sich manchmal kaum vom Markenhintergrund abheben. Den Unterschied zwischen matt und glänzend kann man bei auffallendem Licht am besten erkennen wenn man aus flachem Winkel über die Marke sieht. Ähnlich den Kreideaufdrucken bei den Marken des Zarenreich.

Nun wünsche ich Dir viel Erfolg beim auseinander sortieren der Sätze.

Gruss der Philaspass Karl - Heinz
 
Harald Zierock Am: 01.10.2009 20:10:42 Gelesen: 36663# 24 @  
@ philaspass [#23]

Danke für den Hinweis !

Harald
 
Harald Zierock Am: 14.01.2010 17:15:00 Gelesen: 36439# 25 @  
Das ist die Michel Nummer 2292. Links die richtige Farbe grün, rechts gelb.

Abgefärbt?

Harald
 


Harald Zierock Am: 24.01.2010 17:37:58 Gelesen: 36385# 26 @  
Hallo,

mir hat jemand gesagt es sei sogenannte Schaufenster Ware.

Die Farbe ist ausgebleicht.

Ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende trotz des miesen Wetters.

Viele Grüße,

Harald
 
petzlaff Am: 25.01.2010 08:57:34 Gelesen: 36369# 27 @  
@ Harald Zierock [#26]

Hallo Harald,

die rechte Marke ist eindeutig in der Farbe der Mi #2291 (Bauarbeiter vor Neubau) gedruckt.

Aus meiner bescheidenen Sicht handelt es sich möglicherweise um einen Farbfehldruck.

LG, Stefan
 
Georgius Am: 25.01.2010 13:13:03 Gelesen: 36359# 28 @  
@ Harald Zierock [#25]

Hallo Harald,

die These von Stefan (Farbfehldruck) würde ich stützen, denn ein Ausbleichen vom direkten Sonnenlicht hätte sich nach meinen Erfahrungen genauso auf die braune Farbe ausgewirkt. Das ist aber nicht der Fall, im Gegenteil, das Braun ist sogar einen Ton dunkler.

Viele Grüße
Dietrich
 
Harald Zierock Am: 26.01.2010 09:44:09 Gelesen: 36343# 29 @  
Danke die Hilfe.

Mal sehen, vielleicht findet sich jemand aus Russland, der sich darin gut auskennt.

Harald
 
Harald Zierock Am: 26.01.2010 16:49:05 Gelesen: 36331# 30 @  
Hier habe ich noch so ein flagrantes Beispiel.

Es handelt sich um Michel Nummer 5616. Die Marken sind in einwandfreiem Zustand!

Ich habe den neuesten Katalog in Farbe, und es scheint mir so, das die linke Marke darin abgebildet ist.

Viele Grüße,

Harald


 
philaspass Am: 04.02.2010 15:04:19 Gelesen: 36274# 31 @  
@ Harald Zierock [#30]

Hallo Harald,

habe mal wieder etwas Zeit und gerade Deinen Frage zur 5616 gesehen. Habe Dir zur Anschauung noch 3+1 weitere Marken (5615 - 18) als Scan fertiggemacht. Bei allen wirst Du Farbunterschiede feststellen können.

Hierbei handelt es sich m. A. nicht um Farbabweichungen in Form von fehlenden Farben, auch nicht um ausgeblichene Farben. Ich führe diese Abweichungen eher auf den Druck (Offset) zurück, da sich diese Farbunterschiede bei vielen Marken der UdSSR in den Jahren 1984 - 1890 finden lassen. Du solltest aber vielleicht mal die Marken unter UV - Licht prüfen, es kann sich möglicherweise auch um eine andere Papiersorte handeln. Hoffe Dir damit geholfen zu haben.



Mit Gruss aus Hagen
Karl - Heinz
 
Harald Zierock Am: 04.02.2010 15:30:49 Gelesen: 36270# 32 @  
@ philaspass [#31]

Hallo Karl-Heinz,

ich werde die Marken mit UV prüfen.

Vielleicht hast Du mit Deiner Vermutung Recht.

Viele Grüße,

Harald
 
BeNeLuxFux Am: 22.02.2022 13:47:58 Gelesen: 11952# 33 @  
Hallo,

ich bin über zwei Marken gestolpert, die deutlich verschiedenfarbig daherkommen. Ob das aufgrund Ausbleichens oder Ablösung im Wasserbad geschah, es sich hierbei um einen normalen Farbunterschied oder verschiedene Teilauflagen handelt, kann ich leider nicht sagen.



Mi 2437 (im Original deutlich besser zu erkennen)



Mi 4084

Grüße, Stefan
 
philaspass Am: 24.02.2022 12:01:59 Gelesen: 11892# 34 @  
@ BeNeLuxFux [#33]

Hallo Stefan,

zu deinen Marken:

1961; Michel 2437x diese wurde als Offsetdruck in der Farbe "lebhaftrot" herausgegeben. Leider liegen mir hier keine Zahlen über die Auflagenhöhe vor. Anzunehmen ist aber, aufgrund der langen Verwendungszeit, das sie in mehreren Auflagen gedruckt wurden.

Eine Bildgleiche Marke wurde 1965, Michel 3145, auch im Offsetdruck, in der Farbe "dunkelbraunorange" herausgegeben. Dies würde aber einen deutlichen Farbunterschied zu den von Dir gezeigten Marken bedeuten.

Ich tendiere mehr zu Deiner Vermutung das es sich bei Deinen Marken um 2 verschiedene Teilauflagen handelt.

1973; Michel 4084; als Rastertiefdruck? und mehrfarbig im Katalog gelistet. Wenn ich es bei Deinem Scann richtig erkenne hat die linke Marke den Teil eines Klischeetempels, die rechte eines Poststempels. (siehe hierzu meinen obigen Beiträge Nr. [#19] und [#21])

Sinnvoll wäre es auf jeden Fall die Marken einmal mit Durchlicht und UV zu prüfen ob es sich ggf. um eine andere Papiersorte handelt.

Hoffe Dir hiermit etwas geholfen zu haben und grüße aus Hagen
philaspass (Karl-Heinz)
 
Andre66 Am: 02.08.2026 22:08:07 Gelesen: 473# 35 @  
Briefmarke Sowjetunion 1962 Druckfehler, Farbfehler?

Hallo zusammen!

Habe hier eine Marke der Sowjetunion von 1962 bei der es mir so aussieht als hätte die Druckwalze gehangen oder so. Auf jeden Fall ist die fehlende Farbe kein nachträglicher Abrieb. Ist dieser Druckfehler bekannt? Oben zum Vergleich eine normale Marke.

Viele Grüße
Andre


 
Andre66 Am: 02.08.2026 22:18:19 Gelesen: 514# 36 @  
Briefmarke der Sowjetunion 1960 Extreme Farbfehler bekannt?

Guten Abend an alle hier!

Habe hier noch 2 Briefmarken der Sowjetunion von 1960, die extreme Farbfehler aufweisen. Bei der oberen Marke sieht es so aus als wäre die Farbe der Straße völlig zerlaufen und hat das ganze Fahrzeug verwischt, sieht fast aus wie mit Säure übergossen. Bei der unteren Marke ist die rote Farbe wohl mindestens doppelt gedruckt und ist dann verlaufen, über Scheiben und Reifen. Sind diese Druckfehler bekannt und werten sie die Marken auf oder eher was für den Papierkorb?

Danke für Eure Hilfe,
lieben Gruß
Andre


 
Attila Am: 04.08.2026 01:00:48 Gelesen: 434# 37 @  
@ Andre66 [#36]

Lieber Andre,

dies ist ein Rastertiefdruck. Wird zu viel Druckfarbe auf glattes Papier aufgetragen, haftet sie nicht richtig.

Das Problem dieses Briefmarke liegt an der schlechten Papierqualität und der dicken, minderwertigen Druckfarbe.

Es tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber Sie können ihn getrost in den Papierkorb werfen. Er ist wertlos und beschädigt.

Gruß,
Attila
 
Attila Am: 04.08.2026 01:08:19 Gelesen: 386# 38 @  
@ Andre66 [#35]

Lieber Andre,

schlechte Drucktechnik, minderwertiges Papier, minderwertige Druckfarbe.

Die Papierfasern sind beschädigt.

Bitte benutzen Sie den Papierkorb.

Gruß,
Attila
 
Stefan Am: 04.08.2026 09:35:52 Gelesen: 338# 39 @  
@ Andre66 [#35]

Habe hier eine Marke der Sowjetunion von 1962 bei der es mir so aussieht als hätte die Druckwalze gehangen oder so. Auf jeden Fall ist die fehlende Farbe kein nachträglicher Abrieb. Ist dieser Druckfehler bekannt? Oben zum Vergleich eine normale Marke.

Deine "Abart" dürfte rückseitig keine Gummierung mehr haben, was sonst bei einer Gefälligkeitsentwertung sowjetischer Briefmarken aus dieser Zeit üblich wäre. Deine Briefmarke hat lange im Wasserband gelegen. Man sieht diese Art der "aufgeplatzten" Druckfarbe bei sowjetischen Briefmarken der 1950er und 1960er Jahre aus der Tagespost, welche anschließend im Wasserband abgelöst wurden.

Bei Bedarf bitte selbst ausprobieren und eine Briefmarke längere Zeit wässern bzw. bei einer gefälligkeitsentwrteten Briefmarke im Wasserbad die Gummierung entfernen.

Gruß
Stefan
 
Stefan Am: 04.08.2026 09:37:39 Gelesen: 380# 40 @  
@ Andre66 [#36]

Habe hier noch 2 Briefmarken der Sowjetunion von 1960 die extreme Farbfehler aufweisen. Bei der oberen Marke sieht es so aus als wäre die Farbe der Straße völlig zerlaufen und hat das ganze Fahrzeug verwischt, sieht fast aus wie mit Säure übergossen. Bei der unteren Marke ist die rote Farbe wohl mindestens doppelt gedruckt un ist dann verlaufen, über Scheiben und Reifen. Sind diese Druckfehler bekannt und werten sie die Marken auf oder eher was für den Papiekorb?

Ich gehe davon aus, dass deine "Abart" rückseitig keine Gummierung mehr haben dürfte, was sonst bei einer Gefälligkeitsentwertung sowjetischer Briefmarken aus dieser Zeit üblich wäre. Deine Briefmarke hat lange im Wasserband gelegen. Man sieht diese Art der "aufgeplatzten" Druckfarbe bei sowjetischen Briefmarken der 1950er und 1960er Jahre aus der Tagespost, welche anschließend im Wasserband abgelöst wurden.

Bei Bedarf bitte selbst ausprobieren und eine Briefmarke längere Zeit wässern bzw. bei einer gefälligkeitsentwrteten Briefmarke im Wasserbad die Gummierung entfernen.

Gruß
Stefan
 
Ben 11 Am: 04.08.2026 14:47:54 Gelesen: 327# 41 @  
@ Andre66 [#36]

Hallo Andre,

es ist noch zu früh, die Marken in den Papierkorb zu werfen. Auch wässern brauchst Du sie noch nicht.

Schlage in Deinem Katalog nach und suche das Herstellungsverfahren. Steht dort RaTdr (Rakel- oder Rastertiefdruck)? Beschäftige Dich damit! Was macht das Druckverfahren aus? Wie wird Farbe übertragen? Wie sieht die Druckform aus?

Benutze Dein USB-Mikroskop und schau Dir die Marken an! Wie viele Farben wurden verwendet? Versuche die Frage zu beantworten, wie entstanden sein könnte, was Du siehst!



Die zweite Marke Marke mit dem Moskwitsch zeigt eine Besonderheit, die sich lohnt zu untersuchen. Was ist hier passiert?

Das spannende an den Marken ist hier nicht der monetäre Wert, sondern das, was die Marken Dir erzählen.

Viel Spaß beim Forschen.
Ben
 

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