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Thema: Zollkontrolle von der Schweiz nach Deutschland
Dieter Am: 15.11.2008 10:03:23 Gelesen: 7552# 1 @  
Ich möchte mich heute auch mal mit einem Problem an das Forum wenden.

Ich habe Tauschpartner von der Schweiz, die haben mir Marken im Tausch geschickt. Doch plötzlich war ein Brief gute 4 Wochen unterwegs. Er kam dann mit Privatpost. Die Marken von der Post waren mit einer Bandarole überklebt so dass man die Marken sehr schwer abbekam.

Vor kurzem war wieder ein Brief so lange unterwegs und der war sogar geöffnet, mit einem Vermerk vom Zoll. Jetzt ist ein Brief schon 5 Wochen unterwegs und ich nehme an das er verloren ist.

Nun meine Frage hat jemand schon solche Fälle gehabt und kann man sich da irgendwie erkundigen ?

Viele Grüße Dieter
 
chrisskywalker Am: 15.11.2008 16:15:43 Gelesen: 7525# 2 @  
@ Dieter [#1]

Hallo Dieter,

ich hatte bis jetzt noch keine Schwierigkeiten mit Briefen aus der Schweiz. Briefe aus der Schweiz zur mir nach Belgien dauern nur 3 bis 4 Tage, normal also.

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass Briefe, die dicker als normal sind Zollamtlich behandelt, also geöffnet und kontrolliert werden. Erstaunlich das dies 4 bis 5 Wochen dauern kann.

Eine Möglichkeit wäre Deinen Tauschpartner zu bitten, dickere Briefe als Einschreiben an Dich zu schicken. So habt ihr beide eine Kontrolle und bei Verlust zumindest einen Schadenersatz (auch wenn dieser den Wert der Sendung nicht deckt). Bei wertvollen Sendungen sollte man sowieso nur Wertbriefe schicken!

Gruss

Holger
 
Dieter Am: 15.11.2008 17:07:07 Gelesen: 7520# 3 @  
@ chrisskywalker [#2]

Hallo Holger!

Ich danke Dir für Deine Mail, aber die Briefe die ich bekam, waren ganz normale mit jeweils einer Steckkarte mit Marken. Große Werte schicke ich auch nicht.

Es grüßt Dich Dieter
 
Carolina Pegleg Am: 15.11.2008 17:37:28 Gelesen: 7514# 4 @  
@ Dieter [#3]

Das Thema Briefmarkenversand ins Ausland liegt mir auch sehr am Herzen. Ich hatte nur ein einziges mal ein Problem, wo eine Tauschsendung aus Deutschland direkt am Aufgabepostamt 'verloren' ging. Dies war eine Einschreibesendung. Der Papierkrieg für die Entschädigung war den Aufwand nicht wert. Einschreiben mit hübscher Buntfrankatur sind leider oft eine Einladung zum Diebstahl. Aber das ist ein anderes Thema.

Vielleicht bist Du oder Dein Tauschpartner auf irgendeiner schwarzen Liste des Zolls gelandet. Jedenfalls scheint es, dass hier gezielt als 'Sammlerpost' erkennbare Briefe auf Hinterziehung der Einfuhrumsatzsteuer untersucht werden. Die Freigrenzen sind sehr niedrig (ich glaube so etwa 30 Euro). Eine Massnahme wäre entweder der Versand im unauffälligem Brief mit Standarddauerserie (wenn ich so verfahren muss, dann lege ich gelegentlich meinem Tauschpartner ein paar gestempelte Sondermarken als Ausgleich für die entgangene Frankatur hinzu) oder das Ausfüllen und Aufkleben einer grünen Zollerklärung ("Sammlermarken, 20 EUR, Geschenk"). Das dauert keine Minute und damit ist das Problem normalerweise gelöst.
 
Kalmimaxiss Am: 15.11.2008 20:34:48 Gelesen: 7499# 5 @  
Die Erklärung ist ganz einfach:

Schweiz gehört nicht zur EU, die Folge ist, dass Briefe aus EU-Ländern, die möglicherweise Wertgegenstände beinhalten, vom Zoll geöffnet und nach dem Wert kontrolliert werden, um evtl. Zollgebühren zu erheben.

Bei Tausch oder Verkaufssendungen (als Sammler, nicht Händler!) daher nie eine Wertaufstellung als Begleitschreiben mitsenden, da sonst für den Empfänger empfindliche Zollgebühren drohen können. Am besten im Begleitschreiben die Sendung als "Geschenk" deklarieren, die Abrechnung kann ja via E-Mail erfolgen! Erfahrungsgemäß haben die meisten Zöllner keine Ahnung von der Philatelie.

Das Gesagte gilt genauso in die andere Richtung Schweiz-EU-Länder.
 
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