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Thema: IPHLA Literaturausstellung: Warum kann sie nicht stattfinden ?
Richard Am: 16.01.2017 09:14:51 Gelesen: 2140# 1 @  
Nächste IPHLA auf Eis gelegt?

(wm) Die letzte IPHLA – dies ist die Kurzbezeichnung für „Internationale Philatelistische Literatur-Ausstellung“ – fand bekanntlich im November 2012 in Mainz statt. Der damalige BDPh-Vorstand hatte bereits zuvor beschlossen, dass solch spezielle Literaturausstellungen künftig alle vier bis fünf Jahre stattfinden sollten. Die Mainzer Veranstaltung war ein großer Erfolg und sie konnte finanziell gut abgesichert werden: Speziell dank eines breit angelegten Sponsorenaufrufes des damaligen Organisationsleiters Wolfgang Maassen, dem viele Sammler und Berufsphilatelisten folgten, so dass sogar ein nennenswerter Überschuss – zweckgebunden für künftige IPHLA-Literaturausstellungen – von ca. 27.000 Euro zu verzeichnen war.

So kam der Gedanke auf, 2017 oder 2019 erneut eine solche Veranstaltung auszurichten. Es wurden in den letzten beiden Jahren mehrere Optionen geprüft – zuerst in Bonn, dann in Essen und Wuppertal, wobei sich 2019 als Veranstaltungsjahr abzeichnete, da dann auch die Möglichkeit bestanden hätte, eine solche internationale Ausstellung zusammen mit dem Deutschen Philatelistentag auszurichten. Die nähere Prüfung ergab bei umfangreichen Etat-, Bedarfs- und Nutzungsberechnungen, dass die zu erwartenden Kosten keine annähernde Deckung zuließen, so dass letztlich erst mit dem „Forum Leverkusen“ und dem dortigen Verein eine machbare Alternative gefunden wurde.

Diese Möglichkeit stand dann Ende Oktober 2016 zur Beschlussfassung an, die allerdings nicht stattfinden konnte, da der BDPh-Vorstand wegen des vorhergehenden Ausscheidens von zwei Vorstandsmitgliedern nicht mehr beschlussfähig war. Gemäß Aussagen des früheren Schatzmeisters Lars Böttger und seines letzten Nachfolgers Walter Bernatek, die durchaus von dieser zuvor erwähnten zweckgebundenen Rücklage in Höhe von 27.000 Euro Kenntnis hatten, sind die Mittel noch vorhanden.

Ob und in welcher Form aber eine IPHLA noch einmal in Deutschland stattfinden kann und wird, ist damit allerdings nicht beantwortet. Hierüber dürfte voraussichtlich der BDPh nach seiner diesjährigen Mitgliederversammlung in Wittenberg im September 2017 entscheiden.
 
Richard Am: 20.01.2017 09:46:50 Gelesen: 1954# 2 @  
Zum Beitrag von Herrn Maassen (wm) haben wir am 19.1. vom BDPh Vorstand folgende Stellungnahme erhalten:

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Der Pressebericht von Wolfgang Maassen entspricht nicht ganz den Tatsachen. Er war bei der betreffenden Sitzung des Bundesvorstandes auch nicht anwesend.

Auf der Sitzung des Bundesvorstandes im Oktober stand nicht die Beschlussfassung über eine IPHLA auf der Tagesordnung, sondern die Beratung über die weitere Vorgehensweise IPHLA mit 116. Deutschen Philatelistentag. Es lag ein von Herrn Maassen angefertigtes Grobkonzept mit ersten Schätzungen zur Finanzierung für eine IPHLA in Leverkusen vor.

Von keinem der letzten drei Schatzmeister wurden im Zusammenhang mit der IPHLA 2012 Rücklagen im Jahresabschluss gebucht. Es gibt keine.

Der Bundesvorstand ist zwar beschlussunfähig. Zu welchen Punkten aber überhaupt Beschlüsse gefasst werden müssen, ist in der Satzung geregelt. Ausstellungen gehören nicht zu den nach der Satzung erforderlichen Beschlüssen, sondern zu den laufenden Angelegenheiten. Daher ist der Bundesvorstand sehr wohl in der Lage, zu dem Thema eine Entscheidung zu treffen. Der Bundesvorstand ist hier, wie bei anderen Themen auch, durchaus handlungsfähig.

Da die Kosten für eine IPHLA nicht unerheblich sind und aufgrund der aktuellen Verbandssituation hat der Bundesvorstand entschieden, vorerst keine Festlegungen zu einer IPHLA zu treffen.
 
Richard Am: 07.01.2018 09:35:15 Gelesen: 1206# 3 @  
BDPh verschiebt IPHLA auf 2021

(wm) Angekündigt in Wittenberg war die nächste „Internationale Literatur-Ausstellung“ für 2019. Sie sollte – zusammen mit dem Deutschen Philatelistentag und mehreren Ausstellungen – im FORUM Leverkusen stattfinden. Eine Machbarkeitsstudie hatte zuvor Wolfgang Maassen, der Organisator der letzten IPHLA in Mainz 2012, erstellt. Und eigentlich sah alles gut aus, wenn da nicht externe Faktoren die Durchführung unmöglich gemacht hätten.

So erklärten sich die benötigten Hotels in Leverkusen aufgrund noch fehlender Messetermine für 2019 nicht bereit, langfristig Reservierungen für größere Zimmerkontingente für den Wunschtermin in der ersten Septemberwoche 2019 vorzunehmen. Es könne ja noch eine Großmesse in Köln oder Düsseldorf dazwischen kommen, so dass man die Zimmer lukrativer verkaufen könnte.

Dann verschob die für 2018 in Norditalien, zuerst in Mailand, nun in Verona, angekündigte Internationale Literaturausstellung ihren Termin vom Frühjahr auf den Spätherbst 2018, so dass diese Fast-Parallelität sicherlich beiden Veranstaltungen geschadet hätte.

Last but not least zeigte sich immer mehr, dass die STOCKHOLMIA im Mai/Juni 2019 ebenfalls ein breites Angebot für Literaturaussteller offerieren kann und letztlich das Jahr 2020 infolge der LONDON 2020 auch nicht gerade ideal ist.

Zahlreiche Gründe, die eine Verschiebung sinnvoll erscheinen ließen, aber dem BDPh nun auch die Aufgabe stellen, sich für 2019 einen neuen Tagungsort für den Philatelistentag zu suchen, den man in der Mitte Deutschlands zu finden hofft. Eine Neuauflage der IPHLA ist deshalb für 2021 vorgesehen.
 
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