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Thema: Kamerun: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 61 Beiträge:
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zockerpeppi Am: 12.11.2017 20:07:04 Gelesen: 11160# 37 @  
@ [#36]

Eigentlich wollte ich einen Beleg aus Cameroun nach Luxemburg zeigen:

Einschreiben aus Yaounde R.P. CAMEROUN 28.6.1974



beste Sammlergrüße
Lulu
 
Baber Am: 13.11.2017 09:31:56 Gelesen: 11129# 38 @  
@ zockerpeppi [#36]

Hallo Lulu,

ich gebe mich geschlagen!

In meinem auch schon etwas älteren Worterbuch war die 2. Bedeutung nicht vermerkt, nur die erste und dort gibt es auch in Deinem Wörterbuch bei chargement keine Mehrzahl mit "S". Man lernt immer wieder dazu.

Gruß
Bernd
 
volkimal Am: 13.11.2017 10:57:28 Gelesen: 11120# 39 @  
@ zockerpeppi [#36]

Hallo Lulu,

vielen Dank für diese Ergänzung.

Viele Grüße
Volkmar
 
zockerpeppi Am: 13.11.2017 21:29:29 Gelesen: 11085# 40 @  
Einen Beleg hätte ich noch, allerdings mit vielen Fragezeichen.

Wieder ab Yaounde nach Luxemburg diesmal Poste restante. Absender CONTROLE DELEGUE DU FONDS EUROPEEN DE DEVELOPPEMENT EN REPUBLIQUE UNIE DU CAMEROUN Le Contrôleur Délégué.



Stempel Yaounde Depart Cameroun vom 24.12.1974. Frankiert à 70 fr. Einmal in Luxemburg angekommen wurden in Obercorn 3 fr dazu geklebt und am 30.12.74 auch entwertet.

Das Porto kann ich mangels Quellen nicht prüfen, auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich, ob der Beleg unterfrankiert war. Mir kam daher nur eins in den Sinn: Eine Zusatztaxe für Poste restante? Doch ich konnte auf die Schnelle hierfür keinen Hinweis im Handbuch Tarife der Briefpost finden. Im Vergleich zu dem Einschreiben mit 230 F unter Post [#37] scheint die Frankatur mit 170 F verhältnismäßig billig zu sein. Könnte natürlich auch sein, dass der Absender Recht auf eine Portoermäßigung hatte (?).

Die Spezialisten hier im Thread haben sicherlich eine plausible Erklärung - ich kapituliere.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
volkimal Am: 13.11.2017 22:08:04 Gelesen: 11076# 41 @  
@ zockerpeppi [#40]

Hallo Lulu,

gib bei Delcampe.net einmal die Suchbegriffe "Poste restante Luxembourg" ein. Dort findest du mehrere postlagernde Sendungen aus dem Ausland nach Luxemburg mit zugeklebten Luxemburger Marken. Unter anderem diese:

http://www.delcampe.net/de/sammlerobjekte/briefmarken/luxemburg-abarten-kuriositaeten/luxemburg-luxembourg-poste-restante-taxe-1974-294910120.html

Dort wurden ebenfalls im Jahr 1974 die gleiche Gebühr von 3 Fr. Aufgeklebt. Du dürftest also mit einer Postlagergebühr richtig liegen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Mondorff Am: 13.11.2017 22:42:06 Gelesen: 11072# 42 @  
@ zockerpeppi [#40]
@ volkimal [#41]

Das gehört zwar nicht unbedingt zu diesem Thema, aber:

Da kannst Du in diesem Buch leider lange suchen Lulchen.

Wir, die Verfasser der Tarife der Briefpost in Luxemburg (2002) hatten die Nachportogebühren (wie auch die Postlagergebühren) nicht einfach vergessen, sondern, weil wir in den amtlichen Unterlagen, die uns zur Erstellung der Tabellen zur Verfügung standen, leider nur sehr unzureichende Informationen finden konnten, absichtlich weggelassen. Besser nichts wie nur Stücke, war unsere Überlegung.

Pardon allerseits
DiDi
 
zockerpeppi Am: 14.11.2017 19:41:37 Gelesen: 11027# 43 @  
@ volkimal [#41]

Vielen Dank für deine Recherche.

@ Mondorff [#42]

Das war keine Kritik. Mir war als hätten wir diese Postrestante Taxe schon einmal (vor längerer Zeit) in einer Vereinsversammlung besprochen. Aber damals habe ich mich noch nicht sonderlich für solche Details interessiert, deshalb nun mein Griff zum Handbuch.

Tschü
Lulu
 
Michael Mallien Am: 17.11.2017 14:26:11 Gelesen: 10979# 44 @  
In einem Briefeposten, den ich gerade bekommen habe, befinden sich auch vier Briefe aus Kamerun. Wie es der Zufall will erweisen sich diese Briefe als ein "Streifzug durch die Jahrzehnte" von den 1960er bis in die 1990er Jahre. Die Veränderung der Posttarife ist ebenso ablesbar, wie die Änderungen der Landesbezeichnungen auf den Marken.

1. Brief aus Garoua nach Paris, Frankreich vom 31.10.1960.
Landesbezeichnung auf der Marke: CAMEROUN
Tarif: 25 Franc



2. Brief aus Sangmelima nach Chaumont, Frankreich vom 22.12.1972.
Landesbezeichnung auf der Marke: REPUBLIQUE FEDERALE DU CAMEROUN
Tarif: 45 Franc



3. Brief aus Yaoundé nach Paris, Frankreich vom 16.??.1982.
Landesbezeichnung auf der Marke: REPUBLIQUE UNIE DU CAMEROUN
Tarif: 70 Franc



4. Brief aus Ngaoundere nach Paris, Frankreich vom 12.03.1990.
Landesbezeichnung auf der Marke: REPUBLIQUE DU CAMEROUN
Tarif: 100 Franc



Was mir bei diesen Briefen zum ersten mal auffällt ist, dass die Stempel nicht nur auf den Marken, sondern auch immer noch einmal separat abgeschlagen wurden. Das schien wohl Standard gewesen zu sein.

Viele Grüße
Michael
 
volkimal Am: 17.11.2017 18:43:11 Gelesen: 10960# 45 @  
@ Michael Mallien [#44]

Hallo Michael,

du schreibst Was mir bei diesen Briefen zum ersten mal auffällt ist, dass die Stempel nicht nur auf den Marken, sondern auch immer noch einmal separat abgeschlagen wurden. Das schien wohl Standard gewesen zu sein.

Es war mir bisher nicht bewusst, dass das so häufig der Fall war, dass ein weiterer Stempel neben den Marken abgeschlagen worden ist. Ich habe meine Belege einmal daraufhin angesehen. Du hat eindeutig recht - es sind nur wenige Stücke, auf denen der Zusatzstempel fehlt. Das ganze war übrigens auch schon bei den meisten Belegen in der französischen Kolonialzeit in den 20-er Jahren der Fall!

Der große Vorteil ist, dass man so oft einen schönen Stempelabschlag hat, den man bei Philastempel einstellen kann.

Viele Grüße
Volkmar
 
18609 Am: 17.11.2017 19:02:27 Gelesen: 10959# 46 @  
@ volkimal [#14]

Hallo Volkmar,

in dem Buch von Heinrich Türk über Einschreibezettel ist auch ein solcher Beleg abgebildet.

Gruß
18609
 
Cantus Am: 10.03.2018 18:15:16 Gelesen: 7079# 47 @  
Hier ein Brief vom 14.9.1951, gelaufen von Ebolowa [1] nach Paris.



Mi. 283(2)

Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ebolowa
 
Michael Mallien Am: 26.08.2018 16:37:37 Gelesen: 4283# 48 @  
Brief vom 26.11.1998 aus Kumbo nach Bandar Lampung, Indonesien, frei gemacht mit 450 Franc.

Die Marke entstammt einer Ausgabe zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994. Der Satz besteht aus 4 Werten (MiNrn. 1210-1213). Der Wert zu 450 Franc ist die 1212 I. Es gibt auch noch eine 1212 II, deren Motiv nicht das WM-Enblem (unten rechts) zeigt.



Auf der Rückseite ist eine blaue Nummer 1223019 aufgebracht worden. Hat jemand eine Idee, was das bedeuten könnte?

Der Absender wohnte offensichtlich in oder bei einem berühmten Haus von Kumbo, nämlich der Kathedrale, Bischofssitz seit 1983 [1].

Besonders freut mich die Destination Indonesien.

Viele Grüße
Michael

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Kumbo
 
Michael Mallien Am: 02.09.2018 07:48:59 Gelesen: 4128# 49 @  
Innerafrikanischer Brief vom 8.8.1963 aus Victoria, dem heutigen Limbé im Südwesten des Landes, nach Ikeja, Nigeria.

Die Freimachung zu 36 Franc erfolgte mit Marken der schönen Freimarken-Ausgabe Tiere aus dem Jahr 1962.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 18.09.2018 21:48:42 Gelesen: 3908# 50 @  
Ein sicher nicht so häufige Versendungsart ist das Eil-Einschreiben. Ein solches vom 23.3.1976 von Douala nach London, Grossbritanien, kann ich heute zeigen. Die Frankatur von 400 Franc erfolgte mit zwei Werten der MiNr. 789.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 23.09.2018 20:54:37 Gelesen: 3817# 51 @  
Brief vom 20.1.1997 aus Yaounde nach Belgien, frei gemacht mit 425 Franc.

Das Datum in dem Stempel steht auf dem Kopf.



Viele Grüße
Michael
 
Graf Zack Am: 29.09.2018 21:23:05 Gelesen: 3731# 52 @  
Hier vier mir eher eher zufällig in die Hände gekommene Luftpostbriefe aus dem Jahr 1939, gelaufen aus M´Banga nach Kirchheimbolanden.

Gruß
Graf Zack


 
Pete Am: 14.10.2018 14:40:23 Gelesen: 3355# 53 @  
Ein Sammlerkollege überließ mir leihweise für das Forum den nachfolgenden Beleg (Aerogramm als Ganzsache) verbunden mit der Fragestellung, ob es sich hier um Manipulation/Portobetrug/Mache oder um rein postalischen Bedarf handelt:



Sendung vom 24.09.1983 aus Douala nach 5227 Windeck (BR Deutschland)

An dem Aerogramm ist auffällig, dass das Porto von 80 Francs handschriftlich mittels rotem Kugelschreiber auf 120 Francs "aufgewertet" wurde.

Das Aerogramm ist auf der Umschlaginnenseite handschriftlich in französischer Sprache beschrieben, der Text selbst unverfänglich und privater Natur.

Gruß
Pete
 
StefanM Am: 15.10.2018 08:48:08 Gelesen: 3326# 54 @  
@ Pete [#53]

Auf mich macht der Beleg den Eindruck, dass es sich um postalischen Bedarf handelt, aber einen Nachweis dafür habe ich nicht.

Über die handschriftliche "Korrektur" kann man spekulieren, zum Beispiel:

- Der Versender hat das einfach selbst gemacht in der Hoffnung, damit durch zu kommen
- Ein Postler hat die Auffrankatur kassiert und anstatt eine Marke dazu zu kleben einfach den "Wert" erhöht
- Ein Postler hat den Wert aus Unwissenheit "korrigiert" auf den Betrag für normale Briefe nach Deutschland (vgl. Porto in Beitrag [#4]), aber Aerogramme hatten aufgrund des geringen Gewichts tatsächlich günstigere Tarife.

Zu letzterem wären Tarifexperten für Kamerun gefragt.

Stefan
 
Pete Am: 15.10.2018 20:41:36 Gelesen: 3295# 55 @  
@ StefanM [#54]

Zu letzterem wären Tarifexperten für Kamerun gefragt.

Danke für deine Überlegungen. Zum Thema Portostufen muss ich leider auch passen.

Ich kann mit dem handschriftlichen Vermerk links unten nichts anfangen bzw. das erste Wort nicht entiffern: "... de faire suivre s.v.p.". ("s.v.p." = "s'il vous plaît"). Der Versandumschlag weist dadurch drei verschiedene Farben von Schreibgeräten auf und wurde minimum zwei Mal im Nachgang bearbeitet. :)

Gruß
Pete
 
Michael Mallien Am: 11.11.2018 11:46:59 Gelesen: 2729# 56 @  
@ Michael Mallien [#49]

Hier ein weiterer Brief aus Victoria, versendet im Jahr 1971 nach London, UK. Die Freimachung beläuft sich auf 70 Franc.



Auf dem Stempel sind zwar sehr klar Tag (23) und Jahr (1971) des Datums zu sehen, der Monat fehlt jedoch. Ein Blick in den Katalog hilft den Monat des Versandes einzugrenzen, denn die 10-Franc-Marken entstammen der Ausgabe Kunstgegenstände aus Kamerun, die am 18.9.1971 erschienen sind.

Bei der genaueren Betrachtung der Marken fiel mir etwas zu der 50-Franc-Marke auf hinsichtlich der Motivbeschreibung im Michel-Afrikakatalog 1993. Dort steht zu der Ausgabe vom 24.3.1970: Afrikanische Lianen (Satz von 4 Werten, dabei die gezeigte MiNr. 608).



Die Pflanze sieht mir nicht wie eine Liane aus, als geschwind das Motiv CLEOME SPECIOSA gegoogelt. Dort finde ich auf Wikipedia [1] u.a. den deutschen Namen Spinnenblume und weiterhin " Die Heimat ist Südamerika". Auch ungewöhnlich, dass eine Blume von einem anderen Kontinent hier als Motiv herhalten muss.

Seitens der Michelredaktion wurde die Beschreibung später geändert. So finde ich im Afrikakatalog von 2014 die sehr allgemeine Bezeichnung Flora für diese Ausgabe.

Viele Grüße
Michael

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Spinnenblume
 
Michael Mallien Am: 13.11.2018 21:05:07 Gelesen: 2671# 57 @  
Brief vom 16.6.1999 nach Karachi, Pakistan, frei gemacht mit 450 Franc. Die Erhaltung ist mäßig, aber das ist bei Belegen nach Pakistan häufig der Fall.



Ankunftsstempel aus Karachi auf der Rückseite.



Viele Grüße
Michael
 
Heinrich3 Am: 13.11.2018 21:26:27 Gelesen: 2667# 58 @  
@ StefanM [#54]
@ Pete [#55]

Hallo Stefan,

in manchen Ländern ist es üblich, derartige Ganzsachen handschriftlich aufzuwerten. Die Erhöhung geht aber nicht (so meinst Du doch?) in die Tasche des Postlers, sondern er muß sie abrechnen. Den neuen Betrag hat nämlich ein anderer Postler im Auftrag vermerkt.

Hallo Pete,

das 1. Wort ist "prière", also "Bitte" und das ganze heißt "Bitte nachsenden".

Phile Grüße
Heinrich
 
Michael Mallien Am: 04.12.2018 20:53:12 Gelesen: 2184# 59 @  
Inlandseinschreiben vom 27.1.1976, innerhalb von Douala an den bundesdeutschen Konsul.

Frankiert wurde mit 140 Franc.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 14.12.2018 20:21:17 Gelesen: 1992# 60 @  
Brief vom 24.2.1977 aus Bamenda nach Stockholm, Schweden, frei gemacht mit 120 Franc.

Zwar ist der Brief etwas ramponiert, doch gefällt mir die Absenderadresse des PRESBYTERIAN HANDICRAFT CENTRE.



Viele Grüße
Michael
 
Franz88 Am: 26.04.2019 18:14:09 Gelesen: 463# 61 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Brief vom 15 April 1948 aus Nkongsamba nach Paris. Der Brief wurde mit 6*1,50 Franc freigemacht. Nkongsamba ist eine Stadt im Südwesten von Kamerun.



Liebe Grüße
Franz
 

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