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Thema: (?) (120) Deutsches Reich: Devisenkontrolle im Auslandsbrief- und Paketverkehr
Das Thema hat 129 Beiträge:
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22028 Am: 15.07.2013 17:51:27 Gelesen: 83033# 105 @  
Auch der erste Brief dieser Art den ich bisher gesehen habe. Devisenkontrolle auf Brief aus dem Irak, versandt mit der Overland Mail Baghdad-Haifa.


 
volkimal Am: 15.11.2013 14:57:56 Gelesen: 78798# 106 @  
Hallo zusammen,

zur Abwechselung einmal zwei Belege zu diesem Thema:



Geöffnet bei der Devisenkontrollstelle Nr. 9 in Freiburg (Breisgau). Unter dem Aufkleber ist ein Freiburger Stempel vom 14.01.1922. Da der Stempel genau an der Lasche aufhört, wurde dieser Stempel abgeschlagen als der Brief geöffnet war.



Einschreibebrief aus Budapest nach Wehrsdorf in Sachsen. Kontrolliert bei der Devisenkontrollstelle Nr. 4 in Dresden.

Viele Grüße
Volkmar
 
juni-1848 Am: 10.12.2013 00:42:13 Gelesen: 77992# 107 @  
@ TomWolf_de [#126]

Allerdings muß gesagt werden, daß für 21, 25, 26 und 27 bisher keine nummerierten Verschlußzettel nachgewiesen wurden. Hier gibts also einiges noch zu entdecken.

Zum Beispiel diesen hier aus der PP 10 (15.11.1922 bis 14.12.1922);



(Datenbank # 4514)

Der Brief bis 20g wurde im Grenzverkehr (12 Mark) des Barmer Bank-Vereins, Fil. Goch, am 1.12.1922 nach Boxmeer (Niederlande) versendet per Einschreiben (8 Mark) und frankiert mit vor der Entwertung eingerissener 20 Mark Posthorn (Unterdruck).

Rückseitig die Devisenkontrolle mit Zettel der Kontrollstelle 25 (Cleve).
Von dieser Kontrollstelle sind mir bisher keine weiteren Belege mit numeriertem Devisenkontrollzettel bekannt.

Mit Sammlergrüßen, Werner
 
Baldersbrynd Am: 19.03.2014 09:16:56 Gelesen: 76269# 108 @  
Hier ein Orts-Brief in Dresden, gesendet am 3.4.1920, PP4. Geöffnet bei Devisenkontrolle in München (16).

Warum bleibt ein Ortsbrief geöffnet?



Einschreibe-Brief aus Magdeburg nach USA, gesendet am 17.1.1921 (PP5), Brief in 2. Gewichtklasse 80+60 Pf. und 80 Pf. Einschreibegebühr. zusammen 220 Pf. Bandrolle 22 geändert bis 10 (Hamburg).



Einschreibebrief aus Singen nach New York, gesendet am 21.8.1922 (PP8) Briefgebühr 6 Mark und 2 Mark Einschreibegebühr. Geöffnet in Hamburg. Die große V in Ring was bedeutet das?



Viele Grüße
Jørgen
 
22028 Am: 19.03.2014 12:07:39 Gelesen: 76247# 109 @  
@ Postgeschichte [#89]

Manfred,

vielen Dank für das hervorholen dieser alten Diskussion. Ich bin ja kein Devisenkontrollesammler im eigentlichen Sinne, sondern interessiere mich nur für die Infos, da ich einige (5 von 5 derzeit bekannten) SCADTA E-Briefe habe die über die Hamburger Stelle liefen.
 
Bodo35 Am: 09.08.2014 13:30:57 Gelesen: 73788# 110 @  
Hallo,

habe heute auch einen reicht interessanten Brief aus Finland mit Devisenkontrolle und Einlagezettel bekommen. Ich denke das Einlagezette nich all zu oft zu finden sind oder?

Gruß
Bodo35




 
hajo22 Am: 23.09.2014 23:52:24 Gelesen: 72958# 111 @  
@ Cantus [#123]

Hier die Werte zu 3 (4x) und 8 Mills aus Kairo vom 26.5.1939 nach München.

Dort war der Zoll neugierig und hat den Inhalt des Couverts geprüft: "Zur Devisenüberwachung zollamtlich geöffnet", Stempel München 30.5.1939.

Man übte wohl die kommende Zensurhandhabung. Bevorzugt wurde bereits jetzt schon im Protektorat Böhmen und Mähren Auslandspost der "Devisenkontrolle" zugeführt, komischerweise sogar Postkarten!



Schönen Abend.
Jochen

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Ägypten: Frankierte Poststücke aller Zeiten"]
 
diva Am: 19.10.2014 11:18:26 Gelesen: 72656# 112 @  
Zenzurpost Devisenüberwachung

Habe hier noch einen Brief Devisenüberwachung Zollamtlich geöffnet von Kiel 1 nach Sibiu 1 Rumänien. Portogerecht frankiert mit Michel Nr. 522 25 Pfg. Sollten die Angaben nicht in Ordnung sein, bitte ich um Berichtigung.



M.f.G.
Diva
 
22028 Am: 12.11.2014 18:42:30 Gelesen: 72156# 113 @  
Bevor das Thema einschläft, hier ein weiterer SCADTA R Brief welcher über die Devisenkontrollstelle lief.

Leider (noch) nicht in meiner Sammlung.


 
22028 Am: 18.05.2015 17:52:57 Gelesen: 68626# 114 @  
Ist lange nichts mehr zu dem Thema geschrieben worden.

Hatte Düsseldorf im Jahr 1936 auch eine Devisenkontrollstelle?


 
DerLu Am: 04.04.2016 08:15:34 Gelesen: 57907# 115 @  
Ich möchte diesen alten Thread nochmal hervorholen, und eine Frage an die Spezialisten stellen.



Dieser Verschlusszettel der Devisenkontrolle in Dresden befindet sich auf einem eingeschriebenen Brief aus Essen nach Graz. Meine Frage: Der Zettel ist auf allen vier Seiten mit einem Rahmenstempel "Nach Schluss" abgestempelt worden. Der erste Poststempel aus Dresden stammt von 13.11.21 2-3 N, ein zweiter ist vom Folgetag 14.11.21 8-9N, der sich auf dem Verschlusszettel selber befindet. Wenn der Stempel nur eine "Entschuldigung" für eine Verzögerung gewesen wäre, hätte ja eigentlich ein Abschlag gereicht, warum dann aber gleich viermal und sauber in alle vier Ecken, fast wie eine Versiegelung, platziert ?

Kann jemand etwas über diesen Stempel sagen?

Gruß DerLu
 
Baldersbrynd Am: 16.04.2016 11:03:54 Gelesen: 57395# 116 @  
Hallo Alle

Brief aus Wien nach Vedbæk in Dänemark, gesendet am 20.4.1938.

Porto für Brief 20 bis 40 Gramm: Erste 20g 38 Gr folgende 20g 23 Gr zusammen 61 Gr.

Zuschlag für Luftpost: Nach Die Gebühren im Deutschen Reich 1033-1945 Infla Buch 24 sind die Gebühr 30 Gr je 20g.

Ich meine, das muss 40 Gr. je 20g sein, wie nach Norwegen und Schweden und viele andere europäische Länder.

Wenn es 40 Gr sind dann stimmt das Porto auf 141 Gr.

Auf der Rückseite Schlussstreifen aus Wien. Stempel København-Warnemünde am 23.4.1938 T109 (Zug 109).

Viele Grüße


 
Fips002 Am: 02.03.2018 20:54:19 Gelesen: 29160# 117 @  
Brief von Rotterdam 06.09.1939 nach Berlin mit Verschlusszettel und Stempel Berlin-Charlottenburg 09.09.1939.



Gruß Dieter
 
ligneN Am: 15.03.2018 14:14:20 Gelesen: 28760# 118 @  
@ Fips002 [#117]

Hier handelt es sich bereits um normale Postzensur (Kriegsdaten). Der Devisenzensurverschlußzettel wurde aushilfsweise bis Ende 1939 als Postzensurbanderole benutzt. Danach kamen die bekannten OKW-Verschlußzettel zur Verwendung.

Vielleicht kann ein Spezialist die genauen Daten für die OKW-Verschlußzettel nachtragen. Dito die Daten für den Beginn der allgemeinen Postzensur ab Kriegsbeginn. Es ist bekannt, daß die Postüberwachung bestimmter Personen gemäß Namenslisten bereits im August 1939 begann.
 
Totalo-Flauti Am: 25.02.2019 22:45:37 Gelesen: 13933# 119 @  
Liebe Sammlerfreunde,

die Dresdner Bank aus Leipzig sendete am 2.6.1922 ein Einschreiben nach St. Gallen in die Schweiz. Die Devisenkontrollstelle München hatte den Brief geöffnet und kontrolliert. Der Brief wurde mit dem zutreffenden Verschlußzettel aus München (Nr.16 auf der Briefforderseite) wieder verschlossen.

Für die Frankatur von 6 Mark (4 Mark der einfache Auslandsbrief, 2 Mark Einschreiben) der Portoperiode 7 wurden 2 Mi.225 verwendet. Der Brief benötigte 3 Tage bis St. Gallen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
AhdenAirport Am: 03.08.2019 20:32:47 Gelesen: 10550# 120 @  
Ich habe null Ahnung von Postkontrolle als Folge des 1. Weltkriegs, daher folgende Bilder:



Der abgebildete Zettel (B 94mm, H 58mm) klebt rückseitig auf einem geöffneten Bankbrief von Berlin nach Amsterdam (lt. Ankunftstempel auf der Rückseite), aufgegeben in Berlin W 8 am 19.07.1919. Der Zettel wurde wohl in Berlin angebracht, auch wenn er noch keine eingedruckte Nummer 1 aufweist.

Des weiteren findet sich vorderseitig ein violetter Kreisstempel (17mm) mit der Nummer 4, sowie rückseitig das Fragment eines mehrzeiligen Rahmenstempels (B 11mm H?), in dem ich zweifelsfrei nur ein "P" in der ersten Zeile und eine "3" in der zweiten Zeile entziffern kann.Der Kreisstempel kennzeichnet wohl den ausführenden Kontrolleur in Berlin, vergleiche Beitrag [#17], ebenfalls aus Berlin.



Einen guten Teil meiner Fragen hierzu an die Experten zu Kontroll- und Zensurmaßnahmen hat dieses Thema schon beantwortet, offen bleibt:

Wie sieht der fragmentarische Rahmenstempel komplett aus, wo stammt er her und welchen Zweck hatte er?

Hierzu findet sich nichts vergleichbares im Thema.

Mit bestem Dank für eure Mühe und Antworten,
Jörg

Nachtrag vom 04.08.2019:

Beim weiteren Stöbern bin ich Thema Deutsches Reich Inflationsbelege auf den Beitrag #7797 gestoßen [1]. Gezeigt wird dort ein Brief von Berlin SO 36 nach Niederländisch Indien, der erst in München der Devisenkontrolle unterzogen wurde. Dies lässt mich nun zweifeln, ob mein Brief tatsächlich schon in Berlin kontrolliert wurde. Könnte die Kontrolle auch anderswo stattgefunden haben und wenn ja, wo?

Jörg

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=207647
 
GSFreak Am: 04.08.2019 19:19:04 Gelesen: 10491# 121 @  
Devisenüberwachung in der Nachkriegszeit (ich hatte das schon eingestellt und dann erst bemerkt, dass es eigentlich das Deutsche Reich betreffen soll. Entschuldigung!)

Hier ein R-Brief vom 15.08.1948 aus Köln (Sonderstempel "KÖLNER DOM 1248-1948") nach Wintherthur in der Schweiz, R-Zettel vom Sonderpostamt, freigemacht mit Marken aus der zugehörigen Sondermarkenausgabe zur 700 Jahre Grundsteinlegung des Kölner Doms im Jahre 1948 (Bizone Mi.-Nr. 69-72) im Nennwert von insgesamt 110 Pf = 50 Pf Auslandsbriefporto + 60 Pf Einschreibengebühr, also portogerecht. Zur Devisenüberwachung zollamtlich geöffnet mit entsprechendem Verschlussstreifen und drei Stempeln KÖLN BAHNPOSTAMT vom 19.08.1948.
Ankunftstempel WINTERTHUR 4 vom 21.08.1948.



Gruß Ulrich
 
Ameise Am: 24.02.2020 12:16:24 Gelesen: 5124# 122 @  
Hallo,

hier ein Einschreibbrief aus Argentinien nach Chemnitz:



Viele Grüße
Enrico
 
dr31157 Am: 26.05.2020 16:17:20 Gelesen: 2703# 123 @  
Stempelbestimmung Schwedenbrief

Hallo,

ich zeige einen Brief nach Schweden. Rückseitig befinden sich 2 kleine Stempel "34" und "56". Sind das Zensur- und und Briefträgerstempel. Leider keine deutlichen Abschläge.



Kann mir jemand weiterhelfen?

Gruß
Detlef
 
Gerhard Am: 26.05.2020 16:20:26 Gelesen: 2701# 124 @  
@ dr31157 [#123]

Hallo Deltef,

Zensurstempel sind das mit Sicherheit nicht, Briefträgerstempel halte ich bei der 69 für möglich.

MphG
Gerhard
 
dr31157 Am: 26.05.2020 16:54:32 Gelesen: 2686# 125 @  
@ Gerhard [#124]

An alle Stempelexperten,
hallo Gerhard,

der violette ovale Stempel "56" könnte ein Briefträgerstempel sin. Der andere violette quadratische Stempel, eventuell mit Doppelrahmen "34" sieht mir nicht nach einem Ankunftsstempel aus.

Vielleicht kann jemand das Rätsel lösen.

Viele Grüße
Detlef
 
Christoph 1 Am: 26.05.2020 17:26:34 Gelesen: 2676# 126 @  
@ dr31157 [#125]

Hallo Detlef,

dieser andere Stempel erscheint 2 mal auf der Rückseite. Und zwar in beiden Fällen genau am Übergang des aufgeklebten Papiers zum ursprünglichen Umschlag. Dieses aufgeklebte Papierstück ist, wenn ich es richtig verstehe, eine Art Notverschluss, nachdem der Brief amtlich geöffnet worden war. Die kleinen Stempel sehen für mich so aus, als sollten sie diesen Verschluss nach amtlicher Öffnung ordnungsgemäß dokumentieren, also wie eine Art Siegel.

Nur so ein Bauchgefühl.

Viele Grüße
Christoph
 
volkimal Am: 26.05.2020 17:37:05 Gelesen: 2668# 127 @  
@ dr31157 [#123]

Hallo Detlef,

der Brief gehört eigentlich zum Thema "Devisenkontrolle im Auslandsbrief- und Paketverkehr". [1]

Dort findest beim Beitrag 4, dass der Brief in Berlin kontrolliert wurde (Zahl 1 auf dem Aufkleber). [2]

In Berlin und anderen Orten wurden auch solche kleinen Stempel mit Nummern verwendet. [3] und [4].

Weitere Beispiele und Informatiopnen siehe bei dem entsprechenden Thema [1]

Viele Grüße
Volkmar

[1] alle Beiträge: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=991&CP=0&full=1
[2] Liste der Nummern und Orte: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=11026
[3] Devisenkontrolle Berlin: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=11075
[4] Devisenkontrolle Köln-Deutz: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=11352
 
dr31157 Am: 26.05.2020 17:56:55 Gelesen: 2662# 128 @  
@ Christoph 1 [#126]

Hallo Christoph,
vielen Dank für Deine Bemühungen.

@ volkimal [#127]

Hallo Volkmar,

vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen und Hinweise. Wäre ich allein nicht draufgekommen. Wieder einmal viel dazugelernt. So macht das Sammeln Freude.

Viele Grüße
Detlef

[6 Beiträge redaktionell in das von Volkmar in Beitrag [#127] genannte erste Thema verschoben]
 
Journalist Am: 28.06.2020 08:52:14 Gelesen: 1660# 129 @  
Hallo an alle,

anbei der folgende Beleg aus Brasilien aus dem Jahr 1936



Er hat hinten einen Ankunftsstempel aus Leipzig:



Wer kann mir hier Auskunft geben, wo der Nebenstempel "Von der Devisennachschaustelle ohne eingehende Prüfung zur Zustellung freigegeben" angebracht wurde ?

Viele Grüße Jürgen
 

Das Thema hat 129 Beiträge:
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