Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Einsatz sowjetischer Briefstempelmaschinen in der DDR
Das Thema hat 36 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
Uwe Seif Am: 19.02.2018 15:45:51 Gelesen: 8360# 12 @  
@ volkimal [#11]
@ Jürgen Witkowski [#10]

Hallo zusammen,

man kann auf der Karte auch sehr gut erkennen, dass das Werbeklischee auf sehr unterschiedlichen Höhen sitzt, einmal oberhalb der Welle, einmal auf gleicher Höhe der obersten Welle.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
Fips002 Am: 20.03.2018 20:16:51 Gelesen: 8100# 13 @  
Heute wieder zwei Briefe mit 3-Wellen Stempel.



Stempelkopf Wilhelm-Pieck-Stadt Guben 19018213. Verwendung bisher bekannt vom 10.02.1977 bis zum 27.7.1990.



Stempelkopf Heidenau 19038213. Verwendung bisher bekannt vom 22.12.1974 bis zum 13.5.1983.

Gruß Dieter
 
Josch Am: 09.04.2018 21:12:54 Gelesen: 7895# 14 @  
Hallo Fips002,

hier zwei mal Wilhelm-Pieck-Stadt Guben mit Sowjetischer-Tischstempelmaschine SchMN-2.



Stempel-Datum 20.9.90 - 12 (Uhr)





Stempel-Datum 17.10.90 - 14 (Uhr)

Beide etwas späteres Datum zur Deiner bekannten Verwendungszeit.

Grüße Josch
 
Fips002 Am: 18.04.2018 21:00:45 Gelesen: 7726# 15 @  
@ Josch [#14]

Hallo Josch,

vielen Dank für das Zeigen der beiden Briefe mit dem neuen Spätdatum 20.9.90 und 17.10.90 mit drei fallenden Wellen.

Gruß Dieter
 
Josch Am: 20.04.2018 18:09:16 Gelesen: 7662# 16 @  
Hallo Fips002,

anbei mein letzter Beleg mit sowjetischer Briefstempelmaschine. Suche noch die restlichen Orte die 1990/91 mit diesen Briefstempelmaschinen ausgerüstet waren. Nur auf Belegen mit "Bauwerke und Denkmäler".

Grüße Josch

Bad Doberan, 23.07.90 - 9 Uhr. Hier mit Postnebenstempel: „Auf Sendungen nach großen Orten ist Straße und Hausnummer anzugeben!“ Handschriftlich die Postleitzahl geändert: 4010/PST(Postfach).


 
bedaposablu Am: 30.04.2020 11:13:22 Gelesen: 2846# 17 @  
Dank dem Stempelredakteur, da ich diese Maschinen auch nicht kannte, der aber diese als solche bestimmte, kann ich auch solch einen Abschlag aus dem Harz vorweisen:



MfG!
bedaposablu
 
bedaposablu Am: 06.05.2020 10:36:41 Gelesen: 2687# 18 @  
Hier noch ein Abschlag aus Wittenberge vom 10.03.1986. Leider ist der Stempel nicht so kräftig, wie ich ihn mir gewünscht hätte, aber man erkennt trotzdem, daß der Stempelkopf nicht um 90° gedreht wurde.



MfG!
bedaposablu
 
wessi1111 Am: 06.05.2020 16:57:18 Gelesen: 2639# 19 @  
@ bedaposablu [#18]

Hallo bedaposablu,

merkwürdig, dass da ein Punkt hinter dem Tag ist und statt Nullen Striche, ist das vielleicht ein Handroller und keine Stempelmaschine, oder eben keine DDR-Stempelmaschine?

Gruß
Wessi
 
bedaposablu Am: 06.05.2020 17:17:24 Gelesen: 2633# 20 @  
@ wessi1111 [#19]

Leider habe ich von diesen sowjetischen Tischstempelmaschinen keine Ahnung.

Unser Stempelreporter Christoph 1 hat sie überprüft und war auch verwundert, daß der Stempelkopf nicht um 90° gedreht war und vermutete sogar einen anderen Stempelkopf.

Mehr kann ich leider auch nicht sagen, hier bin auch ich in der Lernphase!

Mit freundlichen Grüßen!
bedaposablu
 
filunski Am: 06.05.2020 17:27:56 Gelesen: 2628# 21 @  
@ wessi1111 [#19]

Hallo Wessi,

die SchMN-2 war eine sowjetische Tischstempelmaschine die im ganzen Ostblocks eingesetzt wurde, einige auch in der DDR. Der Entwerter bestand entweder aus diesen drei für diese Maschine typischen Wellen oder einem Werbeklischee. Der Stempelkopf war im DDR typischen Format, normalerweise um 90 Grad gedreht. Bei einigen Maschinen wurden aber irgendwann die Stempelköpfe ausgetauscht, erneuert gegen die Normstempelköpfe, so wie hier zu sehen und nicht mehr um 90 Grad gedreht. Es ist ganz sicher kein Handrollstempel.

Der Punkt nach dem Tag ist fest auf diesem Rädchen in der Datumswalze angebracht und auf dem nächsten Rädchen für den Monat konnte entweder eine Null oder eben wie hier ein Strich eingestellt werden.

Viele Grüße,
Peter
 
wessi1111 Am: 06.05.2020 17:31:13 Gelesen: 2623# 22 @  
@ filunski [#21]

Hallo Peter,

ja du hast Recht, ein Handroller macht kein "Osterei".

Gruß
Wessi
 
Fips002 Am: 06.05.2020 19:09:00 Gelesen: 2603# 23 @  
@ bedaposablu [#20]

Der Stempel hat ein nicht normgerechtes Klischee von Wittenberge. Dieser Stempel mit Unterscheidungsbuchstabe "mb" war ursprünglich ein normgerechter Sechsstrichstempel bis Dezember 1985. Von Dezember 1985 bis April 1990 hat dieser Sechsstrichstempel ein Klischee mit "3 Wellen".

Es könnte sich um einen Eigenbau der zuständigen Bezirkswerkstatt der Deutschen Post handeln.

Verfügung Nr. 41/1967 - veröffentlicht in der Verfügung und Mitteilungen 9/67 - sagt dazu: Laufende Reparaturen an Briefstempelmaschinen werden von örtlichen oder bezirklichen Werkstätten, besonders von der zuständigen Bezirkswerkstatt für Posttechnik ausgeführt. Es war gestattet, neutrale Klischee herzustellen und auch die Klischee, 3 Wellen, zur verwenden.

MFG
Dieter
 
filunski Am: 06.05.2020 19:16:09 Gelesen: 2599# 24 @  
@ Fips002 [#23]

Hallo Dieter,

bedeutet das jetzt, dass es sich hier nicht um eine SchMN-2 sondern um eine Klüssendorf Maschine, mit "falschem" Entwertereinsatz handelt?

Viele Grüße,
Peter
 
Fips002 Am: 06.05.2020 20:34:22 Gelesen: 2577# 25 @  
@ filunski [#24]

Hallo Peter,

der Stempel stammt wohl aus der Maschine Typ "SchMN-2". Es wurde zwei Typen von Ständerstempelmaschinen eingeführt.

Typ "SchM-4A", "3 steigende Wellen" und Tischstempelmaschinen "SchMN-2", "3 fallende Wellen". Die Stempelmaschinen beider Typen aus den Importen 1979/81 erhielten vor ihrem Einsatz einen Sechsstrichstempel, 6 parallele gerade Linien.

MFG
Dieter
 
filunski Am: 06.05.2020 22:36:20 Gelesen: 2553# 26 @  
@ Fips002 [#25]

Hallo Dieter,

vielen Dank für die Info!

Jetzt stimmt auch mein durchaus beschränktes "Maschinenstempel-Weltbild" wieder. ;-)

Ich nehme an auch dieser SchMN-2 Abschlag ist dir nicht unbekannt:



PRORA / 2352 / mm

Viele Grüße,
Peter
 
Alfred Peter Am: 07.05.2020 16:33:47 Gelesen: 2495# 27 @  
Hallo,

falls nicht bekannt, möchte ich zu diesem Thema auf eine Veröffentlichung der ArGe DDR-Spezial hinweisen:

Eberhard Büttner, Der Einsatz sowjetischer Stempelmaschinen in der DDR - eine postgeschichtliche Studie, erschienen 2015 in der Schriftenreihe zum Sammelgebiet DDR.

Viele Grüße
Alfred Peter
 
Fips002 Am: 25.06.2020 20:42:12 Gelesen: 2008# 28 @  
Brief von Fürstenwalde 23.5.1975 nach Zürich/Schweiz.

Der doppelte Abdruck weist auf einen zweiten Maschinendurchlauf hin. Der Stempel von Fürstenwalde mit drei Wellen wurde vom 30.11.1974 bis zum 25.6.1980 verwendet.



Dieter
 
Fips002 Am: 02.07.2020 21:48:52 Gelesen: 1952# 29 @  
Neugersdorf 11.4.1975. Falsch eingelegter Brief in die Stempelmaschine. Marke entwertet mit dem Handstempel Neugersdorf KB h.



Dieter
 
bedaposablu Am: 14.07.2020 20:38:24 Gelesen: 1793# 30 @  
@ bedaposablu [#18]

Hier nochmal ein Abschlag aus Wittenberge vom 20.09.1988:



Viele Grüße!
Klaus-Peter
 
Fips002 Am: 15.07.2020 16:24:35 Gelesen: 1757# 31 @  
@ bedaposablu [#30]

Hallo Klaus-Peter,

von mir einige Ergänzungen zum Stempel von Wittenberge.

Die sowjetische Tischstempelmaschine mit dem Klischee "3 fallende Wellen" wurde von 1977 bis 1979 eingesetzt.

In der Maschine wurde der Normstempel mit Klischee Sechsstrichstempel vom 19.3.1982 bis 26.4.1985 als auch ein von der Norm abweichendes Klischee "3 Wellen" (wie Dein gezeigter Stempel) eingesetzt. Dieser Stempel kommt nicht häufig vor und wird mit einem Wert von 3.- bis 5.- Euro bewertet.

Gruß Dieter
 
bedaposablu Am: 17.07.2020 19:37:30 Gelesen: 1689# 32 @  
@ Fips002 [#31]

Hallo Dieter,

recht vielen Dank für die Info. Wo werden denn die Stempel bewertet?

Meine beiden Stempel sind von 1986 und 1988, also nach dem o.g. Zeitraum 1977-1979. Ist bekannt bis wann die Maschine eingesetzt wurde und wo sie stand?

Hätte ich es damals schon gewußt hätte, hätte ich ja mal nachfragen können, bin ja schließlich in Wittenberge geboren und in der Nähe aufgewachsen.

Viele Grüße!
Klaus-Peter
 
Fips002 Am: 18.07.2020 21:07:21 Gelesen: 1638# 33 @  
@ bedaposablu [#32]

Hallo Klaus-Peter,

die Stempelmaschine von Wittenberge hatte den Unterscheidungsbuchstaben "mb", die Maschinennummer war 5387, Baujahr 1980. In dieser Maschine kam der Normstempel mit dem Klischee Sechsstrichstempel vom 19.3.1982 bis 26.4.1985 vor. Danach wurde das von der Norm abweichendes Klischee "3 Wellen" verwendet. Davon sind Stempeldaten vom Dezember 1985 bis April 1990 bekannt.

Die Preise für die Stempel von den Tischstempelmaschinen wurden nach Häufigkeit des Vorkommens vorgenommen., so von häufiges Vorkommen 1.- bis 2.- Euro, durchschnittliches Vorkommen 3.- bis 5.- Euro, geringes Vorkommen 5,- bis 15,-Euro, seltenes Vorkommen 15,- bis 30,- Euro, sehr seltenes Vorkommen ab 50,- Euro und Liebhaberpreise ab 100,- Euro.

Ich empfehle die Schriftenreihe zum Sammelgebiet der DDR von EBERHARD BÜTTNER "Der Einsatz sowjetischer Stempelmaschinen in der DDR- eine postgeschichtliche Studie".

Von mir erfolgte die Zuarbeit zu den Stempeln von Zittau, Löbau, Neugersdorf und Ebersbach.

Mit bestem Gruß
Dieter
 
Fips002 Am: 14.08.2020 20:16:49 Gelesen: 1209# 34 @  
In der Schriftenreihe - Der Einsatz sowjetischer Stempelmaschinen in der DDR - von Eberhart Büttner, ist der Sechsstrichstempel von Zschopau nicht nachgewiesen und wird gesucht.

Ich zeige einen Brief mit dem gesuchten Sechsstrichstempel vom 04.3.1981 mit UB "h" von Zschopau und eine Karte mit dem Sechsstrichstempel vom 15.4.1981 und mit zusätzlichen Handstempel UB "c".



Dieter
 
filunski Am: 14.08.2020 23:31:52 Gelesen: 1185# 35 @  
@ Fips002 [#34]

Hallo Dieter,

Super! ;-)

Du kannst die beiden Stempel gerne in die Stempeldatenbank hochladen.

Viele Grüße,
Peter
 
jmh67 Am: 15.08.2020 11:06:06 Gelesen: 1155# 36 @  
@ Fips002 [#34]

Da hat übrigens jemand geschummelt, die 70-Pfennig-Marke von 1962 galt 1981 schon längst nicht mehr.
 

Das Thema hat 36 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.