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Thema: Stiftung Philatelie: Wo sind die Millionen hin ?
Das Thema hat 68 Beiträge:
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HPHV Am: 17.06.2017 15:02:05 Gelesen: 15333# 44 @  
@ Lars Boettger [#42]

2008 hatten wir eine Finanzkrise, die weltweit den Wert von Geldanlagen negativ beeinflusst hat, auch die der Stiftung

Das Vermögen einer Stiftung, deren Gemeinnützigkeit ja automatisch erfolgt, sollte mündelsicher angelegt werden.

Dies wurde aber vollkommen ignoriert.

Viele Grüße
HPHV
 
Lars Boettger Am: 17.06.2017 17:05:39 Gelesen: 15289# 45 @  
@ HPHV [#44]

Und? Kein Mensch beklagt sich darüber, dass das Stiftungsvermögen sich um 7 oder 8 Millionen bis 2008 im wesentlichen aus Kursgewinnen erhöht hat.

@ BSC Villingen [#43]

Bitte wende Dich an die Stiftung, ich habe nur die Zahlen für den BDPh für den Zeitraum 2010 - 2013.

Beste Grüße!

Lars
 
BSC Villingen Am: 17.06.2017 19:03:42 Gelesen: 15238# 46 @  
@ HPHV [#44]

Hallo Herr Claßen,

von der Stiftung zu verlangen, nur mündelsicher anzulegen im Sinne des § 1806 ff BGB, ginge eindeutig zu weit. Das hieße in der momentanen Niedrigzinsphase eine NULLRENDITE zu akzeptieren und damit würde das Stiftungsvermögen durch die Ausschüttungen nach und nach aufgezehrt.

Was ich aber bemängele, ist mangelnde Transparenz. Wie kann es sein, dass hier niemand die Rechenschaftsberichte vor 2013 beibringen kann ?

Grüße
Jürgen Häsler
 
HPHV Am: 17.06.2017 22:32:18 Gelesen: 15162# 47 @  
@ Lars Boettger [#45]

Und? Kein Mensch beklagt sich darüber, dass das Stiftungsvermögen sich um 7 oder 8 Millionen bis 2008 im wesentlichen aus Kursgewinnen erhöht hat.

Dies waren letztendlich doch nur Scheingewinne. Die Börse ist nicht für Stiftungen da, sondern für Spekulanten.
 
Richard Am: 19.06.2017 09:50:39 Gelesen: 15008# 48 @  
@ Lars Boettger [#45]

Kein Mensch beklagt sich darüber, dass das Stiftungsvermögen sich um 7 oder 8 Millionen bis 2008 im wesentlichen aus Kursgewinnen erhöht hat.

Hallo Lars,

solange Du die Rechenschaftsberichte und zusätzlich die in diesen nicht enthaltenen wichtigen Zahlen über Einnahmen und Ausgaben kennst, sind das doch wohl nur nicht belegbare Vermutungen.

Ich würde gerne die Aufteilung wissen, welche Einnahmen die Stiftung besonders in den letzten 10 Jahren hatte, aufgeteilt nach Erlösen aus Plusmarken, Spenden, Zinsen, Dividenden, Kursgewinnen usw. und natürlich bereinigt um Zinszahlungen und Kursverluste. Mein Wunsch wird wohl vorerst Wunsch bleiben, weil die Stiftung zu einer solchen Veröffentlichung nicht verpflichtet ist.

@ BSC Villingen [#43]

Ich würde gerne eine Kapitalflussrechnung erstellen und den internen Zinsfuß in diesem Zeitraum errechnen.

Hallo Jürgen,

da bist Du nicht der Einzige. Die Stiftung ist zwar zur jährlichen Veröffentlichung verpflichtet, hat diese Verpflichtung aber in den Jahren ab 2008 (nach Spekulationsverlusten von fast 9 Millionen Euro) anscheinend nicht eingehalten. Zumindest ist mir nichts bekannt geworden, obwohl ich intensiv an vielen Stellen nachgefragt habe.

Lese bitte meinen Beitrag [#32] und alle anderen Beiträge. In 2008 wurden nach meinen Berechnungen 7,221 Mio. Euro oder 40 % nicht etwa in Anleihen angelegt, sondern in hochspekulativen Derivaten mit Risiken von über 90 % - tatsächlich führten sie in 2008 zu einem Verlust von 62 % der in diesen Finanzderivaten angelegten Gelder. Ob und welche spektakulären Gewinne dem in anderen Jahren gegenüberstehen, wurde nicht veröffentlicht.

Mein Vorwurf sind nicht die Börsenverluste, sondern die von mir vermutete Täuschung einer beauftragten Vermögensverwaltung gegenüber dem Stiftungs-Geschäftsführer Krenkel, ODER, falls Herr Krenkel die Risiken der Derivate kannte, die vermutete Täuschung der Mitglieder des Kuratoriums über das tatsächliche Risikopotential. Ich gehe davon aus, dass die Kuratoriumsmitglieder gute Philatelisten waren und sind oder gute Verwaltungsfachleute, aber nichts von strukturierten Derivaten verstanden haben - sonst hätten sie dem Hochrisikogeschäften vermutlich nicht zugestimmt.

Ich hoffe, dass im Interesse der Philatelie die Hintergründe besonders im Jahr 2008 noch rechtzeitig aufgeklärt werden können, bevor sie verjähren. Mein Eindruck ist, das es eine Reihe von Beteiligten gibt, die Angst vor einer vollständigen Aufklärung und den persönlichen Konsequenzen haben und diese Aufklärung mit aller Gewalt verhindern wollen. Aber: Ich bin kein Jurist und nur solche können eventuelle zivil- und strafrechtliche Folgen bewerten.

Schöne Grüsse, Richard
 
BSC Villingen Am: 19.06.2017 12:33:51 Gelesen: 14899# 49 @  
@ Richard [#48]

Hallo Richard,

vielen Dank für Deinen konstruktiven Beitrag.

Ich werde Deinen Rat beherzigen und alle Beiträge lesen, bevor ich ein Statement abgebe.

Eines jedoch vorweg:

Die Stiftung für Philatelie und Postgeschichte unterliegt, weil ihr Sitz nach § 1 Abs. 3 der Stiftungsverfassung in Frankfurt am Main liegt, dem Stiftungsgesetz des Landes Hessen. Hier gilt also Landesrecht, die meisten deutschen Bundesländer haben eigene Stiftungsgesetze.

Ich wohne in Baden-Württemberg, dort gilt also ein anderes Gesetz als für die Stiftungen in Hessen.

Viele ehrenamtlich Tätige fürchten zu Unrecht Regelungen wie diejenige in § 8 des Stiftungsgesetzes des Landes Hessen:

§ 8 StiftG - Haftung der Stiftungsorgane


Die Mitglieder der Stiftungsorgane sind zur ordnungsmäßigen Verwaltung des Stiftungsvermögens verpflichtet. Bei einer vorsätzlichen oder grobfahrlässigen Verletzung ihrer Obliegenheiten sind sie unbeschadet von Haftungsvorschriften in anderen Gesetzen der Stiftung gegenüber zum Schadensersatz verpflichtet.

Wenn gute Philatelisten in ehrenwerter Absicht gehandelt haben, kann allenfalls leichte Fahrlässigkeit vorhanden gewesen sein.

Niemand aus diesem Personenkreis muss also Angst vor der Wahrheit haben oder fürchten, wegen einer Tätigkeit im Kuratorium oder im Vorstand in Regress genommen zu werden.

Unbegründete Ängste führen leider oft zu einer "Mauer des Schweigens".

Beste Grüße
Jürgen Häsler
 
olli0816 Am: 19.06.2017 13:34:00 Gelesen: 14853# 50 @  
Hallo Herr Häsler,

der Grund, warum die Verantwortlichen diese Informationen nicht so gerne herausrücken liegt am eigenwilligen Anlageverhalten der Gelder. Wenn die das wirklich so gemacht haben, wie ich in der Zusammenfassung gelesen habe, haben die allen Grund, Panik zu schieben. Man muß Anlagegelder sicherlich - gerade in der heutigen Zeit - nicht mündelsicher anlegen. Sonst gäbe es keine Erträge und man könnte seinen Aufgaben nur nachkommen, wenn man an der Substanz zehrt. Im nachhinein wäre das sogar sinnvoller gewesen, dann hätte man das Geld wenigsten der Sache nach vernünftig ausgegeben.

Aber mit Verlaub, Derivate sind höchst spekulativ und wenn ich mir die Papiere anschaue, haben sie ein wesentlich höheres Risikopotential als dass sie Gewinne abwerfen können. Es ist richtig, 2008 und 2009 war es sehr frostig an den Börsen, aber wenn sie es schön einfach gehalten hätten und Standard US-, UK, deutsche und andere Aktien gekauft hätten, wäre das Kapital heute wesentlich höher. Da waren einfach üble Dillettanten am Werk. Wenn jetzt ein paar Gestalten hervorgekrochen kommen, die meinen, im Nachhinein wüßte man es immer besser: Nein, es gibt einfach ein paar Richtlinien, die man bei der langfristigen Anlage von Vermögen beachten sollte. Obwohl ich schon lange nicht mehr im Finanzgeschäft tätig bin, habe ich immerhin Bankkaufmann gelernt, am amerikanischen Aktienmarkt gearbeitet und verwalte mein eigenes Depot seid Jahrzehnten mit ganz ordentlichen Ergebnissen. Von daher kann ich ganz gut einschätzen, das hier der blaue Klaus das Geld unverantwortlich angelegt hat.

Deshalb gibt es die Mauer des Schweigens: Die Jungs zittern und haben Angst. Und das mit sehr gutem Grund.

Ich geniesse jetzt mal das schöne Wetter. :)

Grüße
Oliver
 
Richard Am: 23.06.2017 09:22:26 Gelesen: 14608# 51 @  
@ [#35]

Was bringt die Mitteilung der Stiftung Philatelie für einen Erkenntniszuwachs ?

Einige Einträge in philatelistischen Internetforen, sowie auch Artikel in der philatelistischen Presse, setzen sich in den letzten Wochen und Monaten mit dem Anlageverhalten zurückliegender Jahre (2007-2015) der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte auseinander. In diesen Beiträgen wurden sowohl haltlose Mutmaßungen geäußert als auch einzelne Sachverhalte aus dem Zusammenhang gerissen. Bemerkenswerter Höhepunkt dieser Diskussion war zuletzt die rechtswidrige Veröffentlichung stiftungsinterner Dokumente.

Nicht zu lesen ist, welches die haltlosen Mutmaßungen waren und welche Sachverhalte aus dem Zusammenhang gerissen wurden.

Warum ist eine Veröffentlichung von Dokumenten rechtswidrig ? Wer hat gegen welche Rechte verstossen ?

Dass interne Zahlen auf den Philaseiten veröffentlicht werden sollten, war ALLEN Verantwortlichen bei der Stiftung schon Wochen vorher bekanntgemacht worden, einschliesslich der Texte des auf den Philaseiten geplanten Beitrags mit der Bitte um Stellungnahme. Dort hätte eine Veröffentlichung von der Stiftung verhindert werden können.

Die zur Förderung verwendeten Mittel werden unter anderem durch den Einsatz des Stiftungskapitals erwirtschaftet. Das hierzu angelegte Stiftungskapital ist deshalb finanzmarktabhängigen Wertschwankungen unterworfen, die sich zwar in den Jahresabschlüssen wiederfinden können, größtenteils jedoch nicht realisiert werden und deshalb im Wesentlichen Momentaufnahmen darstellen.

Dies sind für mich allgemeine nichts-sagende Desinformationen. Einfacher wären vier Zahlen gewesen: (a) die Zins- und Spekulationserträge der letzten 10 Jahre, saldiert mit den Zinsaufwendungen und Spekulationsverlusten der gleichen Zeit (b) die Auszahlungen aus dem Stiftungsvermögen für die Stiftungszwecke, und (c) die Veränderung des Stiftungsvermögens innerhalb dieser 10 Jahre.

Die Anlageentscheidungen der Stiftung wurden von einem Vermögensberater begleitet. Sämtliche Anlageentscheidungen wurden im Rahmen der bestehenden Anlagevorgaben getroffen und sind gemäß den geltenden Kompetenzvorgaben genehmigt worden.

Ich bezweifle, dass Anlagevorgaben und Kompetenzvorgaben eingehalten wurden, insbesondere wird von mir angezweifelt, dass es erlaubt war mehr als 7 Millionen Euro in hochspekulativen Derivaten mit einen fast Totalverlust Risiko anzulegen. Nochmals: Aktienanleihen, siehe Beitrag [#32] sind keine Aktien und keine Anleihen sondern hochspekulative Derivate mit einem Risiko von bis zu etwa 95 Prozent.

Dass die Anlageentscheidungen von einem Vermögensberater begleitet wurden, sagt nichts über die Anlagequalität des Vermögensberaters aus. Das Wort "begleitet" verschleiert nur die Frage, von welcher Person oder welchen Personen die Anlageentscheidungen tatsächlich getroffen wurden.

Obwohl hierzu nicht verpflichtet, lässt die Stiftung seit geraumer Zeit freiwillig ihren Jahresabschluss von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfen. Jedem dieser Abschlüsse wurde ein uneingeschränktes Testat erteilt. Darüber hinaus legt die Stiftung diese Abschlüsse sowohl der Stiftungsaufsicht als auch der Finanzverwaltung vor. Von keiner Seite wurden Bedenken geäußert.

Um den Wert der Prüfung beurteilen zu können, muss erst einmal der Prüfauftrag eingesehen werden. Es bleibt die Vermutung, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft alle Formalien, nicht aber die Überschreitung von Kompetenzen und Risikoüberschreitungen, die zu de hohen Verlusten innerhalb des Jahres 2008 führten, geprüft hat.

Angesichts dessen ist es nicht zielführend, allein aus einem Vergleich der Jahresabschlüsse 2007 und 2015 Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stiftung und ihre Finanzlage zu ziehen. Dies gilt umso mehr, als die Finanzlage der Stiftung in den zurückliegenden Jahren der Finanzkrise keinerlei Beachtung erfahren hat, nunmehr aber – in einem geänderten Umfeld – plötzlich Anlass zur Besorgnis bieten soll.

Welche Berichte sollten denn verglichen werden, wenn die von 2007 und 2015 veröffentlichten die einzig verfügbaren waren ? Umfangreiche Nachforschungen an vielen Stellen, die hätten im Besitz solcher Jahresberichte hätten sein können, waren erfolglos, Anfragen bei der Stiftung und der Stiftungsaufsicht wurden ablehnend beschieden.

Warum Anlass zur Besorgnis besteht, sollten Juristen mit Blick auf den Kalender prüfen: Die verhängnisvollen Entscheidungen für hochspekulative Börsengeschäfte wurden, soweit den hier vorliegenden Akten entnommen werden kann, vermutlich 2007 getroffen. Damit tritt möglicherweise Ende 2017 eine Verjährungsfrist ein, nach der ein zivil- oder strafrechtliches Vorgehen zu Gunsten des Stiftungsvermögens vermutlich nicht mehr möglich sein wird.

Dies könnte auch der Grund sein, warum die vor über zwei Monaten vom BDPh satzungsgemäss ernannten Kuratoren noch nicht im Amt sind - vielleicht will man die Aufklärung der Spekulationsgeschäfte bis über das Jahresende verschleppen.

Ich bitte meinen Beitrag [#32] nochmals sehr gründlich zu lesen.

Schöne Grüsse, Richard
 
Wachauer Am: 23.06.2017 19:44:40 Gelesen: 14310# 52 @  
Auf der DBZ-Seite gefunden:

Anzeige in Stiftungs-Affäre erstattet

Verfasst am 23. Juni 2017 von Torsten Berndt

In der Affäre um die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte liegt der Staatsanwaltschaft Bonn eine Anzeige gegen 15 Verantwortliche vor. Benannt sind nach DBZ-Informationen alle Mitglieder der Geschäftsführung, des Vorstandes und des Kuratoriums. Unter ihnen ist auch BDPh-Präsident Uwe Decker, der die Aufklärung der Vorfälle angestoßen hat und deswegen rechtswidrig seiner Ämter in der Stiftung enthoben wurde. Deshalb vermutet die Redaktion den Erstatter der Anzeige im Lager der Decker-Gegner (Aktenzeichen 338 Js 124/17).

http://www.deutsche-briefmarken-zeitung.de/2017/06/23/anzeige-in-stiftungs-affaere-erstattet/

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard (Wachauer)

[Redaktionelle Ergänzung: In der nächsten Ausgabe der DBZ und vorher schon im Briefmarken Spiegel werden ausführliche Hintergründe und die Namen der meisten der 15 Verantwortlichen genannt, gegen die ein Ermittlungsverfahren läuft, dabei auch ein Kandidat zum neuen BDPh-Vorstand]
 
22028 Am: 23.06.2017 20:21:17 Gelesen: 14271# 53 @  
@ Wachauer [#52]

Unter ihnen (den Angezeigten?) ist auch BDPh-Präsident Uwe Decker, der die Aufklärung der Vorfälle angestoßen hat und deswegen rechtswidrig seiner Ämter in der Stiftung enthoben wurde. Deshalb vermutet die Redaktion den Erstatter der Anzeige im Lager der Decker-Gegner (Aktenzeichen 338 Js 124/17).

Klingt für mich irgendwie unlogisch?

Der Initiator der Aufklärung wird von den (Decker) Gegnern angezeigt? Warum? Weil er die Aufklärung angestoßen hat?
 
Dittmar Wöhlert Am: 23.07.2017 15:21:58 Gelesen: 13608# 54 @  
Von der Homepage der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte (siehe http://www.philatelie-stiftung.de/2014/02/03/website-2/ ):

Keinerlei Anfangsverdacht gegen Verantwortungsträger in der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte

Mit Datum vom 2. Juni 2017 wurde bei der Staatsanwaltschaft Bonn eine anonyme Strafanzeige gegen 15 Kuratoren bzw. Vorstände der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte, sowie „namentlich unbekannte Verantwortliche“ in der Stiftungsaufsicht von Hessen, im Bundesfinanzministerium und in der Deutsche Post AG gestellt.

Zur Begründung wird mit Bezug auf einige beigefügte E-Mails und Rechenschaftsberichte der Stiftung auf ein vermeintlich verbotenes Eigengeschäft, eine versuchte Eigengeschäftsanbahnung bzw. „nie aufgeklärte Spekulationsverluste“ bei der Stiftung verwiesen.

Die staatsanwaltschaftliche Akte stellt in einer Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 27.06.2017 mit der eindeutigen Aussage fest, dass die eingereichten Unterlagen „keinen Anfangsverdacht für eine Straftat“ begründen. Die der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellte Korrespondenz sei „unter keinem Gesichtspunkt strafrechtlich relevant“.

Ebenso eindeutig sind die Aussagen der Staatsanwaltschaft zu dem gesunkenen Anlagevermögen der Stiftung:

„Diese Senkung des Anlagevermögens initiiert keine Straftat, sondern ist bei Anlagewerten im freien Kapitalmarkt normal. … Dass diese im Wert schwanken, ist eine Selbstverständlichkeit. Aufgrund der Währungs- und Finanzmarktkrisen der letzten Jahre ist dabei auch eine Spitze nach unten normal. Anhaltspunkte dafür, dass die Angezeigten Stiftungskapital veruntreut oder durch vorsätzliche falsche Anlage sehenden Auges „verbrannt“ haben, liegen nicht vor. Im Übrigen bescheinigt der Bericht 2015, dass die Mittel der Stiftung verfassungsgemäß verwendet wurden.“

Vor dem Hintergrund dieser Feststellungen lehnt die Staatsanwaltschaft Bonn eine Einleitung von Ermittlungen gegen die oben genannten Personen ab. Dies bedeutet, dass nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Bonn nicht einmal ein Anfangsverdacht – das ist die niedrigste Verdachtsstufe – vorliegt, die erforderlich wäre, um die Aufnahme von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu begründen.

Dittmar Wöhlert
 
Bodo A. von Kutzleben Am: 10.09.2017 23:51:48 Gelesen: 12503# 55 @  
Auch möchte ich immer noch wissen, was mit den verschwundenen Millionen von der Stiftung ist und wer das zu verschulden hat!
 
Bodo A. von Kutzleben Am: 11.09.2017 08:31:04 Gelesen: 12404# 56 @  
Die Herren Schmidt und Bernatek sind doch über ein Jahr schon in der Stiftung, wäre das zur Aufklärung nicht Zeit genug gewesen?

Ich denke hier an Verjährungsfristen!
 
Peter Feuser Am: 12.09.2017 09:48:06 Gelesen: 11733# 57 @  
@ bodo

Wo die verschwundenen Stiftungsmillionen hin sind, das weiß ich natürlich auch nicht. Ich habe da aber so eine Idee:

Zum Thema Zuschlagsmarkenerlöse "Tag der Briefmarke" liegen mir Zahlen für den Zeitraum 2004-2016 vor. Die Einnahmen hieraus beliefen sich gesamt auf rund 2.2 Millionen Euro, im Jahresdurchschnitt 169.230 Euro. Im Moment liegen die Erlöse bei unter 100.000 Euro pro Jahr. Das Anfangskapital der Stiftung in Höhe von rund 8 Millionen Euro wurde im Wesentlichen durch Zuschlagserlöse aufgebracht.

Alleine an den BDPh gingen in diesem Zeitraum 2004-2016 direkt 5.359 Millionen Euro. Für Ausstellungen (wie die IBRA 2009), die Deutsche Philatelistenjugend, die Bibliotheken, Literaturförderungen und vor allem für die "philatelie" brachte die Stiftung weitere 4.854 Millionen Euro auf, gesamte Fördermaßnahmen 10.213 Millionen Euro. Die Stiftung hat also im genannten Zeitraum fast das Fünffache der Zuschlagserlöse als Förderungen ausgeschüttet.

Dem BDPh inclusive Ausstellungen und "philatelie" flossen also summa summarum in den genannten Jahren rund 10 Millionen Euro zu. Und auch Du, lieber Bodo, hast das Geld der Stiftung über die Jahre für Deine lobenswerten Jugend-Events gerne genommen (hast Du mal dafür "Danke" gesagt"?). Es kamen aber durch die Erlöse der Zuschlagsmarken nur 2,2 Millionen Euro herein. Der BDPh hat auch Zuschüsse in den Jahren erhalten, in denen von der Stiftung keine Gewinne bzw. Verluste erwirtschaftet wurden. Es besteht hier alleine eine Differenz von rund 8 Millionen Euro, von denen natürlich ein großer Teil durch die Finanzanlagen (ja, das ist tatsächlich wahr!) der Stiftung erwirtschaftet wurden.

Der Rest ging wohl durch teilweise spekulative Anlagen und schicksalhaft durch höhere Gewalt (Lehman-Krise etc.) verloren, und zwar auf also die gleiche Art und Weise, wie die an den BDPh und u.a. an Dich ausgeschütteten rund 8 von den 10 Millionen Euro vorher verdient wurden. An der Börse und bei risikoreicheren Geldanlagen geht es nun mal leider nach dem Motto zu: "Der Herr gibt's, der Herr nimmt's auch wieder". Bitte verweise jetzt nicht schon wieder auf Festgeld usw. Die Stiftung und der BDPh wären vermutlich dann verhungert bzw. die Stiftung hätte vermutlich aus den Anlageerlösen ab etwa 2010 noch nicht einmal ihre Betriebskosten decken können.

Und höre bitte sofort damit auf, in diesem Zusammenhang von Verjährungsfristen u.ä. strafrechtlich relevanten Sachen zu faseln! Das ist üble Nachrede gegenüber den Stiftungsverantwortlichen. Die "anonyme" Anzeige (Du weißt sicher, was ich meine) wurde mangels Anfangsverdacht von der zuständigen Staatsanwaltschaft sofort ad acta gelegt. Die Begründung kennst Du genau.

Wenn Du in dieser Sache weiter insistieren willst, wende Dich vertrauensvoll an die Stiftungsaufsicht.
 
Richard Am: 10.10.2019 09:14:41 Gelesen: 2108# 58 @  
Es ist sehr lobenswert, dass die Stiftung Philatelie, anders als dies zu Zeiten der katastrophalen Verluste geschehen ist, wieder seine Jahresberichte veröffentlicht.

Im kürzlich veröffentlichten Jahresbericht für 2018 lesen wir wie folgt:

Wesentliche Kennzahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung:

Aufwendungen zur Zweckerfüllung 182.504 €
Personalaufwand 70.740 €
Abschreibungen auf Sachanlagen 84.837 €
Sonst. betriebliche Aufwendungen 103.922 €
Depotgebühren 2.975 €
Materialaufw./Umlagefähige Betriebskost. 20.244 €
Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.319.846 € *1
Sonst. Steuern 268 €
Sonst. betriebliche Erträge 267.128 €
Erträge aus anderen Wertpapieren 250.071 €
Sonstige Zinsen u. ähnliche Erträge 89.520 €
Jahresfehlbetrag - 1.178.617 € *2

* 1 Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um erneut vorgenommene Abschreibungen zum 31.12.2018 auf unseren Bestand an Bayer AG-Aktien. Nach dem angekündigten Kauf von Monsanto ist der Kurs eingebrochen und unser Aktienbestand wurde entsprechend zum Jahresende abgeschrieben. Die weiteren Abschreibungen betreffen im Wesentlichen unsere Bestände von BASF-Aktien, Daimler-Aktien und Deutsche Post-Aktien.

Entscheidend hierbei ist, dass es sich nicht um realisierte Verluste handelt, und bei steigenden Aktienkursen die Abschreibungen wertaufgeholt werden können und sodann Zuschreibungen erfolgen.

Soweit der Auszug aus dem Bericht der Stiftung.

Ich halte die Zahlen alle für korrekt, den letzten Satz jedoch für Nicht-Börsianer irreführend. Es ist keinesfalls sicher, dass diese Aktien künftig an der Börse höher notieren als heute (25.9.). Der Satz wird ja auch mit "können" eingeschränkt. Mit der steigenden Börse sind in diesem Jahr Gewinne von 25 % (Post), 9 % (Bayer) und 2 % (BASF) erzielt worden - also tatsächliche Verluste zum Teil oder ganz aufgeholt - doch die Daimler Aktie hat ihre Verluste nochmals um 1 % erhöht.

Dieser 4 Aktien hatten in diesem Jahr einen Zuwachs von durchschnittlich 9 %, deutlich schlechter als der Dax, der in diesem Jahr 16 % zulegte.

Davon abgesehen: Lob für die Stiftung und ihre Offenheit.

Bayer und Daimler gehören so nebenbei zu den grösseren Posten in meinem Depot -
Daimler liegt derzeit mit 75 % im Gewinn und Bayer mit 401 %.

Schöne Grüsse, Richard
 
uli Am: 10.10.2019 10:58:30 Gelesen: 2041# 59 @  
Bayer und Daimler gehören so nebenbei zu den grösseren Posten in meinem Depot -

Das kann man privat gerne so machen. Wer aber Werte verwaltet, die aus den Händen anderer Leute kommen, darf nicht so große Posten mit so großem Risiko halten.

Jeder institutionelle Anleger schlägt bei einem solchen Vorgehen die Hände über'm Kopf zusammen. Ich halte eine solche Kapitalanlage durch eine Stiftung für grob fahrlässig. Nicht ohne Grund gibt es spezielle Fonds für Stiftungen mit deutlich kleinerem Risiko. Aber vermutlich hat auch hier mal wieder die Gier über den Verstand gesiegt.
 
drmoeller_neuss Am: 10.10.2019 13:48:14 Gelesen: 1972# 60 @  
Vorneweg finde ich die Veröffentlichung der Berichte ein guter Anfang. Ich würde aber mehr Informationen über die Verteilung des Kapitales auf Anlageklassen wünschen.

Ich bin scheinbar der erste, der sich dafür interessiert, welche philatelistischen Projekte von der Stiftung gefördert wurden:

BDPh Jahresförderung 150.000,00
DPhJ Jahresförderung 15.000,00
Bibliotheken 13.000,00
Buchförderung Hr. Smolarski „Gezähnte Geschichte“ 3.587,146
Kleinfördermaßnahmen 1.695,50
Gesamt 183.282,64


Neben den pauschalen Zuweisungen wurden gerade einmal etwa 5.000 EUR in "freie" Initiativen gesteckt. 2017 war es ähnlich. Für diese Entscheidungen bedarf es sicher nicht eines hochkarätigen Kuratoriums mit einem dutzend Leute und einer Geschäftsführung. Das kann ein ehrenamtliches Gremium machen.

Bleibt noch die Verwaltung des Vermögens und der Immobilien. Hier wären die Träger der Stiftung gut beraten, die "eigenen" Kosten denen einer externen professionellen Vermögensverwaltung gegenüber zu stellen. Auf dem freien Markt bewegt sich das Fixum zwischen 1 und 2 Prozent des Vermögens, daneben wird häufig noch eine erfolgsabhängige Komponente vereinbart. Je konservativer und sicherer die Anlage ist, desto geringer fallen die Verwaltungskosten aus.

https://www.philatelie-stiftung.de/wp-content/uploads/sites/16/2019/09/Rechenschaftsbericht-2018.pdf

Ich beteilige mich nicht an der Diskussion über "gute" und "schlechte" Aktien. Jeder, auch meine Bekannten, haben nur "gute" Aktien und Gewinne an der Börse gemacht. Verluste werden als persönliche Niederlage gesehen und darüber schweigt man sich besser aus.
 
saeckingen Am: 10.10.2019 15:53:14 Gelesen: 1909# 61 @  
Was mich an den Zahlen wundert, ist das Verhältnis zwischen den Aufwendungen zur Zweckerfüllung und den Kosten die Stiftung zu betreiben. Die Kosten sind selbst ohne Abschreibungen höher, als die Ausgaben zur Zweckerfüllung.

Aufwendungen zur Zweckerfüllung 182.504 €

Personalaufwand 70.740 €
Sonst. betriebliche Aufwendungen 103.922 €
Depotgebühren 2.975 €
Materialaufw./Umlagefähige Betriebskost. 20.244 €
Summe 197.881 €

Die Mehrheit des verfügbaren Geldes wird also durch "Verwaltungskosten" aufgefressen, wenn ich das richtig verstehe.
 
drmoeller_neuss Am: 10.10.2019 16:08:56 Gelesen: 1892# 62 @  
@ saeckingen [#61]

Leider gibt der Bericht keinen Aufschluss darüber, wieviel von den Verwaltungskosten für die Vermögensverwaltung und wieviel für die Geschäftsführung der Stiftung daraufgeht.

Bei 12 Millionen Stiftungsvermögen dürfen sich die Verwaltungskosten m.E. zwischen 100.000 bis 250.000 EUR bewegen, je nach Anlageklasse. Mit der Vermögensverwaltung können eigene Angestellte oder eine fremde Firma beauftragt werden. Per se halte ich die Verwaltungskosten erst einmal im Rahmen. Es ist aber zu prüfen, ob eine Vermögensverwaltung durch einen professionellen Dienstleister günstiger kommt.

Du hast natürlich recht, eigentlich ist die Stiftung zur Bedeutungslosigkeit verdammt. Einfach eine DHL-Aktie kaufen, und auf der Hauptversammlung die Frage stellen, warum sich DHL/Deutsche Post AG noch damit abgibt und 5 hochkarätige Mitarbeiter mit Stiftungsfragen beauftragt.
 
Freier Friese Am: 12.10.2019 18:09:45 Gelesen: 1605# 63 @  
@ saeckingen

2013 betrugen die Aufwendungen zur Zweckerfüllung noch 596.712 €, die "Verwaltungskosten" dagegen 243.801 €.

Nachdem das Stiftungsvermögen durch "Anlageabschreibungen" (Fehlspekulationen?) nicht mehr ungeschmälert erhalten war, wie es das Stiftungsgesetz vorschreibt, musste natürlich gespart werden, um das Stiftungsvermögen wieder aufzustocken. Dabei wurde deutlich mehr bei der Zweckerfüllung (= Philatelie und Postgeschichte) gespart, als bei den Verwaltungskosten. Die Personalkosten sind sogar seit 2013 ein wenig angestiegen. Und durch den Verlust in 2018 ist das Stiftungsvermögen wohl noch mehr gesunken. Da bleibt wohl bald gar kein Geld mehr zur Zweckerfüllung.
 
spain01 Am: 13.10.2019 14:23:22 Gelesen: 1480# 64 @  
Und es zeigt sich hier wieder einmal, dass Kosten bei denen eingespart werden, welche die Unterstützungen wirklich benötigen als bei denen, welche die Gelder verwalten.

Das ist das sehr häufige Problem bei Stiftungen, dass diejenigen, die "Verwaltungsposten" oder wie auch immer haben, zuerst an sich und ihre Einnahmen denken.

Es ist sehr schade, dass die wirklich Verantwortlichen (Aufsichtsrat) nicht in der Lage sind, den "Wasserkopf" zu Gunsten der Stiftungsnehmer (Vereine etc) zu reduzieren. Sind wirklich 11 zu bezahlende Kuratoriumsmitglieder notwendig, um solch eine Stiftung zu verwalten ? Und wenn ja, wie rechnet sich deren Vergütungungen zum Wohle der Stiftung? Bringen sie wirklich einen "Mehrwert", der in Cent und Euro gerechnet werden kann?

Für manche dieser Mitglieder mag gelten: "ich sitze in einem Aufsichtsrat, werde dafür bezahlt und das ist das wichtigste". Oder der Verein schmückt sich gerne mit (un-)prominenten Kuratoriumsmitgliedern aus vermeintlich wichtigen öffentlichen Bereichen. Welche zählbaren Leistungen erbringen all diese relativ hochbezahlten Mitglieder zum Wohl der Stiftung und der angeschlossenen Vereine?

Schon der Generalinspekteur der Bundeswehr (ich meine, es war General Altenburg) stellte fest, "der Fisch fängt am Kopf an zu stinken". Damit meinte er, dass zunächst an der Führung gearbeitet werden muss, um Verbesserungen zu erzielen. Ich meine, hier bei der "Stiftung Philatelie" ist es nicht anders.

An die Stiftungsverantwortlichen: Bekennt euch zu Fehlern aus der Vergangenheit - und lasst dabei Frieden ruhen - und macht einen entscheidenen Schnitt für einen transparenten (Neu-)Anfang zum Wohle der angeschlossenen Vereine, Veranstaltungen etc. unter Reduzierung der Kosten für überzogene "Verwaltungsausgaben" für den Verwaltungsrat. Zeigt den Vereinen und anderen, dass die "Stiftung Philatelie" wirklich das ist und das verkörpert, was sie eigentlich sein soll und somit wirklich förderungswürdig ist.

Das Thema der Spekulationsverluste wurde hier schon ausgiebig erörtert und kann tatsächlich jeden Anleger betreffen. Das soll abgehakt und unter "Erfahrungen" verbucht werden. Aber festhalten an alten Strukturen und (zu)vielen Kuratoriumsmitgliedern ist weder zeitgemäß noch sind die dadurch verursachten Kosten den Mitgliedern nachvollziehbar zu erklären.

Fazit: Stiftung Philatelie, zeigt euch nicht als Selbstbedienungsladen für bezahlte, ehrenamtsbestrebte Mitglieder, sondern kehrt zurück zu den Ideologien einer philatelistischen Stiftung (!) im Sinn des Namens, um die 1000e von Sammlern in den so vielen Vereinen zu unterstützen, um das Sammeln und die Vereinsarbeit zu fördern und nach wie vor attraktiv zu halten und das Ansehen einer attraktiven Stiftung zu bewahren.

Gruß
Michael
 
Richard Am: 31.10.2019 09:55:55 Gelesen: 1087# 65 @  
@ drmoeller_neuss [#60]

Bleibt noch die Verwaltung des Vermögens und der Immobilien. Hier wären die Träger der Stiftung gut beraten, die "eigenen" Kosten denen einer externen professionellen Vermögensverwaltung gegenüber zu stellen. Auf dem freien Markt bewegt sich das Fixum zwischen 1 und 2 Prozent des Vermögens, daneben wird häufig noch eine erfolgsabhängige Komponente vereinbart. Je konservativer und sicherer die Anlage ist, desto geringer fallen die Verwaltungskosten aus.

Hallo Uli,

soweit mir bekannt ist, wurde im Jahr mit rund 50 % Spekulationsverlusten mit einer Vermögensverwaltung bekannt. Es flossen Gelder an diese und von dieser an die Stiftung, wenn ich mich richtig erinnere. Die Akten habe ich extern in einem anderen Ort ausgelagert.

Ob die Anlageentscheidungen von Herrn Krenkel (Stiftung) oder von der externen Vermögensverwaltung getroffen wurden, ist mir nicht bekannt. Es dürften aber Kosten bei beiden angefallen sein.

@ spain01 [#64]

Es ist sehr schade, dass die wirklich Verantwortlichen (Aufsichtsrat) nicht in der Lage sind, den "Wasserkopf" zu Gunsten der Stiftungsnehmer (Vereine etc) zu reduzieren. Sind wirklich 11 zu bezahlende Kuratoriumsmitglieder notwendig, um solch eine Stiftung zu verwalten ? Und wenn ja, wie rechnet sich deren Vergütungen zum Wohle der Stiftung? Bringen sie wirklich einen "Mehrwert", der in Cent und Euro gerechnet werden kann?

Hallo Michael,

frage doch zusätzlich danach, wie viele der Kuratoriumsmitglieder

- persönlich bei den Sitzungen anwesend sind
- von Anlagen in Wertpapieren langjährige Erfahrungen haben
- über die Hochrisikoanlagen (95 % Risiko, 5 % Gewinnchance) informiert waren und diesen zugestimmt haben.

Vermutlich wirst Du auf eine Mauer des Schweigens stossen, so wie ich in den vergangenen Jahren.

Schöne Grüsse, Richard
 
TeeKay Am: 31.10.2019 10:14:47 Gelesen: 1076# 66 @  
@ Richard [#65]

"- über die Hochrisikoanlagen (95 % Risiko, 5 % Gewinnchance) informiert waren und diesen zugestimmt haben."

Das ist bewusst irreführend. Soweit mir bekannt ist, hatte die Stiftung damals in Discount-Zertifikate investiert. Die haben ein deutlich besseres Chance-Risiko-Profil als du es darstellst. Da die Richard Ebert AG den Geschäftszweck "Gegenstand des Unternehmens ist die Herausgabe und der Vertrieb von Informationsdiensten und Büchern, die Veranstaltung von Seminaren über die Thematik des Terminhandels und die wirtschaftliche Beratung im Zusammenhang mit Termin- und Kapitalanlagen." hatte, weißt du auch, dass Discount-Zertifikate keine 95:5 Aufteilung zwischen Risiken und Chancen haben.

Richtig ist, dass für eine Stiftung Discount-Zertifikate in der Menge, wie sie erworben wurden, Unsinn waren. Erstens, weil man bei der Investitionssumme sich hätte gleich am Terminmarkt betätigen und damit die Bankmarge hätte sparen können und zweitens, weil Discount-Zertifikate weitgehend Aktienmarktrisiken haben und selbiges nur ein wenig abmildern, dafür aber auch weniger Kurssteigerungs-Chancen haben. Sowas hätte eine Stiftung allenfalls als 10% Depotbeimischung haben dürfen. Schon deshalb, weil Aktienanlagen keine konstanten Einnahmeströme ermöglichen, wie sie die Stiftung zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigt.
 
Richard Am: 13.11.2019 18:39:33 Gelesen: 656# 67 @  
@ TeeKay [#66]

Soweit mir bekannt ist, hatte die Stiftung damals in Discount-Zertifikate investiert. Die haben ein deutlich besseres Chance-Risiko-Profil als du es darstellst. Da die Richard Ebert AG den Geschäftszweck "Gegenstand des Unternehmens ist die Herausgabe und der Vertrieb von Informationsdiensten und Büchern, die Veranstaltung von Seminaren über die Thematik des Terminhandels und die wirtschaftliche Beratung im Zusammenhang mit Termin- und Kapitalanlagen." hatte, weißt du auch, dass Discount-Zertifikate keine 95:5 Aufteilung zwischen Risiken und Chancen haben.

Richtig ist, dass für eine Stiftung Discount-Zertifikate in der Menge, wie sie erworben wurden, Unsinn waren. Erstens, weil man bei der Investitionssumme sich hätte gleich am Terminmarkt betätigen und damit die Bankmarge hätte sparen können und zweitens, weil Discount-Zertifikate weitgehend Aktienmarktrisiken haben und selbiges nur ein wenig abmildern, dafür aber auch weniger Kurssteigerungs-Chancen haben. Sowas hätte eine Stiftung allenfalls als 10% Depotbeimischung haben dürfen. Schon deshalb, weil Aktienanlagen keine konstanten Einnahmeströme ermöglichen, wie sie die Stiftung zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigt.


Lese Dir einfach meine bisherigen Beiträge aus [#1] bis [#64] durch, denen bisher niemand widersprochen hat. Nochmals schreibe ich nicht in aller Ausführlichkeit dazu.

Schöne Grüsse, Richard
 
TeeKay Am: 14.11.2019 10:54:49 Gelesen: 506# 68 @  
In beiden Beiträgen äußerst du dich nicht zu deiner falschen Behauptung, dass die von der Stiftung gekauften Zertifikate 95% Risiko und nur 5% Chance beinhalteten.
 

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