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Thema: (?) (254) Deutsches Reich Feldpost 2. Weltkrieg
Das Thema hat 264 Beiträge:
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HWS-NRW Am: 12.09.2016 14:57:40 Gelesen: 114846# 215 @  
Hallo,

ich hätte heute einen Beleg mit einem recht interessanten, in der Größe abweichenden Briefstempel.



Ansichtskarte (Mulhouse/Frankreich) eines Angehörigen der „Feldwerkstatt I/553“ mit Normstempel (Ub. b) und einem außergewöhnlich kleinen Briefstempel (FP-Nr. 27627) der Einheit.

Feldwerkstätten gehörten als Waffengattung „Feldzeugtruppe“ zu den Versorgungstruppen. Diese Truppe ist wohl eine der am stiefmütterlich behandeltsten Waffengattungen bei der Aufarbeitung des 2.WK.

Der Einheit vorgesetzt war der Feldzeugmeister, der zum OKH gehörte und dem Leiter des AHA unterstand. Ihm unterstanden die Feldzeuginspektionen und weiter nachgeordnet die Feldzeugkommandos sowie Heeres-Feuerwerkerschule und Heeres Waffenmeisterschule.

Er war verantwortlich für die Versorgung des Heeres mit Waffen, Gerät und Munition sowie für deren Zustand, die Lagerung, Verwaltung, Instandhaltung und Instandsetzung und rechtzeitige Ergänzung in den Feldzeugdienststellen und überwachte die Betriebsführung der Feldzeugwerkstätten. Zu Letzteren zählten auch die Feldwerkstätten, die wohl auf Armeeebene anzusiedeln sind.

Dabei ist zu beachten, dass sie offensichtlich nicht - wie häufig angegeben - für die Instandsetzung o. ä. von Fahrzeugen irgendwelcher Art zuständig waren.
 
HWS-NRW Am: 21.09.2016 14:07:58 Gelesen: 114315# 216 @  
Nach Rückkehr aus einem Kurzurlaub beim Grafen Drakula (Siebenbürgen) habe ich wieder etwas Interessantes ersteigern können:



Kriegsurlaubsschein einer DRK-Schwester aus dem Reserve-Lazarett im Schloß Banz vom 06.05.1943, welches wohl in der Anlage des Klosters Banz lag und im II. WK als Reservelazarett genutzt werden konnten.

Schade nur, daß ich diesen tollen Beleg nicht vor der Herausgabe meines umfangreichen Sachbuches "Feldpost der Sanitätstruppen" gefunden habe.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 26.09.2016 14:24:24 Gelesen: 114033# 217 @  
Heute ein Neuzugang in meinem Radfahrer-Exponat:



FP-Nr. 00093 2. Schwadron Aufklärungs-Abteilung 263 der 263. Infanterie-Division (29.3.40)

Die 263. Infanterie-Division wurde am 26. August 1939 mit zwei Radfahr-Schwadronen als Division 4. Welle aus den Ergänzungseinheiten des Wehrkreises XII aufgestellt. Nach erfolgter Aufstellung verlegte die Division in den Raum Münstereifel und Hellenthal, wo sie Reserve der 5. Armee wurde. Später verlegte die Division in den Raum Aachen. Ab dem 10. Mai 1940 nahm die Division am Westfeldzug teil und marschierte aus dem Raum Prüm durch Luxemburg nach Belgien, ging bei Givet über die Maas, kam bei Hierson in Gefechte und wehrte Feindnagriffe am Crozatkanal bei La Fère ab. Während der zweiten Phase des Westfeldzuges stieß die Division über den Aisne-Oise-Kanal auf Noyon vor, blieb dann im Angriff über die Aisne, Marne und Seine und kam von hier zur Loire und zum Cher.

mit Sammlergruß
Werner
 
Fips002 Am: 22.12.2016 22:13:43 Gelesen: 107529# 218 @  
Feldpostkarte von einem Fronturlauber mit Stempel Sassnitz 11.9.1942. Feldpost Nr.54964 4

Text der Karte:

Vor Trelleborg, 10.9.42
Liebe Mutti!
Hoffe, dass Du meinen Brief aus Greifswald erhalten hast. In wenigen Augenblicken gehen wir in Schweden an Land.
Herzliche Grüsse...

Die Karte wurde auf der Rückfahrt des Fährschiffes dem Postamt Sassnitz zur Beförderung nach Hameln übergeben.

Zwischen Schweden und Deutschland gab es ein Abkommen, betreffs der Fronturlauber der Deutschen Wehrmacht in den Jahren 1940-1942 aus dem besetzten Norwegen. Die deutschen Soldaten durften laut diesem Abkommen "ohne Waffen und Kriegsgerät", Schweden und die Fährlinie Trelleborg-Sassnitz in geschlossenen Eisenbahnkonvois passieren.

Von so einer Fahrt ist die gezeigte Karte. Entwertet wurden die Karten nicht mit Seepoststempeln, jedenfalls bisher noch nicht belegt.



Gruß Dieter
 
Sennahoj Am: 28.12.2016 20:35:12 Gelesen: 106861# 219 @  
Guten Abend,

ich möchte euch einen Feldpostbrief zeigen, den ich mir noch nicht ganz erklären kann.

So viel habe ich mittlerweile herausgefunden:

Der Brief lief nicht von einem Soldaten an eine Privatperson, sondern von einer Privatperson an einen Soldaten (Heimat - Front). Ob das erlaubt war, ist mir leider noch unklar.

Empfänger war der Unteroffizier Rolf Schalla mit der Feldpostnummer L40768. Nach meinem Wissen steht das "L" für Luftstreitkräfte. Der Unteroffizier befand sich zu der Zeit im Reservelazarett München II (LGP München 2).

Absender war eine Postlageradresse aus Berlin Halensee I. Der Brief wurde aber erst in Berlin NW ?? (ich vermute NW 7) mit dem Maschinenstempel versehen.

Nicht erklären kann ich mir den Vermerk "No 23", der scheinbar von einem Postler angebracht wurde. Ich dachte zuerst an Nachporto, kann mir aber nicht erklären, wie sich 23 Pfennig zusammensetzen sollen. Ich denke, es handelt sich deshalb um etwas anderes. Kann hier jemand helfen?



Ich bitte um mithilfe beim klären der offenen Fragen. Sobald der Brief vollständig erklärt ist, werde ich ihn in mein Exponat einbauen.

Viele Grüße und schönen Abend
Johannes
 
jmh67 Am: 28.12.2016 21:13:58 Gelesen: 106849# 220 @  
@ Sennahoj [#219]

Wenn der Mann im Lazarett war, dann vielleicht auf Zimmer 23? Blauer Buntstift war ja nicht unbedingt für die Post reserviert.

-jmh
 
HWS-NRW Am: 28.12.2016 22:53:42 Gelesen: 106820# 221 @  
@ Sennahoj [#219]

Hallo,

der Brief ging an einen Unteroffizier der Sanitäts-Flugbereitschaft 6 (FP-Nr. 40768). Grundsätzlich konnten beide Seiten, also Privatpersonen (Familie usw.) und die Soldaten ihre Post portofrei versenden, wenn der Zusatz "Feldpost" auf dem Beleg vermerkt war, oft wurde auch noch ein sog. Briefstempel (Einkreisstempel, innen mit dem NS-Symbol) abgeschlagen.

Hier hätte der Briefstempel der Flugbereitschaft abgeschlagen werden können als sog. Eingangsstempel. Ob der Empfänger tatsächlich in dem Lazarett gewesen ist, läßt sich nur vermuten oder gibt es einen Briefbogen. Zu der Nummer kann ich leider auch nichts sagen, es gab zahlreiche Soldaten und Familienangehörigen, die die eingetroffenen Belege "nummeriert" haben, um zu überprüfen, ob auch jeder FP-Brief angekommen ist.



Hier ein Beispiel aus meinem Radfahr-Truppen-Exponat.

In welches Exponat möchtest Du den Beleg denn einbauen ?

mit Sammlergruß
Werner
 
axelotto Am: 03.01.2017 18:49:45 Gelesen: 106319# 222 @  
Hallo,

habe da mal eine Frage.

Ist das ein Gitterstempel aus Berlin? Absender war ein Gefreiter Lang aus Berlin Kann man das rausbekommen? Eigentlich müsste es ja man an Hand der Feldpost Nr. können. Nun habe ich aber nicht die Möglichkeit dazu und möchte Euch bitten mir zu helfen.

Habe dann noch eine Karte und 2 Briefe, die mich aber nicht interessieren und könnte sie abgeben.


 
Belgiensammler Am: 03.01.2017 20:25:37 Gelesen: 106293# 223 @  
Hallo,

versuch mal hier http://www.axishistory.com/about-ahf/383-germany-military-other/feldpost/8994-feldpost-numbers - da findet man fast alle Einheiten.

Viel Erfolg
Karl
 
Sennahoj Am: 09.01.2017 21:09:16 Gelesen: 105656# 224 @  
@ HWS-NRW [#221]
@ jmh67 [#220]

Vielen Dank euch beiden für die Hilfe!

@ HWS-NRW [#221]

Der Beleg kommt in mein thematisches Exponat "Advents- und Weihnachtsbräuche im deutschsprachigen Raum" in die Kategorie "Weihnachtspost in Kriegszeiten". Ein Exponat speziell zum Thema Feldpost habe ich nicht.

Viele Grüße
Johannes
 
HWS-NRW Am: 09.01.2017 21:46:03 Gelesen: 105648# 225 @  
@ Sennahoj [#224]

Hallo Johannes,

was hat Dein Brief mit "Weihnachten" zu tun? Ich als Thematik-Juror (Rang II) finde da leider nichts aussagekräftiges. Das Datum 6.12. ist meines Erachtens kein Grund, diesen Beleg im Thema "Kriegs-Weihnacht" zu verwenden.

Sorry, hab noch mal Deinen Beleg angesehen, es geht im MWSTp ja um Weihnachtspost, den gibt es aber auch auf anderen, normalen Belegen.

Dann bräuchtest Du aber auf den Feldpostbrief und den Hintergrund (Einheit etc.) selber nicht intensiv eingehen. Anders sähe es aus bei der Verwendung von Airgraphs, siehe drei Beispiele.



mit Sammlergruß
Werner
 
stampmix Am: 02.02.2017 19:50:19 Gelesen: 104426# 226 @  
Hallo zusammen,

manchmal hilft bei der Stempelbestimmung die Absenderangabe und das Ansichtskartenmotiv. ;-)



Tarnstempel aus Karlsruhe am 18.4.1941 abgeschlagen

besten Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 04.02.2017 17:03:12 Gelesen: 104222# 227 @  
hallo zusammen,

hier hat ein Postfreistempel ohne Orts- und Wertangabe sein Bestes als Tarnstempel gegeben.



besten Gruß
stampmix
 
Totalo-Flauti Am: 25.02.2017 11:51:07 Gelesen: 103095# 228 @  
Liebe Sammlerfreunde,

auf einer Luftfeldpostkarte vom 16.07.1942 fand ich den dreizeiligen Stempel "Einheit nimmt am Luftfeldpostdienst nicht teil". Die Karte wurde zum wahrscheinlich schnelleren Versand mit der Luftfeldpostmarke Mi.1 versehen. Da der Adressat wohl in Hamburg (Stab Flak-Regiment 51) und nicht an der russischen Front stationiert war, erfolgte keine Beteiligung der Einheit an der Luftfeldpost. Meine Frage ist, wer brachte den dreizeiligen Stempel auf die Karte? Geschah das schon bei der Post oder erst bei der Übergabe an die Feldposteinheiten, die eine Zuordnung zu den Feldpostnummern vornahmen?

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Fips002 Am: 10.03.2017 21:28:57 Gelesen: 101874# 229 @  
Der Brief vom Oberkriegsgerichtsrat in Straßburg/Elsass, 29.6.1944, an die Feldpostnummer 199/1F konnte nicht zugestellt werden und ging wieder zurück.
Den Briefstempel - Gericht der ... Nr. 155- kann ich nicht erklären.

Zur Feldpostnummer 199 könnte es sich um das Grenadier-Regiment 199 handeln, bin mir aber nicht sicher. Wo war dieses Regiment eingesetzt?

Der Oberkriegsgerichtsrat gratuliert im Brief seinen Neffen zur Auszeichnung zum Deutschen Kreuz in Gold und zur silbernen Nahkampfspange.





Gruß Dieter
 
HWS-NRW Am: 10.03.2017 23:42:05 Gelesen: 101857# 230 @  
@ Fips002 [#229]

Hallo,

der Empfänger des Briefes war ein Soldat der 25.1.1943-31.7.1943 Stab und 1.-5. Kompanie Divisions-Bataillon 267, das belegt die Feldpost-Nummer 19911 F, die bis September 1944 verwendet wurde. Also kein "Grenadier-Regiment 199", wie von Dir vermutet.

mit Sammlergruß
Werner
 
Sachsendreier53 Am: 22.03.2017 10:11:13 Gelesen: 101157# 231 @  
Zwei Feldpostbelege aus dem Fliegerhorst KÖNIGSBERG(NEUMARK) vom 18.12. und 30.12.1942, abgeschlagen der rote Briefstempel Fliegerhorstkompanie Königsberg/Nm.





Info:https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegerhorst_K%C3%B6nigsberg-Neumark

mit Sammlergruß,
Claus
 
Pete Am: 24.03.2017 16:28:43 Gelesen: 100855# 232 @  
In einer Krabbelkiste mit Ansichtskarten fand sich das nachfolgende Exemplar. Der Kartenvorderseite und dem Vermerk "Osten Feldpost" nach dürfte es sich um eine Sendung handeln, welche während des Polenfeldzuges geschrieben und aufgegeben wurde. Der Absender notierte als Datum den 17.09.1939, der Feldpoststempel datiert zwei Tage später den 19.09.1939.



Lässt sich feststellen, wo sich der Abender befand, als die Karte geschrieben wurde? Oberhalb der Datumsangabe am rechten Kartenrand ist (unzulässigerweise?) vermerkt "30 km östl. ...".



Recherchen über Google nach handelt es sich bei dem Ansichtskartenmotiv um den Grubensee der Grotte Piłsudski im Salzbergwerk von Wieliczka, der Ort selbst ca. 10 km südöstlich von Krakau gelegen. Wieliczka gehörte vermutlich wenige Monate später zum Generalgouvernement.

Gruß
Pete
 
Ameise Am: 02.04.2017 18:13:36 Gelesen: 99874# 233 @  
Stempel von Brockau (KR Breslau) aber von 1953 ?

Hallo,

ich habe am Wochenende einen kleinen Posten Feldpost eines Wehrmachtsangehörigen bekommen. Dabei war eine Karte mit dem Stempel Brockau (KR Breslau) aber mit einen Datum von 15.3.53 (?). Leider ist von dem Ort Brockau nur "au" richtig lesbar abgeschlagen, deshalb vermute ich mal, dass es sich um Brockau handelt. Auf jeden Fall ist aber "(KR BRESLAU)" richtig gut zu lesen. Nun meine Frage: Kann es überhaupt möglich sein, dass 1953 noch deutsche Stempel verwendet wurden? Die Karte wurde am 14.3.42 geschrieben. Oder ist hier aus Versehen das Stempeldatum falsch eingestellt gewesen?

Viele Grüße aus Sachsen
Enrico Herzog


 
Lars Boettger Am: 02.04.2017 18:36:42 Gelesen: 99857# 234 @  
@ Ameise [#233]

Hallo Enrico,

das Stempeldatum wurde falsch eingestellt:

"5" statt "4" und "3" anstatt "2".

Beste Grüße!

Lars
 
Ameise Am: 03.04.2017 07:41:22 Gelesen: 99806# 235 @  
Hallo Lars,

das habe ich mir schon gedacht. Der 15.3. im Poststempel passt ja auch dazu.

Postbeamte sind auch nur Menschen. Es wäre interessant, wie lange er an dem Tag mit falschen Datum gestempelt hat.

Vielleicht finde ich noch eine Abstemplung vom 15.3.42.

Viele Grüße Enrico
 
HWS-NRW Am: 17.04.2017 13:19:58 Gelesen: 97515# 236 @  
@ Ameise [#235]

Hallo Enrico,

sachlich gesehen ist es auch keine Feldpostkarte, da wurde ein dafür vorgesehenes Formular "privat" genutzt, daher auch die Nachgebühr und der fehlende Briefstempel des Schreibers.

mit Sammlergruß
Wener
 
HWS-NRW Am: 17.04.2017 13:31:21 Gelesen: 97509# 237 @  
Von mir heute noch zwei Belege, die ich für mein nächstes Buch über die Sanitätstruppen in Berlin zusammentrage:

"Lazarettschiff BERLIN" (FP-Nr. 07520)





Die untere Karte hatte einen etwas längeren Beförderungsweg, da der Herr Marinearzt wohl inzwischen ins Marine-Lazarett Libau versetzt worden war.

mit Sammlergruß
Werner
 
Sachsendreier53 Am: 27.04.2017 11:38:06 Gelesen: 96745# 238 @  
Feldpost / Ansichtskarte aus Dresden mit Maschinenstempel DRESDEN N 25 / k / 12.9.41.-20 / LUFTPOST BEFÖRDERT BRIEFE-ZEITUNGEN-PAKETE. Mit grünen Briefstempel des Genesenden-Kompanie-Infanterie-Ersatz-Bataillon 514



mit Sammlergruß,
Claus
 
HWS-NRW Am: 27.04.2017 13:26:46 Gelesen: 96730# 239 @  
@ Sachsendreier53 [#238]

Ein schönes Stück und Briefstempel mit grüner Farbe abgeschlagen kommen recht selten vor, in dieser Variante wäre es ein toller Beleg für mein vorletztes Buch "Dienen und Helfen" gewesen.

mit Sammlergruß
Werner
 

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