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Poststempelgilde e.V., Literaturstelle
Angebotsdetails

Die Weiterverwendung von deutschen Stempeln in Polen nach dem 1. Weltkrieg

Band 183 in der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V.

Hans-Jürgen Dobiat


80

2013

deutsch

Poststempelgilde

10.00 Euro

1.00 Euro

-

3-4 Tage

Die wechselvolle Beziehung zwischen Deutschland und Polen hat jahrzehntelang das politische und gesellschaftliche Leben beider Nationen beeinflusst. Eine Beziehung, die in vielen Bereichen ihre Spuren hinterlassen hat. So auch in der Postgeschichte. Anhand von Marken, Stempeln und Belegen lässt sich auf beiden Seiten dieses Auf und Ab über die Jahre darstellen. Gildefreund Hans-Jürgen Dobiat legt uns mit der Studie zu den „Weiterverwendeten deutschen Stempeln in Polen nach dem 1. Weltkrieg“ einen weiteren Mosaikstein vor, der sich trefflich in das Gesamtbild der Postgeschichte dieser beiden Länder einfügt.
Jahrelange Sammlertätigkeit, die Auswertung von Literaturquellen und der Austausch mit Sammlern weltweit, wie die stattliche Liste der Danksagungen belegt, hat es Hans-Jürgen Dobiat ermöglicht, ein umfassendes Bild zu zeichnen, das er in diesem Buch präsentiert.
Neben historischen Hintergründen hat er seiner Arbeit Aufstellungen von Postorten und den verwendeten Stempeln sowie Aufstellungen der Postorte aus den weiter bestehenden Reichspostdirektionen, die an Polen abgetreten wurden, aufgeführt. Das in der Zeit 1918/1919, als der polnische Staat plötzlich wieder auf der Landkarte vorhanden war und es vorher (1914) keine polnische Verwaltung - weil es auch keinen Staat gab - zwangsläufig aus Mangel deutsche Poststempel, sei es in aptierter, teilaptierter oder unveränderter Form weiterverwendet wurden, liegt auf der Hand. Diese Übergangsphase reichte bis zu Beginn der 1920er Jahre. Erst mit einer Volksabstimmung wurde 1921 über den Verbleib des bislang unter alliierter Verwaltung stehenden Gebietes von Oberschlesien und die weitere Staatszugehörigkeit abgestimmt. Die daraus resultierende Teilung des Gebietes und die Festlegung, das weiterhin deutsches Geld seine Gültigkeit, auch in dem zu Polen als Ostoberschlesien zugeschlagenen Teil, behielt und die Post- und Telefongebühren weiterhin in deutscher Währung erhoben wurden, schufen für die Philatelisten ein neues Sammelgebiet. Auch dort gab es dann zwangsläufig deutsche Stempel, die im polnischen Teil weiterverwendet wurden und die in dieser Ausarbeitung ebenfalls aufgelistet worden sind.


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