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Briefmarkenfreunde Aachen 1890 e.V.
Angebotsdetails

Die Philatelie in Aachen & 130 jahre Briefmarkenfreunde Aachen e.V.


Van Loo, Wilhelm


40

2021

deutsch

Briefmarkenfreunde Aachen 189 e.V.

1.45 Euro

1.55 Euro

-

2 Tage

Aachen: Philatelie im Dreiländereck

Sämtliche Akten des Aachener Briefmarkenvereins verbrannten 1941 bei einem Bombenangriff auf das Vereinslokal im Haus Germania – was erklärt, dass es kaum Dokumente zu den ersten fünfzig Jahren Vereinsgeschichte gibt. Umso verdienstvoller die Initiative des allseits bekannten „BDPh-Hoffotografen“ Wilhelm van Loo, der die Corona-Zwangspause nutzte, um eine lockere Chronik des philatelistischen Lebens in der Karlsstadt zusammenzustellen. Manch unbekanntes Detail fließt in seine launigen Kommentare ein.

Mit ihren 130 Jahren zählen die Aachener Briefmarkenfreunde zu den älteren Briefmarkenvereinen Deutschlands. Zwölf Gründungsmitglieder vereinigten sich im März 1890 im Hotel Fasshauer, dem späteren Vier Jahreszeiten, als Aachener Briefmarkensammler-Verein. 1896 schloss dieser sich als einer der 55 Gründer dem Bund deutscher und österreichischer Philatelisten-Vereine an, der sich in Köln zur konstituierenden Sitzung zusammengefunden hatte. Theodor Haas erwähnte in seinem 1905 erschienenen Lehrbuch der Briefmarkenkunde u.a. „einige bekanntere Vereine der Neuzeit“, darunter auch den Aachener Club. Ab 1938, als alle Philatelistenvereine des Deutschen Reiches in der Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF) zwangsvereint wurden, führten die Aachener den Namen Briefmarkengilde Aachen. Der heutige Name wurde 1951 angenommen, ein Eintrag ins Vereinsregister erfolgte allerdings erst 1960. – So häufig wie der Name wechselte auch das Vereinslokal, aber immer traf man sich in der Nähe des Theaters.

Etliche Male veranstaltete der Verein Briefmarkenausstellungen, erstmals 1930 zum 40jährigen Vereinsjubiläum. Zahlreiche weitere Ausstellungen folgten, ab 1960 bis 2003 im Fünfjahres-Rhythmus. Der absolute Höhepunkt in der Vereinsgeschichte aber war wohl die Organisation des 34. Bundestages des BDPh in Verbindung mit dem dreitätigen 81. Deutschen Philatelistentag im Jahre 1980. Damals stimmten sogar die Schaufenster der Kaufhäuser Bewohner und Besucher auf das große Ereignis ein. BDPh-Präsident Dr. Heinz Jäger stellte seine Festansprache unter das Motto: Wider den tierischen Ernst in der Philatelie. Internationales Flair verlieh der Veranstaltung die Anwesenheit der UNO-Postverwaltung, die zu dem Anlass eine Weiße Karte herausbrachte.

Rege beteiligte sich der Verein am Leben der Stadt, wenn es um Jubiläen, Festlichkeiten und besondere Veranstaltungen ging, indem er diese mit Sonderstempeln begleitete: 10 bzw. 50 Jahre Städtepartnerschaft mit Reims, die Heiligtumsfahrt 1979, die Verleihung des Karlspreises an Spaniens König Juan Carlos I. 1982, der historische Jahrmarkt, die jährlichen CHIO-Reitturniere, die Museumseröffnung Ludwig Forum oder Hilfe für den Dom sind nur einige der Anlässe, zu denen der Verein sich einbrachte.

Zur Aachener philatelistischen Landschaft gehört aber ebenso der Markenhandel. Nicht weniger als fünf Händler betrieben um 1900 in der Innenstadt ein Ladengeschäft. Heute kennt man das Auktionshaus Aix-Phila weit über die Landesgrenzen hinaus.

Zwischen Zeitungsausschnitte, Marken mit Aachen-Bezug, Stempelabbildungen und Medaillen hat van Loo zahlreiche Fotos „aus dem Familienalbum“ eingestreut. Entstanden ist auf diese Weise ein unterhaltsames, ansprechendes Kaleidoskop der Philatelie-Stadt Aachen im Dreiländereck.
Rainer von Scharpen, AIJP


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