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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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muemmel Am: 01.05.2015 22:54:53 Gelesen: 405580# 4008 @  
Guten Abend,

zum Beginn des Wonnemonats Mai aus der Portoperiode 21 (20.–31.10.1923) heute ein R-Brief:



Am 21.10.23 machte sich dieser Brief von Borna bei Leipzig auf die Reise nach Berlin.

Herr Robert Noske war in Sachen Philatelie kein gänzlich Unbekannter (auch wenn leider bisher nicht viel zu seiner Vita bekannt ist). Unter Anderem fungierte er als Herausgeber der Zeitschrift "Die Ganzsache" und hatte offensichtlich auch regen Kontakt mit Briefmarkenhändlern wie z.B. mit Herrn Bütow in Berlin. Selbstverständlich hat Herr Noske Wert auf eine philatelistische Frankatur gelegt, aber der Brief entstammt dem Bedarf.

Porto und Einschreibgebühr betrugen jeweils 10 Millionen Mark und zum Einsatz kamen hier 10 Marken der MiNr. 302 (davon 2 Marken mit Seitenrand), eine MiNr. 312 Aa und zwei Marken der MiNr. 317 AP.

Quasi als Gegenstück ein Brief, der den umgekehrten Weg gegangen ist und den ich 2011 als bisher früheste Verwendung der MiNr. 314 AP (8.10.23) meiner Sammlung einverleiben konnte und auch früher hier schon gezeigt habe:



Schöne Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 02.05.2015 22:03:09 Gelesen: 404365# 4009 @  
Guten Abend,

auch heute ein Sonderstempel:



Offizielle Postkarte der Internationalen Einfuhrmesse Frankfurt am Main vom 30.9.1919, mit 15 Pf. bereits als Fernpostkarte für die am nächsten Tag beginnende Portoperiode 4 frankiert. Hier wurde sie als Ortspostkarte unter Sammlereinfluss und natürlich überfrankiert versandt. Der Stempel "FRANKFURT (MAIN) MESSPOSTAMT" ist im Filbrandt (unter Nr. 90) im ersten Verwendungszeitraum auch erst ab 1.10.1919 gelistet, dieses Datum müsste also korrigiert werden.

Schönen Sonntag Euch und viele Grüße

Michael
 
JoshSGD Am: 03.05.2015 20:13:02 Gelesen: 403380# 4010 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine Fernpostkarte von Schönebeck nach Halle/Saale, portorichtig zufrankiert mit 20 Pfennig auf 30 Pfennig. MiF Mi.Nr. 122 auf P107. Der Beleg lief am 17.5.1920, Bahnpoststempel "Z 151 - Magdeburg-Cöthen-Leipzig".

Der Absendeort ergibt sich aus dem rückseitigen Text.



Gruß
Josh

(Datenbank # 7891)
 
inflamicha Am: 05.05.2015 19:17:20 Gelesen: 401033# 4011 @  
Guten Abend,

erstaunlich wie schnell diese Rubrik auf Seite 2 "verschwindet"- da muss ich doch was tun. ;-)

Zu sehen gibt es eine hübsche Postkarte mit Werbung für "Kaisers Brust-Caramellen", auf den Weg gebracht in Stuttgart am 2. Juli 1920 (PP 5). Adressiert nach Konstanz erforderte die Karte 30 Pfennig Porto, wofür eine Mi 89 II x verklebt wurde.



Bemerkenswert finde ich die angeblich 6100 notariell beglaubigten Zeugnisse von Ärzten und Privaten, welche die Wirksamkeit dieser Lutschbonbons bestätigten...

Gruß Michael
 
dr.vision Am: 05.05.2015 19:21:42 Gelesen: 401029# 4012 @  
Moin zusammen,

ich zeige heute einen Fernbrief aus der Portoperiode 23 (5.11.- 11.11.1923) von Bamberg nach Heidelberg, portorichtig frankiert mit 2 x MiNr. 324 AP. Die linke Marke zeigt das primäre Feldmerkmal PP 23, die rechte das primäre Feldmerkmal PP 24. (Danke, Harald!)



(Datenbank # 7896)

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
muemmel Am: 05.05.2015 22:33:46 Gelesen: 400912# 4013 @  
Guten Abend,

aus der Portoperiode 21 (20.–31.10.1923) hier ein Brief ins benachbarte Frankreich:



Das Porto betrug 30 Millionen Mark und wurde hier mit Marken der MiNrn. 309 APa und 318 AP verklebt. Gelaufen am 25.10.23 von Elberfeld (Wuppertal gab es damals noch nicht) ins elsässische Markirch.

Grüßle
Harald
 
JoshSGD Am: 06.05.2015 19:40:44 Gelesen: 400300# 4014 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine Fernpostkarte aus der PP 2 (1.8.16 - 30.9.18), gelaufen am 22.12.16 von Jena nach Halle. Portorichtig frankiert mit 7,5 Pfennig, MiF Mi.Nr. 98 auf P106.



Gruß
Josh

(Datenbank # 7892)
 
inflamicha Am: 06.05.2015 20:38:40 Gelesen: 400268# 4015 @  
Guten Abend,

Groß-Köris liegt zwar nicht allzu weit von Berlin entfernt, der Ortstarif kam hier aber nicht in Frage:



Ganzsachen-Postkarte P 110 I von Berlin W 30 nach Groß-Köris vom 30.4.1919 (PP 3), der 7 1/2 Pfennig-Wertstempel reichte für das Fernpostkarten-Porto in Höhe von 10 Pfennig nicht aus. Vom Empfänger wurden 5 Pf. "Strafporto" erhoben, das Doppelte des Fehlbetrages. Kenntlich ist dieser Vorgang nur an der blauen Taxziffer, ein Portostempel war wohl nicht vorhanden.

Gruß Michael
 
dr.vision Am: 07.05.2015 13:50:35 Gelesen: 399957# 4016 @  
Moin zusammen,

ich zeige heute einen Auslandsbrief nach Milwaukee / Wisconsin. Die Frau Prubacher(?) aus Aschaffenburg vewendete einen Firmenumschlag der NURDIE - Apparate - GmbH aus Frankfurt am Main, um mit Herrn John in Kontakt zu treten. Das handschriftlich vermerkte Porto betrug in der Portoperiode 17 (1.9. - 19.9.1923) 200(.000),- Mark. Entwertet wurde der Beleg mit einem rot-violetten Ellipsenstegstempel mit Bogen unten im Postamt Frankfurt (Main) 13.



(Datenbank # 7900)

Falls jemand weiß, um welchen Rennwagen es hier handelt, würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
muemmel Am: 07.05.2015 22:19:54 Gelesen: 399768# 4017 @  
Hallöle,

heute mal wieder ein Brief der es eilig hatte:



Gelaufen am 25.10.23 von Berlin ins Badische Grenzach. Porto 10 Millionen und Eilzustellgebühr 20 Millionen Mark. Ankunft in Grenzach am 27.10.23.

Hübsche Grüße
Harald
 
JoshSGD Am: 09.05.2015 13:50:11 Gelesen: 398761# 4018 @  
Guten Tag werte Sammlerschaft,

heute eine Fernpostkarte von Schwerin nach Potsdam, gelaufen am 1.3.1920 (PP 4; 1.10.1919 - 5.5.1920), Ganzsache P 116 I, portogerecht mit 15 Pfennig.



Gruß
Josh

(Datenbank # 7893)
 
inflamicha Am: 09.05.2015 18:46:27 Gelesen: 398641# 4019 @  
Guten Abend,

wieder mal was aus der Übergangszeit der Bayerischen auf die Reichspost:



Im Mai und im Juni 1920 konnten ja die bayerischen Marken und Ganzsachen aufgebraucht werden, hier haben wir eine bayerische Ganzsache P 114/01 I mit Druckjahr (19)19, auffrankiert mit Mi 112 A von Bayern und Mi 120 vom Deutschen Reich. Die Ganzsache wurde als Fernpostkarte von Straubing nach München am 15.5.1920, also in der PP 5 verwendet. Orts- und Fernpostkarten kosteten in dieser PP jeweils 30 Pfennig.

Gruß Michael
 
Magdeburger Am: 09.05.2015 19:19:12 Gelesen: 398632# 4020 @  
Liebe Sammelfreunde,

von mir eine Ortspostkarte:



Am 30.11.1914, also PP01, in Magdeburg-Buckau aufgegeben und nach Magdeburg-Neustadt gesendet.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
muemmel Am: 09.05.2015 21:39:24 Gelesen: 398603# 4021 @  
Guten Abend,

aus Schottland mit Umweg über Essen fand der nachstehende Brief den Weg in meine bescheidene Sammlung:



Einen eingeschriebenen Ortsbrief der 2. Gewichtstufe bis 100 Gramm findet man nicht alle Tage, dazu noch mit dem Abschlag des Kreis-Obersegmentstempels (KOS) von Leipzig-Lindenau. Gelaufen am 17.11.23, frankiert mit 326 AP und 328 AP.

Schönen Gruß
Harald
 
JoshSGD Am: 10.05.2015 20:31:37 Gelesen: 398083# 4022 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine Ganzsache, Nr. P115, von Bremen nach Potsdam, gelaufen am 05.09.1919 (PP3; 1.10.1918 - 30.9.1919).



Gruß
Josh

(Datenbank # 7890)
 
muemmel Am: 10.05.2015 23:17:56 Gelesen: 398014# 4023 @  
Nun wird es kriminell!

Die Dresdener Polizeidirektion hatte etwas an die Kriminalabteilung in Freiberg zu verschicken. Der Versand erfolgte mittels Streifbandsendung:



Obwohl das Streifband lediglich 9 cm breit ist, war der Inhalt doch etwas schwergewichtiger, denn 12 Milliarden Mark war der Tarif für Drucksachen der 2. Gewichtstufe bis 100 Gramm (gleiche Tarife für Drucksachen und Streifbandsendungen). Gelaufen am 22.11.23 und frankiert mit einer Marke 326 BP und 328 AP.

Einen guten Start in die neue Woche und hübsche Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 11.05.2015 19:59:03 Gelesen: 397577# 4024 @  
Guten Abend,

vom 27. Deutschen Philatelistentag 1921 in Nürnberg gibt es viele Sonderbelege, nachfolgend will ich mal zwei Postkarten zeigen. Verwendet wurden amtliche Aufbrauchganzsachen, also ehemals bayerische Postkarten, deren Wertstempel durchbalkt und dafür ein Germaniawertstempel zu 30 Pf. nebengesetzt wurde. Diese Karten wurden vorder- und rückseitig mit anlassbezogenen privaten Zudrucken versehen. Zur Markenentwertung wurde ein Sonderstempel (Filbrandt 243) eingesetzt, auch die anlassbezogenen Spendenvignetten wurden damit versehen. Gestempelt wurden die Karten am 24.7.1921 (PP 6), das Postkartenporto nach Karlsruhe betrug 40 Pf. - eine 10 Pf.-Marke (Mi 141) wurde also zufrankiert.



Ganzsachenpostkarte P 136 II



Ganzsachenpostkarte P 137 I

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 11.05.2015 20:04:49 Gelesen: 397575# 4025 @  
Guten Abend,

heute sehen wir eine bunte Postreiter-Ganzsache aus der PP 13 (1.3. - 30.6.1923), gelaufen am 2.3.23 von Dresden nach Löbau.

Portorichtig frankiert mit 40,- Mark, MiF Mi.Nr. 169, 224a, 227a, 230 P, 239 auf P 149a I.

Markenspanne: 1:13,3; Marken-Porto-Spanne: 1:26,6



Gruß
Josh

(Datenbank # 7906)
 
JoshSGD Am: 12.05.2015 19:49:43 Gelesen: 397021# 4026 @  
Guten Abend,

heute wieder eine Ganzsache, die aber aufgrund ihrer geringen Wertstufe bereits hinfällig war.

Wir sehen eine GSK, überfrankiert mit 70 Mark statt 60 Mark, innerhalb Dresdens. Gelaufen am 8.7.23 (PP 14; 1.7.23 - 31.7.23). MiF Mi.Nr. 209 a und 240.



Das Gebäude in der Dresdner Louisenstraße 67 existiert immer noch. Mittlerweile saniert und auch wird das Viertel mehr und mehr gentrifiziert.

Gruß
Josh

(Datenbank # 7905)
 
inflamicha Am: 14.05.2015 19:03:30 Gelesen: 395769# 4027 @  
Guten Abend,

heute zeige ich einen mit der deutschen Feldpost beförderten Brief:



Absender war der Kaiserlich Deutsche Generalkonsul für Galizien und die Bukowina in Lemberg, der hier die deutsche Feldpost als Transportweg benutzte. Portofreiheit besaß er nicht. So wurde also der Brief mit 25 Pfennig frankiert, was am 16.5.1917 (PP 2) dem Fernbriefporto für ein Gewicht bis zu 250 Gramm entsprach. Benutzt wurde hierfür ein Zusammendruck aus dem Markenheftchen 7 (W 10 ba, rechts mit sog. Heftchenzähnung) sowie eine Mi 98 vom rechten Seitenrand.

Gruß Michael
 
Magdeburger Am: 16.05.2015 18:02:10 Gelesen: 394240# 4028 @  
Liebe Inflafreunde,

einen Brief der PP22 hatte ich bisher noch nicht.



Fernbrief vom 03.11.1923 von Magdeburg nach Berlin mit 100 Millionen frankiert -> ist die siegelseitige Notierung postalisch?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
dr.vision Am: 17.05.2015 17:56:16 Gelesen: 393246# 4029 @  
Moin zusammen,

ich zeige heute eine Postkarte vom 14.11.1923 (PP24) von Barmen-Rittershausen (seit 1929 Wuppertal-Oberbarmen).

Die geforderten 5 Milliarden Porto wurden mit einer MiNr. 327 B erbracht.

Nun wirft diese Marke bei mir eine Frage auf. Ist sie links geschnitten oder beschnitten? Der obligate Blick in den Katalog ergab keine Erklärung. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, oder so etwas schon mal gesehen.

Zunächst der Beleg (gepr. Ritter) mit Rückseite:



Und die Marke in Vergrößerung:



(Datenbank # 7923)

Allen noch einen schönen Abend.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
JoshSGD Am: 17.05.2015 19:42:04 Gelesen: 393141# 4030 @  
@ dr.vision [#4029]

Hallo Ralf,

wenn du die Marke genauer betrachtest, macht sie einen dezentrierten Eindruck. Ich gehe davon aus, das die Marke links mit einer Schere herausgeschnitten wurde. Die rechte Seite ist ja auch mit Schere getrennt.

Gruß
Josh
 
inflamicha Am: 18.05.2015 09:00:32 Gelesen: 392784# 4031 @  
@ dr.vision [#4029]

Hallo Ralf,

ergänzend zu Josh: Der Durchstich als Notbehelf war sehr unpraktisch, viele Marken wurden bei der Trennung zerrissen oder teils nicht unbeträchtliche Teile blieben an der Nachbarmarke hängen. Man behalf sich daher oft mit Scherentrennung.

Bei Deinem Beleg wurden wahrscheinlich senkrechte Streifen aus dem Bogen geschnitten - die Marken ließen sich dann leichter voneinander trennen. Solche Scherentrennungen sind bei durchstochenen Marken dieser Zeit recht häufig zu finden.

Gruß Michael
 
dr.vision Am: 18.05.2015 10:16:17 Gelesen: 392734# 4032 @  
@ JoshSGD [#4030], @ inflamicha [#4031]

Moin Josef, moin Michael,

ganz herzlichen Dank für eure schnellen Erklärungen.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 

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