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Thema: Bibliotheken in aller Welt
Das Thema hat 50 Beiträge:
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wajdz Am: 09.08.2015 23:09:44 Gelesen: 11738# 1 @  
Unter diesem Titel möchte ich diesen interessanten Teilaspekt des Umgangs mit Büchern beginnen, um den Beitrag "Motiv Bücher" nicht zu überfrachten. Ich beginne mal mit der königlich-schwedischen Nationalbibliothek, die 1961 ihr 300jähriges Jubuläum feierte.

Die Geschichte der schwedischen Königlichen Bibliothek beginnt in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. Die ersten durch Kataloge oder Verzeichnisse sicher bezeugten Büchersammlungen schwedischer Könige finden sich bei den Söhnen Gustavs I., dem ersten Wasa-König.

Die Königliche Bibliothek hatte sich großes Ansehen erworben und war als Institution etabliert. Unter der auch weiterhin fortgesetzten bibliothekarischen Betreuung wurde der Bibliothek 1661 durch ein Gesetz das erste Pflichtexemplarrecht in Schweden zugebilligt, womit der Aufstieg zur Nationalbibliothek seinen Anfang nahm. Zu einem Bestandscharakteristikum bildete sich die Sammlung der schwedischen Drucke aber erst allmählich aus, da die Pflichtexemplare zu Anfang nicht regelmäßig abgeliefert wurden und das entsprechende Gesetz schon 1692 und 1698 erneuert werden mußte.

Bis zum Ende des 17. Jhs erweiterten sich die Sammlungen in größerem Umfang durch die in den Nordischen Kriegen erbeuteten Bibliotheken. Die umfangreichen schwedischen Bestände wurden vor allem später durch Übernahme vieler Privatbibliotheken erweitert. Sie ist heute eine Präsenzbibliothek. Ausleihe nur bei neueren ausländischen Beständen. Nur zu Forschungszwecken werden historische Zeitungen, Rara, Spezialsammlungen, Kinder- und Schulbücher und die Literatur des Faches Magie bereitgestellt.



MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 10.08.2015 10:22:15 Gelesen: 11706# 2 @  
Barbados, 31.10.1972, Ausgabe zum Jahr des Buches mit Abbildung des Bibliothekgebäudes in Bridgetown (Mi Nr. 347)

http://www.barbados.org/barbados-libraries.htm#.VchZY_ldVOZ



Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 10.08.2015 10:32:47 Gelesen: 11704# 3 @  
Grönland, 29.5.1980, Ausgabe zum 150. Jahrestag der Einrichtung von öffentlichen Bibliotheken (Mi Nr. 123)

https://en.wikipedia.org/wiki/Public_and_National_Library_of_Greenland



Island, 30.10.1968, Ausgabe zum 150 Jahrestag des Bestehens der Nationalbibliothek (Mi Nr. 422-423)

https://de.wikipedia.org/wiki/National-_und_Universit%C3%A4tsbibliothek_Islands



Norwegen, 4.10.1985, Ausgabe zum 200. Jahrestag des Bestehens der Carl Deichman Volksbibliothek (Mi Nr. 934-935)

https://de.wikipedia.org/wiki/Deichmanske_bibliotek



Finnland, 1.1.1932, Universitatsbibliothek (Mi Nr. 173). Dieses Gebäude beherbergt heute die Finnische Nationalbibliothek.

https://de.wikipedia.org/wiki/Finnische_Nationalbibliothek



Finnland, 15.5.1987, Stadtbibliothek „Metso“ in Tampere (Mi Nr. 1021)



Färöer, 12.7.1978, Ausgabe zum 150. Jahrestag des Bestehens der Landesbibliothek (Mi Nr. 39-40)

https://de.wikipedia.org/wiki/Landesbibliothek_der_F%C3%A4r%C3%B6er



Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
wajdz Am: 10.08.2015 11:40:13 Gelesen: 11691# 4 @  
Die Deutsche Nationalbibliothek hat mehrere Vorgängereinrichtungen: 1912 wurde die Deutsche Bücherei Leipzig gegründet, 1946 die Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main. Seit 1970 ist das in Berlin gegründete Deutsche Musikarchiv Teil der Deutschen Nationalbibliothek, seit Dezember 2010 ist es am Standort Leipzig angesiedelt. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden diese Einrichtungen zu der Gesamtinstitution "Die Deutsche Bibliothek" vereinigt, die 2006 einen erweiterten gesetzlichen Auftrag und einen neuen Namen erhielt: Deutsche Nationalbibliothek. Am traditionsreichen Standort Leipzig befinden sich das Deutsche Buch- und Schriftmuseum, das Deutsche Musikarchiv, die Sammlung Exil-Literatur 1933 - 1945 und die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek.

MiNr 739



MfG Jürgen -wajdz-
 
Altmerker Am: 10.08.2015 12:55:49 Gelesen: 11679# 5 @  
Ich hätte da noch die Bibliotheken von Mailand und Pesaro:



Gruß
Uwe
 
Altmerker Am: 10.08.2015 12:58:38 Gelesen: 11675# 6 @  
Ich erlaube mir mal, auf die weltgrößte Zusammenstellung von Bibliotheksbriefmarken zu verweisen, die wir Klaus Henseler von der IMG Papier&Druck verdanken:

http://www.drucker-marken.de/bibliotheken

Gruß
Uwe
 
wajdz Am: 10.08.2015 18:32:07 Gelesen: 11647# 7 @  
"Es gibt nicht Neues unter der Sonne" sagt schon die Bibel im Alten Testament und so bin ich mir auch klar darüber, daß das Thema nicht sehr originell ist. Aber wenn man sich bei der Auswahl der Marken auf die Institution Bibliothek beschränkt, bleibt die Zahl der Objekt doch überschaubar. Und mit ein wenig Suche im Netz läßt sich zu den einzelnen Häusern auch ein knapper informativer Text formulieren. Nicht jeder hat Zeit, Lust oder die Möglichkeit, sich in den Weiten des Internets zu tummeln. Trotzdem ist natürlich der Hinweis auf die sehr ausführliche Website von Klaus Henseler zu diesem Thema wirklich hilfreich.

Die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) wurde im Jahr 1950 in Saarbrücken (Saarland) als Universitätsbibliothek der Universität des Saarlandes gegründet. 1994 wurden ihre von Anfang an wahrgenommenen landesbibliothekarischen Aufgaben auch im Namen verankert. Sie besitzt insgesamt 1,67 Millionen Medieneinheiten, die im Hauptgebäude sowie in der Medizinischen Zweigbibliothek in Homburg untergebracht sind und ist die größte wissenschaftliche Allgemeinbibliothek im Saarland.

MiNr 332



MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 10.08.2015 22:14:40 Gelesen: 11618# 8 @  
@ Altmerker [#6]
@ wajdz [#7]

Habe mir den Henseler-Katalog soeben etwas angesehen. Inhaltlich, das heisst von der Informationsfülle her, wirklich beeindruckend. Ich kann nur eines nicht verstehen, dass man in einem derart tollen Werk solch schlechtes Bildmaterial einbaut. Die Abbildungen müssen auf 200% vergrössert werden, um nur annähernd einen Text erkennen zu können, geht man weiter auf 250-300% ist alles nur noch verschwommen. Ich denke solch ein Verzeichnis sollte auch in bildlicher Qualität dem Textteil ebenbürtig sein. Ein Tipp an Herrn Henseler: Versuchen Sie es einmal mit Abbildungen aus colnect, Link http://colnect.com/en/stamps/countries

Nun, ich muss ehrlich sagen, da sind mir die Kurzbeiträge von wajdz doch eher ein Augenschmaus.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
wajdz Am: 10.08.2015 22:56:50 Gelesen: 11612# 9 @  
@ merkuria [#8]

Danke für die Blumen. ;-)

Die Qualität der Abbildungen hängt nicht zuletzt davon ab, ob ich eine Originalmarke scanne. Sie wird generell vergrößert und mit einem Grafikprogramm (Kontrast, Schärfe, Sättigung) bearbeitet. Wenn mir diese nicht zur Verfügung steht, muß ich im Netz auf die Suche gehen. Da habe ich dann nur noch wenig Einflüß auf die Qualität, da die Vorlage meist nur wenige Kilobyte groß ist. Alles, was dann über 100% vergrößert wird, verpixelt und wird unleserlich. Mal ganz davon abgesehen, daß heutzutage das Recht am Bild teilweise recht restriktiv angewendet wird, also nicht jede Vorlage verwendet werden sollte.

MfG Jürgen -wajdz--
 
Mondorff Am: 11.08.2015 12:07:49 Gelesen: 11579# 10 @  
Die National-Bibliothek in Luxemburg ist seit 1970 im restaurierten ehemaligem Kollege der Jesuiten, gleich neben der Kathedrale untergebracht.



Hier das Portal des Haupteingangs



und hier der "Hintereingang", das Hofportal aus dem 17. Jahrhundert.

Die Bibliothek platzt seit langem aus allen Nähten. Kürzlich wurde im Keller " 1 Kilometer Bücher" * mit Schimmelbefall entdeckt.

Auf dem Kirchberg-Plateau, in der Nähe der Europa-Bauten und dem Bankenviertel, wird seit 2014 ein Neubau errichtet, der 2018 fertig gestellt sein soll.

Schönen Gruß
DiDi

* eine Aussage der Kulturministerin!
 
merkuria Am: 11.08.2015 15:20:01 Gelesen: 11561# 11 @  
Die Biblioteca Malatestiana ist eine seit 1452 bestehende öffentliche Bibliothek in Cesena in der Region Emilia-Romagna in Norditalien. Die italienische Post würdigte die Institution am 19.9.2008 mit einer Sondermarke (Mi Nr. 3267).

https://de.wikipedia.org/wiki/Biblioteca_Malatestiana



Die Biblioteca Nazionale Braidense in Mailand, auch bekannt unter der Bezeichnung Biblioteca di Brera, hat seit 1880 den Status einer Nationalbibliothek. Die italienische Post würdigte die Institution am 31.05.2014 mit einer Sondermarke (Mi Nr. 3698).

https://en.wikipedia.org/wiki/Biblioteca_di_Brera



Die Biblioteca Oliveriana in Pesaro , ist seit 1892 im Palazzo Almerici untergebracht. Die Ursprünge der Bibliothek gehen auf ein Legat von Büchern und Dokumenten im Jahre 1756 zurück. Die italienische Post würdigte die Institution am 31.05.2014 mit einer Sondermarke (Mi Nr. 3699).

http://www.pesarocultura.it/index.php?id=10468&L=1



Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Mondorff Am: 11.08.2015 15:55:47 Gelesen: 11557# 12 @  
Als Ergänzung zu Beitrag [#10]

Innerhalb der Blockausgaben Europäische Hauptstädte gab Frankreich im Jahre 2003 auch eine Marke mit der Vorderansicht der Nationalbibliothek neben der Kathedrale aus.



Zur ursprünglich für's Jahr 2010 geplanten, dann auf 2011 verschobenen FIP Weltausstellung PHILALUX, war am 16. Juni 2010 Block 24 vorgestellt worden. Der 0,50 €-Wert daraus zeigt etwa die gleiche Ansicht. Die Ausstellung fand schließlich nicht statt.



Die Verkaufsauflage des Blocks wird mit 41.093 Stück angegeben. Portogerecht frankierte Belege mit Marken aus dem Block sind nicht häufig. Am 1.1.2011 erfolgte eine Tarifanpassung, die den Nennwert der drei Marken überflüssig machte. Der Block wurde am 28.11.2011 vom Verkauf zurück gezogen.

Freundlichen Gruß
DiDi
 
wajdz Am: 11.08.2015 18:36:45 Gelesen: 11537# 13 @  
Die Amerika-Gedenkbibliothek (AGB) ist eine öffentliche Bibliothek und eine der größten Bibliotheken Berlins. Sie ist ein Geschenk der Vereinigten Staaten und wurde zum Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges aus Mitteln des Marshall-Plans gestiftet und durch Spenden des US-amerikanischen Volkes unterstützt , um dem "Schaufenster des Westens" eine große Bücherei zu ermöglichen. Neu war bei der Eröffnung der AGB die Offenheit gegenüber den Benutzern, die hier direkt auf die Buchbestände zugreifen konnten, die überwiegend frei zugänglich aufgestellt waren. Die "AGB" ist eine der betriebsamsten öffentlichen Bibliotheken Deutschlands.

Eine der Besonderheiten war, das ich als Ostberliner dort Bücher ausleihen konnte. Das Risiko war, beim Grenzübertritt, der von der Sache her problemlos möglich war, kontrolliert zu werden. Dann waren die Bücher natürlich weg und man hatte ein Problem mit den Staatsorganen der DDR. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 war dann auf einmal Schluß damit und es dauerte 28 Jahre, bis ich wieder in den inzwischen gewaltig angewachsenen Beständen wühlen konnte, um einiges an Lesestoff nachzuholen.

Bln MiNr 122



MfG Jürgen -wajdz-
 
Heidelberg Collector Am: 14.08.2015 22:49:10 Gelesen: 11473# 14 @  
Hallo Zusammen,

hier noch ein Beleg, den ich 2010 bekommen habe:



Gelaufen als Büchersendung zu 1,40 Euro, 24.10.2010

Die Abbildung zeigt das Kloster Strahov (Prag) mit Bibliothekssaal - die Bibliothek existiert seit dem Mittelalter.

Beste Sammlergrüße,

Yoska
 
wajdz Am: 19.08.2015 01:31:55 Gelesen: 11420# 15 @  
Anlaß für diese Ausgabe (16. Nov. 1978) war der Neubau (Architekt Hans Scharoun) der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Die Bibliothek wurde 1661 von Friedrich Wilhelm von Brandenburg, dem Großen Kurfürsten, gegründet. 1701 wurde sie Königliche Bibliothek. Nach dem Ende der Monarchie (1918) erfolgte die Umbenennung in Preußische Staatsbibliothek (PSB).

Im 2. Weltkrieg wurde der bis dahin auf 3 Mill. Bände angewachsene Literaturbestand zum Schutz aus Berlin ausgelagert. Leider sind dabei 0,7 Mill. Bände verloren gegangen (zerstört oder als Beute in Osteuropa). Im Jahr 1946 wurde die Bibliothek wieder eröffnet. Im Verlauf der dann folgenden Teilung Berlins wurde auch der Buchbestand geteilt. Die sich im Osten befinden Bibliotheksteile wurden 1954 zur "Deutschen Staatsbibliothek" und im Westen wurde 1978 die "Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz" gegründet. Nach einem jahrzehntelangem Nebeneinander konnten die beiden Bibliotheken am 1. Januar 1992 zur "Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz" vereinigt werden.

Als größte Universalbibliothek Deutschlands ist die Staatsbibliothek ein Zentrum der nationalen Literaturversorgung. Der Schwerpunkt ihres 10 Millionen Bände umfassenden internationalen Druckschriftenbestandes liegt in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Ihre bedeutenden Sammlungen, darunter herausragende Handschriften, Musikalien, Orientalia, Ostasiatica und Karten sowie ein umfangreicher Bestand historischer Drucke prägen ebenso wie ihre vielfältigen internationalen Dienstleistungen das besondere Ansehen der Bibliothek weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Bln MiNr 577



MfG Jürgen -wajdz-
 
Mondorff Am: 19.08.2015 13:21:24 Gelesen: 11396# 16 @  
Die Biblioteca Joanina in Coimbra/Portugal gehört zur ältesten Universität des Landes und ist damit Teil einer der ältesten Universitäten in Europa.



Ansicht des im Jahre 1290 gegründeten ältesten Teils der Universität. Links ist die Bibliothek zu sehen.


Innenansicht der Bibliothek

Die Universität wurde im Jahre 2013 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Zu diesem Anlass erschien auch die Marke (innerhalb eines Satzes von vier Werten) und der Block.

Schönen Gruß
DiDi

PS: Bei unserem Besuch im Jahre 2008 standen wir leider vor verschlossenen Türen - es wurde renoviert.
 
wajdz Am: 19.08.2015 21:16:19 Gelesen: 11377# 17 @  
Die Library of Congress (LoC, deutsch Kongressbibliothek) ist die öffentlich zugängliche Forschungsbibliothek des Kongresses der Vereinigten Staaten. Sie befindet sich, auf mehrere Gebäude verteilt, in Washington, D.C. Gegründet wurde sie als Forschungsbibliothek des US-Kongresses am 24. April 1800, nachdem Präsident John Adams den Regierungssitz von Philadelphia nach Washington D. C. verlegt hatte.

Mit mehr als 155 Millionen Medieneinheiten ist sie nach der British Library in London mit 170 Millionen Medien die zweitgrößte Bibliothek der Welt. Zum Bestand der Washingtoner Bibliothek gehören 31 Millionen Bücher und andere Druckerzeugnisse in 470 Sprachen, 50 Millionen Handschriften, 12 Millionen Fotografien sowie 4,8 Millionen Pläne und Karten. Daneben beherbergt sie außerdem die größte Sammlung seltener Bücher in Nordamerika, darunter eine Gutenberg-Bibel und, ein größerer Gegensatz ist nicht denkbar, Adolf Hitlers Buchsammlung. Der Katalog der LoC ist eine wichtige bibliografische Quelle für Universitätsbibliotheken.

US MiNr 1583



MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 19.08.2015 21:25:33 Gelesen: 11374# 18 @  
Legacies To Mankind - Erbe der Menschheit

Öffentliche Bibliotheken sind in den Vereinigten Staaten viel mehr als Buchausleihanstalten. Sie dienen außerdem als Spielplätze, Begegnungsstätten, Vorschulen; schon Krabbelkinder treffen sich hier, um (mit ihren Vätern oder Müttern) im Kreis zusammen zu spielen, während Bibliotheksangestellte ihnen Bücher vorlesen.

Für viele Angehörige von "bildungsfernen Schichten" - lies Kinder aus armen Haushalten, häufig Schwarze oder Latinos - sind die öffentlichen Büchereien die einzige Möglichkeit, überhaupt mit Büchern in Berührung zu kommen.
Bibliotheken haben in den USA also eine beinahe schon magische Aura. Hier glaubt man immer noch daran, daß sie Leben verändern, Schicksalen eine glückliche Wendung geben können. (Ouelle: Die Welt)

MiNr 1595



MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 21.08.2015 21:49:55 Gelesen: 11322# 19 @  
Universitätsbibliothek Leipzig

Die Bibliothek entstand während der Reformationszeit. Der Grundbesitz und die Gebäude des während der Reformation aufgelösten Dominikanerklosters St. Pauli fielen 1543 durch Schenkung des Albertiners Herzog Moritz von Sachsen an die Universität Leipzig. Es wurden die Büchersammlungen mehrerer Klöster zusammengeführt. So entstand der Grundstock der Bibliothek. Aufgrund des starken Anwachsens der Bücherbestände, unter anderem durch die Übernahme der Goethe-Sammlung des Verlegers Salomon Hirzel, vor allem aber durch die steigende Verlagsproduktion im 19. Jahrhundert, wurde ein Umzug in ein größeres Gebäude notwendig. 1891 bezog die Bibliothek einen Neubau in der Beethovenstraße. Nach dem Landesherren König Albert von Sachsen wurde der Neubau Bibliotheca Albertina genannt.

Nach schweren Zerstörungen Im Zweiten Weltkrieg wurde lediglich der unbeschädigte linke Gebäudeflügel genutzt. Zu einem Wiederaufbau des Hauptgebäudes fehlten jahrzehntelang die finanziellen Mittel. Erst nach der Wende begann 1994 die aufwendige Wiederherstellung und Erweiterung des Hauptgebäudes einschließlich Rekonstruktion einzelner Gebäudeteile, die 2002 abgeschlossen wurde.

Heute ist das Hauptgebäude der Universitätsbibliothek, die Bibliotheca Albertina, einer von insgesamt 16 Standorten der Universitätsbibliothek und wird als geisteswissenschaftliche Zentral- und Archivbibliothek der Universität Leipzig genutzt.

DDR Minr 2636



MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 23.08.2015 22:07:08 Gelesen: 11283# 20 @  
Kurfürst 'Vater' August von Sachsen (reg. 1553 bis 1586) begann etwa 1556 intensiv Bücher zu sammeln. Besonders im 18. Jahrhundert vervielfachte die kurfürstliche Bibliothek durch weitsichtige Ankäufe ihre Bestände. Schon 1788 wurde die kurfürstliche Bibliothek 'öffentlich'. Ab 1835 wurden die wertvollsten und begehrtesten Stücke, die so genannten Zimelien, in einem separaten Raum unter Glasstürzen gezeigt. 1935 wurde ein Buchmuseum mit gleichzeitigen Dauer- und Wechselausstellungen etabliert, in dem neben Prachthandschriften ein Luther-Autograph und der Codex Dresdensis, eine von drei auf der Welt erhaltenen Maya-Handschriften, im Original zu sehen sind.

Nach der Fusion der Sächsischen Landesbibliothek mit der Bibliothek der Technischen Universität Dresden zur Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) im Jahre 1996 wurden die Voraussetzungen für einen großzügigen Bibliotheksneubau geschaffen, der von 1998 bis 2002 errichtet und im Januar 2003 feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde.

DDR MiNr 2637



MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 24.08.2015 18:26:28 Gelesen: 11255# 21 @  
Von ihrer Gründung im Jahre 1661 bis zum Jahre 1810 war die zunächst Churfürstliche Bibliothek zu Cölln an der Spree, ab 1701 Königliche Bibliothek, eine Hofbibliothek absolut regierender Fürsten. Nachdem die Bibliothek seit 1810 vom Herrscher unabhängiger Bestandteil der Preußischen Staatsverwaltung - dies in engem Zusammenhang mit der neugegründeten Berliner Universität - geworden war, prägte ein zunehmendes Wachstum die zweite Hauptepoche. Ab 1810 bis etwa 1884 vollzog sich der Aufstieg zur führenden Bibliothek Preußens. Nach Plänen des Architekten Ernst von Ihne wurde von 1903 bis 1914 der Neubau in der Straße Unter den Linden errichtet, der zu der Zeit als größter Bibliotheksbau der Welt galt. Ab 1918 als Preußische Staatsbibliothek bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Bibliothek zu einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Gebrauchsbibliotheken der Welt. Der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg richteten große Zerstörungen an dieser Institution an. Aufgrund der Teilung der Bibliothek zwischen Ost und West war ihre Entwicklung fast ein halbes Jahrhundert lang gehemmt. Die Beseitigung der Schäden und das Anknüpfen an moderne Dienstleistungen beschäftigen die Staatsbibliothek Berlin - Unter den Linden bis heute.

DDR MiNr 2638



MfG Jürgen -Wajdz-
 
wajdz Am: 25.08.2015 21:41:46 Gelesen: 11198# 22 @  
Die Alte Bibliothek der Abtei Ottobeuren (lat. Bibliotheca Ottenburana) ist die Klosterbibliothek des oberschwäbischen Klosters Ottobeuren. Sie ist für wissenschaftliche Zwecke auch Außenstehenden zugänglich.

Besonders bedeutend ist die Klosterbibliothek, deren Ursprünge in der Gründungszeit des Klosters liegen. Im 18. Jahrhundert neu erbaut, ist sie mit den prächtigen Deckenbildern von Elias Zobel, den Stuckdecken von Johann Baptist Zimmermann und der homogenen barocken Inneneinrichtung wichtiger Teil des Gesamtkunstwerks der Klosterarchitektur. In der Bibliothek finden sich neben vielen mittelalterlichen Handschriften, Hunderten von Inkunabeln und frühen Drucken etwa 15.000 in Schweinsleder gebundene Folianten.

MiNr 428



MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 26.08.2015 19:03:50 Gelesen: 11167# 23 @  
Die Wissenschaftliche Bibliothek (Vedecka knihovna v Olomouci) in Oloumuc (Olmütz), Tschechien, gegründet 1566, ist die zweitälteste und drittgrößte Bibliothek ihrer Art in der Tschechischen Republik. Bis zum Jahr 1860 diente sie als Universitätsbibliothek für die Olmützer Universität und ist jetzt eine Universalbibliothek für die Öffentlichkeit mit einer langen Tradition und einem reichen Bestand, der Publikationen von allen Fächern enthält.

Die Orientierung im Fonds und das Aufsuchen der Informationsquellen ermöglichen Zettelkataloge und Datenbasen, die im Computernetz der Bibliothek und im Internet zugänglich sind. Der Bibliotheksbestand enthält über 1.8 Mio Einheiten. Historischer Bestand: 1451 Handschriften, über 1800 Erstdrucke und fast 80.000 Bände alter Drucke. Sie unterliegt den Gesetzlichen Pflichtexemplarregelungen für Tschechien.

cs Minr 1641



MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 30.08.2015 19:47:49 Gelesen: 11116# 24 @  
Die Russische Staatsbibliothek wurde am 1. Juli 1862 als Moskaus erste gebührenfreie und öffentliche Bibliothek mit dem Namen Bibliothek des Öffentlichen Museums Moskaus und des Rumjanzew-Museums oder kurz Rumjanzew-Bibliothek im Paschkow-Haus begründet. 1925 wurde sie zur Nationalbibliothek der UdSSR und hieß von 1925 bis 1945 schlicht Leninbibliothek. Von Anfang der 1930er Jahre bis ca. 1960 erhielt die Bibliothek auf einem Nachbargrundstück einen Neubau. Von 1945 bis 1992 trug sie den Namen Staatliche Leninbibliothek der UdSSR. 1992 erhielt sie ihren heutigen Namen. Zwischen 1922 und 1991 wurde wenigstens ein Exemplar jedes in der Sowjetunion verlegten Buches in der Bibliothek hinterlegt. Heute erhält die Bibliothek ein Pflichtexemplar jedes in Russland herausgegebenen Buches.

UdSSR MiNr 2616-17



MfG Jürgen -wajdz-
 
Redfranko Am: 31.08.2015 11:46:00 Gelesen: 11099# 25 @  
Moin zusammen,

leider kein Bild, sondern nur ein Absenderstempel von den "Hamburger Öffentlichen Bücherhallen" [1]. Die HÖB sind ein Verbund der Zentralbibliothek mit z.Zt. 32 Stadtteilbibliotheken, einer großen Kinder- und Jugendbibliothek sowie der Musikbibliothek mit einem umfangreichen Angebot an Noten, Partituren und Fachbüchern.



Private Randnotiz: in den 80er Jahren habe ich dort eine Ausbildung zum "Assistenten an Bibliotheken" gemacht.

Gruß
Frank

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Öffentliche_Bücherhallen
 

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