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Thema: Zweisprachige Stempel in Deutschland
Das Thema hat 69 Beiträge:
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filunski Am: 13.08.2015 00:11:40 Gelesen: 9599# 45 @  
@ heku49 [#44]

Hallo Helmut,

danke für den Hinweis.

Du meinst wahrscheinlich das Buch von Dr. Jung. Auch darin ist eine der Fälschungen abgebildet und die Angabe über die nur wenige Wochen geöffnete Poststelle wird inzwischen angezweifelt. Dr. Jung hatte damals anscheinend noch nicht diese Informationen.

Zu dem von dir genannten Handbuch hätte ich dich gerne angeschrieben, leider hast du keine E-Mail Adresse hinterlegt. Vielleicht kannst du mit mir über meine hinterlegte E-Mail Adresse Kontakt aufnehmen?

Vielen Dank und beste Grüße,
Peter
 
heku49 Am: 13.08.2015 20:04:52 Gelesen: 9532# 46 @  
Hier mal zwei ältere zweisprachige Stempel:

Jakub Bart-Ćišinski (amtlich Jacob Barth) * 20. August 1856 in Kuckau zum 100. Geburtstag und zum Sorbentreffen 1956.

Gruß Helmut


 
filunski Am: 14.08.2015 08:48:20 Gelesen: 9493# 47 @  
Hallo zusammen,

hier mal ein AFS einer Hasler Maschine mit ungewöhnlicher Anordnung der beiden Ortsnamen:

LUEBBEN LUBIN



Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 06.09.2015 12:56:49 Gelesen: 8967# 48 @  
Hallo zusammen,

damit das Thema nicht einschläft, heute mal ein, wie ich meine besonders gelungener Sonderstempel aus Cottbus/Chóśebuz:



Das darin verwendete Motiv ist sicherlich vielen Sammlern und Freunden der Maschinenstempel des Deutschen Reichs wohl bekannt! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 07.09.2015 23:58:18 Gelesen: 8913# 49 @  
Halo zusammen,

heute mal eine andere, nennen wir es einmal "Eigenheit", bei den zweisprachigen, insbesondere den sorbischen Stempeln. Im sorbischen Alphabet (Sorbisch ist eine slawische Sprache) gibt es einige unserem Alphabet fremde Sonderzeichen (Akut, Querstrich etc.). Damit haben anscheinend auch die, wohl der sorbischen Sprache nicht mächtigen, Stempelhersteller so ihre Probleme.

Hier ein Beispiel dazu aus Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota):



Man beachte mal das "L" im sorbischen Błota. Links richtig Ł mit Querstrich, rechts L ohne Querstrich, nicht korrekt.

Aber da fällt noch etwas auf, links heißt es BURKOWY, rechts BORKOWY. Korrekt ist BORKOWY, aber nicht nur auf den Stempeln findet man öfters mal die Schreibweise BURKOWY! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
cowie Am: 19.09.2015 23:52:38 Gelesen: 8711# 50 @  
Hallo,

dieser Sonderstempel viel mir gerade in die Hand. Leider nicht ganz vollständig oder wurde die PLZ entfernt?

7590 SPREMBERG 1 • GRODK 1 vom 19.5.83



Gruß Frank
 
jmh67 Am: 20.09.2015 15:24:28 Gelesen: 8687# 51 @  
@ cowie [#50]

Ich tippe auf Abnutzung und/oder einen unebenen Brief(inhalt). Das war wahrscheinlich ein Ortswerbestempel, der viel und oft abgeschlagen wurde, da kommen unsaubere Abschläge gar nicht so selten vor.

-jmh
 
filunski Am: 20.09.2015 16:28:10 Gelesen: 8681# 52 @  
@ cowie [#50]

Hallo Frank,

interessanter Abschlag!

Abnutzung oder unebene Unterlage schließe ich da eigentlich aus, zumal dieser Sonderstempel auch gerade mal nur ein Jahr im Einsatz war (bekannter Einsatzzeitraum 1.4.1983 bis 31.3.1984).

Hier der Stempel wie er aussehen sollte (mit PLZ):



Ob da jemand dran "rumgefeilt" hat und wenn ja, warum, entzieht sich momentan noch meiner Kenntnis. :-(

Beste Grüße,
Peter
 
jmh67 Am: 21.09.2015 12:05:04 Gelesen: 8647# 53 @  
Der Schaden kann ja schon vorher eingetreten sein, vielleicht war mal rechts oben im Brief eine dicke Heftklammer, die den Postleitzahlen-Teil eingedrückt hat?

Oder ein Papierschnipsel hatte sich dazwischengestohlen und ist dann wieder vom Brief gefallen. Jetzt wären andere Stempeldaten von Interesse.

-jmh
 
Eilean Am: 26.09.2015 14:54:06 Gelesen: 8537# 54 @  
@ Altmerker [#33]

Aus meiner persönlichen Tagespost:


 
Journalist Am: 04.10.2015 18:01:27 Gelesen: 8426# 55 @  
Hallo an alle,

ich zeige den Stempel auch noch hier zur Ergänzung - den aufgrund des Zusatzes "Bahnhof" habe ich ihn auch bei dem Thema "Tagesstempel mit Zusätzen" eingestellt.



Kennt jemand weitere zweisprachige Stempel, bei denen der Zusatz nicht übersetzt wurde ?

viele Grüße Jürgen
 
filunski Am: 04.10.2015 23:26:14 Gelesen: 8403# 56 @  
@ Journalist [#55]

Hallo Jürgen,

bei den Sorbenstempeln sind derartige Zusätze, außer Ortsteilen, sehr selten und erst bei neueren Stempeln zu finden wie dem Cottbus-Bahnhof, hier ein älterer Abschlag:



Diesen Stempel gibt es erst seit August 2008.

Auch aus Cottbus ist mir ein weiterer Stempel bekannt, ebenfalls relativ neu (seit 1.3.2014), der Folgende mit der Bezeichnung Cottbus-Center. In der sorbischen Ortsangabe auch nur der Ortsname selbst zu finden, Chóśebuz:



Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 16.01.2016 10:27:07 Gelesen: 6857# 57 @  
Hallo zusammen,

ich möchte das Thema mal wiederbeleben! ;-)

Obwohl sich schon seit Erscheinen der ersten Deutsch/Sorbischen Tagesstempel im Jahre 1966 seit nunmehr 50 Jahren die verschiedensten Sammler und Stempelforscher mit diesen Stempeln befasst und teilweise auch katagolisiert haben, kann man doch immer wieder mal noch "neue-alte" Stempel finden.

So wie diesen hier, der in dem sehr umfassenden Werk von Dr. Jung [1] nicht aufgeführt ist:



Interessant auch bei diesem Abschlag die fehlende Tageszeitangabe!

Beste Grüße,
Peter

[1] L.Jung, Zweisprachige Tagesstempel im deutsch-sorbischen Sprachraum von 1966-2001
 
volkimal Am: 01.05.2016 10:49:48 Gelesen: 4678# 58 @  
Hallo zusammen,

heute ein Mähdrescher von den Mähdrescherwerken in Singwitz/Dźěžnikec in der Oberlausitz. Heute gehört der Ort zur Gemeinde Obergurig.



Die Möbel- und Bautischlerei von Herrn August Raussendorf baute 1888 erste stationäre Dreschkästen zum Aufbau von Drescheinrichtungen in Scheunen. Zum 100-ten Jubiläum gab es diesen zweisprachigen Stempel. Weitere Informationen zum Mähdrescherwerken siehe http://www.mdw-singwitz.de/geschichte.html

Viele Grüße
Volkmar
 
filunski Am: 01.05.2016 14:35:14 Gelesen: 4654# 59 @  
@ volkimal [#58]

Hallo Volkmar,

sehr schön, dass du das Thema wieder belebt hast! ;-)

Passend zu dem von dir gezeigten Gelegeheitsstempel hier auch gleich noch ein Tagesstempel aus Singwitz/Dźěžnikecy mit dem "Schnapszahlendatum 7.7.77:



Schönen Sonntag allerseits,
Peter
 
csjc13187 Am: 09.09.2016 21:37:07 Gelesen: 2298# 60 @  
@ italiker [#10]

Oben wurde ein Maschinenstempel gezeigt, der sowohl im Stempelkopf als auch im Entwerter zweisprachig ist (Bautzen / Budysin). Dieser Entwerter (Inschrift: Bautzen Budysin sächsisch sorbisch sehenswert) wurde auch nach Einführung der Briefzentren weiterverwendet, wie der Beleg vom Briefzentrum 02 aus dem Dezember 2001 beweist. So gibt es also auch noch in der "modernen Zeit" zweisprachige Maschinenstempel, wenn auch nur im Entwerter.

Besonders "witzig" war der Absender dieses Briefes, der offenbar noch alte DDR-Marken übrig hatte und diese zur Zierde verklebt hat.


 
Eilean Am: 05.10.2016 23:37:01 Gelesen: 1853# 61 @  
@ csjc13187 [#60]

Zwei Stempel aus Vetschau /Spreewald / Wetosow mit UBs o und p



Vetschau 1 / 7544 / o / Wetosow 1
Vetschau 1 / 7544 / p / Wetosow 1

Sowie die Belege hierzu:





Gruß
Andreas
 
mumpipuck Am: 06.10.2016 00:46:53 Gelesen: 1838# 62 @  
@ filunski [#45]

In meinem Ortsverzeichnis (Stand 6.1991) ist in O-8601 Doberschütz (b Neschwitz) eine Poststelle verzeichnet.

Es könnte sein, dass die Poststelle kurz vor der Einführung der neuen PLZ am 01.07.1993 geschlossen wurde und daher der bereits hergestellte Stempel als Muster verwendet wurde.

Eine andere Möglichkeit ist ein tatsächlicher Einsatz mit einer Schließung kurz nach PLZ-Änderung.

In meinem Sammelgebiet Kreis Herzogtum Lauenburg gibt es z.B. die Poststelle II in Kröppelshagen-Fahrendorf, die am 31.07.1993 schloss. Sie erhielt allerdings keinen neuen Stempel mehr. Da der vorhandene vierstellige Stempel bereits stark verbeult war, gab es bereits einen Ersatzstempel, der ab 13.07.1993 aptiert eingesetzt wurde. Er kam nie mit der PLZ 2051 zum Einsatz. So konnte diese Poststelle II sogar "Belege zur Einführung" erstellen, auf denen beide Stempel zu sehen sind! Unten noch ein Bild der Poststelle im Feuerwehrgebäude (Schilder bereits demontiert).





Kleiner Exkurs - sorry!
 
filunski Am: 06.10.2016 13:46:45 Gelesen: 1766# 63 @  
@ mumpipuck [#62]

"Kleiner Exkurs - sorry!"

Hallo mumipuck,

kein sorry nötig, immer gern gelesen und ich wünschte mir noch viel mehr solcher kurzer aber informativer Exkurse! :-)

Interessant deine Anmerkung zu der Poststelle in Doberschütz. Von dort gab es aber auch zu DDR Zeiten keinen zweisprachigen Stempel (gab es auch nicht von allen Orten im Sorbengebiet). Der ab und an zu findende Abschlag wie gezeigt trägt immer das gleiche Datum, 13.7.1993, wie das Beispiel aus dem Mitteilungsblatt der Post. Ob es das Stempelgerät wirklich gab ist leider immer noch ungeklärt.

Kannst du uns deine gezeigten Abschläge von Kröppelshagen-Fahrendorf für die Stempeldatenbank zur Verfügung stellen? Es genügt deine Zustimmung die im Beitrag gezeigten scans zu übernehmen. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
mumpipuck Am: 08.10.2016 00:11:04 Gelesen: 1673# 64 @  
Alles, was ich zeige, kann gerne angelegt werden! Mir fehlt leider die Zeit dazu.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
mumpipuck Am: 09.10.2016 20:19:32 Gelesen: 1585# 65 @  
@ filunski [#63]

Ich hatte Deinen Beitrag zu schnell gelesen. Sicher gab es zu DDR-Zeiten keinen zweisprachigen Stempel. Die meisten DDR-Poststellen hatten ja nach 1964 nur einen Gummistempel und die gab es m.W. nicht zweisprachig.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
Heiko.Joe.Nagengast Am: 17.10.2016 01:42:25 Gelesen: 1323# 66 @  
Zu Beitrag [#43]

Der Grund für die Änderung des Stempels war, daß statt Grodk-Carna Plumpa nur Mesto Grodk im sorbischen Teil stand, was schlicht "Stadt Spremberg" bedeutet. Obendrein mit fehlerhaftem Akzent auf dem e. Ich habe die Postagentur am 29.07.14 besucht und der alte Stempel schlummert noch hinten im Tresor, eingestellt auf das Datum seines letzten Betriebstages 02.07.12. Der Gebietsleiter der Post hatte ihn offenbar noch nicht mitgenommen - inzwischen möglicherweise doch. Ich habe von beiden Stempeln Abschläge machen können.

Die Stempel werden heute bei Fa. Raab in Oberursel/Taunus hergestellt, ältere Modelle kommen von Fa. Rainer aus Furtwangen im Schwarzwald. Was die richtige Schreibung bzw. Übersetzung des Ober- wie Niedersorbischen angeht, ist in den Herstellerfirmen kaum einer in der Lage, von der Post undeutlich übermittelte Aufträge zu korrigieren, und offenbar sind in der Lausitz nur wenige Post-Zuständige des Sorbischen so mächtig, daß sie die Sonderzeichen korrekt angeben - oder sie übermitteln die Aufträge per Email und haben - wie ich - die Sonderzeichen nicht auf der Tastatur. Ich habe ca. 90 - 95% der sorbischen Postämter/-agenturen besucht und viele fehlerhafte Stempel festgestellt.

Zu Beitrag [#55]/[#56]

Der Stempel Cottbus-Bahnhof a ist in der Postagentur im Cottbuser Bahnhof (ein Zeitschriftenkiosk) im Einsatz, der Stempel Cottbus-Center p ist im gleichnamigen Groß-Einkaufszentrum an der Sielower Chaussee in der Postagentur (Lotto etc.) im Einsatz, beide habe ich 26.07.14 besucht.

Interessant sei noch zu erwähnen, daß im seit einiger Zeit eingemeindeten Döbbrick immer noch der alte Stempel 03054 Döbbrick zu / Depsk im Einsatz war (28.07.14), möglicherweise wurde dieser bereits durch einen mit Cottbus und Ordnungsnummer ersetzt wie bereits in Groß Gaglow /Gagolow (03051 Cottbus 16 zz ohne Chosebuz) und Gallinchen /Galinek (03051 Cottbus 19 zl / Chosebuz) geschehen. Bei meinem nächsten Lausitzbesuch werde ich nochmal in Döbbrick durchfahren.


 
filunski Am: 17.10.2016 09:42:31 Gelesen: 1296# 67 @  
@ Heiko.Joe.Nagengast [#66]

Hallo Heiko Joe,

danke für die interessanten Beiträge/Anmerkungen zu diesen Stempeln.

Viele Grüße,
Peter
 
Altmerker Am: 01.12.2016 15:45:27 Gelesen: 190# 68 @  
@ italiker [#10]

Hallo,

ich habe nochmal einen älteren Stempel rausgesucht, der in Weißwasser abgeschlagen wird.

Viele Grüße
Uwe


 
armeico Am: 01.12.2016 16:03:23 Gelesen: 181# 69 @  
Ich habe hier eine Sonderstempelkarte von Cottbus, natürlich zweisprachig.

Gruß
Arthur


 

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