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Thema: Zweisprachige Stempel in Deutschland
Das Thema hat 76 Beiträge:
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filunski Am: 28.07.2015 20:06:02 Gelesen: 11531# 27 @  
@ Redfranko [#24]

"In dem Artikel wird das Datum 19.10.1992 als Startdatum der zweisprachigen Stempel und Posthäuser genannt und eine Liste der Stempel"

Hallo Frank,

bitte nicht persönlich nehmen aber diese Aussage ist so schlichtweg Unsinn und falsch! :-(

Die zweisprachigen sorbisch-deutschen Tagesstempel (sowohl in Brandenburg, wie auch in Sachsen) gab es bereits zu Zeiten der Deutschen Post der DDR, ungefähr seit Anfang/Mitte der 1960er Jahre, auch und gerade aus den Orten dieser Liste, Sonderstempel schon früher.

Diese Stempel zählen zu meinem persönlichen Lieblingsgebiet und ich habe zahlreiche Unterlagen dazu, von Stempelabschlägen ganz zu schweigen. Wer immer diesen Artikel so geschrieben hatte, hat entweder nicht ordentlich recherchiert oder meinte etwas anderes.

Beste Grüße,
Peter
 
heku49 Am: 28.07.2015 20:17:28 Gelesen: 11526# 28 @  
Hier noch das Haus der Sorben auf einer Marke der DDR von 1966.

Gruß Helmut


 
Redfranko Am: 28.07.2015 21:04:01 Gelesen: 11514# 29 @  
@ filunski [#27]

Hallo Peter,

mag sein, dass ich bei dem Bericht einen falschen Bezug zwischen Ausstattung der Posthäuser mit zweisprachigen Schildern und den Poststempeln hergestellt habe. Dann tut es mir leid. Ich wollte mit meinem Beitrag nur eine Liste der in dem Artikel genannten Poststempel einstellen. Definitiv beginnt aber der letzte Absatz (1):

"In der nächsten Zeit werden weitere PSt mit entsprechenden Tagesstempeln nachgerüstet:

PSt 7501 Dissenchen, Döbbrick, Papitz, Schmogrow
PSt 7541 Raddusch
PSt 7591 Hornow"


Gruß von der Elbe
Frank

(1) Philatelie und Postgeschichte 128/1993, Seite 19
 
filunski Am: 28.07.2015 23:02:16 Gelesen: 11493# 30 @  
@ Redfranko [#29]

Hallo Frank,

danke für deine Rückmeldung! :-)

Die "Nachrüstliste" kann ich weitestgehend bestätigen. Alle genannten Orte, bis auf Einen, erhielten erst von Dezember 1992 bis Anfang 1993 zweisprachige Stempel. Nur der Ort Schmogrow fällt aus der Reihe. Dort gab es bereits (nach den mir vorliegenden Unterlagen) seit März 1990 einen zweisprachigen Stempel: SCHMOGROW / 7501 / a / SMOGORJOW.

Dein zitierter Artikel würde mich interessieren, kannst du mir davon vielleicht eine Kopie (scan) zukommen lassen?

Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 28.07.2015 23:04:49 Gelesen: 11491# 31 @  
@ wajdz [#25]

Hallo Jürgen,

SUPER! ;-)

Peter
 
wajdz Am: 29.07.2015 18:40:28 Gelesen: 11432# 32 @  
Ein weiterer zweisprachiger Stempel (86 BAUTZEN / BUDYSIN), vermutlich auch eine Klüssendorf-Maschine auf einem Paar MiNr 1843 (10) abgeschlagen. Diesmal komplett gezeigt.



MfG Jürgen -wajdz-
 
Altmerker Am: 29.07.2015 20:15:08 Gelesen: 11406# 33 @  
Hallo,

ich biete jetzt zwar keinen neuen Ort, aber einen der wenigen Stempel, dessen Text komplett sorbisch ist. Es gibt einen weiteren Stempel zum sorbischen Pressefest, der aus Wittichenau, sorbisch Kulow, stammt. Ist aber (für uns hier leider) in meinem Exponat, das gerade unterwegs ist.

Gruß
Uwe


 
wajdz Am: 30.07.2015 19:03:35 Gelesen: 11321# 34 @  
Nochmal HOYERSWERDER - WOJERECY, diesmal wirklich nur als Handstempelabschlag. Leider ist das Datum nicht zu entziffern.



MfG Jürgen -wajdz-
 
Altmerker Am: 30.07.2015 19:37:12 Gelesen: 11313# 35 @  
Jetzt kommt mal ein Sonderstempel aus Kamenz-Kamjenc. Zu beachten die selten vorkommen 3. Die Offiziershochschule der Luftstreitkräfte soll eine rührige Briefmarken-AG gehabt haben.



Unmilitärische Grußerweisung
Uwe
 
heku49 Am: 30.07.2015 20:18:03 Gelesen: 11303# 36 @  
Hier noch ein Stempel der Lausitzer Rundschau von 1976.

Gruß Helmut


 
heku49 Am: 30.07.2015 21:09:01 Gelesen: 11288# 37 @  
Und hier noch ein Sonderstempel für die gleiche Zeitung von 1971.

Gruß Helmut


 
Altmerker Am: 30.07.2015 22:04:53 Gelesen: 11279# 38 @  
Wenn wir schon mal bei dieser Zeitung sind ...

Gruß
Uwe


 
filunski Am: 31.07.2015 00:05:35 Gelesen: 11269# 39 @  
Verehrte Liebhaber der zweisprachigen Stempel,

hier ein Beleg zum Thema, bei dem sich der Absender, zweifelsohne philatelistsich motiviert, viel Mühe gegeben hat und von einer Postagentur zur nächsten fuhr um das was wir hier sehen zu ermöglichen, und schließlich spielte die letzte Poststelle auch noch mit und beförderte den Brief tatsächlich so weiter! ;-)



Beste Grüße,
Peter
 
Altmerker Am: 01.08.2015 12:33:21 Gelesen: 11213# 40 @  


Hier kommen zwei Stempel auf Briefen, in denen Zeitungen verschickt wurden/werden. Das betrifft die deutsche Monatsausgabe der serbischen Abend(tages)zeitung.

Gruß
Uwe
 
filunski Am: 05.08.2015 10:30:40 Gelesen: 11100# 41 @  
Verehrte Freunde zweisprachiger Stempel,

heute möchte ich Euch einen ganz besonderen "Sorbenstempel" vorstellen:

DOBERSCHÜTZ B NESCHWITZ / a / 02699 / DOBROŠICY P NIESWACIDLA



So, was ist nun die Besonderheit?

Eine Poststelle "Doberschütz bei Neschwitz" hat es nie gegeben. Dieser Stempel war ein Muster der Deutschen Post zur Einführung der fünfstelligen PLZ und man hatte damals dafür ausgerechnet einen zweisprachigen Stempel gewählt. Der Abschlag war ein gedrucktes Muster in einer Veröffentlichung der Deutschen Post.

Es gibt aber auch Belege und Marken mit diesem Stempel! Diese sind alle Fälschungen, wahrscheinlich durch Fotomontage (eventuell mit Computerhilfe) hergestellt, alle tragen das abgebildete Datum 13.7.1993.

Auch hier in der Datenbank: http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/48613

Beste Grüße,
Peter
 
Silesia-Archiv Am: 05.08.2015 10:57:40 Gelesen: 11096# 42 @  
@ Pilatus [#12]

Insgesamt sehr interessante Beiträge, sorry, wenn ich erst jetzt einen älteren Beitrag kommentiere.

Mit hundertprozentiger Sicherheit kann ich zwar nicht genau sagen, wohin der Zug ab Löbau fährt, aber ich würde mal meinen, so wie die Lok auf den Schienen steht, gen Westen. Damals war die Mauer noch nicht gefallen und man wollte in die Freiheit, in den Westen, mal meine.

Gelegentlich schaue ich mal nach, ob ich auch Belege zur Abbildung beisteuern kann.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
filunski Am: 07.08.2015 16:17:17 Gelesen: 11031# 43 @  
Schwarze Pumpe - Carna Plumpa

Verehrte Freunde des Themas,

damit wir hier nicht im Sommerloch verschwinden mal eine etwas andere Betrachtung zu einem (auch) zweisprachigen Stempel, hier der Ort/Kolonie/Baustelle/Kraftwerk/Stadtteil "Schwarze Pumpe". [1]

Angefangen hat es ca. 1956 mit der Großbaustelle, bis in die 1980er Jahre, noch einsprachig:



Dann, bereits ab den 1960ern gab es bereits den zweisprachigen Stempel SCHWARZE PUMPE / CARNA PLUMPA, bei mehreren Postämtern dort:



Ab Juli 1993 kamen die "Fünfstelligen" und die Schwarze Pumpe machte gleich zweisprachig weiter:



Das ging so bis ca. 2004, dann war Schluss mit der zweisprachigen Schwarzen Pumpe, man war ja schließlich schon länger nach Spremberg, sorbisch Grodk, eingemeindet.

Doch dann taucht plötzlich doch wieder ein zweisprachiger Stempel auf, jetzt von Spremberg-Schwarze Pumpe:



Behaupten konnte sich hier die Zweisprachigkeit aber dann doch nicht, seit geraumer Zeit wieder einsprachig. :-(



Soweit dieser kleine Ausflug in die brandenburgische Niederlausitz. ;-)

Beste Grüße,
Peter

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Pumpe
 
heku49 Am: 12.08.2015 20:38:20 Gelesen: 10911# 44 @  
@ filunski [#41]

Hallo Peter,

im Handbuch der zweisprachigen Stempel ist der Vermerk: "War nur einige Wochen geöffnet".

Bei Gelegenheit schaue ich mal in meiner Sammlung nach, ob ich den Stempel habe.

Gruß Helmut
 
filunski Am: 13.08.2015 00:11:40 Gelesen: 10891# 45 @  
@ heku49 [#44]

Hallo Helmut,

danke für den Hinweis.

Du meinst wahrscheinlich das Buch von Dr. Jung. Auch darin ist eine der Fälschungen abgebildet und die Angabe über die nur wenige Wochen geöffnete Poststelle wird inzwischen angezweifelt. Dr. Jung hatte damals anscheinend noch nicht diese Informationen.

Zu dem von dir genannten Handbuch hätte ich dich gerne angeschrieben, leider hast du keine E-Mail Adresse hinterlegt. Vielleicht kannst du mit mir über meine hinterlegte E-Mail Adresse Kontakt aufnehmen?

Vielen Dank und beste Grüße,
Peter
 
heku49 Am: 13.08.2015 20:04:52 Gelesen: 10824# 46 @  
Hier mal zwei ältere zweisprachige Stempel:

Jakub Bart-Ćišinski (amtlich Jacob Barth) * 20. August 1856 in Kuckau zum 100. Geburtstag und zum Sorbentreffen 1956.

Gruß Helmut


 
filunski Am: 14.08.2015 08:48:20 Gelesen: 10785# 47 @  
Hallo zusammen,

hier mal ein AFS einer Hasler Maschine mit ungewöhnlicher Anordnung der beiden Ortsnamen:

LUEBBEN LUBIN



Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 06.09.2015 12:56:49 Gelesen: 10259# 48 @  
Hallo zusammen,

damit das Thema nicht einschläft, heute mal ein, wie ich meine besonders gelungener Sonderstempel aus Cottbus/Chóśebuz:



Das darin verwendete Motiv ist sicherlich vielen Sammlern und Freunden der Maschinenstempel des Deutschen Reichs wohl bekannt! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 07.09.2015 23:58:18 Gelesen: 10205# 49 @  
Halo zusammen,

heute mal eine andere, nennen wir es einmal "Eigenheit", bei den zweisprachigen, insbesondere den sorbischen Stempeln. Im sorbischen Alphabet (Sorbisch ist eine slawische Sprache) gibt es einige unserem Alphabet fremde Sonderzeichen (Akut, Querstrich etc.). Damit haben anscheinend auch die, wohl der sorbischen Sprache nicht mächtigen, Stempelhersteller so ihre Probleme.

Hier ein Beispiel dazu aus Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota):



Man beachte mal das "L" im sorbischen Błota. Links richtig Ł mit Querstrich, rechts L ohne Querstrich, nicht korrekt.

Aber da fällt noch etwas auf, links heißt es BURKOWY, rechts BORKOWY. Korrekt ist BORKOWY, aber nicht nur auf den Stempeln findet man öfters mal die Schreibweise BURKOWY! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
cowie Am: 19.09.2015 23:52:38 Gelesen: 10003# 50 @  
Hallo,

dieser Sonderstempel viel mir gerade in die Hand. Leider nicht ganz vollständig oder wurde die PLZ entfernt?

7590 SPREMBERG 1 • GRODK 1 vom 19.5.83



Gruß Frank
 
jmh67 Am: 20.09.2015 15:24:28 Gelesen: 9979# 51 @  
@ cowie [#50]

Ich tippe auf Abnutzung und/oder einen unebenen Brief(inhalt). Das war wahrscheinlich ein Ortswerbestempel, der viel und oft abgeschlagen wurde, da kommen unsaubere Abschläge gar nicht so selten vor.

-jmh
 

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