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Thema: Aptierte Stempel
Das Thema hat 310 Beiträge:
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volkimal Am: 09.12.2013 21:11:00 Gelesen: 55170# 136 @  
Hallo zusammen,

dass dieser Stempel aus Potsdam aptiert wurde habe ich fast übersehen:



Die Postgebietsleitzahl wurde wohl nicht optimal eingesetzt. Beim rechten Stempel ist die "(2)" überhaupt nicht zu sehen, bei den beiden linken Abschlägen ist sie zu sehen - aber nur sehr schwach!

Viele Grüße
Volkmar
 
westfale1953 Am: 22.12.2013 10:21:22 Gelesen: 54820# 137 @  
Guten Morgen!

Auch bei diesen beiden Stempeln wurde die Postgebietsleitzahl (21 bzw. 21a) aptiert:

MÜNSTER (WESTF) 2 c 20.6.62 und MÜNSTER (WESTF) 2 cd 9.9.62



Bernhard
 
volkimal Am: 28.12.2013 16:00:38 Gelesen: 54634# 138 @  
@ westfale1953 [#137]

Hallo Bernhard,

vom Postamt Münster 2 kann ich auch noch einige Maschinenstempel zeigen:



Als erstes diese beiden Stempel, bei denen die Postgebietsleitzahl 21 nachträglich eingefügt wurde.

Viele Grüße
Volkmar
 
el-mue Am: 28.12.2013 21:18:04 Gelesen: 54605# 139 @  
@ volkimal [#138]

Es müsste sich um 21 MÜNSTER WESTF 2 / bb, bzw. Kennzeichen b handeln.

Beste Sammlergrüße

El Mü
 
volkimal Am: 02.01.2014 12:09:18 Gelesen: 54413# 140 @  
Hallo zusammen,

ein Grund, weshalb immer wieder Stempel aptiert wurden sind Gebietsänderungen aufgrund von von Kriegen. Das kann z.B. ein im Krieg von Deutschland besetztes Gebiet sein oder es sind Gebiete, die nach dem verlorenen Krieg z.B. nicht mehr zu Deutschland gehören. Mondorff zeigt im Beitrag [#80] einige Beispiele aus Luxemburg mit aptierten Deutschen Stempeln.

Meine ältesten aptierten Stempel sind ehemalige französische Departementstempel aus Norddeutschland. 1806 hat Napoleon weite Teile Norddeutschlands (damals Preußen) besetzt. Diese Besetzung fand 1813 mit der endgültigen Niederlage der Franzosen in der Völkerschlacht bei Leipzig ihr Ende.



Beim Departementstempel "131 COËSFELD" wurden die Departement-Nummer 131 und die Punkte auf dem Ë (E Trema) aptiert. Der Departement-Stempel ist von 1811 bis 1813 nachgewiesen, der aptierte Stempel bis 1825.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 18.01.2014 15:51:07 Gelesen: 53946# 141 @  
Hallo zusammen,

bei dem aptierten Departementstempel aus Lüneburg sieht man sehr gut, dass es sich um einen früheren französischen Stempel handelt. In diesem Fall ist die Departementnummer "128" aptiert worden.



Der Ortsname ist typisch französisch geschrieben: "LUNEBOURG". Das "U" wird in Frankreich wie ein "Ü" gesprochen, die Buchstabenkombination "OU" spricht man dagegen wie ein "U". Ein Franzose sprach den Ortsnamen im Stempel daher genau wie wir aus "Lüneburg".

Viele Grüße
Volkmar
 
klausklinze Am: 09.02.2014 21:13:05 Gelesen: 53273# 142 @  
Ich möchte mich mit einer Frage beteiligen.

In welcher amtlichen Verfügung der Deutschen Reichspost steht etwas von Postleitgebietszahlen ?
 
volkimal Am: 09.02.2014 21:58:00 Gelesen: 53267# 143 @  
@ klausklinze [#142]

Hallo Klausklinze,

am besten schaffst Du Dir das Heft 146 der Poststempelgilde an: Einführung der Postleitzahl bis zum 8.5.1945 von Günther Borchers. Dort sind die verschiedene Verfügungen abgedruckt.

Weitere Informationen über die Folgezeit findest Du im Heft 139 der Poststempelgilde: Postgebietsleitzahlen 1944 bis 1961 von Peter Griese.

Viele Grüße
Volkmar
 
Silesia-Archiv Am: 13.02.2014 13:34:17 Gelesen: 53139# 144 @  
Hallo Sammler,

je länger ich hier lese, je weniger wird mir klar was ein "aptierter" Stempelabdruck ist. Kann mir das bitte jemand sinnvoll und nachvollziehbar erklären?

Ich bin seit 45 Jahren Sammler aber kenne diese Bezeichnung nicht.

Danke und beste
Sammlergrüße
Michael
 
volkimal Am: 13.02.2014 13:46:55 Gelesen: 53131# 145 @  
@ Silesia-Archiv [#144]

Hallo Michael,

ich hatte zunächst auch das Problem, dass ich nicht exakt wusste, was eine Aptierung ist. Schau Dir einmal die Beiträge [#117] und [#118] an. Dort wird der Begriff erklärt.

Viele Grüße
Volkmar
 
EdgarR Am: 13.02.2014 15:11:11 Gelesen: 53103# 146 @  
@ volkimal [#145], [#117] und [#118])

Da erhebt sich doch aber eine rein technische Frage:

"Aptierung" im Sinne von "ein Stück wegmachen" ist ja ein einfacher und anschaulicher Vorgang - Feile, Stichel oder Fräse schaffen da allemal Rat.

Aber "etwas zufügen"? So, wie z.B. die vorgesetzten Leitkreisangaben bei den Beispielen [#28], [#74], [#82] (und weiteren)? Das stelle ich mir denn doch als eine recht anspruchsvolle Operation vor. Man sollte meinen dass eine schlichte Neuanfertigung des gesamten Stempels, ggfs. unter Verwendung des "alten" Stempelbilds als Stechervorlage und evtl. Weiterverwendung der Datumsmimik die einfachere Alternative wäre? Selbst in Kriegs- und Nachkriegszeiten, denn zum Einen braucht es für einen Stempel nicht sooo entsetzlich viel Neumaterial und zum Anderen fiele ja dann fast gleichviel gleichwertiges Altmaterial vom alten Stempel an.

Also einfache Frage: WIE macht(e) man das technisch ?

Gruß EdgarR
 
Silesia-Archiv Am: 13.02.2014 15:13:54 Gelesen: 53103# 147 @  
@ volkimal [#145]

Lieber Volkmar,

ein großes "Danke" - aber woher erkenne ich denn ob ein Stempel verändert wurde wenn ich nur einen Abdruck habe?

Danke,
Grüße
Michael
 
EdgarR Am: 13.02.2014 15:34:58 Gelesen: 53092# 148 @  
@ Silesia-Archiv [#147]

aber woher erkenne ich denn ob ein Stempel verändert wurde wenn ich nur einen Abdruck habe ?

Im Regelfall daran, dass das verbliebene Stempelbild irgendwie unsymmetrisch, "öbsch" ist.

Bei den alten Reichspoststempeln mit "* Buchstabe *" unten ist es allerdings so, dass nach Aptierung der Sterne (siehe Beitrag [#58] und die darauf folgenden) ein unauffällig symmetrisches Stempelbild übrig blieb. Dann hilft nur Wissen.

Gruß EdgarR
 
Silesia-Archiv Am: 13.02.2014 16:22:04 Gelesen: 53075# 149 @  
@ EdgarR [#148]

Danke, EdgarR, jetzt weiß ich, worauf man auch noch achten sollte.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
DL8AAM Am: 27.05.2014 19:19:42 Gelesen: 50228# 150 @  
Gerade aus dem "Abraum" einer Archiventrümpelung gerettet: Ist der hier auch aptiert?



"(21a) Höxter / d" vom "11.3.57.--6"

Auf den ersten Block sieht wirklich nichts aptiert aus, meine Idee stammt auch nur vom Vergleich mit der Abbildung in der "stampX" Datenbank [1]



"(21) Höxter / d" vom "15.10.45.-17"

Man erkennt bei beiden (21) und (21a) den gleichen Versatz/Bruch der unteren Steg- bzw. Brückenbegrenzung. Bei dem jüngeren Abschlag bereits etwas verbreitert. Da die Ortsangabe bei dem (21a)er aber auch (wieder) symetrisch sitzt, d.h. man hat/hätte dann nicht nur das "a" hinter der 21 hinzugefügt (bzw. nur die PLZ ausgetauscht), würde das heissen, dass man (wenn) diese gesamten oberen Bogentext vollkommen neu gruppiert hat/hätte und das bei einem bereits kaputten Stempel? Hmmm, vielleicht ist ja der ähnliche Bruch ja nur ein Zufall?

Gruß
Thomas

[1] : http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-bilder.php?id=74682
 
volkimal Am: 27.05.2014 20:11:59 Gelesen: 50218# 151 @  
Hallo Thomas,

bei StampsX ist noch ein zweiter Abschlag des Stempel mit der (21) von 1948. Dort ist inzwischen auch der obere Steg sehr stark beschädigt. Es kann sich also nicht um denselben Stempel handeln.

Viele Grüße
Volkmar
 
DL8AAM Am: 27.05.2014 20:43:31 Gelesen: 50205# 152 @  
@ volkimal [#151]

Volkmar, besten Dank, wäre wohl auch zu viel Aufwand gewesen. Aber, was stellen die Höxterianer bloss nur immer wieder mit ihren Stempeln an? Kaum einen neuen bekommen und schon wieder ruiniert. ;-)
 
westfale1953 Am: 28.05.2014 18:46:53 Gelesen: 50136# 153 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Stempel wurde nachträglich die Postgebiets-Leitzahl (13a) eingesetzt.



Bernhard
 
volkimal Am: 29.05.2014 10:16:33 Gelesen: 50084# 154 @  
@ westfale1953 [#153]

Hallo Bernhard,

ein sehr schönes Beispiel für eine nachträglich eingesetzte Postgebietsleitzahl. Es wäre schön, wenn Du den Stempel auf Philastempel einstellst.

@ DL8AAM [#150]

Hallo Thomas,

bei den Aptierungen von Stempeln wurde zum Teil sehr viel Aufwand getrieben. Besonders interessante und aufwändige Aptierungen kommen aus Südwest-Afrika.



Den Blick bitte von den beiden runden Teilen in der Mitte auf den Stempel rechts wenden:



Von dem alten Kolonial-Stempel wurde das "DEUTSCH-" entfernt. Zusätzlich wurde "SÜDWESTAFRIKA" in "S. W. AFRICA" verändert. Man hat also 7 Buchstaben entfernt und dafür zwei Punkte eingesetzt. Innerhalb des Wortes "AFRIKA" wurde das "K" gegen ein "C" ausgetauscht.

Viele Grüße
Volkmar
 
DL8AAM Am: 06.06.2014 17:03:50 Gelesen: 49870# 155 @  
So, der hier ist nun aber wirklich aptiert. ;-)



Handstempel "BREMEN-MAHNDORF / b" vom 05.08.1953, entfernt wurde dabei die alte Postleitzahl "(23)".

Gruß
Thomas
 
jahlert Am: 06.06.2014 17:19:55 Gelesen: 49861# 156 @  
@ DL8AAM [#155]

Stimmt genau, Thomas,

Marke und Stempelabschlag sind allerdings 10 Jährchen jünger. ;-)

Frohe Feiertage
Jürgen
 
DL8AAM Am: 06.06.2014 17:30:25 Gelesen: 49858# 157 @  
@ jahlert [#156]

Jou, hektischer Fetter-Finger-Fehler "5 > 6" ;-)

Aber leider, trotz der 10 Jahre weniger hat die Marke die Zeit nicht so gut überstanden. Der Umschlag schlummerte bis heute in einer philatelistenfreien Umgebung und ist mir erst die Tage im Rahmen einer Firmen-Altarchiventrümpelung in die gierigen Fingerchen gefallen. Aber zumindest für den Stempel (und die Datenbank) reicht der Beleg aber noch, oder? ;-)

@ Volkimal [#154]

Besten Dank für das sehr schöne Beispiel aus Kalkfeld! Scheinbar wurde auch der "Datumspunkt" entfernt? Etwa versetzt an die Position "S.", nur woher haben die dann den "W-Punkt" genommen? ;-)

Frohe Pfingsten,
Thomas
 
Stempelfreund Am: 07.06.2014 11:48:44 Gelesen: 49802# 158 @  
Hallo zusammen,

hebe gerade zwei schöne Stempelbelege von Waldeck erstanden, mit Stempeln vor und nach der Aptierung.


 
DL8AAM Am: 30.06.2014 19:48:22 Gelesen: 49070# 159 @  
Ja, ja, ich schon wieder. ;-)

Ist hier etwas aptiert worden?



(20b) GÖTTINGEN 2 ( Von früh bis spät in Ihrem Dienste steht die Post) - Absender: Göttinger Wach- und Schließ-Institut Felix Fürstenberg & Co. (Wendenstr. 7)

Normalerweise sind deutsche Ortsstempel symmetrisch aufgebaut, aber hier ist die "2" nach GÖTTINGEN steht eindeutig "zu tief". Schön passen würde der Stempel ohne die Postamtsnummer, nur ist mir so etwas für Göttingen nicht bekannt - ich kenne die nur mit Zusatz (1 und 2). Zuerst dachte ich, dass da ggf. nur das Papier "verrutscht" war, aber in unserer Stempeldatenbank findet sich ein vergleichbarer "(20b) GÖTTINGEN 2 n" Eintrag. Vielleicht ist dieser sogar ja selbe, meiner nur mit Ausfall des Unterscheidungsbuchstabens n. Der UB fehlt mir aber wirklich.



http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/12313

Dass das auch "richtig" symmetrisch geht, beweist der Nachbarstempel "(20b) GÖTTINGEN 2 p", ebenfalls aus unserer Datenbank:



http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/23316

Also vielleicht keine Aptierung, sondern nur ein "Verrutscher" beim Setzten. Oder doch? Man hatte bei diesem möglicherweise ursprünglich nur die Postamtsnummer vergessen, die dann später aptierend (?) hinzugefügt wurde ?

Ideas?

Gruß aus Göttingen
Thomas
 
volkimal Am: 01.07.2014 14:24:45 Gelesen: 48949# 160 @  
@ DL8AAM [#159]

Hallo Thomas,

an einen "Verrutscher" beim Setzen glaube ich nicht. Ich glaube eher an eine Aptierung der Postamtsnummer. Vielleicht taucht ja einmal ein Stempel ohne Nummer auf, vielleicht aber auch nicht. Das wäre der Fall, wenn man den Fehler schon vor der Auslieferung des Stempels entdeckt hätte. Also - Augen aufhalten!

Hier ein ähnliches Beispiel aus Münster:



Ich kenne den Stempel zwar ebenfalls nicht ohne Postamtsnummer, bin aber kein Münster-Spezialist. In diesem Fall bin ich mir allerdings sicher, dass die Postamtsnummer nachträglich eingesetzt wurde. Deutliche Indizien dafür sind:

1) Die beiden Zahlen "2" sind unterschiedlich groß.
2) Der schräge Strioh der "2" ist unten einmal gebogen und einmal gerade.



Solche Unterschiede sehe ich beim Göttinger Stempel allerdings nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 

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