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Thema: Aptierte Stempel
Das Thema hat 300 Beiträge:
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westfale1953 Am: 17.07.2013 17:00:36 Gelesen: 56512# 126 @  
Auch bei diesem Stempel wurde anscheinend die Postleitzahl (13a) aptiert:

KOCHEL a. SEE 17.10.62



Bernhard
 
westfale1953 Am: 20.07.2013 15:52:08 Gelesen: 56397# 127 @  
Und hier noch zwei "Berliner" mit aptierter Postgebietsleitzahl:

SW 11 bf 25.6.62 und SW 11 aa 28.8.62



Schönes Rest-Wochenende wünscht

Bernhard
 
volkimal Am: 20.07.2013 20:17:09 Gelesen: 56380# 128 @  
Hallo zusammen,

während es im Zusammenhang mit der Einführung der vierstelligen Postleitzahlen sehr viele Stempel mit aptierten Postgebietsleitzahlen gibt, kenne ich bisher nur zwei Stempel, bei denen die vierstellige Postleitzahl aptiert wurde. Hier ist der erste:



Hier der erste Stempel bei dem die Postleitzahl 6277 aptiert wurde. Vermutlich kam es in Bad Camberg zu Verzögerungen bei der Lieferung der neuen Stempel. Die fünfstellige Postleitahl wurde am 1.7.1993 eingeführt - acht Tage bevor dieser aptierte Stempel abgeschlagen wurde.

Wer kennt weitere Beispiele?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 31.10.2013 19:32:04 Gelesen: 52740# 129 @  
Hallo zusammen,

ein Luftpostbrief von Coesfeld nach Berlin vom 18.4.1963 mit aptierter Postgebietsleitzahl "(21a)":



Mit dem Porto komme ich allerdings nicht klar. Folgende Gebühren waren erforderlich:

Brief bis 20g: 20 Pfg.
Brief von 20g bis 50g: 40 Pfg.
Luftpostzuschlag Deutschland je 20g 5 Pfg.

Demnach müsste der Luftpostbrief nach Berlin folgendes kosten:

bis 20g: 25 Pfg.
20g bis 40g: 50 Pfg.

Stimmt meine Berechnung oder habe ich etwas übersehen?

Viele Grüße
Volkmar
 
jahlert Am: 01.11.2013 10:52:52 Gelesen: 52673# 130 @  
@ volkimal [#129]

Hallo Volkmar,

bei diesem Luftpostbrief ist alles reichlich vorhanden:

a) die Frankatur, wenn wir mal von maximal 20g ausgehen
b) der zusätzliche Stempelabschlag für die Freunde der aptierten Stempel
c) 100% Zugabe bei der PLZ ;-)
d) eine vielsagende Adresse
e) und viel Raum für weitergehende 'Interpretationen'

Mit Gruß aus Iserlohn
Jürgen
 
volkimal Am: 01.11.2013 11:25:57 Gelesen: 52663# 131 @  
@ jahlert [#130]

Hallo Jürgen,

inwiefern ist es eine vielsagende Adresse?

Volkmar
 
mumpipuck Am: 06.11.2013 15:53:54 Gelesen: 52409# 132 @  
@ volkimal [#128]

In meinem Sammelgebiet gibt es zwei Orte mit aptierten Stempeln 1993:

Postamt (2057) Wentorf bei Hamburg:

Hier wurden die neuen Stempel 21465 WENTORF erst am 23.07.1993 ("a" und "b") bzw. 27.08.1993 ("c") geliefert.

Von den alten Stempeln mit PLZ 2057 waren am 30.06.1993 die Tagesstempel "e","f" und "g" vorhanden. Die Handrollstempel "d" und "h" waren vorhanden, aber seit vielen Jahren nicht in Gebrauch. Ich habe überhaupt noch nie einen Beleg damit gesehen.

Die Stempel "e" und "g" wurden aptiert, während der Stempel "f" die alte PLZ behielt und auf den Karten "alt - neu" bis Ende Juli 1993 abgeschlagen wurde. Bis 22.07.1993 kurioserweise mit den aptierten Stempeln.



Poststelle II (2051) Kröppelshagen-Fahrendorf

Für diese Poststelle wurde kein neuer Stempel bestellt, da ihre Schließung zum 31.07.1993 bereits feststand.

Am 01.07.1993 wurde ein aptierter Reservestempel "a" mit ursprünglich PLZ 2051 eingesetzt. Dieser lag wohl bereits beim Leitpostamt 2050 Hamburg 80 (Bergedorf), da der eingesetzte Stempel erhebliche Beschädigungen aufwies.
Vom 02.07.1993 bis 12.07.1993 wurde der alte Stempel mit PLZ 2051 "a" benutzt.
Vom 13.07.1993 bis 31.07.1993 wieder der aptierte Reservestempel, jetzt mit handschriftlich eingefügter PLZ "21529".



Bei dem Einschreibbrief ist zu beachten, dass der R-Zettel die Nummer 003 trägt. Da die Poststelle im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr hinter mir für immer verschlossen wurde, kann es also nur drei Belege mit diesem R-Zettel geben!


 
volkimal Am: 06.11.2013 16:05:27 Gelesen: 52399# 133 @  
@ mumpipuck [#132]

Hallo mumpipuck,

endlich sehe ich einen weiteren Stempel mit aptierter vierstelliger Postleitzahl. Vielen Dank für die gezeigten Beispiele und herzlichen Glückwunsch zu so dem extrem seltenen Einschreibebrief. Ein sehr schöner Beleg!

Bei dem Berliner Stempel gehe ich auch davon aus, dass die PLZ aptiert wurde, denn ich sehe keinen Rest von der vierstelligen PLZ:



Viele Grüße
Volkmar
 
juni-1848 Am: 06.11.2013 18:04:30 Gelesen: 52365# 134 @  
@ Stempelfreund [#123]

hier eine Aptierung des Zusatzes (Württ.) hinter dem Ortsnamen Wildbad.{...} Kennt einer den Grund?

Mit dem letzten Tag (31.3.1920) der Gültigkeit der Dienstmarken Württembergs war auch der Zusatz (Württ.) nicht mehr notwendig, zumal der Zusatz (Schwarzwald) diese Postanstalt unverwechselbar machte.

Andere "Wildbäder" waren in dieser Zeit allesamt nur Ortsteile größerer Gemeinden, Märkte oder Städte.

Vielleicht kann jemand eine "Dienstanweisung" zeigen, wonach die ehemalige Hoheitsbezeichnung nach dem Übergang in die Reichspost entfernt werden sollte.

Sammlergruß, Werner
 
mumpipuck Am: 06.11.2013 18:07:32 Gelesen: 52363# 135 @  
@ volkimal [#133]

Danke für die Blumen!

Ja, bei dem Berliner sieht es auch so aus. Schade, dass man die Unterscheidungsbuchstaben nicht lesen kann. Vielleicht im Schräglicht ? Aber bei einem Maschinenstempel einer Großstadt besteht auch die Chance noch einen zu finden.

Herzliche Grüße
Burkhard
 
volkimal Am: 09.12.2013 21:11:00 Gelesen: 50832# 136 @  
Hallo zusammen,

dass dieser Stempel aus Potsdam aptiert wurde habe ich fast übersehen:



Die Postgebietsleitzahl wurde wohl nicht optimal eingesetzt. Beim rechten Stempel ist die "(2)" überhaupt nicht zu sehen, bei den beiden linken Abschlägen ist sie zu sehen - aber nur sehr schwach!

Viele Grüße
Volkmar
 
westfale1953 Am: 22.12.2013 10:21:22 Gelesen: 50482# 137 @  
Guten Morgen!

Auch bei diesen beiden Stempeln wurde die Postgebietsleitzahl (21 bzw. 21a) aptiert:

MÜNSTER (WESTF) 2 c 20.6.62 und MÜNSTER (WESTF) 2 cd 9.9.62



Bernhard
 
volkimal Am: 28.12.2013 16:00:38 Gelesen: 50296# 138 @  
@ westfale1953 [#137]

Hallo Bernhard,

vom Postamt Münster 2 kann ich auch noch einige Maschinenstempel zeigen:



Als erstes diese beiden Stempel, bei denen die Postgebietsleitzahl 21 nachträglich eingefügt wurde.

Viele Grüße
Volkmar
 
el-mue Am: 28.12.2013 21:18:04 Gelesen: 50267# 139 @  
@ volkimal [#138]

Es müsste sich um 21 MÜNSTER WESTF 2 / bb, bzw. Kennzeichen b handeln.

Beste Sammlergrüße

El Mü
 
volkimal Am: 02.01.2014 12:09:18 Gelesen: 50075# 140 @  
Hallo zusammen,

ein Grund, weshalb immer wieder Stempel aptiert wurden sind Gebietsänderungen aufgrund von von Kriegen. Das kann z.B. ein im Krieg von Deutschland besetztes Gebiet sein oder es sind Gebiete, die nach dem verlorenen Krieg z.B. nicht mehr zu Deutschland gehören. Mondorff zeigt im Beitrag [#80] einige Beispiele aus Luxemburg mit aptierten Deutschen Stempeln.

Meine ältesten aptierten Stempel sind ehemalige französische Departementstempel aus Norddeutschland. 1806 hat Napoleon weite Teile Norddeutschlands (damals Preußen) besetzt. Diese Besetzung fand 1813 mit der endgültigen Niederlage der Franzosen in der Völkerschlacht bei Leipzig ihr Ende.



Beim Departementstempel "131 COËSFELD" wurden die Departement-Nummer 131 und die Punkte auf dem Ë (E Trema) aptiert. Der Departement-Stempel ist von 1811 bis 1813 nachgewiesen, der aptierte Stempel bis 1825.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 18.01.2014 15:51:07 Gelesen: 49608# 141 @  
Hallo zusammen,

bei dem aptierten Departementstempel aus Lüneburg sieht man sehr gut, dass es sich um einen früheren französischen Stempel handelt. In diesem Fall ist die Departementnummer "128" aptiert worden.



Der Ortsname ist typisch französisch geschrieben: "LUNEBOURG". Das "U" wird in Frankreich wie ein "Ü" gesprochen, die Buchstabenkombination "OU" spricht man dagegen wie ein "U". Ein Franzose sprach den Ortsnamen im Stempel daher genau wie wir aus "Lüneburg".

Viele Grüße
Volkmar
 
klausklinze Am: 09.02.2014 21:13:05 Gelesen: 48935# 142 @  
Ich möchte mich mit einer Frage beteiligen.

In welcher amtlichen Verfügung der Deutschen Reichspost steht etwas von Postleitgebietszahlen ?
 
volkimal Am: 09.02.2014 21:58:00 Gelesen: 48929# 143 @  
@ klausklinze [#142]

Hallo Klausklinze,

am besten schaffst Du Dir das Heft 146 der Poststempelgilde an: Einführung der Postleitzahl bis zum 8.5.1945 von Günther Borchers. Dort sind die verschiedene Verfügungen abgedruckt.

Weitere Informationen über die Folgezeit findest Du im Heft 139 der Poststempelgilde: Postgebietsleitzahlen 1944 bis 1961 von Peter Griese.

Viele Grüße
Volkmar
 
Silesia-Archiv Am: 13.02.2014 13:34:17 Gelesen: 48801# 144 @  
Hallo Sammler,

je länger ich hier lese, je weniger wird mir klar was ein "aptierter" Stempelabdruck ist. Kann mir das bitte jemand sinnvoll und nachvollziehbar erklären?

Ich bin seit 45 Jahren Sammler aber kenne diese Bezeichnung nicht.

Danke und beste
Sammlergrüße
Michael
 
volkimal Am: 13.02.2014 13:46:55 Gelesen: 48793# 145 @  
@ Silesia-Archiv [#144]

Hallo Michael,

ich hatte zunächst auch das Problem, dass ich nicht exakt wusste, was eine Aptierung ist. Schau Dir einmal die Beiträge [#117] und [#118] an. Dort wird der Begriff erklärt.

Viele Grüße
Volkmar
 
EdgarR Am: 13.02.2014 15:11:11 Gelesen: 48765# 146 @  
@ volkimal [#145], [#117] und [#118])

Da erhebt sich doch aber eine rein technische Frage:

"Aptierung" im Sinne von "ein Stück wegmachen" ist ja ein einfacher und anschaulicher Vorgang - Feile, Stichel oder Fräse schaffen da allemal Rat.

Aber "etwas zufügen"? So, wie z.B. die vorgesetzten Leitkreisangaben bei den Beispielen [#28], [#74], [#82] (und weiteren)? Das stelle ich mir denn doch als eine recht anspruchsvolle Operation vor. Man sollte meinen dass eine schlichte Neuanfertigung des gesamten Stempels, ggfs. unter Verwendung des "alten" Stempelbilds als Stechervorlage und evtl. Weiterverwendung der Datumsmimik die einfachere Alternative wäre? Selbst in Kriegs- und Nachkriegszeiten, denn zum Einen braucht es für einen Stempel nicht sooo entsetzlich viel Neumaterial und zum Anderen fiele ja dann fast gleichviel gleichwertiges Altmaterial vom alten Stempel an.

Also einfache Frage: WIE macht(e) man das technisch ?

Gruß EdgarR
 
Silesia-Archiv Am: 13.02.2014 15:13:54 Gelesen: 48765# 147 @  
@ volkimal [#145]

Lieber Volkmar,

ein großes "Danke" - aber woher erkenne ich denn ob ein Stempel verändert wurde wenn ich nur einen Abdruck habe?

Danke,
Grüße
Michael
 
EdgarR Am: 13.02.2014 15:34:58 Gelesen: 48754# 148 @  
@ Silesia-Archiv [#147]

aber woher erkenne ich denn ob ein Stempel verändert wurde wenn ich nur einen Abdruck habe ?

Im Regelfall daran, dass das verbliebene Stempelbild irgendwie unsymmetrisch, "öbsch" ist.

Bei den alten Reichspoststempeln mit "* Buchstabe *" unten ist es allerdings so, dass nach Aptierung der Sterne (siehe Beitrag [#58] und die darauf folgenden) ein unauffällig symmetrisches Stempelbild übrig blieb. Dann hilft nur Wissen.

Gruß EdgarR
 
Silesia-Archiv Am: 13.02.2014 16:22:04 Gelesen: 48737# 149 @  
@ EdgarR [#148]

Danke, EdgarR, jetzt weiß ich, worauf man auch noch achten sollte.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
DL8AAM Am: 27.05.2014 19:19:42 Gelesen: 45890# 150 @  
Gerade aus dem "Abraum" einer Archiventrümpelung gerettet: Ist der hier auch aptiert?



"(21a) Höxter / d" vom "11.3.57.--6"

Auf den ersten Block sieht wirklich nichts aptiert aus, meine Idee stammt auch nur vom Vergleich mit der Abbildung in der "stampX" Datenbank [1]



"(21) Höxter / d" vom "15.10.45.-17"

Man erkennt bei beiden (21) und (21a) den gleichen Versatz/Bruch der unteren Steg- bzw. Brückenbegrenzung. Bei dem jüngeren Abschlag bereits etwas verbreitert. Da die Ortsangabe bei dem (21a)er aber auch (wieder) symetrisch sitzt, d.h. man hat/hätte dann nicht nur das "a" hinter der 21 hinzugefügt (bzw. nur die PLZ ausgetauscht), würde das heissen, dass man (wenn) diese gesamten oberen Bogentext vollkommen neu gruppiert hat/hätte und das bei einem bereits kaputten Stempel? Hmmm, vielleicht ist ja der ähnliche Bruch ja nur ein Zufall?

Gruß
Thomas

[1] : http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-bilder.php?id=74682
 

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