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Thema: (?) (67) Alliierte Besetzung: Sächsische Schwärzungen
Das Thema hat 82 Beiträge:
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Pete Am: 29.05.2009 20:48:40 Gelesen: 25191# 33 @  
@ Robertomarken [#32]

postfrische Exemplare der sächsischen Schwärzung (rechte Marke) sind nicht prüfbar. Zur linken Marke kann ich nichts sagen.

Nachfolgend noch ein Link, wo man sich ggf. weitere Informationen einholen kann:

http://www.saechsische-schwaerzung.de/

Gruß
Pete
 
Concordia CA Am: 29.05.2009 20:56:01 Gelesen: 25186# 34 @  
@ Robertomarken [#32]

Vielleicht wirfst Du noch einmal einen Blick auf Beitarg [#7]. Was für Briefstücke gilt, gilt ebenfalls für einzelne Marken. Eine sichere Zuordnung lässt sich nur mit Marken auf Beleg machen. Alles andere ist reine Spekulation und wenig hilfreich.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Robertomarken Am: 29.05.2009 20:58:50 Gelesen: 25182# 35 @  
@ Pete [#33]
@ Concordia CA [#34]

Danke, Euch beiden, nicht prüfbar heißt im Umkehrschluss, kann echt sein !

Allen ein frohes Pfingstfest
Gruss
Robert
 
Pete Am: 29.05.2009 21:00:53 Gelesen: 25182# 36 @  
@ Robertomarken [#32]

Im Michel-Spezial (Band 2) ist vermerkt, dass Tagesstempelentwertungen auf geschwärzten Marken von Mai 1945 bis ca. 10.08.1945 zulässig waren. Das Verbot zur Verwendung von sächsischen Schwärzungen wurde im Zeitraum 03.-08.08.1945 erteilt.

Deine linke Marke wurde mit einem Datum vom Oktober entwertet, wobei die Jahreszahl nicht genau erkennbar ist. Letzteres ist in dem Fall nicht so tragisch (siehe Verwendungszeit).

Gruß
Pete
 
Robertomarken Am: 29.05.2009 21:10:59 Gelesen: 25177# 37 @  
@ Pete [#36]

Die Jahreszahl ist aller Wahrscheinlichkeit 45 somit war sie nicht zulässig.

Kann noch jemand was zu den Stempelfragmenten sagen ?

Gruss
Robert
 
kayleigh Am: 07.03.2012 11:35:09 Gelesen: 16013# 38 @  
Darf ich euch fragen, was das ist? Sicher nichts Echtes, oder ?


 
Lars Boettger Am: 07.03.2012 12:07:14 Gelesen: 16003# 39 @  
@ kayleigh [#38]

So hoffnungslos finde ich das nicht. Es gibt entsprechende Handbücher zu dem Thema bzw. m.W. auch BPP-Prüfer (http://www.bpp.de). Die Stempel scheinen aus Sachsen zu kommen, die Jahreszahl 45 ist auch nicht aus der Welt.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Siegbert Am: 07.03.2012 13:33:26 Gelesen: 15983# 40 @  
Zu [#38]

Es sind sächsische Schwärzungen, die Echtheit kann man nur am Original sagen, mit Scan wird da nichts. Wie in [#39] schon gesagt - prüfen lassen.
 
kayleigh Am: 11.03.2012 17:48:00 Gelesen: 15899# 41 @  
Danke für eure Antworten. Ich habe die mal irgend wo "miterworben". Ich glaube, die waren in einem kleinen, alten Album vom Flohmarkt.

Keine Ahnung, ob so eine Prüfung nicht den Wert so einer Marke übersteigt, bzw. eine Prüfung Sinn macht. Muß ich mal nachlesen, wie so etwas abläuft.
 
Richard Am: 17.06.2012 14:07:49 Gelesen: 15493# 42 @  
@ Lars Boettger [#39]

Stefan Harmel ist seit April 2011 VPP Prüfer für Sächsische Schwärzungen:

http://www.vppev.de/index.php/pruefgebiete/78-pruefer/80

Dr. Hans-Karl Penning ist BPP Prüfer für Sächsische Schwärzungen:

http://www.bpp.de/de/prueferliste//#!&view=profile&areas=174&id=73

@ kayleigh [#41]

Ablauf einer Prüfung und deren Kosten findest Du auf den Seiten der beiden Prüferverbände.

Schöne Grüsse, Richard
 
LK Am: 17.06.2012 17:03:31 Gelesen: 15482# 43 @  
@ kayleigh [#41]

Keine Ahnung, ob so eine Prüfung nicht den Wert so einer Marke übersteigt, bzw. eine Prüfung Sinn macht. Muß ich mal nachlesen, wie so etwas abläuft.

Hallo,

richtig erkannt !

Beginnen wir mal mit den 6 PFg

1 x Mi AP 785 b III Leipzig - Katalogwert für Briefstück mit Vollstempel 8 Euro

2 x Mi AP 785 b II Dresden - 2 x 10 Euro

1 x Mi AP 785 a II Dresden - 15 Euro

1 x Mi AP 827 II Dresden - 14 Euro

1 x Mi AP 827 II Leipzig - 6 Euro

Gesamt Katalogwert 63 Euro für Briefstücke mit Vollstempel. Wert deiner gezeigten Stücke, wenn überhaupt verkäuflich unter 10 % vom angegebenen Katalogwert (eigentlich nicht sammelwürdig).

Ernsthafte Sammler bevorzugen die Schwärzungen auf Brief oder zumindest auf Briefstücken.

Und nun zu den Prüfkosten.

Es wird die Mindestprüfgebühr von 20 Euro zu tragen kommen zuzüglich der Portokosten.

Diese Prüfung hilft nur einem. Wem wohl ?

Gruß

LK
 
Marcel Am: 16.12.2013 22:06:47 Gelesen: 14255# 44 @  
Hallo!

Ich habe hier eine Karte aus Bad Elster im sächsischen Vogtland - geschrieben am 02.08.1945 - gestempelt am 17.08.1945 und scheinbar am 21.08.1945 in Jena angekommen.

So wie es aussieht wurde Hitler ausgemalt (im Scan schlecht zu sehen) und zusätzlich geschwärzt. Liege ich richtig in der Annahme, das der Barvermerk von 6 Pf. in Bad Elster erhoben wurde, weil die Marke so nicht mehr gültig war und somit jeden postalischen Zweck verloren hatte? Hat jemand vergleichbares?





schöne Grüße
Marcel
 
Marcel Am: 31.12.2013 13:46:58 Gelesen: 14126# 45 @  
@ Marcel [#50]

Habe gestern Abend eine Mail von Herr Anderson http://www.saechsische-schwaerzung.de/ erhalten. Hier sind seine Antworten:

Die Schwärzungen wurden in Bad Elster bis 17.08.1945 verwendet. Der Barvermerk sollte kennzeichnen, daß geschwärzte Hitlermarken im Bereich der OPD Chemnitz nicht mehr gültig waren.

Vielen Dank nochmal dafür!

schöne Grüße
Marcel
 
sammler-ralph Am: 31.12.2013 15:13:34 Gelesen: 14114# 46 @  
@ Marcel [#45]

Vielen Dank für den Link, ich kannte diese Seite noch gar nicht.

Gruß
Ralph
 
philapit Am: 03.01.2014 17:46:04 Gelesen: 14062# 47 @  
@ Marcel [#50]

Hallo Marcel,

habe auch von dem Gebiet einige interessante Belege. Auch mit Barvermerk und Nicht berechtigter Nachgebühr belegt. Fast alles Zierer geprüft. Den damaligen Postangestellten sind Fehler in großer Menge unterlaufen.













Ich glaube, das sind nette Belege aus einer interessanten Zeit.

Philagrüße von
philapit
 
Richard Am: 04.01.2014 09:28:40 Gelesen: 14030# 48 @  
@ Marcel [#45]
@ sammler-ralph [#46]

Hallo Marcel und Ralph,

Anderson ist seit vielen Jahren Mitglied der Philaseiten. Seine beiden Bücher über Sächsische Schwärzungen werden auf Philabuch.de angeboten und die Philaseiten Mitglieder erhalten noch 20 % Mitglieder-Rabatt:

Band 1: http://www.philaseiten.de/philabuch/show/17

Band 2: http://www.philaseiten.de/philabuch/show/18

Schöne Grüsse, Richard
 
sammler-ralph Am: 05.01.2014 20:43:11 Gelesen: 13975# 49 @  
@ Richard [#48]

Vielen Dank für den Buch-Tipp, beide Bände stehen bereits bei mir im Regal - sehr empfehlenswert.

Gruß
Ralph
 
Jürgen Zalaszewski Am: 08.07.2014 21:30:54 Gelesen: 12811# 50 @  
Einzelfrankatur Mi-Nr. 794, Postanweisung vom 3.8.45 aus Falkenau nach Flöha/Sachsen mit einer sächsischen Schwärzung:



Beste Grüße

Jürgen
 
Kontrollratjunkie Am: 09.07.2014 01:24:09 Gelesen: 12785# 51 @  
Zu diesem sehr interessanten Thema einmal einen Beitrag, den ich in einem anderen Forum bereits veröffentlicht habe. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei der Einschätzung von Belegen dieser Thematik.

Gruß
KJ

In diesem neuen Thema sollen Belege der Aufbrauchsprovisorien, der sogenannten Sächsischen Schwärzungen gezeigt werden. Nach der teilweisen kriegsbedingten Einstellung des Postverkehrs erfolgte die Wiederaufnahme im Bereich der OPD Dresden am 23.05.1945, während im Bereich der RPD Leipzig der Postverkehr meist gar nicht unterbrochen war.

Natürlich waren nach der sowjetischen Besetzung Frankaturen mit Marken der Reichspost des Dritten Reiches nicht mehr zulässig. Da jedoch anfangs noch keine neuen Marken vorlagen, wurde durch Verfügungen geregelt, dass die bisherigen Postwertzeichen weiter benutzt werden konnten, wenn die Kopfbilder und / oder die nationalsozialistischen Symbole unkenntlich gemacht (geschwärzt) werden. Die Wertangabe auf den Marken sollte aber lesbar bleiben.

Diese Unkenntlichmachungen sollten im Postamt bereits vor dem Verkauf der Marken an das Publikum vorgenommen werden. Bereits in Händen der Postkunden befindliche Marken mussten vor ihrer Verwendung selber unkenntlich gemacht werden. Dadurch ergab sich ein reiches Spektrum an Maßnahmen, da die Art und Weise der Behandlung der Marken nicht vorgeschrieben war. So gibt es Überstempelungen mit verschiedenen Stempelarten, Übermalungen, Überklebungen und sogar Schwärzungen mit Fingerabdrücken. Das konnte sehr interessante Formen annehmen und wurde manchmal auch vergessen, nachgeholt oder sonstwie postamtlich behandelt. Wir werden im Laufe dieses Themas sicher viele Spielarten sehen können.

Theoretisch konnten alle zum Zeitpunkt des Kriegsendes im Dritten Reich postgültigen Marken in dieser Art und Weise aufgebraucht werden. In der Katalogisierung tauchen aber bei weitem nicht alle Marken auf. Am häufigsten sind die Marken der Dauerserie Hitler und auch die Marken der Dauerserie Hindenburg mit Wasserzeichen 4 (Hakenkreuze). Frankaturen mit Sondermarken sind bekannt, solche mit Dienstmarken sind kleine Raritäten.

Kurz zur Katalogisierung bei Michel. Die Schwärzungsbelege werden mit der normalen Nummer bezeichnet, dazu die vorangestellten Buchstaben “AP“ für Aufbrauchsprovisorium.

Dabei steht „AP I“ für die RPD Chemnitz, „AP II“ für die OPD Dresden und „AP III“ für die RPD / OPD Leipzig.

Die Verwendungszeit dieser Provisorien wurde für die OPD Dresden mit 23.05.1945 - 20.06.1945 festgelegt, für die RPD Chemnitz und die RPD / OPD Leipzig mit 12.05.1945 - 08.08.1945.

Diese Provisorien werden oft auch gefälscht, daher ist es ratsam, im Zweifel die Dienste der Prüfer des BPP in Anspruch zu nehmen. Derzeit sind die Herren Marcell Brett und Dr. Hans-Karl Penning zuständig. Die Anschriften finden sich in jedem Michelkatalog und auf der Homepage des BPP.

Zum Schluß noch ein Hnweis auf hervorragende Literatur zu diesem Thema. Eine erschöpfende Darstellung findet der interessierte Sammler in den beiden Bänden "Die Sächsischen Schwärzungen 1945" Band 1 (Postgeschichte) und Band 2 (Katalog) von den Herren Anderson, Bänsch, Meyer und Porsche.
 
Kontrollratjunkie Am: 09.07.2014 01:28:41 Gelesen: 12784# 52 @  
Und da so viel Text noch nach einem Beleg schreit, hier ein Beispiel:

Portorichtige Ortspostkarte eines Fuhrunternehmers aus Dresden vom 04.07.1945 mit der Aufbrauchsverwendung eines Wertes der Dauerserie Hitler, Nr. 784.
Die Abstempelung erfolgte im Zeitraum der Gültigkeit der Schwärzungen in der OPD Dresden am 04.07.1945 vom Postamt Dresden N 8 mit dem Ub. "d", Nr. AP 784 II.



Die Postkarte weist einmal mehr einen Text auf, der die seinerzeitigen Umstände nach den verheerenden Luftangriffen vom Februar 1945 in Erinnerung ruft. Immerhin wird hier "nur" die Vernichtung von Sachwerten bescheinigt.



Gruß
KJ
 
Richard Am: 10.07.2014 09:26:16 Gelesen: 12709# 53 @  
@ Kontrollratjunkie [#51]

Vielen Dank, KJ, für Deine hervorragenden Beiträge.

Zum Schluß noch ein Hnweis auf hervorragende Literatur zu diesem Thema. Eine erschöpfende Darstellung findet der interessierte Sammler in den beiden Bänden "Die Sächsischen Schwärzungen 1945" Band 1 (Postgeschichte) und Band 2 (Katalog) von den Herren Anderson, Bänsch, Meyer und Porsche.

Philaseiten Mitglieder erhalten einen Rabatt von 20 Prozent auf diese beiden Bücher:

http://www.philaseiten.de/philabuch/show/17

http://www.philaseiten.de/philabuch/show/18

Schöne Grüsse, Richard
 
hajo22 Am: 16.09.2014 10:58:49 Gelesen: 12167# 54 @  
Geschäftsbrief vom 12.4.45 aus Glückstadt b. Hamburg an eine Lackfabrik in Mölkau, frankiert mit 12 Pfg. Adolf Hitler, Fernbriefporto.

Der Brief wurde von den Kriegsereignissen "überrollt" und erhielt eine "Sächsische Schwärzung" auf der AH-Marke. Keine Ankunftsvermerke.



Viele Grüße
Jochen

[Beitrag redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich: Belege aus dem April 1945"]
 
Kontrollratjunkie Am: 17.09.2014 01:08:59 Gelesen: 12171# 55 @  
Portorichtiger Fernbrief (Dienstbrief) des Landrates des Kreises Zwickau vom 27.07.1945 nach Leipzig mit der Aufbrauchsverwendung zweier Werte der Dauerserie Hitler, Nr. 785 b.

Die Abstempelung erfolgte im Zeitraum der Gültigkeit der Schwärzungen in der RPD Chemnitz am 27.07.1945 vom Postamt Zwickau (Sachs) 2 mit dem Ub. "d", Nr. AP 785 b I.

Interessanterweise weist der Beleg auch eine Unkenntlichmachung des Dienstsiegels des Kreises auf, es liegt also sozusagen eine "Doppelschwärzung" vor.

Der Beleg ist geprüft Dr. Penning BPP.

Gruß
KJ



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Alliierte Besetzung: Belege aus dem Juli 1945"]
 
zonen-andy Am: 30.01.2015 11:33:35 Gelesen: 11240# 56 @  
Hallo,

kann ich die Echtheit der Stempel ausschließen oder würden die Belege einer Prüfung standhalten? Eure Meinung würde mich sehr interessieren. Vielen Dank im voraus.



Grüße Andreas
 
LK Am: 30.01.2015 15:40:21 Gelesen: 11186# 57 @  
@ zonen-andy [#56]

Hallo Andreas,

die Stempel sind von einem echten Stempelgerät, ob diese aber während der Kurszeit der Schwärzungen aufgebracht wurden, kann dir nur ein Prüfer bestätigen.

Zumindest sind die Briefe anrüchig, da nicht nur geringfügig überfrankiert.

Gruß

LK
 

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