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Thema: Neuheiten aus Österreich
Das Thema hat 504 Beiträge:
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Brigitte Am: 18.12.2013 07:07:00 Gelesen: 240016# 355 @  
Serie „Motorräder“
Sondermarke „KTM Ponny II”

Der neue Wert der Sondermarke aus der beliebten Serie „Motorräder“ zeigt die KTM Ponny II.

1945 gab es in Österreich rund 10.000 Kraftfahrzeuge, 1955 waren es knapp 150.000, und die Entwicklung der Motorisierung stand erst am Anfang. Die 1934 gegründete Firma KTM – „Kraftfahrzeug Trunkenpolz Mattighofen“ und später „Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen“ – war mit Zweirädern wie der R 100, Tarzan, Mustang oder RS 125 bei der Motorisierung Österreichs ganz vorne dabei und bediente mit den Modellen „Mecky“ und „Mirabell“ auch den wachsenden Markt der Motorroller. 1958 unterbrach zwar ein kleiner Einbruch das Wirtschaftswunder, aber bereits 1960 konnte KTM das richtige Fahrzeug zum richtigen Zeitpunkt präsentieren: den Roller KTM Ponny. Dieser glich optisch seiner „großen Schwester“ Mirabell, allerdings war die Mirabell ein Roller mit gebläsegekühltem Rotax-Motor von 125 respektive 150 Kubikzentimetern, wohingegen die Ponny eine Nummer kleiner war.

Bereits 1957 hatte KTM mit dem „Mecky“ den weltweit ersten Moped-Roller, d. h. einen Roller mit einem selbst entwickelten 50-Kubikzentimeter-Motor, präsentiert. Das Konzept des kleinen Motors stammte von Ludwig Apfelbeck, und mit 47 Kilogramm war der „Mecky“ ein echtes Leichtgewicht. Ab 1960 setzte KTM ganz auf das Moped-Geschäft und stellte die traditionelle Motorradproduktion ein. Die KTM Ponny war exakt auf den neuen Kundenkreis zugeschnitten: komfortables Fahrwerk, optimierter Spritzschutz für Fahrer und Beifahrer und natürlich ein schickes Design mit Doppelscheinwerfern und Zweifarbenlackierung sowie Weißwandreifen – ganz im Stil amerikanischer Straßenkreuzer.

Der kommerzielle Erfolg gab den Mattighofnern recht: Sowohl in Österreich (mit dem 3-Gang Puch-Motor) als auch in Deutschland (mit Fichtel-&-Sachs-Motor von Gritzner & Kaiser sowie von Rabeneick vertrieben) war die KTM Ponny ein voller Erfolg – bis 1962 konnten knapp 40.000 Stück der ersten Generation abgesetzt werden. 1962 wurde dann die weitgehend überarbeitete KTM Ponny II präsentiert – mit völlig neuer Karosserie mit freiem Durchstieg und verbessertem Spritzschutz war das neue Modell so überzeugend, dass es mehr oder weniger unverändert für unglaubliche 25 Jahre in Produktion bleiben sollte. Ab 1967 gab es die KTM Ponny in elegantem Silbermetallic, ab 1968 mit 4-Gang-Fuß-Schaltung, ab 1973 in Grün und ab 1974 in Blaumetallic, mit Dekoraufklebern und Blinkern. 1977 bekam die KTM Ponny neue Armaturen und ein helles Grünmetallic für die Standard- und ein Blaumetallic für die L-Version.

1982 wurde die Produktion der KTM Ponny eingestellt und das Erfolgsmodell durch die KTM 50 GSA, ein Kooperationsprojekt mit Gilera, ersetzt. Aber die Nachfrage erzwang eine neuerliche Produktionsaufnahme, und so entstanden zwischen 1984 und 1987 nochmals 1.892 Exemplare in Rotmetallic – in Summe wurden bis zur Produktionseinstellung am 18.12.1987 rund 120.000 Stück gebaut.





Nennwert: EUR 1,45
Ausgabetag: 31.1.2014
Markengröße: 42 x 35 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 230.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3117
 
Brigitte Am: 20.12.2013 07:09:00 Gelesen: 239810# 356 @  
Sondermarke „25 Jahre KURIER Romy”

Sie ist 30,5 Zentimeter hoch, 24-karätig vergoldet und eine ebenso elegante wie begehrte Figur: Romy, eine nach der berühmten Schauspielerin Romy Schneider benannte Statuette, die als TV- und Filmpreis Österreichs 2014 zum 25. Mal vergeben wird. Die Romy wurde 1989 vom Filmkritiker der Tageszeitung „KURIER“, Rudolf John, erfunden. Ursprünglich als reiner Fernsehpreis gedacht, werden heute auch Leistungen des deutschsprachigen Kinos mit der Statuette gewürdigt, die John auch ästhetisch schön gestaltet wissen wollte und sie somit einer Szene des legendären Films „Der Swimmingpool“ nachempfinden ließ, in der Romy Schneider sich kokett den Träger ihres Kleids richtet. Schauspieler, Moderatoren und Showmaster werden vom Publikum zu Lieblingen gekürt, die Romy ist der einzige Preis der deutschsprachigen TV-Branche, der von den Zuschauern vergeben wird. Diese wählen aus fünf oder sechs Nominierungen pro Kategorie die Gewinner. In der mittlerweile 25-jährigen Romy-Geschichte gibt es einen klaren Favoriten: Armin Assinger bekam bis 2013 acht Mal die Romy überreicht.

Christiane Hörbiger und Ingrid Thurnher teilen sich Platz zwei mit je sieben Romys, Tobias Moretti konnte die begehrte Statuette sechs Mal mit nach Hause nehmen. Er war es auch, der die kürzeste Dankesrede der Romy-Geschichte hielt: „Danke. Danke. Danke.“ waren ihm genug der Worte. Ganz im Gegensatz zu Kathrin Zechner, die der Überreichung eine 20-Minuten-Rede folgen ließ. Die wohl ausgefallensten und romantischsten Worte fand Wolfgang Fierek: Er hielt vor den Augen aller Anwesender und hunderttausender Fernsehzuschauer um die Hand seiner Lebensgefährtin an. Normalerweise strahlt die Romy in Gold – mit zwei Ausnahmen: Für das Lebenswerk werden jährlich Platin-Romys vergeben. Und Reginald von Ravenhorst alias Fernsehhund Rex bekam einst eine hölzerne Romy in die Schnauze. Mit den Jahren wurde die Romy-Gala zum Society-Event und zum Treffpunkt für die heimische TV- und Filmbranche. Glanz und Glamour à l´Autriche sowie heimischen Oscar-Flair bringt die Preisverleihung jedes Jahr – und lockt so viele vor die Fernsehschirme.

Weniger bekannt ist, dass Gründer Rudolf John mit der Romy auch einen Preis erschaffen wollte, der jene Menschen vor den Vorhang holt, die normalerweise an den Schreibtischen und hinter der Kamera Leistungen vollbringen. Nachdem das Publikum diese naturgemäß weniger gut kennt, stimmen hier nicht die Zuschauer ab, sondern die sogenannte Romy-Akademie. Diese besteht aus ehemaligen Preisträgern und wählt aus dem Dreiervorschlag einer Jury aus. So werden unter anderem Preise für die beste Kino-Dokumentation, den besten Produzenten für TV-Filme, die beste Regie, die beste Programmidee, die beste Kamera oder das beste Buch vergeben – und jene geehrt, die oft unverdient im Schatten stehen.





Nennwert: EUR 1,45
Ausgabetag: 7.2.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Grafikentwurf: Regina Simon
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
Offsetdruck, Goldfolie, Reliefprägung
Auflage: 230.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3118
 
Brigitte Am: 23.12.2013 07:09:00 Gelesen: 239553# 357 @  
Sondermarke „Hundszahnlilie - Treuebonusmarke 2013“

Wie kleine Waldelfen schmücken die zierlichen Blumen mit nickenden Köpfchen Waldränder und feuchte Wiesen. Sie sind ganz besondere Frühlingsboten, die ab März die meist noch spätwinterliche und karge Landschaft mit ihren zarten Farben zu neuem Leben erwecken. Auch im eigenen Garten vertreiben die wertvollen Lilien mit ihren frühen Blüten die kühle Leere der Beete und Rabatten. Die Hundszahnlilie ist die einzige ihrer Gattung, die in Europa beheimatet ist. Sie schätzt halbschattige Wälder und Bergwiesen, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Süd- und Mitteleuropa. Hierzulande findet man die regional geschützte Blume im Burgenland, in der Steiermark und in Kärnten. Meist blüht die Hundszahnlilie von April bis Mai, an gut geschützten Plätzen manchmal aber auch schon einige Monate früher.

Die „Erythronium dens-canis“ gehört zur Familie der Liliengewächse, ihr Attribut „Hundszahn“ verdankt sie der eigentümlichen Form der Zwiebel. Sie erreicht eine Höhe von 10 bis 20 Zentimetern, jeweils eine feingliedrige Blüte sitzt auf ihren eng nebeneinander und aufrecht stehenden Stängeln. Gesäumt wird die schlanke Pflanze von blaugrünen, ovalen Blättern mit brauner Marmorierung, ihre violett-rosa Blüte besitzt große Staubblätter, die unter den aufgeschlagenen Blütenblättern auffällig hervortreten.

Von den etwa fünfzehn ursprünglichen, wildlebenden Zahnlilienarten sind bis auf die Hundszahnlilie alle in Nordamerika heimisch. Die Kultivierung der graziösen Blumen kann bis ins 16. Jahrhundert nachgewiesen werden – heute existieren fast dreißig verschiedene Gattungen, die Farbpalette reicht von weiß, gelb, rosa, purpurn bis hin zu violett. Noch sind die Zahnlilien ein seltener Gast in unseren Gärten, obwohl sie sich auch hierzulande sehr wohl fühlen können: Sie sind mehrjährige Pflanzen, die durchaus frosthart sind und sehr gut zu schattigen Gärten oder Steingärten passen, denn sie bevorzugen neben humusreichen, feuchten Böden auch lichte Schattenplätze. Bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit sind aber auch sonnige Standorte durchaus möglich, es sollte jedoch zu keiner Staunässe kommen, denn das schadet ihren Zwiebeln. Die beste Zeit, um die Hundszahnlilie zu setzen, sind wie bei den meisten Frühlingsblühern die Monate August und September. Zwischen zwei Pflanzen sollte stets genügend Platz gelassen werden, denn die anmutigen Gewächse lieben es, sich auszubreiten.

Auf Marke gebracht wurde die Hundszahnlilie mit prächtigen Farben und viel Ausdrucksfreude von der vielseitigen steirischen Malerin Mag. Brigitte Heiden. Diese Sondermarke ist ein exklusives Treuebonusgeschenk für das Jahr 2013, mit dem sich die Österreichische Post AG bei ihren Briefmarken-Abonnenten und Stammkunden herzlich bedanken möchte.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 7.2.2014
Markengröße: 32,25 x 42 mm
Entwurf: Brigitte Heiden
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 420.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3119
 
Brigitte Am: 14.01.2014 09:56:26 Gelesen: 236698# 358 @  
Serie „Altes Österreich”
Sondermarke „Gablonz“

Gablonz

Die aktuelle Sondermarke aus der Markenserie „Altes Österreich“ würdigt die charmante böhmische Kleinstadt.

Jablonec nad Nisou, auf Deutsch Gablonz an der Neiße, befindet sich am Fuße des malerischen Isergebirges. Das historische Zentrum bezeugt die goldene Ära der einstigen habsburgischen Glasschmuckstadt – in den oft steilen Straßen reihen sich prächtige Jugendstilvillen neben imposante Bauten des Barocks, des Klassizismus und der Renaissance.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Gablonz im Jahr 1356 – durch einen Angriff des böhmischen Königs Jiří von Poděbrad verschwand die Siedlung 1469 jedoch wieder von der Landkarte. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden hier erste Glashütten errichtet, doch bereits 1643 brannte der Ort im Zuge des Dreißigjährigen Krieges erneut nieder.

Das reiche Vorkommen an Holz, Sand und Wasser ließ die Glaserzeugung dennoch schnell wieder aufleben. Im 18. Jahrhundert wurde die erste Bijouterie-Manufaktur eröffnet und das „Iserberg-Glas“ erlangte europaweite Anerkennung. Im Jahr 1866 erhob Kaiser Franz Joseph I. die Marktgemeinde zur Stadt, die nun ihre Hochblüte erleben sollte: Das Sortiment von Glas und Glasschmuck erweiterte sich stetig und wurde bald in alle Teile der Welt geliefert, der Ort entwickelte sich in der Folge zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum. Neue Straßen und Bahnverbindungen wurden geschaffen und glanzvolle Bauten wie etwa das nach den Plänen der Wiener Architekten Fellner und Helmer errichtete Stadttheater verliehen Gablonz ein mondänes Stadtbild. 1918 zerfiel die Donaumonarchie, und Gablonz gehörte nun zur neu gegründeten Tschechoslowakei.

Das Jahr 1938 bedeutete eine Zäsur für das florierende Glasgeschäft. Gablonz wurde vom Deutschen Reich annektiert, viele Menschen mussten fliehen oder wurden deportiert. Nach dem Krieg wurde die Stadt wieder Teil des tschechoslowakischen Staates.

Die meisten deutschsprachigen Bewohner wurden des Landes verwiesen, viele der Vertriebenen sammelten sich aber in anderen Städten, wo sie ihr Gewerbe wieder ausübten – so auch im oberösterreichischen Enns, wo die 1947 gegründete Gablonzer Genossenschaft seit Jahrzehnten weltweit Mode- und Silberschmuck vertreibt. Heute ist das nun zur Tschechischen Republik gehörende Jablonec wieder eine Stadt der Bijouterie und der Glaskunst und ist zudem für viele Besucher auch ein attraktiver Ausgangspunkt für Ausflüge und sportliche Aktivitäten ins Isergebirge.

Das Motiv der Marke „K. K. Postgebäude Gablonz“ zeigt das hiesige Postamt in einer Ansicht von 1899. Erbaut wurde das Gebäude in den Jahren 1892 bis 1894 nach den Plänen des Architekten und k. k. Oberbaurates Friedrich Setz, unter dessen Leitung insgesamt 26 Post- und Telegrafenämter in der Monarchie errichtet wurden. Das „Postovni urad“ wurde vor einigen Jahren renoviert und dient nun wieder als Hauptpostamt der Stadt.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 28.2.2014
Markengröße: 42 x 32,25 mm
Entwurf: Kirsten Lubach
Druck: ANY Security Printing Company PLC. Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3120
 
Brigitte Am: 16.01.2014 07:04:00 Gelesen: 236536# 359 @  
Sondermarke „ 400 Jahre Barmherzige Brüder Krankenhaus Wien”

„Gutes tun und es gut tun“ – nach diesem Leitsatz leistet der Konvent der Barmherzigen Brüder Wien nun schon seit 400 Jahren einen großen und unverzichtbaren Einsatz für das körperliche, aber auch seelische Wohlergehen der Bevölkerung.

Modernste Technik und höchst qualifizierte Mitarbeiter machen das Ordensspital zu einem medizinischen Vorreiter in vielen Bereichen. Im Geiste des Ordensgründers, des 1690 heilig gesprochenen Johannes von Gott, werden alle notleidenden und hilfesuchenden Menschen aufgenommen, auch mittellosen oder nicht versicherten Patienten wird hier die bestmögliche medizinische Versorgung zuteil.

1614 berief Fürst Karl I. von und zu Liechtenstein die Barmherzigen Brüder nach Österreich, nachdem er ihre wertvolle Arbeit in Rom kennengelernt hatte. Noch im selben Jahr wurde in Wien unter dem berühmten italienischen Ordensmann und Chirurgen Frater Gabriel von Ferrara das Kloster und das Hospital mit zwanzig Krankenbetten gegründet. 1624 erlaubte Kaiser Ferdinand II. das Sammeln von Spenden für das Krankenhaus – noch heute wird auf diesem Wege die Versorgung mittelloser Menschen finanziert. Nach anfangs herben Rückschlägen wie einer Brandkatastrophe im Jahr 1655 oder der Zerstörung des Klosters durch türkische Truppen 1683 erfuhr das Krankenhaus in den kommenden Jahrhunderten laufend Erweiterungen und Modernisierungen. 1905 wurde das Spital mit elektrischem Licht und Zentralheizung, aber auch mit einem aseptischen Operationssaal und einem Röntgenapparat ausgestattet. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs geriet das als Lazarett dienende Krankenhaus schwer unter Beschuss, die Versorgung der Patienten blieb dennoch stets aufrecht.

Heute hat das Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Brüder 411 Betten und über 800 Mitarbeiter, neun Fachabteilungen und zwei Institute. Darüber hinaus sind hier eine Zahnambulanz, ein interdisziplinäres Brustgesundheitszentrum und die einzige Gehörlosenambulanz Ostösterreichs untergebracht. Neben dem Einsatz modernster Medizintechnik – wie z. B. des Operationsroboters „daVinci“ oder des in Österreich bisher einzigartigen Magnetresonanztomographen MR-HIFU – wird auch großes Augenmerk auf die Ausbildung von medizinischem Personal gelegt: Bereits 1978 wurde eine eigene Pflegeakademie gegründet, seit 2005 ist das Spital Lehrkrankenhaus für die Medizinische Fakultät Wien und seit 2010 Ausbildungskrankenhaus für Pflegewissenschaften an der Privatuniversität UMIT.

Das Motiv der Sondermarke „400 Jahre Barmherzige Brüder Krankenhaus Wien“ ist eine aquarellierte Federzeichnung aus dem Jahr 1970, die einem barocken Kunstwerk nachempfunden wurde. Gezeigt wird darauf das weitläufige und beeindruckende Gebäude des Konvents der Barmherzigen Brüder im zweiten Wiener Gemeindebezirk.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 8.3.2014
Markengröße: 42 x 42 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus
Druck: ANY Security Printing Company PLC. Offsetdruck
Auflage: 430.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3121
 
Brigitte Am: 27.01.2014 11:52:45 Gelesen: 235047# 360 @  
Serie „Musikinstrumente”
Sondermarke „Wiener Kontrabass“

Fortsetzung der Markenserie „Musikinstrumente“: Der neue 1,70-Euro-Wert thematisiert den „Wiener Kontrabass“, ein Streichinstrument, das in dieser Form in der Wiener Klassik entstand.

Der Kontrabass ist der Tiefste seiner Art, um nicht zu sagen, seiner Arten, ist er doch gleich zwei Instrumentenfamilien zugehörig. Er weist Merkmale der Violinfamilie, bestehend aus Violine, Viola und Cello, ebenso auf wie solche der heute nur mehr musikhistorisch wichtigen Gamben, von denen der Bass ursprünglich etwa die abfallenden Schultern, den flachen Boden und den meist von unten gehaltenen Bogen hatte. „Violone“, „Contrabasso di viola“, „Groß Contra-Bass-Geig“ – auch alte Bezeichnungen helfen nicht weiter, wenn man den Kontrabass zuordnen will, er bleibt diesbezüglich ein Außenseiter. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde er zum regulären Orchestermitglied, solistisch wurde er bis dahin in bekannten Stücken nur selten eingesetzt.

Zahlreiche Stücke für Kontrabass-Solo entstanden schließlich während der Zeit der Wiener Klassik, in der sich auch eine ganz eigene Stimmung des Instruments urchsetzte. Ab den 1760er-Jahren nutzte man in der Regel einen fünfsaitigen Bass, wobei der hier präsentierte Wiener Kontrabass viersaitig bespannt ist. Der Wiener Kontrabass ebnete dem Instrument den Weg in das solistische Spiel. Zudem optimierte diese Stimmung, auch „Viennese Tuning“ genannt, das Instrument für den Einsatz in der Kammermusik. Bedeutende Konzerte entstanden in dieser Zeit.

Carl Ditters von Dittersdorf, Franz Anton Hoffmeister, Johann Baptist Vanhal und Johann Matthias Sperger komponierten viel für den Kontrabass als Soloinstrument. Joseph Haydn soll ein Kontrabass-Konzert geschrieben haben, das aber heute verschollen ist. Wolfgang Amadeus Mozart wiederum schrieb die Arie „Per questa bella mano“ für das imposante Instrument, das als eigener Kontrabasstyp auch unter dem Namen „Wiener Quart-Terz-Violon“ in die Musikgeschichte einging.

Kontrabässe sind keinesfalls alle gleich groß, die Instrumente werden in verschiedenen Mensuren konstruiert, die auf die Körpergröße des jeweiligen Musikers abgestimmt sind. Sie werden im Sitzen oder im Stehen gespielt und mit dem Stachel nochmals an die Körpergröße des Musikers angepasst. Sie können gestrichen oder gezupft werden, gerne werden sie auch in der Jazz-Musik eingesetzt, Jazzer nennen den Kontrabass teils liebevoll „doghouse“ (Hundehütte). Der Autor Patrick Süskind widmete dem Streichinstrument gar ein eigenes, gleichnamiges Theaterstück, das Einblicke in die Seele eines Musikers gewährt.

Heute widmet sich das im Jahr 1974 von Prof. Mag. Alfred Planyavsky, ehemaliger Kontrabassist der Wiener Philharmoniker, gegründete und 1986 an die Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek übergebene Wiener Kontrabass-Archiv der Erforschung des internationalen Kontrabass-Repertoires – mit besonderer Beachtung der Wiener Schule.





Nennwert: EUR 1,70
Ausgabetag: 13.3.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Entwurf: Maria Schulz
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH
Kombinationsdruck, Offset-Stich (© Etch-Art by OeSD)
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3122
 
Brigitte Am: 29.01.2014 07:11:00 Gelesen: 234924# 361 @  
Serie „Österreichische Wahrzeichen“
Selbstklebende Dauermarken – Auslandswerte“

Im September 2013 wurde die neue Dauermarkenserie „Österreichische Wahrzeichen“ mit sieben Inlandswerten ins Leben gerufen und überzeugte sofort mit ihrem schlichten und dennoch eindrucksvollen Design. Nun folgen die Auslandswerte, für die der Grazer Uhrturm, das Schloss Schönbrunn, der Stephansdom sowie das Wiener Riesenrad Modell standen.

Der Grazer Uhrturm thront über der steirischen Landeshauptstadt, und das schon seit einigen hundert Jahren: Bereits im 13. Jahrhundert wurde ein Turm an dieser Stelle erwähnt, im 16. Jahrhundert erhielt das berühmte Grazer Wahrzeichen sein heutiges Aussehen. Die Glocke wurde 1382 gegossen und schlägt immer noch zu jeder vollen Stunde. Auch die scheinbare Vertauschung des Stunden- und des Minutenzeigers ist eine weitere – durchaus verwirrende – Besonderheit des Uhrturms.

Die Bundeshauptstadt Wien beherbergt eine stattliche Anzahl an Sehenswürdigkeiten, die am häufigsten besuchte ist das Schloss Schönbrunn. Ende des 17. Jahrhunderts ließ Kaiser Leopold I. das damalige Jagdschloss durch einen barocken Prachtbau ersetzen, seine Enkelin Maria Theresia erkor das Schloss zur Sommerresidenz und erhob es zum repräsentativen Mittelpunkt des höfischen Lebens. 1996 wurde der Gebäudekomplex mit seinem weitläufigen Park als barockes Gesamtkunstwerk zum Welterbe der UNESCO erklärt.

Das bekannteste Wahrzeichen Wiens ist der Stephansdom, von den Wienerinnen und Wienern auch liebevoll „Steffl“ genannt. Seine Geschichte geht bis ins 12. Jahrhundert zurück, die zahlreichen Um-und Zubauten im Laufe der Zeit machen die Kathedrale zum kunsthistorischen Eldorado. Der Hauptturm des Stephansdom ist der Südturm, der mit 136,4 Metern als architektonisches Meisterwerk gilt, die berühmte „Pummerin“ ist im Nordturm untergebracht und läutet zu besonderen Anlässen sowie an hohen Feiertagen.

Das Wiener Riesenrad verleiht Wien seine typische Silhouette – das markante Wahrzeichen der Stadt und Symbol des Wiener Wurstelpraters wurde im Jahr 1897 von den englischen Konstrukteuren Walter Basset und Harry Hitchins anlässlich des 50. Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josephs errichtet. Diese Sehenswürdigkeit bietet ihren Besuchern zudem einen wundervollen Blick auf Wien – und das aus einer Höhe von über 60 Metern – und kann für besondere Anlässe oder Feiern waggonweise gemietet werden.

Der Entwurf dieser Dauermarkenserie stammt von der jungen Künstlerin Teresa Hausgnost, die sich in einer von der Österreichischen Post gemeinsam mit der
Wiener Werbe Akademie organisierten Ausschreibung durchsetzen konnte. Ihr Motivdesign reduziert die historischen Bauwerke auf ihre wesentlichen ästhetischen Formen, ohne sie ihrer Vielschichtigkeit zu berauben, und verschafft ihnen so ein zeitgemäßes und neuartiges Antlitz.





Nennwerte: EUR 0,70, EUR 1,70, EUR 3,40
Ausgabetag: 19.3.2014
Markengrößen: 32,5 x 40 mm und 40 x 32,5 mm
Grafikentwurf: Teresa Hausgnost
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
Offsetdruck
Auflage: Schloss Schönbrunn - nach Bedarf auf Rollen à 50 Stk. / Stephansdom, Wiener Riesenrad und Grazer Uhrturm - nach Bedarf in Sets à 4 Stk.
Schloss Schönbrunn MiNr. 3123 / Stephansdom MiNr. 3124 / Wiener Riesenrad MiNr. 3125 / Grazer Uhrturm MiNr. 3126
 
Brigitte Am: 31.01.2014 07:15:00 Gelesen: 234813# 362 @  
Serie „Klassische Markenzeichen”
Sondermarkenblock „Augarten Porzellan, ‚Wiener Rose‘“

Formvollendet, zeitlos schön und von Hand gefertigt – so präsentiert sich das weltberühmte Wiener Augarten Porzellan seit nunmehr fast 300 Jahren. Erlesene Kaffeeund Teeservice, stilvolle Vasen und Lampen sowie kunstreiche Figuren erfreuen Sammler und Schöngeister gleichermaßen – und das über Generationen. Das wertvolle Porzellan mit dem prägnanten blauen Bindenschild als Signierung wird auch im Dienste der Republik Österreich eingesetzt: ob als Service in der Hofburg und im Bundeskanzleramt oder als besonderes Staatspräsent bei hochoffiziellen Anlässen.

Für die Serie „Klassische Markenzeichen“ wurde nun eine außergewöhnliche Briefmarke aus Porzellan geschaffen, geschmückt mit der „Wiener Rose“. Von den naturalistischen Bouquets des Barock über klassizistische Blumenornamente bis hin zu den verspielten Rosensujets des Biedermeier: Die Rose stellt seit Gründung der Wiener Porzellanmanufaktur im Jahr 1718 eines der wichtigsten Motive der Wiener Porzellanmaler dar. Die berühmte „Wiener Rose“ geht auf Entwürfe der kaiserlichen Manufaktur um 1740 zurück. 1924 adaptierte Edwin Breideneichen, langjähriger Werkstättenleiter der Abteilung für Malerei, das Motiv der Wiener Purpurrose und passte sie dem Geschmack seiner Zeit an – dem Jugendstil. Es entstand eine stilisierte Rosenblüte, exakt angelegte Pinselstriche sowie feine Schattierungen mittels Pinsel verliehen ihr eine schlichte und zarte Eleganz; sie avancierte zu den gefragtesten Designs der Manufaktur. Heute umfasst das Sortiment mit klassischem „Wiener Dekor“ verschiedenste Porzellanobjekte und erfreut sich größter Beliebtheit im In- und Ausland.

Für die Herstellung einer Briefmarke aus Porzellan musste sowohl ein eigenes Verfahren als auch ein spezielles Werkzeug entwickelt werden, denn nur so konnte die Produktion der verhältnismäßig großen Stückzahl der Marken in der vorgegebenen Zeit bewältigt werden. Da die üblichen Gussformen aus Gips nur etwa dreißig Mal verwendet werden können, wurden die Briefmarken nicht im Gussverfahren mit Gießmasse gefertigt, sondern mit einer festeren Form („Drehmasse“ oder „Pressmasse“) gepresst. Anschließend wurden die Porzellanblättchen im sogenannten Glühbrand bei 960 Grad Celsius 24 Stunden lang gebrannt, danach glasiert und abermals bei noch höherer Temperatur gehärtet.

In der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten werden die Werkstücke grundsätzlich mit der Hand bemalt. Das wäre im konkreten Fall aufgrund der hohen Auflage und der knapp bemessenen Zeit nicht möglich gewesen. Daher wurde das aufwendigste und qualitativ hochwertigste Druckverfahren angewandt: der Siebdruck. Um Farbechtheit und Kontrast dieser besonderen Briefmarke aus Porzellan zu gewährleisten, wurden die Farben schließlich bei 820 Grad Celsius „eingebrannt“.





Nennwert: EUR 5,90
Ausgabetag: 20.3.2014
Markengröße: 35 x 35 mm
Entwurf: Neue Wiener Porzellanmanufaktur Augarten GmbH & Co KG
Druck: Neue Wiener Porzellanmanufaktur Augarten GmbH & Co KG,
Siebdruck auf Porzellan
Auflage: 150.000 Blocks
 
Brigitte Am: 10.03.2014 07:05:00 Gelesen: 229712# 363 @  
Sondermarke „60 Jahre CERN”

Die vorliegende Sonderbriefmarke ist dem 60-jährigen Jubiläum der Gründung der europäischen Organisation für Kernforschung CERN im September 1954 gewidmet. Mit 21 Mitgliedsstaaten, rund 2.500 MitarbeiterInnen und über 11.000 GastwissenschafterInnen aus 85 Nationen ist das nahe Genf an der schweizerisch-französischen Grenze gelegene CERN das weltweit größte Forschungszentrum für Teilchenphysik. Durch die am Forschungsgelände betriebenen Teilchenbeschleuniger werden der Aufbau der Materie und die fundamentalen Wechselwirkungen zwischen den Elementarteilchen erforscht.

In der Würdigung dieser außergewöhnlichen Forschungseinrichtung thematisiert das Motiv der Sondermarke auch die neueste Entdeckung am CERN: die im Juli 2012 bekanntgegebene Beobachtung eines neuen Elementarteilchens – des lange gesuchten Higgs-Bosons. Dieser experimentelle Nachweis der „Brout-Englert-Higgs“-Theorie führte zur Vergabe des Physiknobelpreises 2013 an François Englert und Peter Higgs. Die auf der Briefmarke gezeigte und durch Phosphorlack druckveredelte Formel beschreibt das Standardmodell der Teilchenphysik, wobei die unteren zwei Zeilen die Wechselwirkungen mit dem Higgs-Boson () darstellen.

1957 wurde am CERN der erste Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen. Ein bedeutender Meilenstein in der Teilchenforschung am CERN war die Entdeckung der W- und Z-Bosonen, für die Carlo Rubbia und Simon van der Meer der Nobelpreis für Physik 1984 zuerkannt wurde. Ein weiterer Nobelpreis für Physik ging 1992 an den CERN-Forscher Georges Charpak für die Erfindung und Entwicklung von Teilchendetektoren. Auch die Grundlage für das World Wide Web wurde Anfang der 1990er-Jahre am CERN entwickelt, um Forschungsergebnisse leichter austauschen zu können.

Im Laufe der 60-jährigen Geschichte wurde eine Reihe von Teilchenbeschleunigern konzipiert, gebaut und betrieben. Der bislang weltweit größte und leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger, der Large Hadron Collider (LHC), konnte 2009 in Betrieb genommen werden. In dem 26,7 Kilometer langen unterirdischen LHC-Ringtunnel können Protonen oder Blei-Ionen gegenläufig beinahe auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht werden. Vier Detektoren (ALICE, ATLAS, CMS und LHCb) messen die Eigenschaften der dabei entstandenen Teilchen. Das Hintergrundbild der Briefmarke zeigt eine grafische Darstellung der Signale, die der CMS-Detektor beim Zusammenstoß zweier Blei-Ionen im Dezember 2010 gemessen hat. Die Voraussetzung für diese Experimente war die Entwicklung neuer Spitzentechnologien und leistungsfähiger Computersysteme, um die großen Datenmengen aus den Kollisionen zu analysieren. Zu diesen Technologien, zur Entwicklung und dem Bau der Teilchendetektoren sowie zur Analyse der experimentellen Daten haben österreichische ForscherInnen und TechnikerInnen maßgebliche Beiträge geliefert.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 4.4.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Grafikentwurf: Grafische Kooperative
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Offsetdruck / glow in the dark lacquer
Auflage: 230.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3128
 
Brigitte Am: 12.03.2014 07:06:00 Gelesen: 229575# 364 @  
Serie „Gastronomie mit Tradition”
Sondermarke „Zum Schwarzen Kameel“

Altwiener Institution und Gourmettempel: Seit Jahrhunderten kann man im „Schwarzen Kameel“ bei delikaten Gaumenfreuden Freunde und Geschäftspartner treffen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Die aktuelle Sondermarke aus der Serie „Gastronomie mit Tradition“ ist diesem besonderen Ort im Herzen von Wien gewidmet, der feine Noblesse im Ambiente mit entspannter und behaglicher Atmosphäre reizvoll vereint.

Die Geschichte des traditionsreichen Restaurants beginnt im Jahr 1618, als Johan Baptist Cameel eine Gewürzkrämerei eröffnete. Angelehnt an seinen eigenen Namen taufte er diese „Zum Schwarzen Kameel“. 1818 übernahm der böhmische Buchhalter Joseph Stiebitz das Geschäft, betitelte es „Joseph Stiebitz und Comp.“ und erweiterte das Sortiment des Feinkostladens. Bald darauf kam auch eine Weinstube hinzu, und das Lokal entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt des gehobenen Wiener Bürgertums sowie vieler Künstler – darunter die Komponisten Friedrich August Kanne und Ludwig van Beethoven, die sich hier befreit von förmlicher Etikette den kulinarischen Genüssen hingeben konnten. 1825 erhielt das „Schwarze Kameel“ die Auszeichnung „k. u. k. Hoflieferant“, 1901 wurde das Haus komplett neu errichtet und das Interieur im Wiener Jugendstil gestaltet – dieses wird bis heute liebevoll bewahrt. Seit zwei Generationen betreibt nun die Familie Friese diese Oase für Feinschmecker und setzt dabei neben der Weiterführung des kulinarischen Erbes auf wohlschmeckende Vielfalt: Heute umfasst das mehrfach ausgezeichnete „Schwarze Kameel“ nicht nur Restaurant, Buffet und Weinkeller, sondern auch ein einmaliges Cateringservice, das noch weit mehr als die legendären belegten Brötchen bietet.

Herzstück des Lokals ist die Bar, die bis spät in die Nacht auf eine Wiener Melange oder ein Glas Wein einlädt, und die Feinkostvitrine, in der sich Köstlichkeiten wie Kaviar, Bio-Lachs, Gänseleber, allerlei Pestos, Marmeladen oder Öle und vieles mehr aneinanderreihen. Die repräsentative Beletage kann für verschiedenartige Veranstaltungen genutzt werden. Seit 2007 kommen Naschkatzen in der hauseigenen Patisserie voll auf ihre Kosten: Hier werden handgefertigte Schokoladen, verführerische Törtchen und feinstes Konfekt offeriert.

Die Sondermarke „Zum Schwarzen Kameel“ zeigt im Hintergrund die Bar mit einem Auszug des erlesenen Weinangebots, das insgesamt über 800 verschiedene Weine umfasst. Im Vordergrund der Marke ist einerseits das Symbol des berühmten Restaurants zu sehen – im Original wurde das schwarze Höckertier vom einstigen Stammgast Ferdinand Georg Waldmüller entworfen – und andererseits der Beinschinken, eine Spezialität, die eigens für das „Schwarze Kameel“ hergestellt wird.





Nennwert: EUR 0,70
Ausgabetag: 10.4.2014
Markengröße: 42 x 35 mm
Grafikentwurf: Gustav Assem
Druck: ANY Security Printing Company PLC. Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3129
 
Brigitte Am: 14.03.2014 07:09:00 Gelesen: 229395# 365 @  
Sondermarke „125. Geburtstag Charlie Chaplin”

Seine Markenzeichen waren eine Melone, weite Hosen, zu große Schuhe und der typische Zweifingerschnurrbart – Sir Charles Chaplin war jedoch weit mehr als das, er schuf Meilensteine der Filmgeschichte und kämpfte zeitlebens für seine künstlerische Freiheit. Heuer wäre Charlie Chaplin 125 Jahre alt geworden, zu diesem Anlass und als Andenken an einen der größten Filmstars aller Zeiten gibt die Österreichische Post AG eine eigene Sondermarke heraus.

Charles Spencer Chaplin wurde am 16. April 1889 als Sohn eines armen Künstlerpaares in London geboren. Nach der Trennung seiner Eltern verbrachte er mit seiner Mutter und seinem Halbbruder viel Zeit in Armenhäusern. Mit neun Jahren stand Chaplin erstmals auf einer Theaterbühne, von 1910 bis 1912 ging er mit einer Londoner Theatergruppe auf Tournee in die USA, wurde von der „Keystone Company“ unter Vertrag genommen und eroberte die Filmwelt im Sturm. Als „Tramp“ – seine berühmte Kunstfigur – trat er erstmals 1914 in „Kid Auto Races at Venice“ auf.

Chaplin drehte in den folgenden Jahren unzählige Filme und wechselte mehrmals die Filmgesellschaft. Er begann schon bald, bei seinen Filmen selbst Regie zu führen und die Drehbücher zu verfassen, und 1916 gehörte er bereits zu den beliebtesten und bestbezahlten Schauspielern Hollywoods. Sein erster Langfilm „The Kid“ wurde in über 50 Ländern gezeigt. Im Jänner 1919 gründete er mit ein paar Filmkollegen „United Artists“ – die anfangs nur als Vertriebsfirma gedachte Gesellschaft entwickelte sich in den nächsten Jahrzehnten zu einem der größten Filmstudios der
USA.

Chaplins letzter Stummfilm „Modern Times“ (1936) wurde trotz des bereits verbreiteten Tonfilms ein großer Erfolg. 1940 wandte auch er sich mit „Der große Diktator“ dem vertonten Film zu. Obwohl er nur knapp der Zensurbehörde entkam, wurde die Parodie auf Adolf Hitler zu einem Kassenschlager. Nach drei gescheiterten Ehen und einigen weiteren unglücklichen Beziehungen zu meist weitaus jüngeren Frauen fand Chaplin 1943 mit Oona O’Neill sein spätes Eheglück, aus dem acht Kinder hervorgingen – darunter die Schauspielerin Geraldine Chaplin.

Seine unverhohlene Gesellschaftskritik, die sich durchaus auch auf die USA bezog, brachte ihn zwar Ende der 1940er-Jahre zusehend in Bedrängnis, doch niemals zum Schweigen. Als ihm 1952 nach einem Europabesuch die Wiedereinreise in die Vereinigten Staaten versagt wurde, verlegte er seinen Wohnsitz in das schweizerische Corsier-sur-Vevey, wo er auch nach seiner Rehabilitation und einem Oscar für sein Lebenswerk im Jahr 1972 blieb. Charlie Chaplin verstarb am 25. Dezember 1977. Die Sondermarke wurde von der Graveurin und Künstlerin Kirsten Lubach entworfen und zeigt Charles Chaplin als „Tramp“, seiner Paraderolle des liebenswerten Vagabunden.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 12.4.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Entwurf: Kirsten Lubach
Druck: ANY Security Printing Company PLC. Offsetdruck
Auflage: 230.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3130
 
Brigitte Am: 17.03.2014 07:03:00 Gelesen: 229145# 366 @  
Serie „Österreicher in Hollywood”
Sondermarke „Eric Pleskow‘“

Für viele Menschen ist er ein Unbekannter, wohl aber nicht die Filme, die unter seiner Leitung entstanden: „Der mit dem Wolf tanzt“, „Das Schweigen der Lämmer“, „Platoon“ oder „Einer flog über das Kuckucksnest“ sind nur einige wenige davon. Die neue Sondermarke der Serie „Österreicher in Hollywood“ ist dem Filmproduzenten Eric Pleskow gewidmet, der Hollywood in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts maßgeblich mitgestaltete.

Erich Pleskow wurde am 24. April 1924 geboren und verbrachte seine Kindheit im 9. Wiener Gemeindebezirk. Nur wenige Tage vor Kriegsausbruch gelang der jüdischen Kaufmannsfamilie die Flucht in die USA. Dort kam Pleskow erstmalig mit dem Film in Berührung. 1943 wurde er zum Militärdienst berufen, nach Kriegsende versetzte man ihn nach Deutschland, wo er als Filmoffizier einerseits für den Wiederaufbau der Bavaria Studios und andererseits für die Entnazifizierung der deutschen Filmschaffenden zuständig war. Er avancierte zum europäischen Verleihchef der United Artists Pictures und arrangierte Koproduktionen mit Filmgrößen wie Federico Fellini, François Truffaut, Pier Paolo Pasolini oder Bernardo Bertolucci. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten wurde er im Jahr 1973 zum Präsidenten der Filmgesellschaft ernannt. Unter seiner Leitung konnte United Artists insgesamt zehn Oscars in der Kategorie „Bester Film“ gewinnen – unter anderem für „Das Appartement“, „Der Stadtneurotiker“ und „Rocky“.

Als 1978 United Artists von einem Finanzunternehmen übernommen wurde, verließ Pleskow das Filmstudio und gründete mit zwei Mitarbeitern die Firma „Orion Pictures“, die er bis 1992 nicht minder erfolgreich leitete: Filme wie „Amadeus“, „Der mit dem Wolf tanzt“ oder „Terminator“ lockten Millionen Zuseher in die Kinos. Eric Pleskow war stets bereit, Neues zu probieren und altbewährte Wege zu verlassen – die Liebe zum Film stand bei seinen Entscheidungen immer im Vordergrund.

Genau das war auch sein Erfolgsrezept: Er überzeugte United Artists im Jahr 1972 von Bertoluccis „Der letzte Tango in Paris“, der zu einem skandalträchtigen Kassenschlager wurde. Er verhalf dem tschechischen Regisseur Miloš Forman mit „Einer flog über das Kuckucksnest“ zu seinem Durchbruch in Hollywood, er machte Anthony Hopkins, Silvester Stallone und viele andere zu weltberühmten Stars. Heute lebt Eric Pleskow, der sich nie gerne in Hollywood aufhielt, in Connecticut.

Jedes Jahr besucht er seine Heimatstadt Wien, dort ist er Teil der Jury des Österreichischen Filmfonds und seit 1998 Präsident der Viennale. Der Entwurf der Sondermarke stammt von Kirsten Lubach, einer Künstlerin und Graveurmeisterin, die neben Kupfer- und Stahlstichen auch Schmuckgravuren sowie Zeichnungen anfertigt.





Nennwert: EUR 0,70
Ausgabetag: 12.4.2014
Markengröße: 32,5 x 40 mm
Entwurf: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Offsetdruck
Auflage: 700.000 Marken in Kleinbögen zu 10 Stück
MiNr. 3131
 
Brigitte Am: 19.03.2014 07:03:00 Gelesen: 229074# 367 @  
Sondermarke „900 Jahre Stift Klosterneuburg”

„Glaube – Begegnung – Friede“ – unter diesem Leitsatz feiert das Stift Klosterneuburg heuer sein 900-jähriges Jubiläum. Die Österreichische Post widmet diesem besonderen Ort, der im laufenden Festjahr seinen Besuchern ein mannigfaltiges Programm voller künstlerischer und religiöser Aktivitäten bietet, eine Sondermarke.

Am 12. Juni 1114 legte der Babenberger Markgraf und große Menschenfreund Leopold III. den Grundstein für das Stift, das in seiner Größe alle anderen Kirchen des Landes übertreffen sollte. 1133 übergab er die Kirche den Augustiner Chorherren, die sie seitdem verwalten und durch ihr vielseitiges Engagement zu einem spirituellen und kulturellen Zentrum machten. Leopold III. verstarb im Jahr 1136, seine Friedensliebe, seine Fürsorge für arme und kranke Menschen sowie sein unerschütterlicher Glaube führten zu seiner Heiligsprechung im Jahr 1485. Seit dieser Zeit wird er vor allem in Klosterneuburg, aber auch überregional als niederösterreichischer Landespatron verehrt. Neben seinen Hauptaufgaben wie der Seelsorge und dem Gebet ist das Stift Klosterneuburg überdies wichtiger Treffpunkt für Kunst, Wissenschaft und Kultur.

Die romanische Kirche mit dem gotischen Kreuzgang und der Leopoldskapelle lockt viele Besucher an, der Verduner Altar aus dem Jahr 1181 ist ein kostbares Kunstwerk aus dem Mittelalter und die größte Attraktion des Stifts. Das Stiftsmuseum, das Ende des 18. Jahrhunderts gegründet wurde, beherbergt Skulpturen, Kunsthandwerk und Gemälde aus vielen Jahrhunderten, unter ihnen Werke von Rueland Frueauf dem Jüngeren, Raphael Donner und Egon Schiele. Die Stiftsbibliothek umfasst rund 300.000 Werke, 800 Inkunabeln und mehr als 1.200 mittelalterliche Handschriften und wird von Forschern und Interessierten aus aller Welt besucht. Wichtiges wirtschaftliches Standbein des Stifts ist seit seiner Gründung der Weinbau.

Das Weingut Stift Klosterneuburg steht für international bekannte Spitzenweine und ist nicht nur das älteste und eines der größten des Landes, sondern hat sich auch als erstes Weingut Österreichs der Klimaneutralität verschrieben. Das eigene Obstgut, das ebenfalls bereits im Gründungsjahr 1114 angelegt wurde, besteht hauptsächlich aus erlesenen Apfelsorten und wird wie die gesamte Landwirtschaft des Stifts nach biologischen Richtlinien bestellt. Zehn Prozent des Gesamtgewinns aus den Betrieben des Klosters werden für soziale Projekte eingesetzt, so erfüllt das Stift eines seiner wichtigsten Anliegen: die Hilfe für Menschen in Not. Das Markenmotiv der Sondermarke zeigt das Stift Klosterneuburg aus der Sicht des im Jahr 2001 verstorbenen Künstlers August Walla, einem der wichtigsten Vertreter der Art Brut und Bewohner vom Gugginger Haus der Künstler.





Nennwert: EUR 1,45
Ausgabetag: 24.4.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus, nach einer Vorlage von August Walla
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH, Kombinationsdruck, Offset-Stich (© Etch-Art by OeSD)
Auflage: 220.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3132
 
Brigitte Am: 02.04.2014 07:15:00 Gelesen: 227133# 368 @  
Serie „Weinregionen Österreichs”
Sondermarke „Wachau“

Sanfte Hügel treffen auf steile Terrassen, blühende Obstgärten werden von historischen Stiften, Schlössern und Burgen gesäumt, charmante Ortschaften laden zu einem Spaziergang ein und sorgen fürs leibliche Wohl – so kennt und liebt man die Wachau, die nicht von ungefähr UNESCO-Welterbe ist. Die Sondermarke „Wachau“ präsentiert diese einmalige Flusslandschaft zwischen Melk und Krems, die den Menschen seit jeher einen fruchtbaren und inspirierenden Lebensraum bietet und Österreichs berühmteste Weine hervorbringt.

Die Weinkultur der Wachau reicht bis ins erste vorchristliche Jahrhundert zurück, als das Gebiet von den Römern besiedelt wurde. Im Mittelalter waren die Weine dieser Region bereits weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Heute werden auf einer Fläche von etwa 1.350 Hektar vor allem Weißweine angebaut, das spezielle Klima und die Böden der Flusslandschaft bilden gemeinsam mit der großen Expertise und Erfahrung der Winzer das Erfolgsrezept der Wachauer Weine. Hier trifft die atlantischgemäßigte Luft auf pannonische Warmluft und auf kühle Fallwinde aus dem Waldviertel, und dieses Zusammenspiel erzeugt ein Mikroklima, das sich je nach Hanglage und Geländeart unterschiedlich auswirkt. Die kargen Urgesteinsböden, die von Lössinseln durchzogen sind und in Richtung Fluss in einen sandigen Boden übergehen, sorgen für den eher geringen Fruchtansatz der Reben, der wiederum die einzigartige geschmackliche Intensität der Wachauer Weine ausmacht.

1983 wurde die Vinea Wachau Nobilis Districtus gegründet, eine Vereinigung von Winzern, die mit ihren mittlerweile fast 200 Mitgliedern ungefähr 85 Prozent der Wachauer Weinanbaufläche bewirtschaftet. Der gesicherte Ursprung, die naturbelassene Weinproduktion und eine strenge Selbstkontrolle gehören zu den obersten Direktiven der Vinea Wachau und machen sie zu einem weltweiten Garanten für höchste Weinqualität. Ihre Spitzenweine werden je nach Alkoholgehalt in drei Marken eingeteilt: Die „Steinfeder“ hat einen maximalen Alkoholgehalt von 11,5 Vol.-%, das „Federspiel“ erlaubt einen Alkoholgehalt von bis zu 12,5 Vol.-%. Die wertvollsten Weine der Vinea Wachau werden als „Smaragd“ bezeichnet, diese weisen einen Alkoholgehalt von über 12,5 Vol.-% auf.

Die Sondermarke „Wachau“ ist speziell dem Riesling gewidmet, der neben dem Grünen Veltliner zu den bekanntesten Weinsorten der Region zählt und gerne als „König der Weißweine“ bezeichnet wird. Das abgebildete barocke Kellerschlössel in Dürnstein gehört zur Winzergenossenschaft „Domäne Wachau“, die eines der ältesten Weingüter Österreichs und das größte der Wachau bewirtschaftet. Das Kellerschlössel wurde in den Jahren 1714 bis 1719 erbaut und ist ein gern besichtigtes Wahrzeichen inmitten der malerischen Kulturlandschaft.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 3.5.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Entwurf: Österreichische Post AG
Grafik: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
Offsetdruck/
Auflage: 700.000 Marken in Kleinbögen zu 10 Stück
MiNr. 3133
 
Brigitte Am: 04.04.2014 07:04:00 Gelesen: 226827# 369 @  
Sondermarke „EUROPA 2014 - Nationale Musikinstrumente ‚Zither‘”

Wie jedes Jahr wird von der Vereinigung der europäischen Postgesellschaften Posteurop ein gemeinsames Markenthema auserwählt, heuer zieren nationale Musikinstrumente die Europamarken. Die Österreichische Post hat sich für die Zither entschieden, ein Instrument, das zwar für alpenländische Tradition steht, aber schon längst auch den Einzug in moderne Ensembles gefunden hat.

Die Zither gehört zu den Zupfinstrumenten und wird am Tisch liegend gespielt. Die fünf Melodiesaiten sind über ein Griffbrett gespannt, sie werden mit der linken Hand gegriffen und mit einem Metallring am Daumen der rechten Hand angeschlagen. Die bis zu 37 Freisaiten werden mit den übrigen Fingern der rechten Hand gespielt und begleiten die Melodie.

Die Zither in ihrer heutigen Form existiert erst seit dem 19. Jahrhundert. Hölzerne Resonanzkörper, über die Saiten gespannt werden, gab es jedoch schon in der Antike – sie wurden in vielen verschiedenen Kulturen gebaut und gespielt. Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus musizierten die Griechen mit der „Kithara“, in der Bibel wird die Zither ebenfalls oft erwähnt und auch in Asien hatte sie viele regionale Urverwandte.

Der Vorgänger der alpenländischen Zither ist jedoch das mittelalterliche Scheitholz, das erstmals im 16. Jahrhundert beschrieben wurde. Die Erfolgsgeschichte des Saiteninstruments begann um 1820 mit dem Wiener Johann Petzmayer, der die Zither weiterentwickelte und salonfähig machte. Bürgertum, Adel und sogar der Kaiser begeisterten sich für das Instrument, das dem Hang zur Folklore in der Biedermeierzeit durchaus entsprach. Petzmayer wurde auch an den bayrischen Hof eingeladen, wo er Herzog Maximilian das Zitherspiel beibrachte, seine Tochter Sisi – die spätere Kaiserin Elisabeth – brachte es schließlich an den Wiener Hof. In der Folge entstanden zahlreiche Zitherschulen, das Instrument erfuhr viele bauliche Veränderungen und wurde weltweit exportiert. Der bayrische Instrumentenbauer Max Amberger schuf 1862 die erste Konzertzither, von den unterschiedlichen Besaitungsarten setzten sich zwei durch: die heute vorherrschende Münchner Stimmung und die abweichende Wiener Stimmung, in der das weltberühmte Harry-Lime-Thema des Films „Der dritte Mann“ komponiert wurde. Heute gilt die Zither nicht mehr als reines Volksmusikinstrument. Vor allem seit den 1960er-Jahren wird sie zunehmend auch in zeitgenössischer Musik wie Jazz, Blues und Weltmusik, aber auch im Pop und Rock eingesetzt.

Das Motiv der Marke wurde von der Grafikerin Silvia Moucka entworfen, die schon zahlreiche Briefmarken für die Österreichische Post gestaltete. Gezeigt wird eine alpenländische Konzertzither in der traditionellen Salzburger Form – die heute am häufigsten gebaute und verwendete Zitherart.





Nennwert: EUR 0,70
Ausgabetag: 9.5.2014
Markengröße: 29,6 x 38,5 mm
Grafikentwurf: Silvia Moucka
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3134
 
Brigitte Am: 07.04.2014 07:06:00 Gelesen: 226302# 370 @  
Serie „Wildtiere und Jagd”
Sondermarke „Waldschnepfe“

Der kleine gedrungene Waldvogel ist dank seiner perfekten Tarnung und seines scheuen Wesens tagsüber fast unsichtbar, erst in der Dämmerung wagt sich der Einzelgänger aus seinem Versteck, um sich auf Nahrungs- oder Partnersuche zu begeben. Die neue Sondermarke aus der Serie „Wildtiere und Jagd“ ist der Waldschnepfe gewidmet, die sich oft erst durch ihren markanten Balzruf zu erkennen gibt.

Die Waldschnepfe (wissenschaftlich Scolopax rusticola) ist mit 35 Zentimetern etwa taubengroß, ihr auffallendstes Merkmal ist der lange Schnabel, der auf die nächtliche Futtersuche spezialisiert ist: Mit seinem beweglichen Ende erlaubt er der Schnepfe, auch ohne Sicht der feuchten Walderde Würmer, Larven und Insekten zu entlocken – pflanzliche Kost kommt nur im Notfall in Frage. Ihre großen dunklen Augen sind am rundlichen Kopf so weit hinten positioniert, dass sie ihr ein Blickfeld von 360° ermöglichen, das dichte bräunliche Federkleid der Waldschnepfe ist mit dunklen Flecken, Streifen und Zacken geschmückt. Männchen und Weibchen tragen die gleiche raffinierte Färbung: drückt sich die Waldschnepfe an den Waldboden, ist sie mit freiem Auge kaum auszumachen – am ehesten ist sie auf ihrem Balzflug durch die Baumwipfel zu beobachten. Die Balz, auch „Schnepfenstrich“ genannt, beginnt im Frühjahr, in der Dämmerung ziehen die Hähne ihre Kreise über Waldlichtungen und Waldränder und stoßen ihr typisches „Quorren“ und „Puitzen“ aus. Werden sie von einer Henne erhört, lassen sie sich wie ein Stein auf den Boden fallen, wo sich beide aufgeplustert begrüßen. Nach der Paarung zieht das Männchen weiter, das Weibchen übernimmt die Brut und die Jungenaufzucht, die allerdings nur etwa vier Wochen dauert. In dieser Zeit beschützt sie ihre Jungen äußerst effektiv, in Notsituationen kann sie ihre Küken sogar bis zu 100 Meter weit im Flug transportieren.

Das Verbreitungsgebiet der Waldschnepfe erstreckt sich von Westeuropa bis nach Japan; in Österreich findet man sie vor allem in den Fichten-Tannen-Buchenwäldern des Alpenraums und der Böhmischen Masse. Je nach geografischer Lage ist sie ein Zug- oder Standvogel: Während sie in Österreich nur äußerst selten überwintert, verweilt sie auf großen Teilen der Britischen Inseln, in Belgien oder den Niederlanden das ganze Jahr. Die südlichen Gebiete dienen der Schnepfe als Winterdomizil. Die Bejagung der Waldschnepfe ist in Österreich gestattet, doch nur außerhalb der Balz-, Brut-, Nist- und Aufzuchtzeiten. Die große Herausforderung für den Jäger besteht wohl im Aufspüren des gut verborgenen Vogels.

Das Markenmotiv zeigt einen männlichen und einen weiblichen Vogel, entworfen wurde die Sondermarke von der Künstlerin Kirsten Lubach.





Nennwert: EUR 1,70
Ausgabetag: 16.5.2014
Markengröße: 40 x 32,5 mm
Entwurf: Kirsten Lubach
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH
Kombinationsdruck, Offset-Stich (© Etch-Art by OeSD)
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3135
 
Brigitte Am: 09.04.2014 07:03:00 Gelesen: 226024# 371 @  
Sondermarke „175 Jahre Traunseeschifffahrt”

Der malerische und glasklare See inmitten des oberösterreichischen Salzkammerguts gehört zu den schönsten Seen Österreichs. Vor allem in den warmen Monaten zieht es unzählige Besucher nicht nur ins, sondern auch auf das Wasser – die Traunsee Schifffahrt hat eine lange und große Tradition: Vor 175 Jahren wurde hier erstmals ein See von einem Dampfschiff befahren. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums gibt die Österreichische Post eine Sondermarke heraus.

Am 13. März 1829 gründeten die Engländer John Andrews und Joseph Prichard die „Erste k. k. privilegierte Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft“, kurz DDSG. Als Leiter der Werft engagierten sie ihren Landsmann Joseph J. Ruston. 1836 verließ Andrews die DDSG und gründete bald darauf die Traunseeschifffahrt. Der beginnende Tourismus sowie der Salztransport der Saline Ebensee machten den Traunsee zu einer vielversprechenden Einnahmequelle. Ruston schloss sich Andrews an und entwarf den Dampfer „Sophie“, der am 15. Mai 1839 offiziell seinen Dienst aufnahm.

Die Dampfschifffahrt auf dem Traunsee erlebte bald ihre Hochblüte. Der Fremdenverkehr der Region wuchs stetig und mit ihm die Nachfrage nach Rundfahrten, Personentransporten und Frachtfahrten. 1858 wurde der zweite Dampfer „Elisabeth“ eingeweiht, ein paar Jahre später wurde das 52 Meter lange Schiff „Gisela“ in Rustons Werft in Wien gebaut – ausgestattet mit einer Dampfmaschine aus Prag.

1872 lichtete die „Gisela“ mit einer Konzessionierung für 501 Fahrgäste und einer Besatzung von sechs Mann erstmals den Anker. Es sollten noch zwei kleinere Dampfer folgen, doch mit der Errichtung von Straßen sowie der Bahnverbindung zwischen Traunkirchen und Ebensee verringerte sich allmählich die wirtschaftliche Bedeutung der Traunseeschifffahrt.

Im Sommer 1950 gründete Karl Eder einen Schifffahrtsbetrieb am Traunsee. Seine besonderen Ausflugsangebote wie etwa die „Schlösserrundfahrt“ fanden schnell großen Anklang bei den Seebesuchern. 1977 übernahm er die Traunseeschifffahrt, und seit 1984 leitet sein Sohn Karlheinz den Betrieb äußerst erfolgreich. Heute sind insgesamt fünf Schiffe im Einsatz, von der denkmalgeschützten „Gisela“ über das nostalgische Motorschiff „MS Rudolf Ippisch“ (Baujahr 1928) bis hin zur hochmodernen „MS Poseidon“. Die Schiffe laden zu verschiedenen Rundfahrten ein, können aber auch für spezielle Anlässe gemietet werden. Sogar im Winter bietet die Traunseeschifffahrt romantische Panoramafahrten an. Die Silvesterfahrt mit Menü ist jedes Jahr ein besonderes Highlight am Traunsee.

Die Sondermarke „175 Jahre Traunseeschifffahrt“ wurde vom Grafiker Tristan Fischer mit Pastellkreide gemalt und zeigt die „Gisela“ – eines der ältesten Dampfschiffe weltweit und eine der größten Attraktionen auf dem Traunsee.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 17.5.2014
Markengröße: 40 x 30 mm
Entwurf: Tristan Fischer
Druck: Österreichischen Staatsdruckerei GmbH
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3136
 
Brigitte Am: 11.04.2014 07:04:00 Gelesen: 225795# 372 @  
Sondermarke „20 Jahre Erzbergrodeo”

Am 29. Mai 2014 ist es wieder soweit: Der Geruch nach Benzin, laute Motoren und eine Megaparty machen das sonst so idyllische Städtchen Eisenerz für vier Tage zum Zentrum des Endurosports. Das Spektakel lockt mit jedem Jahr mehr Herausforderer und Besucher an und zählt zu den härtesten und größten Offroadrennen der Welt. Dies wird auf der aktuellen Sondermarke „Erzbergrodeo“ auf den Punkt gebracht.

Der Endurosport findet in Europa praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, als Andreas Werth und Karl Katoch 1994 beschließen, durch ein handfestes Rennen ohne viel Bürokratie oder Regelwerk die Faszination der „Gatschhupfer“ einem breiteren Publikum zu erschließen. Mit dem steirischen Erzberg ist der richtige Austragungsort schnell gefunden, und bereits im folgenden Jahr starten 120 Biker, die bis an ihr Äußerstes gehen, um den Berg zu bezwingen. Der Erzberg setzt seinen Herausforderern nicht nur seine Steilhänge entgegen – auch jähe Abfahrten, enge Waldpassagen und Geröllwüsten verlangen den Fahrern einiges ab. Der Offroad-Event spricht sich herum wie ein Lauffeuer, bereits 1999 starten über 1.000 Fahrer, die aus allen Teilen der Welt kommen. Immer mehr Besucher zieht es zum Rodeo, die sich neben dem verwegenen Wettkampf auch die anschließenden Partys nicht entgehen lassen wollen.

Das Programm des viertägigen Großereignisses startet mit dem berüchtigten „Generali Iron Road Prolog“, bei dem 1.500 Biker an den Start gehen – Voraussetzung ist lediglich eine voll funktionstüchtige Maschine. Die Regeln sind einfach: Auf 13,5 Kilometern Schotterpiste gilt es möglichst schnell und unfallfrei den Gipfel zu erreichen. Gefahren wird am Freitag und Samstag, die bessere Leistung wird gewertet, und die besten 500 qualifizieren sich für das knochenharte „Red Bull Hare Scramble“. Hier müssen die Fahrer ihre Maschinen in vier Stunden 30 Kilometer über Berg, Felsen, Schlamm und Gewächs bringen – die meisten scheitern jedoch bereits an den ersten Hängen. Als Trophäe winkt weder Geld noch ein Pokal, sondern ein Stück des Erzbergs in Form eines Steins. Seit 2009 sorgt der „Kärcher Rocket Ride“ für zusätzliche Furore – die Rennfahrer werden auf einen dreiteiligen Steilhang geschickt, den sie in Bestzeit bewältigen sollen. Bei der „Freestyle MX-Party“ zeigen die weltweit besten Motocross-Freestyler ihre atemberaubenden Tricks, während DJs und Cocktails für einen stimmungsvollen Übergang zur anschließenden legendären Rider’s Party sorgen.

Am Freitag, dem 30. Mai, macht sich das gesamte Teilnehmerfeld unter Führung von Karl Katoch abends auf nach Eisenerz – mit dieser Motorradsternfahrt bedankt sich der Tross bei den Einheimischen, die das Erzbergrodeo seit nunmehr 20 Jahren tatkräftig unterstützen und möglich machen.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 29.5.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus, nach einer Vorlage von Martin Kettner
Druck: Österreichischen Staatsdruckerei GmbH
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3137
 
Brigitte Am: 29.04.2014 10:20:35 Gelesen: 223303# 373 @  
Sondermarkenblock „Heiligsprechung von Päpsten durch Papst Franziskus“

Am 27. April 2014, dem Tag der göttlichen Barmherzigkeit, feierte die römisch-katholische Kirche ein einmaliges Ereignis: Papst Franziskus sprach an diesem Tag zwei Päpste heilig. Beide haben in jeweils ganz besonderer Weise diese größte christliche Kirche maßgeblich geprägt. Die Österreichische Post würdigt den bedeutsamen Tag mit einem Sondermarkenblock.

Angelo Giuseppe Roncalli wurde am 28. Oktober 1958 im Alter von 77 Jahren zum Papst gewählt und nahm den Namen Johannes XXIII. an. Er überraschte mit seinem Mut zu Reformen und berief das Zweite Vatikanische Konzil ein, das eine Erneuerung und Öffnung der Kirche forderte, den Dialog mit Andersgläubigen suchte und jedem Menschen Religionsfreiheit zugestand. Johannes XXIII. war ein Mensch der Bescheidenheit und des Friedens und vermittelte etwa während der Kubakrise zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow. Er verstarb am 3. Juni 1963 noch vor dem Ausgang des Konzils, am 3. September 2000 wurde er von Johannes Paul II. seliggesprochen.

Dieser wurde als polnischer Kardinal Karol Wojtyla zum Papst gewählt. Mehr als 26 Jahre dauerte das Pontifikat von Johannes Paul II., durch sein Engagement für den polnischen Widerstand und gegen das kommunistische Regime wurde er zum Nationalhelden in seiner Heimat und zum Symbol für die Befreiungsbewegungen im damaligen Ostblock. Sein charismatisches Wesen und der Einsatz für die Völkerverständigung brachten ihm Bewunderung und Respekt aus der ganzen Welt ein. Treffen mit Machthabern wie Michail Gorbatschow oder Jassir Arafat, aber auch sein Schuldbekenntnis „Mea Culpa“, in dem er für historische Vergehen und Irrtümer der römisch-katholischen Kirche um Vergebung bat, hatten großen symbolischen Wert. Am 2. April 2005 erlag Johannes Paul II. seiner schweren Krankheit, seine Seligsprechung erfolgte am 1. Mai 2011 durch Papst Benedikt XVI.

Durch die Heiligsprechung dieser beiden Glaubensväter setzt Papst Franziskus ein Zeichen – sie gehören nicht nur zu den beliebtesten Päpsten des 20. Jahrhunderts, sondern auch zu den wirkungsmächtigsten. Beide engagierten sich zeitlebens für die Menschenrechte, kämpften gegen Armut und Krieg und sorgten dafür, dass die Menschheit ungeachtet ihrer Herkunft oder Konfession näher zusammenrückte.

Der Markenblock zeigt die Konterfeis von drei Päpsten, die die römisch-katholische Kirche in ihrer Vielschichtigkeit repräsentieren. Im Hintergrund ist das Innere der prachtvollen Kuppel des Petersdoms abgebildet – das religiöse Zentrum des Vatikans und der katholischen Christenheit.





Nennwert: EUR 1,94 (0,62+0,62+0,70)
Ausgabetag: 5.6.2014
Markengröße: 29 x 37 mm
Blockgröße: 120 x 100 mm
Grafikentwurf: Marion Füllerer
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Offsetdruck / offset printing
Auflage: 150.000 Blocks mit 3 Marken
MiNr. 3138 (0,62 li.) / MiNr. 3139 (0,62 re.) / MiNr. 3140 (0,70)
 
Brigitte Am: 02.05.2014 07:11:00 Gelesen: 222859# 374 @  
Serie „Österreichische Erfindungen”
Sondermarke „Nähmaschine - Josef Madersperger“

Er widmete sein Leben der Konstruktion und Perfektion der „Nähhand“. Zwar gilt er heute nicht als alleiniger Erfinder der Nähmaschine, seine wegweisende Pionierarbeit ist aber unumstritten. Die Österreichische Post ehrt den innovativen Schneidermeister Josef Madersperger, der den weltweiten Siegeszug der Nähmaschine nicht mehr miterleben durfte, mit einer Sondermarke.

Am 6. Oktober 1768 als Sohn eines Schneidermeisters geboren, trat der junge Kufsteiner Josef Madersperger schon bald in die beruflichen Fußstapfen seines Vaters. Im Alter von etwa 20 Jahren zog er nach Wien und etablierte sich hier als Schneider – sein Hauptaugenmerk lag aber vermutlich weniger auf der beschwerlichen Schneiderarbeit als auf der Entwicklung eines Apparates, der diese um einiges erleichtern sollte. Die ersten Versuche, die menschlichen Nähbewegungen maschinell nachzuahmen, unternahm Madersperger bereits um die Jahrhundertwende. Bald ging er dazu über, eine an beiden Enden spitze Nadel mit einem Öhr in der Mitte zu verwenden – so konnte die Nadel mittels zweier Greifer abwechselnd von oben nach unten und umgekehrt durch den Stoff geführt werden. Noch immer nicht zufrieden mit seinem Werk, entwickelte er schließlich eine Nadel, deren Öhr sich an der Nadelspitze befand. Diese stach nur noch von oben durch den Stoff und zog auf der Unterseite einen Kettfaden durch eine Fadenschlinge. Ein System, das die Grundlage für moderne Nähmaschinen bildete.

Madersperger suchte 1814 für seine Nähhand um die Verleihung eines k. k. Privilegiums an, konnte jedoch die Kosten zum Schutz seiner Erfindung nicht aufbringen, weshalb das Privilegium nur vier Jahre später wieder erlosch. 1835 präsentierte er auf einer Gewerbeausstellung in Wien den von ihm erfundenen und für warme Kleidung geeigneten Doppelstoff, den er auf der mittlerweile fünften Version seiner Nähmaschine anfertigte; ein paar Jahre später erfolgte die Verleihung einer Bronzemedaille durch den Niederösterreichischen Gewerbeverein. Dies alles trug dennoch nicht zu einem kommerziellen Erfolg seiner bedeutsamen Erfindung bei – Josef Madersperger verstarb mittellos am 2. Oktober 1850 im Wiener Versorgungshaus. 1846 meldete indes der US-Amerikaner Elias Howe ein Patent für eine Doppel-Stich-Nähmaschine an, das ihm und Isaac Merritt Singer, der die industrielle Nähmaschinenerzeugung begründete, zu großem Reichtum verhalf.

Die Sondermarke „Nähmaschine – Josef Madersperger“ führt die Serie „Österreichische Erfindungen“ fort. Das Motiv zeigt neben dem erst posthum gewürdigten Erfinder seine „Eiserne Hand“, die er 1839 dem damaligen Wiener k. k. Polytechnischen Institut (die spätere Technische Hochschule) vermachte und die nun zu den beliebtesten Schaustücken des Technischen Museums in Wien zählt.





Nennwert: EUR 0,70
Ausgabetag: 6.6.2014
Markengröße: 31,8 x 50 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V. Offsetdruck / offset printing
Auflage: 700.000 Marken in Kleinbögen zu 10 Stück
MiNr. 3141
 
Brigitte Am: 05.05.2014 07:06:00 Gelesen: 222486# 375 @  
Sondermarke „150 Jahre MAK”

Seit 150 Jahren ist das Österreichische Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst (MAK) ein bedeutendes Zentrum für Kunst, Design und Architektur. Das MAK ist nicht nur ein Ort der Präsentation künstlerischer Werke, sondern seit jeher auch um die Vermittlung zwischen Kunst, Industrie und Wirtschaft bemüht – mit dem Ziel der Eingliederung von Kunst in den Alltag. Auch der Förderung von Kunstschaffenden hat sich das MAK von Anfang an verschrieben. Die Österreichische Post gratuliert zu diesem Jubiläum mit einer außergewöhnlichen Sondermarke. Vorreiter und Initiator für die Schaffung eines neuartigen Museums war der Wiener Universitätsprofessor Rudolf von Eitelberger. Dieses Kunsthaus sollte einerseits Schauraum für Künstler, Industrielle und Kunstinteressierte werden, andererseits Ausbildungsstätte für Kunsthandwerker und Entwerfer.

1863 stimmte Kaiser Franz Joseph I. der Gründung des „k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie“ zu, das schließlich am 12. Mai 1864 eröffnet wurde. Das von Heinrich von Ferstel eigens für das Museum entworfene Gebäude am Stubenring wurde 1871 bezogen. Dort wurde vorerst auch die Wiener Kunstgewerbeschule untergebracht – eine Trennung der beiden Institutionen erfolgte erst im Jahr 1909. Das Museum stellte von Beginn an eine Schnittstelle zwischen Kunst und Industrie dar, behauptete sich durch zahlreiche Ausstellungen und erfreute sich schon bald einer großen internationalen Reputation. Jede neue Kunstströmung fand hier ihren Platz, aber auch die Übernahmen großer Sammlungen wie etwa des Nachlasses der Wiener Porzellanmanufaktur, der Asiensammlungen von Arthur von Scala und Heinrich von Siebold, auserlesener Orientteppiche aus ehemals kaiserlichem Besitz oder des Archivs der Wiener Werkstätte führten zu einer ständigen Bereicherung des Museums.

1965 wurde mit dem Geymüllerschlössel die erste Außenstelle angegliedert, das MAK Center for Art and Architecture mit insgesamt drei Standorten in Los Angeles, der Gefechtsturm im Wiener Arenbergpark sowie das Geburtshaus von Josef Hoffmann im tschechischen Brtnice sollten folgen und noch mehr Möglichkeiten für Sonder- und Dauerausstellungen bieten.

Im großen Jubiläumsjahr 2014 werden neben der laufenden Schausammlung „Wien 1900“ auch die Schausammlungen „ASIEN. China – Japan – Korea“ sowie „Teppiche“ einem interessierten Publikum zugänglich gemacht. Weitere Höhepunkte bilden die Eröffnung des MAK DESIGN LABOR, eine Neugestaltung der MAK-Studiensammlung und die Ausstellung „VORBILDER. 150 Jahre MAK: vom Kunstgewerbe zum Design“.

Die von Dieter Kraus entworfene Sondermarke „150 Jahre MAK“ zeigt neben dem farbenkräftigen Jubiläumslogo das imposante Gebäude, das der erste Museumsbau an der damals neugestalteten Wiener Ringstraße war.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 10.6.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Grafikentwurf: Dieter Kraus
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3142
 
Brigitte Am: 07.05.2014 07:04:00 Gelesen: 222178# 376 @  
Sondermarke „50. Todestag Hans Moser”

Er nörgelte, raunzte, nuschelte, schlug sich mit Alltagssorgen herum und musste oft erst vom eigenen Glück überzeugt werden – kein anderer verkörperte den typischen Wiener charmanter und formvollendeter als Hans Moser. Mit rund 160 Filmen und vielen Theaterrollen schuf der kleine Mann ein großes unvergessliches Werk. Die Österreichische Post widmet ihm anlässlich seines 50. Todestages eine Sondermarke. Am 6. August 1880 kam der Bildhauersohn Johann Julier in Wien auf die Welt. Die Liebe zur Schauspielerei erfasste ihn schon bald, heimlich nahm er Unterricht bei dem Hofschauspieler Josef Moser, der ihn auch zu seinem Künstlernamen inspirierte.

Seine ersten Bühnenerfahrungen sammelte er in Provinztheatern und Wanderbühnen. 1903 wurde er Ensemblemitglied beim angesehenen Wiener „Theater in der Josefstadt“, ab 1907 war er wieder auf diversen kleinen Bühnen Österreich-Ungarns unterwegs. 1911 heiratete er Blanca Hirschler, die zwei Jahre später die gemeinsame Tochter Margarete zur Welt brachte. Während des Ersten Weltkriegs diente Hans Moser als Ersatz-Reserve-Infanterist und fand ausgerechnet an der Front sein komisches Talent bestätigt, das er nach dem Krieg in verschiedenen Kabaretts und Varietés perfektionierte. 1923 wurde er von Robert Stolz ans Wiener Ronacher geholt, wo er mit dem Sketch „Der Dienstmann“ seinen künstlerischen Durchbruch feierte.

Zwei Jahre später engagierte ihn der große Max Reinhardt abermals für das Theater in der Josefstadt. Hans Moser spielte in Stücken von Nestroy, Horváth oder Schnitzler und avancierte zu einem der gefragtesten Schauspieler Wiens. In den 1930er-Jahren zog es ihn zum Film, der sein großartiges Talent einem noch breiteren Publikum zugänglich machte: Hans Moser schlüpfte fortan in die Rolle des kauzigen, kleinbürgerlichen Paradewieners und spielte und sang sich in die Herzen der Zuseher. Seiner großen Beliebtheit hatte er zu verdanken, dass er trotz seiner Ehe mit einer Jüdin während der NS-Zeit weiterhin arbeiten durfte, seine Gattin musste allerdings nach Budapest emigrieren.

Nach dem Krieg bezog Moser mit seiner Ehefrau eine Villa in Hietzing und brillierte weiterhin in unzähligen Filmen mit Partnern wie Theo Lingen, Romy Schneider, Paul Hörbiger oder Heinz Rühmann. Er bespielte erstmals auch das Wiener Burgtheater und konnte Publikum wie Kritiker schließlich von seiner wahren schauspielerischen Größe überzeugen. Am 19. Juni 1964 starb Hans Moser an Lungenkrebs und wurde am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Die Sondermarke zeigt Hans Moser als Anton Lischka in der legendären Verwechslungskomödie „Hallo Dienstmann“ von Franz Antel aus dem Jahr 1952, die liebevoll an seinen ersten großen Erfolg in den Zwanzigerjahren erinnert.





Nennwert: EUR 0,70
Ausgabetag: 10.6.2014
Markengröße: 30 x 40 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: ANY Security Printing Company PLC.
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3143
 
Brigitte Am: 09.05.2014 07:11:00 Gelesen: 221879# 377 @  
Sondermarke „150. Geburtstag Richard Strauss”

Anlässlich des 150. Geburtstags von Richard Strauss präsentiert die Österreichische Post einen der bedeutendsten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts auf einer Sondermarke. Er galt in seiner frühen Schaffensphase als Wegbereiter der Moderne und Opernrevolutionär, die späteren klassizistisch eingefärbten Werke wurden ihm daher von manchem Kritiker übel genommen – seiner Beliebtheit und seiner weltweiten Bedeutung für die Musikwelt tut dies jedoch keinen Abbruch.

Richard Strauss erblickte am 11. Juni 1864 in München das Licht der Welt. Von seinem Vater, erster Hornist des Münchner Hoforchesters, erbte er die Musikalität, von seiner Mutter erhielt er die finanzielle Absicherung, die ihm künstlerische Unabhängigkeit ermöglichte. Im Alter von sechs Jahren begann er zu komponieren, bereits mit 20 Jahren wurde er Kapellmeister in Meiningen – weitere Engagements in München und Weimar machten Strauss zu einem der gefragtesten Dirigenten seiner Zeit. 1889 entstand mit „Don Juan“ eine seiner symphonischen Dichtungen, die er selbst als Tondichtungen bezeichnete. Bald wurde er als wichtigster junger Komponist Deutschlands gehandelt. Er heiratete die Sängerin Pauline de Ahna und konnte mit weiteren Tondichtungen wie „Till Eulenspiegel“ oder „Also sprach Zarathustra“ große Erfolge feiern. 1905 wurde seine Oper „Salome“ uraufgeführt, die sich textlich weitgehend an das Drama von Oscar Wilde hielt und aufgrund ihrer Neuartigkeit begeisterte, aber auch viele vor den Kopf stieß. Seine nachfolgende Zusammenarbeit mit dem Librettisten Hugo von Hofmannsthal ließ unvergessliche Opernwerke wie „Elektra“, „Der Rosenkavalier“ oder „Ariadne auf Naxos“ entstehen. Richard Strauss fungierte auch als Förderer und künstlerischer Leiter. Nach seinem Amt als Berliner Generalmusikleiter wurde er 1919 gemeinsam mit Franz Schalk für fünf Jahre Direktor der Wiener Staatsoper. Er war Mitbegründer der Salzburger Festspiele und setzte sich stets für die Rechte Musikschaffender ein.

Weniger rühmlich waren die Jahre 1933 bis 1935, in denen er unter den Nationalsozialisten als Präsident der Reichsmusikkammer diente. Erst ein Streit über seinen neuen jüdischen Librettisten Stefan Zweig erzwang seinen Rücktritt, zu einem Bruch mit dem Regime kam es jedoch nie. Nach Kriegsende verbrachte Strauss einige Jahre in der Schweiz, wo er sein letztes Werk „Vier letzte Lieder“ komponierte. Er verstarb am 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen und hinterließ ein imposantes Gesamtwerk von rund 250 Musikstücken verschiedener Gattungen.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 11.6.2014
Markengröße: 50 x 31,8 mm
Entwurf: Kirsten Lubach
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
Offsetdruck
Auflage: 700.000 Marken in Kleinbögen zu 10 Stück
MiNr. 3144
 
Brigitte Am: 12.05.2014 07:15:00 Gelesen: 221449# 378 @  
Sondermarke „20. Jahrestag der Volksabstimmung über den EU-Beitritt Österreichs”

Vor mittlerweile 20 Jahren, am 12. Juni 1994, wurde das österreichische Volk im Rahmen einer Volksabstimmung zum Beitritt zur Europäischen Union befragt. 66,6 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten mit „Ja“. Diese hohe Zustimmung ebnete den Weg für die Aufnahme Österreichs in die EU am 1. Jänner 1995. Die Österreichische Post widmet in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich
diesem Ereignis eine Jubiläums-Sondermarke.

Lange war ein Beitritt Österreichs in die Europäische Gemeinschaft vor allem aus neutralitätsrechtlichen Gründen undenkbar gewesen. Nach Ende des Kalten Krieges und der Öffnung des Eisernen Vorhangs änderten sich die Vorzeichen. 1989 reichte Außenminister Alois Mock einen Beitrittsantrag ein, der ein Festhalten an der österreichischen Neutralität betonte, und 1993 begannen schließlich die Beitrittsverhandlungen.

Im März 1994 konnten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden. Da der EU-Beitritt grundlegende Veränderungen in der Verfassung mit sich brachte, musste die Bevölkerung ihre Zustimmung geben – es sollte nach Zwentendorf 1978 zum zweiten Mal in der Geschichte der Republik eine Volksabstimmung abgehalten werden. Die Regierungsparteien und Sozialpartner leiteten sogleich große Informationskampagnen ein. Am 12. Juni 1994 stimmten die Österreichinnen und Österreicher klar für einen Beitritt. Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 82,5 Prozent. Am 1. Jänner 1995 wurde Österreich gemeinsam mit Finnland und Schweden Mitglied der Europäischen Union.

Zu diesem Zeitpunkt war die "EU-phorie“ am größten. Die positive EU-Stimmung ging in den Folgejahren stark zurück, jedoch waren stets rund zwei Drittel der Bevölkerung gegen einen EU-Austritt. Heute herrscht weitgehend Einigkeit über die Vorteile, die mit der Mitgliedschaft verbunden sind: Vom freien Personenverkehr, einer freien Bildungsmobilität sowie verschiedenen Förderungen und Forschungsprojekten profitieren unzählige Menschen in Österreich. Der uneingeschränkte Zugang zum EU-Binnenmarkt, die gemeinsame Währung, aber auch die EU-Osterweiterung hatten eine Ankurbelung und Internationalisierung der heimischen Wirtschaft zur Folge.

Für die Gestaltung der Sondermarke veranstalteten die Österreichische Post und die Wirtschaftskammer Österreich einen Wettbewerb, an dem alle Schülerinnen und Schüler des Landes teilnehmen konnten. Der Entwurf von Moritz Dittrich, Raphael Strasser und Jakob Chisté der Klasse 3c des Brigittenauer Gymnasiums in Wien konnte die Fachjury überzeugen und belegte den ersten Platz.





Nennwert: EUR 0,62
Ausgabetag: 12.6.2014
Markengröße: 42 x 32,25 mm
Entwurf: Moritz Dittrich, Raphael Strasser, Jakob Chisté
Grafik: Regina Simon
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH
Offsetdruck
Auflage: 360.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3145
 
Brigitte Am: 14.05.2014 07:03:00 Gelesen: 221123# 379 @  
Serie „Sakrale Kunst in Österreich”
Sondermarke „Marientod von Hochfeistritz, Schatzkammer Gurk“

Als Fortsetzung der Serie „Sakrale Kunst“ gibt die Österreichische Post eine Sondermarke heraus, die ein kunst- und kirchengeschichtlich wertvolles Stück präsentiert: den Marientod von Hochfeistritz, ein farbig gefasstes Holzrelief aus dem beginnenden 16. Jahrhundert.

Als Marientod oder Dormitio Mariae (in der orthodoxen Kirche „Koimesis“) wird in der bildenden Kunst das immer wiederkehrende Motiv der sterbenden Mutter Gottes, die von den Aposteln umringt wird, bezeichnet. In der byzantinischen Kunst wurden die ersten Marientod-Darstellungen bereits um 900 angefertigt, im Abendland erst um die Jahrtausendwende. Apokryphen bzw. außerkanonische Schriften, die immer schon Inspirationsquelle von Kunstschaffenden waren, berichten von der Verkündung des nahen Todes von Maria durch einen Engel. Sie wünscht sich, noch einmal den Aposteln begegnen zu dürfen, die schließlich auf Wolken zu ihrem Sterbelager gesandt werden. Von Johannes erhält sie die heilige Kommunion, von Christus, den Erzvätern und einer Engelsschar wird sie in den Himmel begleitet.

Der Marientod von Hochfeistritz war ursprünglich Teil des religiösen Inventars der Pfarr- und Wallfahrtskirche zu „Unserer Lieben Frau in der F(e)ichten“, eine imposante Wehrkirchenanlage am südwestlichen Ausläufer der Kärntner Saualpe. Die spätgotische Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet und sollte mit Mauern, Schießscharten und ihrem Wehrturm vor einfallenden Türken schützen. Auf der Mensa des südlichen Seitenschiffs wurde das wertvolle Relief aufgestellt. Heute findet sich hier eine Kopie des Marientods, das Original wurde lange Zeit im Klagenfurter Diözesanmuseum aufbewahrt. Das Museum und mit ihm die gesamten Ausstellungsstücke haben nun einen neuen ehrwürdigen Platz gefunden: Im Mai 2014 öffnete die „Schatzkammer Gurk“ im Propsteihof des berühmten Doms zu Gurk ihre Pforten. Auf rund 700 Quadratmetern werden über 300 sakrale Kunstwerke aus Kärnten gezeigt, die die kirchliche Geschichte des Landes widerspiegeln.

Jeder Epoche ist ein Raum zugeschrieben, wobei die Gotik mit ihrem reichen Schatz an religiösen Relikten einen Schwerpunkt setzt – hier wird auch der Marientod von Hochfeistritz neben Flügelaltären, Tafelbildern, Einzelplastiken und anderen Kostbarkeiten präsentiert.





Nennwert: EUR 0,90
Ausgabetag: 13.6.2014
Markengröße: 35 x 35 mm
Grafikentwurf: Peter Sinawehl
Druck: Österreichische Staatsdruckerei GmbH
Kombinationsdruck, Offset-Stich (© Etch-Art by OeSD)
Auflage: 220.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
MiNr. 3146
 

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