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Thema: Heimatsammlung Mosigkau - Kleiner Vorort von Dessau
Das Thema hat 109 Beiträge:
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Magdeburger Am: 18.05.2014 17:40:12 Gelesen: 23834# 10 @  
@ WUArtist [#9]

Hallo WUArtist,

"leider" ist meist immer nur das Schloß als Motiv auf Karten zu sehen und passend dazu noch zwei Links zum Schloß:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mosigkau

http://www.gartenreich.com/de/besuchen/schloesser-und-gaerten/mosigkau/index.html

Wenn es nächste Woche schönes Wetter ist, mache ich mal aktuelle Fotos - auch von den 4 Eingängen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 24.05.2014 15:22:54 Gelesen: 23776# 11 @  
Liebe Sammelfreunde,

Apropos Schloß!



Es gehört zum sogenannten Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Es gab auch einen Stempel "DESSAU 2 Besucht ROKOKO - SCHLOSS UND PARK Mosigkau GALERIE DER NIEDERLÄNDER"



Wo genau der Stempel eingesetzt wurde, entzieht sich momentan meiner Kenntnis. Zumindestens liegen mir 4 Abschläge aus dem Zeitraum vom 12.04.1960 bis 28.09.1960 vor.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 21.07.2014 14:47:15 Gelesen: 23586# 12 @  
Liebe Sammelfreunde,

in der Zwischenzeit konnte ich eine Karte bekommen:



Gesendet wurde diese an Fräulein Emmy Meißner in Vockerode bei Wörlitz.



Die Rückseite zeigt (Dessau) Kochstedt (zumindestens ist es möglich, dass die Post an diesem Vorort vorbei ging. Die "Hohe Strasse" läuft noch heute von Dessau-Süd nach Kochstedt. Von dort ging es weiter nach Mosigkau. Allerdings ist diese nur etwas für Wanderer!

Schuricke's Gasthaus, das Gebäude existiert noch heute, war auch eine zeitlang das dortige Postamt, wie mir mitgeteilt wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Cantus Am: 21.07.2014 21:14:43 Gelesen: 23544# 13 @  
Hallo Ulf,

in "Petzolds Orts- und Gemeindelexikon des Deutschen Reiches" vom Oktober 1911 findet sich folgender Eintrag:

Mosigkau, Dorf, Herzogtum Anhalt, Kreis und Amtsgericht Dessau, 1.349 Einwohner, Postanstalt, Eisenbahnstation.

Im "Handbuch für das Deutsche Reich 1913", 38.Jahrgang, findet sich der Eintrag, dass (damals) unter der "Ober-Postdirektion zu Magdeburg für den preußischen Regierungsbezirk Magdeburg und für das Herzogtum Anhalt" in Mosigkau eine Postagentur bestand.

Zur weiteren Materialbeschaffung empfehle ich dir, Kontakt zu Roland Lieder in Lutherstadt Wittenberg [1] oder zu Herrn Lippold in Roßlau [2] aufzunehmen. Bei beiden ist die Möglichkeit gegeben, dass du da zumindest ältere Ansichtskarten bekommen kannst.

Viele Grüße
Ingo

[1] http://www.antiquitaetensammlung.de/antik-roland-lieder-in-lutherstadt-wittenberg-2125
[2] http://www.lippold-auktionen.de/
 
Magdeburger Am: 22.07.2014 15:00:31 Gelesen: 23497# 14 @  
@ Cantus [#13]

Hallo Ingo

danke für die Infos.

Hast du auch Infos zu Dessau-Kochstedt, bzw. -Alten ?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 22.07.2014 15:18:16 Gelesen: 23492# 15 @  
Hallo Zusammen,

wie schon in [#10] geschrieben:

Wenn es nächste Woche schönes Wetter ist, mache ich mal aktuelle Fotos - auch von den 4 Eingängen

Als erstes den Westeingang, welcher der einzig geöffnete ist. Gegenüber befindet sich ein Parkplatz. Der Zugang ist über die Knobelsdorffallee.



Der Nordeingang in der Chörauer Strasse. Gegenüber befindet sich die ehemalige Schule und Hort.



Der Südeingang in der Orangeriestrasse.



Schließlich der Osteingang in der Anhalter Strasse - hier ist eigentlich nur noch das Tor erhalten.



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Cantus Am: 22.07.2014 15:48:23 Gelesen: 23484# 16 @  
@ Magdeburger [#14]

Hallo Ulf,

ich zitiere dazu aus den selben beiden Werken.

Kochstedt

Dorf, Herzogtum Anhalt, Kreis und Amtsgericht Dessau, Post Mosikau, 780 Einwohner

Alten

Dorf, Herzogtum Anhalt, Kreis, Amtsgericht und Eisenbahnstation Dessau, 2.420 Einwohner, Postanstalt, Personenhaltestelle

Es scheint in Alten zwei Postagenturen gegeben zu haben, siehe Scan:



Viele Grüße
Ingo
 
Magdeburger Am: 22.07.2014 16:47:11 Gelesen: 23470# 17 @  
@ Cantus [#16]

Danke!

Kochstedt liegt am Rande des Forst Mosigkauer Heide. An Mosigkau selbst reichte er nicht an.

Alten liegt an der Bahnstrecke von Köthen nach Dessau weiter nach Berlin. Dazu dieser Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Anhaltische_Eisenbahn-Gesellschaft

Es gibt auch einen schönen Bericht vom 30. Juli 1840.



Die zurückgelegte Strecke war also Dessau-Alten-Mosigkau.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 26.07.2014 16:59:43 Gelesen: 23384# 18 @  
Liebe Sammelfreunde,

nachfolgende Karten möchte ich zeigen:

Aufgegeben am 26.01.1901 in Mosigkau nach Berlin



Die Rückseite



und

am 12.06.1937 nach Duisburg



die Rückseite dazu



Beide Karten zeigen Motive Dessaus. Vielfach wird "gesagt", die Mosigkauer liefen nach Dessau zum Markt, um ihre Waren zu verkaufen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 27.07.2014 16:58:06 Gelesen: 23354# 19 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal ein Beleg nach Mosigkau.



hier die Rückseite:



Wie ich schon erfahren habe, lief der Brief durch München. Auch kann ich noch erkennen, dass der Brief 1943 geschrieben wurde.

Wer kann mir noch mehr zu den kleinen Stempeln sagen? Von wann genau ist der Brief, wenn es erkennbar sein sollte?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Marcello Am: 27.07.2014 20:37:52 Gelesen: 23332# 20 @  
@ Magdeburger [#19]

Hallo Ulf,

die "kleinen" Stempelchen, wie du sie nennst, sind Zensurvermerke der Zensurstelle. Man erkennt auch daran, daß der Beleg die Zensur durchlief, an dem braunen Verschlußstreifen auf der linken Seite. Wenn du sagst, er ging über München, dann durchlief er die Zensurstelle München.

Grüße
Marcel
 
Altmerker Am: 27.07.2014 22:13:27 Gelesen: 23318# 21 @  
@ Marcello [#20]

Hallo,

darf man an der Zensur in München zweifeln?

Bisher habe ich von dort nur Belege gesehen, wo auch deutlich drauf aufmerksam gemacht wurde, Rundstempel z.B., Hinweis auf die Besatzungsmacht. Spricht der Nummer-Salat nicht eher für Österreichische Zensur oder was ganz anderes?

Gruß Uwe
 
Marcello Am: 27.07.2014 23:05:30 Gelesen: 23310# 22 @  
@ Altmerker [#21]

Servus,

daran gibt es nichts zu zweifeln. Die Zensurstelle München fertige nicht nur die Post ins Ausland, sondern auch aus dem Ausland ab. Diese Zensurstempel bzw. kleine Nummernstempel, kommen auf allen Zensurbelegen während des Krieges, die die deutschen Zensurstellen durchlaufen haben vor. Desweiteren spricht für eine deutsche Zensur, daß man neben dem Verschlußstreifen, den Stempel OKW, wenn auch schwach lesen kann. Als weiterführende Literatur empfehle ich:

Riemer, K.-H., Die Überwachung des Auslandsbriefverkehrs während des II. Weltkrieges durch deutsche Dienststellen, Handbuch und Katalog, 2. unveränderter Nachdruck 2004, 222 S. + Anlagen, mit ca 600 Abb., durchgängig mit Bewertungen, Standardwerk. Enthält die Prüf- und Hinweisstempel, die Zensur-Streifen und Einlagezettel die in den verschiedenen Prüfstellen in Deutschland und in den besetzten Gebieten verwendet wurden.

Gute Nacht
Marcel
 
Magdeburger Am: 28.07.2014 05:29:35 Gelesen: 23294# 23 @  
@ Marcello [#22]

Hallo Marcel

recht herzlichen Dank! Kannst Du mir noch sagen, was die Abkürzung OKW bedeutet?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Altmerker Am: 28.07.2014 11:38:15 Gelesen: 23268# 24 @  
@ Marcello [#22]

Danke. Ich hatte den Stempel OKW übersehen.

Gruß
Uwe
 
Marcello Am: 28.07.2014 16:59:51 Gelesen: 23237# 25 @  
@ Altmerker [#24]

Hallo,

klaro, kann ich dir das erklären. :o)

OKW heißt Oberkommando der Wehrmacht.

Gruß
Marcel
 
Altmerker Am: 28.07.2014 21:17:17 Gelesen: 23207# 26 @  
@ Marcello [#25]

Die Antwort wollte eigentlich der Magdeburger. :-)

Gruß
Uwe
 
Magdeburger Am: 02.08.2014 20:24:52 Gelesen: 23061# 27 @  
@ Marcello [#25]

Recht herzlichen Dank!

Liebe Sammelfreunde,

hier eine Karte, welche aus heutiger Sicht alles zum Dessau-Wörlitzer Gartenreich gehört.



Das Bild Gross-Kühnau war für mich (als Kind) immer "Die weissen Männer" und durch den Georgengarten (auch über die Brücke) bin ich gern spazieren gegangen.

Dass das Schloss in Mosigkau mit Bestandteil der Karte ist, freut mich natürlich besonders.

Die Karte lief von Rosslau (heute mit Dessau eine Doppel-Stadt) nach Chemnitz



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 08.09.2014 16:36:08 Gelesen: 22828# 28 @  
Liebe Sammelfreunde,

vor einiger Zeit konnte ich diese Karte, welche am 28.01.1914 nach Calbe gelaufen ist, erwerben:



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 20.02.2015 12:18:00 Gelesen: 22187# 29 @  
Liebe Sammelfreunde,

ein wenig von Mosigkau konnte ich in der Zwischenzeit bekommen.

So habe ich diese Karte vom Schloss, welches 1780 nach dem Tode der Prinzessin Anna Wilhelmine in ein "Stift für adlige unverheiratete Frauen" umgewandelt wurde. Dieses bestand bis 1945.



Diese Karte mit dem Motiv vom Schloss, als "Adliges Fräuleinstift" bezeichnet, lief am 06.08.1906 von Mosigkau nach Charlottenburg, wo sie am gleichem Tage ankam. Zusätzlich wurde "Weisser Hirsch ???" Dr-Lahmann Sanatorium.

Was steht hinter Hirsch?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 07.03.2015 15:15:29 Gelesen: 22079# 30 @  
Liebe Sammelfreunde,

nachfolgende Jahrhundertpostkarte - möglicherweise der billigste Typ?



Aufgegeben wurde diese am 15.03.1900 in Ballenstedt und war adressiert an Franz Bergt (in) Kochstedt by Mosigkau (Anhalt). Interessant ist jedenfalls, dass die Karte in Mosigkau mit dem normalen Tagesstempel ankunftgestempelt wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 08.03.2015 10:15:18 Gelesen: 22043# 31 @  
Liebe Sammelfreunde

heute mal ein Umschlag, welcher sogar noch den Briefinhalt hatte:



Der Brief stammt vom 29.07.1922, also der PP08 und ist in Berlin-Steglitz aufgegeben worden. Rückseitig ist erkennbar, dass der Absender aus Zehlendorf stammt.

Der Empfänger wird Otto Meinicke sein. Ich bin mir relativ sicher, dass beim Nachnamen nur der Anfangsbuchstabe falsch ist. Der Brief ist tarifgerecht mit einer 3 Mark Posthorn-Marke freigemacht worden.

Hier noch der Inhalt:



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 14.03.2015 17:35:23 Gelesen: 21948# 32 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute wieder ein Brief an ein Mitglied der Familie Heinicke (Meinicke ist nicht richtig):



Wie die Rückseite noch zeigt, stammt der Brief aus Rotta bei Kemberg und wurde vom Pastor Reichhardt geschrieben. Aufgegeben wurde er am 14.10.1922 und wie für die PP09 richtig mit 6 Mark frankiert. Die Marken wurden mit dem Bahnpoststempel Kemberg-Bergwitz entwertet. In Bergwitz gab es einen Anschluß an die Strecke Berlin - Wittenberg - Dessau - Köthen.

Auch der Inhalt ist erhalten geblieben:



Es sind die Seiten 4 links und 1 rechts



und die Seiten 2 links - Seite 3 rechts.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 21.03.2015 18:12:30 Gelesen: 21887# 33 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal ein Postschein für ein Mitglied der herzoglichen Familie zu Anhalt-Dessau:



Am 26.März 1863 wurde ein Brief mit einem Wert von 700 Thaler Preussisch Courant mit einem Gewicht von 2 6/10 Loth an Seine Hoheit den Prinzen Gerorg zu Anhalt nach Dresden aufgegeben. Die Nummer im Register wurde hier noch korrigiert.

Der Wertbrief selbst wird auch portofrei gewesen sein, da es sich hier um ein Mitglied des regierenden Hauses handelt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 22.03.2015 16:04:04 Gelesen: 21849# 34 @  
Liebe Sammlerfreunde,

da der Beleg auch hier u.U. mit hineinpaßt:



Am 03.03.1923, also PP13 wurde vom Amtsgericht Dessau an den Förster Funke in Alten by Dessau ein Brief mit Postzustellungsurkunde gesendet.

Die verklebten 280 Mark setzen sich zusammen aus 100 Mark für den Fernbrief + 80 Mark für die Zustellung und 100 Mark für die Rücksendung der Urkunde.

Alten ist heute ein Stadtteil von Dessau. Dort war und ist noch heute der erste Bahnhof auf dem Wege nach Köthen. Der nächster Halt ist dann in Mosigkau.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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