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Thema: Deutsches Reich Dauerserie Hitler
Das Thema hat 277 Beiträge:
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hajo22 Am: 25.08.2014 18:04:09 Gelesen: 40303# 103 @  
Brief vom 3.3.45 gestempelt Donaueschingen mit 10 und 15 Pfg. AH und beigesetztem Landpoststempel 17a Aselfingen an das Rote Kreuz/Vermisstenstelle in Genf.

Der Brief wurde von der Zensurstelle in München beanstandet "Zurück an Absender!" und roter Kastenstempel "Begründung inliegend".

Leider ist der Beanstandungszettel in diesem Fall nicht erhalten geblieben. Verboten waren z.B. Einlagen in die Briefe wie Fotos, Bildkarten, Briefe Dritter oder Kurzschrift (Steno) und Weiteres.



Schönen Tag.
Jochen
 
hajo22 Am: 27.08.2014 14:29:03 Gelesen: 40076# 104 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#28]

Einen Einschreibbrief mit 30 Pfg. Adolf Hitler Einzelfrankatur für R-Gebühr habe ich noch gefunden. Gestempelt 15.8.44 aus (9a) Sosnowitz, Ankunft Netzschkau 16.8. Man beachte die Postleitzahl (PLZ) 9a im Stempel. Die umgerüsteten (neuen) Stempel mit PLZ bis Kriegsende sind ein eigenes Sammelgebiet. Diese Stempel sind nicht häufig und sehr gesucht.

Postsache/Einsatz Osten

Diesmal sogar mit Inhaltsangabe "Brief an Schwester".



Viele Grüße
Jochen
 
Jürgen Zalaszewski Am: 27.08.2014 17:08:12 Gelesen: 40055# 105 @  
@ hajo22 [#104]

Hallo Jochen,

ein sehr schöner Beleg, sowie die anderen auch, die Du unter versch. Themen gepostet hast. Kann mich nur wiederholen, würden meiner Sammlung auch gut zu Gesicht stehen.

Danke fürs zeigen.

Gruß
Jürgen
 
Briefmarkentor Am: 27.08.2014 18:43:57 Gelesen: 40024# 106 @  
Inlandsdrucksache bis 20 g vom 25. März 1944 aus Olbernhau im Freistaat Sachsen (RPD Chemnitz) nach Oberneuschönberg im Freistaat Sachsen (RPD Chemnitz). Die Drucksache wurde portorichtig mit 3 Rpf in Einzelfrankatur (1 x Mi.-Nr. 782) freigemacht.


 
Briefmarkentor Am: 27.08.2014 18:45:18 Gelesen: 40021# 107 @  
Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g als Einschreiben vom 31. März 1944 aus Neubrandenburg im Land Mecklenburg (RPD Schwerin) nach Berlin (RPD Berlin). Der Brief wurde portorichtig mit 42 Rpf in Mischfrankatur (1 x Mi.-Nr. 794, 1 x Mi.-Nr. 827) freigemacht.


 
hajo22 Am: 27.08.2014 21:27:27 Gelesen: 39987# 108 @  
In [#103] zeigte ich einen von der Zensur beanstandeten und zurückgeschickten Brief an das Rote Kreuz in Genf.

Heute zeige ich einen beanstandeten Brief aus Alsfeld vom 15.1.45 in die Schweiz, zensiert in München und an den Absender zurückgeschickt. Diesem Brief lag der gedruckte Beanstandungszettel der Auslandsbriefprüfstelle noch bei.

Der Brief war zu lang (mehr als 2 Seiten). Die Beanstandung wurde unterstrichen.

Aus dem Zettel ist ersichtlich was alles nicht erlaubt war. Mein lieber Mann!



Schönen Abend.
Jochen
 
Briefmarkentor Am: 28.08.2014 11:57:45 Gelesen: 39935# 109 @  
Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 4. April 1944 aus Torgelow in der preußischen Provinz Pommern (RPD Stettin) nach Elster an der Elbe in der preußischen Provinz Sachsen (RPD Leipzig). Der Brief wurde portorichtig mit 12 Rpf in Mehrfachfrankatur (2 x Mi.-Nr. 785) freigemacht.


 
Briefmarkentor Am: 30.08.2014 14:30:04 Gelesen: 39814# 110 @  
Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 8. April 1944 aus Gamehl im Land Mecklenburg (RPD Schwerin) über Wismar nach Lensian in der preußischen Provinz Hannover (RPD Hannover). Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 6 Rpf (Mi.-Nr. 785) freigemacht.



Laut dem Ortsverzeichnis I von 1944 befand sich in der Gemeinde Gamehl, in welcher im Jahr 1946 zusammen mit der Ortschaft Preensberg 388 Einwohner lebten, eine Poststelle II. Dies erkennt man auch an dem Rechteckstempel mit gerundeten Ecken, Strich und zwei Zeilen (L16) "Gamehl / über Wismar.". Dieser Stempel neben dem Postwertzeichen wurde auf der Poststelle II abgeschlagen. Anschließend wurde der Brief dem zuständigen Postamt zugeleitet, bei dem dann das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel WISMAR / ? abgeschlagen wurde.
 
hajo22 Am: 31.08.2014 17:40:17 Gelesen: 39753# 111 @  
Ortspostkarte mit 5 Pfg. Adolf Hitler aus München-Pasing vom 19.1.1945 an das Amtsgericht München (Eingangsstempel 24.1.45).



5 Pfg. Postkarten im Ortsverkehr sind zwar keine Seltenheiten, aber in guter Erhaltung nicht leicht zu finden.

Hier dürfte der Bedarf außer Zweifel stehen.

Schönen Sonntagnachmittag.
Jochen
 
volkimal Am: 05.09.2014 22:14:25 Gelesen: 39592# 112 @  
Hallo zusammen,

hier eine 6 Pfg. Hitler-Marke auf einer Ansichtskarte aus Krakau:



Die Marken des Deutschen Reiches waren im Generalgouvernement nur bis zum 31.03.1940 gültig.

Diese Karte aus dem Jahr 1942 wurde deshalb mit 9 Pfg. Nachporto belegt. Das entspricht dem 1 1/2 fachen des fehlenden Portos.

Viele Grüße
Volkmar
 
Sachsendreier53 Am: 08.09.2014 11:02:39 Gelesen: 39504# 113 @  
Brief im Ortsverkehr bis 20 g = 8 Reichspfennig, LEIPZIG W 35 / a / REICHSMESSESTADT vom 1.2.1944, MiNr.786



mit Sammlergruß,
Claus
 
Briefmarkentor Am: 01.10.2014 10:33:34 Gelesen: 39075# 114 @  
Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 5. August 1944 aus Ueckermünde in der preußischen Provinz Pommern (RPD Stettin) nach Düsseldorf in der preußischen Rheinprovinz (RPD Düsseldorf). Die Karte wurde in Einzelfrankatur portorichtig mit 6 Rpf (1 x Mi.-Nr. 785) freigemacht.



Absender der Karte ist die Landesheilanstalt in Ueckermünde. Galt diese zu Anfang des 20. Jahrhunderts als sehr fortschrittlich, diente sie unter den Nationalsozialisten als Zentrum der systematischen Tötung psychisch Kranker und Behinderter in Vorpommern.
 
Briefmarkentor Am: 01.10.2014 11:01:37 Gelesen: 39067# 115 @  
Brief nach dem Ausland bis 20 g vom 19. September 1944 aus Torgelow in der preußischen Provinz Pommern (RPD Stettin) nach Genf in der Schweiz. Der Brief wurde in Einzelfrankatur portorichtig mit 25 Rpf (1 x Mi.-Nr. 793) freigemacht.



Der Brief durchlief die deutsche Zensur, wovon der Verschlusszettel auf der linken Seite und diverse Stempel auf dem Beleg zeugen.

Der Brief wurde vom Absender aus einem Gemeinschaftslager in Torgelow an das Internationale Rote Kreuz in Genf gesendet. Vermutlich handelte es sich bei dem Absender um einen Fremd- bzw. Zwangsarbeiter in dem Rüstungswerk der Deutschen Sprengchemie DSC Torgelow/ Spechtberg oder der Luftwaffenmunitionsanstalt 1/III Torgelow.

Kann jemand mehr zu diesem Beleg sagen?
 
stampmix Am: 03.10.2014 08:22:51 Gelesen: 38945# 116 @  
Hallo zusammen,

ein Eilboten-Einschreiben-Fernbrief von Kaufbeuren nach München am 30.9.42 gesandt. Die Zusatzleistungen wurden mit den 30RPf. und 40Rpf. Marken auffrankiert.



mit bestem Gruss
stampmix
 
Sachsendreier53 Am: 10.10.2014 10:52:41 Gelesen: 38720# 117 @  
Nachnahmekarte vom 8.10.1942 über 36,20 Reichsmark, aufgegeben in BERLIN-CHARLOTTENBURG 2 / 08.10.42 / c, Ankunft in Wermsdorf am 10.10.1942.

Freigemacht mit MiNr.782 3(Pfg.) + MiNr.791 20(Pfg.)



mit Sammlergruß,
Claus
 
HenryG Am: 28.10.2014 15:12:20 Gelesen: 38394# 118 @  
1 RM auf Ausweis über den Dauerbezug von Sonderwertzeichen Ende 1944 ausgestellt. Zum Bezug von Sondermarken 2 Wochen vor dem Ausgabetag. Bis zu 20 x konnte diese Angebot genutzt werden, dann waren erneut 1 RM zu entrichten. In diesem Fall konnte der Besitzer das Angebot allerdings nur noch 4 x in der Zeit vom 20.9.1944-20.01.45 nutzen.


 
hajo22 Am: 28.10.2014 18:37:58 Gelesen: 38350# 119 @  
@ HenryG [#118]

Zeige doch bitte auch die Rückseite des Ausweises mit den Stempeln.

Da hast Du was völlig falsch verstanden: Die Marken müssen innerhalb von 2 Wochen nach Erstausgabe beim Postamt abgeholt werden. Länger werden Sie für den Ausweisbesitzer nicht reserviert.

Von wegen 2 Wochen vor Ausgabe, guter Scherz!

Gruß
Jochen
 
HenryG Am: 29.10.2014 10:27:04 Gelesen: 38282# 120 @  
@ hajo22 [#119]

Stimmt natürlich, es muss lauten "vom 1.Ausgabetag" nicht "vor dem" :) - die Rückseite reiche ich später noch nach.

Gruß
Henry
 
volkimal Am: 30.10.2014 21:42:43 Gelesen: 38211# 121 @  
Guten Abend zusammen,

10 km von Saarbrücken entfernt liegt Forbach (Moselle) als der erste Ort in Frankreich. Forbach liegt im Departement Moselle, dementsprechend trugen die Stempel bis zum Krieg den Namen Forbach (Moselle). Gleich zu Beginn des Krieges wurde Lothringen besetzt und Forbach bekam den Namen Forbach (Lothringen).



Aus dieser Zeit stammt der Einschreibezettel. Aus dem Zusammenschluss der Pfalz mit dem Saarland und Lothringen entstand 1941 der Reichsgau Westmark. Der Stempel trägt dementsprechend den Ortsnamen Forbach (Westm).

Nach Wikipedia [1] ist der Reichsgau Westmark formell nicht mehr zustande gekommen. Dessen ungeachtet gibt es in verschiedenen Stempeln diese Bezeichnung.



Saarbrücken macht sogar Reklame damit, die Gauhauptstadt der Westmark zu sein.

Viele Grüße
Volkmar

[!] http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsgau
 
hajo22 Am: 31.10.2014 10:01:19 Gelesen: 38182# 122 @  
@ volkimal [#121]

Weißt Du wie lange der Maschinenwerbestempel von Saarbrücken, den Du hier zeigst, in Verwendung war? Interessieren würde mich, ob er noch 1945 im Einsatz war.

Gruß
Jochen
 
volkimal Am: 31.10.2014 10:38:30 Gelesen: 38177# 123 @  
@ hajo22 [#122]

Hallo Jochen,

ich habe nur diesen einen Abschlag des Stempels. Laut Bochmann wurde der Stempel von 1942 bis 1944 verwendet.

Viele Grüße
Volkmar
 
Jürgen Zalaszewski Am: 02.11.2014 23:13:48 Gelesen: 38084# 124 @  
Hallo zusammen,

hier mal die Verwendung einer 40 Rpfg-Marke der Dauerserie "Hitler" auf einer Auslandspostanweisung von Berlin-Tempelhof nach Rotterdam, Holland. Die Gebühr für eine Auslandspostanweisung über 30 bis 40 Reichsmark betrug 40 Rpfg, eingezahlt wurden 39,81 Reichsmark, das entsprach 30 Gulden. Auf der Rückseite ist noch der damalige Umtauschkurs vermerkt.



Viele Grüße

Jürgen
 
hajo22 Am: 04.11.2014 15:32:55 Gelesen: 37982# 125 @  
Einen Tag vor dem 20.Juli 1944 (Attentat auf Hitler) ging dieser Brief vom Herder Verlag in Freiburg/Breisgau nach Como/Italien. Er weist den Durchlauf-Zensurstempel Ad (= Zensurstelle München) und den Zensorenstempel "7212" auf.

Der Brief wurde im Europatarif mit 12 Pfg. AH frankiert. Die Marke zeigt die Firmenlochung (Perfin) "H".

In Como wurde der mit "postlagernd" deklarierte Brief nicht abgeholt/nicht nachgefragt ("non chiesta/non réclamé) und deshalb wieder zurückgeschickt ("Al Mittente").

Beidseitig: Maschinen-Wellenstempel von Como ohne Datumsangabe.





Gruß
Jochen
 
volkimal Am: 05.11.2014 19:19:17 Gelesen: 37480# 126 @  
Hallo zusammen,

was finde ich an diesem Brief interessant ?



1) den Propagandastempel „Mehr als 32 Millionen BRT sind weg“: Typisch für die Propaganda der damaligen Zeit sind die Übertreibungen. Wenn ich die Zahlen von Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot-Krieg) zusammenzähle, so sind es bis 1943 keine 20 Millionen BRT. Allerdings kann ich diese Zahl nicht nachweisen.

2) die Adressenänderung. Der Brief ging an die „Berufsgenossenschaft für gewerbsmäßige Fahrzeughaltungen, Neubertstraße 1 in Hamburg“. Die neue Adresse war „An der Markuskirche 4 in Hannover“. Weshalb soll eine Berufsgenossenschaft von Hamburg nach Hannover umziehen?

Für mich ist der Brief ein Dokument über die Zerstörungen durch die Alliierten Luftangriffe auf Hamburg im Jahre 1943. Beim zweiten Großangriff der Royal Air Force in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 wurden 739 Bomber eingesetzt. Die Stadtteile Rothenburgsort, Hammerbrook und Borgfelde wurden fast völlig zerstört; auch in Hamm, Eilbek, Hohenfelde, Barmbek und Wandsbek gab es größere Zerstörungen. Etwa 30.000 Menschen starben bei diesem Angriff. Die Neubertstraße liegt im Stadtteil Hohenfelde. (Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Gomorrha).

Viele Grüße
Volkmar
 
Briefmarkentor Am: 08.11.2014 17:14:56 Gelesen: 36965# 127 @  
Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 22. Juni 1943 aus Pätschow in der preußischen Provinz Pommern (RPD Stettin) nach Stettin in der preußischen Provinz Pommern. Der Brief wurde in Einzelfrankatur portorichtig mit 12 Rpf (1 x Mi.-Nr. 827) freigemacht.



Nach dem Ortsverzeichnis I von 1944 befand sich in der Gemeinde Pätschow eine Poststelle II. Von dieser Poststelle II zeugt der links neben dem Postwertzeichen abgeschlagene Rechteckstempel mit abgerundeten Ecken und Strich Pätschow / über Anklam. Von Pätschow aus wurde der Brief zur Postanstalt in der Stadt Anklam weitergeleitet, wo das Postwertzeichen mit dem Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten ANKLAM / LAND abgeschlagen wurde.

Nach dem Gemeindeverzeichnis des Landes Mecklenburg lebten zum 29. Oktober 1946 in der Gemeinde Pätschow, der auch die Ortschaft Vitense zugeordnet war, insgesamt 546 Einwohner.
 

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