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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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muemmel Am: 02.12.2014 21:42:28 Gelesen: 538420# 3537 @  
Und nun noch einen R-Brief von André:



Gelaufen am 14.7.1920 von Köln nach Arnsberg. Porto 40 Pf. und Einschreibgebühr 50 Pf. Frankiert mit 87 II und 91 II.

Winterliche Grüße
Harald
 
inflamicha Am: 02.12.2014 21:48:19 Gelesen: 538411# 3538 @  
Guten Abend,

nach Luxemburg gerichtete Postkarten muss man schon etwas länger suchen, hier ist eine von Trier nach Eich bei Dommeldange:



Die Karte ging am 28.3.1922 (PP 7) auf die Reise. Nach Luxemburg galt vom 1.10.1919 bis 31.12.1923 der Inlandstarif, in der PP 7 waren das 1,25 Mark. Die Ganzsache mit Postreiter-Wertstempel zu 40 Pf. musste deshalb auffrankiert werden, was hier mit je einer Marke zu 25 und 60 Pf. erfolgte.

Gruß Michael
 
erron Am: 03.12.2014 20:12:45 Gelesen: 537745# 3539 @  
Guten Abend,

zur Abwechselung mal ein kein besonderer Beleg, sondern ein schön abgeschlagener Kreisobersegmentstempel von Wehlen.



Wehlen gehört heute zu den vier Stadtteilen von Bernkastel-Kues mit ca, 1260 Einwohner.

http://www.wehlen.de/

mfg

erron
 
inflamicha Am: 03.12.2014 20:55:17 Gelesen: 537710# 3540 @  
Guten Abend,

von Nürnberg nach München wurde meine heutige Postkarte gesandt:



Am 4.1.1923 (PP 11) kostete die Fernpostkarte 15 Mark, die neben dem Ganzsachenwertstempel zu 1,50 M mit je einer Marke zu 10, 2 und 1,50 M bezahlt sind. Offensichtlich hat der Absender sich zumindest teilweise aus der Firmenportokasse bedient- 2 Marken weisen die Firmenlochung "E. N." auf.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 03.12.2014 22:20:11 Gelesen: 537649# 3541 @  
Grüezi,

hier ein weiterer Brief von André:



Diesmal nicht nur eingeschrieben, sondern auch noch mit Eilzustellung. Gelaufen am 22.10.23 von Köslin nach Berlin. Porto 10 Millionen, Einschreibgebühr 10 Millionen und Eilzustellung im Ortsbezirk 20 Millionen Mark. Tarifrichtig frankiert mit acht Marken der 317 AP.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 03.12.2014 22:36:59 Gelesen: 537643# 3542 @  
Noch ein kleiner Nachtrag,

die nachstehende Drucksache belegt, dass es nicht nur in Österreich ein "Donau-Dampschiffahrt-Gesellschaft" gab, sondern auch im Süden Deutschlands.



Gelaufen am 12.10.23 von Regensburg nach Wien und frankiert mit einer Marke der 314 AP. Da für Österreich Inlandtarif galt, stimmt das Porto.

Schönen Gruß
Harald
 
inflamicha Am: 04.12.2014 22:04:36 Gelesen: 536995# 3543 @  
Guten Abend,

heute mal wieder eine Paketkarte:



Für das Paket mit 3 kg Gewicht waren von Berlin nach Frankfurt am Main (Entfernung über 75 km) am 23.6.1922 (PP 7) 9 Mark zu entrichten, wofür hier ein senkrechter Dreierstreifen der Mi-Nr. 192 verklebt wurde.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 05.12.2014 09:29:11 Gelesen: 536770# 3544 @  
Guten Morgen,

heute ein Beleg vom 16.6.23 (PP 13, 1.3. - 30.6.23) von Halle nach Weinheim. Der Beleg lief im Fernverkehr bis 20g und ist portogerecht frankiert mit 100 Mark, MiF Mi.Nr. 227a, 239 und 244b.



Gruß
Josh

(Datenbank # 7014)
 
muemmel Am: 05.12.2014 17:50:05 Gelesen: 536569# 3545 @  
Guten Abend,

hier ein eiliger Fernbrief der 2. Gewichtstufe vom Ersttag der Portoperiode 24 (12.–19.11.1923):



Gelaufen von Tilsit nach Berlin. Das Porto betrug 14 Milliarden Mark und die Eilzustellgebühr 20 Milliarden Mark. Alles tarifrichtig verklebt mit acht Marken der 324 AP und 30 Marken der 325 APa.

Ein hübsches Wochenende
Harald
 
muemmel Am: 05.12.2014 20:43:07 Gelesen: 536493# 3546 @  
Und hier noch ein R-Brief aus der Sammlung von André:



Gelaufen am 27.12.1922 von Köln nach Brandenburg, Ankunft dortselbst am 28.12. Das Porto für den Fernbrief >20-100g betrug 35 Mark, die Einschreibgebühr 20 Mark. Der Brief wurde frankiert mit acht Marken der MiNr. 185 und einer Marke MiNr. 246, mithin 1 Mark überfrankiert.

Grüßle
Harald
 
inflamicha Am: 05.12.2014 21:58:52 Gelesen: 536447# 3547 @  
Guten Abend,

am 3.1.1923 (PP 22) sandte die Zweigstelle Minden der Osnabrücker Bank diesen Brief der 2. Gewichtsstufe per Eilzustellung nach Berlin:



Das Porto wurde mit 140 Mio Mark berechnet, dazu kam die Eilzustellung im Berliner Ortszustellbezirk mit 100 Mio Mark. Frankiert wurde mit je einem senkrechten Paar der Mi-Nr. 319 AWa und 322 AP.

Schönes Wochenende und viele Grüße

Michael
 
muemmel Am: 06.12.2014 22:22:00 Gelesen: 535679# 3548 @  
Guten Abend,

nun machen wir mal einen Rückwärtssprung in die Anfangszeit der Inflation mit einem eingeschriebenen Fernbrief von André:



Gelaufen am 21.5.19 (Portoperiode 3, 1.10.1918–30.9.1919) von Elmshorn nach Berlin. Porto für den Fernbrief bis 20g = 15 Pf. und die Einschreibgebühr 20 Pf. Tarifrichtig mit 87 II und 101 frankiert.

Noch einen spannenden Sonntag
Harald
 
inflamicha Am: 06.12.2014 23:21:30 Gelesen: 535615# 3549 @  
Guten Abend,

ich fand´s gerade ganz schön in der Hochinflation Harald, deshalb bleibe ich dort:



Eingeschriebener Fernbrief der zweiten Gewichtsstufe von Bamberg nach Füssen vom 6.11.1923 (PP 23), Porto 1,4 Mrd. und R-Gebühr 1 Mrd. Mark) summieren sich auf 2,4 Mrd. Mark. Das Übergewicht wurde wohl erst am Schalter festgestellt, der Absender hatte jedenfalls nur für einen R-Brief bis 20 g frankiert: 10mal 200 Mio (Mi-Nr. 323 APa). Die fehlenden 400 Mio Mark wurden bar erhoben.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 06.12.2014 23:59:08 Gelesen: 535537# 3550 @  
@ inflamicha [#3549]

Na gut Michael, dann schiebe ich noch einen Auslandsbrief aus der Portoperiode 23 nach:



Gelaufen von Berlin-Charlottenburg nach Interlaken in der Schweiz. Das Porto betrug 4 Milliarden Mark, tarifrichtig mit vier Marken der MiNr. 325 AWa erbracht.

Trotz der dunklen Markenfarbe handelt es sich bei diesem Viererblock um Walzendruckmarken der a-Farbe. Hat eben schon Vorteile, wenn Vergleichsmaterial vorhanden ist.

Grüßle
Harald
 
erron Am: 07.12.2014 09:37:44 Gelesen: 534929# 3551 @  
Guten Morgen,

Harald zeigte eine MeF der Nr 325 AW in Farbe "a".

Hier das Pendant in Farbe "b".



Gelaufen ab Chemnitz als Drucksache bis 25 Gramm in der Vierfachperiode vom 26.11-30.11.23.

Porto: 4 Milliarden Mark x 4 ergibt somit das erforderliche Porto von 16 Milliarden Mark.

mfg

erron
 
inflamicha Am: 07.12.2014 14:36:04 Gelesen: 534596# 3552 @  
Mahlzeit,

ich hätte noch eine Teilbarfrankatur zu bieten:



Fernbrief von Halberstadt nach Wegeleben ebenfalls vom 6.11.1923 (PP 23), verklebt sind 22 Exemplare der Mi-Nr. 317 AP zu 5 Mio = 110 Mio Mark. Die zum Porto von 1 Mrd. Mark fehlenden 890 Mio Mark wurden bar vereinnahmt.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 07.12.2014 23:27:29 Gelesen: 533989# 3553 @  
Hallöle,

zum Abschluss des Tages hier eine Drucksache der Firma Preuss & Co. aus Hamburg nach Prag:



Selbige machte sich am 13.10.23 auf den Weg und erreichte ihr Ziel am 17.10. Warum nach Wien nachgesendet worden ist, wissen wir nicht. Das Porto betrug 3 Millionen Mark und wurde mit je einer Marke der MiNr. 310 und 314 AP verklebt.

Schönen Gruß
Harald
 
JoshSGD Am: 08.12.2014 09:31:48 Gelesen: 533318# 3554 @  
Guten Tag,

heute eine Drucksache bis 25g von Goslar nach Halle/Saale aus der PP 18 (20.9. - 30.9.23), gelaufen am 22.9.23. Portogerechte Frankatur von 50.000 Mark in EF Mi.Nr. 275b.



Die Königstraße war früher eine sehr prächtige Straße, die es heute leider nicht mehr gibt. Von ihrer ehemaligen Bebauung ist heute nicht mehr viel übrig und auch ist die ursprüngliche Straße aufgeteilt und heißt mittlerweile anders.

Gruß
Josh

(Datenbank # 2214)
 
kauli Am: 08.12.2014 11:10:51 Gelesen: 533203# 3555 @  
Hallo zusammen,

ein Beleg aus der Reihe Dienstbriefe, gelaufen von Neuruppin nach Lindow vom Ersttag der PP 16 (24.8.23-31.8.23).

Korrekt frankiert mit 20.000 M und einer schönen Mehrfachfrankatur der D 81.

Benutzt wurde ein Formular "Schweinezählung am 1.Juni 1922", das wohl noch rumgelegen hat. Der Termin war lange vorbei.

Kann nur empfehlen sich den Text durchzulesen, einfach herrlich. Da ging kein Schwein verloren.



Viele Grüße
Dieter
 
muemmel Am: 08.12.2014 21:16:58 Gelesen: 532496# 3556 @  
@ kauli [#3555]

Hallo Dieter,

in der Tat sehr köstlich zu lesen. :-)

@ alle

Aus der Sammlung von André heute ein schwergewichtiger Einschreibebrief:



Ein Fernbrief der 3. Gewichtstufe bis 250g kostete 8 Millionen an Porto und für die Einschreibgebühr kamen weitere 5 Millionen hinzu. Der Brief ist leicht überfrankiert, was bei der Vielzahl der Marken aber durchaus passieren konnte.

Grüßle
Harald
 
muemmel Am: 08.12.2014 21:25:10 Gelesen: 532493# 3557 @  
Aus dem eigenen Fundus hier noch ein Fernbrief aus der Portoperiode 23 (5.–11.11.1923):



Gelaufen am 6.11.23 von Frankfurt am Main nach Wiesbaden. Das Porto für einen Fernbrief der 2. Gewichtstufe bis 100g betrug 1,4 Milliarden Mark und wurde hier mit Marken der 323 APa und 325 APa erbracht.

Schönen Gruß
Harald
 
inflamicha Am: 08.12.2014 21:39:45 Gelesen: 532486# 3558 @  
Guten Abend!

@ kauli [#3555]

Am besten gefallen mir die Schweine, die auf Reisen sind (unter 5.), Dieter ;-)

Von mir gibt´s heute eine Drucksache bis 25 g von Leipzig nach Düsseldorf vom 3.9.1923 (PP 17):



Die absendende Gewehr- und Geschoßfabrik Wilhelm Brennecke in Leipzig war so nett, für das nötige Porto von 15.000 Mark mit einem senkrechten Dreierstreifen der Mi-Nr. 256 d in der besten Farbe schwarzgrün zu frankieren. Die aufgeklappte Doppelflinte auf der Rückseite des Umschlages will ich euch auch nicht vorenthalten.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 09.12.2014 09:28:34 Gelesen: 532281# 3559 @  
Guten Tag,

heute eine Drucksache bis 25g im Fernverkehr aus der PP 21 (20.10. - 31.10.23), gelaufen am Ersttag von Grevesmühlen nach Stralsund.

Portogerechte Frankatur mit 75.000 Mark, EF Mi.Nr. 287a.

Der Umschlag weist keinen Hinweis auf eine Drucksache auf, jedoch ist dieser rückseitig nicht verschlossen gewesen.



Gruß
Josh

(Datenbank # 1967)
 
inflamicha Am: 09.12.2014 15:35:22 Gelesen: 532094# 3560 @  
Hallo,

heute wieder eine Paketkarte:



Für das Paket mit 3 kg Gewicht waren von Karlsruhe nach Oestringen (Entfernung bis 75 km) am 14.10.1922 (PP 9) 30 Mark zu entrichten, wofür hier vorder- und rückseitig 10 Stück der Mi-Nr. 155 I a verklebt wurden. Für den Aufbrauch der Marken wurde es höchste Zeit- Ende Oktober endete die Gültigkeit aller Germaniamarken. Bereits seit dem 21.1.1922 durften die Postkunden diese Aufdruckmarken ohnehin nicht mehr verwenden, lediglich im Innendienst (z.B. so wie hier auf Paketkarten) taten sie weiter ihren Dienst.

Gruß Michael
 
erron Am: 09.12.2014 18:03:06 Gelesen: 532043# 3561 @  
Guten Abend

Wie bereits inflamicha [#3560] erwähnt hat, durften die Postkunden die Germania-Überdruckmarken ab dem 21.1.1922 nicht mehr verwenden. Aber wie so oft im Leben; ging das nicht reibungslos vonstatten.

Bei dem nun gezeigten Beleg hatte der Postbedienstete diese Verordnung wohl nicht gelesen oder hatte sie schlicht vergessen. Jedenfalls wurde auf diesem Beleg noch eine Germania-Überdruckmarke verklebt und am 22.3.22 abgestempelt.



Der Beleg wurde von Ramsdorf (Bezirk Leipzig) nach Borna ans dortige Finanzamt versendet. Fernbrief bis 100 Gramm,(PP 7)frankiert mit einer Einzelfrankatur der Nr 155 II.

mfg

erron
 

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