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Thema: Altdeutschland Bayern: Schöne Belege
Das Thema hat 934 Beiträge:
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Gernesammler Am: 25.11.2016 19:50:44 Gelesen: 12426# 910 @  
Hallo Sammlerfreunde,

diese Postnachnahme möchte ich heute zeigen, diese wurde 1867 mit einem Paket über ein Gewicht 1 Pfund 15 Lot verschickt mit den Initialen P.C.G. (Peter Carl Geissler) Inhalt 1 Wandbild.

Für die Nachnahme wurde eine Gebühr von 5 Gulden und 15 Kreuzer erhoben. Das Paket mit dem Brief wurde spediert von Nürnberg nach Ittlingen zum Bürgermeisteramt, welcher war hier eigentlich der Laufweg, der über Ansbach mit 25,6 Meilen oder der über Würzburg mit 32 Meilen.

Peter Carl Geissler war einer der Söhne des Kupferstechers Christian Gottfried Heinrich Geißler. Er war Schüler von Albert Christoph Reindel (1784–1853) an der Kunstschule in Nürnberg. Dort gründete er 1830 eine Verlagsbuchhandlung und Illuminiranstalt. Geißlers Sohn Rudolf, Schreibweise auch Rudolph (1834–1906) wurde ebenfalls Maler, Zeichner und Illustrator in Nürnberg.

Gruß Rainer


 
Magdeburger Am: 25.11.2016 20:03:08 Gelesen: 12422# 911 @  
@ Gernesammler [#910]

Hallo Rainer,

hier noch die Taxierung:

Entfernung ca. 21 Meilen, damit P6 - sollte auch siegelseitig so dastehen.

Mindestfahrposttarif war 14 Kreuzer - reichte vollkommen aus ProCura je angefangener Gulden 1 Kreuzer - also hier 6 Kreuzer.

Insgesamt so wurde auch die Notierung hinter dem Frei-Vermerk gemacht, also insgesamt 20 Kreuzer.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Gernesammler Am: 27.11.2016 19:56:00 Gelesen: 12279# 912 @  
Hallo Sammlerfreunde,

habe diesen Brief bekommen der von München am 25.2.1854 nach Schweinfurt (30 Meilen) spediert wurde, der Brief selbst enthielt die beiliegende Zeitung "Neue Münchener Zeitung" vom 15.2.1854.

Die Zahlung für die Zeitung in Höhe von 1 Gulden 48 Kreuzern ist die Gesamtgebühr für das gesamte Jahr und wenn ich es richtig deute für 21 Exemplare.

Der Empfänger hatte dann noch 3 Kreuzer für den Brief zu zahlen.

Auf der Rückseite ist noch ein gut erhaltenes Siegel der "Neuen Münchener Zeitung".

Ich habe mal einen Teil der Zeitung mit angehangen für den Scanner zu groß, die Zeitung selbst hat 4 Seiten.

Gruß Rainer



 
bayern klassisch Am: 27.11.2016 20:15:08 Gelesen: 12277# 913 @  
@ Gernesammler [#912]

Lieber Rainer,

der Empfänger musste 2 Gulden 5 Kreuzer bezahlen (dir rechte Rötel war eine Manualnummer).

Wie kommst du auf 21 Ausgaben? Es gab eine Einrückung (Inserat). 21 Inserate hätten wenig Sinn gemacht.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 27.11.2016 20:21:10 Gelesen: 12276# 914 @  
@ bayern klassisch [#913]

Hallo Ralph,

ich bin von dem Kürzel neben Schweinfurt ausgegangen, wie kommst Du eigentlich auf die 2 Gulden 5 Kreuzer ?

Ich selbst sehe nur die Gebühr von 1,48 - da bräuchte ich mal einen Wink.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 27.11.2016 20:23:35 Gelesen: 12275# 915 @  
@ Gernesammler [#914]

"2 f 5 x" steht zwischen Münchens Stempel und Schweinfurt - das musste der Empfänger bezahlen.

Die Gebühr betrug also 17x, die Differenz.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 28.11.2016 20:06:22 Gelesen: 12153# 916 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Bischofsbrief leider ohne Inhalt, von München nach Freising vom 19.1.1800, als Brief an eine Kirchliche Institution war der Brief von Kosten befreit.
Gestempelt mit De Munic (Winkler Nr.1) Verwendung von 1794 - 1806.

Der Brief müsste dann an Joseph Konrad Freiherr von Schroffenberg-Mös gesendet worden sein dieser war Fürstbischof von Freising und Regensburg und Fürstpropst der Fürstpropstei Berchtesgaden.



Der akademisch vorgebildete Jurist Schroffenberg legte 1770 sein Gelübde als Augustiner ab. Seine Karriere begann er als Kapitular in Berchtesgaden mit der Wahl zum Fürstpropst im Jahr 1780, der sich 1789 zudem die Nachfolge von Maximilian Prokop von Toerring-Jettenbach als Bischof von Freising und 1790 auch als Bischof von Regensburg anschloss.

Infolge der politischen Umwälzungen der Säkularisation verlor Schroffenberg seinen Herrschaftsbereich. Freising wurde am 27. November 1802 von kurpfalzbairischen Truppen unter Johann Adam von Aretin annektiert und das Hochstift Freising aufgelöst. Schroffenberg war somit letzter Fürstbischof von Freising.

Das Hochstift Regensburg wurde 1803 in das Fürstentum Regensburg unter der Regierung des Kurerzkanzlers Karl Theodor von Dalberg umgewandelt, der noch zu Schroffenbergs Lebzeiten zum Nachfolger als Bischof gewählt wurde.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 29.11.2016 19:35:11 Gelesen: 12097# 917 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ich habe hier diesen Fahrpostschein für ein Fass mit 95 Litern? den Wert ?? an Mr. Haberle in Regensburg, der Fahrpostschein selbst wurde am 25.7.1782 in Dinkelsbühl der Fahrpost beigelegt.

Was waren hier die Gebühren für das Franko nebst Scheingebühr und hat das Gitter unten etwas mit Chargierung zu tun?

Auf der Rückseite ist nichts.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 29.11.2016 19:47:20 Gelesen: 12094# 918 @  
@ Gernesammler [#917]

Lieber Rainer,

dort steht auf dem Schein:

"Ein Paquet mit 135 fl(orin) 18 xr (Kreuzer) à Monsieur Haberle nach Regenspurg ... 21. July Anno 1782 - Unterschrift W. Bauer und das Nota - Bene - Zeichen für eine Recommandation. Porto und Schein 53 Kreuzer".

Oben rechts "Numero 188" für die Manualnummer bei der Fahrpost und darunter "pag(inirt) 77.6"

Die Recommandation kostete 3 Kr., also das Franko 50 Kreuzer.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 29.11.2016 20:12:52 Gelesen: 12091# 919 @  
@ bayern klassisch [#918]

Hallo Ralph,

vielen Dank für die schnelle Antwort zu dem Schein, somit kann ich diesen demnächst im Ordner ablegen.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 04.12.2016 19:32:29 Gelesen: 11157# 920 @  
Hallo Sammlerfreunde,

hier ein Brief vom 25.10.1785 aus Oettingen nach dem 15 Meilen entferntem Würzburg, der Brief wurde spediert an einen Herrn N. Brolli Kaufmann in Würzburg, dieser hatte die anfallenden 6 Kreuzer für den Brief zu tragen.
Der Stempelabdruck ein Einzeiler in rot wird im Feuser erst ab 1800 erwähnt, gibt es hierzu neuere Erkenntnisse.

Auf der Rückseite ist noch der Absender erwähnt den ich leider nicht entziffern kann.

Gruß Rainer






 
bayern klassisch Am: 09.12.2016 09:53:27 Gelesen: 10661# 921 @  
Liebe Freunde,

mal in fremdem Terrain gewildert und die hier bekommen:



Postkarte aus Würzburg 3.6.1878 nach Berlin, wo die Zustellung offenbar das ein oder andere Problem nach sich zog. Ich finde solche Karten immer interessant, wenn man sieht, welche Strecke sie zurücklegten und welche Mühe man sich machte, um sie endlich zuzustellen. Heute geht so etwas regelmässig "auf dem Postweg verloren".

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 12.12.2016 20:07:22 Gelesen: 9946# 922 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Brief aus Landau in der Pfalz vom 25.2.1854 nach dem 42 Meilen entferntem Frankfurt am Main an einen Herrn Carl T.J.Bayerhoffer. Auf der Rückseite sind die Stempel von Mainz und der Ankunftsstempel von Frankfurt a.M.

Verklebt wurde eine Bayern Nr.4 gestempelt mit geschlossenem Mühlradstempel Nr.173.

Gruß Rainer




 
bayern klassisch Am: 12.12.2016 20:40:38 Gelesen: 9934# 923 @  
@ Gernesammler [#922]

Hallo Rainer,

mit den Meilen liegst du nicht ganz richtig - 6 Kreuzer reichten nur für 10 bis 20 Meilen. Bei über 20 Meilen hätte man schon mit 9 Kr. frankieren müssen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 12.12.2016 21:25:13 Gelesen: 9917# 924 @  
@ bayern klassisch [#923]

Hallo Ralph,

es waren natürlich 17 Meilen - wer weiß, was ich da gerechnet habe. ☺

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 15.12.2016 20:17:37 Gelesen: 9115# 925 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief aus München vom 16.10.1850 oder 56 ?? nach Augsburg an den Tabakfabrikanten Herrn Lotzbeck, für das Franko wurde eine Bayern 2 verklebt. Auf der Rückseite ist der Ankunftsstempel "Bahnh.Augsburg".

Ich habe diesen Brief als Platte 1 gekauft kann das sein, die Merkmale erfüllt die Marke, was mich jetzt stutzig macht wäre das Datum mit Jahrgang 1856.

Gruß Rainer



 
bayern klassisch Am: 16.12.2016 06:42:04 Gelesen: 8999# 926 @  
@ Gernesammler [#925]

Hallo Rainer,

das müsste eine Platte 2c sein - sie erfüllt kein Kriterium der 2I, die es im Okt. 1856 eh nicht mehr gegeben hätte. Ich hoffe, der bezahlte Preis orientierte sich nicht an dem eines Briefes mit einer 2I.

Allein schon die letzte Type des geschlossenen Mühlradstempels 217 von München, der in der 2. Verteilung weitergereicht wurde, zeigt, dass es keine 2I sein kann, weil er erst ab 1855 eingesetzt wurde (dann nach Holzkirchen).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Max78 Am: 16.12.2016 09:26:09 Gelesen: 8970# 927 @  
Guten Morgen Rainer und Ralph,

die Bestimmung der Marken finde ich sehr interessant, allerdings habe ich noch eine Frage bezüglich des Papiers. Es kommt ja häufig vor, dass solch makellose Briefe nicht umsonst so aussehen. Ich habe oft den Eindruck, dass diese auf irgend eine Art und Weise chemisch behandelt wurden, man sieht es bei manchen Exemplaren in der eigenen Sammlung wie auch immer häufiger bei Online-Auktionshäusern (den Buchten ;-). Die guten Stücke werden im Lauf der Zeit ja immer rarer und die Nachfrage muss ja irgendwie gedeckt werden.

Würde ich zehn Zigaretten hintereinander rauchen wäre mein Gesicht wahrscheinlich genauso fahl wie das Papier dieses Briefes. Den Abstempelungen macht das natürlich nichts aus und für meinen Geschmack ist das für diese auch nicht wertmindernd. Aber wenn es speziell um die Bestimmung der Marke geht, wie sieht es da aus? Daher eine Frage an Dich Ralph, Du kennst die Bayernmarken in- und auswendig: Hat das Papier dieser 3 Pfennig wirklich noch seine natürliche Tönung? Wenn ja, dann würde mich das erstaunen und wenn nein, ist sie dann überhaupt noch etwas wert?

mit Grüßen Max
 
bayern klassisch Am: 16.12.2016 09:39:53 Gelesen: 8963# 928 @  
@ Max78 [#927]

Hallo Max,

Papier ist ein veränderliches Produkt. In der Regel verändert sich das Papier einer Marke wie das Papier des Briefes, auf dem sie prangt, 1 zu 1.

Der Brief ist eher "grau", was eine gewisse Verblassung unterstellen lässt. Mit der Verblassung des Briefes geht auch, wenn die Zusammensetzung des Markenpapiers nicht gravierend anders ist, auch die Verblassung der Marke einher.

Ich habe etliche Bögen Bayernmarken sehen dürfen, die von 1850 - ca. 1950 perfekt in den Akten der Materialverwaltung München bzw. dem jeweiligen Ministerium gelagert waren. Die waren weitestgehend original erhalten, manchen leicht gegilbt durch das sie umgebende, leicht chamois - farbige Papier, bzw. durch das Durchschlagen des Gummis bei erhöhter Luftfeuchtigkeit.

Da Bayern aber große Auflagen kannte und die Papierqualität immer schwankte, mag es auch damals schon gräulicheres und gelblicheres Papier gegeben haben, das dann durchaus heute, je nach Lagerung und Briefuntergrund, noch gräulicher bzw. gelblicher wirkt, als es das damals schon war.

Eine Ableitung auf die finanzielle Schiene wird von Sammlerkreisen nur dahin vorgenommen, wenn Briefpapier und Markenpapier optisch diametral gegenüber stehen, also Brief rein weiß, Marke vergilbt oder vergraut bzw. umgekehrt.

Gehen, was die Regel ist, die beiden Tönungen Hand in Hand (oder Ton in Ton), führt das i. d. R. zu keinem merklichen Abschlag, weil es halt ein Produkt mit Alterungsprozeß ist und 160 Jahre an Papier fast nie spurlos vorüber gehen können (es gibt aber Ausnahmen bei sehr hohen Qualitäten und perfekter Lagerung!). Letzteres bedeutet aber einen Glücksfall und Glücksfälle in der Philatelie müssen immer auch bezahlt werden. Auch in den Buchten.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Max78 Am: 16.12.2016 13:27:02 Gelesen: 8900# 929 @  
Lieber Ralph,

danke Dir für diese genauere Erklärung. Mir ist es bis jetzt noch nicht ganz klar wie man "natürlich" alterndes Papier von den nachbehandelten wirklich gut unterscheiden kann, besonders wenn es sich um graustichige Veränderungen handelt. Womöglich wird es am besten sein, sich diesbezüglich allein auf die Druckfarbe der Marke zu konzentrieren, die z. B. bei der oberen noch satt und kräftig erscheint, und somit wahrscheinlich nicht chemisch nachbehandelt wurde.

Aber als Bayern-Sammler dürfte man gar nicht mal so schlecht bedient sein mit den 100-160-jährigen Belegen. Ich denke nur an die Infla-Zeiten, das Ende des WW2 und die Alliierte Besetzung, wesentlich jüngere Belege, die nicht mal ansatzweise an die Qualität der Briefe um die Jahrhundertwende rankommen.

mit Grüßen ins Wochenende Max
 
bayern klassisch Am: 16.12.2016 16:07:06 Gelesen: 8857# 930 @  
@ Max78 [#929]

Hallo Max,

die farbliche Manipulation von losen Marken und von Marken auf Briefen ist eine ganz andere Sache, als die klassische Alterung.

Bei der 3 Kr. blau wäre eine farbliche Beeinflussung sinnlos, weil diese Marke nicht nach Tönen gesammelt wird, Ausnahme die fiktiven Unterschiede 2Ia "blau" zu 2Ib "dunkelblau".

Bei der farbfreudigen Nr. 5, 9 Kreuzer grün, gibt es zahlreiche chemische Manipulationen, die alle in Richtung "blau" tendieren, weil blau- bzw. bläulichgrüne Exemplare (5a und 5b) teurer gehandelt wurden und werden, als grüne/gelbgrüne Stücke.

Man kann diese relativ leicht erkennen, wenn das "blau" zu blau ist. Die Fälscher tauchten die Marken in der Originalfarbe grün in einen Chemiemix, der aus grün ein grünliches Blau machte. Die Originale zeigen aber ein bläuliches Grün. Davon abgesehen sind praktisch alle 5a und 5b Marken der Jahre 1851-1855 (ohne Restbestände) und wurden daher so gut wie immer im Rahmen der 1. Verteilung entwertet. Es sind bis heute keine 3 Marken zweifelsfrei aus 5a und 5b mit offenen Mühlrädern bekannt geworden (Liegenbleiber, Portemonnaiemarken). Das wussten aber unsere Fälscher nicht und daher sind bläuliche Marken mit offenen Mühlrädern zu 99,9999 % farbverfälscht.

Die Nr. 13a/b kann man bis auf 2 oder 3% aller Marken anhand eines anderen Druckbildes / Farbauftrags unterscheiden. Farbfälschungen gibt es da keine.

9c und 10IIb sind weniger farbbasiert, sondern eher durch andere Papiere mit deutlich geringerer Farbakzeptanz bedingt und können von daher gar nicht gefälscht werden.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 16.12.2016 20:13:11 Gelesen: 8805# 931 @  
@ bayern klassisch [#926]

Hallo Ralph,

danke für die Info zur Marke, ich habe den Brief unter der Option erworben wenn falsch dann anmahnen und dafür noch andere Briefe extra, das Geld ist ja sowieso ausgegeben, nur nicht der ganze Preis für eine 2I auf Brief sondern etwas preiswerter. Das Jahr 1856 hatte ich mit einfließen lassen da im neuen Buch zur Marke auf Seite 14 erwähnt wird, "Enwertungen aus der 2.ten Stempelverteilung ab Dezember 1856 mit geschlosenem oder offenen Mühlradstempel".

Hier noch ein Brief aus Nürnberg vom 11.10.1851 nach Osterhofen (25 Meilen) an B.Drexler, verklebt 2 Marken der 2 IIa.Gestempelt mit Zweikreisstempel mit Zierstücken von Nürnberg sowie der geschlossene Mühlradstempel 243 und auf der Rückseite als Ankunftsstempel Halbkreisstempel von Osterhofen.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 24.12.2016 15:26:06 Gelesen: 6262# 932 @  
Liebe Freunde,

im Rahmen meiner Contraventionssammlung sind relativ wenige Karten vorhanden, weil die Bedienung narrensicher war und für diejenigen, die lesen konnten, sogar aufgedruckt worden waren. Dennoch kam es vor, dass man seitens der Post bzw. der Postkunden seine Probleme hatte, die Vorschriften zu erfüllen und so sind alle Belege, die Contraventionen bei Correspondenz- und Postkarten zeigen, äußerst sammelnswert.



Die 1. aus Nürnberg datiert vom 1.12.1874 und lief nach Graefenthal in Thüringen. Wer lesen kann, ist und war schon immer klar im Vortei. Rechts hatte die bayerische Post sicher nicht aus Langweile aufgedruckt "Zum Aufkleben der Freimarke" und darunter im Kreis "Post-Aufgabe-Stempel" beigefügt, wollte also haben, dass der Absender oben rechts frankiert (früher gewünscht oben links!) und die Aufgabepost ihren Stempel unter die Frankatur setzte.

Danke an einen Unbekannten in Nürnberg, dass er das Paar links klebte, nach alter Sitte also und an die Post in Nürnberg, die auf einen Aufgabestempel ganz verzichtete.



Weil man auf einem Bein schlecht stehen kann, folgte in dieser Woche noch der 2. Schlag - diesmal allerdings ohne Zutun eines Schreib- und Leseungewohnten. Am 25.5.1873 im lieblichen Kempten frankierte man korrekt mit 2 Kreuzern eine Karte ins ebenso schöne Prag. Man(fred?) Brugger warf seine Karte wohl direkt in den Schlitz des Zuges Richtung Norden ein, denn Aufgabe- und Entwertungsstempel von Kempten mangeln. Ungewöhnlich ist eine so späte Federzugentwertung schon ein bisschen. Weil man schon in Bayern Fehler machte, stempelte man die Karte in Prag auch nicht - wenn schon, denn schon, wird man sich gedacht haben, so dass der Postenlauf und die Zeit nicht nachvollziehbar bleiben müssen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 29.12.2016 20:03:44 Gelesen: 4434# 933 @  
Hallo Sammlerfreunde,

hier ein Brief als Regierungssache innerhalb der Pfalz vom 17.9.1872 gesendet vom Königlichem Bezirksamt in Frankenthal an das Bürgermeisteramt in Kirchheim an der Eck.

Gestempelt mit Halbkreisstempel von Frankenthal und Siegelstempel des Königlichem Bezirksamts auf der Rückseite der Ankunftsstempel (Halbkreisstempel) von Kirchheim a.d.Eck, Verwendungszeit 1866 - 1880.

Gruß Rainer




 
Gernesammler Am: 05.01.2017 19:39:05 Gelesen: 2035# 934 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 5.1.1863 von einem J.Andreas Pfaff aus Hammelburg, spediert nach dem 28 Meilen entferntem Halver bei Iserlohn in Preussen an die Herren Asbeck & Krumme, hier kam der Brief am 7.1.1863 zur Ausgabe siehe Stempel auf der Rückseite.

Der Brief wurde mit der Bahnpost versandt, der Bahnpoststempel von Mainz/Cöln ist abgeschlagen.

Für das Franko wurden eine Bayern Nr.9 und 10 verklebt und mit geschlossenem Mühlradstempel Nr.178 von Hammelburg gestempelt.

Gruß Rainer


 

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