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Thema: Altdeutschland Bayern: Schöne Belege
Das Thema hat 1014 Beiträge:
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Gernesammler Am: 12.06.2017 19:25:48 Gelesen: 8951# 990 @  
@ bayern klassisch [#988]

Hallo Ralph,

vielen Dank für die Auskunft zu den Briefen, beim ersten dem Dienstbrief kann es sich ja dann nur um das Jahr 1844 handeln.

Super, so konnte ich den Brief vernünftig zu- und einordnen.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 13.06.2017 18:10:19 Gelesen: 8900# 991 @  
@ Gernesammler [#990]

Hallo Rainer,

gerne!

Liebe Freunde,



heute zeige ich eine Seite aus meiner Contraventions - Sammlung, die, bei Lichte betrachtet, gar keine Contraventionen zeigt, was mir aber erst eben aufgefallen ist. Gott, man wird halt auch nicht jünger.

Aber schön ist sie, die Seite und daher will ich sie euch nicht vorenthalten.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 13.06.2017 18:22:42 Gelesen: 8895# 992 @  
Liebe Freunde,



nichts besonderes - aber nett und mit dem rosa Briefpapier vielleicht doch ein ganz, ganz kleiner Hingucker für die Freunde von Floss oder anderer Zierstempel Bayerns.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 13.06.2017 18:27:06 Gelesen: 8889# 993 @  
Liebe Freunde,



auch ein netter Zumstein - Brief, zumal hier mit 4facher Vorprägung durch den Absender. Und das nette gelb soll man ja auch nicht völlig verachten.



Schön (oder auch nicht so schön) zu sehen, was unsere sparsamen Altvorderen mit Rückseiten von Briefen machten, wenn es ein wenig ans Üben der guten, alten Deutschen Kurrentschrift ging - da war solch ein schönes, glattes Kuvertrückseitchen schon gar nicht so übel!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 14.06.2017 19:57:40 Gelesen: 8806# 994 @  
@ bayern klassisch [#993]

Hallo Ralph,

schöne Sachen die Du hier zeigst, die Postkarten toll und auf dem letzten Brief, ich hätte noch nicht einmal gewusst, dass es Kurente ist.

Ich möchte einen Brief vom 22.2.1869 aus München im Ortsverkehr zeigen, der Brief wurde gesendet an einen Herrn Georg und dann verließen Sie Ihn, die Schrift ist leider so krakelig, dass ich hier noch nicht einmal spekulieren kann. Verklebt wurde für das Franko eine Bayern 14 und gestempelt mit offenem Mühlradstempel 325 sowie einem L2 von München. Auf der Rückseite ist der Briefträgerstempel Nr.23 und einem gut erhaltenem Siegel.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 14.06.2017 20:04:53 Gelesen: 8803# 995 @  
@ Gernesammler [#994]

Hallo Rainer,

im 19. Jahrhundert herrschte die deutsche Kurrentschrift vor (die oft mit Sütterlin verwechselt wird - eine Schrift, die es im 19. Jahrhundert noch gar nicht gab).

Die Adresse zu deinem Brief lautet:

Seiner Wohlgeboren
Herrn Georg Stuffler Buchhalter
bei Herrn Max Ravinzza Kunsthändler
nebst der Königlichen Post dahier
in München

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 15.06.2017 12:30:09 Gelesen: 8762# 996 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Laufzettel der reitenden Post von Castell nach Kitzingen und retour. Die Entfernung zwischen Castell und Kitzingen beträgt 16 km (!). Wie wir aus dem voll erhaltenen Inhalt erkennen können, bezog man sich am 8.1.1865 in Castell auf ein rekommandirtes Schreiben an Poststallmeister Then in Kitzingen vom 6.1.1865.





Nicht nur, dass ich überhaupt keinen Laufzettel auf vergleichbar kurzer Strecke kenne - auch eine Zwischenzeit von Absender des qualifizierten Poststücks zur Absendung eines Laufzettels von nur 2 Tagen dürfte absolut einmalig sein.

Jedenfalls wurde der Laufzettel als Post - Sache (P.S. hier nicht Partei - Sache!) unter Recommadation kostenlos versand, war also ein Dienst - Laufzettel. Postexpeditor Holzinger muss also am 8.1. etwas vorgelegen haben, was darauf hin deutete, dass das Einschreiben von vor 2 Tagen dort wohl nicht angekommen zu sein schien.

Die Antwort über 2 Seiten liest sich wie folgt:

"Praes: 9. Januar 65 No 39 (Manualnummer vorne oben links von Kitzingen, die Abgangsmanualnummer von 92 stammte von Castell und wurde gestrichen).
Der am 6. Dießem dort
abgegangene Briefbeutel,
in welchem sich obenbezeichneter
Brief befand, wurde vom
Conducteur am 7. dieß früh
nicht abgegeben, sondern
überfuhr die hiesige Station,
wo er solchen dann in Würzburg
zur Abgabe brachte.
Erst nachmittags 4 Uhr langte
dieser von dort hier an, wo

verte

leider aber der darin be-
findliche recommandirte Brief
nicht mehr dem eigentlichen
Zwecke entsprach.
Die unterfertigte K. Post-
Expedition hat daer nicht
Schuld an der verspäteten
Bestellung dieses Briefes.
Laut Briefträger - Bescheinig-
ungsbuch (Schalter) wurde dieser
dem Herrn Adressaten gegen
Empfangsbestätigung alsbald
zugestellt.

Kitzingen am 9. Januar 1865
Königl. Postexpedition
gez. Unterschrift".

Unter der Unterschrift des Castellschen Postexpeditors Holzinger steht vor noch:

"Fraglichen Brief habe ich am 8. januar 1865 richtig erhalten. Kitzingen, 9. Jan. 1865
Then, Königlicher Poststallmeister".

Bei meiner Mini - Sammlung "Laufzettel" bin ich jetzt schon beim 2. Rahmen ... nur noch 1,8 Rahmen und ich kann ausstellen ... aber das wird sich noch lange hinziehen, denn häufig sind diese Belege nicht gerade.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 16.06.2017 15:22:04 Gelesen: 8674# 997 @  
Liebe Freunde,

einen Brief mit 2 Mühlradstempelabschlägen kann man zum Preis eines Briefes mit nur einem Mühlradstempelabschlag immer mitnehmen - vor allem dann, wenn hinten noch der Ankunftsstempel vergessen wurde.



Die Marke ist noch eine 9b, riecht aber bereits nach den nahenden 9c. Man sieht, dass auch Ende 1866 noch etliche 9er unterwegs waren, die keine "c" darstellen, was zeigt, dass Briefe mit der 9c (und parallel der 10IIb) niemals zu verschmähen sind.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 24.06.2017 16:53:10 Gelesen: 7504# 998 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal wieder ein Beleg von mir:



Brief aus Hof ab 1868 nach Magdeburg. 3 Kreuzer franco reichten da allemal.

Glücklicherweise ist der Riss nur siegelseitig.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 24.06.2017 17:26:06 Gelesen: 7490# 999 @  
@ Magdeburger [#998]

Lieber Magdeburger,

immerhin ein kleiner Einkreiser mit Zierstücken von Hof (eher unüblich für eine recht bedeutende Poststelle, solch ein Stempelgerät zugewiesen zu bekommen) und der offene Mühlradstempel 211 ist auch eine Sondertype, wie man unschwer erkennen kann - es gibt auch einen mit ganz kleinen Ziffern, der auch über einen längeren Zeitraum verwendet wurde.

Jetzt aus dieser Korrespondenz noch einen Brief mit diesem schnappen und du hast eine nette Bayern - Magdeburg - Seite. Viel Glück dafür!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 24.06.2017 17:41:23 Gelesen: 7485# 1000 @  
@ bayern klassisch [#999]

Lieber Bayern Klassisch,

leider habe ich mit Bayern - Magdeburg nicht viel Glück. Auch würde ich gern mal ein netten Fahrpostbeleg, nicht nur im Transit, dazu finden wollen. Ich hoffe ja immer.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 24.06.2017 19:09:41 Gelesen: 7464# 1001 @  
@ Magdeburger [#1000]

Lieber Magdeburger,

ich suche für dich schon längere Zeit Fahrpost von Bayern nach Magdeburg, aber ich finde sie nicht. Wenn doch, dann gebe ich natürlich sofort laut.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 26.06.2017 20:16:32 Gelesen: 7113# 1002 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Rechnungsbrief vom 9.3.1849 aus Kempten Firma Alois Sandholz und Söhne nach Meersburg in Württemberg an Herrn Reinh. Zimerman, dieser musste bei eintreffen des Briefes 8 Kreuzer zahlen.

Der Kopf des Rechnungsbriefes wurde schon als Vordruck genommen und die restlichen Daten nur noch eingesetzt, hier scheint es sich um Stoffe zu handeln.
Gestempelt mit Halbkreisstempel von Kempten (Winkler 11aII in blau) 1848-61 und auf der Rückseite ein L2 als Ankunftsstempel von Meersburg.

Gruß Rainer




 
bayern klassisch Am: 26.06.2017 20:57:38 Gelesen: 7106# 1003 @  
@ Gernesammler [#1002]

Hallo Rainer,

netter Brief!

Der Empfänger hieß "Zimmermann" - bei der deutschen Kurrentschrift bedeutete ein waagrechter Strich über einem "n" oder "m" immer eine Verdoppelung desselben.

Der Brief wurde nach dem Vertrag Badens mit Bayern vom 1.8.1843 taxiert: Über 6 bis 15 Meilen 8 Kreuzer Gemeinschaftsporto für Baden und Bayern hälftig zu teilen bis 8,75g.

Für den Transit durch Württemberg bezahlte die den Betrag kassierende Postverwaltung (hier: Portobrief, also Württemberg; bei einem Frankobrief wäre dies Bayern gewesen) je Loth brutto 2 Kr. Transitkosten an Taxis in Württemberg, hier also netto knapp 1 Kreuzer.

Am Ende also: 4 Kr. für Bayern, 3 Kr. für Baden und 1 Kr. für Württemberg (Taxispost).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 27.06.2017 19:18:00 Gelesen: 6964# 1004 @  
@ bayern klassisch [#1003]

Hallo Ralph,

vielen Dank für die richtige Taxierung des Briefes, an Baden hatte ich gar nicht gedacht.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 27.06.2017 19:41:24 Gelesen: 6954# 1005 @  
@ Gernesammler [#1004]

Hallo Rainer,

gerne!

Leider ist mir ein Tippfehler passiert:

"(hier: Portobrief, also Württemberg;"

Bitte "Württemberg" streichen und "Baden" setzen. Danke und Entschuldigung, war wohl auch temperaturbedingt, dieser geistige Ausfall. :-(

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 28.06.2017 19:51:24 Gelesen: 6776# 1006 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief aus Zweibrücken vom 11.9.1868 geschrieben von einem Herrn J.Carl an einen Herrn Kaufmann in Frankfurt.

Für das Franko waren 3 Kreuzer zu zahlen (Bayern Nr.15).

Gestempelt wurde mit offenem Mühlradstempel Nr.605 und Halbkreisstempel von Zweibrücken und auf der Rückseite der Ankunftsstempel von Frankfurt am 12.9.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 02.07.2017 16:03:17 Gelesen: 6172# 1007 @  
Liebe Freunde,



heute zeige ich einen Brief, den ich der Bucht zu verdanken habe und der mit gut gefällt, zumal als kleine Contravention der Franko - Vermerk fehlt: Schillingsfürst mit frühem Abschlag des Stempels 305 vom 5.9.1850 nach Augsburg.
 
bayern klassisch Am: 05.07.2017 17:22:52 Gelesen: 5614# 1008 @  
Liebe Freunde,

in einem Konvolut war nur ein gutes Stück, aber das ist sehr gut gewesen und wird darob anhiero gezeiget:



U1 aus Staffelstein vom 26.11.1869 nach Bamberg, dort ohne Ankunftsstempel, aber lange wird es nicht gedauert haben.

Ich kann mich kaum entsinnen, einen zweiten Abschlag auf Beleg gesehen zu haben und schon lose Marken damit dürften sehr, sehr knapp gesät sein. Im Sem nichts für Marke und Markenbrief, aber 125 € für Nebenstempel.

Da die U1 ja nicht entwertet zu werden brauchte, weiß ich jetzt gar nicht, was mein Stück "katalogwertet". Ist ja auch nicht wichtig - wieder ein Stück mehr an dem 1. Rahmen meiner Mini - Sammlung K.G.E. der Kreuzerzeit in Bayern.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Stone Am: 05.07.2017 18:00:31 Gelesen: 5605# 1009 @  
@ bayern klassisch [#1008]

Hallo bayern klassisch,

ein tolles und sehr seltenes Stück, welches ich mir als Stempelsammler auch sofort einverleibt hätte - danke fürs Zeigen.

Schöne Grüße

Stone
 
bayern klassisch Am: 05.07.2017 18:26:51 Gelesen: 5593# 1010 @  
@ Stone [#1009]

Hallo Stone,

danke! Grade auf den Ganzsachenumschlägen U1, U2 und U3 der Kreuzerzeit kenne ich solche K.G.E. - Stempel praktisch gar nicht. Außerdem finde ich den Abschlag des äußerst seltenen und schwierigen Stempels als sehr gut.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Stone Am: 07.07.2017 12:12:09 Gelesen: 4861# 1011 @  
@ bayern klassisch [#1010]

Hallo bayern klassisch,

da gebe ich Dir Recht, er ist zu seiner Seltenheit auch noch sehr gut abgeschlagen - von Staffelstein habe ich ihn übrigens noch nie gesehen,
im Winkler ist er auch nicht erwähnt, das will schon was heißen.

Ich sammle gerne die bayrischen Zierstempel und zeige einen kleinen Brief, gelaufen von Dingolfing nach Landshut, die Frankatur ist nichts besonderes,
aber der Stempel ist klar abgeschlagen. Zudem hat die Marke den sehr markanten Plattenfehler "linke Randlinie eingedellt".

Viele Grüße

Stone


 
bayern klassisch Am: 07.07.2017 12:39:43 Gelesen: 4850# 1012 @  
@ Stone [#1011]

Hallo Stone,

ja, das ist ein Sahnebrief - klasse und der Plattenfehler ist auch nicht häufig (ich hatte mal vor vielen Jahren eine Spezialsammlung PF Bayern 2 - 36).

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 16.07.2017 19:53:26 Gelesen: 2272# 1013 @  
Hallo Sammlerfreunde,

habe zwei Briefe bekommen, die beide aus Memmingen an den gleichen Empfänger einen Herrn Salis in Wangen spediert wurden, seit 1810 gehörte Wangen zu Württemberg.

Der erste Brief ist vom 10.11.1852, der zweite vom 3.3.1853, bei beiden Briefen wurde eine Marke zu 3 Kreuzer verklebt und mit Mühlradstempel 205 abgeschlagen sowie der Halbkreisstempel von Memmingen. Auf der Rückseite ist der Ankunftsstempel von Wangen.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 26.07.2017 14:29:24 Gelesen: 198# 1014 @  
Liebe Freunde,

wieder ein netter Zugang für meine Mini - Sammlung der Contraventionen Bayerns in der Vormarkenzeit (Contra VMZ).



Man achte auf das Datum vom Mühldorfer Fingerhutstempel, das ja unabhängig von dem Ort eingesteckt werden konnte.

Ach ja - der Absender zahlte 1838 6 Kreuzer Franko für seinen Brief, das wollte ich nicht unerwähnt lassen.

Ob unser Expeditor am 31.12.1838 schon etwas vorgefeiert hat, kann man vermuten. Bei einer gewissen Menge Alkohol steht eh vieles oben, was unten ist et vice versa. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 

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