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Thema: Altdeutschland Bayern: Schöne Belege
Das Thema hat 1051 Beiträge:
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Altmerker Am: 15.09.2017 12:37:10 Gelesen: 1797# 1027 @  
Ich habe da eine Postkarte von 1887, die auf den ersten Blick recht unspektakulär wirkt. Spannend wird es erst, wenn der Adressat und die Geschichte beleuchtet wird. Carl (Karl) Crämer war ein bedeutender Liberaler in Bayern und ist Ehrenbürger von Nürnberg. Er gehörte dem Landtag und später dem Reichstag in Berlin an. Er war Gründer der Bayerischen Fortschrittspartei und später in der Freisinnigen Volkspartei aktiv.

Gruß
Uwe


 
bayern klassisch Am: 15.09.2017 13:05:02 Gelesen: 1791# 1028 @  
@ Altmerker [#1027]

Hallo Uwe,

sehr schön! Wenn du jetzt noch die Rückseite der Karten zeigen könntest, wäre das perfekt.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 15.09.2017 13:23:56 Gelesen: 1786# 1029 @  
Liebe Freunde,





heute zeige ich einen Brief aus Hochstein der Gebrüder Gienanth (Eisenwerk), der mit 3 Kr. am 7.10.1857 frankiert nach Winnweiler gebracht wurde und an die Gebrüder Böcking in Kaiserslautern gerichtet war.

Der Absender schrieb, völlig gegen die Regel, den Zielort oben hin, statt unten. Dazu hat die Marke, eine Platte 3, ein sehr ausgefülltes Druckbild (farbübersättigt und kommt von dem unbedeutenden Pfalzort Winnweiler gM 589 der 2. Verteilung. Den Mühlradstempelzuschlag bei Sem von 30 Euro auf Brief (20 Euro lose) kann ich nach über 35 Jahren Pfalzsammeln nicht mal im Ansatz nachvollziehen ...

Dazu der schöne blaue Eisenhüttenstempel von Gienanth (haben im Inhalt unterschrieben) macht ihn sicher auch nicht schlechter.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Altmerker Am: 15.09.2017 13:33:05 Gelesen: 1781# 1030 @  
@ bayern klassisch [#1028]

Nichts leichter als das!

Gruß
Uwe


 
bayern klassisch Am: 15.09.2017 13:52:16 Gelesen: 1772# 1031 @  
@ Altmerker [#1030]

Hallo Uwe,

vielen Dank - es ging um das Aussuchen einer Wohnung; der Schreiber ist hochintelligent, kein Wunder bei dem Umgang!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 18.09.2017 10:46:46 Gelesen: 1185# 1032 @  
Liebe Freunde,





eine 9c nach Hengersberg mit Sondertype des oM 385 von Passau mit geschlossenem Außenkreis vom 16.7.1866 aus Passau (mit "7" - Stempel, nicht mit "7A" - Stempel) kann ich noch zeigen.

Man achte auf das wunderbar blaue Siegel (und den fehlenden Ankunftsstempel).

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 18.09.2017 19:40:30 Gelesen: 1095# 1033 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief von 1813 aus Tittmoning spediert nach Sulzberg? an das hochwürdige erzbischöfliche Konsistorium.

Was bedeutet das Kürzel links an der Seite unten Mitte sind lateinische Kürzel dann das Jahr 1813.
Gestempelt mit R4 Tittmoning (Winkler 3a) Verwendungszeit 1806,1811 - 1829.

Auf der Rückseite sind noch 4 Kreuzer in schwarz vermerkt, diese bezahlte der Absender.

Gruß Rainer


 
bignell Am: 18.09.2017 19:52:59 Gelesen: 1087# 1034 @  
@ Gernesammler [#1033]

Hallo Rainer,

ich lese Salzburg.

Lg, harald
 
Gernesammler Am: 18.09.2017 20:04:55 Gelesen: 1080# 1035 @  
@ bignell [#1034]

Hallo Harald,

danke für den Hinweis. Deswegen hatte ich dort Fragezeichen, weil ich bei Sulzberg selbst Zweifel hatte. Salzburg ist in der Weise noch interessanter da es von 1810 - 1816 wieder zu Bayern gehörte und dann erst wieder an Östereich fiel.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 18.09.2017 20:21:47 Gelesen: 1075# 1036 @  
@ Gernesammler [#1033]

Hallo Rainer,

um auch deine 2. Frage zu beantworten, steht da:

Praes. 19. Dbs 1813

Praesentirt am 19. Dezember 1813

Diese Präsentationsvermerke, so der Fachterminus, gab es seit dem Mittelalter; sie waren wichtig, wenn es um Fristen und die Rechtskraft ging (und sind es noch heute noch).

Also war es ein bayerischer Inlandsbrief, der streng genommen nichts mit Österreich zu tun hatte.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Max78 Am: 19.09.2017 16:02:43 Gelesen: 873# 1037 @  
@ bayern klassisch [#1036]

Moin zusammen,

minimale Verbesserung meinerseits: es müsste 19. d(ieses) M(onats) 1813 heissen.

1. dafür spricht die getrennte Schreibweise wie die Hervorhebung der Aktualität.
2. war der 19. Dez 1813 ein Sonntag.

Eine genaue Datierung dürfte somit schwer sein,

mit Grüssen Max
 
Magdeburger Am: 19.09.2017 16:13:00 Gelesen: 866# 1038 @  
@ Max78 [#1037]

Hallo Max,

es spricht nichts gegen einen Sonntag, allein schon wegen des Empfängers - Sprichwort Gottesdienst. Selbst die Post arbeitete Sonntags.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Max78 Am: 19.09.2017 16:15:27 Gelesen: 865# 1039 @  
@ Magdeburger [#1038]

Lieber Ulf,

ändert leider nichts an meiner Meinung, aber davon darf es ja bekanntlich gerne unterschiedliche geben. ;-) Ich sehe einen Dienstvermerk, der mit Gottesdienst und Post wenig zu tun hat.

Diese Info fällt eh nicht ins Gewicht, da man den Beleg so oder so "nur" den Jahren 1813/14 zuordnen kann.

liebe Grüsse Max
 
Magdeburger Am: 19.09.2017 16:39:56 Gelesen: 848# 1040 @  
@ Max78 [#1039]

Lieber Max,

ich lese jedoch D br - und würde es so als Dezember interpretieren.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Gernesammler Am: 19.09.2017 19:09:10 Gelesen: 804# 1041 @  
@ bayern klassisch [#1036]
@ Max78 [#1039]
@ Magdeburger [#1040]

Hallo Ihr Drei,

ich danke Euch für die Ausführungen zum Brief so kann ich diesen dann auch im Ordner ablegen.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 19.09.2017 19:55:20 Gelesen: 788# 1042 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Königliche Dienst Sache (KDS) aus Ansbach an das Königliche Kreis Commando in Wallerstein, spediert am 9.2.1821. Auf dem Brief wurde in der Adresse durchgestrichen und durch Kreis Commando ersetzt, auch wurde wohl Wallerstein noch zugeschrieben da das Wort "Dahier" auch gestrichen wurde. Gestempelt mit R3 Ansbach (Winkler Nr.4) Verwendungszeit 1811 - 1827, hier in der Farbe rot, es gab diesen Stempel auch in schwarz. Auf der Rückseite ist ein noch gut erhaltenes Papiersiegel.

Gruß Rainer



 
bayern klassisch Am: 20.09.2017 15:21:35 Gelesen: 619# 1043 @  
Liebe Freunde,

in einem anderen Thread ging es um die Entwertung der Wertstempel früher Postkarten. Festgestellt wurde, dass in der Zeit Januar bis April 1873 diese regelmäßig nicht abgestempelt wurden, sondern die Aufgabeposten ihren Ortsstempel i. d. R. darunter setzten.





Daher galt es für mich eine Vorgängerin, also eine Correspondenz-Karte, zu erwischen aus diesem 1. Quartal 1873, bei dem die Marke(n) und darunter der Post-Aufgabe-Stempel von der Aufgabepost abgeschlagen wurden. München I tat mir den Gefallen am 26.1.1873, während die Abgabepost in Berlin sich scheute, eine bayerische Correspondenz-Karte Ankunft zu stempeln. Pfui!

Die rechte Marke des Paares weist einen kleinen Plattenfehler auf: Waagrechter Kratzer zwischen Hoden und Knie des Löwen. Hat man ja auch nicht alle Tage ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 20.09.2017 19:56:18 Gelesen: 573# 1044 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 16.4.1868 von Erding nach München spediert, verklebt wurde für das Franko eine Marke zu 3 Kreuzer (Bayern Nr.15) mit Plattenfehler VII Kratzer von linker oberer 3 bis Löwenkopf. Gestempelt mot Halbkreisstempel von Erding (Winkler Nr.12a) und Mühlradstempel Nr.112
auf der Rückseite Ankunftsstempel von München und der Briefträgerstempel Nr.2.

Gruß Rainer



 
Gernesammler Am: 21.09.2017 19:40:26 Gelesen: 346# 1045 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief aus Ansbach nach Ellingen an das Fürstliche Herrschafts Jurist ? spediert nach Ellingen, wahrscheinlich in einer Gerichtssache. Der Brief wurde mit der Fahrpost spediert, siehe der Stempel "von Ansbach" Verwendungszeit 1833 und 1842. Für die postalische Beförderung waren 2 Kreuzer fällig diese wurden im Stempel eingetragen, wurden diese von Ansbach bezahlt.

Meine Frage: Was heißt links unten Mit .....?

Gruß Rainer


 
Michael D Am: 21.09.2017 20:10:42 Gelesen: 340# 1046 @  
Dort steht "mit Acten"

Gruß
Michael
 
bayern klassisch Am: 21.09.2017 20:42:06 Gelesen: 331# 1047 @  
@ Gernesammler [#1045]

Hallo Rainer,

der Brief ging an das Fürstliche Herrschafts - Gericht.

Der Brief war portofrei - auch wenn man die Franchise vergessen hatte anzugeben.

In dem Ansbacher Fahrpoststempel steht die Manual - Nummer 2, unter der er im Ansbacher Fahrpost - Ausgangs - Manual eingetragen wurde; mit einem Porto haben die 2 nichts zu tun.

Die 7678, die oben links stehen, war die Expeditionsnummer (heute: Geschäftszeichen) des Aktes beim Absender.

Ganz links in der Ecke steht noch das ermittelte Gewicht von 1 Pfund. Hierzu ist zu bemerken, dass Sendungen von Privaten nur bis 4 Loth (17,5g war 1 Loth) mit der Briefpost beförderbar waren - schwerere mussten über 4 Loth der Fahrpost übergeben werden.

Bei Behörden wie hier gab es aber eine Ausnahme: Hier waren Poststücke bis 1 Pfund mit der Briefpost zu befördern. Erreichten sie genau 1 Pfund, so wie hier, dann gingen sie mit der Fahrpost auf ihre Reise.

Ich kenne 4 Briefe, die mit Akten/Anlagen/Unterbund genau 1 Pfund wogen und die Einhaltung dieser Vorschrift perfekt anzeigen - deiner ist der 4.! So häufig sind diese also nicht.

Glückwunsch zu dieser geheimen Seltenheit - Glück gehört zu unserem tollen Hobby halt auch!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
henrique Am: 21.09.2017 22:59:26 Gelesen: 295# 1048 @  
Hallo,

habe vorgestern unter einem Bündel alter Österreich-Belege folgendes gefunden.



Königreich Bayern / POSTKARTE von Regensburg nach Wien vom 5. April 1887


Frage an die Spezialisten:
Habe auch eine Postkarte vom Königreich Württemberg von 1889.
Wo soll ich die einstellen?

Henrique
 
bayern klassisch Am: 22.09.2017 08:47:46 Gelesen: 208# 1049 @  
@ henrique [#1048]

Hallo henrique,

ab besten dort:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=10266&CP=0&F=1

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 22.09.2017 19:12:31 Gelesen: 95# 1050 @  
Liebe Freunde,







wie wir alle wissen, war die Umstellung der Währung in Bayern am 1.1.1876 von Gulden/Kreuzer auf Mark/Pfennig rigoros - nur bei der 1. Leerung am 1.1.1876 galten die verwendeten Kreuzermarken und Kuverts bzw. Postkarten noch hinsichtlich ihrer überholten Nominale, so dass die Masse der Postkunden in den letzten Dezembertagen des Jahres 1875 versucht haben dürfte, ihre Bestände zu reduzieren.

Heute zeige ich eine 1 Kreuzer Drucksachen - Postkarte (also optisch eine Postkarte, frankaturtechnisch aber eine günstigere Drucksache, siehe hinten) von Lindau im Bodensee nach Zürich an die Herren Maier Weismann & Compagnie. Leider war es bei der Aufgabe der postgekarteten Drucksache schon der 3.1.1876, weswegen der Wertstempel von 1 Kr. nicht mehr anzurechnen war. Spät, aber doch, bemerkte man dies und klebte eine ganz frische 5 Pfg. Marke auf, die den Tarif für Drucksachen in die Schweiz abdeckte.

Frau Brettl sah das auch so und hat in ihrem Attest auf den o. g. Umstand bezug genommen. Darüber hinaus finde ich die Erhaltung außerordentlich gut, vor allem der Zürcher Stempel ist perfekt abgeschlagen, so dass man die Besonderheit des Datums nicht lange erklären muss, sondern von vorne schon sieht.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 22.09.2017 19:50:06 Gelesen: 57# 1051 @  
@ Michael D [#1046]
@ bayern klassisch [#1047]

hallo Michael,hallo Ralph

besten Dank für die Auflösung zum Brief, habe diesen soeben abheften können.

Gruß Rainer
 

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