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Thema: Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 423 Beiträge:
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Fips002 Am: 05.01.2017 19:39:37 Gelesen: 19251# 399 @  
Heute zeige ich einen Faltbrief vom Klipperschiff "Red Jacket", White Star Line Liverpool, von Sydney/Australien nach Liverpool. und von dort nach London.

Am 9.Mai 1855 wurde zwischen dem General Postmeister Viscount Canning und James Baines, Schiffseigner, der 1. White Star Vertrag Juni-Dezember 1855 abgeschlossen für Klipperschiffe, welche Liverpool jeden Monat von Juni bis Dezember 1855 nach Melbourne verließen und von Melbourne nach Liverpool zurückkamen.

Die "Red Jacket" verließ Sydney am 14.April 1855, Melbourne am 02.Mai 1855, segelte um das Kap Hoorn nach Rio de Janeiro 20.Juni 1855 (Proviantübernahme), segelte danach direkt nach Liverpool, wo er am 25.Juli 1855 ankam.

Auf dieser Reise wurden 138,643 Unzen Gold und 440 Sovereigns, sowie 270 Passagiere und über 8000 Briefe befördert. Es war der größte Goldtransport welcher zu dieser Zeit nach England transportiert wurde. Der Achteckstempel auf der Rückseite ist der Ankunftstempel für Liverpool Klipper der White Star Linie.





Nach England ging die Segelschiff Route direkt um das Kap Hoorn, mit Zwischenhalt in Rio de Janeiro. Von England nach Australien ging die Segelschiff Route direkt um das Kap der Guten Hoffnung nach Australien.
Einfache Briefe mussten mit 3 Pence für die Inter-Colonial Rate vorsuabezahlt werden.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 14.01.2017 19:49:45 Gelesen: 18204# 400 @  
Deutsche Seepost Gjedser-Warnemünde

Ich zeige einen Brief mit Flaggenstempel "Deutsche Seepost Gjedser-Warnemünde" Fahrt "F.h", 30.1.41, Typ 1. Besonderes Merkmal von Typ 1 ist das seitenverkehrt eingesetzte "ü" in der Routenangabe "Gjedser-Warnemünde". Verwendungszeit vom 01.07.1928 - 1945, bisher bis 1943 nachgewiesen. Insgesamt gibt es von diesem Flaggenstempel 4 Typen mit den Fahrtangaben "F.b", "F.h" und "F.g".

Diese Stempel sind nicht häufig. Es handelt sich aber meistens um Sammlerbelege. Reine Bedarfsbelege sind sehr selten.

Segelschiffsverbindungen von Dänemark nach Warnemünde sind schon ab 1761 bekannt. Regelmäßige Postverbindungen bestehen aber erst ab 1875 von Nyköbing nach Warnemünde. Ab 1.Oktober 1ß03 wurde die Fährverbindung "Gjedser-Warnemünde" errichtet. In beiden Richtungen fuhren Postbeamte mit, die die aufgelieferte Post bearbeiteten. Die Entwertungen der Frankaturen wurden mit dänischen und deutschen Landungsstempeln vorgenommen.

Deutsche Seepoststempel, wie auf dem Brief, wurden erst ab 1.Juli 1928 verwendet. Den Dienst versahen das dänische Fährschiff "DANMARK" und die deutsche Fähre "SCHWERIN". Die Post wurde nach Dänemark von deutschen Postbeamten und nach Deutschlancd von den dänischen bearbeitet.
Die Postverwaltung von Dänemark setzte einen bildgleichen Stempel ein, "Dansk Söpost-Warnemünde-Gedser". Dieser Stempel ist sehr selten.

Am 1.Mai 1945 wurden die Fahrten auf dieser Linie eingestellt.





Luftpostbrief an den Sammler Kark Hennig in Hamburg. Der Brief ist mit dänischen Freimarken zu 25 Öre und einer Freimarke 12+8 Pfg. Deutsches Reich frankiert. Beide Frankaturen sind mit dem Seepoststempel- Typ 1-Fahrtangabe "F.h" am 30.1.41 entwertet. Die Aufgabe per Luftpost war nicht nötig, da der Laufweg über die Bahnpost Kopenhagen-Berlin genau so schnell war. Trotzdem ein seltenes Zeitdokument aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 19.01.2017 19:16:37 Gelesen: 17789# 401 @  
Die Postdampfer Linie "N" von Marseille nach Yokohama bestand vom November 1866 bis zum Dezember 1910.



Der Postdampfer "POLYNESIEN" führte den Schiffspoststempel YOKOHAMA A MARSEILLE der Linie "N" Nr.6.

Der Dampfer war auf dieser Linie vom 29.Juni 1902 bis 16.01.1911 im Einsatz und machte in dieser Zeit 23 Reisen.

Die letzte Reise ging ab Yokohama 10.12.1910 über Saigon 25.12.1910 nach Marseille, Ankunft 16.01.1911.



Die Marke zu 10 Centimes wurde am 15.Mai 1906 in Hong Kong mit dem Schiffspoststempel entwertet.

Reiseverlauf: Ab Yokohama 05.05.1906, Hong Kong 15.05.06, Saigon 18.05.06, Ankunft Marseille am 11.06.1906. Angelaufen wurden auch die Häfen Singapore, Colombo, Aden und Suez.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 29.01.2017 18:42:08 Gelesen: 16238# 402 @  
Ich zeige einen Faltbrief von Guadeloupe nach Paris.



Der Faltbrief wurde mit einem englischen Dampfschiff von Baue Mahaut, Guadeloupe/Kleine Antillen am 27.April 1847 über Pointe a Pitre und Basse Terre nach Liverpool befördert. Von Liverpool über den Landweg nach London in einem verschlossenen Postsack befördert. In London wurde der Postsack geöffnet und der Faltbrief erhielt den Durchgangsstempel 20.Mai 1847. Die Weiterbeförderung über Calais nach Paris. Die Gesamtgebühr für diesen Faltbrief betrug 15 Decimes, davon 10 Decimes an England und 5 Decimes Inlandgebühr entsprechend dem Artikel 13 des Abkommens von 1843.



Karte mit Absenderangabe Baue Mahaut 27.April 1847.



In London erhielt der Faltbrief den Kastenstempel. Der Faltbrief wurde an das französische Amt in Calais, entsprechend dem englisch-französischen Abkommen von 1843, weitergeleitet.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 01.02.2017 19:20:39 Gelesen: 15870# 403 @  
Der Faltbrief vom 16.Juni 1833 wurde von St.Pierre, Martinique, Kleine Antillen, mit einem Segelschiff nach Bordeaux/Frankreich befördert.

Auf der rechten Seite des aufgeklappten Faltbriefes ist der Zeilenstempel MARTINIQUE als Abgangsstempel und auf der linken Seite der Eingangsstempel BORDEAUX 3.August 1833 abgeschlagen. Bei der Ankunft des Segelschiffes in Bordeaux erhielt der Faltbrief den aptierten Landungsstempel "PAY´´D´OUTREMER". Dieser Stempel wurde von 1831 bis 1839 verwendet.

Mit der Einführung der Datenstempel sind alle Kastenstempel mehr oder weniger gut aptiert worden, damit wurde der Name des Hafens entfernt.

Die Taxzahl 2 ist die Gebühr von 2 Decimes = 20 Centimes, davon 10 Centimes Lokalbriefgebühr und Seezuschlag 10 Centimes.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 04.02.2017 22:50:44 Gelesen: 15310# 404 @  
Karte vom Reichspostdampfer "Eleonore Woermann" von Kamerun nach Zittau/Sachsen.
Die Ansicht zeigt die Elfenbeinkarawane Plantation.

Den Stempel DEUTSCHE SEEPOST/LINIE/HAMBURG/WESTAFRIKA/17.8.11/XLV. führte die Eleonore Woermann vom 24.6.1902 möglich bis 2.12.1914. Das Schiff hatte vorher den Stempel XXVII. an Bord.

Wie war das Schicksal der Eleonore Woermann zu Beginn des 1.WK 1914? Im August 1914 läuft das Schiff Duala/Kamerun als Zufluchtshafen an und verlässt am 7.8.14 Duala mit einer Ladung Kohlen zur brasilianischen Insel Trinidada. Dort trifft sie auf den Kleinen Kreuzer "Dresden" und wird Begleitschiff des Hilfskreuzers Dampfer "Cap Trafalgar". Im September wird die Cap Trafalgar durch den britischen Hilfskreuzer "Carmania" versenkt.303 Überlebende werden von der Eleonora Woermann gerettet und nach Buenos Aires gebracht. Am 6. Januar 1915 wird das Schiff in einer kleinen Bucht nördlich der Magellanstraße durch den australischen Schlachtkreuzer "Australia" versenkt. Die Besatzung wurde gefangen genommen.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 06.02.2017 17:28:01 Gelesen: 15059# 405 @  
Heute ein früher Schiffsbrief aus meiner Sammlung. Der Schiffsbrief wurde am 29.November 1672 von Hamburg nach Amsterdam mit dem Schiffer Jochen Jannsen und Gottes Schutz befördert. Zum Briefinhalt kann ich nur einige Wörter lesen. Wer kann hier helfen und den Text vollständig lesen?

Zu den Beförderungsgebühren in der damaligen Zeit nachstehend den Originaltext:

In der ORDNUNG-TAFFEL DER BOTTEN, Hamburg 1641, wurden folgende Gebühren erhoben: Für einen Ordinaris Brieff ist das Lohn vier Schillinge, für die Ordinari Seeländische Brieffe vier Schillinge, für die Englische Packet-Brieffe für jede Untze sechs Schillinge, für die Bremische Ordinaris Brieffe zwey Schillinge.





Im 17.Jahrhundert wurde im holländischen Seehandel der Schiffstyp "Fleute" eingesetzt. Es kann sein, dass der Schiffsbrief mit so einem Schiff befördert wurde.

Gruß Dieter
 
Manne Am: 06.02.2017 19:53:51 Gelesen: 15012# 406 @  
Hallo,

von der S. S. America ein Stempel.

Gruß
Manne


 
Fips002 Am: 08.02.2017 16:14:07 Gelesen: 14767# 407 @  
Heute drei Karten zur Hamburg-Helgoland Seepost.

Die Karte vom Turbinendampfer "Kaiser" wurde am 8.7.1907 und die Karten vom Dampfer "Silvana" am 19.7.1908 mit dem Schiffspoststempel und am 14.7.1914 auf Helgoland gestempelt.





Der Stempel HAMBURG-HELGOLAND/SEEPOST kommt mit Schrägstrich oder Punkt hinter der Tagesangabe vor, auch ohne Punkt.

Die Insel "Helgoland" ist die einzige deutsche Hochseeinsel und wurde erst durch den "Helgoland-Sansibar-Vertrag zwischen Großbritannien und Deutschland vom 1.7.1890 deutsch. Obwohl es schon einen florierenden Schiffsverkehr mit den Tagesgästen gab, wurde erst am 01.Juni 1904 eine Seepost auf der Linie "HAMBURG-HELGOLAND" eingerichtet. Mit zwei Postausrüstungen wurde die Linie ausgestattet. Zur Unterscheidung erhielt der eine Stempel einen "Stern" unterhalb der Datumsleiste. Bearbeitet wurde die Briefpost durch mitfahrende Kaiserliche Postbeamte. Verwendungszeit des Stempels vom 01.07.1904 - 02.8.1914 und vom 19.05.1932 - 31.08.1939.



Turbinendampfer "Kaiser Indienststellung 27.9.1905, Verwendung des Stempels ohne Stern von 1905-1914 und 1932- 1937.



Turbinendampfer "Silvana", Indienststellung 01.01.1905 führte den Stemepl von 1904 bis 1914.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 21.02.2017 19:38:44 Gelesen: 13482# 408 @  
Ich zeige zwei Schiffspostbriefe von Antwerpen nach London.



Der Faltbrief wurde am 9.April 1848 von Antwerpen nach London, 10.April 1848, mit einem Dampfschiff (Vermerk links oben) befördert.
Postgebühr für den doppelten Brief: 2 x 8 Pence = 16 Pence, geschrieben 1 Shilling 4 Pence.

Stempel:

Roter Doppelkreisstempel Antwerpen/9./APR/1848
Roter Ankunftstempel London 6EV6/AP 10/1848/C
Roter Zeilenstempel SHIP LETTER, Typ S36, verwendet von 1840 bis
1857, insgesamt 7 Typen. Stempel verwendet auf unbezahlte Briefe
von privaten Schiffen in London.



Zeilenstempel SHIP LETTER und Gebührenvermerk 1 Shilling 4 Pence.



Der Faltbrief wurde von Antwerpen am 22.April 1849 mit dem Dampfschiff "SOHO" (Vermerk links oben) nach London, 23.April 1849, befördert. Das Dampfschiff "SOHO" der General Steam Navigations Company verkehrte zwischen London, Rotterdam und Antwerpen.

Postgebühr: 1 Shilling, davon Seegebühr: Antwerpen nach Gravesend = 8 Pence
Landgebühr: Gravesend-London 15 Meilen = 4 Pence, Gesamt 12 Pence=1 Shilling
Stempel: Doppelkreisstempel Antwerpen 22.Apr 1849, SHIP LETTER LONDON/Krone/Ap23/1849, Typ S 29, verwendet in rot von 1847 - 1858
Eingangsstempel London 23.Ap 1849.



Stempel Typ S 29 und Gebührenvermerk über 1 Shilling

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 01.03.2017 19:25:54 Gelesen: 12277# 409 @  
Heute eine Karte von Caracas/Venezuela 21.3.1905 nach Paris.

Der Achteckstempel COLON A BORDEAUX L.D.N°2/28./Mars/05 wurde auf dem Dampfschiff "Canada" geführt. Dieser Seepoststempel befand sich von 1896 bis 1906 an Bord des Schiffes. Das Dampfschiff war auf dieser Linie, Bordeaux-Colon ,von 1896 bis 1907 eingesetzt. 1907 befand sich an Bord der "Canada" kein Seepoststempel. Von 1907 bis 1926 wurde der Stempel N° 2 auf 6 anderen Dampfern verwendet. Verwendete Seepoststempel auf dieser Linie hatten die Kennung L.D.N° 1 - L.D.N° 3. Der Name des Schiffes ist an der Nummer und dem Verwendungsdatum des Stempels zu erkennen.

Das Dampfschiff "Canada" verließ Colon/Panama am 24.03.1905, lief drei weitere Häfen in Venezuela an und war am 01.04.1905 in Pointe a Pitre/Guadeloupe und kam am 14.04.1905 in Bordeaux an.





Gruß Dieter
 
volkimal Am: 11.03.2017 10:08:32 Gelesen: 11208# 410 @  
Hallo zusammen,

für meine Sammlung zu den unterschiedlichen Kalendern gehört auch dieser Schiffspoststempel aus Israel:



Der Stempel kommt von der SS Kedmah (hebräisch א/ק המדק), dem ersten Schiff des ZIM.

Das israelische Schifffahrtsunternehmen Zim Integrated Shipping Services Ltd., kurz ZIM, (hebräisch צים) mit Sitz in Haifa zählt heute zu den 20 größten Containerschiffsreedereien der Welt. Es gehört zur Israel Corporation, die wiederum mehrheitlich im Besitz der Ofer Brothers Group ist.

ZIM wurde 1945 gemeinsam durch die Einwanderungsorganisation Jewish Agency, den Gewerkschaftsdachverband Histadrut und die Palestine Maritime League als ZIM Israel Navigation Company gegründet. 1947 erwarb man das erste Passagierschiff, die SS Kedmah. In den Aufbaujahren des israelischen Staates bestand die Flotte der ZIM in der Hauptsache aus umgebauten Einwandererschiffen.

Der Stempel ist vom 24.10.1949 = 1 Cheschwan 5710 = א ןוושח תשי. Weitere Informationen zum jüdischen Kalender: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=146367 und http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=147275

Es ist einer der ersten Gelegenheitsstempel Israels. Links sieht man die SS Kedmah. Auf der Seite http://israelphilately.org.il/he/catalog/cancels/year/1949 findet man folgende Information:



Die rot markierten Teile sind der Stempeltext im Werbeklischee, blau markiert ist der komplett ausgeschriebene Name des Schiffes. Hier das Ganze als Text:
א' חשון תש"י הוועידה העולמית הראשונה של החבל הימי לישראל אוניה
חותמת אירוע
אונית קיטור קדמה - אוק 1949
Da die hebräische Schrift von rechts nach links zu lesen ist, wird die Reihenfolge des Textes auf Philaseiten automatisch anders angezeigt.

Google liefert dazu frei übersetzt: Cheschwan (Monatsname), erste Weltkonferenz von Israels Maritimen Liga. Was genau im Oktober 1949 für eine Veranstaltung war, habe ich bisher nicht herausgefunden.

Weitere Informationnen:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:S.S._Kedmah1951.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Zim_Integrated_Shipping_Services
http://www.ssmaritime.com/ZIM.htm

Viele Grüße
Volkmar
 
omega_man Am: 12.03.2017 07:53:57 Gelesen: 11161# 411 @  
Hallo zusammen,

ergänzend zu Brigitte [#305] hier vom Schwesterschiff "AUGSBURG". Beide gehörten zur aus 6 Einheiten bestehenden Brandenburg-Klasse.



Näheres siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburg_(Schiff,_1951)
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburg-Klasse_(1951)
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_HAPAG-Seeschiffe_1848%E2%80%931970

Grüße

omega_man
 
Manne Am: 12.03.2017 18:36:32 Gelesen: 11120# 412 @  
Hallo,

ich hoffe, dass dieser Stempel aus USA vom 24.06.1925 zum Thema passt.

Gruß
Manne


 
fogerty Am: 20.03.2017 21:12:47 Gelesen: 10212# 413 @  
Kann jetzt mit diesem Beleg weder Schiffspost noch Schiffpoststempel vorweisen, trotzdem, die MS "Hannover" scheint im Jahre 1966 in Kaohsiung, dem wichtigsten Hafen von Taiwan angelegt zu haben.



Grüße
Ivo
 
Fips002 Am: 23.03.2017 16:02:35 Gelesen: 9728# 414 @  
Nach dem Krieg wurden je 3 Schiffe vom Norddeutschen Lloyd und der HAPAG gebaut. Sie waren baugleich und wurden für den Passagierdienst nach Ostasien eingesetzt. Von der HAPAG kamen die "Hamburg", "Frankfurt" und "Hannover" zum Einsatz.

Ich zeige einen Beleg von der letzten Reise der "Hamburg" und eine Karte von der "Hannover". Alle 6 Schiffe hatten das gleiche Aussehen.

Die "Hamburg" wurde am 25.März 1954 in Dienst gestellt. Der Schiffspoststempel wurde vom 01.04.1954 bis zum 28.02.1967 verwendet.

In den Jahren 1966/67 verkaufte die HAPAG seine drei Schiffe an die Reederei Malaysia Overseas Line in Monrovia und 1971 an die United Overseas Export Lines Inc. in Monrovia. Die "Hamburg" wurde 1967 in "Oriental Warrior" umbenannt.

Nach einer Maschinenraumexplosion am 25.Mai 1972 auf der Reise von New York nach Hongkong auf Grund gesetzt und am 25.September nach See geschleppt und versenkt.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 28.03.2017 20:54:33 Gelesen: 8605# 415 @  
Heute eine Karte von der "Ariadne" der HAPAG mit Schiffspoststempel vom 7.7.1959.

Der Schiffspoststempel wurde an Bord vom 29.01.1958 bis zum 23.11.1960 verendet. Das Fahrtgebiet der "Ariadne" waren Atlantik-Seereisen, Kreuzfahrten ins Mittelmeer, Nordlandfahrten- Westafrika- und indienreisen. Die "Ariadne" hatte somit von Weltreisen abgesehen, auf allen klassischen Hapag-Kreuzfahrtkursen Flagge gezeigt.

Das Schiff war bei allen beliebt, nur nicht bei der Reederei. Angeblich seien wegen den Spannungen im Vorderen Orient die Buchungen zurückgegangen. Ursache war aber das Preisniveau für den Buchungsrückgang. So kostete eine Zweibett-Außenkabine auf dem A-Deck für die 20 tägige Island-Spitzbergen-Norwegenfahrt 3975 DM und für die billigste Kabine waren 1725 DM zu bezahlen. 1960 war dieses aber sehr viel Geld für eine Schiffsreise.

1960 wechselte die "Ariadne" an einen Käufer in den USA.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 02.04.2017 21:25:58 Gelesen: 7422# 416 @  
Heute wieder ein früher französischer Schiffsbrief aus der Kolonie Guadeloupe:





Faltbrief von Pointe a Pitre, Guadeloupe/Kleine Antillen, 27. April 1826 nach Bordeaux/Frankreich. Ankunft in Bordeaux am 09. Juni 1826.

Der Faltbrief wurde mit dem Segelschiff "La Vestale" befördert und erhielt bei der Ankunft in Bordeaux den Landungsstempel COLONIES PAR BORDEAUX. Die Beförderungsgebühr von 2 Decimes hatte der Empfänger zu bezahlen.



Ankunftstempel in Bordeaux und Landungsstempel, verwendet von 1823 bis 1828.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 07.04.2017 18:54:14 Gelesen: 6227# 417 @  
Ich zeige zwei Briefe vom Motorschiff "Santa Ursula" mit zwei verschiedenen Schiffspoststempeln.

Die Santa Klasse war eine Baureihe von sechs Motorschiffen der Rederei Hamburg-Süd. Die ersten Nachkriegsbauten waren "Santa Ursula", "Santa Elena", "Santa Catarina" und "Santa Isabel". Das erste Schiff war die "Santa Ursula" und auch das größte Schiff der Hamburg-Süd.

Die Santa Schiffe befuhren die Route Hamburg, Bremen, Amsterdam. Antwerpen, Recife, Salvador, Rio de Janeiro, Santos, Montevideo, Buenos Aires und zurück nach Hamburg. Eine Rundreise dauerte gut 3 Monate.

Das Motorschiff "Santa Ursula" wurde am 24.3.1951 in Dienst gestellt. 1964 wurde das Schiff als "Angol" nach Chile verkauft. Am 15.November 1981 in Bandar Abbas in Brand geraten und in Bombay abgebrochen.



Der Stempel DEUTSCHE SCHIFFSPOST HAMBURG-SÜDAMERIKA ist der einzige Vorkriegsstempel, der von der Deutschen Schiffspost nach 1945 verwendet wurde. Der Stempel wurde auf "Santa Ursula" vom 05.04.1951 bis zum 24.01.1958 verwendet.



Der Stempel wurde vom 25.01.1958 bis zum 07.06.1963 verwendet. Dieser Stempel ersetzte den alten Vorkriegsstempel.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 09.04.2017 20:06:00 Gelesen: 5834# 418 @  
Heute zeige ich einen Faltbrief gemäß dem Postvertrag Vereinigte Staaten - Bremen 1847-1867.



Der orange Leitwegstempel vom Hannover Postamt in Bremen zeigt, dass der Brief von den Vereinigten Staaten kam. 33 Kreuzer Gebühr für den Transit nach Bremen und 9 Kreuzer für den Transit nach Württemberg.



Faltbrief von Louisville nach Neharthalfungen/Oberamt Narthingen/Königreich Württemberg, befördert mit dem Cunard - Dampfschiff "Asia". Das Dampfschiff verlies New York am 06.5.1852 nach Bremerhaven. Die Seegebühr betrug 20 Cents. Nach dem 01.Juni 1851, mit dem Eintritt von Hannover in die Deutsch-Österreichischen Post-Union, wurde das Transportgut nach den Süddeutschen Staaten durch die Thurn und Taxis Post von Bremen über die preußische Eisenbahn befördert.

In Bremen erhielt der Faltbrief die Abrechnungsmarkierung "AMERIKA/ÜBER/BREMEN 33/9". Es zeigt, dass der Brief von den USA über Bremen mit einer Gebühr von 33 Kreuzer Transitgebühr nach Württemberg und 9 Kreuzer für die deutsche Inlandgebühr durch die Thurn und Taxi Post erhoben wurde. Gesamtgebühr 42 Kreuzer.

Umrechnungsbasis: 20 Cents = 20 Grote = 9 1/2 Sgr. = 33 Kreuzer
7 Cents = 7 Grote = 3 Sgr. = 9 Kreuzer

Der rote Strich zeigt an, dass die Gebühr von 42 Kreuzer vom Empfänger bezahlt wurde.



Das Dampfschiff "Asia" machte von 1850 bis 1867 für die Reederei Cunard 120 Rundreisen. 1867 an Robb & Co. Glasgow verkauft. 1876 in Bombay abgebrannt.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 14.04.2017 17:18:25 Gelesen: 3635# 419 @  
Ich zeige wieder zwei Belege der US-Navy vom Kreuzer "Northampton" von 1935 und 1936. Seit 1908 sind die Kampf- und Versorgungsschiffe der US-Navy mit Postämtern ausgestattet. Sehr beliebt bei amerikanischen Sammlern sind Nebenstempel zu verschiedenen Anlässen.



Der Stempel zur Flottenwoche in Seattle vom 02.August 1935 ist der Typ F (N-18f). Der Stempel vom 12. April 1936 ist der Typ 3 (B-TTT), verwendet 1933-1936.



Der Kreuzer "Northampton" (CA-26) wurde am 17.Mai 1930 in Dienst gestellt und kam zur Atlantikflotte. Er unternahm eine Kreuzfahrt ins Mittelmeer und führte mit anderen Kreuzern Übungen in der Karibik und im Pazifik durch. Beim Angriff am 07.Dezember 1941 der Japaner auf Pearl Harbor war die "Northampton" und der Flugzeugträger "Enterprise" auf See und kehrten am 08. Dezember 1941 nach Pearl Harbor zurück. Die Suche nach dem japanischen Verband war erfolglos gewesen. Im Januar 1942 wurde die Insel Wotje beschossen. Weitere Kampfeinsätze waren am Korallenmeer. In der Schlacht von Midway schützte der Kreuzer den Träger "Enterprise". Im August 1942 lief die "Northampton" nach Guadalcanal. Dort wurden der Träger "Wasp" und das Schlachtschiff "North Carolina" durch japanische U-Boote beschädigt.

Gemeinsam mit mit dem Träger "Hornet" wurde Bougainville am 5.Oktober angegriffen. Bei der Schlacht von Santa Cruz Inseln am 26.Oktober 1942 wurde der Flugzeugträger "Hornet" schwer beschädigt und musste von amerikanischen Zerstörern mit Torpedos versenkt werden. Mit einem Kreuzer/Zerstörer Verband verhinderte "Northampton", dass die Japaner ihre Truppen auf Guadalcanal verstärken konnten. Während der Schlacht von Tassafaronga wurde die "Northampton" am 30.November 1942 von zwei Torpedos getroffen und musste aufgegeben werden. Die Überlebenden wurden von Zerstörern gerettet.

"Northampton" erhielt 6 Schlachtsterne.

Gruß Dieter
 
wajdz Am: 16.04.2017 20:54:15 Gelesen: 2671# 420 @  
Vor 50 Jahren befördert worden, mit der Besonderheit:

Paquebot: Nebenstempel für an Bord eines Schiffes aufgelieferte Sendungen und nur in Ausnahmefällen zur Markenentwertung verwendet

MiNr 1574



MfG Jürgen -wajdz-

http://www.seemotive.de/html/dpaquebot.htm
 
Fips002 Am: 19.04.2017 18:59:26 Gelesen: 2114# 421 @  
Karte vom Linienschiff "Schwaben" mit Stempel KAIS.DEUTSCHE/MARINE-/SCHIFFSPOST/Nr.141a/12.3.1917. Der Stempel 141a befand sich von 1917-1918 an Bord. Von 1915 bis 1916 kam der Stempel 141 zum Einsatz.

Das Linienschiff "Schwaben" wurde am 13.04.1904 in Dienst gestellt. Schwesterschiffe waren "Wittelsbach", "Wettin", "Zähringen" und "Mecklenburg".

Am 08.8.1914 wurde die "Schwaben" dem IV. Geschwader zugeteilt. Eingesetzt war das Linienschiff im Sicherungs- und Vorpostendienst in der Deutschen Bucht. 1915 war sie an Unternehmen in der östlichen Ostsee beteiligt.

Ab November 1916 war die "Schwaben" Exerzier- und Maschinenschulschiff in Wilhelmshaven.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 24.04.2017 19:07:23 Gelesen: 1328# 422 @  
Heute wieder zwei Schiffsbriefe aus französisch Guyana.





1841 (20. Mai) Faltbrief von Cayenne nach Bordeaux mit Aufgabestempel "GUYANE FRANCAISE" und Angabe des Dampfers "Aristide".

Eingangsstempel im Hafen von Pauillac "OUTRE-MER PAUILLAC" vom 6.Oktober 1841. Dieser Landungsstempel wurde von 1839 bis 1847 verwendet.

Der Brief war 4 1/2 Monate unterwegs. Auf der Rückseite: Ankunftstempel von Bordeaux vom 07.Oktober 1841.

Der Taxstempel "4" decimes beinhaltet das einzufordernde Porto von 40 centimes und dokumentiert, dass der Brief mit einem französischen Schiff transportiert wurde.



1843 (16.September) drei Blatt umfassender, doppelseitig beschriebener Privatbrief von Cayenne nach Rennes mit Aufgabestempel "GUYANNE FRANCAISE" ohne Angabe des Dampfers.

Eingangsstempel im Hafen von Nantes vom 03.November 1843 und Taxstempel 5 decimes.



Der Landungsstempel "OUTRE-MER NANTES" wurde von 1839 -1849 und von 1857-1859 verwendet.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 27.04.2017 16:34:11 Gelesen: 818# 423 @  
Nachdem ich die Schiffe der Cap-Klasse von der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschifffahrt-Gesellschaft (H.S.D.G.), "Cap Vilano", "Cap Blanco" und "Cap Salinas" vorgestellt hatte, zeige ich heute je ein Beleg von der "Cap Frio", 03.02.1960, sowie von der "Cap Norte", 30.8.1960 der Linie Hamburg-Südamerika.

Die Schiffe waren im Schnelldienst über Rio de Janeiro und Santos bis zum La Plata eingesetzt. Die weißen Schiffe waren an der Ostküste Südamerikas sehr beliebt. Sie hatten hervorragende Einrichtungen für 12 Passagiere.

Der Siegelstempel auf dem Beleg der Cap Norte wurde auch auf fast allen Schiffen der H:S:D:G: verwendet.



Der Schiffspoststempel wurde vom 16.03.1955 bis 25.02.1964 verwendet.



Verwendung des Schiffspoststempels vom 02.06.1955 bis zum 07.06.1963.

Gruß Dieter
 

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