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Thema: Schiffspost und Schiffspoststempel
Das Thema hat 414 Beiträge:
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Fips002 Am: 17.11.2016 21:49:18 Gelesen: 18208# 390 @  
@ DERMZ [#389]

Hallo Olaf,

der Stempel Ostasiatische Hauptlinie mit dem Kennbuchstaben "b" wurde auf dem Reichspostdampfer "Sachsen" geführt. Am 8.1.1902 war der Dampfer in Neapel und war auf der Ausreise von Bremerhaven nach Yokohama. Der Stempel zeigt nicht den Kennbuchstaben "a" sondern "b". Der Stempel mit Kennbuchstaben "a" wurde auf der Ostasiatischen Linie vom Dampfer "Kiautschou" verwendet.

Doofe Fragen gibt es nicht. Viele Sammler fragen nach dem Unterschied zwischen Seepost und Schiffspost. Die Postgeschäfte bei der SEEPOST werden auf den Schiffen immer durch einen mitfahrenden "Postbeamten" durchgeführt. So nur bei der DEUTSCH-AMERIKANISCHEN SEEPOST von Hamburg und Bremen nach New York, sowie auf der Rückfahrt nach Deutschland bei der US-GERMAN SEA POST. Weiterhin bei den Seebäderdiensten HAMBURG-HELGOLAND und HOYERSCHLEUSE-MUNKMARSCH und auf den Ostseefährrouten GJEDSER_WARNEMÜNDE und TRELLEBORG-SASSNITZ.

Bei allen anderen Seeposten wurden die Postgeschäfte durch auf die Post vereidigte Schiffsoffiziere nebenamtlich durchgeführt. Auch wenn auf vielen weiteren Stempeln die Bezeichnung SEEPOST verwendet wird, entsprechen sie der Schiffspost.

Es gibt einen Sonderdruck der AG der Sammler deutscher Kolonial-Postwertzeichen im B.D.Ph. und der AG Schiffspost im B.D.Ph. über "Die Deutschen Reichspostdampfer im Ostasien-Verkehr mit ihrer Vorgeschichte und ihren Seepoststempeln".

Gruß Dieter
 
DERMZ Am: 19.11.2016 17:11:19 Gelesen: 17759# 391 @  
@ Fips002 [#390]

Danke Dieter,

sehr hilfreiche Aufklärung. Mit diesen Informationen kann ich etwas anfangen. Der Sonderdruck ist wohl schon etwas älter, ich habe ein beendetes Angebot in der Bucht gesehen. Vielleicht läuft es mir mal über den Weg.

Viele Grüße aus dem sonnigen Süden - Korrektur: aus dem nassen und dunklen Süden

Olaf
 
Fips002 Am: 25.11.2016 21:00:38 Gelesen: 16546# 392 @  
Das N.S. "Savannah" war das erste Atomhandelsschiff der Welt. Es wurde als kombiniertes Fahrgast- und Frachtschiff im Auftrage des U.S. Bundesamtes für die Seeschifffahrt und der amerikanischen Atomenergiekommission gebaut und 1962 in Dienst gestellt.

Das Schiff hatte eine Länge von 181,5 m, eine Ladekapazität von 9400 t. und eine Wasserverdrängung von 22000 t. Als Energiequelle diente ein Druckwasserreaktor mit einer maximalen Leistung von 80 Megawatt und erzeugte eine Leistung von 20 000 PS. Das Schiff erreichte eine Geschwindigkeit von 21 Knoten. Die "Savannah" war für die Beförderung von 60 Passagieren eingerichtet und hatte eine Besatzung von 110 Mann. 1972 wurde das Atomschiff "Savannah" außer Dienst gestellt.

Ich zeige zwei Briefe von der 1. Atlantikreise im Juni 1964 nach Bremerhaven und Hamburg. Am 3. Oktober 1966 besuchte die "Savannah" wieder Hamburg. Der Brief wurde mit US Marken auf See eingeliefert, in Bremerhaven dem Postamt übergeben und als Paquebot in Bremerhaven bearbeitet.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 27.11.2016 22:04:42 Gelesen: 16379# 393 @  
Heute wieder ein Beleg aus meiner U.S. Marine-Sammlung.

Ich zeige eine Karte vom Schlachtschiff "LOUISIANA" (BB-19) mit dem Stempel U.S.S. LOUISIANA vom 19.August 1909. Der Stempel ist der Typ 1 und wurde auf dem Schlachtschiff nur 1909 geführt und ist somit selten. Die "LOUISIANA" wurde 1906 in Dienst gestellt. Im gleichen Jahr unternahm der Präsident Theodore Roosevelt eine Kreuzfahrt auf dem Schlachtschiff nach Panama, um sich über den Bau des Panama Kanals zu überzeugen. Auf der Rückreise wurde Puerto Rico kurz besucht.

Weitere Auslandsfahrten erfolgten 1906 und 1907 nach Havanna und Guantanamo Bay. Die "LOUISIANA" nahm an der Weltumsegelung der "Great White Fleet" teil und besuchte Port of Spain, Rio de Janeiro, Punta Arenas und Valparaiso/Chile, Callao/Peru, Honolulu, Auckland, Sydney, Tokio, Manila, Amoy/China, Hongkong, Colombo, Suez, Port Said, Smyrna und Gibraltar und kehrte am 22. Februar 1909 zurück.

Am 1. November 1910 wurde das Schiff der 2.Division der Atlantikflotte zugeteilt. Im Frühjahr 1911 erfolgten Besuche von englischen und französischen Häfen. Weitere Besuche waren in Kopenhagen, Tralhafuet/Schweden, Kronstadt/Finnland und Kiel. Die Könige von Schweden und Dänemark sowie der deutsche Kaiser und der Zar besuchten das Schlachtschiff.

Um amerikanische Interessen zu schützen, war "LOUISIANA" vom 6. Juli 1913 bis 24.September 1915 in mexikanischen Gewässern. Es erfolgte der Beschuss und die Besetzung von Vera Cruz. Nach der Rückkehr aus dem Golf von Mexico diente es als Schulschiff für Seekadetten.

Während des Ersten Weltkrieges wurde das Schlachtschiff als Schulschiff an der Ostküste eingesetzt. Ab 24. Dezember 1918 unternahm das Schiff vier Reisen als Truppentransporter nach Brest/Frankreich um Truppen nach den Vereinigten Staaten zurück zu führen. Am 20. Oktober 1920 wurde die "LOUISIANA" außer Dienst gestellt und 1923 verschrottet.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 05.12.2016 19:55:28 Gelesen: 15477# 394 @  
Die Karte wurde am 11.9.1911 in Dover geschrieben und ging nach Hamburg.

Der Stempel " DEUTSCHE SEEPOST/LINIE/HAMBURG-/WESTAFRIKA/11.9.11/LVI" wurde auf dem Passagierdampfer "Henny Woermann" geführt.

Am 30.8.1911 wurde der Dampfer in Dienst gestellt und unternahm seine 1. Ausreise nach Kamerun.

Text der Karte:

11.Sept. 1911
Meine liebe Jutta! Erst am Sonntag Morgen um 4 Uhr haben wir Hamburg verlassen. Gestern habe ich bereits die Anfänge der Seekrankheit gespürt, bin heute aber sehr fidel und habe auch großartig geschlafen. Heute mittag sind wir in Dover, wo wir 3 Stunden Zeit haben. Dein liebes Helgoland sah ich in der Ferne liegen. Das Meer ist einfach wunderbar.
Tausend herzliche Grüße....

Die Kamerun-Linie ging von Hamburg über Dover, Southampton, Las Palmas, die Goldküste und Lagos nach Victoria und Duala.

Am 18.August 1914 wurde Zuflucht in Pernanbuco genommen und das Schiff dort aufgelegt. Am 2.6.1917 wurde das Schiff von Brasilien beschlagnahmt und in UBERABA umbenannt. Vor Maranhao ist der Dampfer am 27.3,1921 gestrandet und gesunken.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 10.12.2016 21:39:21 Gelesen: 14763# 395 @  
Heute ein Faltbrief aus meiner französischen Schiffspost Sammlung.



Briefkopf und Karte von Französisch Guyana mit Hafen Cayenne



Der Faltbrief wurde am 5.Mai 1849 von Cayenne, Französisch Guyana nach Nantes/Frankreich mit dem Dampfschiff "Phalaustere" befördert.



Aufgabestempel "GUYANE FRANCAISE" und Angabe des Dampfers "Phalaustere". Ankunftstempel im Hafen von Nantes vom 23.Juli 1849 /"Colonies Franc. Nantes").
Aufgestempelte Taxe 2 (2 decimes = 20 centimes) für Lokalbriefgebühr 10 centimes und Seezuschlag 10 centimes (voi de mer).

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 17.12.2016 21:36:53 Gelesen: 13857# 396 @  
Ich zeige einen Brief vom niederländischen Walfangfabrikschiff "WILLEM BARENDSZ" vom 13.10.1963 auf seiner letzten Fangreise vom 16.Oktober 1963 bis zum 10.Mai 1964.

Der Stempeltyp 3 ist der übliche niederländische Schiffspoststempel mit dem Zusatz "Postagent", Stempeltext "POSTAGENT A/B M.S. WILLEM BARENDSZ 1"
Die Briefmarke zu 7+5 Cents mit der Abbildung des Walfangschiffes erschien am 13.Mai 1957.

Das Walfangfabrikschiff wurde benannt nach dem Seefahrer und Entdecker Willem Barendsz (1550-1597), der Nowaja Semlja, die Bäreninsel und Spitzbergen entdeckte.

Am 18.Oktober 1955 lief das Walfangfabrikschiff zur ersten Ausreise in die antarktischen Gewässer aus. Die "Willem Barendsz" setzte bis zu 14 Fangboote ein. Die Harpuniere auf den Fangbooten waren meist Norweger.

Die Zahl der Wale, die gefangen werden konnten, wurden von der Internationalen Walfangkommission bestimmt.

1964 wurde der niederländische Walfang aufgegeben. Das Schiff wurde nach Japan verkauft, ging aber an die südafrikanische Fischfang-Reederei "Atlantic Harvester".

Ab 1967 erfolgte der Einsatz als südafrikanische Fischfabrik, ging 1973 nach Südkorea und wurde 2001 verschrottet.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 21.12.2016 21:02:45 Gelesen: 13263# 397 @  
Am 1. Mai 1897 wurde die Fährverbindung Trelleborg-Sassnitz zwischen Schweden und Deutschland als Postdampferverbindung aufgenommen. Für diese Fährverbindung wurden schwedische Schiffspoststempel verwendet mit unterschiedlichen Routenangaben (TRELLEBORG-SASSNITZ und SASSNITZ-TRELLEBORG). Die Fährschiffe "IMPERATOR" und "REX" eröffneten den Postdienst. Auf diesen Schiffen wurde die an- und aufgelieferte Post von zwei Postbeamten an Bord bearbeitet.

Im Juli 1909 wurde die Eisenbahnverbindung zwischen Sassnitz und Trelleborg eröffnet. 8 Schnellzug -Personenwagen und 18 Güterwagen wurden auf den Fährschiffen befördert.

Die schwedischen Schiffspoststempel als Transitstempel findet man hauptsächlich auf schwedischen Briefen und Karten, weniger auf schwedischen Frankaturen und kaum auf deutschen Marken.



Bahnpoststempel auf Ganzsachen Postkarte Ascher Nr. 14 und Mi.Nr.41 von Sundsvall, 25.8.1902, nach Reutlingen, Ankunft Reutlingen 28.8.1902.



Karte mit 2x Mi.Nr.68 und Schiffspoststempel SASSNITZ-TRELLEBORG 22.6.1916 nach Rötha.

Text der Karte: Liebe Hertha! Gegenwärtig schwimmen wir auf dem Wasser. Die Fahrt und das Wetter sind sehr schön. In 3 Stunden sind wir schon wieder auf dem Lande. Dir und Mutter....

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 03.01.2017 17:32:32 Gelesen: 11403# 398 @  
Der Norddeutsche Lloyd und die HAPAG nahmen nach dem Krieg den Passagierdienst nach Ostasien wieder auf.

Insgesamt wurden 6 baugleiche Kombischiffe gebaut. Vom Norddeutschen die "Schwabenstein", "Hessenstein" und "Bayernstein". Die HAPAG stellte die kombinierten Fracht- und Passagierschiffe "Hamburg", "Frankfurt" und "Hannover" in Dienst.

Heute stelle ich die "Schwabenstein" und die Bayernstein" vom Norddeutschen Lloyd vor.

Die Schiffe waren 163,9 m lang, 19,44 m breit und hatten 8955 BRT. Die Besatzung betrug 90 Mann und Einrichtungen für 87 Passagiere waren vorhanden.

Da sich das Passagiersufkommen zunehmend dem Flugverkehr zuwandte, wurden diese Schiffe bald unrentabel



Indienstellung am 3.Januar 1955, verkauft 1967 an die Reederei Malaysia Overseas Lines, umbenannt in "Oriental Lady", 1979 in Kaohsiung abgebrochen. Einsatz Schiffspoststempel der "Bayernstein" vom 14.5.1955 - 21.12.1966.



Indienststellung am 24.Januar 1954, verkauft 1967 an Reederei Malaysia Overseas Lines, umbenannt in "Oriental Ruler", am 4.Februar 1979 in Kaohsiung abgebrochen. Einsatz Schiffspoststempel vom 04.6.1954 bis 07.04.1967.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 05.01.2017 19:39:37 Gelesen: 10468# 399 @  
Heute zeige ich einen Faltbrief vom Klipperschiff "Red Jacket", White Star Line Liverpool, von Sydney/Australien nach Liverpool. und von dort nach London.

Am 9.Mai 1855 wurde zwischen dem General Postmeister Viscount Canning und James Baines, Schiffseigner, der 1. White Star Vertrag Juni-Dezember 1855 abgeschlossen für Klipperschiffe, welche Liverpool jeden Monat von Juni bis Dezember 1855 nach Melbourne verließen und von Melbourne nach Liverpool zurückkamen.

Die "Red Jacket" verließ Sydney am 14.April 1855, Melbourne am 02.Mai 1855, segelte um das Kap Hoorn nach Rio de Janeiro 20.Juni 1855 (Proviantübernahme), segelte danach direkt nach Liverpool, wo er am 25.Juli 1855 ankam.

Auf dieser Reise wurden 138,643 Unzen Gold und 440 Sovereigns, sowie 270 Passagiere und über 8000 Briefe befördert. Es war der größte Goldtransport welcher zu dieser Zeit nach England transportiert wurde. Der Achteckstempel auf der Rückseite ist der Ankunftstempel für Liverpool Klipper der White Star Linie.





Nach England ging die Segelschiff Route direkt um das Kap Hoorn, mit Zwischenhalt in Rio de Janeiro. Von England nach Australien ging die Segelschiff Route direkt um das Kap der Guten Hoffnung nach Australien.
Einfache Briefe mussten mit 3 Pence für die Inter-Colonial Rate vorsuabezahlt werden.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 14.01.2017 19:49:45 Gelesen: 9421# 400 @  
Deutsche Seepost Gjedser-Warnemünde

Ich zeige einen Brief mit Flaggenstempel "Deutsche Seepost Gjedser-Warnemünde" Fahrt "F.h", 30.1.41, Typ 1. Besonderes Merkmal von Typ 1 ist das seitenverkehrt eingesetzte "ü" in der Routenangabe "Gjedser-Warnemünde". Verwendungszeit vom 01.07.1928 - 1945, bisher bis 1943 nachgewiesen. Insgesamt gibt es von diesem Flaggenstempel 4 Typen mit den Fahrtangaben "F.b", "F.h" und "F.g".

Diese Stempel sind nicht häufig. Es handelt sich aber meistens um Sammlerbelege. Reine Bedarfsbelege sind sehr selten.

Segelschiffsverbindungen von Dänemark nach Warnemünde sind schon ab 1761 bekannt. Regelmäßige Postverbindungen bestehen aber erst ab 1875 von Nyköbing nach Warnemünde. Ab 1.Oktober 1ß03 wurde die Fährverbindung "Gjedser-Warnemünde" errichtet. In beiden Richtungen fuhren Postbeamte mit, die die aufgelieferte Post bearbeiteten. Die Entwertungen der Frankaturen wurden mit dänischen und deutschen Landungsstempeln vorgenommen.

Deutsche Seepoststempel, wie auf dem Brief, wurden erst ab 1.Juli 1928 verwendet. Den Dienst versahen das dänische Fährschiff "DANMARK" und die deutsche Fähre "SCHWERIN". Die Post wurde nach Dänemark von deutschen Postbeamten und nach Deutschlancd von den dänischen bearbeitet.
Die Postverwaltung von Dänemark setzte einen bildgleichen Stempel ein, "Dansk Söpost-Warnemünde-Gedser". Dieser Stempel ist sehr selten.

Am 1.Mai 1945 wurden die Fahrten auf dieser Linie eingestellt.





Luftpostbrief an den Sammler Kark Hennig in Hamburg. Der Brief ist mit dänischen Freimarken zu 25 Öre und einer Freimarke 12+8 Pfg. Deutsches Reich frankiert. Beide Frankaturen sind mit dem Seepoststempel- Typ 1-Fahrtangabe "F.h" am 30.1.41 entwertet. Die Aufgabe per Luftpost war nicht nötig, da der Laufweg über die Bahnpost Kopenhagen-Berlin genau so schnell war. Trotzdem ein seltenes Zeitdokument aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 19.01.2017 19:16:37 Gelesen: 9006# 401 @  
Die Postdampfer Linie "N" von Marseille nach Yokohama bestand vom November 1866 bis zum Dezember 1910.



Der Postdampfer "POLYNESIEN" führte den Schiffspoststempel YOKOHAMA A MARSEILLE der Linie "N" Nr.6.

Der Dampfer war auf dieser Linie vom 29.Juni 1902 bis 16.01.1911 im Einsatz und machte in dieser Zeit 23 Reisen.

Die letzte Reise ging ab Yokohama 10.12.1910 über Saigon 25.12.1910 nach Marseille, Ankunft 16.01.1911.



Die Marke zu 10 Centimes wurde am 15.Mai 1906 in Hong Kong mit dem Schiffspoststempel entwertet.

Reiseverlauf: Ab Yokohama 05.05.1906, Hong Kong 15.05.06, Saigon 18.05.06, Ankunft Marseille am 11.06.1906. Angelaufen wurden auch die Häfen Singapore, Colombo, Aden und Suez.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 29.01.2017 18:42:08 Gelesen: 7455# 402 @  
Ich zeige einen Faltbrief von Guadeloupe nach Paris.



Der Faltbrief wurde mit einem englischen Dampfschiff von Baue Mahaut, Guadeloupe/Kleine Antillen am 27.April 1847 über Pointe a Pitre und Basse Terre nach Liverpool befördert. Von Liverpool über den Landweg nach London in einem verschlossenen Postsack befördert. In London wurde der Postsack geöffnet und der Faltbrief erhielt den Durchgangsstempel 20.Mai 1847. Die Weiterbeförderung über Calais nach Paris. Die Gesamtgebühr für diesen Faltbrief betrug 15 Decimes, davon 10 Decimes an England und 5 Decimes Inlandgebühr entsprechend dem Artikel 13 des Abkommens von 1843.



Karte mit Absenderangabe Baue Mahaut 27.April 1847.



In London erhielt der Faltbrief den Kastenstempel. Der Faltbrief wurde an das französische Amt in Calais, entsprechend dem englisch-französischen Abkommen von 1843, weitergeleitet.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 01.02.2017 19:20:39 Gelesen: 7087# 403 @  
Der Faltbrief vom 16.Juni 1833 wurde von St.Pierre, Martinique, Kleine Antillen, mit einem Segelschiff nach Bordeaux/Frankreich befördert.

Auf der rechten Seite des aufgeklappten Faltbriefes ist der Zeilenstempel MARTINIQUE als Abgangsstempel und auf der linken Seite der Eingangsstempel BORDEAUX 3.August 1833 abgeschlagen. Bei der Ankunft des Segelschiffes in Bordeaux erhielt der Faltbrief den aptierten Landungsstempel "PAY´´D´OUTREMER". Dieser Stempel wurde von 1831 bis 1839 verwendet.

Mit der Einführung der Datenstempel sind alle Kastenstempel mehr oder weniger gut aptiert worden, damit wurde der Name des Hafens entfernt.

Die Taxzahl 2 ist die Gebühr von 2 Decimes = 20 Centimes, davon 10 Centimes Lokalbriefgebühr und Seezuschlag 10 Centimes.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 04.02.2017 22:50:44 Gelesen: 6527# 404 @  
Karte vom Reichspostdampfer "Eleonore Woermann" von Kamerun nach Zittau/Sachsen.
Die Ansicht zeigt die Elfenbeinkarawane Plantation.

Den Stempel DEUTSCHE SEEPOST/LINIE/HAMBURG/WESTAFRIKA/17.8.11/XLV. führte die Eleonore Woermann vom 24.6.1902 möglich bis 2.12.1914. Das Schiff hatte vorher den Stempel XXVII. an Bord.

Wie war das Schicksal der Eleonore Woermann zu Beginn des 1.WK 1914? Im August 1914 läuft das Schiff Duala/Kamerun als Zufluchtshafen an und verlässt am 7.8.14 Duala mit einer Ladung Kohlen zur brasilianischen Insel Trinidada. Dort trifft sie auf den Kleinen Kreuzer "Dresden" und wird Begleitschiff des Hilfskreuzers Dampfer "Cap Trafalgar". Im September wird die Cap Trafalgar durch den britischen Hilfskreuzer "Carmania" versenkt.303 Überlebende werden von der Eleonora Woermann gerettet und nach Buenos Aires gebracht. Am 6. Januar 1915 wird das Schiff in einer kleinen Bucht nördlich der Magellanstraße durch den australischen Schlachtkreuzer "Australia" versenkt. Die Besatzung wurde gefangen genommen.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 06.02.2017 17:28:01 Gelesen: 6276# 405 @  
Heute ein früher Schiffsbrief aus meiner Sammlung. Der Schiffsbrief wurde am 29.November 1672 von Hamburg nach Amsterdam mit dem Schiffer Jochen Jannsen und Gottes Schutz befördert. Zum Briefinhalt kann ich nur einige Wörter lesen. Wer kann hier helfen und den Text vollständig lesen?

Zu den Beförderungsgebühren in der damaligen Zeit nachstehend den Originaltext:

In der ORDNUNG-TAFFEL DER BOTTEN, Hamburg 1641, wurden folgende Gebühren erhoben: Für einen Ordinaris Brieff ist das Lohn vier Schillinge, für die Ordinari Seeländische Brieffe vier Schillinge, für die Englische Packet-Brieffe für jede Untze sechs Schillinge, für die Bremische Ordinaris Brieffe zwey Schillinge.





Im 17.Jahrhundert wurde im holländischen Seehandel der Schiffstyp "Fleute" eingesetzt. Es kann sein, dass der Schiffsbrief mit so einem Schiff befördert wurde.

Gruß Dieter
 
Manne Am: 06.02.2017 19:53:51 Gelesen: 6229# 406 @  
Hallo,

von der S. S. America ein Stempel.

Gruß
Manne


 
Fips002 Am: 08.02.2017 16:14:07 Gelesen: 5984# 407 @  
Heute drei Karten zur Hamburg-Helgoland Seepost.

Die Karte vom Turbinendampfer "Kaiser" wurde am 8.7.1907 und die Karten vom Dampfer "Silvana" am 19.7.1908 mit dem Schiffspoststempel und am 14.7.1914 auf Helgoland gestempelt.





Der Stempel HAMBURG-HELGOLAND/SEEPOST kommt mit Schrägstrich oder Punkt hinter der Tagesangabe vor, auch ohne Punkt.

Die Insel "Helgoland" ist die einzige deutsche Hochseeinsel und wurde erst durch den "Helgoland-Sansibar-Vertrag zwischen Großbritannien und Deutschland vom 1.7.1890 deutsch. Obwohl es schon einen florierenden Schiffsverkehr mit den Tagesgästen gab, wurde erst am 01.Juni 1904 eine Seepost auf der Linie "HAMBURG-HELGOLAND" eingerichtet. Mit zwei Postausrüstungen wurde die Linie ausgestattet. Zur Unterscheidung erhielt der eine Stempel einen "Stern" unterhalb der Datumsleiste. Bearbeitet wurde die Briefpost durch mitfahrende Kaiserliche Postbeamte. Verwendungszeit des Stempels vom 01.07.1904 - 02.8.1914 und vom 19.05.1932 - 31.08.1939.



Turbinendampfer "Kaiser Indienststellung 27.9.1905, Verwendung des Stempels ohne Stern von 1905-1914 und 1932- 1937.



Turbinendampfer "Silvana", Indienststellung 01.01.1905 führte den Stemepl von 1904 bis 1914.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 21.02.2017 19:38:44 Gelesen: 4699# 408 @  
Ich zeige zwei Schiffspostbriefe von Antwerpen nach London.



Der Faltbrief wurde am 9.April 1848 von Antwerpen nach London, 10.April 1848, mit einem Dampfschiff (Vermerk links oben) befördert.
Postgebühr für den doppelten Brief: 2 x 8 Pence = 16 Pence, geschrieben 1 Shilling 4 Pence.

Stempel:

Roter Doppelkreisstempel Antwerpen/9./APR/1848
Roter Ankunftstempel London 6EV6/AP 10/1848/C
Roter Zeilenstempel SHIP LETTER, Typ S36, verwendet von 1840 bis
1857, insgesamt 7 Typen. Stempel verwendet auf unbezahlte Briefe
von privaten Schiffen in London.



Zeilenstempel SHIP LETTER und Gebührenvermerk 1 Shilling 4 Pence.



Der Faltbrief wurde von Antwerpen am 22.April 1849 mit dem Dampfschiff "SOHO" (Vermerk links oben) nach London, 23.April 1849, befördert. Das Dampfschiff "SOHO" der General Steam Navigations Company verkehrte zwischen London, Rotterdam und Antwerpen.

Postgebühr: 1 Shilling, davon Seegebühr: Antwerpen nach Gravesend = 8 Pence
Landgebühr: Gravesend-London 15 Meilen = 4 Pence, Gesamt 12 Pence=1 Shilling
Stempel: Doppelkreisstempel Antwerpen 22.Apr 1849, SHIP LETTER LONDON/Krone/Ap23/1849, Typ S 29, verwendet in rot von 1847 - 1858
Eingangsstempel London 23.Ap 1849.



Stempel Typ S 29 und Gebührenvermerk über 1 Shilling

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 01.03.2017 19:25:54 Gelesen: 3494# 409 @  
Heute eine Karte von Caracas/Venezuela 21.3.1905 nach Paris.

Der Achteckstempel COLON A BORDEAUX L.D.N°2/28./Mars/05 wurde auf dem Dampfschiff "Canada" geführt. Dieser Seepoststempel befand sich von 1896 bis 1906 an Bord des Schiffes. Das Dampfschiff war auf dieser Linie, Bordeaux-Colon ,von 1896 bis 1907 eingesetzt. 1907 befand sich an Bord der "Canada" kein Seepoststempel. Von 1907 bis 1926 wurde der Stempel N° 2 auf 6 anderen Dampfern verwendet. Verwendete Seepoststempel auf dieser Linie hatten die Kennung L.D.N° 1 - L.D.N° 3. Der Name des Schiffes ist an der Nummer und dem Verwendungsdatum des Stempels zu erkennen.

Das Dampfschiff "Canada" verließ Colon/Panama am 24.03.1905, lief drei weitere Häfen in Venezuela an und war am 01.04.1905 in Pointe a Pitre/Guadeloupe und kam am 14.04.1905 in Bordeaux an.





Gruß Dieter
 
volkimal Am: 11.03.2017 10:08:32 Gelesen: 2425# 410 @  
Hallo zusammen,

für meine Sammlung zu den unterschiedlichen Kalendern gehört auch dieser Schiffspoststempel aus Israel:



Der Stempel kommt von der SS Kedmah (hebräisch א/ק המדק), dem ersten Schiff des ZIM.

Das israelische Schifffahrtsunternehmen Zim Integrated Shipping Services Ltd., kurz ZIM, (hebräisch צים) mit Sitz in Haifa zählt heute zu den 20 größten Containerschiffsreedereien der Welt. Es gehört zur Israel Corporation, die wiederum mehrheitlich im Besitz der Ofer Brothers Group ist.

ZIM wurde 1945 gemeinsam durch die Einwanderungsorganisation Jewish Agency, den Gewerkschaftsdachverband Histadrut und die Palestine Maritime League als ZIM Israel Navigation Company gegründet. 1947 erwarb man das erste Passagierschiff, die SS Kedmah. In den Aufbaujahren des israelischen Staates bestand die Flotte der ZIM in der Hauptsache aus umgebauten Einwandererschiffen.

Der Stempel ist vom 24.10.1949 = 1 Cheschwan 5710 = א ןוושח תשי. Weitere Informationen zum jüdischen Kalender: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=146367 und http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=147275

Es ist einer der ersten Gelegenheitsstempel Israels. Links sieht man die SS Kedmah. Auf der Seite http://israelphilately.org.il/he/catalog/cancels/year/1949 findet man folgende Information:



Die rot markierten Teile sind der Stempeltext im Werbeklischee, blau markiert ist der komplett ausgeschriebene Name des Schiffes. Hier das Ganze als Text:
א' חשון תש"י הוועידה העולמית הראשונה של החבל הימי לישראל אוניה
חותמת אירוע
אונית קיטור קדמה - אוק 1949
Da die hebräische Schrift von rechts nach links zu lesen ist, wird die Reihenfolge des Textes auf Philaseiten automatisch anders angezeigt.

Google liefert dazu frei übersetzt: Cheschwan (Monatsname), erste Weltkonferenz von Israels Maritimen Liga. Was genau im Oktober 1949 für eine Veranstaltung war, habe ich bisher nicht herausgefunden.

Weitere Informationnen:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:S.S._Kedmah1951.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Zim_Integrated_Shipping_Services
http://www.ssmaritime.com/ZIM.htm

Viele Grüße
Volkmar
 
omega_man Am: 12.03.2017 07:53:57 Gelesen: 2378# 411 @  
Hallo zusammen,

ergänzend zu Brigitte [#305] hier vom Schwesterschiff "AUGSBURG". Beide gehörten zur aus 6 Einheiten bestehenden Brandenburg-Klasse.



Näheres siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburg_(Schiff,_1951)
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburg-Klasse_(1951)
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_HAPAG-Seeschiffe_1848%E2%80%931970

Grüße

omega_man
 
Manne Am: 12.03.2017 18:36:32 Gelesen: 2337# 412 @  
Hallo,

ich hoffe, dass dieser Stempel aus USA vom 24.06.1925 zum Thema passt.

Gruß
Manne


 
fogerty Am: 20.03.2017 21:12:47 Gelesen: 1429# 413 @  
Kann jetzt mit diesem Beleg weder Schiffspost noch Schiffpoststempel vorweisen, trotzdem, die MS "Hannover" scheint im Jahre 1966 in Kaohsiung, dem wichtigsten Hafen von Taiwan angelegt zu haben.



Grüße
Ivo
 
Fips002 Am: 23.03.2017 16:02:35 Gelesen: 945# 414 @  
Nach dem Krieg wurden je 3 Schiffe vom Norddeutschen Lloyd und der HAPAG gebaut. Sie waren baugleich und wurden für den Passagierdienst nach Ostasien eingesetzt. Von der HAPAG kamen die "Hamburg", "Frankfurt" und "Hannover" zum Einsatz.

Ich zeige einen Beleg von der letzten Reise der "Hamburg" und eine Karte von der "Hannover". Alle 6 Schiffe hatten das gleiche Aussehen.

Die "Hamburg" wurde am 25.März 1954 in Dienst gestellt. Der Schiffspoststempel wurde vom 01.04.1954 bis zum 28.02.1967 verwendet.

In den Jahren 1966/67 verkaufte die HAPAG seine drei Schiffe an die Reederei Malaysia Overseas Line in Monrovia und 1971 an die United Overseas Export Lines Inc. in Monrovia. Die "Hamburg" wurde 1967 in "Oriental Warrior" umbenannt.

Nach einer Maschinenraumexplosion am 25.Mai 1972 auf der Reise von New York nach Hongkong auf Grund gesetzt und am 25.September nach See geschleppt und versenkt.



Gruß Dieter
 

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