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Thema: Altdeutschland Preussen: Freimarken von 1850 bis 1867
Benjamin Voigt Am: 25.06.2014 13:38:11 Gelesen: 3895# 1 @  
Dieses Thema soll die Markenausgaben der Preußenzeit in all ihren Facetten behandeln.

Ich fange an und stelle heute einen Viererblock der Mi.-Nr. 9a vor.

Die linke obere Marke hat den katalogisierten Plattenfehler VII "heller weißer Fleck im Hals direkt am Haaransatz"

Der Plattenfehler kommt nicht häufig vor und ist m. E. deshalb auch hier zeigenswert, weil er im Michel-Spezial nicht einmal abgebildet wird.


 
briefmarkenwirbler24 Am: 25.06.2014 16:07:17 Gelesen: 3857# 2 @  
@ Benjamin1412 [#1]

Hallo Benjamin,

ich als Bayern-Sammler kann leider nichts zu Preußen zeigen, aber ich werde das Thema eifrig mitverfolgen, da es sehr interessant ist die alten Preußen zu beschauen.

Vielen Dank für die schöne Abbildung des Plattenfehlers, welcher klar erkennbar ist.

MfG

Kevin
 
Benjamin Voigt Am: 15.09.2014 18:57:18 Gelesen: 3681# 3 @  


Ungebrauchter Viererblock der Mi.-Nr. 1 (Originalmarken).

Ungebrauchte Originale der ersten Ausgabe sind selten, als Einheiten "kleine Raritäten".

Gruß Benjamin
 
Benjamin Voigt Am: 29.05.2015 19:34:23 Gelesen: 3450# 4 @  
Lange habe ich hier nicht mehr geschrieben, heute möchte ich mal einen Viererblock der Nr. 2 zeigen, vielleicht sind ja irgendwann alle Ausgaben als Viererblock hier im Forum vertreten. :-)



Es handelt sich um die a-Farbe, vom linken Bogenrand mit RZ 10 und 11 = Felder 91/92 und 101/102.

Gruß Benjamin Voigt
 
Benjamin Voigt Am: 10.01.2016 20:22:54 Gelesen: 3053# 5 @  
Heute mal ein Viererblock Nr. 4a



Beste Grüße

Benjamin
 
bayern klassisch Am: 10.01.2016 20:26:00 Gelesen: 3048# 6 @  
@ Benjamin Voigt [#5]

Hallo Benjamin,

das sind sehr schöne Blocks, die du da zeigst - Donnerwetter. Ich bin zwar Briefeaffin, aber solch schöne Stücke bekommt man wahrlich nicht alle Tage zu sehen. Danke fürs Zeigen dieser Schmuckstücke. :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Filigrana Am: 10.01.2016 21:38:17 Gelesen: 3030# 7 @  
Hallo Benjamin,

mir gefallen Marken von Preußen sehr, deine Blocks welche du hier zeigst – wunderschön.

LG A
 
Benjamin Voigt Am: 17.02.2016 20:39:04 Gelesen: 2790# 8 @  
Heute mal ein waagerechtes Paar Nr. 3 in seltener ungebrauchter Erhaltung.

Siehe Fotos.



Markenausgabe 1850, 2 Silbergroschen schwarz auf blau, Papier mit Wasserzeichen "Lorbeerkranz"

Gedruckt wurde diese Marke in einem Bogen zu 150 Werten (10x15)

Beste Grüße

Benjamin
 
Markus Pichl Am: 17.04.2017 23:13:18 Gelesen: 1443# 9 @  
Hallo,

wenn mit diesem Beitrag auch ein paar Ausgaben übersprungen werden, möchte ich hier dennoch einen farbfrischen, mit Originalgummierung versehenen Satz meiner Lieblingsausgabe von Preussen zeigen. Diese Marken wurden in meinem Heimatort verwendet. Es handelt sich hierbei um die am 01.07.1867 verausgabten Kreuzer-Marken.











Bei der 9 Kr.-Marke handelt es sich um eine b-Farbe, aber pssst - nicht weiter verraten.

MfG
Markus
 
Meinhard Am: 18.04.2017 20:11:21 Gelesen: 1388# 10 @  
@ Markus Pichl [#9]

Hallo Markus,

würdest Du die linke auch als "b" durchwinken ? Die mittlere Marke ist "b" geprüft. Die rechte Marke ist "a".

LG, Meinhard


 
Markus Pichl Am: 18.04.2017 20:39:59 Gelesen: 1380# 11 @  
@ Meinhard [#10]

Hallo Meinhard,

"durchwinken", gibt es bei mir grundsätzlich nicht.

Ab September tauchen die ersten Marken auf, deren Markenfarbe in Richtung b geht. Durchaus gibt es aber auch eindeutige a-Farbtönungen, mit Stempeldaten aus 12/1867.

Da ich weiß, mit welchem Scanner und welchen Einstellungen Du scannst, beurteile ich am Scan Deine linke Marke als a-Farbe. Der Grauanteil ist zu hoch. Siehe Vergleichsbild mit zwei weiteren a-Farbtönungen in ungebraucht.



MfG
Markus
 
Markus Pichl Am: 20.04.2017 00:10:01 Gelesen: 1329# 12 @  
Hallo,

bereits im Jahre 1895 unterteilte Ohrt die 9 Kr.-Freimarke in:

a) hellgeblichbraun (1867 Juli)
b) dunkelbraun (1867 Sept.)

Ohrt seine im Jahre 1895 verfasste Abhandlung, über die Freimarken von Preussen, wurde im Jahre 1896 im Krötzsch-Handbuch veröffentlicht.

Im Michel wird die 9 Kr.-Freimarke auch nach a und b unterteilt, nur mit dem Unterschied, dass heute eine Mehrzahl von Farbtönungen unter a und b angegeben werden.

a) ocker bis lebhaftbraunocker [gelblichbraun]
b) ockerbraun bis lebhaftgraubraun [dunkelbraun]

Man kann es auch einfacher ausdrücken, alle hellen Farbtöne, die einen hohen Gelbanteil aufweisen, fallen in a. Auch unter den hellen Farbtönungen finden sich solche, bei denen Grau durchschimmert. In b fallen alle kräftige Farbtönungen, die zwar auch einen Gelbanteil aufweisen können, aber Rot überwiegt oder deutlich mit schwarz abgedunkelt sind. Braun ist eine gebrochene Farbe. Die in eckige Klammern gesetzten Farbbezeichnungen, sollen an die klassischen, von Ohrt bezeichneten, erinnern.

Bei der ungebrauchten Marke von Meinhard, handelt es sich daher nach meiner Ansicht um eine b-Farbe und dies spiegelt sich auch in den Verwendungsdaten, analog zu den Angaben bzw. Auswertungen von Ohrt, wider. Seine ungebrauchte Marke hatte ich einst innerhalb einer Sammlung gekauft, sie ist versehen mit der Signatur "Brettl BPP" und den von Ihr selbst gesetztem handschriftlichen Vermerk "26 b". Herr Flemming, dem ich die Marke zur Prüfung sendete, weil ich damals gerne einen Befund von Ihm für diese haben wollte, verweigerte eine Befundausstellung, weil es nach seiner Meinung keine b-Variante sei. Später, im Jahre 2014, sendete ich die Marke dann zur Befundausstellung an Frau Brettl, die als AIEP-Prüferin ihre BPP-Signatur per Befund bestätigte. Kurz darauf gelangte die Marke in Meinhard seine Sammlung. Nachstehend Scans der Marke, die ich damals nach zweiter Prüfung durch Frau Brettl anfertigte (hier im Forum um die Hälfte verkleinert gezeigt).





Richtig ist, dass man unter gebrauchten Marke, die Daten ab September 1867 aufweisen, eine Reihe von interessanten Farbtönungen finden kann. Eine wirklich überzeugenden b-Farbton, habe ich persönlich aber noch nie mit September-Datum gefunden. Durchaus kann man aber die Frage aufwerfen, ob man diese Marke in a-, b-, c- und d-Farbe unterteilen sollte. Können tut man dies in jedem Fall (vorausgesetzt, man hat genügend Vergleichsmaterial) und in anderen Sammelgebieten wäre dies wahrscheinlich schon längst geschehen.

Hier dann noch meine am schönsten gestempelte MiNr. 26 a



MfG
Markus
 
Markus Pichl Am: 21.04.2017 21:40:27 Gelesen: 1254# 13 @  
Hallo zusammen,

nachstehend Beispiele, für die Existenz der a- und b-Farbgruppe bei Preussen MiNr. 25

Linke Marke 25 a mit Taxis-K1 "BAD-EMS 5 7". Rechte Marke 25 b preußischblau mit doppelt, typisch zart aufgesetztem Taxis-K1 "BIEBRICH" in blauer Stempelfarbe. Letztere Marke doppelt sign. Brettl BPP. Beide Bilder aus meinem Archiv.



Hier ein weiteres Beispiel, soeben eingescannt. Linke Marke 25 a mit Taxis-K1 "WIESBADEN 5 8". Rechte Marke 25 b preußischblau mit abermals zart aufgesetztem Taxis-K1 "BIEBRICH" in blauer Stempelfarbe.



Selbstverständlich gibt es sowohl unter 25 a und 25 b eine Mehrzahl von Farbnuancen. Die vorstehenden sind ganz einfach sehr typische.

Viele Marken einer Ausgabe bzw. Wertstufe zu sammeln, bringt Aufschlüsse.

MfG
Markus
 
Markus Pichl Am: 22.04.2017 09:27:58 Gelesen: 1209# 14 @  
Hallo,

hier noch die anderen Kreuzer-Wertstufen, je mit blauem Taxis-K1 aus BIEBRICH.







MfG
Markus
 
Benjamin Voigt Am: 22.04.2017 15:39:38 Gelesen: 1170# 15 @  
@ Markus Pichl [#14]

Die 3 Kreuzer kommt mir bekannt vor. ;-)

Im Anhang noch ein weiteres Belegstück für die 25b.



Beste Grüße

Benjamin
 
Meinhard Am: 22.04.2017 16:40:36 Gelesen: 1154# 16 @  
@ Markus Pichl [#14]

Hallo Markus und Benjamin,

ihr kennt ja beide diese Marke. Im Befund steht: rechts unten Mangel behoben.

Welcher Mangel wurde behoben, vom Prüfer, war die Marke abgelöst oder wie versteht man die Beschreibung?

@ Benjamin

Auch hier die Beschreibung wie bei so vielen: ..."Bedarfsqualität". Dürfen solche Marken dann Mängel haben?

Gruß, Meinhard
 
Markus Pichl Am: 22.04.2017 17:22:40 Gelesen: 1140# 17 @  
Hallo Benjamin,

ja, das war genau die Wertstufe, welche mir im Satz noch gefehlt hatte. (glückliches smilegrins)

Im Bayer/Stautz-Handbuch ist die 25 b in hellblau, blau und mattpreußischblau unterteilt. Im Michel heißen die Farbbezeichnungen für 25 b: mittelblau (Töne) und hellpreußischblau, ferner wird in eckigen Klammern gesetzt blau vermerkt.

Deine Marke dürfte in der Farbgebung der nachstehenden und somit letztendlich dem Feld "21 B6" im Kornerup wanscher entsprechen.



Die Farbeinteilung der Preussen MiNr. 25 ist vergleichbar mit DR MiNr. 34, die ultramarinfarbenen Marken fallen nach a, die hellblauen und preußischblauen nach b. Der a-Farbtopf zeichnet sich durch einen Rotanteil in der Druckfarbe aus und im b-Farbtopf finden sich alle hellen Blaufarbtöne ohne den Rotanteil und die preußischblauen, welche es in helleren und dunkleren Nuancen gibt. Bei den preußischblauen schimmert immer Grün durch und bei den dunkleren Nuancen zeichnet sich noch ein Grauschimmer ab. Man kann quasi, zumindest bedingt, auch die Farbplättchen im Handbuch DR "Pfennige"-Ausgabe zur MiNr. 34 zum Abgleich verwenden. Grundsätzlich bedarf es aber einem Wissen über Farben und Vergleichsmaterial.

Hast Du auch schon den schönen Plattenfehler entdeckt, den es bei der MiNr. 25 sowohl bei der a- und der b-Farbe gibt? (ist hier noch nicht gezeigt worden)

MfG
Markus
 
Markus Pichl Am: 22.04.2017 18:09:49 Gelesen: 1123# 18 @  
@ Meinhard [#16]

Hallo Meinhard,

selbst kann ich mich nur zu dem Briefstück 3 Kr. ausdrücken.

Ja, die Marke war unten und in rechter unterer Ecke wurde ein Mangel behoben. Zum guten Schluß wurde das Briefstück und die Marke ausgiebig gebügelt.

UV-Vergleich, Mikroskop und Papierdickenmesser, sprechen hierzu Bände.

MfG
Markus
 
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