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Thema: Belege Grossbritannien nach Deutschland
doktorstamp Am: 06.12.2014 18:29:23 Gelesen: 4409# 1 @  
Einigen wenigen ist es bekannt (noch weniger haben die Sammlung zu Sicht bekommen), dass ich eine Sammlung Poststücke aus aller Welt nach Deutschland führe. Bedingungen für die Aufnahme in diese Sammlung, (man könnte sagen Voraussetzungen); erstens €1 Belege usw sind zu vermeiden; zweitens chronologisch haben diese Poststücke meine Deutsche Sammeltätigkeit anzupassen.

Heute auf einer Tauschbörse konnte ich dieses Stück, das ich Euch nicht enthalten möchte, erwerben.



und hier der Ordnung halber die Rückseite



Einschreibganzsache der Größe H1 Ausgabe König Eduard VII mit Werteindruck für 2d zzgl. 1d. Für die Versicherung und Porto kam 1/- hinzu (10d Porto, 3d. Versicherung, 2d. Einschreiben= 1/3). Am 5 August 1910 aufgegeben (LONDON W 3; Regent Street). Der Eingang ist am 16.8.1910 in Wiesbaden rückseitig belegt. Unten links zwischen FEE & PAID hat der Postler sich mit seinem Paraph verewigt. Einschreiblabel mit K1. ASSURÉ gestempelt.

Ein nicht alltägliches Stück das fortan mit den anderen in der Sammlung eingereiht wird.

Viel Spaß beim Zuschauen.

mfG

Nigel
 
asmodeus Am: 08.12.2014 07:38:04 Gelesen: 4346# 2 @  
@ doktorstamp [#3]

Sehr schöner Beleg!

Habe einen Wrapper, aber als Briefporto nach Deutschland - nur das Porto gibt mir Kopfzerbrechen. 1905 war das Porto für einen schweren Brief 3 Oz 1/3, aber verklebt sind 1/4. Erst ab 1.7.1097 kostete ein 10 Oz Brief 1/4. Auch das nächste Porto von 3½ Oz kostete 1905 1/5½.


 
Günther123 Am: 07.08.2015 19:06:56 Gelesen: 4087# 3 @  
Brief von London nach Rudolstadt

Hallo Profis,

nachfolgenden Brief von London nach Rudolstadt hab ich vor einigen Tagen erworben. Leider habe ich keinen Katalog und kenne mich auf diesem Gebiet nicht wirklich aus.

Könnt ihr mir ein bisschen weiterhelfen, worum es sich da handelt, bzw. was so etwas wert ist?

Danke


 
jmh67 Am: 07.08.2015 21:22:17 Gelesen: 4059# 4 @  
@ Günther123 [#3]

Wert ist ein Sammlerstück immer genau so viel, wie ein Käufer im Moment gewillt ist zu bezahlen. Da das stark schwanken kann und wird, sind Katalogpreise allenfalls als vage Richtlinie anzunehmen.

So, nachdem die Philosophie aus dem Wege ist: Du hast sicher schon erraten, dass es sich um ein Kuvert für Einschreibbriefe handelt, Der runde Eindruck von 4 1/2 Pence mit dem geprägten Königskopf (George V., regierte 1910-1936) beinhaltet die Einschreibgebühr und die Briefgebühr fürs Inland. Die Penny-Marke musste dazugeklebt werden, um die Gebühr ins Ausland abzudecken. Für Einschreibbriefe wurden zumindest an großen Postämtern spezielle Stempel verwendet, den ovalen "Registered"-Stempel wird man nicht auf normaler Post finden. Das blaue Kreuz ist eine zusätzliche Kennzeichnung für Einschreiben, früher hat man auf der Insel solche Briefe sicherheitshalber mit einem blauen Faden umschnürt, da kommt das her.

Wenn ich mich nicht irre, ist E.C. 14 im Osten der City of London, so um den Tower herum, aber das weiß vielleicht jemand anders besser.

Was zeigt denn die Rückseite? Irgendwelche Stempel? Die könnten Aufschluss über den Reiseweg des Briefs geben. Noch ein Siegel? Das war damals eine übliche Sicherheitsmaßnahme.

Hilft das weiter?

Jan-Martin
 
Cantus Am: 07.08.2015 22:18:03 Gelesen: 4043# 5 @  
@ Günther123 [#3]

Hallo,

das ist ein Einschreibeumschlag (Ganzsache), der in der gezeigten Erhaltung (Abgangsort London, Ziel in Deutschland) sehr häufig angeboten wird. Der Wert dürfte bei 1 - 2 Euro Tauschwert liegen.

Viele Grüße
Ingo
 
Günther123 Am: 08.08.2015 15:18:06 Gelesen: 3978# 6 @  
@ Jan-Martin

Vielen Dank, das hilft sehr.

@ Ingo

Danke für die Einschätzung.

Bezüglich der Rückseite: Der Eingang ist am 21.11.1926 in Rudolstadt belegt. Ein weiteres Siegel ist nicht vorhanden.

lg Günther

-
 
hajo22 Am: 08.08.2015 15:41:18 Gelesen: 3973# 7 @  
Faltbrief aus London vom 19.3.1866 via Ostende nach Hemer in Preußen, Ankunft 21.3.

Blauer Grenzübergangsstempel "Aus England per Aachen franco 20/3, Zugnr. 3, Bahnpost". Roter "PD"-Stempel (bezahlt bis zum Empfänger).



BG, hajo22
 
hajo22 Am: 09.08.2015 17:00:26 Gelesen: 3922# 8 @  
2 1/2 Pence (2x1 Penny und 1/2 Penny) aus London vom 27.12.1898 nach Berlin, Ankunft 29.12.



VG, hajo22
 
Fips002 Am: 09.08.2015 19:12:09 Gelesen: 3906# 9 @  
Von mir ein Franco Brief nach Eibau/Sachsen.

Briefeingang aus Großbritannien nach dem 3.Postvertrag 1.7.1859 - 30.6.1870.
Es erfolgte die zweite Ermäßigung der Briefgebühr von 8d = 7sgr. auf 6d = 5sgr. für den einfachen Brief.

In dieser Periode erfolgte ein zweimaliger Wechsel der Stempelfarbe im Grenzeingang Aachen.

13.12.1861, Franco-Brief aus Leeds über London, Ostende und Aachen nach Eibau/Sachsen, an das Handelshaus Neumann. Eingang Eibau am 17.12.61.

Der Grenzeingangs Stempel hat keine Zugnummer. Dieser Stempel in roter Farbe wurde von 1851 - 1862 verwendet.

Als 1862 die Bearbeitung der England Korrespondenz an die Bahnposten überging, wurde die Zugnummer vor das Datum gesetzt.



Gruß Dieter
 
10Parale Am: 20.06.2016 20:46:52 Gelesen: 2945# 10 @  
@ doktorstamp [#1]

Stanley Gibbons #201 Jubilee Issue 2 1/2 pence, abgeschlagen mit einem ovalen Registered-Stempel vom 14. September 1888 lief nach Apolda in Sachsen-Weimar (Germany).

Der Brief musste im Osten Londons - E.C. - in BARBICAN aufgegeben worden sein. Ich bin kein Experte aber irgendwie wurde der Brief nachtaxiert. Reichte die Marke nicht für die allfällige Auslandsgebühr?

Was ich nicht erklären kann:

rote Taxierung 54
was bedeutet C8 (rötlich links neben der Marke)
1930 unterstrichen unter dem blauen R im Oval ?

Rückseitig eine eingedruckte Vorausentwertung Registration Two Pence mit dem Kopf Victorias, eine Ganzsache? Ich habe mir noch nie die Frage gestellt, ob es Ganzsachen gibt, deren Vorausentwertung auf der Rückseite des Belegs aufgedruckt ist? Ernsthaft, wer bring Licht ins Dunkel?

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 20.06.2016 22:14:09 Gelesen: 2929# 11 @  
@ 10Parale [#10]

Asmodeus zeigt in [#5] beim Thread "Ganzsachen Grossbritannien" eine private Einschreibenganzsache, die meiner aus [#10] sehr ähnlich ist. Sie ist viel früher in 1879 gelaufen und insgesamt mit 2 Pence Registered auf der Rückseite und Stanley Gibbons #139 2 1/2 d. mauve. also insgesamt 4 1/2 Pence freigemacht.

Da ich vermute dass, zwischen 1879 und 1888 eine Portoerhöung in GB stattfand, erklärt sich dadurch auch die Taxierung auf dem Einschreiben aus [#10].

Vielleicht finde ich weitere Erklärungen in der Literatur.

10Parale
 
asmodeus Am: 21.06.2016 08:29:44 Gelesen: 2909# 12 @  
Das Porto stimmt: 2d Einschreibgebühren und 2 1/2d für das Porto nach Deutschland. Ich suche Dir die Michelnummer raus. Ich denke, dass einige handschriftliche Vermerke vom Absender/Empfänger angebracht worden sind.

Porto für Briefe:

1/2oz 2 1/2d
Bis 1oz 5d

Einschreibgebühren ab 1878. 2d

Der Brief war wohl nicht schwerer.
 
Max78 Am: 25.03.2017 16:43:26 Gelesen: 1842# 13 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier eine Frage zu einem Luftpostbrief von London nach Hamburg 1954. Was hat es mit den viereckigen, schwarzen Stempeln auf sich (woher stammen die) ?



Schon einmal ein Dankeschön im Voraus, Max
 
DL8AAM Am: 25.03.2017 17:05:27 Gelesen: 1837# 14 @  
@ Max78 [#13]

Ich kenne sowas unter dem Begriff "census (diamond) mark". Diese stammten (alle?) von Universal "Stempelmaschinen" und dienten zur Bestätigung der Erfassung der gezählten Postsendungen (meist) im Oktober seit den 1930 bis in die 1980er. Da Deiner ebenfalls aus dem Oktober stammt, tippe ich, dass das ebenfalls "soetwas" ist; siehe u.a.

http://www.meterfranking.co.uk/part2section13.pdf

Gruß
Thomas
 
Max78 Am: 25.03.2017 17:12:23 Gelesen: 1834# 15 @  
@ DL8AAM [#14]

Hallo Thomas,

herzlichen Dank für die hilfreiche Info. Verstehe ich es richtig, dass diese "census marks" eventuell belegen, dass 1 x im Jahr (Oktober) eine Zählung der Sendungen durchgeführt wurde, um eine Statistik zu erheben?

mit Grüßen Max
 
DL8AAM Am: 25.03.2017 17:16:49 Gelesen: 1830# 16 @  
@ Max78 [#15]

Jou, das ist korrekt. ;-)

Thomas
 
Cantus Am: 25.03.2017 19:22:56 Gelesen: 1816# 17 @  
@ 10Parale [#10]

Hallo 10Parale,

ich habe diesen Beitrag eben erst entdeckt, da ich so nicht sammle. Bei mir sind Ganzsachen wie dieser Einschreibeumschlag Teil der Ganzsachensammlung, Belege wie der von Max78 gezeigte Brief Teil der Briefesammlung.

Der von dir hochgeladene Einschreibeumschlag wird bei Michel als EU 12 Aa geführt. Er kam 1886 in Gebrauch. Es gibt diesen Umsschlag in sechs verschiedenen Formatgrößen, dein Exemplar dürfte das kleinste und zugleich am häufigsten gebrauchte Format F sein.

Die Unterteilung A (bei EU 12 Aa) bedeutet, dass diese Ganzsache die Außenmaße von etwa 134 x 83 mm besitzt, die weitere Unterteilung a bedeutet, dass in den Kreisen unten im Wertstempel 5 Punkte sind; bei Variante b wären es 9 Punkte.

Da es mehrere Ausgaben von Einschreibeumschlägen mit einem derartigen Wertstempel gibt, besteht ein weiteres wesentliches Merkmal zur Bestimmung dieser Ganzsache in Form und Inhalt des rückseitigen Textaufdruckes. Der rückseitige Textaufdruck ist im Übrigen auch bei allen anderen älteren Ganzsachenumschlägen von Großbritannien als besonderes Merkmal zu berücksichtigen, da bereits geringe Änderungen im Text oder Schriftbild eine andere Katalogzuordnung bedeuten.

Anders als von dir angegeben befindet sich der Wertstempel des Einschreibeumschlages nicht auf der Umschlagrückseite, sondern er wurde - wie auch bei allen anderen alten Einschreibeumschlägen von Großbritannien - auf der Umschlagklappe aufgedruckt. Wenn die Faltung des Umschlages nun so ist, dass die Umschlagklappe nach hinten umgeklappt und so festgeklebt wird, um den Briefumschlag zu verschließen, dann ist bei gebrauchten und noch verschlossenen Einschreibeumschlägen der Wertstempel rückseitig zu sehen, bei späteren Ausgaben wird die Umschlagklsppe nach vorne umgeschlagen mit der Folge, dass dann bei gebrauchten Exemplaren der Wertstempel vorderseitig zu sehen ist. Ich werde mal ein wenig nachschauen, vielleicht habe ich noch ein ungebrauchtes Exemplar des EU 12 Aa, um das zu verdeutlichen.

Viele Grüße
Ingo
 
Manne Am: 26.03.2017 10:03:46 Gelesen: 1778# 18 @  
Hallo,

ein Brief vom 18.10.1965 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim als Feldpost.

Gruß
Manne


 
10Parale Am: 21.04.2017 19:20:18 Gelesen: 1548# 19 @  
@ doktorstamp [#1]

Hier ein aktueller Brief als Einwurfeinschreiben von Bath nach Deutschland. Schöne Marken aus der Serie "150 Jahre Kinderbuch" mit Motiven von "Alice in Wonderland" und aus dem Jahr 2013 der Höchstwert aus der Serie "Jane Austen", Michel Nr. 3412.

Die Entzifferung der Labels (auch rückseitig) überlasse ich den dafür geeigneten Scannern.

Liebe Grüße

10Parale


 
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