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Thema: Tagesstempel mit Zusätzen
Das Thema hat 368 Beiträge:
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Journalist Am: 06.06.2017 12:37:37 Gelesen: 8810# 344 @  
Hallo an alle,

aus dem selben Posten, wie vorher gezeigt (Liegnitz) stammt eine weitere Drucksache an den Amtsgerichtsrat Dietze, der scheinbar besondere Stempel sammelte - diesmal aus Bremen 14:



Im unteren Teil ist der Zusatz Nordwollehaus zu sehen, laut Wikipedia gibt es dazu etwas zu lesen - speziell zur Norddeutsche Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei (kurz Nordwolle) genannt, die ihren Sitz in Delmenhorst hatte, aber scheinbar Ende der 20er Jahre ihre Konzernzentrale nach Bremen verlegte und dort ein entsprechendes Gebäude bauen lies, das heute ein Finanzamt sein soll.

https://de.wikipedia.org/wiki/Norddeutsche_Wollk%C3%A4mmerei_%26_Kammgarnspinnerei

Dort gab es scheinbar ein Postamt, bei dem der folgende Tagesstempel geführt wurde:



Von wann bis wann dieser Tagesstempel existierte und ob es weitere Varianten dort gab, können sicherlich die Bremer Heimatsammler besser erläutern als ich.

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 07.06.2017 17:17:46 Gelesen: 8651# 345 @  
Hallo an alle,

aus der oben gezeigten Quelle nun heute noch ein Beleg aus Zschopau 2:



Der Zusatz lautet hier DKW.



Der Zusatz lautet hier "DKW". Bei DKW handelt es sich laut Wikipedia um eine ehemalige deutsche Automobil- und Motorradmarke - siehe auch der Link von Wikipedia

https://de.wikipedia.org/wiki/DKW

Scheinbar gab es dort für einige Zeit ein Postamt vor oder auf dem Firmengelände oder ... ?

Vielleicht kann ja ein Leser hierzu mehr Informationen liefern, als ich - danke.

Viele Grüße Jürgen
 
eifelsammler Am: 07.06.2017 20:34:15 Gelesen: 8611# 346 @  
Guten Abend!

Von mir heute ein Stempel der Postanweisungsauswechslungsstelle in Saarbrücken.

SAARBRÜCKEN PAnwAuswSt / a / 66 vom 02.09.1976



Über deren Aufgaben habe ich leider nichts gefunden. Im Forum gibt es aber bestimmt Mitglieder, die zu dieser Zeit bei der Post tätig waren, die uns den Sinn und deren Aufgaben erklären können.

Einen schönen Abend noch

Carsten
 
Genosis Am: 08.06.2017 22:22:35 Gelesen: 8490# 347 @  
Hallo,

habe hier auch noch was gefunden.

Brunsbüttel über Brunsbüttelkoog



oder Tucheim über Genthin (da mußte ich erst einmal die Landkarte rausholen :-))



Früher gab es dafür einen extra Stempel.

Beispiel:

Töstrup / über Süderbrarup (Angeln)



Gruß
Michael
 
filunski Am: 08.06.2017 22:49:20 Gelesen: 8478# 348 @  
@ Genosis [#347]

Hallo Michael,

das sind schöne Stempel, danke fürs Zeigen.

Bei diesen Stempeln handelt es sich um Poststellenstempel, für die solche Angaben wie "über" und dann das Leitpostamt ganz normal und üblich sind. Die wollen wir hier nicht behandeln, dazu gibt es schon ein Thema [1]. Hier nur "normale" Tagesstempel mit Zusätzen wie hier schon vielfach gezeigt. ;-)

Viele Grüße,
Peter

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=566&CP=0&F=1#newmsg
 
Journalist Am: 10.06.2017 20:30:14 Gelesen: 8375# 349 @  
@ Journalist [#345]

Hallo an alle,

im vorigen Beitrag wurde ja schon mal über den Zusatz DKW bei einem Tagesstempel von Zschopau berichtet. Aus dem selben Posten stammt von hier auch ein Handrollstempel mit dem gleichen Zusatz:



Da es hier auch einen Handrollstempel mit Zusatz gab



stellt sich die Frage, ob es bei dem einen oder anderen Ort, wo nun entsprechende Tagesstempel mit Zusätzen bekannt sind, vielleicht doch auch solche Handrollstempel mit Zusätzen gegeben haben könnte ?

Kann hier vielleicht jemand etwas vorlegen ?

Viele Grüße Jürgen
 
filunski Am: 10.06.2017 23:22:57 Gelesen: 8360# 350 @  
@ Journalist [#349]

Hallo Jürgen,

Glückwunsch zu diesem tollen Posten den du da ans Tageslicht gebracht hast! ;-)

Ja, ab und an gibt es diese Zusätze auch bei Handrollstempeln. Hier mal ein weiteres Beispiel von der Hamburger Eilbriefstelle:



Beste Grüße,
Peter
 
Uwe Seif Am: 11.06.2017 14:46:37 Gelesen: 8284# 351 @  
@ Journalist [#349]
@ filunski [#350]

Hallo,

Handroller mit Zusätzen sind m.E. vergleichsweise selten. Theoretisch müsste es auch von den Postscheckämtern Handroller geben - kann mich aber nicht erinnern, schon einen gesehen zu haben.

Peter´s "Eilbriefe"-Stempel ist nicht nur wegen der Zusätze interessant! Er weißt die Zeitangabe in Minuten auf. Abgedruckt wurde er auf Eilbriefen, welche Hamburg per Bahnpost erreichten. Die Nummer des Zuges, in welche die Bahnpost eingestellt war, kann man diesem Stempel entnehmen - hierfür gibt`s die vier Typenräder vor dem Datum. Bei diesem Abdruck ist "-97-" eingestellt: der Brief gelangte also mit der Bahnpost im D 97 nach Hamburg.

Von diesem etwas außergewöhnlichen Stempelgerät gibt es auch einen Handstempel (Hammerstempel?).

Viele Grüße
Uwe Seif
 
filunski Am: 11.06.2017 15:15:05 Gelesen: 8277# 352 @  
@ Uwe Seif [#351]

Hallo Uwe,

vielen Dank für deine Anmerkungen zu dem Hamburger Handroller.

Ja, oft findet man diese Stempel nicht, aber ein paar kann ich demnächst noch dazu vorstellen.

Hier erst mal noch Einer aus der Hamburger Eilbriefstelle wo es solche Handroller über einen sehr langen Zeitraum gab. Dieser hier, ein anderes Gerät, aus dem Jahre 1950:



Viele Grüße,
Peter
 
Journalist Am: 11.06.2017 17:39:30 Gelesen: 8243# 353 @  
@ filunski [#352]

Hallo Peter,

danke für das Zeigen von Handrollstempeln mit Zusätzen, das die seltener als die Tagesstempel sind, bzw. vielleicht auch nur seltener aufgehoben wurden, ist mir auch klar. :-)

Nun aber an alle,

noch ein weiterer Beleg aus obigen Posten, diesmal aus Berlin SW100:



Laut Dieter war das Postamt SW 100 von 1928 bis 1934 im Rudolf Mosse Haus - siehe auch der Beitrag 768 Poststempel von Berlin und im Beitrag Absenderfreistempel Echt gelaufene Belege - Beitrag 212 und 213 - dort wird allerdings jeweils ein Postfreistempel mit diesem Zusatz vorgestellt.

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=70673#newmsg

Hier nun handelt es sich aber um einen Tagesstempel aus besagten Postamt:



Zu dem Rudolf Mosse Haus gibt es übrigens auch bei wikipedia einiges zu lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mossehaus

viele Grüße Jürgen
 
stampmix Am: 11.06.2017 20:45:19 Gelesen: 8204# 354 @  
@ Journalist [#353]

Noch ein weiterer Beleg aus obigen Posten, diesmal aus Berlin SW100:

Der "Posten" scheint wohl eher eine Schatztruhe zu sein.

Schon länger gescannt wartet der von dir erwähnte und bei Dürst/Eich [1] unter 35q registrierte Absenderfreistempel von Rudolf Mosse auf das Zeigen. Mit dem Wertstempel über 15 Rpf. freigemachter Firmenbrief, der mit einer Adrema [2] beschriftet wurde.



mit bestem Gruß
stampmix

[1] H.Dürst/G.Eich - Die deutschen Post- und Absenderfreistempel - Band 1
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Adressiermaschine
 
Journalist Am: 11.06.2017 22:38:38 Gelesen: 8184# 355 @  
@ stampmix [#354]

Hallo stampmix,

danke für die Ergänzung und das der Posten eine Schatztruhe wäre. Leider ist nur noch ein weiterer Beleg aus diesem Posten vorhanden, den ich nun auch noch vorstellen möchte - er stammt wieder aus Berlin genauer gesagt aus Berlin W75 mit der Ergänzung "Moka Efti".



Dazu hatte hier weiter oben Jürgen schon mal was gepostet, allerdings ein Einschreiben. Laut seinen Angaben gab es dieses Postamt nur vom 25.11.2929 bis zum 15.6.1931.

@ Jürgen Zalaszewski [#46]

"Moka Efti" soll nicht nur Kaffeehaus, sondern auch Nachtlokal und Tanzcafe gewesen sein.

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=107429#M3679

Bei seinem Abschlag ist nur der rechte Stempel auf dem Einschreibebrief vorhanden, auf obiger Drucksache, die scheinbar am 2. Tag nach Eröffnung gestempelt wurde, wenn obige Daten stimmen, befinden sich aber 2 verschiedene Stempel vom dortigen Postamt, einmal mit UB "a" und einmal ohne - weiter ist die Datumszeile einmal anders bei dem linken Stempel mit UB "a" im Vergleich zu dem daneben:



Ergänzend zum Thema auch noch zwei Links, die Peter schon weiter oben gepostet hatte - hier aber passend zum Thema noch mal wiederholt werden:

http://www.potsdamer-platz.org/moka-efti.htm
http://www.porto-club.de/Berlin-besondere-Postaemter.htm

Soweit die letzte Meldung von diesem tatsächlich schönen Posten - viele Grüße

Jürgen
 
Journalist Am: 18.06.2017 17:49:48 Gelesen: 7623# 356 @  
@ Journalist [#280]
@ Jürgen Witkowski [#281]

Hallo an alle zur Ergänzung zu Postsammelstellen zu den obigen beiden Beiträgen noch eine weitere, die oben nicht genannt wurde:



Der Stempel stammt aus Frankfurt am Main



viele Grüße Jürgen
 
Hatten Am: 27.06.2017 16:42:57 Gelesen: 6974# 357 @  
Hallo,

ich habe hier einen schönen Stempel von (24b) GROSSENBRODE (OSTHOLST)-KAI / b vom 19.06.1960.



https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Gro%C3%9Fenbrode_Kai

Viele Grüße
Horst
 
calliostoma Am: 28.06.2017 15:59:24 Gelesen: 6858# 358 @  
Hallo allerseits,

kann jemand die Stempelinschrift auflösen: STUTTGART BAHNPOSTAMT Pn A St ? Mir fällt dazu nichts vernünftiges ein.



Gruß

Dirk
 
Christoph 1 Am: 28.06.2017 16:47:24 Gelesen: 6845# 359 @  
@ calliostoma [#358]

Hallo Dirk,

interessanter Stempel! Ich habe diese Abkürzung "PnASt" in einem Dokument des ehemaligen Bundespostministeriums aus dem Jahr 1981 gefunden [1].

Die Abkürzung wird (auf Seite 3) für den Begriff "Päckchenauffangstelle" im Zusammenhang mit dem Paket- und Postverkehr in die DDR dort verwendet. Allerdings ist dort nur von PnASt im "Zonenrandgebiet" die Rede, namentlich in Braunschweig, Kreiensen, Kassel und Bebra. Stuttgart ist nicht erwähnt.

Deshalb habe ich noch ein wenig weiter gesucht und bin in einem älteren Dokument des Post- und Fernmeldeministeriums ebenfalls auf den Begriff gestoßen [2]. Dort kann man Folgendes lesen (Seite 19, linke Spalte):

Für die Päckchen besteht im Bundesgebiet eine eigene Leitorganisation mit 41 Päckchensammelstellen (PnSSt) und 41 Päckchenauffangstellen (PnASt). Nach Schalterschluß, bei stärkerem Verkehrsaufkommen auch schon im Lauf des Tages,
werden die eingelieferten Päckchen der Päckchenabgangsstelle des zuständigen Knotenamts zur zentralen Bearbeitung zugeführt. Dort werden die Sendungen nach Verkehrsrichtungen verteilt und durch Zusamenfassung von jeweils etwa 10-20 Stück in einem Beutel (Beutelgewicht bis 30 kg) versandfertig gemacht. Soweit wie möglich werden sogenannte Direktbeutel mit Päckchen für denselben Bestimmungsort oder für Bestimmungsorte desselben Knotenamtsbereichs gebildet. Die übrigen Päckchen gelangen zur Weiterleitung zu Päckchenauffang- bzw. Päckchensammelstellen. Anlage 6 (Seite 20) zeigt im Schema die Leistungsabfolge einer Päckchensendung.


Wieder etwas gelernt!

Viele Grüße
Christoph

[1] http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/09/005/0900552.pdf
[2] http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/05/002/0500203.pdf
 
calliostoma Am: 28.06.2017 18:16:04 Gelesen: 6824# 360 @  
@ csjc13187 [#359]

Hallo Christoph,

besten Dank. Die anderen 40 Päckchensammelstellen müssten dann auch Stempel geführt haben. Werde mal weiter suchen.

Viele Grüße

Dirk
 
volkimal Am: 02.07.2017 17:28:38 Gelesen: 6473# 361 @  
Hallo zusammen,

den habe ich eben gefunden:



BAHNPOSTAMT / J / d / (22c) KÖLN - DEUTZ

Was bedeutet das große "J" oberhalb des Steges?

In der Datenbank hat Filunski einen entsprechenden Maschinenstempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben "d" eingestellt:



Dabei hat er allerdings das große "J" übersehen (was mich aber nicht wundert).

Viele Grüße
Volkmar
 
rumburak Am: 04.07.2017 18:05:12 Gelesen: 6237# 362 @  
@ volkimal [#361]

Hallo volkimal,

bei Peter Griese - Postleitgebietszahlen 1944 bis 1961 - ist ein weiterer Stempel mit dem UB "b" vom BPA Köln-Deutz gelistet, der genauso große "J" zeigt. Griese bezeichnet beide Buchstaben jeweils als Unterscheidungsbuchstaben.

Köln-Deutz findet sich im OVZ von 1944 als Bahnpostamt mit der Nummer 10. Das "J" ist nun auch der 10. Buchstabe im Alphabet. Evtl. könnte dies die Angabe der Bahnpostamtsnummer sein, angegeben als Buchstabe, um nicht mit der PLGZ 10 von Sachsen in Verwechslung zu geraten?

Viele Grüße
 
volkimal Am: 04.07.2017 18:23:05 Gelesen: 6227# 363 @  
@ rumburak [#362]

Hallo rumburak,

danke für Deinen Hinweis auf das Buch von Peter Griese. Einen Unterscheidungsbuchstaben oben und einen unten (davon auch noch ein Großbuchstabe) wäre aber sehr unwahrscheinlich.



Per Email habe ich einen Hinweis auf diesen Stempel von mir erhalten, an den ich bisher nicht gedacht habe. In Köln-Deutz war das Bahnpostamt Inland. Das "J" entspricht einem "I" und ist die Abkürzung für Inland. Diese Erklärung ist für mich am einleuchtendsten.

Viele Grüße
Volkmar
 
rumburak Am: 04.07.2017 19:21:14 Gelesen: 6207# 364 @  
@ volkimal [#363]

Hallo volkimal,

"Inland" macht auch mehr Sinn als meine Idee.

Viele Grüße
 
rumburak Am: 05.07.2017 09:47:39 Gelesen: 6115# 365 @  
@ calliostoma [#358]
@ csjc13187 [#359]

Hallo,

kurzer Nachtrag: Die Päckchenbearbeitungsstellen sind im OVZ (hier von 1955) gelistet; darunter auch die PnASt Stuttgart BPA.

Viele Grüße


 
Stempelfreund Am: 02.08.2017 16:57:06 Gelesen: 2969# 366 @  
Guten Tag,

heute mal wieder ein Stempel, den ich unlängst erlangen konnte und den ich gern hier zeige. Er ist von der Pulverfabrik bei Hanau. Die Pulverfabrik lag ich heutigen Ortsteil Hanau-Wolfgang und wurde laut wikipedia 1880 gebaut und beschäftigte zum Ende des 1. Weltkrieges ca. 5.000 Personen.

Zeitweilig muss es auf dem Fabrikgelände eine Poststelle gegeben haben, wie aus dem Stempel zu schließen ist.



Einen schönen Abend wünscht der
Stempelfreund
 
Journalist Am: 14.08.2017 21:03:17 Gelesen: 667# 367 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute hier einen weiteren Stempel mit Zusatz vorstellen



Der Zusatz im oberen Teil lautet "Kriegsgefangenlager" - Knittelfeld [1] ist eine Stadt in Österreich siehe auch Wikipedia.

viele Grüße Jürgen

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Knittelfeld
 
Christoph 1 Am: 15.08.2017 19:43:02 Gelesen: 478# 368 @  
Hallo,

hier mal wieder ein Zeltplatz von der Insel Usedom



ÜCKERITZ / 2236 / f / ZELTPLATZ
vom 30.6.1973.

Leider nur auf einem Kartenausschnitt erhalten.

Gruß
Christoph
 

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