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Thema: (?) (49) Italien: Bedarfspost 1945 bis heute
Das Thema hat 49 Beiträge:
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10Parale Am: 17.12.2016 17:22:55 Gelesen: 1292# 25 @  
@ Cantus [#1]

Die Firma Schöpflin (Gründung: 1929 durch Hans Schöpflin) in Haagen (bei Lörrach) zählte zu den großen Versandhäusern in Deutschland, entstammte aus einer der erfolgreichsten Textilfabriken in Deutschland (Gebrüder Großmann) und wurde später vom großen Quelle-Konzern übernommen.

Die Firma hatte viele Handelsbeziehungen zu Textilfirmen in Italien, woraus sich ein reicher Schatz für Philatelisten gründet.

Hier ein Eilbrief mit Gesamtfrankatur von 160 Lire. (wer war SIRACUSANA, siehe fogerty [#13]). PRATO - (FIRENZE) 15.2.1960

Für einen Eilbrief war der Versand innert 3 Tagen dennoch erheblich lang, rückseitiger Ankunftsstempel von Haagen.

Liebe Grüße

10Parale

     
 
filunski Am: 17.12.2016 18:05:50 Gelesen: 1285# 26 @  
@ 10Parale [#25]

wer war SIRACUSANA

Hallo,

Siracusana ist der bei italienischen Sammlern gebräuchliche Name für diese Freimarkenserie aus den 1950er bis 1980er Jahren:



Der offizielle Name der Serie war ursprünglich "Italia turrita" ("betürmte" Italia / Italia ist die Nationalallegorie, oder nationale Personifikation, von Italien, welche durch eine Mauerkrone, oder auch „mit Türmen“ aus dem italienischen turrita, charakterisiert wird [1]).

Die Darstellung des Frauenkopfs (der "Italia") stammt von einer antiken römischen Münze aus Siracusa (Sizilien) und so entstand der dann nur gebrauchte Name "Siracusana" ("die aus Siracusa").

Hoffe, das erklärt die "Siracusana" ein wenig. ;-)

Tanti saluti,
Peter

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Italia_turrita
 
Manne Am: 17.12.2016 18:45:39 Gelesen: 1273# 27 @  
Hallo,

ein weiteres Einschreiben per Express aus Verona vom 15.03.1954 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim, Ankunftstempel vom 17.03.1954.

Gruß
Manne


 
filunski Am: 17.12.2016 18:46:22 Gelesen: 1271# 28 @  
@ filunski [#26]

Nachtrag zur "Siracusana"

Habe noch ein wenig nach der Dame gesucht und auch die Vorlagemünze gefunden:



Bildquelle: http://www.filaposta.com/glosario/tiki-index.php?page=SiracusanaSerie

Links der Designer der Siracusana Briefmarkenserie Vittorio Grassi und rechts die antike Münze welche den Kopf der griechischen Nymphe Arethusa zeigt (Tochter des Hesperos und der Nyx) [1]. Die "Verwandschaft" zur Dame auf der Briefmarke ist nicht zu übersehen! ;-)

Mehr zur "Italia turrita" auch hier:
https://it.wikipedia.org/wiki/Italia_turrita

Alles in Italienisch, aber die Abbildungen sprechen für sich.

Beste Grüße,
Peter

[1]https://de.wikipedia.org/wiki/Arethusa_(Mythologie)
 
filunski Am: 18.12.2016 13:29:48 Gelesen: 1230# 29 @  
Buona Domenica,

noch eine "Italia turrita".

Ab 1979 erschienen in Italien neue Freimarken, die sogenannten "Alti valori", also hohe Werte/Nominale. Hier sehr schön zu sehen auf einer Paketkarte, erst die Vorderseite:



Und rückseitig verklebt einige dieser Marken die auch wieder der Kopf der "Italia turrita" ziert.



Beste Grüße,
Peter
 
Manne Am: 22.12.2016 17:18:58 Gelesen: 1128# 30 @  
Hallo,

nach Italien hatte die Fa. Schmid-Schlenker sehr gut Geschäftsverbindungen, da kann ich noch viele Belege zeigen. Hier ein Einschreiben aus Verona vom 21.01.1966.

Gruß
Manne


 
fogerty Am: 24.12.2016 17:00:42 Gelesen: 1089# 31 @  
Ein Brief aus meinem Heimatort Lana, nichts Besonderes, weder die Briefmarken noch die Abstempelung sind es, die diesen Brief für mich doch interessant machen.

Die Art der Anrede ist es, die für das Jahr 1973 doch etwas ungewöhnlich ist, erinnert eher an die Zeit vor 100 Jahren!



Grüße
Ivo
 
DERMZ Am: 28.12.2016 09:14:28 Gelesen: 1030# 32 @  
Buon giorno!

heute zeige ich Brief aus San Remo, der 1967 eiligst nach Zürich verschickt worden ist. Zu sehen eine "Mischfrankatur" aus den Serien "Siracusana" und "Michelangiolesa"



Interessant auch die beiden Züricher Stempel, der erste ohne Postleitzahl, der zweite zeigt schon die Postleitzahl

Viele Grüße

Olaf
 
Cantus Am: 25.02.2017 02:00:03 Gelesen: 606# 33 @  
Von mir ein leider gelochter Brief mit einem waagerechten Dreierstreifen der Mi.Nr. 1720 II, gelaufen per Express am 6.9.1982 von Pistoia, einer großen Stadt in der Toscana, nach Brüssel.



Viele Grüße
Ingo
 
fogerty Am: 25.02.2017 20:09:09 Gelesen: 574# 34 @  
Im Jahre 1965 ging ein Brief von der Volksschule Pedross an das Fremdenverkehrsamt Meran. Zweisprachiger Poststempel Graun-Curon.Pedross ist ein kleiner Weiler im Langtauferertal, gehört zur Gemeinde Graun. Graun vor allem bekannt als das versunkene Dorf im Reschensee, aus dem heute noch der Kirchturm ragt.



Grüße
Ivo
 
fogerty Am: 25.02.2017 20:14:08 Gelesen: 573# 35 @  
Von Welsberg nach Lana, portogerecht frankiert am hl. Abend im Jahre 1974, zweisprachiger Poststempel Monguelfo-Welsberg. Den Rest, so denke ich, muß ich jetzt nicht erst kommentieren!



Grüße
Ivo
 
Manne Am: 26.02.2017 09:18:05 Gelesen: 546# 36 @  
Guten Morgen,

heute ein Eilbrief aus Modena vom 26.10.1964 nach Schwenningen.

Gruß
Manne


 
fogerty Am: 28.02.2017 16:41:43 Gelesen: 505# 37 @  
Heute zeige ich einen "Avviso die ricevimento", die Übersetzung gab es einige Jahre später bei den zweisprachigen Formularen und da nannte es sich in einem etwas holprigen Deutsch "Rückschein". Also, mit dieser Karte bestätigt der "Ufficio Genio Civile-Bolzano" den Erhalt einer "Raccomandata", auf deutsch eines Einschreibens. Frankiert mit Briefmarken der ersten Dauerserie "Democratica" der Republik Italien. Interessant hier, daß, siehe Poststempel, am 14.5.1949 noch die Antwortkarte aus den Beständen des Königreichs verwendet wurde und das dreieinhalb Jahre nach dem Ende der Monarchie. Erkennbar auch noch bei "Edizione 1942-XX" die faschistische Zeitrechnung.



Grüße
Ivo
 
Cantus Am: 16.03.2017 01:30:48 Gelesen: 342# 38 @  
Von mir ein Brief vom 6.1.1982, gelaufen von Castelvetro in die Tschechoslowakei und dort wegen unzureichender Frankatur mit Nachporto belegt.



Mi. 1706(5)

Viele Grüße
Ingo
 
Manne Am: 16.03.2017 09:39:17 Gelesen: 321# 39 @  
Hallo,

ein Einschreiben per Express vom 07.12.1965 aus Verona an die Fa. Schmid-Schlenker.

Gruß
Manne


 
Heinrich3 Am: 19.03.2017 22:51:29 Gelesen: 234# 40 @  
Hallo,

heute kann ich mal 2 Briefe zeigen, die absoluter Bedarf sind:



Zuerst der Nachnahme-Brief eines Versenders in Cassio an seinen Kunden in Sili (Oristano), den der Postbote 2 mal nicht erreicht hat. Beim 2. Mal hat er eine Nachricht hinterlassen, dann ist der Adressat wohl zur Post gekommen und hat gezahlt, um den Briefinhalt zu bekommen. Versicherungs-Wert 10.000,- Lire, Porto 8.300,- Lire.

Der 2. Brief ging von der Finanzpolizei in Nuoro an den Staatsanwalt in Oristano.

Eine schöne Woche wünscht
Heinrich
 
fogerty Am: 20.03.2017 21:52:28 Gelesen: 185# 41 @  
@ Heinrich3 [#40]

Hallo Heinrich,

wie kommst du jetzt aber darauf, daß der Postbote den Kunden zweimal nicht erreicht hatte? Der Hinweis müßte dann auf der Rückseite des Briefes ersichtlich sein und sollte auch gezeigt werden.

Grüße
Ivo
 
Gaius_Caligula Am: 21.03.2017 10:25:36 Gelesen: 158# 42 @  
@ Heinrich3 [#40]

Der Nachnahmebrief aus Cassio ist wirklich sehr interessant, auch wenn ich irgendwie nicht darauf komme, warum das Porto 8300 Lire betrug.

Laut Portotabelle fällt der Brief vom 04.11.1996 in die Portostufe 43 (Zeitraum: 01.06.1995 - 04.05.1997), Inlandstarif.

Briefporto (20 - 100 g) betrug L 1850,00 (dies dürfte die Zahl in der rechten oberen Ecke der Vorderseite des Briefes sein). Hinzu kommt die Versicherungsgebühr bis 10000 L von L 1200,00 sowie die Nachnahmegebühr von L 1100,00. Dies macht - wenn ich die einzelnen Beträge zusammenrechne - doch L 4150,00 aus. Also genau die Hälfte des verklebten Portos.

Wieso kostete der Brief 8300,00 L? Ich verstehe das gerade nicht. Vielleicht kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Vermutlich übersehe ich irgend etwas...

Beste Sammlergrüße
Gaius_Caligula
 
fogerty Am: 21.03.2017 16:55:47 Gelesen: 138# 43 @  
@ Gaius_Caligula [#42]

Ich komme da auf 8.300, die Summe ergibt sich aus Briefporto 1850, Einschreiben 3400, Rückantwort 750, Versicherung 1200 sowie Nachnahme 1100.

Grüße
Ivo
 
Heinrich3 Am: 21.03.2017 18:08:20 Gelesen: 127# 44 @  
@ fogerty [#41]

Hallo Ivo,

Dein Wunsch ist hiermit erfüllt.

Ich habe mir gedacht, die Handschrift müssen nicht noch mehr Leute entziffern.

Also:

9-11 assente
11-11 lasciato avviso

Gruß aus München
Heinrich


 
Heinrich3 Am: 21.03.2017 18:15:18 Gelesen: 121# 45 @  
Nochmals ich, Hallo an alle,

bei mir lagert ein Karton mit Belegen vor allem von und nach Oristano auf Sardinien.

Daraus kann ich noch einiges zeigen, werde mich jedoch beschränken auf Belege, die nach meiner Meinung entweder schön oder/und interessant sind. Das Thema wird ja noch einige Zeit aktuell bleiben.

Bis zum nächsten Mal!
Heinrich
 
Gaius_Caligula Am: 22.03.2017 09:11:45 Gelesen: 98# 46 @  
@ fogerty [#43]

So gerechnet komme ich auch auf 8300 Lire. :-) Versicherte Sendungen können ja nur als Einschreiben aufgegeben werden.

Betse Sammlergrüße
Gaius_Caligula
 
Manne Am: 23.03.2017 10:15:16 Gelesen: 58# 47 @  
Hallo,

ein weiteres Einschreiben per Express vom 30.03.1965 aus Verona an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.

Gruß
Manne


 
Heinrich3 Am: 23.03.2017 10:32:45 Gelesen: 53# 48 @  
Hallo,

diese 2 Belege fallen für mich aus der Reihe. Beide sind aus dem Paketverkehr.

Links wurden Seekarten versandt, vermutlich gegen Nachnahme von 84.200 Lire. Die Versandkosten wurden mit dem Freistempel über 7.850 Lire frankiert. Wofür die 600 Lire in Briefmarken?

Der rechte Beleg ist eine Zoll-Inhalts-Erklärung für einen Kinderstuhl, der als Geschenk aus Fort Worth in Texas nach Italien gesendet wurde. Auch hier die Frage, wofür die 2.600 Lire? Siehe auch Stempel unterhalb des Luftpost-Aufklebers, in dem von Paketmarken geschrieben ist.





Danke und Grüße aus München
Heinrich
 
Gaius_Caligula Am: 23.03.2017 12:59:49 Gelesen: 35# 49 @  
@ Heinrich3 [#48]

Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube, beim rechten Beleg (11.03.1983) kann ich des Rätsels Lösung präsentieren:

In der Portostufe 35 (Auslandtarif, 01.01.1983 - 31.12.1983) fielen bei Abfertigung durch den Zoll Gebühren an. Der Normaltarif betrug dafür 1200 Lire. Wurde jedoch der vesandte Gegenstand (hier: Kinderstuhl) in einer speziellen Verpackung verschickt, dann betrug der Tarif dafür 2600 Lire. Das würde m. M. nach Sinn geben.

Bei der linken Karte muss ich erst nachforschen, wenn ich mehr Zeit habe. Leider muss ich wieder an die Arbeit. Aber vielleicht kann ja jemand anderes aushelfen. Wenn nicht, dann sehe ich morgen mal nach.

Beste Samlergrüße
Gaius_Caligula
 

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