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Thema: Italien: Bedarfspost 1945 bis heute
Das Thema hat 73 Beiträge:
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Gaius_Caligula Am: 23.03.2017 12:59:49 Gelesen: 1867# 49 @  
@ Heinrich3 [#48]

Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich glaube, beim rechten Beleg (11.03.1983) kann ich des Rätsels Lösung präsentieren:

In der Portostufe 35 (Auslandtarif, 01.01.1983 - 31.12.1983) fielen bei Abfertigung durch den Zoll Gebühren an. Der Normaltarif betrug dafür 1200 Lire. Wurde jedoch der vesandte Gegenstand (hier: Kinderstuhl) in einer speziellen Verpackung verschickt, dann betrug der Tarif dafür 2600 Lire. Das würde m. M. nach Sinn geben.

Bei der linken Karte muss ich erst nachforschen, wenn ich mehr Zeit habe. Leider muss ich wieder an die Arbeit. Aber vielleicht kann ja jemand anderes aushelfen. Wenn nicht, dann sehe ich morgen mal nach.

Beste Samlergrüße
Gaius_Caligula
 
filunski Am: 24.03.2017 23:00:26 Gelesen: 1813# 50 @  
Buona sera,

Währungsmischfrankaturen aus Italien sind immer noch möglich:



Postkarte aus den Dolomiten, gelaufen über das CMP Verona (Briefzentrum). Leicht überfrankiert, derzeitiger Tarif für Postkarten in die EU, 1,00 €. Hier frankiert 80 Cent + 550 Lit (= 27 Cent), zusammen also 1,07 €.

Beste Grüße,
Peter
 
fogerty Am: 29.03.2017 19:26:01 Gelesen: 1713# 51 @  
Einschreibebrief von Forli' nach Lana vom 31.12.1987. Die 3.400 Lire ergeben sich aus 1200 Lire für die Portostufe 20-50 Gr.und 2200 Lire fürs Einschreiben. Das Aufbrauchen von zwanzig Briefmarken der Siracusana-Serie ergab durchaus Sinn, da die 15 Lire-Marke nur mehr bis zum 4.1.88 gültig war.



Grüße
Ivo
 
Gaius_Caligula Am: 30.03.2017 18:46:12 Gelesen: 1687# 52 @  
@ fogerty [#51]

Schöner Beleg, toll anzusehen. Nicht nur wegen der zwanzig Marken der Siracusana-Serie. Beeindruckend finde ich auch die Stempelorgie. 11 Abschläge auf der Vorderseite. Aber schließlich mussten ja alle verklebten Marken entwertet werden. :-)

Beste Sammlergrüße
Gaius_Caligula
 
jmh67 Am: 30.03.2017 19:20:05 Gelesen: 1684# 53 @  
@ Gaius_Caligula [#52]

Gab's da nicht mal eine Regel, dass immer mindestens 100 Lire mit einen Stempelabschlag entwertet werden sollten? Oder hieß es nur, so wenig Abschläge wie nötig? Ich meine diesbezüglich vor 20 Jahren etwas in einem damals schon nicht mehr ganz taufrischen Michel-Katalog aus der Amerika-Gedenkbibliothek gelesen zu haben. Dann hätte man sich in Forli immerhin wenigstens drei Abschläge sparen können. ;-)

Jan-Martin
 
Gaius_Caligula Am: 31.03.2017 15:48:19 Gelesen: 1651# 54 @  
@ jmh67 [#53]

Mir ist eine solche Regelung nicht bekannt. Da müsste ich selbst erst einmal recherchieren. Da wäre Ivo mit Sicherheit der bessere Ansprechpartner. Aber wenn es eine solche Regelung gibt, dann hast Du Recht mit Deinen drei gesparten Abschlägen. :-)

Scherz beiseite: Mir gefällt der Beleg wirklich ausgezeichnet. Ich mag es, wenn etwas "aus der Reihe tanzt". Das lockert eine Belegesammlung ungemein auf. Ist meine persönliche Meinung.

Beste Sammlergrüße
Gaius_Caligula
 
fogerty Am: 31.03.2017 16:01:39 Gelesen: 1648# 55 @  
@ Gaius_Caligula [#54]

Kann mich da deiner Meinung nur anschließen, mir ist diese Regelung auch nicht bekannt. Dafür gibt es jetzt - leider - eine neue Regel, die besagt, daß seit einigen Monaten das Abstempeln auf Postämtern strikt verboten ist. So jedenfalls in meiner Heimatgemeinde Lana. Sämtliche Post geht ins Verteilerzentrum Verona. Für Sammler gibts dann nur mehr die Möglichkeit in Bozen oder Meran (das gilt jetzt für den westlichen Landesteil Südtirols) am Philaschalter die Post abstempeln zu lassen. Das sind dann z.B. von Mals, dem Hauptort des Obervinschgaus, 56 km bis nach Meran! Ich verschicke im Schnitt zwei Sendungen in Din4-Format pro Monat, frankiert mit reichlich Briefmarken in alter Lire-Währung, in den seltensten Fällen kommt der Brief abgestempelt am Zielort an. D.h. dann Wiederverwertung der Frankaturware. Verrückte Poste Italiane Welt !

Grüße
Ivo
 
Gaius_Caligula Am: 31.03.2017 19:13:30 Gelesen: 1626# 56 @  
@ Cantus [#33]

Ich bin gerade über diesen von Dir gezeigten Beleg "gestolpert" und aufgrund des Portos von 1800,00 Lire etwas stutzig geworden. Nach Blick in die Tariftabellen bin ich nun schlauer und muss konstatieren: Gelochter Brief, aber nicht uninteressant.

P34, Auslandtarif (10.02.1982 - 31.12.1982):

Brief (20 - 50 g) zu 800,00 Lire, zzgl. Express-Zuschlag 1000,00 Lire ergibt die 1800,00 Lire.

Ich habe das nur für mich nachgerechnet, weil mich - wie oben geschrieben - das für diese betreffende Tarifstufe ungewöhnliche Port stutzig gemacht hat. Wirklich ein - trotz Lochung - interessanter Beleg.

Beste Sammlergrüße
Gaius_Caligula
 
Manne Am: 01.04.2017 07:55:02 Gelesen: 1593# 57 @  
Hallo,

nochmals ein Einschreiben per Express vom 24.08.1956 aus Verona an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.

Gruß
Manne


 
Heinrich3 Am: 03.04.2017 18:44:12 Gelesen: 1513# 58 @  


Heute 2 Belege, die etwas außerhalb des üblichen liegen.

Oben ein innerörtlicher Brief des Registerbüros Sassari mit Rückschein. Der Empfänger war laut den 2 Vermerken "Irreperìbile", also unauffindbar. Also "al mittente" - an den Absender (zurück)!

Unten ein normales Päckchen von Oristano nach Sassari, beide auf Sardinien. Auffällig die Verwendung von 5 Marken zu Ehren von Emilio Diena (1860-1941), dem ersten und wohl auch berühmtesten der Philatelisten-Familie Diena. Mi. Nr. 2101.
 
hajo22 Am: 04.04.2017 19:25:23 Gelesen: 1481# 59 @  
Brief zu 2 Lire aus Mailand vom 29.12.1944 an einen italienischen Fremdarbeiter in ein Gemeinschaftslager in Zwickau, Ankunftsstempel Zwickau 28.3.45.

Der Brief erreichte den Adressaten nicht mehr. Wir sehen auf der Briefvorderseite: Zettelchen "Abgereist ohne Angabe der Adresse", Münchner Durchlaufzensurstempel "Ad" und 2 Zensoren-Nummernstempel, handschriftlich: "retour" und "flüchtig. Absender zurück".



BG, hajo22
 
Max78 Am: 06.04.2017 00:09:35 Gelesen: 1385# 60 @  
Von mir zu diesem Thema ein Beleg, der mich an eine Begegnung erinnert: 10parale, erinnerst Du Dich, als ich Dir diesen hier "abgeluxt" habe auf dem Flohmarkt Freiburg? Für mich ein schöner Zufall, dass man Mitglieder von philaseiten auch ohne Verabredung "im wahren Leben" treffen kann! Das ist genauso viel wert wie die Belege an sich.

Eilsendung von Brescia nach Haagen 1963. Ich kenne mich mit den italienischen Stempeln leider nicht so gut aus, denke aber es handelt sich hier um eine Art Bahnpoststempel Brescia-Cremona:



Weiter ging es von Basel aus ebenfalls mit dem Zug Richtung Zell (Wiesental):



Und schließlich, nachdem man dem Brief den Ankunftstempel Haagen verpasst hatte (erst 1974 nach Lörrach eingemeindet), endete die Reise in der Eisenbahnstraße.

mit Grüßen Max
 
DERMZ Am: 06.04.2017 05:16:33 Gelesen: 1342# 61 @  
@ Max78 [#60]

Guten Morgen Max,

da hast Du ja ganz schön viel "Eisenbahn" auf einem Brief.

Der italienische Stempel ist ein Bahnpoststempel, und zwar von der selteneren Sorte. Der Begriff "MESSAGG" steht für messaggere collettore und entspricht einem Bahnpostschaffner. Wenn ich es recht interpretiere, war dieser Stempel dem "Verantwortlichen" des Wagens zugeteilt, während die Kollegen meist mit "AMB" = AMBULANT stempelten.

Viele Grüße

Olaf
 
Cantus Am: 06.04.2017 06:15:54 Gelesen: 1339# 62 @  
Von mir eine Postkarte, gelaufen am 23.8.1993 von Empoli in die CSSR und freigemacht mit Marken der Freimarkenserie von 1980. Vermutlich wurden dabei noch Altbestände verbraucht, denn inzwischen gab es ja schon massenhaft neuere Ausgaben.



Mi. 1708, 1716, 1717

Viele Grüße
Ingo
 
hajo22 Am: 06.04.2017 11:08:15 Gelesen: 1276# 63 @  
Ansichtskarte aus Palermo vom 13.5.1953 frankiert mit 35 Lire nach Wien, die Stadt der seinerzeit noch "4 Mann in einem Jeep".

Zensiert: Alliierte Zensurstelle Z 1 Nr. 153 (= Zensur im sowjetischen Besatzungssektor Wiens).



BG, hajo22
 
Heinrich3 Am: 06.04.2017 12:21:29 Gelesen: 1254# 64 @  
@ Cantus [#62]
@ hajo22 [#63]

Ich frage mich soeben, sind Bildpostkarten wirklich Bedarf ?

Nichts für ungut!

Heibnrich
 
DERMZ Am: 06.04.2017 12:32:42 Gelesen: 1251# 65 @  
@ Heinrich3 [#64]

Guten Tag Heinrich,

JA, ich bin der Meinung, dass auch Bildpostkarten "Bedarf" sind. Der Schreiber hatte ja den Bedarf, dass sein Urlaubsgruss den Empfänger erreicht. Aber darüber kann man streiten, auch ein philatelistisch inspirierter FDC ist theoretisch Bedarf, ich zähle ihn jedoch nicht dazu.

Viele Grüsse aus dem südlichen Süden

Olaf
 
hajo22 Am: 06.04.2017 16:05:44 Gelesen: 1223# 66 @  
Geschäftspostkarte (Saatgutvertrieb) aus Rom vom 2.12.1948 nach Wien frankiert mit 25 Lire. Zensiert mit Zensurstempel wie in [#63], jedoch mit Nr. 235.



Jetzt bedarfsmäßig genug? Übrigens, in [#63] das ist eine ANSICHTSKARTE und keine BILDPOSTKARTE. Soviel zum Verständnis.

BG, hajo22
 
fogerty Am: 06.04.2017 17:29:18 Gelesen: 1209# 67 @  
Zur Abwechslung mal etwas Politisches, beide Briefe zum Normaltarif aus dem Jahre 1972. Der erste vom PSI, Partito Socialista Italiano, wobei es hier auch im Briefkopf die deutsche Übersetzung gibt. Die Frankatur leider kopfstehend, aber mit einem Stempel "Buona pasqua", zu deutsch frohe Ostern.

Der zweite Beleg vom PSDI, Partito Socialista Democratico Italiano, frankiert mit zwei Sondermarken, die anlässlich der Wildwasser-Kanu-weltmeisterschaften in Meran erschienen. Beide Parteien sind heute Geschichte.



Grüße
Ivo
 
Cantus Am: 07.04.2017 00:50:44 Gelesen: 1172# 68 @  
@ Heinrich3 [#64]

Hallo Heinrich,

Bildpostkarten können reiner Bedarf sein, müssen aber nicht. Das gleiche gilt aber auch für Briefumschläge, Faltbriefe, Aerogramme, Streifbänder, Kartenbriefe und andere Formen der schriftlichen Mitteilung per Post. Es kommt immer auf den Einzelfall an, pauschale Beurteilungen kann man dazu nicht abgeben.

Übrigens, das, was du als Bildpostkarte bezeichnest, ist keine Bildpostkarte, sondern eine Ansichtskarte. In der Philatelie ist der Begriff "Bildpostkarte" ausschließlich für Ganzsachenpostkarten mit Abbildungen reserviert. Postkarten mit Abbildungen, die keinen Wertstempelaufdruck (manche nennen das fälschlicherweise aufgedruckte Briefmarke) aufweisen, sind also keine Bildpostkarten, sondern Ansichtskarten, unabhängig davon, wo die Abbildung auf der Karte angebracht ist.

Viele Grüße
Ingo
 
fogerty Am: 22.04.2017 20:10:08 Gelesen: 709# 69 @  
Ein Brief aus dem Jahre 1962 vom Vice-Commissario in Bozen an den Direktor des Filmfestivals in Meran. Alledings muß ich jetzt die Krimiliebhaber enttäuschen, denn dieser Commissiario hatte rein gar nichts mit Kriminalfällen zu tun. Hier gehts um den Commissario del Governo, zu deutsch Regierungskommissariat, sozusagen die Vertretung des italienischen Staates in unserer Autonomen Provinz Bozen.



Grüße
Ivo
 
Michael Mallien Am: 27.04.2017 19:56:24 Gelesen: 618# 70 @  
Hallo zusammen,

von mir ein Brief aus Bologna nach Bremen vom 8.5.1981, frei gemacht mit 210 Lire.



Da ich mich mit Italien gar nicht auskenne: Was bedeutet der STAMPE - Stempel?

Viele Grüße
Michael
 
fogerty Am: 27.04.2017 22:21:30 Gelesen: 614# 71 @  
@ Michael Mallien [#70]

STAMPE - Drucksache, ganz einfach erklärt.

Grüße
Ivo
 
filunski Am: 06.05.2017 11:22:25 Gelesen: 470# 72 @  
Hallo zusammen,

hier mal Bedarfspost im wahrsten Sinne des Wortes, eine Paketkarte:



Die Karte erzählt beim genauen Hinsehen auch eine nette Geschichte. Nicht nur, dass die Ganzsache noch durch die verklebten Paketmarken auffrankiert wurde und auch einen sehr schönen zweisprachigen Stempel des Bozener Postzollamts trägt.



Die Karte gehörte zu einem Paket/Päckchen, abgeschickt vom Hotel Riviera in Bardolino an einen Herren, wohl ein bereits abgereister Hotelgast, nach Deutschland. Dieser hatte anscheinend Teile seiner Kleidung dort im Hotel vergessen und bekam sie mit diesem Paket nachgeschickt. So angegeben im Feld "contenuto" (Inhalt): "indumenti usati dimenticati" = vergessene, gebrauchte Kleidung (Wert 4.000 Lire). ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
GSFreak Am: 07.05.2017 15:57:24 Gelesen: 428# 73 @  
Hallo,

das zählt doch auch zur Bedarfspost aus Italien, oder?

Eine normale Berliner Auslandspostkarte P46 unbeanstandet gelaufen von Rom nach Flensburg, entwertet mit einem Maschinenstempel von ROMA FERROVIA am 22.08.1961 (Bahnhofstempel?). Bei Einsatz eines Handstempels wäre es dem Postler evtl. aufgefallen, dass es sich nicht um den Antwortteil einer Auslandsganzsache handelt.

Gruß Ulrich


 

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