Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Vorphilatelie Schweiz
Das Thema hat 112 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2   3 4 5 oder alle Beiträge zeigen
 
bignell Am: 08.10.2015 22:38:12 Gelesen: 61642# 13 @  
@ SH-Sammler [#83]

Hallo Hanspeter,

danke für Deine Infos, ich hab mal die rätoromanische Gesellschaft angeschrieben, zumindest sollten sie mir sagen können, ob Du mit rätoromanisch richtig liegst.

Lg, harald
 
Eric Scherer Am: 11.10.2015 09:53:25 Gelesen: 61594# 14 @  
Ich schicke den Brief mal an meinen Schwiegervater. Der ist aus dem Engadin. Solche Briefe gab es viele, da die Engadiner überall als Gastarbeiter unterwegs waren, u.a. als Zuckerbäcker.
 
Eric Scherer Am: 11.10.2015 13:04:20 Gelesen: 61577# 15 @  
Der Brief ist in Rumantsch Ladin verfasst.
 
bignell Am: 13.10.2015 00:31:23 Gelesen: 61540# 16 @  
@ 8049home [#85]

Hallo und Danke für Deine Informationen, hab inzwischen auch folgende Auskunft bekommen:

Stimà signur Paul
Besten Dank für Ihre Anfrage. Es handelt sich um einen Text in rätoromanischer Sprache (ein Brief einer Schwester namens Ursula am ihren Bruder). Das Personalpronomen eau (z.B. in der 8. Zeile von unten) verweist auf das Idiom Puter, die Variante des Romanischen, welche traditionellerweise in Zuoz (Oberengadin) beheimatet ist.

Umfangreichere Angaben über den Inhalt können wir nicht machen, da uns die Übung im Umgang mit solchen Schriftstücken fehlt.
Adressen, die Ihnen weiterhelfen könnten:

Staatsarchiv Graubünden: http://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/ekud/afk/sag/ueberuns/Seiten/StandortundAdresse.aspx

Insitut des Dicziunari Rumantsch Grischun: http://www.drg.ch/kontakt_14D.html
Cun amiaivels salids

Lia Rumantscha http://www.liarumantscha.ch

Lg, harald
 
bignell Am: 17.12.2015 18:41:14 Gelesen: 61292# 17 @  
Ich habe nun die Übersetzung für alle Interessierten:

Zuoz, 13. November 1798
Geschätzter und geliebter Bruder!
Schon vor drei ordentlichen [Wochen] wurde mir [verm. vom Ehemann] aufgetragen, Dir zu schreiben, aber nie gelang es mir, nun hoffe ich, dass ich Dir dieses Mal an deine neue Adresse schreiben kann. Dem Schreiben an unsere liebe Mutter habe ich entnehmen können, dass es Dir gut geht und Dir Deine neue Berufung gut gefällt. Ich kann Dir versichern, dass es mich aus tiefstem Grund meines Herzens gefreut hat, und der Herr wolle Deine liebe Person immer gedeihen lassen und alle Deine Unternehmungen! Seit Deiner Abreise hat es bei uns hier eine grosse Veränderung gegeben. Dass die Kaiserlichen Truppen unser armes Land besetzen, weisst Du bereits und wohl auch, dass wir von jenen, die hier ins Engadin kamen, in Suot Funtauna Merla nun freundlich [erfreulicherweise] momentan verschont sind, weil diese nach Poschiavo, Brusio und ins Bergell abkommandiert wurden. Bei jenen, die bei uns in Sur Funtauna Merla blieben, bestand für uns die Inkonvenienz [Wort fehlt evtl. nicht] darin, sie jene Nacht so unerwartet erhalten zu müssen [zu verköstigen] [Text fehlt] die Spedition von Commissari Brod, der bis jetzt alle 4 Tage mit 28 oder 30 [Wort fehlt], das, was sie auch mit ihren Wagen und Pferden geführt hätten. Aber es misslang wegen der schlechten Strassen im Engadin. [Es geht vielleicht darum, dass die Einheimischen es nicht als die grösste Last empfanden, die Truppen unerwartet verköstigen zu müssen, sondern dass sie Transporte für die Kaiserlichen Truppen ausführen mussten.] Genug, mir schreibt dein Schwager Kriegskommissär, der in Ponte Martina residiert, dieser hat nun aber von den Nachbarschaften in Suot Funtauna Merla 28 Wagen, 28 Rossgeschirre, 28 Schlitten und 28 Kisten zusammenbringen lassen, was bereits besorgt wurde, und von nun an werden sie ihr Brot selbst führen, das wird etwas mehr Heu kosten, aber viel Ärger ersparen. Ich wünschte, ich könnte Dich mit Neuigkeiten auf dem Laufenden halten aber ich fühle mich ausser Stande dazu, zum einen ist Dein Schwager, wie schon gesagt, abwesend und zum zweiten kann man sich nicht darauf verlassen, weil man so viel Falsches hört und ich mich nicht darauf verlasse und dann lieber nichts sage. Jeden Tag wird hier verbreitet, dass weitere Truppen ankommen sollen und zwar in grosser Anzahl, doch mein Ehemann schreibt mir, dies sei alles falsch, dass sie an der Grenze zum Tirol [„Portadel Tirol“] genügend vorbereitet seien, dass sie aber nur bei dringender Notwendigkeit ins Land kämen, was hoffentlich nie eintreffen wird. Mit Gottes Hilfe wird alles gut Enden und man hört ja auch von allen Seiten gute Nachrichten über Frieden und auch wenn sie noch nicht grosses Fundament haben, gibt es uns doch ein gutes Gemüth [Hoffnung]. Der Schwager, der mir schon vor drei Wochen auftrug, Dir zu schreiben, hat mir aufgetragen, Dich herzlich zu grüssen. Er ist wieder mitvielem beschäftigt, auf dass Gott ihm helfe. Die Frau Tante Ursula, meine Kleinen lassen Dich sehr grüssen. Den gleichen Auftrag habe ich auch von den Fräulein Cousinen D. Zas. Auch ich mein geliebter Bruder grüsse Dich mit der lebhaftesten Zärtlichkeit und aufrichtiger Liebe mit der ich Dir weiterhin gutes Wohlergehen wünsche. Ich verbleibe Deine Dich liebende Schwester Ursula N. Schucan.
Adresse: Luzio And[re]a Romedi in Bergamo.
Beantwortet am 19. November 1798

Lg, harald
 
SH-Sammler Am: 17.12.2015 19:17:35 Gelesen: 61284# 18 @  
@ bignell [#89]

Hallo Harald,

Danke für das Zeigen der Übersetzung, das ist Geschichte pur. Wenn man weiss, wie die Bevölkerung in den Folgejahren darbte, muss es noch schlimmer geworden sein. In Geschichtsbüchern ist geschrieben, dass sich die Kinder teils von Gras (Blacken) ernährten, um nicht zu verhungern.

Wir haben ja heutzutage (seit ca 1960) eine "goldene" Zeit, keine Kriege in Mitteleuropa, keinen Hunger, genug Arbeit und Verdienst - war nicht immer so. Der Industrialisierung sei's gedankt.

Viele Grüsse

Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 21.05.2016 13:20:05 Gelesen: 60589# 19 @  
Hallo alle,

das Thema Vorphilatelie ist in einen Dornröschenschlaf gefallen. Ich bin zwar kein Prinz, wecke dieses Thema trotzdem wieder auf.



Brief an bekannte Adresse, Verlagsbuchhandlung Sauerländer in Aarau, abgehend von SCHLEITHEIM, Kanton Schaffhausen am 3. Febr. 1844

Stempel: "Hufeisenstempel" aus der Thurn und Taxis - Zeit, frühes Verwendungsdatum.

Diese, bei Thurn & Taxis wohlbekannte Stempelart, wurde in der Schweiz nur in 2 Orten eingesetzt. Es sind dies die Gemeinden Schleitheim und Bargen im Kanton Schaffhausen.

Gruss
Hanspeter
 
Fips002 Am: 05.12.2016 21:23:54 Gelesen: 59894# 20 @  
Ich zeige einem Faltbrief von Genf nach Turin, 18.9.1816.

Ich habe noch einige Briefe, die ich auch noch einstellen werde. Was bedeutet der Kreisstempel 11 und wie setzt sich das Porto zusammen ?





Gruß Dieter
 
bayern klassisch Am: 05.12.2016 21:43:38 Gelesen: 59888# 21 @  
@ Fips002 [#92]

Hallo Dieter,

siegelseitig sollte das der Zusteller gewesen sein.

Das Porto kann ich hier nicht mal lesen, geschweige denn klären. Hat aber auch nichts mit Bayern zu tun - schwierig!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Fips002 Am: 06.12.2016 11:04:19 Gelesen: 59852# 22 @  
@ bayern klassisch [#93]

Hallo Ralph,

vielen Dank für Deinen Hinweis zum siegelseitigen Kreisstempel 11.

Leider bleibt der Gebührenvermerk 8 und der Vermerk in der Mitte (5 ?) noch zu erklären.

Beste Grüße
Dieter
 
bayern klassisch Am: 06.12.2016 11:47:44 Gelesen: 59844# 23 @  
@ Fips002 [#94]

Hallo Dieter,

die welsche Schweiz und Norditalien waren historisch mit Napoleon frankreichorientiert worden. Daher denke ich, dass die "8" oben links 8 Gramm waren, das Gewicht des Briefes. Wäre er heute noch vollständig, könntest du das ja verifizieren.

Mittig wage ich keine Aussage, welche Taxziffer das sein sollte, da sie in keines meiner Schemata zu jener Zeit passt, es sollten aber Decimi sein (1 Decime = 3 Kreuzer rheinisch).

Sorry, dass ich dir nicht viel weiterhelfen kann.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Fips002 Am: 06.12.2016 12:29:20 Gelesen: 59839# 24 @  
@ bayern klassisch [#95]

Hallo Ralph,

recht herzlichen Dank für Deine Ergänzungen. Wie Du schon vermutet hast ist die "8" das Gewicht des Briefes. Das Gewicht des gezeigten Briefes beträgt 5 Gramm, es fehlt aber eine Seite. Auf einen anderen Brief nach Italien, den ich noch zeigen werde, ist ebenfalls eine "8" links oben vermerkt. Das Gewicht des Briefes beträgt genau 8 Gramm. Somit ist Dein Hinweis also richtig.

beste Grüße

Dieter
 
Fips002 Am: 07.12.2016 17:15:55 Gelesen: 59793# 25 @  
Der Faltbrief wurde am 24.Oktober 1834 von Genf nach Genua befördert.

Gewicht des Faltbriefes 8 Gramm (links oben). Die Postgebühr betrug 26 Decimes.



Gruß Dieter
 
bayern klassisch Am: 25.12.2016 10:58:11 Gelesen: 59601# 26 @  
Liebe Freunde,

geschrieben und als Portobrief aufgegeben im schönen Genf am 3.4.1855, war er nach dem nahen Vevey gerichtet, wo er am Folgetag ankam. Absender war die Firma Marcelin.



Für einfache Portobriefe wurden 15 Centimes (Rappen in der deutschsprachigen Schweiz) kassiert bei Monsieur Charles Marcelin. Weil aber nicht klar war, wo er im ca. 92 entfernten, aber auch am Lac Leman gelegenen Vevey residierte, vermerkte man poste restante. Irgendwann hat ihn Monsieur Marcelin dann abgeholt und in der Schweiz war dieser Postdienst immer kostenlos. Ein guter Service in der Schweiz!

Lieber Grüsse von bayern klassisch
 
Arrows Am: 03.02.2017 22:38:07 Gelesen: 41597# 27 @  
@ Pit [#5]

Ich möchte diesen Beleg nochmals hinterfragen, da ich nicht sicher bin, ob es sich beim Abgangsort des Briefes von 1847 um STEINEN (Baden) im Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg, DE handelt. Es könnte damit auch der einzeilige Stabstempel von STEINEN SZ im Bezirk Schwyz, Kanton Schwyz, CH gemeint sein.

Absenderort STEINEN SZ:

Die Verwendung des Einzeilers STEINEN in Elzevirschrift (Stempelschrift mit Serifen), 28 x 4 mm wurde vermutlich von der Zürcher-Italienpost eingeführt und bereits ab 1827 als Brief- bzw. Ablagestempel verwendet.

Empfangsort SEENGEN AG:

Seengen ist eine Gemeinde im Bezirk Lenzburg, Kanton Aargau, CH, liegt ca. 55 km nördlich von Steinen SZ am nördlichen Ufer des Hallwilersees und verfügte seit 1.8.1835 über eine Postablage (I.d.R. Entgegennahme und Übergabe von Postsendungen ohne weitere postalischen Dienstleistungen), ab 1.1.1865 über ein Postbüro.

Damit könnte die Taxe für die Wegstrecke von ca. 55 km wie folgt erklärt werden:
Gemäss Regierungsbeschluss über die Abänderung des Post-Taxen-Tarifs im allgemeinen Postreglement vom 30.8.1841 wurden durch den Landammann und den Kleinen Rat des Kantons Aargau bestimmt, dass

die Taxe für einfache Briefe unter dem Gewicht von 3/8 Unzen in der 2ten Postdistanz (Entfernung > 5 Wegstunden) 4 Kreuzer betrug (als Wegstrecke wurde die kürzeste Postroute vom Aufgabe-Postbüro zum Abgabe-Postbüro bezeichnet, 1 Wegstunde = 4'800m).

Somit wäre im "Zähler" 4 die Taxe gemeint, mit dem "Nenner" 2 die zweite Postdistanz.

Quellen:

- Zeno Inderbitzin (2000); Die Stempel des Kantons Schwyz, Consilium Philateliae Helveticae
- ARGE Kanton Aargau (2012); Stempelwerk Kanton Aargau, Band XIII Schriftenreihe Schweizerische Postgeschichte, Verlag Grünewald, D-73525 Schwäbisch Gmünd


Gruss, Arrows
 
Pit Am: 06.02.2017 20:23:30 Gelesen: 41557# 28 @  
@ Arrows [#27]

Habe mal die Innenseite gescannt. Ich denke, daraus geht schon hervor, dass es sich Steinen in Baden handelt.

Gruss

PIT


 
wuerttemberger Am: 08.02.2017 09:29:11 Gelesen: 41507# 29 @  
@ Arrows [#27]

Hast Du ein Beispiel für die von Dir vorgeschlagene Interpretation?

Gruß

wuerttemberger
 
SH-Sammler Am: 27.05.2017 23:29:34 Gelesen: 58610# 30 @  
Liebe Freunde der Vorphilatelie Schweiz,

ich habe wieder mal einen "wilden" Beleg, den es zu entziffern gilt. Ich selbst bin schon ein Stück weit mit dem entziffern, es fehlt eigentlich nur noch 1 Wort sowie die Kontrolle meiner Interpretation des Porto's. Ich würde über Eure Hilfe mich freuen.

Hier mal der Beleg



Meine Beschreibung:

Nachnahmestreifband von Schaffhausen, 18. Oct. 1838 an das Wohllöbl. Bürgermeisteramt in xxxxxx, Amt Stühlingen, GHzt. Baden.

Wie heisst dieser Ort im Amt Stühlingen? Ich denke mal, dass es diesen Ort vor der Zahl 197 (so wie ich es entziffere) heute nicht mehr gibt, ich finde ihn auf keiner Karte.

Taxierung, Porto:

- Nachnahmebetrag 1 fl (Gulden) 4 Kreuzer (Schaffhauser Kreuzer)
- Nachnahmegebühr 4 Kreuzer, Zwischentotal 1 fl 8x, davon 2 Kreuzer Portoanteil an Schaffhausen.
- Bei der Abrechnung im Austauschbüro wurden die bisherigen Kosten abgestrichen, d.h. verrechnet und neu mit 1 fl 12x für Baden notiert.
- Badisches Porto: 4x (Kreuzer), Total 1 Gulden 16 Kreuzer.

Ich verstehe nicht ganz, wie oder warum das Porto von 1 fl 8x zu 1fl 12 Kreuzern aufaddiert wurden. Der badische Portoanteil von 4x kam nach dieser "Umrechnung" noch dazu.

Nun hoffe ich auf Eure Mithilfe und grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
jahlert Am: 28.05.2017 07:04:42 Gelesen: 58590# 31 @  
@ SH-Sammler [#30]

Hallo Hanspeter,

vielleicht ist der Anfangsbuchstabe der Amtsstube ein kreatives 'N' .. mein Tipp: Nimde(?)rn. Eine entsprechende Ortschaft finde ich allerdings nicht.
Ansonsten: http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Alphabet.htm

Gruß Jürgen
 
bayern klassisch Am: 28.05.2017 08:19:02 Gelesen: 58583# 32 @  
@ SH-Sammler [#30]

Hallo Hanspeter,

Riedern war der Zielort. Zu den Gebühren weiß ich nichts zu sagen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
SH-Sammler Am: 28.05.2017 11:27:33 Gelesen: 58562# 33 @  
@ bayern klassisch [#32]

Hallo Ralph, guten Tag,

Du bist gut, Riedern gibt es, ganz klar. Vielen Dank für Deine erneute Hilfe. Habe ich doch beim ersten Buchstaben auf ein B oder evtl. ein L getippt. Lied.. oder Bied, evtl. auch Bind.., bin in meiner Phantasie irgendwann bei Lindau angelangt. Aber Lindau im Amt Stühlingen? Gibt es nicht, so gut kenne ich mich aus, bin ja in der Nähe aufgewachsen. Da nützte mir auch die Sütterlin-Vorlage nicht mehr viel.

Wie ich sehe, geht es anderen Teilnehmern auch in etwa so wie mir. Deutsche Sprache, schwere Sprache. :-) Nochmals vielen Dank für Deine Hilfe. Dank auch an alle "Mitrater", welche sich ebenso ihre Gedanken gemacht haben.

Mit diesem und ähnlichen Briefen möchte ich ein Exponat über den Rayon Limitroph (Grenzbereich) aus/in den Kanton Schaffhausen aufziehen. Irgendwann stelle ich das Exponat dann ins Virtuelle Album zu den anderen Schaffhauser Belegen.

Hier ein weiteres Beispiel, ein Brief im Grenzbereich, jedoch noch vor der eigentlichen, vertraglich bestimmten Zeit des Rayon Limitroph.



Schaffhausen, 5. Jan. 1841 nach Erzingen (GHzt. Baden), Grenzort zum Kanton Schaffhausen

Nun wünsche ich Dir und allen Mitlesern einen schönen, herrlich sonnigen Sonntag

Liebe Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
bayern klassisch Am: 28.05.2017 13:21:22 Gelesen: 58543# 34 @  
@ SH-Sammler [#33]

Hallo Hanspeter,

ich helfe dir doch gerne und kann es ja auch nur bei alten Briefen, da ich von jungen nichts verstehe.

Das ist eine nette Sache, die du hier zeigst: Unten links lese ich "Zehntablössache".

Der Zehnte, heutige Menschen wissen gar nicht mehr, was das war, ist hier gut beschrieben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zehnt

Das Porto setzte sich wohl aus 4 Kreuzer für Schaffhausen und 2 Kr. für Baden zusammen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 28.05.2017 14:40:35 Gelesen: 58534# 35 @  
Brief aus Zürich vom 4. Juli 183(??) nach Aarau mit Verzögerungs-/Rechtfertigungsstempel "Nach Abgang der Post".

Es handelt sich um keine philatelistische Spielerei. Weiteres möchte ich nicht dazu schreiben.



hajo22
 
bayern klassisch Am: 21.06.2017 14:21:13 Gelesen: 58217# 36 @  
Liebe Freunde,



heute zeige ich einen Teilfrankobrief aus Bern vom 9.6.1848 via Zürich (10.6.) nach Gröden in Tirol (Post Klausen am 13.6.) an die Firma Purger. Der Absender notierte "Franco Grenze" und bezahlte, hinten zu sehen, 6 Kr. für Bern und 6 Kr. Transit für Zürich. Ab 1816 hatten dergleichen Briefe bis zur österreichischen Eingangsgrenze frankiert zu sein, da Österreich mit fremdem Porto belastete Briefe nicht annahme.

Über 30 Meilen ab der Grenze bei Bregenz setzte Österreich 12 Kr. Conventionsmünze vorne an, die Purger bezahlen musste.

Liebe Grüsse von bayern klassisch (dessen Familie im Mittelalter und der frühen Neuzeit aus Bern stammte)
 
SH-Sammler Am: 21.06.2017 20:54:46 Gelesen: 58198# 37 @  
@ bayern klassisch [#36]

Hallo Ralph,

schön, dass Du den Faden wieder aufgreifst und in diesem Thema etwas zeigst.

Hier ein Brief von Berlingen nach Beringen (bei Schaffhausen).



Berlingen ist ein kleines Dorf am Untersee / Bodensee, Kanton Thurgau. Der Brief lief über Schaffhausen nach Beringen, Kanton Schaffhausen. Distanz ca. 34 km. Taxierung: 2 Kreuzer, vom Empfänger zu bezahlen.

Rückseitig Leitstempel Schaffhausen. Bis Ende 1848 wurde das Postwesen in Schaffhausen durch Thurn und Taxis geführt.

Liebe Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 

Das Thema hat 112 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2   3 4 5 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.