Thema: Arbeitsgemeinschaften: Wie können Auflösungen verhindert werden ?
Detlev0405 Am: 29.12.2019 11:45:03 Gelesen: 7736# 28@  
@ Cantus [#26]

Hallo Ingo,

Du legst wunderbar den Finger in die Wunde - nein es müssen keine Sammlungen sein, die von Raritäten nur so strotzen und auf Weltausstellungen prämiert werden. Manchmal reicht es auch, sich mit alltäglichem zu beschäftigen, um das Interesse und die Aufmerksamkeit anderer zu wecken.

Ich habe mich der alltäglichen Bedarfsluftpost der Tschechoslowakei bis 1939 verschrieben, eigentlich vom Hören her ein Allerweltthema für viele. Und ein Thema, was mit kleinem Einkommen durchaus bestreitbar ist (bis auf ganz wenige Ausnahmen). Das schöne - ich muss nicht alles aufnehmen, weil ich keine Vollständigkeit anstreben muss. Im Gegensatz dazu die Sammlungen zu den Erstflügen, Zeppelinanschlussflügen oder Schleuderflügen bis 1939. Hier ist ein Zwang zur Vollständigkeit schon vorgegeben.

So konnte ich in lockerer Art und Weise mir ein Thema erschließen, das mittlerweile sehr spannend geworden ist. Dank Richards moralischer Unterstützung habe ich mich dann auch getraut, meine Gedanken zu den Belegen hier in einem Thread zu veröffentlichen.

Es war der Mut der ARGE Tschechoslowakei, mal neue Wege zu gehen. Ich bin kein Mitglied in einer nationalen Vereinigung von Sammlern noch Mitglied der ARGE (was ja nach den Satzungen eh nicht gehen würde). Und trotzdem haben sie meine Artikelserie und die der sich im Thread mit verewigten Mitglieder von Philaseiten zur Hand genommen, redaktionell bearbeitet (mit einem Topergebnis meiner Meinung nach) und in den Forschungsberichten der ARGE veröffentlicht (wird in mehreren Beiträgen erfolgen).

Und richtig Ingo - der Austausch mit anderen Sammlern belebt die eigene Aktivität und sogar die Ergebnisse der eigenen Erkenntnisse. So war in meinem jüngsten Beitrag [1] zu einem kleinen Brief aus Bolivien eine Reaktion meines Lehrers Wolfgang = saintex [2], in dessen Folge sich der unscheinbare Brief zu einer historischen Sensation entpuppte. Ein Brief der 1. Militärmission der Tschechoslowakei, abgesandt vom Chef der Mission General Placek. Das nenne ich Teamwork.

Ja die ARGE müssen wohl auch unkonventionelle Wege gehen, um die Aufmerksamkeit ihrer Mitglieder zu wecken. Auch bei der Themenwahl. So finde ich zum Beispiel keine Auskünfte über den Verbleib der rein tschechoslowakischen Stempel nach der deutschen Besetzung 1939 (deutsch - tschechoslowakische Stempel wurden oft/meist aptiert), besonders der Verbleib der Luftpoststempel.

Viele Grüße
Detlev

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11159&CP=3&F=1 [#159]
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11159&CP=3&F=1 [#160]
 
Quelle: www.philaseiten.de
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