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Thema: Vorphilatelie Bayern: Postscheine mit Besonderheiten
Das Thema hat 94 Beiträge:
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Gernesammler Am: 22.06.2025 13:18:05 Gelesen: 8701# 70 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postaufgabeschein vom 21.1.1904 aus Grossmannsdorf bei Hofheim, spediert an das Herzogliche Amt Hildburghausen in Sachsen-Coburg.

Der Schein war für einen Gegenstand (bei der Abkürzung könnte ich Hilfe gebrauchen) im Wert von 7 Mark und 7 Pfennig, dazu kamen 20 Pfennig Gebühren.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel von GROSSMANNSDORF b.Hofheim, im Helbig ist dieser nicht verzeichnet und im Nachtrag von Holzmayr ist der Stempel GROSSMANNSDORF b.Hofheim Uf. abgebildet, somit sollte dies ein neuer Stempel sein.

Der Postschein ist im Handbuch von Max Joel als Nr.63 registriert.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 14.07.2025 20:13:47 Gelesen: 8285# 71 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Aufnahme Schein der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen vom 6.4.1900 aus Vilshofen, dieser galt nicht als Frachtbrief oder Ladeschein.

Der Schein war für 2 Kisten mit Gewicht von 75 Kilogramm, diese waren für Herrn Stangl in Spiegelau.

Für den Schein mussten 67 Pfennig bezahlt werden, diese setzen sich aus 50 Pfennig Frankatur, 10 Pfennig Scheingebühr, 3 Pfennig Wägegeld und 4 Pfennig Ladegebühr und Krangeld zusammen.

Gestempelt wurde mit dem Zweizeiler der K.G.E. Vilshofen, links oben ist noch ein gut erhaltenes Prägesiegel der Bayerischen Staatseisenbahnen.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 14.07.2025 20:37:35 Gelesen: 8282# 72 @  
@ Gernesammler [#71]

Hallo Rainer,

ich mag diese Scheine mit ihren nicht häufigen Stempeln sehr. Wenn man sich die Auflistung der Gebühren und Kosten so ansieht, konnte das mal schnell ins Geld gehen.

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 28.07.2025 15:33:29 Gelesen: 7795# 73 @  
Hallo Sammlerfreunde,

vielleicht kein direkter Postschein, aber da dieser mit der Expedition der bayerischen Zeitung zu tun hatte, platziere ich diesen mal hier.

Es ist ein Schein aus München vom 24.9.1809 für das Königl. ... bayerische Oberamt ... Stutgardt.

Beliebe für 1 mahlige Einrückung der Einberufung ... Militär... zu geben oder franko zu senden 2 Gulden 48 Kreuzer.

Laut Beylage des Münchner Anzeigers No. der Münchener Staatszeitung No.239.

Expedition des königlichen baierischen privelegierten Staatszeitungs-Comtoirs zu München.

Empfangen Thüburns Erben

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 28.07.2025 20:19:33 Gelesen: 7770# 74 @  
@ Gernesammler [#73]

Hallo Rainer,

ein Postschein ist eine Quittung durch die Post - also ist das hier auch ein Postschein, denn der Vertrieb von Zeitungen war in Bayern auch durch die Post üblich.

Es ist ein Schein aus München vom 24.9. 1807 für das Königlich württembergische Oberamt Murrhart bey Stutgardt.

Beliebe für 1 mahlige Einrückung der Einberufung abwesender Militärpflichtiger zu geben oder franko zu senden 2 Gulden 48 Kreuzer.

Schönes Stück, Glückwunsch!

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 28.07.2025 22:19:15 Gelesen: 7757# 75 @  
@ bayern klassisch [#74]

Hallo Ralph,

Danke für die Infos zu dem Schein, den fand ich so interessant da ich so etwas noch nicht gesehen habe.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 29.07.2025 07:23:16 Gelesen: 7739# 76 @  
@ Gernesammler [#75]

Hallo Rainer,

die sind nicht sooo häufig, aber ab und an bekommt man sie mal zu Gesicht. Auf jeden Fall gehören sie zur Kommunikationsgeschichte = Postgeschichte dazu und einen besseren aus dem noch jungen Königreich Bayern (ab 1.1.1806) wird man kaum finden. Und wenn du jetzt noch dazu die damalige Zeitung findest, bist du der King!

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 25.08.2025 19:45:11 Gelesen: 7189# 77 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Postschein über ein Paquet unter der Aufschrift an den K.K ... Freiherrn .. von Salburg mit Sieben und fünfzig Tausend sieben hundert Neunzig zwey Gulden nach Aschaffenburg.

Der Schein ist vom 17.2.1829 aus Emskirchen unterzeichnet vom Posthalter / Expeditor Eckart.

Für das Paket war die stolze Summe von 69 Gulden 16 Kreuzer zu zahlen, dazu kamen noch 6 Kreuzer Scheingebühr.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 25.08.2025 20:43:59 Gelesen: 7185# 78 @  
@ Gernesammler [#77]

Hallo Rainer,

wow, was für ein Betrag!

Ich lese: Herrn Kammer Freyherrn Karl v. Dalberg in Aschaffenburg.

Unten 4 Kreuzer für den Postschein und 2 Kr. für die Versiegelung.

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 25.08.2025 20:58:38 Gelesen: 7180# 79 @  
@ bayern klassisch [#78]

Hallo Ralph,

Danke erst einmal, jetzt wäre noch toll zu wissen wofür diese riesige Summe war. Damit konntest Du um diese Zeit einen ganzen Ort kaufen.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 25.08.2025 21:06:25 Gelesen: 7176# 80 @  
@ Gernesammler [#79]

Hallo Rainer,

fast 58.000 Gulden muss man relativieren. Ein Briefträger hat damals 200 Gulden im Jahr (!!) verdient. Heute vlt. 24.000 Euro.

Das wären dann 290 Jahresgehälter eines Briefträgers, bzw. knapp 7.000.000 Euro.

Was man dafür kaufen konnte? Ich denke eine sehr, sehr repräsentative Immobilie, einen großen Wald, oder er hat (s)ein Konto aufgelöst (eher unwahrscheinlich). Jedenfalls habe ich einen höheren Wert noch nie auf einem Wertbriefpostschein gesehen. Da wäre mir als Postler auf der Kutsche mulmig geworden mit der Kohle unterm Hintern ... :-)

LG,
Ralph
 
volkimal Am: 25.08.2025 21:07:04 Gelesen: 7175# 81 @  
Hallo zusammen,

ein Posteinlieferungsschein für eine Postanweisung von 12 Mark und 18 Pfg. vom gemeinsamen Postamt von Limbach und Altstadt:





Das Formular stammt entsprechend des Druckvermerks aus dem Jahr 1912. Der Stempel ist vom 9. Mai. Mein Problem ist, dass die Jahreszahl im Stempel nicht eindeutig lesbar ist. Was meint ihr, von wann wurde der Stempel abgeschlagen? Die hintere Ziffer ist eine 3 oder 8. Aber was steht davor?

Viele Grüße
Volkmar
 
bayern klassisch Am: 25.08.2025 21:22:40 Gelesen: 7167# 82 @  
@ volkimal [#81]

Hallo Volker,

kann eigentlich nur 1913 sein - ist ein seltener Stempel. Laut Dr. Helbig wurde die Expedition am 1.7.1895 eröffnet.

LG,
Ralph
 
epem7081 Am: 26.09.2025 15:31:53 Gelesen: 6427# 83 @  
Hallo zusammen,

aus meinem lokalen Fundus ein Postschein vom 29. Nov. 1856 aus Nördlingen. Die Königl. Bayer. Expedition fahrender Posten bestätigt die Übernahme eines Brf. an Gebhard in Augsburg. Der Werth wird mit zwanzig vier Gulden angegeben. Mit dem Franco von 8 kr. und der Scheingebühr von 3 kr. waren für die Beförderung 11 kr. zu entrichten. Die rückseitigen "Erinnerungen" machen auf die gegebenenfalls erforderlichen Maßgaben zur Meldung möglicher Ansprüche deutlich.



Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
bayern klassisch Am: 26.09.2025 19:25:27 Gelesen: 6412# 84 @  
@ epem7081 [#83]

... der Schein trügt, er ist vom 22. November. Sonst alles fein beschrieben.

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 29.10.2025 19:28:41 Gelesen: 5778# 85 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Schein für die Bestätigung des Empfangs eines Einschreibens vom 9.4.1908 aus Saalfeld an der Saale, spediert an Leopold Gross, dieser bestätigte bei Eintreffen des Einschreibens den Schein.

Der Schein trägt die Nr.6 und es wurde auch die Manualnummer 677 des Briefes notiert.

Gestempelt wurde mit Einkreisstempel von RENTWEINSDORF (Helbig 30b) verwendet bisher 1911-20, jetzt neues Frühdatum 1908.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 06.11.2025 19:42:13 Gelesen: 5593# 86 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Aufgabe Schein über eine Postanweisung vom 20.4.1886 innerhalb von Bad Kissingen über eine Summe von 1 Mark und 92 Pfennig, der Beamte Mayer hatte diesen Schein ausgefüllt.

Gestempelt wurde mit L1 Einzeiler BAD KISSINGEN I., wenn jemand eine Info zu diesem Stempel hat, wäre ich dankbar, sowie auf der Rückseite mit dem Einkreisstempel BAD KISSINGENI. (Helbig 21b) verwendet 1883-86.

Laut Handbuch von Max Joel gab die Post ab 1880 bayerische Formulare im Kleinformat aus, ab 1881 wieder mit der Bezeichnung M für Mark und Pf für Pfennig, der Schein hat die Nr.695.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 06.11.2025 19:49:31 Gelesen: 5589# 87 @  
@ Gernesammler [#86]

Hallo Rainer,

der Empfänger wohnte in München (?), aber ausgestellt wurde er in Nordst ???n?

Leider kann ich die Schrift kaum entziffern - vlt. stellst du den wunderschönen Schein auch in einen anderen Thread ein, wo Lesekundige unterwegs sind.

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 06.11.2025 20:59:47 Gelesen: 5580# 88 @  
@ bayern klassisch [#87]

Hallo Ralph,

Werde ich machen, aber wieso hat der Schein hinten dann auch einen Stempel von Bad Kissingen, habe ich so noch nicht gesehen.

Gruß Rainer
 
chris63 Am: 06.11.2025 21:28:55 Gelesen: 5571# 89 @  
@ Gernesammler [#88]

Hallo Rainer,

General Agenturen wird es in München mehrere gegeben haben, statt dem Aufgabeort wurde präzisiert Nordstern (Versicherung).

Erklärt vielleicht auch den Formularstempel als Aufgabeort darunter.

grüsse christof
 
Gernesammler Am: 07.11.2025 05:35:26 Gelesen: 5553# 90 @  
@ chris63 [#89]

Hallo Christof,

danke für die Erklärung, dann haben wir auch gleich die Frage von Ralph geklärt.

Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 09.11.2025 17:30:06 Gelesen: 5501# 91 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Aufgabe-Schein zu einer Postanweisung vom 20.10.1869 aus Regen über 20 Gulden, gerichtet an Herrn Vogl in ??.

Der Schein ist im Handbuch von Max Joel die Nr.1, bei einigen Scheinen beschreibt Herr Joel das unten die Kenn Nummer fehlt so wie bei diesem Schein.

Der Schein wurde handschriftlich ausgestellt aber keine Scheinnummer vermerkt.

Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von Regen (Winkler 12a) verwendet 1864-70.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 09.11.2025 17:46:46 Gelesen: 5498# 92 @  
@ Gernesammler [#91]

Hallo Rainer,

Herr Vogl wohnte in Passau. Einen Schein ohne Nummer habe ich noch nie gesehen, klasse!

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 09.11.2025 19:10:02 Gelesen: 5481# 93 @  
@ bayern klassisch [#92]

Hallo Ralph,

Danke für den Ortsnamen, das Gekritzel konnte ich nicht entziffern.

Einen Schein ohne Nummer hatte ich vorher auch noch nicht, die Nummer war ja eigentlich Pflicht denke ich.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 09.11.2025 20:32:53 Gelesen: 5467# 94 @  
@ Gernesammler [#93]

Hallo Rainer,

die Vergabe der Nummer war das Wichtigste überhaupt (neben der Unterschrift). Ich habe sicher 10.000 Postscheine in der Hand gehabt, aber an einen ohne Nummer erinnere ich mich nicht.

LG,
Ralph
 

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