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Thema: Österreich Belege: Mischfrankaturen der klassischen Ausgaben 1850-1867
Das Thema hat 62 Beiträge:
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bignell Am: 02.02.2019 18:17:40 Gelesen: 2062# 38 @  
@ henrique [#37]

Hallo Heinz,

es ist wie überall, Katalogwert ist nicht Handelswert, Handelswert hängt sehr stark von Erhaltung und Seltenheit ab. Wobei eine Dreifarben-Buntfrankatur schon recht selten ist bei den klassischen Ausgaben von Österreich.

Lg, harald
 
bignell Am: 03.02.2019 13:48:45 Gelesen: 2036# 39 @  
Liebe Freunde,

hier dieselbe Kombination wie unter [32], jedoch in anderer Verwendung:



1864 10 KR 1863 + 15 KR 1864 von Wien nach Durham / GB, mit 25 KR korrekt frankiert, Wien 14.3.1864 - Coeln/Verviers 16.3. - London 17.3. - Durham 17.3.

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 03.02.2019 14:39:56 Gelesen: 2030# 40 @  
@ bignell [#39]

Sehr hübscher Brief, Harald, was du so alles für Rosinchen hast. :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 03.02.2019 15:41:52 Gelesen: 2021# 41 @  
Hallo Ralph,

freut mich immer wenn ein Stück gefällt. Wobei Dir das nächste auch zusagen sollte:



5-Kreuzer-Ganzsache von 1867 mit Zusatzfrankatur 10 KR 1864 von Prag 18.7. nach Frankfurt/Main 19.7. mit Vermerk "Post restanto" (postlagernd)

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 03.02.2019 15:51:53 Gelesen: 2017# 42 @  
@ bignell [#41]

Hallo Harald,

der Nachname sagt mir etwas und poste restante ist ja mein Lieblings - Postsonderdienst, von daher hast du mich bei dem Brief ganz im Boot. :-)

Vielen Dank fürs Zeigen dieser Rosine und liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 04.02.2019 21:16:52 Gelesen: 1936# 43 @  
Liebe Freunde,

hier eine Kombination 3 KR 1864 + 2 KR 1867:



Eisenbrod (Železný Brod) 5.6. - Prag 4.6.1868, rückseitig Durchgangsstempel "TURNOV | ? JUN | TURNAU"

Da ich nicht glaube, dass der Beleg in der Zeit zurückgelaufen ist (oder 364 Tage gelaufen ist), dürfte einer der Stempel falsch eingestellt gewesen sein - da der Tag am Turnov-Stempel unleserlich ist, leider nicht mehr feststellbar welcher.

Lg, harald
 
bignell Am: 06.02.2019 22:25:59 Gelesen: 1879# 44 @  
Liebe Freunde,

hier ein Beleg, der wirklich in der Zeit zurückgelaufen ist:



Am 2.9.1865 in Scio-Cesme abgesandt und in Syros am 23.8.1865 angekommen. Das liegt natürlich an der Verwendung des julianischen Kalenders in Griechenland. Der 23.8.1865 julianisch entspricht dem 4.9.1865 gregorianisch, übrigens ein Montag.

Die Frankatur von 10 Soldi deckte den griechischen Anteil nicht ab, das Gesamtfranco ist rechts oben mit 60 Lepta angegeben, die 10 Soldi deckten davon 40 Lepta ab, somit blieben 20 Lepta übrig, für die ein Hermeskopf verklebt und beim Empfänger eingehoben wurde.

Der Brief wurde zur Desinfektion mit zwei Rastelschlitzen und einigen Rastellöchern versehen und geräuchert.

Lg, harald
 
bignell Am: 16.02.2019 22:24:45 Gelesen: 1689# 45 @  
Liebe Freunde,

dieses nette Briefchen hat vor kurzem den Weg zu mir gefunden:



Triest 16.12.1863 - Pontelagoscuro 17.12. - Ferrara 18.12., frankiert mit 2x3 KR 1861 + 10 KR 1863, leider ohne Inhalt

Lg, harald
 
bignell Am: 18.02.2019 22:43:34 Gelesen: 1611# 46 @  
Liebe Freunde,

selten anzutreffen sind Mischfrankaturen gleicher Wertstufen.



Mischfrankatur 5 Soldi 1864 + 5 Soldi 1863 (leider durch einen Registerbug getroffen) Venezia 24.10.1864 - Mantova 25.10.1864 mit Distribuzione 1 - Stempel

Lg, harald
 
bignell Am: 24.02.2019 15:06:56 Gelesen: 1492# 47 @  
Liebe Freunde,

hierbei handelt es sich "nur" um eine Pseudomischfrankatur:



Die 2 Kreuzer-Marke von 1861 wurde als Zeitungsfranko verwendet, die 15 Kreuzer Stempelmarke wurde später hinzugefügt, deshalb geht der Poststempel nur über die Freimarke, der Gerichtsstempel über beide Marken.

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 24.02.2019 15:33:12 Gelesen: 1486# 48 @  
@ bignell [#47]

Lieber Harald,

na wenn das kein "eye-catcher" ist, dann weiß ich es auch nicht mehr. Wundervoll - ach, liefe doch solch eine Bombe nur mal nach Bayern, dann stünde ich sofort auf der Käuferseite.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 24.02.2019 17:17:44 Gelesen: 1468# 49 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief von Königswald (Böhmen) nach Linz. Aufgabestempel Königswald am 6.3.1860. Durchgangsstempel Bodenbach (Böhmen) 6.3. Durchgangstempel Wien 7.3. Ankunftsstempel Linz 7.3. Frankatur 10 + 5 Kreuzer.

Bitte um eine Bewertung dieses Briefes. War das Porto von 15 Kreuzer korrekt? Wie hoch ist der Katalogwert dieses Briefes?





Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 24.02.2019 17:22:59 Gelesen: 1465# 50 @  
@ Franz88 [#49]

Hallo Franz,

15 Neukreuzer = bis 1 Loth über 20 Meilen innerösterreichisch, also korrekt frankiert. 1 Postmeile war ca. 7.5 km.

Du kannst dir ausrechnen, ob 5 Neukreuzer bis 10, 10 Neukreuzer bis 20 und 15 Neukreuzer über 20 Meilen passen, wenn du hier die Aufgabe- und Abgabepost eingibst:

https://www.luftlinie.org/

Wert? Ich schätze 20 bis 30 Euro, aber andere kennen sich sicher besser damit aus.

Schöner Brief!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 24.02.2019 17:32:08 Gelesen: 1463# 51 @  
@ Franz88 [#49]

Hallo Franz,

Franko korrekt. Katalogwert für die Buntfrankatur 1858 5+10 Kronen Type II ist 75 €, dafür kriegt man kaum mehr als 10 Euro. Etwas besonderes ist der ideal abgeschlagene Stempel Königswald (Müller 1323a, 30 Punkte), für den sind noch mal 20 € extra drin, denke ich. Unten links scheint eine Signatur von Rismondo zu sein.

Lg, harald
 
briefmarkenwirbler24 Am: 24.02.2019 18:07:03 Gelesen: 1452# 52 @  
@ bignell [#47]
@ bayern klassisch [#48]

Hallo Harald,

ich schließe mich Ralph voll und ganz an, toller Beleg, besonders in der Erhaltung!

Bitte mehr davon.

LG

Kevin
 
Franz88 Am: 24.02.2019 19:25:13 Gelesen: 1439# 53 @  
@ bayern klassisch [#50]

Hallo Ralph,

herzlichen Dank für Deine Info. Ein Super Link. Danke.

Liebe Grüße
Franz

@ bignell [#51]

Hallo Harald,

vielen Dank für Deine Antwort. Mit der Signatur von Rismondo hast du recht.

Liebe Grüße
Franz
 
bignell Am: 24.02.2019 19:47:47 Gelesen: 1437# 54 @  
Liebe Freunde,

dieser Beleg hier erscheint ziemlich seltsam:



Was sehen wir hier? Einen selbstgebastelten Umschlag mit vorderseitig einer 2-Kreuzermarke Ausgabe 1863 und rückseitig der Hälfte einer 3-Kreuzermarke der Ausgabe 1861. Ausserdem einen Vermerk "Recom Recepis" (Rekommandiert + Rückschein). Der RECOM-Stempel weist darauf hin, dass die Aufgabe rekommandiert erfolgte. Der Brief lief von Retsag nach Oroszi, wenn ich die Adresse recht deute, Luftlinie ca 155 km, somit über 20 Meilen.

Die 2-Kreuzer-Frankatur weist auf eine Drucksache hin, allerdings sind mir noch keine rekommandierten Drucksachen untergekommen.

Das Franco war bei Rekommandation komplett zu entrichten und würde somit 2 Kreuzer Franco + 10 Kreuzer Rekommandation + 10 Kreuzer Rückschein betragen, sollte es sich nicht um eine Drucksache gehandelt haben 15+10+10 Kreuzer. Der Rückschein wurde oft mit den Marken am Brief befestigt, welche somit auf dem Rückschein verblieben sind, kann nur vermutet werden, es müssten aber zumindest zwei weitere Marken gewesen sein, und das wäre ungewöhnlich.

Lg, harald
 
bignell Am: 29.04.2019 20:54:37 Gelesen: 1031# 55 @  
Liebe Freunde,

folgende Neuerwerbung kann eine Geschichte erzählen:



Was sehen wir hier? Einen Brief von Russenau (Rosenau, Râșnov) nach Ossegg (Osek) mit Typenmischfrankatur: 2 Kreuzer Type II + 3 Kreuzer Type Ia + 10 Kreuzer Type II.

Adresse:
An
Herrn Herrn Franz Neuber
Buchbinder
in
Ossegg
in Böhmen
Post ?Ostrau? Prag Teplitz

Bei einer so genauen Angabe sollte eigentlich nichts schiefgehen, oder?



Laufweg anhand der Stempel:
KRONSTADT | 18 | 6 (Brașov)
HERMANNSTADT | 19 | 6 (Sibiu)
TEMESVAR | 21 | 6 (Timișoara)
ESSEGG | 23 | 6 (Osijek)
PESTH | 25 | 6 (Budapest)
TEPLITZ | 26 | 6 (Teplice)
OSSEGG | 27 | 6 (Osek)

Offensichtlich wurde Essegg statt Ossegg gelesen und der Laufweg ignoriert, sodass der Brief bis ins heutige Kroatien lief, bis der Irrtum erkannt und der Brief ans nördliche Ende des heutigen Tschechien weitergeleitet wurde.

Lg, harald
 
bignell Am: 15.05.2019 20:59:46 Gelesen: 879# 56 @  
Liebe Freunde,

Brief von 1874 von der Weißgerberlände in Wien nach Venedig, freigemacht mit 2x5 Kreuzer und einer 15 KR Stempelmarke. Diese wurde nicht anerkannt und der Brief deshalb mit 15 KR (5 KR fehlendes Franco + 10 KR Nachtax) bzw 35 Centesimi beschwert, dargestellt durch Segnatasse zu 5+30 Centesimi, die vom Empfänger zu bezahlen waren. Somit Freimarke AT + Stempelmarke AT + Portomarke IT. Zusätzlich Vermerk Ferma in posta (postlagernd).



Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 16.05.2019 18:12:46 Gelesen: 851# 57 @  
@ bignell [#55]

Hallo Harald,

tolle Briefe zeigst du da - genau mein Geschmack. Klasse!

Liebe Grüsse und danke fürs Zeigen,
Ralph
 
bignell Am: 16.05.2019 21:20:27 Gelesen: 820# 58 @  
@ bayern klassisch [#57]

Hallo Ralph,

freut mich wenn Dir die Briefe gefallen. Wobei "ferma" bei Dir ja eine Bank ist. Deshalb hab ich noch einen:



Mischfrankatur 2x3 KR 1863 (eine rechts oben beschädigt) + 10 KR 1864. Brief aus 1864 Fuccine in Tirol (Müller 736a, 60 bzw 35 Müller-Punkte) nach Genova in Sardegna mit "ferma in ?agliere". Das einzige italienisch Wort, das ich gefunden habe, ist tagliere (Schneidbrett) - aber Sinn kann ich keinen darin ausmachen.

Lg, harald
 
marlborobert Am: 16.05.2019 21:58:28 Gelesen: 803# 59 @  
Eventuell heißt es über Genua, also per Schiffspost nach Sardinien, dort postlagernd in Cagliari?

Denn den Stempeln nach war der Brief am 8. September in Genova und 3 Tage später, also am 11. September in Cagliari. Das würde wahrscheinlich mit Schiffspost passen.
 
bignell Am: 16.05.2019 22:05:54 Gelesen: 799# 60 @  
@ marlborobert [#59]

Hallo marlborobert,

da hast Du vollkommen recht und ich hatte wieder mal Scheuklappen auf den Augen, natürlich Cagliere = Cagliari.

Vielen Dank, harald
 
bignell Am: 23.05.2019 08:54:47 Gelesen: 701# 61 @  
Liebe Freunde,

eine drei-Ausgaben-Frankatur habe ich in Beitrag [#12] gezeigt. Hier ein Fragment der Ausgaben für Venetien vom 26.2.1864 aus Polesella (zwischen Rovigo und Ferrara gelegen):



Es dürfte sich um einen doppeltschweren Brief gehandelt haben aufgrund der vorderseitigen Frankatur von 20 Soldi (2x10 Soldi, 4x5 Soldi wäre natürlich auch möglich). Die rückseitige 10 Soldi deckt den Reco-Betrag ab.

Versuch der Attest-Übersetzung:

Ich untersuchte den Brief, der per Einschreiben aus Polesella mit den drei Briefmarken von Lombardo-Venetien verschickt wurde: 1859, 15 Soldi, blau, Typ II, 1862, 10 Soldi, ziegelbraun (auf der Rückseite verwendet), 1863, Zähnung 14, 5 Soldi, rosa (Kat. Sassone, Nr. 32, 34, 38). Eine fotografische Reproduktion wird hier angehängt. Meiner Meinung nach ist das beschriebene Stück - mit seiner seltenen "dreifarbigen" Frankatur, die aus Exemplaren von drei verschiedenen Ausgaben besteht, original und die Briefmarken sind perfekt: Ich habe es mit "E.Diena" signiert.

Lg, harald
 
bignell Am: 20.06.2019 17:33:41 Gelesen: 363# 62 @  
Liebe Freunde,

eine ähnliche Mischfrankatur wie sie Auction Galleries Hamburg (vorm. Schwanke) anbietet [1] habe ich auch, interessanterweise ebenso aus Rovigo, die Schrift ist aber eine andere, somit dürfte es nicht derselbe Absender sein:



3 Soldi grün Ausgabe 1858 + 2 Soldi Ausgabe 1863 vermutlich 9.4.1864 von Rovigo nach Crespino. Die 2 Soldi zeigt eine starke Verzahnung.

Lg, harald

[1] https://www.philasearch.com/de/i_9255_73989/4770_sterreich_Lombardei_Venetien/9255-A13-1832.html?breadcrumbId=1561044364.5017&row_nr=14
 

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