Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (7) Versandart Phonopost
padibo Am: 29.04.2019 20:53:37 Gelesen: 1641# 1 @  
Hier ein Beleg zum Wonnemonat Mai.



Viele Grüße und eine sonnige philatelistische Mai-Tour z.B. nach Essen zur Briefmarken-Messe.
 
StefanM Am: 30.04.2019 10:01:18 Gelesen: 1605# 2 @  
@ padibo

Was bedeutet "Phonopost" auf dem Beleg nach Japan?

Tolle Belege!

Stefan
 
Frankenjogger Am: 30.04.2019 10:38:22 Gelesen: 1597# 3 @  
Hallo Stefan,

Werner Steven schreibt in seinem Postbuch:

Auf Grund der beim Weltpostkongreß in Wien (1964) beschlossenen Verträge des Weltpostvereins ist im Auslandspostdienst der DBP vom 01.01.66 die Phonopst eingeführt worden. Unter der Sendungsart "Phonopost" können versandt werden: Platten, Bänder, Drähte oder ähnliche Träger für Tonaufnahmen mit oder ohne Tonaufzeichnung.
Die Gebühr beträgt je 50g 30 Pf; das Höchstgewicht ist auf 1.000g festgesetzt.
Durch den Weltpostkongreß von Tokio wurde die Sendungsart wieder aufgehoben. Seit 01.071971 gibt es daher im Auslandsdienst keine Phonopost mehr.


Demnach wog der Brief von padibo zwischen 301 g und 350 g.

Mir stellt sich da die Frage: Was sind Drähte in Bezug auf Tonaufzeichnungen?

Viele Grüße, Klemens
 
jmh67 Am: 30.04.2019 10:57:09 Gelesen: 1592# 4 @  
@ Frankenjogger [#3]

Es gab mal eine Technik, Töne auf magnetisierbaren Stahldrähten ähnlich wie beim Tonband aufzuzeichnen. Stichwort: Telegrafon oder Drahttongerät. Ist aber quasi ausgestorben wegen verschiedener Nachteile. Die Magnetisierung hat nicht lange gehalten und hat sich im aufgerollten Draht von einer Lage auf die andere übertragen, und das Abspielen der Drähte mit hoher Geschwindigkeit hat die mechanischen Teile der Geräte stark beansprucht.

-jmh
 
StefanM Am: 30.04.2019 11:37:36 Gelesen: 1580# 5 @  
@ Frankenjogger [#3]
@ jmh67 [#4]

Wow! Also wirklich ein ganz außergewöhnlicher Beleg!

Ich habe mal gesucht nach "Phonopost" mit dürftigem Ergebnis:
eBay: nichts
delcampe: Argentinische Marken zu dieser Versendungsart!



Philaseiten: Erwähnung in einem Beitrag [1]

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=29493#M93

Stefan
 
Frankenjogger Am: 30.04.2019 12:18:59 Gelesen: 1569# 6 @  
Hallo Stefan,

ja, ich denke Phonopost ist selten, und auch Auktionsware. 2017 ist bei Schlegel ein ähnlicher Beleg für 72 € zugeschlagen worden, sprich er kostete knapp 100 €.

Der Link hier bei Philaseiten führt allerdings nicht zu einem Beleg der Phonopost. Es wurde zwar ein Tonträger (Schallplatte) verschickt, aber eben als Warensendung, denn ich meine die Versendungsart Phonoost gabe es zur Heuss-Zeit nicht.

Viele Grüße,
Klemens

[Beiträge [#1] bis [#6] redaktionell kopiert oder verschoben aus dem Thema "Berlin Dauerserie Deutsche Bauwerke"]
 
phono Am: 09.02.2020 19:37:59 Gelesen: 936# 7 @  
Hallo,

ich habe 2 Phonopost Belege (Berlin):

- 1969 : 2.6 DM, Phonopost : 60 pf (2 x 30 pf > 51 bis 100 g)+ Luftpost nach Japan : 2 DM (4 x 50 pf > 61 bis 80 g)

- 5/7/1971 : 2.1 DM ; Seit 01.07.1971 gibt es daher im Auslandsdienst keine Phonopost mehr. Ich verstehe nicht dieses Postgebuhr !

Viele Grüsse.
Jean


 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.