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Thema: Streifband, Streifbandzeitung in der Bundesrepublik
epem7081 Am: 19.07.2019 22:52:59 Gelesen: 455# 1 @  
Das Thema Streifband wird im Forum bisher unter jeweils speziellen Aspekten behandelt. Neben den länderspezifischen Darstellungen sind es etliche zeitlich eingegrenzte Threads wie z.B. "Die ersten Jahre des Streifbandes bzw. Kreuzbandes als Ganzsache" oder zur neuesten Entwicklung über das Internet: "Streifbandmarken".

Bei mir haben sich etliche Belege aus den zurückliegenden Jahrzehnten erhalten die am ehesten in einem neuen Thread eingebracht, zur Diskussion gestellt werden und zur Erweiterung ermuntern sollen. Mir erscheint es als ein variantenreiches Thema.

Da ich (noch) kein Portoexperte bin, muß ich die Beurteilung über die portogerechte Frankatur den Fachleuten im Forum überlassen. Offen bleiben muß vielfach auch die Frage nach dem im Einzelfall verschickten Zeitungsexemplar oder Druckerzeugnis.

Zum Einstieg drei beispielhafte Belege.

Mit einem vergleichsweise dick gepolsterten Umschlag wurde am 4.2.1976 von der Buchhandlung bücher/henne in 708 AALEN. WÜRTT 1 eine Sendung nach 7081 Kirchheim (am Ries) auf den Weg gebracht, die mit dem handschriftlichen Vermerk „Streifband“ eine entsprechende Portobegünstigung beanspruchen konnte.



Im Absenderfreistempel aus 7107 NECKARSULM 1 vom 5.3.1991 findet sich im Zusatzfeld der zweisprachige Hinweis: Streifbandzeitung / Imprimés à taxe réduit. Interessant ist hierbei insbesondere die französische Version. Mit der Kennzeichnung Drucksache zu ermäßigter Gebühr sind innerdeutsch Presseerzeugnisse verschickt worden ohne den speziellen Begriff Streifband zu tragen.



Dies wird im nächsten Beleg dokumentiert, der am 26.2.1959 von (16) WIESBADEN 1 seinen Weg nach 21a) Hauenhorst b. Rheine nahm und den Stempel: Drucksache zu ermäßigter Gebühr trägt. Dass es sich hierbei um eine offene Versandform handelt, läßt sich am Loch für die seinerzeit verwendete Musterbeutelklammer erkennen.



Wer ist gespannt auf die „Fundstücke“ weiterer Sammler - natürlich
Edwin
 
epem7081 Am: 28.07.2019 22:51:51 Gelesen: 378# 2 @  
Hallo zusammen,

heute kann ich zwei Streifbandvarianten einer Zeitung einbringen. Es handelt sich beim Katholischen Sonntagsblatt um die Kirchenzeitung der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Üblicherweise kommt diese Wochenzeitung im Abo durch Austräger in die Haushalte resp. Briefkästen. Bei diesen Ausgaben findet sich auch keine Kennziffer für das Postvertriebsstück (PVSt) auf der Zeitung. Da auch ein Postbezug möglich ist, sollte die entsprechende Kennzeichnung wohl in der Anschrift untergebracht sein.

Bei diesen beiden Streifbandvarianten handelt es sich um eine Nachlieferung bzw. um ein Belegexemplar. Die Versandart Streifband wird in beiden Fällen im Frankitstempel mit unterschiedlichen Gewichtsbereich angegeben. Zusätzlich ist jeweils über der Adresse der Hinweis Streifband eingedruckt bzw. aufgestempelt.



Der Beleg vom 25.09.2013 ist der klassische Fall des Streifbandes, wird doch das versendete Zeitungsexemplar von einer breiten Banderole umschlossen. Hier könnte die Kennung E 4091 eventuell auch die PVSt bedeuten.



Beim Beleg vom 13.06.2017 wurde die Zeitung in einem geschlossenen Umschlag verschickt. Hier ist mit einem Handstempel die Versandart Streifband aufgebracht.

Allzeit aufschlußreiche Lektüre unter Streifband wünscht Euch
Edwin
 
epem7081 Am: 31.07.2019 23:14:35 Gelesen: 318# 3 @  
Hallo zusammen,

hier eine ganz aktuelle Nachlieferung unserer Tageszeitung Ipf- und Jagst-Zeitung aus Ellwangen vom 30.07.2019 unter Streifband.

Typisch die Banderole mit dem Frankitstempel, der die Versandart "STREIFBAND 101g bis 250g" ausweist. Übergroß prangt der Hinweis "Streifbandzeitung" oberhalb der Adresse.



Wenige Tage zuvor wurde ein ebenfalls nachgefordertes Zeitungsexemplar mit der Privatpost Ostalb Mail [1], ebenfalls per Streifband zugesandt.

Gute Nacht wünscht
Edwin

[1] Moderne Privatpost: Ostalb Mail
 
epem7081 Am: 14.08.2019 13:23:53 Gelesen: 237# 4 @  
Hallo zusammen,

hier eine Zeitungsdrucksache (Streifband) von 1946. Das exakte Datum läßt sich auf dem dunklen Untergrund nicht genau feststellen. Vielleicht für diese Thread sowieso zu früh?



Zwischen der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 und dem Neubeginn als Bundesrepublik Deutschland (24.5.1949) bzw. Deutsche Demokratische Republik (7.10.1949) war die Rechtslage Deutschlands ein intensiv diskutiertes Thema. [1]

Gibt's bei anderen Forumsteilnehmern noch weitere Sreifbänder fragt
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtslage_Deutschlands_nach_1945
 
epem7081 Am: 15.08.2019 23:53:06 Gelesen: 177# 5 @  
Hallo zusammen,

noch einmal in Ergänzung zu [#2] das Katholische Sonntagsblatt als Streifbandzeitung neuesten Datums: 07.08.2019.



Absender ist hier wieder der Schwabenverlag 73760 Ostfildern. Der Frankitstempel trägt hier im Werbeklischee nun aber den Namen der Zeitschrift Katholisches Sonntagsblatt und gibt auch eine gesonderte Kontaktmöglichkeit an, nämlich Postfach 4280 in 73745 Ostfildern. Der Freistempel weist auch ausdrücklich die Versandart Streifband 101 g bis 250 g aus.

Gute Nacht wünscht
Edwin
 
Altmerker Am: 18.08.2019 10:49:10 Gelesen: 130# 6 @  


Eine Zeitung, zwei Streifbänder aus verschiedenen Jahren, vor der PLZ-Umstellung bzw. nach der Begrüßung der Fünfstelligen.

Ich sammele ja thematisch Zeitungen und stelle aus, da hat sich schon was angesammelt.

Viele Grüße
Uwe
 
epem7081 Am: 10.09.2019 13:56:09 Gelesen: 65# 7 @  
Hallo zusammen,

mancher Naturbegeisterte kennt sicher noch die Zeitschrift KOSMOS aus der Franckh'schen Verlagshandlung in Stuttgart. Diese Zeitschrift wurde stets als Streifbandzeitung an die Abonnenten verschickt. Hier ein kleiner Querschnitt unterschiedlicher Versandkennzeichnung und auch vom Wandel des Firmenlogos.



Bei den vorstehenden Belegen ist der Umschlag bereits mit dem vorgedruckten Hinweis: STREIFBANDZEITUNG versehen und enthält im Adressaufkleber noch einmal den Kurzhinweis: STREIFBAND. Darüber hinaus ist im ersten Beleg (im zweiten durch den großen Adressaufkleber verdeckt) ergänzend der mehrsprachige Hinweis: DRUCKSACHE ZU ERMÄSSIGTER GEBÜHR / I IMPRIMÉ À TAXE RÉDUITE / PRINTED PAPERS AT SPECIAL REDUCED RATE:



Der vorstehende Beleg von 1989 kommt nun in rein weißem Umschlag wahrhaft bereinigt daher. Allein der Hinweis auf dem Adressaufkleber reicht ja auch aus: STREIFBAND. Hinter der Kennung als PVSt (Postvertriebsstück) 526912 erscheint im Klartext der Titel der Zeitschrif: KOSMOS. Bemerkenswert auch der Wandel im Absenderfreistempler.





1822 wurde der heutige Kosmos-Verlag als Franckh’sche Verlagshandlung in Stuttgart gegründet. Zunächst belletristisch ausgerichtet, entwickelte sich Kosmos im 20. Jahrhundert zu einem erfolgreichen Ratgeber-, Sachbuch- und Spieleverlag.[1]

Die Zeitschrift Kosmos war eine populärwissenschaftliche Zeitschrift des Franckh-Kosmos-Verlags, die 1904 bis 1999 bestand, als sie mit der Zeitschrift natur zu natur+kosmos verschmolz (ab 2004 wieder natur).[2]

Allzeit lehrreiche Lektüre und unterhaltsame Spiele wünscht
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Franckh-Kosmos
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Kosmos_(Zeitschrift)
 
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