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Thema: Marketing: Auktionskunden werben durch Internet statt gedruckte Kataloge
Richard Am: 18.11.2019 09:14:12 Gelesen: 391# 1 @  
Katalog zur 157. Dr. Derichs-Auktion am 28./29. November 2019 mit einem „Special“

(pcp-wm) - Für seine ungewöhnlichen Vorworte ist Roland Meiners, Inhaber des Kölner Auktionshauses Dr. Wilhelm Derichs ja bekannt, auch für ungewöhnliche „Begleit-Aktionen“, die nicht selten selbst in Insiderkreisen für Gesprächsstoff sorgen. Dieses Mal fokussiert der rührige Auktionator seinen Blick auf einen Fachbeitrag von elf Seiten, der in der Mitte des Hauptkataloges enthalten ist. Das Thema lautet: „Hitlers Millionen“ und es geht dabei um die Herkunft und Verwendung der Gelder, die mit Briefmarken und Ganzsachen, aber auch mittels anderer Zuwendungen die Privatschatulle des Führers im Dritten Reich füllten. Geschrieben von dem Philateliehistoriker Wolfgang Maassen erfährt der Leser so manche Zahl und zahlreiche Fakten, die ihm bis heute nicht bekannt sein dürften. Der Fachbeitrag, der auf eine Idee von Roland Meiners zurückgeht, wurde exklusiv für diesen Katalog geschrieben und erstmals nun dort veröffentlicht.

Meiners stellt diesen Beitrag in seinem Vorwort als etwas Neues für die Branche vor und schreibt: „Wir sehen diesen Artikel als einen Beitrag von uns für die philateliegeschichtliche Forschung. Möglicherweise werden wir das in Zukunft in loser Folge wiederholen. Das hängt auch ein wenig von Ihrer Resonanz ab. Schreiben Sie uns doch, wie Sie den Artikel finden und ob Ihnen dieser Ansatz zur Auflockerung unserer Kataloge gefällt.“



Da bleibt nur zu hoffen, dass Meiners zahlreiche Resonanzen erhält. Und wer nicht nur den Beitrag lesen, sondern den Katalog erhalten möchte, ist bei Dr. Wilhelm Derichs, Tel. 02 21/2 57 66 02, E-Mail: derichs_gmbh@web.de an der richtigen Adresse.
 
TeeKay Am: 18.11.2019 10:26:25 Gelesen: 369# 2 @  
Tja, auch hier wieder Marketing-Chance vertan. Wie meistens in der Philatelie läuft online gar nichts und man muss umständlich irgendwas auf Papier anfordern, was teuer gedruckt und ebenfalls teuer und zeitaufwendig versandt werden muss.
 
22028 Am: 18.11.2019 10:29:19 Gelesen: 365# 3 @  
@ TeeKay [#2]

Derichs kennt seine Kunden und die bekommen den Katalog automatisch, man kann den Katalog sicher auch per Email anfordern, nicht umständlich auf Papier.
 
TeeKay Am: 18.11.2019 10:43:26 Gelesen: 356# 4 @  
Genau darum gehts. Ich muss etwas anfordern und warten, dazu hab ich aber keine Lust. Ich muss bereits wissen, dass so ein interessanter Artikel in einem Auktionskatalog steht, sonst könnte ich ihn nicht anfordern. Zufallsfunde und Zufallsbekanntschaften mit neuen potentiellen Kunden sind so ausgeschlossen. Angesprochen werden nur die wenigen, die in philatelistischen Medien davon erfahren und Zeit und Lust haben, den Katalog anzufordern. Anschließend muss ich auch noch die Printkataloge abbestellen, was bei manchen Auktionatoren gar nicht so leicht ist. Die drucken und versenden lieber teure Kataloge an Kunden, die die Dinger explizit nicht wollen. Es wird niemals jemand auf den Artikel durch eine Google-Suche stoßen. Der Artikel wird auch nach Ablauf der Auktion keine neuen Interessenten anlocken. Fazit: Marketing-Fail. So arbeitete man vielleicht 1980, aber nicht 2019.

"Derichs kennt seine Kunden" ist das perfekte Marketingrezept für einen kontrollierten Unternehmenstod, wie wir ihn in der Philatelie seit geraumer Zeit erleben. Die Frage ist nicht, wie die paar tausend Hansels, die den Katalog eh bekommen, bespaßt werden können, sondern wie die hunderttausenden Nichtkunden zu Kunden gemacht werden können.

[Beiträge [#1] bis [#4] redaktionell ausgegliedert aus dem Thema "Auktionsvorschau - aus den Auktionsangeboten"]
 
ginonadgolm Am: 18.11.2019 11:29:16 Gelesen: 331# 5 @  
@ TeeKay [#4]

Ich muss etwas anfordern und warten, dazu hab ich aber keine Lust.

Genau diese Einstellung macht nicht nur unser Hobby kaputt!

Wer keine Lust hat, etwas für sein Hobby und entsprechende Information zu tun, der sollte es lieber lassen.

Eigene Aktivität ist unerlässlich!

Grüße von einem aktiven
Ingo aus dem Norden
 
alemannia Am: 18.11.2019 11:49:07 Gelesen: 320# 6 @  
@ TeeKay [#4]

Hallo zusammen,

ich finde mit wenig Zeitaufwand für mein Sammelgebiet zur 157. Auktion, ausreichend informativ dargestellt, Artikel über Philasearch.

Gruß

Guntram
 
umdhlebe Am: 18.11.2019 14:40:51 Gelesen: 247# 7 @  
@ TeeKay [#4]

Noch scheint der Irrglaube, alles relevante Wissen ließe sich kostenfrei im Internet abrufen, nicht ausgetrocknet zu sein, ironischerweise gerade bei jenen nicht, die sich für "digital natives", also geborene Digitalmenschen halten.

Diejenigen, die 2019 immer noch meinen, man müsste die Arbeit anderer Leute nicht wertschätzen, werden sich schon bald von jenen abgehängt sehen, die altertümliche Arbeitsweisen aus den Jahren 1980 (und 1880) noch bzw. wieder beherrschen. Eine gepflegte Bibliothek und das geteilte Wissen einer Arbeitsgemeischaft lässt sich nicht durch ein bisschen Surfen ersetzen.

Allen, die das (noch) nicht glauben mögen, ein herzliches: Glückauf!

umdhlebe
 
22028 Am: 18.11.2019 15:12:03 Gelesen: 221# 8 @  
@ umdhlebe [#7]

Sind diese dann "digital natives" oder nur "digital naives"?
 
olli0816 Am: 18.11.2019 15:38:47 Gelesen: 207# 9 @  
@ umdhlebe [#7]

Ich bin da heute ganz anderer Ansicht. Bin zwar kein digital native und hoffentlich auch kein digital naive. Was hier nicht verstanden wird ist die Reichweite.

Ich bin zwar nicht so kritisch wie TeeKay bzgl. der Auktionskataloge, aber wenn ich etwas kaufe ist es inzwischen fast immer online. Auch bei Auktionen, die man online live verfolgen und wo man mitbieten kann. Die Papierbestellzettel fristen bei mir nur noch ein Dasein als Schmierpapier.

Was das Wissen betrifft:

Sicher ist nicht alles im Internet, ganz sicher auch ganz vieles nicht. Aber aufgrund der Bildmöglichkeiten und Vergrößerungen ist das elektronische Medium weit im Vorteil. Auch die Reichweite möglicher Sammler. Und wenn man z.B. hier schaut, wenn man Fragen hat, bekommt man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine gute Antwort. Ich bin mit den Antworten, die ich auf meine Fragen bekommen habe, überaus zufrieden.

Im BdPh-Forum war u.a. eine Diskussion und zwei Spezialisten wollen jeweils ein Buch zu ihren Spezialgebieten auflegen. Einer mit 150er - Auflage und der andere mit 50er-Auflage. Sei mir bitte nicht böse, aber diese Art der Veröffentlichung ist heute nur als Buch nicht mehr zeitgemäß. Die paar Hanseln, die das Buch kaufen werden haben sicher ihre Freude daran. Geht mir genauso mit meinen Büchern. Aber dem Erben ist es dann schon ziemlich egal und bestenfalls wird es dann mit anderen Dingen über eine Auktion verkauft. Wenn es dumm läuft, nun ja, Altpapiersammlung. Irgendwann bei so niedrigen Auflagen ist dann das Wissen weg, wenn der Autor auch nicht mehr unter uns wandelt und alle verbliebenen Bücher entsorgt sind.

Das Jahr 1980 oder 1880 als Handlungsvorlage sehe ich nicht mehr als erfolgsversprechend. Aber man wird sehen, was sich durchsetzt.

Soll jetzt auch keine großartige Vorlage für Diskussionen sein. Nur zeigen, dass es andere Meinungen dazu gibt.

Grüße Oliver
 
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