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Thema: Falz oder Falzreste von Briefmarken ohne Beschädigung lösen ?
Das Thema hat 33 Beiträge:
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Henry Am: 06.09.2007 11:46:26 Gelesen: 19795# 9 @  
@ Hermes65 [#28]
@ AfriKiwi [#27]
@ Richard Ebert [#21]

Ich habe auch von früheren Infos lernen müssen und da wurde Pril empfohlen, also habe ich es halt auch damit versucht.

Ich denke, dass Pril nur den Sinn hat, dem Wasser die Oberflächenspannung zu nehmen, was dazu führen könnte, dass es leichter in andere Materialien eindringt und damit den Lösungsprozess beschleunigt. Ob diese Denke richtig ist, weiß ich aber nicht.

Natürlich sollte man den Verdünnungsgrad so hoch als möglich wählen, das muss anhand des Untergrundmaterials eben ausprobiert werden. Ganz wichtig ist allerdings der Hinweis von Hermes65, nur Spülmittel ohne zusätzliche Parfüm-Duft oder sonstige Zusatzstoffe zu verwenden.

Das Abschneiden der Falzreste sollte nicht heißen, direkt an der Marke, sondern eben nur die an der Albenseite geklebte Falzreste zu "begradigen", falls schönheitsmässig erwünscht.
 
Sheldrake Am: 11.04.2010 08:14:33 Gelesen: 13305# 10 @  
Hallo möchte mal grundsätzlich Fragen.

Ich habe jede Menge Marken Bund und Berlin ungebraucht mit Falz. Möchte diese evt. vertauschen bzw. verkaufen.

Was ist denn wohl besser, die Gummierung und damit den Falz entfernen oder Falz und damit auch Papierreste dran lassen ?

Will damit keinen grossen Reibach machen, aber das Durcheinander im Album, postfrisch, postfrisch mit Falz oder Gummirest, usw. finde ich furchtbar.

lg
Rainer
 
Henry Am: 11.04.2010 09:12:34 Gelesen: 13299# 11 @  
@ Sheldrake [#10]

Hallo Rainer,

auf keinen Fall die Falzreste oder gar den Gummi von der Marke ablösen. die Falze auch nicht an den Knickstellen abreißen, sondern immer an dem papierseitigen Falzteil abschneiden. Sobald der Gummi außer dem Falz andere Beschädigungsspuren zeigt, ist die Marke allenfalls für Nachgummierer interessant. Solche Marken willst Du später aber auch nicht kaufen, daher nicht an einen Nachgummierer veräußern, sondern lieber als Verlust verbuchen oder als "Muster ohne Wert" in der Sammlung belassen.

Oftmals wurden auch Falze verwendet, die durch "Abfetten" Spuren auf der Marke hinterlassen haben. Diese Marken aus der Sammlung entfernen.

Vielleicht ändert sich irgendwann mal die derzeitige Werteinschätzung von Falzmarken wieder, da es sich um eine normal gebräuchliche Aufbewahrungsart handelte. Für diesen Fall könnte man die Falzmarken in einem separaten Album unterbringen und aufbewahren.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Blättchensammler Am: 11.04.2010 11:03:24 Gelesen: 13287# 12 @  
@ Sheldrake [#10]

Hallo Rainer !

Wie Heny schon sagt, schön die Falze dran lassen. Es war ja zur damaligen Zeit gar nicht anders möglich diese Marken aufzubewahren als mit Falz.

Im übrigen sind ja oft die Marken noch als postfrisch anzusehen da die Falze oft auf den Markenrändern angebracht wurden und somit die eigentliche Marke nicht beschädigt wurde.

Mir ist ein Posthorn Satz mit Falz lieber als ein angeblich nicht geprüfter postfrischer Satz.

Ich zahle einen günstigen Preis und kann davon ausgehen das dieser Falzsatz in philatelistischem Sinne echt ist. Bei einem ungeprüften Satz besteht immer die Gefahr das Marken nachgummiert wurden.

lg Stefan M.
 
Postgeschichte Am: 11.04.2010 11:11:04 Gelesen: 13285# 13 @  
@ Blättchensammler [#12]

Hallo Stefan,

Ich möchte Deinen Traum nicht in einen Alptraum verwandeln, aber: Diesen Traum haben sich die Fälscher und Betrüger auch zu Eigen gemacht und die schönen nachgummierten Marken mit Falzen versehen. Es soll ja Sammler geben, die Falzsätze grundsätzlich als Echt ansehen. :-) Also auch bei hochwertigen Marken mit Falz Augen aufmachen.

Gruß
Manfred
 
Mirjamben Am: 25.11.2012 08:16:47 Gelesen: 15816# 14 @  
Falzreste

Liebe Sammlerfreunde,

1.) Gibt es eine Möglichkeit Falzreste ohne Rückstände zu entfernen?

2.) Gibt es den Weiten des Internet Listen mit den Michelnummern zum ausdrucken?

Vielen Dank für eine Antwort.

Rainer
 
doktorstamp Am: 25.11.2012 09:17:30 Gelesen: 15804# 15 @  
@ Mirjamben [#14]

Zu Frage 1. Bei ungebrauchten Marken, wo der Falz auf dem Gummi klebt, eigentlich nein, aber je nach Herstellung und Anbringen des Falzes ist eine Entfernung gut möglich, Spuren werden in jedem Fall überlassen.

Bei gebrauchten Marken ist man besser dran. Aber auch hier können manche Falze Spuren hinterlassen. Unsachgemässes Entfernen von Falzen / Falzresten kann zu "Fenster" in der Marke führen. Bei älteren Marken die noch zu jener Zeit mit Knochenleim in das Album platziert waren, sucht man am besten Rat woanders. Zwar läßt es sich entfernen aber die Marke leidet oft stark unter dem Eingriff.

Zu Frage 2. Gebiet? Aber eigentlich nein. Am besten legt man, wenn man Geld sparen will, sich einen älteren Michel zu. Die Jahre 2006 und zurück sind oft für nen Appel und Ei zu erwerben. Ansonsten muß/kann man eine Liste in Excel oder Word selbst herstellen. Je nach Gebiet(en), Spezialisierung der Sammlung(en), Vorstellungen u.a. kann dies schnell erledigt werden, wiederum kann es einige Zeit in Anspruch nehmen.

mfG

Nigel
 
Henry Am: 25.11.2012 09:23:11 Gelesen: 15801# 16 @  
@ Mirjamben [#14]

Hallo Rainer,

schau mal hier: http://www.blitzschwob.h4f.biz/

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Baber Am: 22.01.2015 17:18:24 Gelesen: 7570# 17 @  
In Sammlungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit findet man immer wieder Marken, die mit sogenannten Schonfalzen oder Kriegsfalzen eingeklebt sind. Diese Falzrückstände lassen sich weder mit Wasser noch mit Benzin ablösen. Zum Teil haben sie richtig eine braune Stelle im Markenpapier hinterlassen.

Weiß jemand, ob es eine Möglichkeit gibt, solche Falzrückstände zu entfernen?

Gruß
Baber
 
lueckel2010 Am: 22.01.2015 17:47:21 Gelesen: 7550# 18 @  
@ Baber [#19]

Guten Abend!

Habe mal irgendwo gelesen, dass die Falzrückstände, hier insbesondere die (brauen?) Flecke im Markenpapier, nicht endgültig beseitigt werden können.

Habe allerdings keinerlei Erfahrung bei der Behandlung von Marken, die mit Schonfalz "bepflastert" wurden!

Viele Grüße, "lueckel2010"
 
Baber Am: 05.10.2015 11:53:07 Gelesen: 7434# 19 @  
Falz entfernen

Es gibt zwar dieses Thema schon, aber unter diesem Titel stehen Berichte über Eisenbahnmarken.

Weiß jemand, wie man die Rückstände sog. Kriegs- oder Schonfalze aus der Jahre 1940-45 entfernen kann?

Sie hinterlassen auf der Marke nach dem Ablösen braune Flecken, die auch mit scharfen Lösungsmitteln nicht ganz entfernt werden können. Da geht eher die Farbe der Marken weg.



Gruß
Baber
 
LK Am: 05.10.2015 13:35:06 Gelesen: 7399# 20 @  
@ Baber [#19]

Hallo Bernd,

bei ungebrauchten Marken noch mit Orginalgummi, Wundbenzin recht gute Ergebnisse, aber vorher den Falz entfernen.

Bei gebrauchten Marken Aceton oder Äther (Sicherheitsbestimmungen beachten), auch hier gute Ergebnisse.

Mit Aceton nach Entfernung des Falzes nur die durchgefettete Stelle behandeln, danach die Marke länger wässern.

Aber erst einmal mit billigen Marken ausprobieren.

Gruß

LK
 
Francysk Skaryna Am: 05.10.2015 15:16:37 Gelesen: 7367# 21 @  
Moin,

mit Aceton sollte man in sofern vorsichtig sein, als dass es Farben angreifen kann. Reines Benzin bekommt man aus der Apotheke. Wichtig ist, dass es fettfrei ist!

Gruss
 
Parachana Am: 20.02.2018 16:56:48 Gelesen: 6913# 22 @  
Hi,

wie ist eure Meinung zum Entfernen der Falz?

Fand eine Überschrift mit der Frage, doch leider keine Antworten.

VG Uwe
 
Henry Am: 20.02.2018 17:58:28 Gelesen: 6877# 23 @  
@ Parachana [#22]

Vergiss die Falzentfernung. Früher war dies eine übliche Art der Sammlung. Ist heute zwar nicht mehr so begehrt und die Preise sind entsprechend niedrig. Fie Falzentfernung beschädigt i.d.R. aber die Markenrückseite und damit wird die Marke zum Schrott (gilt für postfrisch und gestempelt).

Bei gestempelten Marken ist der Falz aber tolerierbar, verwendet ist verwendet. Bei hochwertigen Marken ist darauf zu achten, ob ein "Philoutelist" möglicherweise dünne Stellen kaschieren will und so Schrott aufmöbelt. Im Zweifel Fachleute fragen.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Holzinger Am: 20.02.2018 19:33:41 Gelesen: 6830# 24 @  
@ Henry [#23]

Fie Falzentfernung beschädigt i.d.R. aber die Markenrückseite und damit wird die Marke zum Schrott (gilt für ... und gestempelt

Lieber Henry, das ist doch - Entschuldigung - großer Quatsch. Wenn/wen der Falz stört, kann er bei entwerteten Stücken immer im Wasserbad (vorsichtig) entfernt werden. Deine Aussage gilt nicht in der Regel- sondern bestenfalls - bei den früher einmal verwendeten "Schonfalzen" die "fetten" oder bei mit anderen Klebern befestigte Falzen. Natürlich kann man sie nicht gewaltsam abreißen/abziehen oder ähnliches. :-(

Mich z.B. stört er, auch wegen der Problematik der "versteckten" Fehler, und ich wasche fast immer - es sei denn, es gibt Hinweise auf Probleme mit der nicht "wasserfesten" Druck- bzw. Stempelfarbe. Bei alten USA-Marken sind häufig 2 - manchmal sogar 3 - Falze vorhanden, oder sogar mit Seidenpapier o.ä. kaschiert. Dann weiß ich schon ohne Ablösung - die Marke hat eine "dünne Stelle". :-) :-(
 
Henry Am: 21.02.2018 19:33:30 Gelesen: 6732# 25 @  
@ Holzinger [#24]

Wer Quatsch verzapft, muss auch bereit sein, eine "Watschen" in Empfang zu nehmen. Du hast natürlich recht, bei gestempelten Marken ist die vorsichtige Entfernung des Falzes im Wasserbad möglich, ohne die Marke zu beschädigen. Ich war beim Schreiben gedanklich mit mehreren Satzvariationen beschäftigt und habe wohl diese Stelle bei der Korrektur übersehen. Die Anmerkung sollte im Zusammenhang mit den kaschierten dünnen Stellen stehen. Danke für die Korrektur.

Mit philatelistischen Grüßen
Henry
 
bovi11 Am: 21.02.2018 19:46:32 Gelesen: 6724# 26 @  
Beliebt ist es auch, gestempelte Marken mit einem Falz zu versehen, um einen "Falsch"-Stempel unsichtbar zu machen. Habe ich schon gehabt.

Deshalb gilt jedenfalls bei teuren gestempelten Marken grundsätzlich: Ins Wasserbad damit und weg mit dem Falz.

Grüße

Dieter
 
Holzinger Am: 21.02.2018 20:21:25 Gelesen: 6701# 27 @  
@ bovi11 [#26]

Danke für den Hinweis. Daran hatte ich noch gar nichtgedacht. :-(
 
chuck193 Am: 22.02.2018 00:12:43 Gelesen: 6646# 28 @  
@ Henry [#23]

Hi Henry,

das ist ja schade um meine gebrauchte Sammlung, die kann jetzt 'recycled" warden. Also vor deiner Geburt, war der Falz üblich, was soll man jetzt benutzen?

Unsinn.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Natureman Am: 08.06.2019 08:26:19 Gelesen: 5765# 29 @  
Fettfalz

Hallo in die Runde.

Wie ist der alte Fettfalz Kleber zusammengesetzt ?

Wie kann man dies auflösen ?

Mir würde schon helfen, wenn jemand die Zusammensetzung kennt.

Von einem Briefmarkenhändler weiß ich, dass es mal einen Kunden gab, der das Fettfenster aus den Marken lösen konnte.

Das sollte ich dann auch schaffen. Ich bin Pharmazeut und habe Vordiplom Chemie - Organik ist also mein 2. Vorname.

Liebe Grüße Natureman :)
 
bovi11 Am: 08.06.2019 08:43:00 Gelesen: 5759# 30 @  
@ Natureman [#29]

Bei gestempelten Marken hilft es, diese in heißem Wasser mit Spülmittel zu baden. Diese Prozedur ggf. mehrfach wiederholen.

Bei postfrischen Marken ist die Entfernung des Fettflecks so gut wie unmöglich, ohne die Gummierung zu beschädigen bzw. zu entfernen.
 
mausbach1 Am: 08.06.2019 08:50:32 Gelesen: 5758# 31 @  
@ Natureman [#29]

Wie bei bovi11: Bei mir seit Jahrzehnten einfache Sache - ein Tropfen Pril auf ca. 100 cl heißes Wasser und alles gut.

Viel Spaß
mausbach1 aus dem schönsten Dorf!
 
Jensen Am: 08.06.2019 10:25:22 Gelesen: 5722# 32 @  
@ Natureman [#29]

Walter Heering empfiehlt in seinem Buch "Philatelie" die Entfernung von Fettflecken mit hochreinen Benzin (also Petrolether) oder auch Tetrachlorkohlenstoff oder Äther. Dürfte für einen Pharmazeuten kein Problem sein. Das Tetra war bis vor ein paar Jahren ein sehr gängiges Fleckenmittel (z.B. "Nuth" in der DDR), leider ist es jetzt als Gefahrstoff nicht mehr im freien Handel.

Als Methode für besonders hartnäckige Fettflecken auf der Rückseite von Marken steht in dem Buch folgende Methode: das Bestreichen der Rückseite mit einem Brei auf Magnesiumkarbonat und hochgereinigtem Benzin. Das Benzin löst dann das Fett, diffundiert in das Magnesiumkarbonat und verdunstet dann. Das trockene MgCO3 kann man dann entfernen.

Selbst hab ich das allerdings noch nicht versucht.

In älteren Büchern (die antiquarisch oft für weniger als 10 Euro ohne Probleme zu kaufen sind) findet man viele solcher guten Tipps. Ähnliche Empfehlungen findet man auch bei Frank Arnau "Lexikon der Philatelie" (erste Ausgabe).

Viele Grüße und viel Erfolg.

Jens
 
Natureman Am: 08.06.2019 17:15:59 Gelesen: 5672# 33 @  
Hallo Leute,

woaoohh - toll. Danke für die Tipps.

Petrolether, Tetrachlorkohlenstoff und Ether - ich hab zwar meinen Laden schon verkauft, aber das waren alles Sachen im Lösungsmittelschrank oder im Reagenzienschrank.

Ich werde berichten. Danke.

Holger
 

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