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Thema: Frankreich Ballonpost Belege
hettel Am: 30.07.2022 14:01:25 Gelesen: 215# 1 @  


Hallo Frankreichsammler,

es ist ein Beleg des ersten Nachtfluges mit dem Ballon "Le General Uhrich", 20 Ceres auf Faltbrief "Par Ballon monté" nach Boulogne-sur-Mer, Nummernstempel 4116 und Stempel Paris Vaugirard 13.11.70, Pariser Vorort, befördert mit Ballon Général Uhrich, erster Nachtflug der Geschichte, Landung in Luzarches im deutsch besetztem Gebiet, rückseitig Bahnpost-Durchgangsstempel Paris a Lille 25.11.70, Ankunftstempel Boulogne-s-Mer 26.11.70.

Meine Frage: wer war der Aeronaut (Name)?

Kann jemand helfen?

Mit freundlichen Grüßen
hettel
 
Lars Boettger Am: 30.07.2022 14:07:13 Gelesen: 211# 2 @  
@ hettel [#1]

Es gibt dazu eine französische Internetseite [1]. Der Ballonführer hiess wohl mit Nachnahmen "Lemoine".

Beste Grüße!

Lars

[1] http://www.coppoweb.com/ballons/fr.ball_lst.php?idnb=32
 
hettel Am: 30.07.2022 14:39:32 Gelesen: 202# 3 @  
Hallo Lars,

ganz herzlichen Dank für Deine Unterstützung.

Gruß hettel
 
bayern klassisch Am: 30.07.2022 14:44:19 Gelesen: 200# 4 @  
@ hettel [#1]

Hallo hettel,

die Siegelseite wäre interessant zu sehen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hettel Am: 18.08.2022 19:53:17 Gelesen: 57# 5 @  
Hallo,

ich möchte Euch eine kleine Besonderheit zeigen.

Vom 19. September 1870 - 28. Januar 1871 war Paris von jeglicher Kommunikation mit dem Umland abgeschnitten. Der Postverkehr von Paris ins Umland wurde mit Ballons aufrechtgehalten (Par Ballon Monte). Im Gegensatz - also Post nach Paris zu liefern war eine Herausforderung. Um dieses Problem zu lösen, erfanden die Herren Delort, Robert und Vonoven eine wasserdichte Schwimmkugel aus Zink, die bis zu 600 Briefe aufnahmen konnte und die nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche durch die Strömung der Seine bis in die Innenstadt von Paris mitgetragen wurde. Die Kugeln hatten die Form eines Schaufelrades und drehten sich in der Strömung. Damit konnten kleine Hindernisse im Fluss eliminiert werden. Der Deckel wurde verschweißt. Der Ankunftsort wurde geheim gehalten (in der Nähe vom Notre Dame). Der Tarif für einen Brief (Gewicht 4 g) betrug 1 Fr. Davon gingen 20 Ct. an die Postverwaltung und 40 Ct. sofort an die Erfinder sowie weitere 40 Ct. wenn der Brief angekommen war. Die Stadt Moulins (Dėptm. Aller – ca. 100 km von Paris entfernt) wurde als Sammelstelle für die Zinkkugelpost ausgewählt. Die Briefe mussten mit der Anschrift „Paris par Moulins“ gekennzeichnet werden. Jede Kugel fasste etwa 600 Briefe. Insgesamt wurden 55 Kugeln zu Wasser gelassen. Die ersten 4 Kugeln wurden am 04. Januar 1871 nach Bray-sur-Seine, die anderen nach Montereau gebracht und dort zu Wasser gelassen. Keine einzige erreichte Paris. 1871 wurde eine erste Kugel geborgen. 1872, 1873 und 1876 wurden weitere 3 Kugeln geborgen. 1982 wurde die bisher letzte gefunden, 35 Stück gelten als verschollen. Der gezeigte Zinkkugelbrief wurde am 3. Januar 1871 von Marseille nach Paris verschickt. Es gab keinen Ankunftsstempel. Der gezeigte Brief stammt aus der 2. Kugel, die 1871 gefunden wurde.


 
Koban Am: 18.08.2022 21:13:15 Gelesen: 44# 6 @  
@ hettel [#5]

Kannst Du etwas Näheres dazu schreiben, worauf sich die Zuordnung zur 2. gefundenen Kugel begründet?

Gruß,
Koban
 
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