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Thema: Marken bestimmen: Tschechoslowakei
Das Thema hat 39 Beiträge:
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Heinrich 007 Am: 21.07.2017 09:12:21 Gelesen: 10383# 15 @  
Pete, vielen Dank für die ausführliche schnelle Antwort.

Grüße,
Heinrich007
 
Pete Am: 04.02.2018 12:33:18 Gelesen: 9043# 16 @  
Nachfolgend einige Aufbrauchmaßnahmen in der seinerzeit neu gegründeten Tschechoslowakei welche gemäß Vorwort im Michel-Katalog (Einführung zur ČSR) vom 28.10.1918 - 28.02.1919 zulässig waren:



Österreich Mi-Nr. 220 und 222 auf einem Ausschnitt einer KuK-Paketkarte, Aufbrauch als Vor- oder Mitläufer am 11.12.1918 in Praskolesky (tschechischer Landesteil der am 28.10.1918 neu gegründeten ČSR). Rückseitig weist der Ausschnitt eine Portomarke Österreich Mi-Nr. 48 auf, welche halbiert verklebt und am 12.12.1918 in Zdice (Zditz) entwertet wurde.



Österreich Mi-Nr. 195 und 220 in Mischfrankatur mit einer Tschechoslowakei Mi-Nr. 2 auf einem Ausschnitt eines österreichischen, zweisprachig gehaltenen Postformulars, Aufbrauch als Vor- oder Mitläufer am 11.11.1918 in Smichov. Als Gebühr mussten laut rückseitiger Abrechnung 1,15 Kronen verklebt werden.

Ist bekannt, ob Vor- bzw. Mitläufer Österreichs in der Tschechoslowakei häufiger vorkommen? Sind weitere Halbierungen von Portomarken bekannt? Der Michel-Katalog Mitteleuropa (Ausgabe 2010) fasst sich bezüglich der Vor- und Mitläufer leider sehr kurz.

Danke.

Gruß
Pete
 
Detlev0405 Am: 05.02.2018 11:28:45 Gelesen: 9001# 17 @  
@ Pete [#16]

Hallo Pete,

Vor- bzw. Mitläufer Österreichs gibt es häufiger und nicht nur auf Formularen. Auch auf Briefen und Karten und sehr schöne.

Halbierte Portomarken findet man eher selten, noch seltener (aber existent) auch österreichische Marken halbiert auf Ganzbelegen. Ob diese philatelistisch beeinflusst sind, vermag ich nicht zu beurteilen, da sie nicht mein Sammelgebiet sind.

Gruß Detlev
 
Pete Am: 18.02.2018 10:34:47 Gelesen: 8849# 18 @  
@ Detlev0405 [#17]

Besten Dank für die Infos. :-)

Das Stichwort "Portomarke" ist für das nachfolgende Stück gut zu gebrauchen:



Tschechoslowakei Porto Mi-Nr. 8; 9 und 12 (teil-)gezähnt auf einem Postformular, Entwertung aus Horovice vom 28.01.1922

Der Michelkatalog "Mitteleuropa" (Ausgabe 2010, S. 821) schreibt im Nachwort zur Katalogisierung der Portomarken Mi-Nr. 1-14, dass alle Werte auch nicht amtlich gezähnt 11,5 oder 13,75 bekannt seien. Mich irritiert diese Aussage allerdings etwas. Bei den betroffenen Marken handelt es sich um Portomarken, welche regulär ausschließlich postintern Verwendung finden sollten und womit der Großteil der Postamtskunden nichts anfangen kann. Private Zähnungen von Postbeamten sind inhaltlich auch nichts Neues. Im Fall der Privatzähnungen der Sowjetischen Besatzungszone aus dem Jahr 1945 (Ostsachsen, z.B. Mi-Nr. 42-50) spricht man von Postmeistertrennungen und nicht von pauschalierten Privatzähnungen.

Gruß
Pete
 
Detlev0405 Am: 18.02.2018 14:55:55 Gelesen: 8819# 19 @  
@ Pete [#18]

Hallo Pete,

wenn ich dem Spezialkatalog des tschechischen Philatelisten Verbandes von 1988 folge, handelt es hierbei nicht um eine private Zähnung. Auf Seite 370 nach DL 2 R 3 in der Nachbemerkung wird die von Dir bereits erwähnte Zähnung 11,5 und 13,75 erläutert. Sie tritt im Prinzip auf allen 4 Seiten auf. Wichtig erscheint mir dabei, das diese Zähnungen unter "Vzorec" aufgeführt werden, also im Prinzip Muster (als Ausweiche für den Begriff Postmeistertrennung ?).

Ergänzend dazu die Bemerkung nach der Abhandlung der Makulatur dieser Ausgabe (nach DL 4 + 300 h rechte Spalte) zu gezähnten Ausgaben, dass diese von verschiedenen Postämtern veranlasst wurde (eine Listung dazu findet nicht statt).

Gerade die Abhandlung unter "Vzorec" und die Bestätigung der Zähnung für verschiedene Postämter spricht aus meiner Sicht eher für eine Postmeistertrennung als eine private Zähnung. Und die Zähnungen an verschiedenen Seiten hatten wohl einen praktischen Hintergrund in der täglichen Arbeit.

Ich hoffe, die Anhaltspunkte helfen Dir weiter.

Gruß Detlev
 
Pete Am: 20.02.2018 21:17:33 Gelesen: 8732# 20 @  
@ Detlev0405 [#19]

Dank dir für deine Einschätzung. :-)

Ich nehme ebenfalls an, dass sich die Postbeamten die Arbeit etwas erleichtern wollten, für die "Privatzähnung" daher praktische Gründe vorliegen.

Gruß
Pete
 
10Parale Am: 29.04.2018 19:33:05 Gelesen: 8229# 21 @  
Wer kann mir helfen, diese Marke mit Aufdruck zu bestimmen? Sie stammt aus einem Gefälligkeitsbeleg, den ich im Thema "Tschechoslowakei: Belege bestimmen" heute vorgestellt habe. Ich dachte zuerst es handelt sich um Slowakei Nr. 22, jedoch ist der Aufdruck etwas anders.

Liebe Grüße

10Parale


 
rudi63 Am: 29.04.2018 19:44:47 Gelesen: 8223# 22 @  
Tschechoslowakei Mi.Nr. A405, gültig nur in der Slowakei.

Gruß Rudi
 
10Parale Am: 29.04.2018 19:58:03 Gelesen: 8216# 23 @  
@ rudi63 [#22]

Vielen Dank rudi63. Bei der nächsten Wahl des beliebtesten Mitgliedes erhälst du meine Stimme!

Wie ich soeben nachlesen konnte, wurde im Thema "Tschechoslowakei Überdruckmarken" diese Marke sogar näher vorgestellt. Hätte nur mehr recherchieren sollen! Vielen herzlichen Dank.

Liebe Grüße

10Parale
 
Fridolino Am: 27.12.2019 10:06:10 Gelesen: 4828# 24 @  
Ich habe hier 2 merkwürdige Marken, die ich versucht habe, mittels colnect zu bestimmen:

Die erste könnte Mi-Nr 3 mit sehr fettem Farbauftrag sein?



Die andere könnte Mi-Nr NV 2 sein, aber wieso ist sie unten gezähnt?



Kann jemand weiterhelfen?

Viele Grüße
Fridolino
 
Wachauer Am: 28.12.2019 00:33:12 Gelesen: 4796# 25 @  
@ Fridolino [#24]

Hallo Fridolino,

völlig richtig, die erste deiner „merkwürdigen“ Marken ist die Freimarke Michel Nr. 3. Die unterschiedliche bzw. schlechte Qualität ist den Umständen der Zeit geschuldet, es ist die erste Markenausgabe der jungen Tschechoslowakei, Hradschin (St. Veits-Dom) und St.-Nikolaus-Kirche, Prag.

Falls es dich interessiert, zu dieser Ausgabe ein Blatt aus meiner Sammlung:



Die zweite „merkwürdige“ Marke (die bei deiner Abbildung am Kopf steht) ist die Zeitungsmarke Ergänzungswert Michel Nr. 189b grün, fliegender Falke, bei der Zähnung handelt es sich um eine private Zähnung.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard (Wachauer)
 
Fridolino Am: 28.12.2019 07:34:33 Gelesen: 4788# 26 @  
@ Wachauer [#25]

Vielen Dank für die Aufklärung. Die 2. Marke hatte ich wegen des Stempels (Rumburk ?) gedreht.

Ist die private Zähnung irgendwie werterhöhend (so wie bei SBZ)?

Viele Grüße
Fridolino
 
Pete Am: 03.01.2020 11:26:32 Gelesen: 4719# 27 @  
@ Fridolino [#24]
@ Fridolino [#26]

Die andere könnte Mi-Nr NV 2 sein, aber wieso ist sie unten gezähnt?

Ist die private Zähnung irgendwie werterhöhend (so wie bei SBZ)?

Private Zähnungen werden im Michel-Katalog "Mitteleuropa" (Ausgabe 2010) zwar als Randnotiz erwähnt, allerdings nicht bewertet. meinem Eindruck nach sind private Zähnungen zumindest bei den gängigen Nominalen (u.a. die Nominale zu 5 Heller) der Zeitungsmarken der Tschechoslowakei (vor und nach 1945, inkl. der deutschen Besetzung "Böhmen und Mähren") nicht selten. Die Zähnung wurde privater Natur vorgenommen, um die Zerteilung von Schalterbögen bei der Frankierung der zu verschickenden Zeitungen zu erleichtern. Die Zähnung konnte demnach an allen vier Seiten oder auch lediglich an ein oder zwei Seiten vorgenommen werden.

Bei der Katalognummer "NV 2" handelt es sich um die Katalognummer des tschechichen Pofis-Kataloges ("NV" = "Novinové" = "Zeitung"). Im Michel läuft die Zeitungsmarke zu 5 Heller unter der Nummer 189, welche 1920 verausgabt wurde und bis zum 15.12.1939 gültig war.

Gruß
Pete
 
Detlev0405 Am: 03.01.2020 19:09:15 Gelesen: 4679# 28 @  
@ Fridolino [#26]
@ Pete [#27]

Hallo Fridolino,

ich kann Pete nur unterstützen mit seiner Auffassung von der privaten Zähnung. Im Spezialkatalog der tschechischen Briefmarken findest Du auf Seite 358 linke Spalte im 3.Absatz die Bemerkung, das alle Zähnungen privater Natur sind. Eine Werterhöhung hat das nicht zur Folge wie bei SBZ Ausgaben. [1]

Gruß
Detlev

[1] Spezialkatalog für Sammler tschechischer Briefmarken und Ganzsachen, Prag 1988, Autorenkollektiv
 
Wachauer Am: 04.01.2020 23:49:58 Gelesen: 4597# 29 @  
@ Wachauer [#25]
@ Richard

Sie schaden damit sich selbst als auch den bisher gut genutzten Philaseiten. Ich bitte Sie also, die Erklärtexte unter Ihren Albenblättern auch als Texte im Forum zu zeigen. Wer dem nicht folgen möchte wird gebeten, keiner solcher Abbildungen mit Texten mehr auf Philaseiten zu zeigen.

Liebe Sammlerfreunde,

um den Schaden an den Philaseiten möglichst gering zu halten, hier der Text (teilweise) aus dem von mir gezeigten Albenblatt zur Hradschin-Ausgabe Tschechoslowakei Michel Nr. 3 in meinem Beitrag:

Am 18. 12. gelangten die Werte zu 5 und 10 Heller zur Ausgabe. In den ersten Tagen wurden nur Postämter in Prag mit den neuen Marken versorgt.

Die von Mucha entworfene und von M. Šůla im Buchdruck ausgeführte Marke zeigt ein Panorama der Prager Burg, in der Mitte der St.Veits-Dom mit der Nikolauskirche rechts im Anschluss und im Vordergrund zwei Gebüschgruppen. Hinter dem St.Veits-Dom geht die Sonne der Freiheit auf.

Die Umrahmung mit Lindenblättern, den Symbolen des Slawentums, stellen die Länder der neuen Republik dar, das größte Blatt Böhmen, die anderen Mähren, Schlesien, die Slowakei und die Karpato-Ukraine.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard (Wachauer)
 
10Parale Am: 04.07.2020 21:33:50 Gelesen: 3310# 30 @  
In einem Auktionslot fand ich mehrere dieser nummerierten Markendrucke auf weißem, starken Kartonpapier.

Kennt jemand den Hintergrund? Es handelt sich um Abbildungen von Marken der Tschechoslowakei.

Liebe Grüße

10Parale


 
rudi63 Am: 05.07.2020 10:48:32 Gelesen: 3284# 31 @  
Das sind Gelegenheitsdrucke der tschechischen Post vom Original-Druckstock der historischen Marken.

Im Pofis-Katalog als "PT" gelistet.

links:

PT7 verausgabt 1998 als Beilage zur Monografie "SO1920", Auflage 4000 Stück, Wert: Kc 500,- (2015)

rechts:

PT17 verausgabt 2003 als Beilage zur Monografie "Post im Ghetto Theresienstadt", Auflage 5000 Stück, Wert: Kc 350,- (2015)

Grüße Rudi
 
10Parale Am: 05.07.2020 20:48:19 Gelesen: 3256# 32 @  
@ rudi63 [#31]

Vielen Dank für diese unendlich wichtigen Informationen. Ich benutze seit Neuestem den "specializovany katalog znamek Ceska republika 1993 - 2012", stelle aber fest, dass mir noch sehr viele Sprachkenntnisse fehlen.

Hier habe ich z.B. noch solch einen Gelegenheitsdruck PTM 24 gefunden mit Antonin Dvorak, dem böhmischen Komponisten.

Liebe Grüße

10Parale


 
rudi63 Am: 06.07.2020 08:04:28 Gelesen: 3236# 33 @  
@ 10Parale [#32]

Genau. links ist PTM 30 von 2009.

Die tschechischen Kataloge unterscheiden folgende Kategorien an Sonderdrucken.

PT = Ausgabe durch die Post

PTM = Ausgabe durch das Postmuseum

PTR = Ausgabe durch die Post, Beilage zum Jahresalbum

Beste Grüße

Rudi
 
10Parale Am: 06.07.2020 22:02:59 Gelesen: 3202# 34 @  
@ rudi63 [#33]

Danke Rudi, das ist gut zu wissen.

Mittlerweile konnte ich auch die meisten meiner Sonderdrucke eruieren und einordnen.

Bis auf die folgenden 2: Der Sonderdruck mit Joachima Barranda stammt wohl aus dem Narodni Museum. Der andere Sonderdruck hat eine gelbe Nummer 0370 und sieht aus wie eine Mache.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 12.07.2020 20:21:44 Gelesen: 3053# 35 @  
Vielleicht ist jemand im Forum aus der ARGE Tschechoslowakei und kann mir die folgende Frage beantworten:

Ich habe auf einem Brief (siehe Motiv Liebe Beitrag # 69) die Marke Michel Nr. 422 mit einer Lilie aus dem Jahr 2005 gefunden. Als ich sie im Katalog "Zamek Ceska republika 1993 - 2012" abglich, fiel mir auf, dass die Blütenblätter der Lilie dort rötlich dargestellt sind. Ich schaute in einem Schaubek Vordruckalbum nach und fand dort eine Vergleichsmarke, die ebenfalls rötlich ist. Der Scan der Marke täuscht ein wenig, die Marke auf dem Brief zeigt gelbe Blütenblätter der Lilie.

Die Marke auf dem Brief zu 7,50 kc ist eindeutig gelblich. Sind hier Farbabweichungen bekannt? Ich bin ein Neuling auf dem Gebiet und würde mich um eine Antwort sehr freuen.

Liebe Grüße

10Parale


 
jmh67 Am: 13.07.2020 11:41:38 Gelesen: 3025# 36 @  
@ 10Parale [#35]

Vielleicht eine Farbabweichung durch Lichteinfluss. Rote und gelben Farbtöne sind davon am häufigsten betroffen, wie es scheint.

-jmh
 
Nicole Rippel Am: 14.07.2020 10:21:50 Gelesen: 2982# 37 @  
Guten Tag,

hab in meiner geerbten Briefmarken Sammlung auch ein paar tschechische Marken gefunden, die ich leider nicht bestimmen kann, habe nur einen älteren Michel Katalog für Deutschland. Benötigt man für jedes Land einen eigenen? Und sind Ankäufer auch spezialisiert?

Ist die Marke links oben sehr selten? Denn wenn ich im Internet nach der Marke google, kommen Preise von ca 200 Euro ?

Lg Nicole


 
Gerhard Am: 14.07.2020 10:56:12 Gelesen: 2980# 38 @  
@ Nicole Rippel [#37]

Hallo Nicole,

die 2., 5., 6., 8. & 10. Marke sind kaputt (fehlende Zähne); die andern sind sogenannte "Massenware" also nichts Besonderes: Die erste Marke gibt es in einer Papier- bzw Wasserzeichen-Abart, die Wahrscheinlichkeit, dass es diese ist kommt einem 6er im Lotto nahe.

MphG
Gerhard
 
Nicole Rippel Am: 14.07.2020 10:58:02 Gelesen: 2979# 39 @  
Okay, vielen Dank für die schnelle Antwort.

Lg Nicole
 

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