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Thema: Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg
Das Thema hat 1032 Beiträge:
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Briefuhu Am: 24.08.2025 15:05:26 Gelesen: 47616# 1008 @  
Ansichtskarte von Freiburg im Breisgau, gelaufen am 18.11.1918 von Kirchzarten nach Reutlingen. Absender ein Ers(atz) Reservist, Rich(ard) Scherziger, 4. L.J.R. (Landjägerregiment) 119.

Der Krieg war bereits am 11.11.1918 beendet, der Schreiber berichtet vom Rückmarsch und einen jubelnden Empfang beim Durchmarsch durch Freiburg.



Schönen Gruß
Sepp
 
Gauss Am: 24.08.2025 20:16:53 Gelesen: 47557# 1009 @  
@ evwezel [#1007]

Interessant die sicher mundartbedingte Unsicherheit bei g/ch. Bei "vor dem Kriege" tust Du ihm aber Unrecht. Das Dativ-e ist hier korrekt und war vor 100 Jahren auch durchaus üblich (heute selten und eher altertümlich oder in bewusst gehobener Sprache).
 
Gauss Am: 24.08.2025 22:47:37 Gelesen: 47527# 1010 @  
@ evwezel [#1007]

Da ich eben einen Anpfiff bekommen habe, will ich hier klarstellen: mit der mundartbedingten Unsicherheit bei g/ch meinte ich den Postkartenschreiber, nicht Dich. Deine Korrekturen hierzu sind selbstverständlich sämtlich korrekt.
 
10Parale Am: 31.08.2025 21:13:39 Gelesen: 46393# 1011 @  
@ Briefuhu [#1008]

eine sehr schöne Ansicht vom berühmten Martinstor und dem Berholdsbrunnen. Mich beeindrucken solche alten Aufnahmen sehr, zumal ich die Örtlichkeit sehr oft besucht habe und mir immer wieder auffällt, wie schön die gute alte Zeit war, wäre da der verdammte Krieg nicht gewesen.

Ich habe in einem Antiquariat diese alte Ansichtskarte gefunden, die die alte Wache in Berlin zeigt. Interessant und wunderschön finde ich jedoch die Abstempelungen. In Markendorf (Jüterborg - Brandenburg) entstand zu Beginn des 1. Weltkrieges die erste Minenwerferschule des preußischen Heeres. Der Rechteckstempel legt davon Zeugnis ab. Schöner Stempel vom 04.9.1916.

Liebe Grüße

10Parale


 
evwezel Am: 31.08.2025 21:55:30 Gelesen: 46374# 1012 @  
@ Gauss [#1010]

Lieber Gauss,

bitte entschuldige meine verspätete Rückmeldung. Wir sind zur Zeit auf Urlaub in Schottland und ich hatte leider noch keine Zeit mich zu melden. Du hast übrigens vollkommen recht, dass “vor dem Kriege” damals eine richtige Schreibweise war. Vielen Dank, dass Du mich darauf hingewiesen hast! Bitte mach weiter so, ich lerne nur sehr viel davon!

Viele Grüße

Emiel
 
Eilean Am: 13.11.2025 00:08:18 Gelesen: 30349# 1013 @  


Eine schöne Karte aus dem Jahr 1918, vorderseitig mit Hindenburg,
rückseitig vom Bayer Ballonzug 217, den Kastenstempel kann ich kaum entziffern "S. B. / Kgl. .... 217"

In meine Sammlung wegen der "509", also einem Briefträgerstempel der Nachschlagestelle. Handschriftlich die Adresse berichtigt.

Mit besten Grüßen
Andreas
 
evwezel Am: 13.11.2025 08:59:10 Gelesen: 30230# 1014 @  
@ Eilean [#1013]

Hallo Andreas,

Der Kastenstempel ist sehr ähnlich zum Briefstempel:

S(oldaten).B(rief).
Kgl. Bayr. Ballonzug Nr. 217

Viele Grüße

Emiel
 
Seku Am: 17.12.2025 17:07:33 Gelesen: 23514# 1015 @  
Hallo in die Runde,

ich zeige heute eine 110 Jahre alte Weihnachtskarte, die damals nach Colmitz im Osterzgebirge ging



Da ich die alte deutsche Schreibschrift nicht mehr beherrsche, bat ich Emiel zu „übersetzen“ . Seine Zuarbeit hier :

----------

Schützengräben, d. 17/12 1915.

Liebe Cousine Alma!

Wünsche Dir recht frohe und gesunde
und fröhliche Weihnachten. Mir
geht es so weit Gott sei Dank
noch gut was ich auch von Dir
liebe Cousine Alma nebst Vetter
und (Geschwistern?) hoffe.

Mit bestem Gruß verbleibt d. Cousin Ernst

Absender

Abs. Grenadier E. (nicht lesbar)
19. Res(erve) Armeek(orps).
Feldpost 19. Komp. (nicht lesbar)

Anschrift

An
Frl. Alma Hetze
p. A. Herrn Max Hetze
Gutsbesitzer
in Clausnitz
Erzgeb(irge).

Feldpoststempel

FELDPOSTEXPEDITION
DER 23.
19.12.15. 10-11 V
(K.S.)
RES. DIVISION

Briefstempel

SOLDATEN-BRIEFSTEMPEL
(Nicht lesbar) Kompagnie
Gr. (nicht lesbar) Res. (nicht lesbar)

----------

Vielen Dank an Emiel und FROHE WEIHNACHTEN an alle

Günther

P.S. Eine Familie Hetze ist in Colmitz heute noch bekannt
 
volkimal Am: 17.12.2025 18:49:12 Gelesen: 23485# 1016 @  
@ Seku [#1015]

Hallo Günther,

ich gehe auch davon aus, dass es "Geschwistern" heißen soll. Auf der Karte steht allerdings nur "Gewistern".

Im Stempel steht unten "RESERVE-DIV."

Viele Grüße
Volkmar
 
Seku Am: 25.12.2025 21:01:46 Gelesen: 20770# 1017 @  
Im Juni 1916 ging diese Feldpostkarte von Pommertsweiler nach Stuttgart-Berg. Der Ort ist ein Teil der Gemeinde Abtsgmünd im Osten von Württemberg.



Sie zeigt Rotkreuz-Schwestern bei der Vergabe von „Liebesgaben“.

Ich wünsche einen schönen Weihnachtsfeiertag

Günther
 
DFP14-18 Am: 26.12.2025 12:58:08 Gelesen: 20492# 1018 @  
@ Seku [#1017]

Hallo Günther,

es handelt sich um eine recht späte Verwendung der Karte 1916. Das Motiv stammt aus der Zeit unmittelbar nach Kriegsbeginn. Bei der Fahrt zur Front im August 1914 wurde den Soldaten an den Bahnhöfen massenweise Nahrungsmittel und Getränke dargereicht; die Kriegseuphorie war immens. Im August glaubte man doch noch, dass man zu Weihnachten des Jahres wieder zu Hause wäre. Später im Jahr 1916 war das eher eine Seltenheit und die Begeisterung war längst verblasst.

(vergleiche Inschrift links unten: Landau Pf. 1914)



Hier noch eine ähnliche Karte mit dem Ausdruck der (später schwindenden) Kriegsbegeisterung "Hurra!"

Beste Grüße von Uli
 
DFP14-18 Am: 04.01.2026 11:11:52 Gelesen: 18648# 1019 @  
@ DFP14-18 [#1018]

Hallo zusammen!

Als Ergänzung zu meinem letzten Beitrag fällt mir gerade eine Feldpost-Karte in die Hand, die die erwähnte schwindende Begeisterung für den Krieg aufzeigt. Vom anfänglichen "Hurra" ist am 14.V.18 nur noch ein "Schnauze voll !" geblieben.



Allen Freaks ein frohes neues Jahr
wünscht Uli
 
evwezel Am: 01.02.2026 14:41:49 Gelesen: 13136# 1020 @  
@ DFP14-18 [#1019]

Hallo Uli,

ich bin vor einigen Tagen aus Kuala Lumpur zurückgekehrt and sehe gerade Deine schöne Feldpostkarte. Ich habe versucht den Text zu transkribieren, aber leider bin ich an einigen Stellen gescheitert. Und was bedeutet hier “man hat ein Würmchen abgetrieben”? Oder habe ich etwas falsch gelesen?

Viele Grüße

Emiel
——

Im Felde, d. 14.V.18

Lieber Richard!

Na Du hast Schwein gehabt, nun
hat man ein Würmchen abge-
trieben. Es war ein hartes Los.
Ende des Monats denke ich
in die Heimat oder
die Etappe entlaßen
zu werden.
Hoffentlich sehen wir uns
bald einmal
wieder. Wie ist
es Dir denn
ergangen? Etwas
besser ergeht es mir jetzt.
Ich wurde vor 3 Wochen
versetzt.
Zunächst funktionierte(?)
ich als Militär Polizei,
jetzt als Telephonist.
Mit noch den herzl. Grüßen
an Dich(?) sowie(?) Frau
Gemahlin bin ich Dein
Hans Sichler
 
evwezel Am: 19.02.2026 19:49:06 Gelesen: 7436# 1021 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich zeige Euch hier eine Feldpostkarte, die den 6. September 1915 von Nürnberg nach Berlin verschickt wurde. Leider ist der Briefstempel nicht besonders gut lesbar. Könnte mir jemand sagen, ob es sich hier vielleicht um das Vereins-Lazarett [1] in der Schäferstraße handelt?

Viele Grüße

Emiel


[1] Siehe https://roter-kreis.de/Vereinslazarett

Ein Vereinslazarett (auch: Vereins-Lazarett) war temporäres Krankenhaus im Ersten Welt­krieg (1914–1918) zur medizinischen Versorgung verletzter und erkrankter Soldaten in Deutschland, das von einer nichtöffentlichen Organisation betrieben wurde. Diese Organisationen waren häufig Vereine, daher entstand der Begriff. Träger vieler Vereinslazarette waren die damaligen Landesvereinevom Roten Kreuz. Daneben gab es auch private Träger, zum Beispiel wohlhabende Personen, und christliche Orden engagierten sich ebenfalls in diesem Tätigkeitsbereich.

Die Vereinslazarette waren an die militärisch geführten Reservelazarette angegliedert, wurden vom Militär finanziert und beaufsichtigt. Sie waren trotz der freien Trägerschaft in den Heeressanitätsdienst integriert. Der Grad der Unabhängigkeit war daher gering.

Die Vereinslazarette waren in der Regel in vorhanden, festen Gebäuden untergebracht, weil sie für längere Zeit betrieben wurden. Der Transport der zahlreichen verletzten und erkrankten Soldaten über längere Strecken erfolgte vornehmlich mit der Bahn, durch Lazarettzüge. Auch hier gab es zahlreiche private Initiativen, die analog zu den Vereinslazaretten als → Vereinslazarettzügebezeichnet wurden.

—-




Ich lese:

Nürnberg, den 6.9.15

Mein l. Frauchen, süßes Puppchen &
alle meine Lieben! Georgs Brief,
Mamas Karte erhalten und sage
Euch meinen besten Dank. Bin
soeben untersucht worden und
ist immer noch derselbe, es ist
vorläufig an Besserung garnicht
daran zu denken. Wie geht es Euch
mein Lieben? Was macht meine
Puppe? Ist der Schnuppfen
schon besser? Karlemann ist wohl
sehr viel bei Knauhs denn die
Braut zieht auch dorthin. Was
machen d.l. Eltern und meine l.
Mutter? Wie geht es Dir mein l.
Weib? Wenn Ihr erst (es?) schönes Ver-
einslazarett für mich gefunden
habt dann glaube ich, daß ich schneller
gesund werde bei meinen Lieben.
Nur Vereinslazarett, denn Ihr habt
die Wahl, also bis auf Wiedersehen.
Grüßt und küsst herzl. Euer dankb. (Richard?)

Text oben
& tr. Papa

Wie habt Ihrden Sonntag
erlebt?

Text Bildseite
Nun werde ich von der Heimat nichts mehr schreiben,
denn das viele Quälen hat gar keinen Zweck, machtlos
bin ich doch, aber trotzdem immer Kopf hoch und
munter. Heute früh, 1/2 6 Uhr ist bei uns ein junger
Mensch (Kopfschuß) gestorben, derselber liegt schon ein
volles Jahr. 5x operiert worden und nun musste
er doch hinüber. Die arme Eltern, 4 Söhne im Felde,
2 tot.

Text an der rechten Seite
Mein Leiden ist Reumatismus und Herz und kann die
Sache sehr lange dauern.

Anschrift
Frau
Wanda Roth
Berlin 237
Chorinerstr. 78II

Tagesstempel
NÜRNBERG
-6.9.15. 3-4N
* 2 *

Briefstempel
Vereins-Lazarett
(…)llonhospiz Nürnberg

Absender
Armierungs-Soldat Roth I
14. Armierungs-Batall. 2. Komp.
 
Gauss Am: 19.02.2026 20:23:02 Gelesen: 7419# 1022 @  
@ evwezel [#1020]

Der Stempel könnte vom kath. Gesellenhospiz sein.
 
evwezel Am: 19.02.2026 21:15:54 Gelesen: 7391# 1023 @  
@ Gauss [#1022]

Vielen Dank! Das hilft mir schon weiter.

Einen schönen Abend wünscht Dir

Emiel
 
DFP14-18 Am: 20.02.2026 15:52:09 Gelesen: 7158# 1024 @  
@ evwezel [#1021]

Hallo Emiel,

das Thema der "Heimatlazarette" ist vielschichtig, z.T. auch sehr wechselhaft im Kriegsverlauf.

Deinen Hinweisen zu den Vereinslazaretten kann ich im Wesentlichen zustimmen. Die Einrichtung erfolgte von privaten Organisationen (private Initiative) wie beschrieben. Sie standen jedoch unter militärischer Aufsicht und waren in die Heeresverwaltung eingebunden. Sie wurden selbständig betrieben und waren einem Reservelazarett (rein militärisch organisiert) nicht angegliedert sondern der Aufsicht durch ein nahe gelegenes Reservelazarett (meiste der dortige Chefarzt) unterstellt. Auch wurden die Vereinslazarette nicht "militärisch finanziert", sondern durch Geldspenden der Bevölkerung, Sammlungen, Stiftungen wohlhabender Bürger, Mitgliedsbeiträge der Vereine, Sachspenden und andere Geldquellen finanziert. Zudem kamen staatliche Zahlungen wie Verpflegungssätze pro Soldat, Material-Erstattungen, Medikamente und andere Kosten. Heute sagt man dazu "Mischkalkulation".

Während in den Reservelazaretten rein militärisches Personal (Frauen waren unerwünscht und sehr selten) eingesetzt wurde, waren in den Vereinslazaretten (meist) zivile Ärzte und weiteres Personal, dabei zahlreich auch Frauen (häufig aus Orden oder freiwillige Helferinnen) tätig. Alles unter militärischer Aufsicht.

Es gäbe noch sehr viel hierzu zu sagen, und die Literatur ist umfänglich.

Bestens grüßend verbleibe ich
Uli
 
evwezel Am: 20.02.2026 16:32:56 Gelesen: 7127# 1025 @  
@ DFP14-18 [#1024]

Hallo Uli,

vielen lieben DANK für Deine zusätzliche Erläuterungen. Das auch zu diesem Thema umfängliche Literatur existiert, fürchte ich schon.

Weißt Du vielleicht, mit welchem Buch ich am besten anfangen könnte, wenn möglich, zugänglich geschrieben und keine knochentrockene deutsche wissenschaftliche Literatur ?

Viele Grüße

Emiel
 
evwezel Am: 01.03.2026 12:29:42 Gelesen: 4859# 1026 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich zeige Euch diesmal eine Feldpostkarte, die am 25. Dezember 1917 von der Insel Norderney verschickt wurde.

Viele Grüße

Emiel




Norderney[1] 25.12

Liebe Schwester!

Dein wertes Kärtchen
heute dankend erhalten
mir sehr gefreut darüber
dass du liebe Schwester
an dein(en) Brüder gedacht
hast.
Ja wenn es blos ein
paar Zeihlen sind ein
Soldaat[2] freut sich doch
mann wartet ja immer auf
Post ob noch alles gesund
und munter ist.
Nun will ich schliessen
un dir dieses Kärtchen
bei voller Gesundheit
antrift[3]

Text an der linken Seite
Es grüßt herzlich dein Bruder

Absender
Musk(etier). Findler I. Insel. Wach. Batt. 10/92 [4]
3. Komp. 14. Korporalsch(aft). Norderneÿ

Zensurstempel[5]
EMDEN
GEPRÜFT
U ZU BEFÖRDERN
* P.K. *

Tagesstempel
NORDERNEY
25.12.17. 12-1N
* * a

Anschrift
An E() Brauns
in Werna b/Ellrich[6]
Süharz[7]

[1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Norderney.
[2] Rechtschreibung ist natürlich “Soldat”. Ich kann nicht gut beurteilen, ob hier “Soldaat” oder “Soldadt” geschrieben wurde.
[3] Rechtschreibung ist “antrifft”.
[4] Siehe https://www.norderney-chronik.de/download/eberhardt/inselwache.pdf
[5] Riemer, Karl-Heinz. Die Postüberwachung im Deutschen Reich durch Postüberwachungsstellen 1914-1918, Seite 76, Nr.2
[6] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Werna
[7] Vermutlich wird hier Südharz gemeint.

Auf der Website https://www.norderney-zs.de/magazin/news/norderney-inside/dokumentation-1-weltkrieg/ lesen wir folgendes:

Norderney – Der Beginn des 1. Weltkrieges stellte für die Insel eine Zäsur dar – fluchtartig verließen mitten in der Saison alle Gäste und viele Saisonangestellte die Insel. Mit dem Kriegseintritt des Kaiserreiches am 1. August und der fluchtartigen Überfahrt aller Urlauber auf das Festland begann auch für die Insulaner eine schwere Zeit, die Insel wurde zur Festung ausgebaut – Einnahmen durch den Fremdenverkehr waren auf lange Sicht nicht mehr zu erwarten, die Not allgegenwärtig.
 
volkimal Am: 01.03.2026 13:01:20 Gelesen: 4845# 1027 @  
@ evwezel [#1026]

Hallo Emiel,

ja, die Rechtschreibung lässt sehr zu wünschen übrig. Ich lese:

Liebe Schwester!

Dein wertes Kärtchen
heute dankend erhalten
mir sehr gefreut darüber
das du liebe Schwester
an dein(en) Brüder gedacht
hast.
Ja wenn es blos ein
paar Zeihlen sind ein
Soldadt[2] freut sich doch
mann wartedt ja immer auf
Post ob noch alles gesund
und Munter ist.
Nun will ich schliessen
und (hoffe daß) dir dieses Kärtchen
bei voller Gesundheit
antrift[3]

Text an der linken Seite
Es grüßt herzlich dein Bruder

Absender
Musk(etier). Findler I. Insel. Wach. Batt. 10/92 [4]
3. Komp. 14. Korpo r(a)lsch(aft). Norderneÿ

Anschrift
An Lina Brauns
in Werna b/Ellrich[6]
Süharz[7]

Der Vorname der Empfängerin fängt nicht mit "E" an (vergleiche Ellrich).

Viele Grüße
Volkmar
 
evwezel Am: 01.03.2026 13:51:50 Gelesen: 4824# 1028 @  
@ volkimal [#1027]

Hallo Volkmar,

vielen Dank fùr Deine Korrekturen! Du hast recht, die Rechtschreibung ist hier erbärmlich. Ich bin auch damit einverstanden, dass der Vorname des Schwesters “Lina” sein muss.

Viele Grüße

Emiel
 
DFP14-18 Am: 02.03.2026 20:38:56 Gelesen: 4386# 1029 @  
Hallo Emiel,

Deiner Bitte um Literaturangaben zu Lazaretten im Ersten Weltkrieg ist nicht einfach nachzukommen. Wenn Du ein "Buch mit welchem Du anfangen könntest" suchst, was dann auch noch "keine knochentrockene deutsche wissenschaftliche Literatur" sein soll, dann stehst Du schon im "Abseits". Ein Buch welches speziell und ausschließlich die Lazarette behandelt wäre z.B. Alina Enzensberger: Übergangsräume - Deutsche Lazarette im Ersten Weltkrieg" Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2021. Aus der Reihe "Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft", Band 241

Aber dieses ist natürlich wissenschaftlich fundiert.

Natürlich kommt man auch nicht vorbei am:

"Sanitätsbericht über das Deutsche Heer ...... im Weltkriege 1914/18"; Bearbeitet in der Heeres-Sanitätsinspektion des Reichskriegsministeriums (Bände I - III, plus Kartenbände); Mittler & Sohn Berlin 1934-1938

Darüber hinaus habe ich weitere 8 Bücher, die u.a. auch das Thema Lazarette "bearbeiten" in meiner Bibliothek.

Es ist also nicht so einfach und eher "knochentrocken". Ich möchte hier nicht prahlen aber deutlich machen wie umfangreich die Themen zum Sanitätswesen 1914-1918 sind.

Also nicht erschrecken und fleißig weiter mit Freude sammeln.

Schöne Grüße von Uli
 
evwezel Am: 02.03.2026 21:09:57 Gelesen: 4362# 1030 @  
@ DFP14-18 [#1029]

Hallo Uli,

vielen lieben Dank für deine Hinweise! Ich habe vielleicht ein bisschen übertrieben. Wissenschaftliche Literatur ist mir bestimmt nicht fremd, aber ich habe einfach eine Vorliebe für Historiker die auch gut und spannend schreiben können. Das eine schließt das andere natürlich nicht aus.

Nochmals vielen Dank für deine Hilfe!

Mit bestem Sammlergruß

Emiel
 
Seku Am: 03.03.2026 10:15:47 Gelesen: 4069# 1031 @  
Diese „Deutsche Kriegerkarte“ ging 1916 als Feldpost nach Marburg/Lahn



Zusatz-Briefstempel von der „Reserve-Infanterie-Munitions-Kolonne No. 39“

Ich wünsche einen schönen Tag

Günther
 
Seku Am: 05.03.2026 17:11:43 Gelesen: 3204# 1032 @  
Ansichtskarte Hotel Erbgericht Rathen in der Säschischen Schweiz mit Basteifelsen 1914 - Bahnpoststempel Dresden-Bodenbach. Der Ort liegt im heutigen Tschechien und heißt Děčín.



Die Karte ging als Feldpostkarte nach Dresden-Strehlen in die Oskarstraße 4

Beim Jahrhunderthochwasser 2002 wurde das Gebäude schwer beschädigt und abgerissen. Heute steht da ein Steiger-Hotel.

Ich wünsche einen schönen Abend

Günther
 

Das Thema hat 1032 Beiträge:
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