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Thema: Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg
Das Thema hat 542 Beiträge:
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vals59 Am: 07.09.2018 20:11:18 Gelesen: 28046# 518 @  
Hallo zusammen,

anbei ein Brief, der durch die Postverteilungsstelle der Militär-Einsenbahn-Direktion I. am 6 November 1918 geschickt wurde. Die M.E.D. 1. war in Lille (Nordfrankreich).Die deutschen Truppen verlassen Lille am 17. Oktober 1918.

Kann jemand mir sagen, wo die M.E.D. 1. im November 1918 eingerichtet war?

Grüss aus Frankreich.
Emmanuel.


 
DFP14-18 Am: 07.09.2018 23:06:49 Gelesen: 27999# 519 @  
Hallo Totalo-Flauti,

bisher war nur die Postsammelstelle "Leipzig 2" gängig. Nun ist auch die PSSt "Leipzig 1" belegt. Dabei sollte es aber wohl bleiben. Weitere PSSt kann ich mir nicht vorstellen, sehe auch keinen Sinn darin. Eine evtl. Aufgabenverteilung der beiden Leipziger Stellen ist mir nicht bekannt.

Richtig ist, dass die Postsammelstellen quasi Schnittstellen zwischen den Heimatpostämtern und den Feldpostanstalten waren für die Sendungen aus der Heimat ins Feld. Umgekehrt waren die Postverteilungsstellen die Schnittstellen zwischen den Feldpostanstalten und den Reichspostanstalten.

In meiner Abhandlung über die ersten 40 Tage des 1. Weltkrieges habe ich die Verhältnisse auf Seite 19 recht genau beschrieben. Hier ein hoffentlich lesbarer Ausschnitt aus meinem Buch.



Seid alle gegrüßt
Uli
 
DFP14-18 Am: 09.09.2018 15:57:46 Gelesen: 27390# 520 @  
@ vals59 [#518]

Hallo Emmanuel,

nach meinen Kenntnissen waren die Standorte der "MED 1" folgende:

- mobil seit 2.8.1914 und Standort Aachen
- am 17.8.14 mit Vormarsch der Truppen nach Belgien, ab 2.9.14 in Brüssel
- ab dem 26.10.1914 in Lille in Frankreich, dort verblieb die Direktion bis Kriegsende

Über die Verlegungen beim Rückzug aus dem Westen liegen mir keine Informationen vor.

Das von der MED1 verwaltete Gebiet der Eisenbahnen war sehr weitläufig. Es betraf die Gebiete vom Frontverlauf im Westen bis Gent im Osten (Flandern, Belgien) sowie südlich angrenzende französische Gebiete des Artois (Lille, Douai, Valenciennes, Péronne u.a).

Der von Dir abgebildete Feldpoststempel ist zwar ein stummer Stempel der Eisenbahnen (durchaus auch von der MED1 benutzt). Er ist jedoch kein Stempel einer Postverteilungsstelle, denn diese Stellen lagen bereits im Reichgebiet und benutzten Ortsstempel. Stumme oder ausgestanzte Feldpoststempel der Postverteilungsstellen kann es deshalb nicht geben. Als Ausnahme ist lediglich von Brüssel ein Briefstempel mit Inschrift "POSTVERTEILUNGSSTELLE KOMMANDANTUR BRÜSSEL" bekannt.

Vergleiche auch die Ausführungen in der Abbildung in meinem Beitrag [#519].

Die Stempel der Postverteilungsstellen findet man nur auf Briefbundzetteln ("Titelschildern"). Eine Ausnahme gibt es auch hier von besagter PVSt Brüssel, wo auf normalen Belegen dieser Briefstempel (kein Poststempel) vorkommt, aber immer mit zusätzlichem Ortsstempel!



Dies ist der typische Stempel einer Postverteilungsstelle.



Dies ist die Ausnahme!

Absender: Landsturmmann Wyrth, Deutsches Sinfonie-Orchester, Brüssel Soldatenheim; Stempel (schwach): Brüssel/Bruxelles 13. Sept. 1917

Freundliche Grüße
Uli
 
Totalo-Flauti Am: 09.09.2018 18:13:32 Gelesen: 27322# 521 @  
@ vals59 [#517]
@ DFP14-18 [#520]

Ihr lieben Beiden,

vielen Dank und weiter so. Ich freue mich auf jeden neuen Beitrag von Euch.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.
 
vals59 Am: 09.09.2018 18:54:55 Gelesen: 27300# 522 @  
@ DFP14-18 [#520]

Hallo Ulrich,

Danke für Deine Antwort.

Lille war am 17. Oktober 1918 befreit. Die MED1 hat also, nach einem anderen Ort umzuziehen.

Bezüglich des Stempels, warum im Handbuch der ArGe spricht man über der Postverteilungsstelle der MED1?



Grüss aus Frankreich.
Emmanuel.
 
DFP14-18 Am: 10.09.2018 22:03:04 Gelesen: 26841# 523 @  
@ vals59 [#522]

Guten Abend Emmanuel,

Dein Einwand ist berechtigt und ich werde ihm nachgehen.

Das Handbuch wird gerade in neuer Auflage bearbeitet. Deshalb ist es sehr gut an der Zeit, die Frage neu zu diskutieren. Im Handbuch sind zwar die Abbildungen, aber es ist nirgends eine Erklärung darüber beschrieben worden. Ich habe damals im Jahr 2000 an der Erstellung des Handbuches mit gearbeitet. Die Abbildungen hat Herr Dr. Anderson damals ohne konkrete Diskussion eingearbeitet. Seitdem ist nichts mehr verändert worden. Aber niemand ist unfehlbar und "neue Zeit - neues Wissen", mal sehen,was dabei herauskommt.

Bitte lies den Text auf Seite 101 des Handbuches. Dort ist nichts von einer militärischen PVSt geschrieben, ausschließlich solche in großen und grenznahen Städten.

Die Postverteilungsstellen (PVSt)lagen bereits auf Reichsgebiet, deshalb auch keine Feldpoststempel. Der *m*-Stempel ist nur bei der Eisenbahn verwendet worden, das ist Fakt. Es hat wohl auch eine Verteilungsstelle der MED1 gegeben, was durch die Abbildung auf Tafel 37 erkennbar ist. Wo diese Verteilungsstelle aber gelegen hat ist mir nicht klar. Unklar ist auch, wo der Stempel abgeschlagen wurde; vielleicht noch im Etappengebiet und die Feldpostbunde wurden der PVSt der MED1 zugeführt und von dort ohne neue Abstempelung (Aachen?) weitergeleitet? Das würde die Sache erklären. Oder liegt hier wirklich eine Ausnahme von der Regel vor? Denn die Postverteilungsstellen (bewußt nicht Feldpostverteilungsstellen genannt!) wurden vom Reichspostamt eingerichtet. PVSt von militärischen Formationen/Einrichtungen sind ansonsten nicht bekannt.

Facit: Ich werde mich bemühen, hier Klarheit zu verschaffen.

Beste Grüße
Uli
 
vals59 Am: 11.09.2018 20:00:44 Gelesen: 26710# 524 @  
@ DFP14-18 [#523]

Hallo Ulrich,

vielen Dank für Deine Antwort.

Tatsächlich ist es ein Thema zum vertiefen. Meiner Meinung nach ist das Handbuch der ArGe ausgezeichnet und ich empfehle es allen Liebhabern der Postgeschichte des 1. Weltkrieges.

Viele Grüsse.
Emmanuel.
 
hajo22 Am: 15.09.2018 11:43:49 Gelesen: 25257# 525 @  
Postkarte (Kriegsgefangenen-Post) aus Dole vom 21.12.1915 an das Postamt für Adressenergänzung (Amt) 24 in Berlin in Sachen eines französischen Unterleutnants.

Aufkleber vom PA N 24 in Berlin: "Zurück an den Auflieferer / Retour à l'envoyeur. Empfänger nicht ermittelt / destinataire introuvable"

Dieser Aufkleber war mir bislang unbekannt (mein Kaufmotiv).

Die kurze Botschaft auf der Rückseite (frei übersetzt von mir) lautet:

Mein Herr, Ihre Familie ist in Sorge. Wollen Sie bitte umgehend von sich hören lassen. Ich grüße Sie (Unterschrift und Adresse in Dole).



hajo22
 
DFP14-18 Am: 15.09.2018 22:04:48 Gelesen: 24900# 526 @  
@ vals59 [#522]

Hallo Emmanuel,

zuerst zu Deiner Frage nach dem Verbleib der Militär-Eisenbahn-Direktion 1 (MED 1) nach Rückzug aus Lille ab Mitte Oktober 1918. Die genauen Stationen im Rückzug im Einzelnen kenne ich nicht. Anbei jedoch eine Ansichtskarte aus " Mecheln" mit dem so markanten stummen Feldpoststempel " Deutsche Feldpost *m*". Datum der Abstempelung ist der 7.11.18. Es findet sich der Formationsstempel der MED 1 und eine handschriftliche Angabe " z.Zt. auf Transport". Das erklärt doch so einiges. Ob Mecheln allerdings der Standort zu diesem Zeitpunkt war ist aber unsicher, vielleicht wurde die Karte auch während des Transportes erworben und irgendwo abgeschickt. Der Weg über Mecheln ist aber sehr wahrscheinlich.

Bitte aber beachten, es ist hier nicht von der Verteilungsstelle die Rede. Absender ist ein Kanonier ("Kan."), der hatte bestimmt nichts mit der Postverteilungsstelle zu tun. Man findet dieses *m*-Stempel auf Belegen von ganz verschiedenen Formationen der MED 1. Es ist der Stempel der MED 1, nicht jedoch ausschließlich der von der Postverteilungsstelle!

Die Verteilungsstelle selbst hatte keinen eigenen Stempel. Hier irrt das Handbuch!

Ich bearbeite den Sachverhalt gerade intensiv und habe dabei sehr interessante Ergebnisse gefunden. Dazu aber später.



Viele Grüße von der Nordsee
Uli
 
vals59 Am: 15.09.2018 23:58:25 Gelesen: 24811# 527 @  
@ hajo22 [#525]

Hallo hajo22,

am 26. November 1914 wurde die Kriegsgefangenenbriefstelle in Berlin in Betrieb genommen. Sie wurde dem Postamt Berlin n ° 24 angegliedert und wurde beauftragt die Haftorte für jedes Gefangene zu sammeln, um der Kriegsgefangenenpost mit schlecht oder ungenügend Anschrift weiterzuleiten.
Nach Karl SCHRACKE [1[ beschäftigte dieser Stelle 165 Mitarbeiter. Die Gefangenenkartei fand sich in 1835 Kasten mit je ungefähr 1500 Namenkarten.



Diese Karte wurde von LOURCHES (besetztes Gebiet, Nordfrankreich) im Dezember 1916 nach Alphonse BIERE Französischer Gefangener in Stadt SPENGE gesandt. Offensichtlich fand sich dieser Gefangene dort nicht und die Karte wurde im Berlin n ° 24 zurückgesandt.

Ein Alphonse BRIERE wurde im Lager MÜNSTER I gefunden, aber es handelte sich um dasselbe Gefangene nicht.

Noch einmal, im Berlin n ° 24 zurückgesandt, wurde die Karte dann dem Absender zurückgesandt.

Grüss aus Frankreich.
Emmanuel.

[1] Karl SCHRACKE: Geschichte der deutschen Feldpost im Kriege 1914/18.
 
hajo22 Am: 16.09.2018 00:13:42 Gelesen: 24802# 528 @  
@ vals59 [#527]

Merci, très bien.

Ach hätte es doch diesen so sinnlosen und furchtbaren Krieg nie gegeben!

Des salutations de Bavière.

hajo22
 
vals59 Am: 16.09.2018 00:25:30 Gelesen: 24797# 529 @  
@ DFP14-18 [#526]

Hallo Ulrich,

ich glaube, dass sich Mecheln im Bereich der Linienkommandantur Brüssel fand.

Viele Grüsse.
Emmanuel.
 
DERMZ Am: 01.10.2018 21:10:12 Gelesen: 13712# 530 @  
Guten Abend,

heute eine recht ereignislose Karte, die den lieben Angehörigen die besten Grüße von der Fahrt zukommen lässt. Doch wer hat sie aus welcher Einheit geschrieben?





Vielen Dank für eine Lösung sagt Olaf
 
Totalo-Flauti Am: 03.10.2018 10:48:09 Gelesen: 13555# 531 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ein "Sonntagsbeleg" vom 09.08.1914 aus Leipzig-Gohlis nach Ursprung bei Lugau. Der Gefreite Max Schmiedel schreibt an seine Frau:

"Liebe Frau!
Schicke mir doch 10 Mark hier (her).
Ich liege jetzt in den Kasernen der
18'ten Ul.(anen) Mache vorläufig
noch nicht weg. Mir geht es noch
gut. Also schicke mir das Geld
sofort.

AW. Feldpost Eigene Ange-
legenheit
Gefr.Schmiedel des Empfängers
Res.Ers.(?) 18.U.Leipzig
Mit Gruß Dein Max."
 

Zu der Zeit läuft der Aufmarsch im Westen auf vollen Touren. Alle "wichtigen" Kriegsparteien befinden sich im Kriegszustand. Das 2. Königlich Sächsische Ulanen-Regiment Nr. 18 gehörte zur 24. Division und war ausschließlich im Westen eingesetzt.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 

webpirate Am: 03.10.2018 13:50:58 Gelesen: 13487# 532 @  
Aus einem Lazarett in Kolkwitz bei Cottbus lief die heutige "Deutsche Kriegskarte" als Feldpost nach Berlin an den Vater des Schreibers und erhielt am Aufgabeort den KOS

KOLKWITZ / (KR. COTTBUS) / * * / 25.6.15



Gruß
Denis

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Kreisobersegmentstempel auf Belegen - Kreisstempel mit Segment oben"]
 
Totalo-Flauti Am: 03.10.2018 14:36:15 Gelesen: 13528# 533 @  
Liebe Sammlerfreunde,

bei dem folgenden Brief weiß ich nicht genau, ob es ein Dienstbrief (Vermerk "Heeressache") oder doch ein Feldpostbeleg (siehe Aufgabestempel) ist. Der eingeschriebene Brief wurde lt. dem Nebenstempel im Leipziger Postamt 13 zwischen der gewöhnlichen Post aufgefunden und entsprechend als Einschreiben behandelt.

In Gohlis, wo sich neben diversen Kasernenanlagen auch das Bezirkskommando II befand, wurde auf der Rückseite die Ankunft dokumentiert. Informationen über das Landwehr Fußartillerie-Bataillon Nr.52 konnte ich leider nicht finden.

Die generelle Portofreiheit ist ja durch das Dienstsiegel der Einheit gegeben. Aber mußte denn nicht mindestens die Einschreibegebühr in Marken dargestellt werden?

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
vals59 Am: 03.10.2018 20:08:26 Gelesen: 13450# 534 @  
@ DERMZ [#530]

Hallo Olaf,

Der Absender war in Feld-Rekruten Depot der 54. Infanterie Division.

Grüss aus Frankreich.
Emmanuel.
 
DERMZ Am: 03.10.2018 20:22:52 Gelesen: 13447# 535 @  
@ vals59 [#534]

Vielen Dank Emmanuel,

das hätte ich nie gefunden bzw. erkannt.

Merci sagt Olaf
 
vals59 Am: 04.10.2018 00:27:41 Gelesen: 13405# 536 @  
@ Totalo-Flauti [#533]

Hallo Totalo-Flauti,

Nur konnten die Feldpost-Dienstbriefe als Heeressache per Einschreiben gesandt sein. Die Marken waren also in diesem Fall nicht notwendig.

Unten ein Dienstbrief, der vom württembergischen Kriegsministerium gesandt wurde.

Grüss aus Frankreich.
Emmanuel.


 
DFP14-18 Am: 07.10.2018 11:11:39 Gelesen: 13023# 537 @  
@ Totalo-Flauti [#533]

Guten Tag Totali-Flauti,

der Beleg ist nicht uninteressant.

Postsendungen in Militär dienstangelegenheiten galten als Reichs dienstsachen und waren gebührenfrei. Sie waren zu Kriegsanfang mit "Militaria", später mit "Heeressache" oder "Marinesache" zu kennzeichnen und mussten mit einem Dienstsiegel oder -stempel versehen werden. Die Dienstsendungen von Feldpostanstalten wurden mit "Feldpostsache" gekennzeichnet. Die Gebührenfreiheit galt jedoch nur im Ferverkehr, nicht in Ortsverkehr!

Das Landwehr-Fußartillerie Batl. 52 wurde erst 1917 aufgestellt (sicher erst ab 6.4.17) in der Champagne. Versand im Sinne "Ferverkehr" nach Leipzig ist also offensichtlich, zumal auch ein gewöhnlicher ausgestanzter Feldpoststempel verwendet wurde.

Nun aber die Sache mit dem Vermerk "persönlich" und das ohne jede Namensnennung. Was soll also hier persönlich sein? Dienstsachen konnten auf der anderen Seite nicht "persönlich" sein. Beide Bezeichnungen Heeressache und persönlich passen also nicht zusammen.

Eingeschriebene Briefe waren bei der Deutschen Feldpost nur als "Heeressache" mit dienstlichem Inhalt zulässig und gebührenfrei. Private Sendungen konnten nicht eingeschrieben werden, sie mußten als nachzuweisende Sendung (z.B.) als Wertbrief versand werden und mit dem Vermerk "Wertbrief" versehen werden. Diese waren bis 50 g und 150 Mark Wertangabe aber ebenso gebührenfrei. Private Einschreibsendungen waren nur innerhalb des Reichsgebietes bei Reichspostanstalten, oder in den besetzten Gebieten über dortige deutsche Postanstalten möglich. Diese unterlagen dann allerdings der vollen Gebührenpflicht.

Facit in unserem Falle: Der Brief ist über die Feldpost gelaufen. Entweder es ist ein Dienstbrief, dann irritiert der Vermerk "persönlich" und es fehlt der R-Zettel (warum auch immer?). Oder es ist ein Privatbrief unter 50 Gramm, dann wäre es kein Einschreiben und der R-Zettel fehlt rechtens, der Vermerk "Einschreiben" wäre dann aber falsch. Beide Sendungsarten wären aber tatsächlich gebührenfrei.

Bei der Absender-Feldpostanstalt wurde der Brief wohl nicht als Einschreiben anerkannt und als gewöhlich Feldpost behandelt. Im Postamt "Leipzig 13" wurde dieser dann aber doch als Dienstbrief (Heeressache) aufgefasst und somit wie ein Einschreiben behandelt.

Wie gesagt, auch mal ganz interessant.

Gruß Uli
 
vals59 Am: 04.11.2018 15:59:54 Gelesen: 2936# 538 @  
@ Totalo-Flauti [#512]
@ vals59 [#513]

Hallo Totalo-Flauti,

anbei ein Brief von General-Oberst von Falkenhausen, Oberbefehlshaber der 6. Armee. Dieser Brief wurde am 25. April 1917 gesandt. Obwohl es sich um kein Einschreiben handelt, trägt dieser Brief das Nummerstempel der Feldpostexpdition des Armeeoberkommandos 6. Hier ist dieses Stempel violett, anstatt wie gewöhnlich schwarz zu sein. Es scheint, daß die Post des Oberbefehlshabers von eine besondere Behandlung profitierte.



Grüss aus Frankreich.
Emmanuel.
 
Totalo-Flauti Am: 04.11.2018 18:47:47 Gelesen: 2831# 539 @  
@ DFP14-18 [#537]
@ vals59 [#538]

Vielen Dank für Eure Hilfe und Hinweise. Ich bin begeistert.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.
 
Seku Am: 09.11.2018 15:23:42 Gelesen: 1228# 540 @  
Nachrichten von der fernen Front aus dem Museum für Kommunikation in Nürnberg

Spannende Quellen: Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg nun abrufbar - Etliche Stempel sind für unser Hobby auch dabei

Es war die einzige Möglichkeit, um miteinander in Kontakt bleiben zu können — wenn auch sehr spärlich. Während des Ersten Weltkriegs war die Feldpost auch der einzige Trost zwischen Heimat und Front. Nun können 735 Briefe digital abgerufen werden und gewähren damit einen spannenden Einblick in die deutsche Geschichte.

https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?query=&offset=0&rows=20&facetValues%5B%5D=provider_id%3DK7IKSC32MCY44PTK3FTXDITZ6IJFYKXJ&isThumbnailFiltered=false
 
Seku Am: 10.11.2018 20:17:06 Gelesen: 992# 541 @  
@ [#540]

Zur Vertiefung:


 
HWS-NRW Am: 10.11.2018 21:48:48 Gelesen: 971# 542 @  
Hallo,

sitze gerade wieder bei der Durchsicht meiner fertig gestellten Kapitel für ein neues Buch über das "Militärsanitätswesen in Berlin" und da fiel mir diese Postkarte auf, die ich auch in einem weiteren Forum hier einstellen könnte,da ich in dieser Klinik in Berlin mal für ein paar Jahre gearbeitet habe.



FP-Karte, geschrieben im Mai 1915 im Vereins-Lazarett "Oskar-Helene-Heim" in Berlin-Zehlendorf mit violettem Oval-Briefstempel und Zweikreis-Stegstempel des Postamtes ZEHLENDORF (WANNSEEBAHN) 1.

mit Sammlergruß
Werner
 

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