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Thema: Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg
Das Thema hat 680 Beiträge:
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skribent Am: 18.02.2022 09:55:32 Gelesen: 31638# 656 @  
Guten Morgen!

Hier ist eine AK von der Tophane in Konstantinopel an das Fräulein Elisabeth Conrad in Friedrichshagen



Die Karte wurde abgeschickt von einem Angehörigen der "Reserve Eisenbahn-Bau-Compagnie 16" und sie wurde aufgegeben in KONSTANTINOPEL als Feldpost von der Militär-Mission am 15.10.1916.

Eine weitere türkische AK wurde als Feldpost am 16.6.1917 bei der Militär-Mission in SMYRNA aufgegeben und sollte ursprünglich nach Jüterbog gehen.



Abgeschickt wurde sie von einem Angehörigen des "Eisenbahn-Sonder-Kommando-Nr. 8 - Werkstätten-Abteilung für die Smyrna-Cassaba-Bahn".

Ob diese Karte jemals seinen Empfänger erreicht hat, bleibt dahingestellt, denn nach 4 verschiedenen Such- und Zurückvermerken, wurde am 13.7.1916 ultimativ das "ZURÜCK" dick vermerkt.

MfG >Franz<
 
volkimal Am: 18.02.2022 10:17:16 Gelesen: 31629# 657 @  
@ skribent [#656]

Hallo Franz,

als Ergänzung zwei Postkarten an meinen Großvater:





Karte vom Gefreiten H. Wilms vom 8.12.1916 aus Konstantinopel. Er schreibt: „Lieber Herr Pfarrer! In Konstantinopel gut angekommen und endlich Beschäftigung bekommen. Als Sanitäter auf dem Badezug Haidar Pascha. Sonst hier sehr schön und auch alles zu bekommen, bloß keine Zigarren. … Einen schönen Gruß Herrn Rittmeister Wätchen.“

Der Badezug Haidar Pascha“ war ein Bahndesinfektionswagen, als Entlausungsanstalt (im Soldatenjargon damals Lausoleum) für aus Mesopotamien und Syrien-Palästina zurückgekommenen Soldaten. Diese kamen mit der Bagdadbahn bis Konya, dann mit der kleinasiatischen Bahn bis Izmit, von wo sie der Badezug nach Haidar Pascha (= Haydarpaşa), dem kleinasiatischen Stadtteil von Konstantinopel brachte. Die Karte trägt den Stempel der Feldpost Militär Mission Konstantinopel und den violetten Briefstempel des Deutschen Etappen-Lazaretts Konstantinopel.





Karte mit dem Briefstempel des Deutschen Etappensanitätsdepots Konstantinopel. Herr Wilms bedankt sich am 14. 1.1917 für die Zigarren. Das Päckchen war nur 10 Tage unterwegs.

Viele Grüße
Volkmar
 
bedaposablu Am: 25.02.2022 18:33:03 Gelesen: 29304# 658 @  
Hallo miteinander!



Karte am Vereinsabend erhalten. Feldpostkarte vom 20.09.2015.

Wer kann etwas zu diesen Stempeln sagen? Bin da absoluter Laie. Was kostet eigentlich so eine Karte (5,- sind mit Bleistift vermerkt)?

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
charly999 Am: 25.02.2022 21:52:06 Gelesen: 29268# 659 @  
@ bedaposablu [#658]

Die saubere Qualität ist hervorzuheben, ansonsten ein Feld-, Wald- und Wiesenbeleg, den man früher mit 1 DM gehandelt hätte. Ein Armierungsbataillon ist eine Baueinheit, also nichts Spektakuläres.

Die Feldpoststation Nr.3 war eine bayerische Feldposteinheit. Ich habe den Arge-Katalog jetzt nicht zur Hand, aber der Stempel ist nach meiner Erinnerung sehr häufig und es gibt ihn in mehreren Typen. Immerhin, in der schönen Qualität muß man ihn auch erst einmal finden.
 
DFP14-18 Am: 26.02.2022 13:17:45 Gelesen: 29078# 660 @  
@ bedaposablu [#658]

Es handelt sich wie von Charly999 schon angemerkt um einen einfachen Beleg. Der Feldpoststempel der Feldpoststation 3 der 6.Armee ist sehr häufig. Es handelt sich um die Katalognummer 2744 des Stempelhandbuches der ArGe Deutsche Feldpost 1914-1918. Diesen Stempel gibt es in 7 verschiedenen Variationen (die ich selbst für den Katalog bearbeitet habe).

Der Truppenstempel des Armierungsbatallions 120 ist ebenfalls häufig, d.h. nichts Besonderes.

Wert der Karte für Feldpostsammler 1,-- EURO.

Gruß Uli
 
bedaposablu Am: 26.02.2022 17:28:59 Gelesen: 28993# 661 @  
@ charly999 [#659]
@ DFP14-18 [#660]

Hallo Charly999 und Uli,

danke für Eure Erläuterungen zu meiner Feldpostkarte. Ich habe null Ahnung von der Feldpost 1. Weltkrieg. Neben Briefmarken, Briefe etc. sammle ich auch Ansichtskarten und habe auf der letzten Vereinszusammenkunft ca. 35 Ansichtskarten (wegen der Stempel) für null Euro erhalten, d.h. ich brauche also kein schlechtes Gewissen haben.

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
skribent Am: 03.03.2022 15:53:18 Gelesen: 27688# 662 @  
Guten Tag,

ein am 28. April 1916 in Charleroi auf dem Postamt I aufgelieferter Einschreibbrief an den Herrn Oberstleutnant in Döberitz.



Landespost i Belgien Mi.-Nr.: 1-4.

In meinem ollen Katalog von 1991/92 steht: keine Marken der Kaiserlich Deutschen Post, sondern solche der "Landespost". Diese sollten von der Zivilbevölkerung und nicht von Mitgliedern der Truppe genutzt werden.

Was tut man nicht alles für einen Oberstleutnant?

MfG >Franz<
 
Heinrich3 Am: 09.03.2022 14:08:19 Gelesen: 26809# 663 @  
Hallo,

obwohl groß "Feldpost!" auf der Karte vermerkt ist, befürchte ich, daß die blaue 10 das Nachporto ist, das Frl. Maier zahlen mußte oder auch ihr Vater. Ich denke, daß für eine postalisch korrekte Feldpost ein Stempel auf der Karte fehlt.


 
charly999 Am: 09.03.2022 20:19:22 Gelesen: 26784# 664 @  
@ Heinrich3 [#663]

Der Aufgabestempel der Feldpost fehlte oft. Entscheidend für die Inanspruchnahme der Gebührenfreiheit war der Briefstempel des Truppenteils, dem der Absender angehörte. Der ist hier vorhanden. Ich tippe auf eine durchnummerierte Korrespondenz, zumal ein Nachportovermerk wohl nicht so klein in der rechten oberen Ecke angebracht worden wäre.

charly99
 
Heinrich3 Am: 11.03.2022 20:35:44 Gelesen: 26737# 665 @  
@ charly999 [#664]

Danke! In diese Richtung habe ich auch gedacht, wollte aber doch eine "2. Meinung" - wie beim Doktor.

Mit Philat. Grüssen
Heinrich
 
Totalo-Flauti Am: 14.04.2022 22:50:48 Gelesen: 19791# 666 @  
Liebe Sammlerfreunde,

eine Postkarte vom 12.4.1917 aus Leipzig-Möckern. Der Sohn sendet die besten Grüße von der Musterung an seinen Vater, der wohl schon im Felde stand. Ob ein Großteil der Männer 1917 noch so fröhlich zur Musterung gegangen sind, wie hier auf der Postkarte zu sehen ist?

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
skribent Am: 30.04.2022 15:03:46 Gelesen: 15862# 667 @  
Guten Tag,

heute einmal ein herrlicher Irrläufer Österreich/Ungarn - Deutschland.

Der Absender Hans Feriz liegt verletzt im K.u.K. Garnisonsspital Nr. 19 in Pozseny, was durch den Abschlag eines Einheitenstempels belegt wird.

Er schreibt an seinen alten Freund, den Pionier Franz Sengelaub (?) beim Eisenbahnregiment 1, Ersatz-Baon, Berlin-Schöneberg und vermerkt am Schluss der Adresse den Hinweis "Falls im Felde - bitte nachsenden!

Aufgeliefert wird die Feldpostkorrespondenzkarte auf dem Postamt in Sopron am 24. Januar 1916.



Und dann beginnt die Suche:

Eisenbahn Ers. Baon Berlin - nicht,
Militär Eisenbahn Werkstätten Abtlg. 3 - nicht
Militär Eisenbahn Ers. Kompanie - nicht,
3. Ers. Komp. E.R.I. - nicht.
Milit. Eisenbahn Werkstätten Abtlg. I. - nicht, (roter Stempel),
Rekruten-Depot E.R.I. - nicht, (roter Stempel),
2. Ers. Kompanie Eisenbahn Regiment I - nicht.

Die Karte erhielt dann die Stempel: "Adresse ungenügend" und "An Absender zurück".
In Sopron wieder eingetroffen am 22. März 1916 (Stempel) mit Zensurvermerk von Budapest.

Ob der Hans nach diesen 2 Monaten noch im Spital lag, ist leider nicht bekannt.

MfG >Franz<
 
HWS-NRW Am: 30.04.2022 17:52:39 Gelesen: 15796# 668 @  
@ skribent [#667]

Gratulation, ein toller Beleg !

mit Sammlergruß
Werner
 
Totalo-Flauti Am: 16.05.2022 22:36:01 Gelesen: 11624# 669 @  
siehe auch [#514]

Liebe Sammlerfreunde,

folgender Brief-/Päckchen-Bundzettel der Postsammelstelle Leipzig 1 ist mir in den Sammlerschoß gefallen. Es geht um Post an die 2.Kompanie des Reserve-Infantrieregiments Nr. 102 in der 24. Reservedivision. Die Post wurde am 19.06.1915 auf den Weg gebracht. Wenn ich das handschriftliche Kreuz richtig deute, geht es um Päckchen. Neben Tagesstempel und Siegelmarke der Postsammelstelle wurde der Inhalt von einem Postbeamten geprüft. Weiterhin wurde der Leitpunkt festgelegt und ebenfalls geprüft. Als Leitpunkt ist das kleine Städtchen Diedenhofen - Thionville nördlich von Metz in Lothringen festgelegt worden.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Totalo-Flauti Am: 27.05.2022 17:28:38 Gelesen: 8623# 670 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich habe mal wieder einen Umschlag für Mannschaftsbriefe aus der Briefsammlungsstelle Leipzig 2 erhalten. Der Brief ist auf die Feldpoststation Nr.52 in Juniville nordöstlich von Reims ausgestellt. Die Feldpoststation 52 verwendete den Umschlag nochmal, um Post an die 3. Etappen-Inspektion in Rethel nördlich von Juniville zu senden. Dafür wurde der Briefumschlag "umgekrempelt".

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
bedaposablu Am: 27.05.2022 19:15:24 Gelesen: 8592# 671 @  
Hallo miteinander!





Wer von den Spezialisten kann mir mehr zu diesem Stempel, Absender bzw. Absendeort mitteilen?

Wie kommt man auf das Jahr (1915) wenn nicht im Text angegeben?

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Richard Am: 27.05.2022 22:25:41 Gelesen: 8549# 672 @  
@ bedaposablu [#671]

Wie kommt man auf das Jahr (1915) wenn nicht im Text angegeben?

Hallo Klaus-Peter,

ich bin zwar kein Spezialist, aber ich habe die Karte um 90 Grad nach links gedreht und kann jetzt deutlich das Datum 26.5.15 lesen, welches in Monat und Tag mit dem Feldpoststempel übereinstimmt.

Grüsse aus Friesenhofen, Richard
 
wuerttemberger Am: 28.05.2022 08:15:49 Gelesen: 8385# 673 @  
@ bedaposablu [#671]

Du kannst es auch aus dem Text schließen. "Die Feiertage ganz gut erlebt ...". Im Mai kann es sich nur um Pfingsten handeln und die Pfingstfeiertage lagen im Jahre 1915 am vorangegangen Wochenende.

Gruß
wuerttemberger
 
Lars Boettger Am: 28.05.2022 09:07:24 Gelesen: 8370# 674 @  
@ bedaposablu [#671]

Hallo Klaus-Peter,

aus mehreren Anhaltspunkten:

1. Datum: Der 26.5. kann nicht aus dem Jahr 1914 stammen, der Krieg begann (inoffiziell) am 1.8.1914. Da kommen nur die Jahre 1915 und 1916 in Frage.

2. Stempelform I: Ab Februar 1917 durften die Feldpoststempel keine Angaben mehr zur Herkunft des Amtes enthalten, die Stempel wurden aptiert.

3. Stempelform II: Die Einkreisstempel sind Produkte der Vorkriegszeit, sie wurden nach und nach gegen moderne Stempelformen ausgetauscht.

4. Literatur: Der Stempel ist bei Karl-Heinz Schriever, Die Deutschen Feldpoststempel 1914 - 1918, verzeichnet. Er trägt die Nummer 221 und ist vom August 1914 bis Juli 1916 registriert. Es scheint ein häufiger Stempel zu sein.

Ich habe einmal den Stempelinhalt "gegoogelt" [1].

Beste Grüße!

Lars

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/IV_Reserve_Corps_(German_Empire)
 
bedaposablu Am: 28.05.2022 20:52:55 Gelesen: 8155# 675 @  
@ Richard [#672]
@ wuerttemberger [#673]
@ Lars Boettger [#674]

Dank an Alle!

Ich bekomme bei meinen Ansichtskartenvereinsabenden immer mal Ansichtskarten mit interessanten Stempeln unter die Finger und sichere diese.

Leider bin ich kein Spezialist für Feldpost 1. WK, habe aber auch bei meinen Mitsammlern die eine oder andere Frage in dieser Richtung gestellt bekommen. "Ist doch bestimmt für einen Philatelisten interessant ?"

Das handschriftliche Datum 26.05.2015 habe ich gelesen, den Text aber konnte ich nicht entziffern, weder den Aufgabeort noch den Textinhalt. Dann kam die Frage, wenn im Stempel keine Jahresangabe, wie erkennt man dann das Jahr (Z.B. für die Stempeleingabe in der Datenbank)?

Sehr interessant für mich auch die Infos von Lars.

Ich habe diesbezüglich noch eine andere FeldpostKarte, die ich in den nächsten Tage zeigen werde, wo ich aber noch etwas im Internet recherchieren möchte,

Nochmals recht vielen Dank und viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
bedaposablu Am: 29.05.2022 17:23:46 Gelesen: 7857# 676 @  
Hallo miteinander!

Hier die angesprochenen Feldpostkarte aus Hamburg mit dem Elbtunnel auf der Bildseite und den Tunneldaten auf der Rückseite oben:





Leider kann ich auch hier die alte deutsche Schrift nicht lesen. Aus diesem Grund habe ich den Scann etwas nachgedunkelt. Über den Truppenstempel habe ich leider nichts gefunden, der Bandstempel ist in der Datenbank zu finden.

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
HWS-NRW Am: 29.05.2022 17:46:31 Gelesen: 7841# 677 @  
@ bedaposablu [#676]

Hallo Klaus-Peter,

ein sehr schöner und graphisch äusserst interessanter Beleg, hätte gut in mein Buch über das Sanitätswesen gepaßt. Ich denke mal, das der Absender wohl ein Soldat eines der vier Magdeburger Inf.Regimenter war, die seinerzeit an der Westfront (u.a. Verdun) eingesetzt waren und nach einer Verwundung dann nach Hamburg in das Reservelazarett II in Altona gebracht wurde und von dort aus event. einem Kameraden schrieb.

mit Sammlergruß
Werner
 
DFP14-18 Am: 29.05.2022 17:55:53 Gelesen: 7837# 678 @  
@ bedaposablu [#671]

Hallo Zusammen,

Lars hat schon wichtige Punkte für diesen Stempel beschrieben. Ergänzen möchte ich (Leiter der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Feldpost 1914-1918) noch folgendes:

Schon im Deutsch-französischen Krieg benutze man diese Stempelform und -art. Es handelt sich um "Einsatztypenstempel" in Einkreisform. Das Datum wurde täglich durch Einsatz der entsprechenden Zahlentypen gewechselt. Da sich inzwischen die Aufstellung des Friedensheeres vergrößerte und veränderte wurden entsprechende Stempel für die Mobilisationsausrüstung ergänzt, allerdings weitgehend noch in der herkömmlichen Art. Auch rechnete man (selbst noch zum Kriegsausbruch 1914) mit einer sehr kurzen Kriegsdauer, weshalb eine Jahreszahl-Angabe für nicht notwendig erachtet wurde. Als der Krieg dann doch andauerte wurde in zahlreichen Stempeln dieser Art die Aussparung für die Daten-Typen vergrößert; nun passte auch die Jahreszahl noch hinein. Darüber hinaus wurden neuere Stempel (ab 1911) in verschiedenen Formen mit Datumswalzen hergestellt, dies sind die "Typenräderstempel", bei denen das Datum durch Drehen an einer Walze verstellt werden konnte.



Die Abb. zeigen den Stempel 294 ohne und mit Einsatz der Datentypen (bekannte Verwendungszeit 13.8.1914 - 29.2.1916) und den Typenradstempel 295 (18.12.1915 - 7.8.1916)des IV. Reservekorps (es gibt weitere 2 Stempel).

Die Katalogisierung sollte nicht mehr nach dem lange überholten und veralterten "Schriever"-Katalog erfolgen sondern nach dem seit 2006 von allen Auktions- und Handelshäusern benutzen "Stempelhandbuch der Deutschen Feldpost im Ersten Weltkrieg" der Arge Deutsche Feldpost 1914-1918". Ich möchte auf die Homepage der ArGe verweisen [1]. Bei Stempel 294 wurde keine Veränderung mit Platz für das Jahresdatum vorgenommen, er wurde aus dem Verkehr genommen. Er taucht deshalb auch nicht in ausgestanzter Form nach dem 15.2.1917 bei der zuständigen Feldpostnummer 697 des IV. Reservekorps auf (vergleiche hierzu die korrekten Hinweise von Lars).

Nur zur Verdeutlichung noch 2 gleichartige Stempel des VII. Reservekorps. Einmal den originären Einkreisstempel ohne Jahreszahl und dann mit der Jahreszahl (19)16 nach Vergrößerung der Aussparung für die Typen. Man erkennt auch die Verletzung des Kreises links unter der "1" und dem Wegfall des Sternes, man brauchte Platz.



Noch zur Frage wie man die Jahreszahl bestimmt: Das kann manchmal schwierig sein, besonders wenn Absenderangaben fehlen und/oder kein Truppenstempel abgeschlagen wurde. In diesem Fall ist es eindeutig durch die Datumangabe des Absenders. Da der Stempel aber nur zwischen 13.8.14 und 29.2.16 auftaucht, kann mit dem 26.5. nur 1915 in Frage kommen.

Das IV. RK war zu dieser Zeit in Frankreich bei der 1. Armee an der Aisne eingesetzt. In der Zeit von Juli bis Dezember 1917 wurde es als "Karpathenkorps" bezeichnet und kämpfte in der Bukowina (7. KuK Armee).

Offene Fragen beantworte ich gern,
Gruß Uli

[1] deutsche-feldpost1914-18.de
 
bedaposablu Am: 29.05.2022 19:59:11 Gelesen: 7795# 679 @  
@ DFP14-18 [#678]
@ HWS-NRW [#677]

Hallo Uli und Werner!

Recht vielen Dank für eure Informationen. Ich sehe die Ansichtskarten in meinem Verein jedes mal mit anderen Augen, d.h. mit mehr Informationen im Hinterkopf und besseren Sichtungspunkten.

Auch die Frage der Jahresangabe ist jetzt klarer.

Danke und viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Totalo-Flauti Am: 21.06.2022 21:42:47 Gelesen: 1015# 680 @  
Liebe Sammlerfreunde,

eine unbeschriebene Postkarte mit zumindestens einem Teil der Belegschaft von der Zentralstelle des Feldpostamts Leipzig 2 um 1915/1916. Mit solchen Karten bekommt eine Stelle der Post ein Gesicht.

Mit lieben Sammlgrüßen
Totalo-Flauti.


 

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