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Thema: (?) (702) Deutsches Reich Feldpost 1. Weltkrieg
Das Thema hat 708 Beiträge:
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skribent Am: 24.10.2022 19:45:57 Gelesen: 33844# 684 @  
Hier abgebildet ein Briefumschlag mit dem Zusatz "Feldpostumschlag" und 3 Absenderzeilen.



Versehen mit dem S.B. (Soldaten-Briefstempel) "Eis.-Bau-Kp. Nr. 16" (Eisenbahn-Bau-Kompanie Nr. 16), geschrieben von Sergeant Hermann Schrammar, bei der Milit. Eisenbahn-Direktion I (ohne Ortsnennung - Rückseite blank), an seine Familie in Berlin-Neukölln mit der "Deutsche Feldpost" am 2. 9. 1918.

MfG >Franz<
 
DFP14-18 Am: 26.10.2022 14:28:24 Gelesen: 33263# 685 @  
@ skribent [#684]

Hallo Franz,

es handelt sich um einen normalen Feldpostbrief. Leider ist an dem Scan nicht erkennbar, ob es sich um einen Briefumschlag oder eine Karte handelt. Es wurde der typische stumme Normstempel der Militär-Eisenbahn-Direktion 1 (MED 1) in Lille abgeschlagen. Dieser Stempel mit den Zeichen *m* ist ausschließlich dort verwendet worden. Die dieser MED zugehörigen Einheiten konnten relativ weit verstreut eingesetzt worden sein und nicht direkt in Lille verortet gewesen sein. Die Eisenbahn- Bau-Kompanien waren natürlich am Schienen-Streckennetz oder ähnlichem tätig.

Wenn die Rückseite "blank" war, ist es durchaus denkbar, dass die Karte als Aufkleber auf einer Paketsendung verwendet wurde.

Gruß Uli
 
beethoven_2014 Am: 15.11.2022 19:09:56 Gelesen: 27899# 686 @  
Ich stelle einige Feldpostbelege, aus einem neuen ebay Lot ein, weil ich glaube dass es hier passend ist.

Da ich keine Ahnung von der Materie habe werde ich das in Zukunft ohne Kommentar tun, soweit gewünscht.

Vielleicht kann mir jemand etwas zu den Belegen sagen.

Die Bilder wurden nicht angezeigt, daher redaktionell entfernt.
 
Lars Boettger Am: 15.11.2022 23:06:17 Gelesen: 27858# 687 @  
@ beethoven_2014 [#686]

Die Briefmarken sind m.E. nur zur Zierde auf den Karten. Ich sehe jetzt an den Feldpostkarten bzw. an dem Absender und dem Empfänger keinen Grund, sie zu frankieren.

Beste Grüße!

Lars
 
TeeKay Am: 16.11.2022 00:43:07 Gelesen: 27847# 688 @  
In kleineren Orten waren die Feldpoststationen auch für die Postversorgung der Bevölkerung zuständig. Eine Briefmarke mit Feldpoststempel kann also durchaus dem lokalen Bedarf entspringen und da gibt es aus Ob. Ost markenfrankierte Belege z.B. zwischen Filialen baltischer Unternehmen mit Feldpoststempel und Feldpost-R-Zettel. Umgekehrt gibt es Feldpostanstalten, die die lokalen Poststempel verwendeten. Und es gab auch lokale Postämter, die die Feldpost mit übernahmen.

In dem Fall ist deine Einschätzung richtig, da hier alles für echte Feldpost spricht: Armeeangehöriger ist Absender, es gibt Stempel der militärischen Einheit, dafür fehlen Zensurstempel, die es bei ziviler Post gegeben hätte.
 
HWS-NRW Am: 16.11.2022 12:08:49 Gelesen: 27817# 689 @  
Das sind beides Postkarten aus Feldlazaretten. Eigentlich könnte man es auch unter Feldpost I. WK unterbringen, nicht immer was Neues aufmachen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Lars Boettger Am: 16.11.2022 18:55:11 Gelesen: 27783# 690 @  
@ HWS-NRW [#689]

Ich schliesse mich der Bitte von Werner an - die beiden Feldpostkarten haben vergleichsweise wenig mit dem Postgebiet Oberbefehlshaber Ost zu tun. Die Marken waren schlichtweg überflüssig. Es kam in den Anfangswochen des 1. Weltkrieges vor, dass bereits vorfrankierte Postkarten bei der Feldpost verwendet wurden, aber das hatte in der Regel nichts mit einer notwendigen Frankatur zu tun.

Ich habe in meiner Sammlung bisher nur einen frankierten Brief aus dem Generalgouvernement Warschau nach Luxemburg:



Beste Grüße!

Lars
 
beethoven_2014 Am: 19.11.2022 22:29:30 Gelesen: 27382# 691 @  
Danke für eure Einschätzung, im gleichen Lot noch eine Feldpostkarte von Nazareth via Heimat.

 
 
beethoven_2014 Am: 19.11.2022 23:31:51 Gelesen: 27373# 692 @  
Noch eine Karte, zumindestens wo Feldpost draufsteht. Vom Stempel her könnte es passen.

Die Bilder wurden nicht angezeigt, daher redaktionell entfernt.
 
Briefuhu Am: 04.12.2022 08:44:06 Gelesen: 23380# 693 @  
Ansichtskarte als Feldpost vom 20.06.1916 von Antwerpen nach Pasing/München. Wenn ich den Text richtig deute war der Absender ein Mayor Fromm von der Etappenverwaltung der 6. Armee.

Die AK zeigt die Nationalbank in Antwerpen.



Schönen Gruß
Sepp
 
Manne Am: 04.12.2022 17:08:43 Gelesen: 23309# 694 @  
Hallo,

habe ich diese Trachtenkarten aus meiner Schwenninger Sammlung schon mal gezeigt.

Tränenreicher Abschied, Feldpost mit Tagesstempel Schwenningen vom 15.06.1917.



Glückliche Heimkehr, Feldpost mit Tagesstempel vom 17.06.1917.



Gruß
Manne
 
Briefuhu Am: 21.12.2022 08:29:07 Gelesen: 19949# 695 @  
Ansichtskarte von Dresden als Feldpost vom 29.09.1917 nach Sebnitz mit rotem Stempel Feldpost und blauem Dreizeiler "Erfrischungsstelle Kriegsorganisation Dresden".



Schönen Gruß
Sepp
 
HWS-NRW Am: 21.12.2022 11:05:11 Gelesen: 19928# 696 @  
@ Briefuhu [#695]

Hallo Sepp,

ein toller Beleg, die Einheit kannte ich noch nicht, Danke fürs zeigen.

Schöne Weihnacht
Werner
 
Briefuhu Am: 21.12.2022 12:20:46 Gelesen: 19911# 697 @  
@ HWS-NRW [#696]

Hallo Werner,

schön dass er Dir gefällt.

Auch Dir eine schöne Weihnacht und einen guten Rutsch
Sepp
 
juni-1848 Am: 31.12.2022 16:24:14 Gelesen: 15148# 698 @  
Bevor sie in der Schatulle der "Elsässer" verschwinden:



Und weil Mülhausen "so schön" ist:



S.B. \ J.R.64 7.K. (oben) und S.B. \ II.Batl. Inf.-Rgt.Nr.396, beide mit aptiertem Feldpoststempel vom 22.3. bzw. 6.4.1917

Sammlergruß, Werner
 
DFP14-18 Am: 01.01.2023 13:30:44 Gelesen: 15120# 699 @  
Frohes neues Jahr Werner,

die beiden Karten zeigen saubere ausgestanzte Stempel aus der Periode 2 (Februar bis Oktober 1917). Beide Infanterie-Regimenter waren Teil der 6. Infanterie-Division. Sie gehörten vom 8.2. bis 14.4.1919 zur Heeres-Reserve der Obersten Heeres-Leitung. Am 9. März wurden sie aus den Ruhequartieren in der Nähe von Kolmar nach Süden in direkte Nähe von Mühlhausen verschoben. Hier wurden die beiden Ansichtskarten offensichtlich erworben. Im April wurden die Regimenter in die nun beginnende "Schlacht in der Champagne" involviert.

Beide aptierten Stempel sind identisch. Es handelt sich um ausgestanzte Stempel der 6. Inf-Div., genauer gesagt der Urstempel Nr. 480 nach dem gültigen Stempelkatalog der ArGe "Deutsche Feldpost 1914-1918".


Vollstempel (=Urstempel) 480 und ausgestanzter Stempel der Deutschen Feldpost 917 (=6. Inf.-Div.)

Danke für die Vorstellung der beiden sehr anschaulichen Feldpostbelege.

Beste Grüße
Uli
 
Totalo-Flauti Am: 05.02.2023 12:28:47 Gelesen: 6161# 700 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich habe hier eine Postkarte aus Leipzig nach Charlottenburg/Berlin vom 20.4.1916. Die Heeressache wurde portofrei vom Militär-Paketamt-Leipzig versandt.

Lt. Mitteilung konnte das vom Adressaten in Charlottenburg an einen Generalarzt (vergleichbar Major- oder Oberst-Rang) Dr. Reinhardt im Kriegslazarett Abteilung VI. AK (Armeekorps?) versandte Paket aus militärischen Gründen nicht weitergeleitet werden.

In "Geschichte der deutschen Feldpost im Kriege 1814/18" von Karl Schracke, Berlin 1921 im Verlag der Reichsdruckerei stellte der Autor immer wieder dar, wie schwer sich insbesondere der Paketversand gestaltete. Größtes Problem waren vor allen die Transportkapazitäten. Auf Grund des rauen Abrisses am oberen Rand muss sich dort eine Antwortkarte befunden haben, da der Adressat um Nachricht gebeten wurde, was mit dem betreffenden Paket passieren sollte.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-FLauti.


 
HWS-NRW Am: 05.02.2023 16:04:01 Gelesen: 6143# 701 @  
@ Totalo-Flauti [#700]

Hallo,

nur zur Information, ein Generalarzt ist natürlich gleichzeitig ein General, die unteren Ränge (Oberst usw.) sind entsprechend als Oberstarzt oder ähnliche bezeichnet worden.

mit Sammlergruß
Werner
 
Totalo-Flauti Am: 20.02.2023 21:59:27 Gelesen: 4461# 702 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich möchte Euch einen Packpapierausschnitt zeigen, wobei das Packpapier zweimal benutzt wurde. Einmal aus Konstantinopel (Istanbul) nach Leipzig über das Marine-Postbuero und zum zweiten aus Leipzig an eine Feldpostadresse der 212. Infanterie-Division. Absender (Frau Ilse Berghaus) und Empfänger (Herr Feldunterarzt Röthig) waren jeweils die selben. Wobei einen W. Röthig habe ich in der Leipziger Kaiser-Wilhelm-Str. nicht gefunden. Ich gehe davon aus, das beide Adressen im Jahr 1916 verwendet wurden. Die 212. Infanterie-Division war im November 1916 bis März 1917 im Stellungskrieg in der Champagne eingesetzt. Das Feldpostpäckchen in die Champagne kostete augenscheinlich 20 Pfennig, was bedeutet, das das Päckchen 275 bis 550 Gramm wog. Natürlich kann auch vom oberen Rand noch etwas fehlen. Wie hoch das Porto aus Konstantinopel war, kann ich nicht erkennen. Hier ist nur die zollamtliche Bearbeitung insbesondere durch das Leipziger Postamt 10 zu erkennen. Das Postamt 10 war das Paket- und Zeitungspostamt in Leipzig.

Kann jemand etwas zu dem linken Zettel "Porto-Marine-Postbureau" sagen? Der scheint mir doch postalischen Ursprung zu sein. Ich gehe hier von einer Art Quittung für das hinterlegte Geld/Porto aus. Aufgrund er blauen 5 vermute ich auch noch 5 Pfennig Zustellgebühr für die Post aus Konstantinopel.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Lars Boettger Am: 12.03.2023 18:38:12 Gelesen: 1349# 703 @  
Die Feldpostkarte hätte es so m.E. nach nicht geben dürfen. Nach der Besetzung von Luxemburg am 1. / 2. August 1914, sind auch die Postbüros besetzt worden. Aber relativ schnell nahmen die luxemburgischen Postbeamten wieder Post an. Die gezeigte Karte hat erst einmal nicht das Postsystem verlassen. Sie zeigt keinen Übernahmestempel von einer deutschen Feldpoststation. Ich gehe davon aus, dass sie den Empfänger in Dortmund erreicht hat.

Die luxemburgische Regierung blieb während des Krieges neutral. Die luxemburgische Verwaltung bestand weiter. Normalerweise hätte die Karte entweder nach dem geltenden Tarif mit dem Deutschen Reich mit 5 Centimes frankiert werden müssen oder sie hätte als unfrankierte Postkarte behandelt werden müssen. Beides ist nicht geschehen, der Vermerk "Feldpost" wurde innerhalb des Großherzogtums in den Anfangswochen akzeptiert.

Beste Grüße!

Lars


 
DFP14-18 Am: 13.03.2023 18:09:17 Gelesen: 1307# 704 @  
Hallo Lars,

Ich sehe die Sache so: Es handelt sich um eine Karte die als "normale" Feldpostkarte zu werten ist. Die luxemburgischen Posteinrichtungen waren schon in den ersten Augusttagen 1914 von deutschen Soldaten besetzt. Diese wurden jedoch nicht geschlossen. Eine deutsche Feldpoststation gab es noch nicht, sie wurde mit der FPSt No 1 erst ab Ende des Monats eingerichtet (erster Stempelnachweis 29.8.14). Aus diesem Grund wurden die luxemburgischen Posteinrichtungen wie deutsche Feldpoststationen für den Versand von Feldpostsendungen durch deutsche Soldaten benutzt. Es wurden deshalb auch keine Gebühren erhoben. Auch Zensurmaßnahmen unterblieben vorerst, soweit die Zieladresse nicht in Elsass-Lothringen lag (Spionage-Verdacht). Zivile Post musste hingegen frankiert werden (5 Centimes).

Ich denke, dass ich mit dieser Einschätzung richtig liege.

Schönen Gruß
Uli

Noch 2 Beispiele:


 
Lars Boettger Am: 13.03.2023 22:27:39 Gelesen: 1287# 705 @  
@ DFP14-18 [#704]

Hallo Uli,

vielen Dank für Deine Antwort! Du hast recht, es gab erst am 28. August 1914 eine fest eingerichtete Feldpoststation am Bahnhof von Luxemburg. Aber es gibt genügend Post von Soldaten in Luxemburg, die Anfang August 1914 über mobile deutsche Feldposteinrichtungen eingeliefert wurden. Auch bei den Zensurmassnahmen bin ich aufgrund der Beleglage anderer Meinung. Ja, Zensur in Elsass-Lothringen fand statt, aber das heisst nicht, dass in anderen Teilen Deutschlands nicht auch zensuriert wurde.

Anbei ein Beleg, der am 8. August 1914 im Postamt in Luxemburg-Bahnhof eingeliefert und dann einem deutschen Feldpostamt übergeben wurde.

Beste Grüße!

Lars


 
DFP14-18 Am: 14.03.2023 16:03:05 Gelesen: 1258# 706 @  
@ Lars Boettger [#705]

Hallo Lars,

meine Antwort ist ja und nein.

Ich habe eine Reihe von Belegen aus dem August 1914, wo Feldbriefe und Feldpostkarten über die Landespost in Luxemburg ins Reich versendet wurde; dies ohne Frankierung ("Feldpost über Landespost befördert") und wenige auch mit Frankierung (etwas später). Im August war die Anwesenheit von deutschen Feldpoststationen noch sehr unsicher und wechselnd, je nachdem, welche Truppen gerade anwesend waren. Wie gesagt war eine feste Station (FPSt 1) erst Ende des Monats anwesend.

Der heute gezeigte Beleg trägt den FP-Stempel der 16. Inf.-Division, deren Regimenter am 2.8.14 als erste die luxemburgische Grenze überschritten. Das ist der Stempel der Division die zuerst die zugehörige FP-Einrichtung nachgeführt hatte; also der erste deutsche FP-Stempel der möglich war. Dieser Stempel (Handbuch-Nr. 547 des gültigen Kataloges der ArGe Deutsche Feldpost 1914-1918) ist erstmals am 7.8.14 nachgewiesen, und dies in Luxemburg. Man erkennt auf dem gezeigten Beleg, dass am 8.8.14 noch mit dem Ortsstempel gestempelt wurde und am nächsten Tag nochmals mit dem deutschen FP-Stempel nachgestempelt wurde. Auch solche Belege gibt es. Es zeigt nur die noch nicht geordneten Verhältnisse in diesem Zeitraum. Diese unfrankierten Belege sind im Sinne der gebührenfreien Feldpostbeförderung zu sehen.

Zur Zensurpost: In der ersten Zeit des August kenne ich noch keine Zensuren auf derartigen Belegen aus Luxemburg. Dann zuerst nur auf Belegen die nach Elsaß-Lothringen (bzw. grenznahe Gebiete wie auch z.B. Köln) adressiert waren, da dieses Gebiet als besonders anfällig für Spionage war. Meines Wissens nach wurde zuerst durch die Auslandsstelle Trier zensiert; ab wann genau ist mir gerade nicht bekannt.Natürlich gab es ansonsten überall auch Zensurmaßnahmen ins oder aus dem Ausland, das ist bekannt. Aber ich bin auch nicht der Spezialist für die Auslandzensuren.

Es ist ein spannendes philatelistisches und militärhistorisches Thema. Bin weiterhin gespannt.

Gruß Uli
 
Lars Boettger Am: 14.03.2023 18:21:15 Gelesen: 1239# 707 @  
@ DFP14-18 [#706]

Hallo Uli,

das Kommunikationsbedürfnis der deutschen Truppen war enorm. Und ich verstehe, dass Feldpostämter erst nachgeführt werden mussten. Wo ich persönlich etwas in Erklärungsschwierigkeiten komme, ist die Nutzung der großherzoglich-luxemburgischen Postanstalten. Vor allem, warum Luxemburg die Portofreiheit akzeptiert hat. Die für mich einzig logische Erklärung ist, dass sie keine Wahl hatten. Die deutschen Soldaten hielten die Postämter besetzt, die deutschen Soldaten haben bei den Postämtern ihre Post abgegeben, die luxemburgische Post hat - zumindest im Monat August 1914 - die Feldpost ohne ausreichende Frankatur befördert.

Mein erster Beleg aus Luxemburg mit deutscher Zensur ist vom 7. August 1914 (Saarbrücken / grenznah), mein zweiter Beleg mit deutscher Zensur aus Luxemburg ist vom 16. August 1914 (Stuttgart). Ab Mitte Oktober 1914 wurden die Belege aus und nach Luxemburg über die Zensurstelle in Köln geleitet, aber Ende November 1914 über die Zensurstelle in Trier.

Beste Grüße!

Lars


 
DFP14-18 Am: 15.03.2023 15:29:05 Gelesen: 1191# 708 @  
@ Lars Boettger [#707]

Moin Lars,

genauso sehe ich das auch. Die Postanstalten waren besetzt, deutsche Feldpoststempel waren aber meist nicht vorhanden, und frühestens ab 6.8.14 der der 16. ID; dieser auch wiederum nicht für jeden erreichbar. Portofreiheit konnte seitens Lux. vermutlich nicht durchgesetzt werden. Andererseits war Lux. als neutrales Ausland....

Zensurmaßnahmen gibt es natürlich im ganzen Reichsgebiet, und bereits direkt bei Kriegsbeginn wurde Zensur angeordnet. Zu berücksichtigen ist aber, dass der rasante Vormarsch der deutschen Verbände eine geordnete und vollständige Zensur nicht einhalten konnte. Gerade in der ersten Augusthälfte ist dies erkennbar. In meinem Bestand sind die Zensuren vornehmlich aber nicht ausschließlich durch die Auslandsstelle Trier erfolgt.

Gruß von der teils verschneiten Nordsee
Uli
 

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