Thema: Ganzsachen bestimmen: Schweiz
Das Thema hat 75 Beiträge:
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10Parale Am: 03.05.2019 15:58:22 Gelesen: 10886# 51 @  
@ SH-Sammler [#50]

Schmucke P11 (?) in portogerechter Auslandsverwendung von BASEL nach WESTERHÜSEN an der Elbe. Schöner Aufgabestempel, wobei ich als Nachbar von Basel immer noch rate, welche Filiale mit SCB gemeint ist??

Neben dem Aufgabestempel links in das eingedruckte Porto ein schöner Rahmenstempel von WESTERHÜSEN vom 21.II.84. Westerhüsen grenzt an Magdeburg.

Liebe Grüße

10Parale


 
SH-Sammler Am: 04.05.2019 06:52:27 Gelesen: 10852# 52 @  
@ 10Parale [#51]

Hallo "Parale",

als Nicht-Basler kann ich die Filiale S.C.B. auch nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Also recherchieren.

Im Dokument "Poststellenchronik Schweiz" (bei Google eingeben) wurde ich fündig. Der Eintrag lautet dort bei der Poststelle Basel 2 ab 1862 Basel I Schweiz. Centr. Bahnhof, dann ab August 1869 Basel Filiale S.C.B., anschliessend Basel Filiale I S.C.B. Diese Filiale lag an der (wen wunderts) Centralbahnstrasse.

Ich denke, Deine Frage dürfte damit beantwortet sein.

Zur Postkarte Nr. P 11 gibt es im Zumstein Ganzsachen Katalog die Zusatzinformation, dass ab 1879 die französische Bezeichnung "Carte Correspondance" ersetzt wird durch "Postkarte" resp. Carte postale resp. Cartoline postale.

Da es im Katalog aber keine Abbildung gibt (und diese Zusatzinformation der einzige Hinweis ist), muss es schon die P 11 sein.

Soviel für heute. Ich wünsche einen schönen Tag.

SH-Sammler
Hanspeter
 
Cantus Am: 04.05.2019 07:19:26 Gelesen: 10848# 53 @  
Hallo,

ich muss euch beide korrigieren.

Nach Michel ist es eine P 13, u.a. erkennbar an der dritten Schriftzeile
"SUISSE. SCHWEIZ. SVIZZERA.", die erstmals bei dieser Postkartenausgabe aufgedruckt ist.

Nach Zumstein ist es eine P 14, erschienen am 2.9.1879. Der obere Teil der Adressseite ist in meinem Zumstein-Ganzsachenkatalog (Ausgabe 2009/2010) auf Seite 49 oben abgebildet.

Viele Grüße
Ingo
 
SH-Sammler Am: 04.05.2019 12:36:33 Gelesen: 10830# 54 @  
@ Cantus [#53]
@ 10Parale [#51]

Hallo Ingo,

Du hast recht. Die P 11 ist von der Ausgabe 1875. Der Hinweis über: dass ab 1879 die (bisherige) französische Bezeichnung "Carte Correspondance" ersetzt wird durch "Postkarte" resp. Carte postale resp. Cartoline postale, bezieht sich auf die Ausgabe ab 1879.

Dann kann es nur die P14 sein.

Mir war vor allem wichtig, die Frage nach der Abkürzung im Stempel ausfindig zu machen.

Viele Grüsse
SH-Sammler
Hanspeter
 
Fridolino Am: 02.07.2019 08:30:37 Gelesen: 10128# 55 @  
Kann vielleicht jemand diese beiden Ganzsachen bestimmen? Der ungefähre Wert wäre auch interessant.



Vielen Dank
Fridolino
 
remstal Am: 03.07.2019 10:56:50 Gelesen: 10112# 56 @  
Hallo Fridolino,

bei der linken Ganzsache handelt es sich um die Nr. 110 des Ganzsachenkatalogs Zumstein 2002, Unternr. 024 (Bild Leysin) Katalogwert 8 sfr.

Rechts handelt es sich um die Nr.62. Katalogwert 1 sfr.

mfG remstal
 
Fridolino Am: 03.07.2019 18:11:33 Gelesen: 10095# 57 @  
@ remstal [#56]

Vielen Dank, das hilft mir weiter. :-)
 
Cantus Am: 04.07.2019 21:24:52 Gelesen: 10077# 58 @  
@ Fridolino [#57]

Hallo Fridolino,

Ganzsachen mit Aktenlochung sind so viel wert wie einzelne Briefmarken mit Aktenlochung mitten durch.

Viele Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 06.07.2019 17:35:06 Gelesen: 10045# 59 @  
@ Cantus [#58]

Etwas "grob" und direkt, aber sehr wahr.

Ganzsachensammler wollen unbeschädigte Postwertzeichen, so wie Briefmarken-Sammler.

Also Ingo hat leider 100 % recht.

Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 06.07.2019 17:56:16 Gelesen: 10041# 60 @  
@ Cantus [#58]
@ Heinz 7 [#59]

Hallo Ingo, hallo Heinz,

wie ich schon so oft ins Forum geschrieben habe, kann man solche pauschalen Aussagen nicht ohne Weiteres unterschreiben.

Ganz klar ist natürlich, dass solche Aktenlochungen wertmindernd sind, aber ich würde nicht so weit gehen und den Vergleich ziehen, dass eine Aktenlochung so stark wertmindernd ist, dass man sie mit einer durchlochten Briefmarke gleichsetzen kann. Vielleicht hast Du Ingo ja bewusst das Ganze etwas überspitzt formuliert?

Ich weiß auch aus anderen Threads, dass Du sehr stark auf Qualität achtest, was m.E. auch absolut richtig und wichtig ist, da sich Qualität z.B. auch bei etwaigen späteren Verkäufen oder auch auf Ausstellungen bezahlt macht.

Allerdings kann man als Postgeschichtler mitunter auch ganz klare Abstriche machen, wenn eine Ganzsache z.B. einen seltenen Leitweg oder eine seltene Portostufe belegt. Da wäre mir völlig egal, ob die Ganzsache gelocht ist oder nicht.

Bei einer "Aller-Welts-Ganzsache" ist eine Lochung natürlich so stark wertmindernd, dass dieser bei "0" ist, aber alleine im Themenbereich der Altschweiz Philatelie gibt es so viele seltene Ganzsachen, deren reiner Katalogwert durch die Lochung wahrscheinlich vernichtet wird, aber deren postgeschichtlicher Wert allemal beibehalten wird.

LG

Kevin
 
Heinz 7 Am: 06.07.2019 18:27:13 Gelesen: 10035# 61 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#60]

Auch Kevin hat recht! Danke.

Wir haben über solche Fragen an anderem Orte schon ausführlich gesprochen, darum habe ich die Frage nun auf den reinen Qualitäts-Aspekt reduziert, (Standard-Ganzsache mit Schaden = Wert im Handel = Null) und die posthistorische Bedeutung eines Beleges völlig auf der Seite gelassen. Das hast Du hiermit nachgeholt. Gut so.

Heinz
 
10Parale Am: 15.02.2020 17:00:33 Gelesen: 7301# 62 @  
@ SH-Sammler [#47]

Die Tüblibriefe faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Der offizielle Ersttag der 10 Rappen Tüblibriefe war der 1. Juli 1867. Da gibt es einen Beleg aus Zweisimmen nach Thun, jedoch ist bereits schon ein Beleg aus dem schweizerischen Rheinfelden 20. Juni 1867 bekannt, der nach Court lief.

Heute hatte ich ein schönes Erlebnis, als ich einen kleinen Packen von Tüblibriefen fand, für die der Verkäufer 3,-- Schweizer Franken pro Stück wollte.

Endlich - nach langer Suche - fand ich auch ich armer Sammler einen Ganzsachenbrief aus dem Jahr 1867. Er lief von Lyssach (kleines Dorf im Kanton Bern, damals ca. 600 Einwohner) nach Basel. Abgeschlagen wurde der Beleg am 6. November 1867.

Die Rötel 20 kann ich "nicht" erklären, dürfte aber auch interessant sein zu wissen, was sie bedeutet.

Bin gespannt, ob ich noch ein früheres Datum ausfindig machen kann.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 15.02.2020 17:30:56 Gelesen: 7292# 63 @  
@ 10Parale [#62]

Hallo,

der Brief war um 10 Rappen unterfrankiert, daher musste der Empfänger 20 Rappen Nachporto bezahlen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 15.02.2020 20:23:06 Gelesen: 7271# 64 @  
@ bayern klassisch [#63]

Kann es sein? Ich fand einen Tüblibrief, der am 13.VI.69 von Langenthal nach Lausanne lief keine Nachtaxierung aufweist. Von Lausanne nach Langenthal sind es sind es etwa 150 km.

Von Lyssach nach Basel sind es vielleicht mal 80 km. So kann ich mir eine Nachtaxierung höchstens damit erklären, dass es sich irgendwie um einen Nachnahmebrief handelte, ein Strafporto oder eine besondere Dienstleistung wie eine Nachnahme zwischen 10. - 20 Franken oder Nachnahme 2. Gewichtsstufe von bis zu 10 Franken? (wäre 30 Rappen!), . Richtig verstehen tue ich es nicht. Bin ja auch keine Leuchte im Tarifdschungel.

Ich habe mir mal das Buch "Entstehung und Ende der Tüblibriefe" (Festschrift herausgegeben zu deren 150. Geburtstag am 01. Juli 2017 vom Schweizerischen Ganzsachen-Sammler-Verein SGSSV) zu Rate gezogen.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 15.02.2020 21:56:18 Gelesen: 7262# 65 @  
@ 10Parale [#64]

Ich denke nicht, dass es etwas anderes sein kann als ein Brief der 2. Gewichtsstufe. Postsonderdienste, wie von dir aufgezählt, sind keine verlangt und gewährt worden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 11.03.2020 15:25:15 Gelesen: 6960# 66 @  
@ bayern klassisch [#65]

Vielen Dank. Ja, es muss ein Brief der 2. Gewichtsstufe sein.

Meine Suche nach sehr frühen Belegen der 10 Rappen Tübliausgabe wurde durch ein weiteres kleines Erfolgserlebnis belohnt.

Dieser Tüblibrief wurde am 27.VII 67 in Bern entwertet, also im ersten Monat seiner Verwendung. Er lief in die Nähe von Chateau d`Oex im Kanton Waadt.

Ich hoffe noch frühere Belege zu finden, aber da ist Geduld gefragt.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 13.03.2020 18:25:54 Gelesen: 6924# 67 @  
@ 10Parale [#66]

Hier noch ein schöner Tüblibrief zu 25 Rappen, der am 09. Juni 1892 von Fluntern nach Karlsbad lief, dort direkt ins Hotel Bristol.

Ich gestehe, dass ich nicht sicher bin, ob es sich nicht eher um eine Privatganzsache handelt. Der Beleg ist außergewöhnlich hoch (15 x 11,5 cm B x H).

Liebe Grüße

10Parale


 
SH-Sammler Am: 14.03.2020 04:56:32 Gelesen: 6892# 68 @  
@ 10Parale [#67]

Hallo Parale,

zu Deinem Ganzsachenumschlag kann ich Dir folgende Informationen geben:

Es gab 2 Umschlaggrössen, die kleinen und die grossen Tüblibriefe. Die Masse entnimmst Du bitte den nachstehenden Abbildungen.

,

Zum genaueren Bestimmen der Ganzsache wäre es hilfreich, das Wasserzeichen zu erwähnen. Ist es eine Taube, ein schräges Band oder ein Kreuz mit 4 Zahlen?
Siehe dazu den Beitrag [#47] in diesem Thema.

Die “offiziellen” Privatganzsachen mit Firmenzudrucken wurden erst ab 1907 ermöglicht.

Frühere Umschläge mit Firmenaufdruck waren sog. Lithographien. Sie sind sehr selten und werden teuer bezahlt. Es gab nur wenige Firmen / Namen, die Firma Henri Fierz ist dabei nicht erwähnt.
Sie sehen so aus:



Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
10Parale Am: 14.03.2020 13:13:12 Gelesen: 6879# 69 @  
@ SH-Sammler [#68]

Vielen Dank für diese sehr informativen Angaben. Leider konnte ich bislang kein wie in [#47] beschriebenes Wasserzeichen ausfindig machen, lediglich eine farblose Rosette auf der Rückseite.

Die erwähnten, seltenen Litho-Zudrucke auf der Vorderseite der Umschläge konnte ich an Hand der Festschrift vom Schweizerischen Ganzsachen-Sammler-Verein selbst studieren, ebenso die nicht-offiziellen Zudrucke der "Trittbrettfahrer".

Liebe Grüße

10Parale
 
JohannesM Am: 16.08.2020 18:50:19 Gelesen: 5431# 70 @  
Ich kann partout diese Ganzsache nicht im Katalog finden, es müßte P13 sein (Mi), aber die ist karmin und meine ist nun doch wohl eindeutig braun - oder?



Beste Grüße
Eckhard
 
ligneN Am: 16.08.2020 21:01:59 Gelesen: 5408# 71 @  
@ JohannesM [#70]

Die Farbe ist nach dunkelrotbraun oxydiert. Bei den Originalfarben rot, zinnober usw. ein häufiges Phänomen.

Es ist also P13.
 
JohannesM Am: 16.08.2020 23:50:49 Gelesen: 5397# 72 @  
@ ligneN [#71]

Danke, die Karte macht zwar nicht den Eindruck, dass sie jahrelang Licht ausgesetzt war, aber auszuschließen ist es wohl nicht.

Beste Grüße
Eckhard
 
mausbach1 Am: 14.09.2020 08:36:39 Gelesen: 4983# 73 @  
ATM-Ganzsache - Schalterlabel?



3270 AARBERG 17.11.75-16

Glückauf!
Claus
 
volkimal Am: 14.09.2020 09:05:32 Gelesen: 4980# 74 @  
@ mausbach1 [#73]

Hallo Claus,

das ist ein Postfreistempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
mausbach1 Am: 14.09.2020 10:00:11 Gelesen: 4975# 75 @  
@ volkimal [#74]

Guten Morgen Volkmar,

oh je, oh jeh - auf den Postfreistempel hätte ich auch kommen müssen! Es ist alt :-(

Jahrzehntelang hatte ich den PFS gesammelt - man ,man.

Glückauf!
Claus
 

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