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Thema: Österreich: Altbriefe bestimmen und bewerten
Das Thema hat 152 Beiträge:
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marc123 Am: 29.03.2018 16:01:16 Gelesen: 56450# 78 @  
@ marc123 [#71]

Die meisten Briefe sind aber in den Ecken frankiert. Hat jemand eine Erklärung hierfür? Im Moment bin ich der Meinung, dass sich meistens nicht an die Vorschrift gehalten wurde.



Beste Grüße
Marc
 
bignell Am: 29.03.2018 17:36:36 Gelesen: 56431# 79 @  
@ marc123 [#71]

Hallo Marc,

die Vorschrift wurde in den Anfangsjahren (1850/1) meist eingehalten, danach nicht mehr.

@ marc123 [#73]

Das Porto von Kronstadt nach Wien war 9 Kreuzer. Die rückseitige Rekomarke wurde entfernt, man kann aber am Scan unten den Rest des Rundstempels erkennen, da muss sie geklebt haben.

Lg, harald
 
bignell Am: 29.03.2018 17:40:05 Gelesen: 56430# 80 @  
@ marc123 [#78]

Hallo Marc,

der Stempel Gödre ist sehr selten (Müller 808a, 60 Punkte auf der ersten Ausgabe). Da er sehr schön abgeschlagen ist, kann man im Verkauf die Punkte in Euro bekommen, sofern keine versteckten Mängel vorliegen.

Lg, harald
 
marc123 Am: 29.03.2018 18:48:40 Gelesen: 56420# 81 @  
@ bignell [#79]

Hallo Harald,

danke für Deine ausführlichen Antworten. Ich habe mir die Rückseite des Briefs von Beitrag [#7] noch einmal im Original genauer angeschaut. Du hast vollkommen recht. Den hatte ich komplett falsch interpretiert. Man erkennt auch Schürfungsspuren. Das Gleiche gilt übrigens auch für den 2 kr Brief, Beitrag 77. Hier wurde wohl eine 3 kr der Rekommandationsgebühr für Lokabriefe, auf der Rückseite entfernt. Beide Marken waren so geklebt, dass sie beim öffnen gestört haben.

Interessant ist, dass von den fünf Ersttagsbriefen, sowie dem Vor-Ersttagsbrief der Sammlung Peter Zgonc sind nur zwei vorschriftsmäßig oben in der Mitte frankiert. U. Ferschenbauer, Die Briefmarken von Österreich & Lombardei-Venetien 1850-1867. Sammlung Peter Zgonc (Wien 2017, 12-16).

Liebe Grüße
Marc
 
bignell Am: 29.03.2018 20:00:57 Gelesen: 56409# 82 @  
@ marc123 [#81]

Hallo Marc,

das Problem bei der Bestimmung ist, dass sie eine ohne Konsequenzen ist. Was soll mit einem Brief passieren, wenn die Marke nicht vorschriftsmäßig mittig oben klebt, sondern unten links? Nicht befördern? Porto kassieren? Das würde kein Postkunde verstehen.

Lg, harald
 
Franz88 Am: 04.10.2018 10:36:11 Gelesen: 52282# 83 @  
Hallo Sammlerfreunde,

kann mir bitte jemand sagen, wie bei diesem Brief von Steinschönau nach Florenz das Porto von 26 Kreuzer zustande kommt.

Wie hoch wird dieser Brief bewertet?



Schöne Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 04.10.2018 10:59:09 Gelesen: 52276# 84 @  
@ Franz88 [#83]

Hallo Franz,

Gegenfrage: Welches Auto ist schneller, das Blaue, oder das Grüne?

Von wann ist der Brief, welche Leitwege gab es, welchen hat er genommen (Siegelseite zeigen wegen potentiell vorhandener Transitstempel)?

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 04.10.2018 11:56:09 Gelesen: 52265# 85 @  
Hallo Ralph,

auf der Siegelseite kann man leider nicht viel erkennen (Stempel verschmiert). Der Briefinhalt ist nicht mehr vorhanden.



Schöne Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 04.10.2018 12:00:14 Gelesen: 52261# 86 @  
@ Franz88 [#85]

Danke für die Siegelseite - für mich ist kein Stempel lesbar, daher kann ich hier nicht weiterhelfen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 04.10.2018 22:11:09 Gelesen: 52224# 87 @  
Hallo Sammlerfreunde,

vielleicht könnt ihr mir bei diesem Brief helfen.

Dieser Brief ging von Triest nach Modena. Stempel Triest 26.8.1867. Frankiert mit 32 Kreuzer. Die Stempel auf der Siegelseite sind leider nicht lesbar.



Schöne Grüße
Franz
 
Cantus Am: 05.10.2018 02:24:51 Gelesen: 52204# 88 @  
@ Franz88 [#87]

Hallo Franz,

so ganz unlesbar ist nur ein Stempel auf der Rückseite. Wenn man den roten Stempel gesondert bearbeitet und vergrößert, stellt sich heraus, dass das der Ankuftstempel von Modena vom 27.8.1862 ist.





Viele Grüße
Ingo
 
Franz88 Am: 05.10.2018 13:56:13 Gelesen: 52183# 89 @  
Hallo Ingo,

herzlichen Dank. Jetzt weiß ich, dass der Brief einen Tag unterwegs war.

Schöne Grüße
Franz
 
bignell Am: 06.10.2018 00:01:21 Gelesen: 52161# 90 @  
@ Franz88 [#83]

Hallo Franz,

bei der 5. Ausgabe (Adler weit gezähnt) waren die Portostufen nach Italien 16, 21 bzw 26 Kreuzer je nach Rayon. Die Frankatur 3+3+5+15 KR wertet bei Ferchenbauer 650 Euro. Stempel auf der Rückseite: links Milano Ambulant als Durchgangsstempel, oben Firenze als Ankunftsstempel, rechts Distributionsstempel 3A.

3+3+10+10 KR wertet 450 Euro. Viermal drei Kreuzer deutet auf einen doppeltschweren Brief hin, der ist seltener, aber Ferchenbauer bietet dafür keinen Preisansatz. Stempel rückseitig rechts vermutlich Bahnstempel Milano-Verona.

Lg, harald
 
Franz88 Am: 06.10.2018 11:20:24 Gelesen: 52138# 91 @  
Hallo Harald,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort. Jetzt weiß ich eine ganze Menge über die beiden Briefe.

Einige Briefe habe ich noch. Es wäre toll, wenn ihr mir dabei auch helfen könntet.

Schöne Grüße aus der Steiermark.
Franz
 
Franz88 Am: 07.10.2018 16:28:51 Gelesen: 52097# 92 @  
Hallo Freunde,

auch bei diesem Brief bitte ich um eure Hilfe.

Gelaufen von Wien nach Wien nach Louviers (Frankreich). Stempel Wien 22.3.1867. Ein weiterer französischer Stempel (25.3.1867). Frankiert mit 2*10 und 1*5 Kreuzer. Auf der Rückseite sind keine Stempel vorhanden.



Schöne Grüße
Franz
 
bignell Am: 07.10.2018 16:36:36 Gelesen: 52095# 93 @  
@ Franz88 [#92]

Hallo Franz,

die Kombination finde ich bei Ferchenbauer nicht, 5+10 Kreuzer wertet bei ihm auf Brief 30 Euro, 2x10 Kreuzer 70 Euro. Also werden wir bei etwa 100 Euro Katalogwert liegen.

Grüße aus Wien in die Heimat,
harald
 
bayern klassisch Am: 07.10.2018 17:16:09 Gelesen: 52086# 94 @  
@ Franz88 [#92]

Hallo Franz,

ein sehr schöner Brief! Der "weitere französische Stempel" ist der Eingangsstempel von Paris "Autriche - Strasbourg 3".

Laufweg über Bayern, Württemberg und Baden nach Strasbourg - Forbach - Paris. 10 Neukreuzer für Österreich, 15 Neukreuzer Weiterfranko für Frankreich.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 07.10.2018 20:00:09 Gelesen: 52067# 95 @  
Hallo Harald, hallo Ralph,

vielen herzlichen Dank für eure ausführlichen Antworten. Ihr seid mir eine große Hilfe.

Schöne Grüße aus der grünen Mark
Franz
 
Franz88 Am: 08.10.2018 10:19:47 Gelesen: 52017# 96 @  
Hallo Sammlerfreunde,

auch bei diesem Brief bitte ich wieder um eure Hilfe.

Von Schwarzach (Vorarlberg) nach Salzburg. Stempeldatum Schwarzach 11.8.1864 oder 1867. Frankatur 2*5+2*10+1*15 Kreuzer=Gesamt 45 Kreuzer.

Rückseite Stempel Bregenz 11.8 und Ankunftsstempel Salzburg 12.8





Herzliche Grüße
Franz
 
bignell Am: 08.10.2018 17:37:14 Gelesen: 51993# 97 @  
@ Franz88 [#96]

Hallo Franz,

wohl dritte Gewichtsstufe. Die Einfachbuntfrankatur 5 + 10 + 15 Kreuzer bewertet Dr. Ferchenbauer mit 900 Euro, da leider zwei Registerbüge durch die Marken gehen, und wegen der hässlichen Tesa-Reparatur des Tintenfraßes, muss man den Wert doch deutlich tiefer ansetzen.

Lg, harald
 
Franz88 Am: 08.10.2018 21:13:14 Gelesen: 51971# 98 @  
Hallo Harald,

vielen Dank für deine schnelle und hilfreiche Antwort.

Ich weiß, der Klebestreifen sieht schlimm aus. Aber ich wage nicht, ihn zu entfernen.

Liebe Grüße
Franz
 
bignell Am: 08.10.2018 21:32:25 Gelesen: 51967# 99 @  
@ Franz88 [#98]

Hallo Franz,

nicht entfernen, der fällt mit der Zeit von selber ab. Und besser wird es dadurch ohnehin nicht, weil der Klebstoff ins Papier eingezogen ist.

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 08.10.2018 22:41:01 Gelesen: 51953# 100 @  
@ bignell [#99]

Ein akademischer Papierrestaurator kann das rückstandslos entfernen und das Ganze dann stabilisieren, aber 100 Euro darfst du dafür halt auch rechnen. Ich würde es tun, denn nachfolgende Generationen haben auch einen Anspruch auf herrliche Österreichbriefe!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 09.10.2018 12:07:24 Gelesen: 51923# 101 @  
Hallo Sammlerfreunde,

bitte um eure geschätzte Hilfe.

Brief vom Prag nach Neuchatel (Schweiz). Stempel Prag 30.12.1865.

Stempel Heidelberg-Basel 1.1.1866. Ankunftsstempel Neuchatel 1.1.1866.

Frankatur 15 + 5 Kreuzer = Gesamt 20 Kreuzer

Vorne links sind zwei rote Zahlen "50 +??" vermerkt. Ich vermute, dass es sich dabei um einen Taxvermerk handelt.



Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 09.10.2018 12:30:23 Gelesen: 51918# 102 @  
@ Franz88 [#101]

Hallo Franz,

jetzt wird's ein bisserl schwierig - wenn du etwas nicht verstehst, frag einfach nach.

Frankiert wurden 20 Neukreuzer (Nkr.): 15 Nkr. für Österreich über 20 Meilen bis zum Taxgrenzpunkt Schweiz - Baden und 5 Nkr. für die Schweiz bis 10 Meilen ab dieses Taxgrenzpunktes.

Neuchatel lag aber über 10 Meilen von diesem Taxgrenzpunkt entfernt, so dass der Absender hätte 10 Nkr. für die Schweiz frankieren müssen - damit war der Brief unterfrankiert.

Da die Briefe im Falle der Unterfrankatur keinen Taxzuschlag erhielten, konnte Österreich nur diese 5 Nkr. = 10 Rappen als Weiterfranko an die badische Bahnpost vergüten, die mit der Schweiz verrechnen mussten.

Baden notierte auf dem Brief gar nichts und Basel nur "6" für 6 rheinische Kreuzer, der Verrechnungswährung Badens mit der Schweiz.

Später schrieb man /10 für 10 Neukreuzer ab der Grenze für die Schweiz und /50 für das Gesamtporto von 50 Rappen, was sinnlos war, weil auch bei unterfrankierten Briefen die Teilfrankatur anzuerkennen war. 50 Rappen hätte ein ganz unfreier Brief von Prag nach Neuchatel gekostet.

Der Empfänger hätte also nur 10 Rappen (in der welschen Schweiz "Centimes" genannt) zu zahlen gehabt, sonst nichts.

Leitung: Prag - Bodenbach - Leipzig - Hof - Würzburg - Darmstadt - Heidelberg - Karlsruhe - Efringen - Basel - Neuchatel.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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