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Thema: Bund Postanweisungen
Rainer HH Am: 28.11.2011 08:15:40 Gelesen: 4417# 1 @  
Bei einer neu erworbenen Postanweisung ist mir der Stempel "verrechnet beim PSchA Hamburg" aufgefallen. Kann mich jemand in die Geheimnisse dieser Postanweisung einweihen? Wie und warum wurde dieser Betrag in Hamburg verrechnet?

Gruß Rainer


 
Jahnnusch Am: 28.11.2011 12:27:06 Gelesen: 4391# 2 @  
Ich könnte mir vorstellen, dass Herr Böhme ein Konto hatte. Und der Postbeamte dies nachschlagen konnte. Das war einfacher und die Beamten hatten damals noch Zeit.
 
Rainer HH Am: 28.11.2011 13:28:34 Gelesen: 4381# 3 @  
Gute Idee, leider hat seine Frau rückseitig den Empfang quittiert.

Gruß Rainer


 
heide1 Am: 28.11.2011 15:08:55 Gelesen: 4372# 4 @  
@ Rainer HH [#1]

Gedanke: Wo lag den Gleisweiler/Pfalz im Jahr 1957 - Pfalz war auch stückchenweise Saarland? Evtl. hat es damit zu tun, zu viel Frankatur intern verrechnet?
 
Rainer HH Am: 28.11.2011 15:23:23 Gelesen: 4364# 5 @  
@ heide1 [#4]

Gleisweiler liegt direkt bei Landau, das war wohl kein Saarland. Für eine Auslandspostanweisung hätte der Postbeamte wohl auch nicht dieses Formular benutzt. Und laut rückseitiger Gebührenübersicht stimmt das Porto.

Gruß Rainer
 
lonerayder Am: 28.11.2011 16:29:28 Gelesen: 4345# 6 @  
@ Rainer HH [#3]

Könnte es evtl. sein das der Absender ein PSchKto in Hamburg hatte und der Betrag dann dort belastet wurde?

Gruss

Andreas
 
Jahnnusch Am: 28.11.2011 17:08:46 Gelesen: 4332# 7 @  
Postanweisung wurde immer bar eingezahlt und bar ausgezahlt. Vielleicht ist der Stempel versehentlich aufgeschlagen worden?
 
JH Am: 28.11.2011 22:26:29 Gelesen: 4297# 8 @  
Irgendwie muß doch das auszahlende Postamt wieder an die 2,02 Mark kommen. Ich vermute, daß man das über die Postscheckämter (PSchA Hamburg für Bremen zuständig) geregelt hat. Dann wäre der Stempel der Buchungsvermerk.
 
Peter aus Oststeinbek Am: 11.02.2012 10:48:42 Gelesen: 3935# 9 @  
Hallo Rainer,

Deine Frage ist ja schon etwas her, aber vielleicht kann ich Dir eine Erklärung geben.

Das Geld wurde in Bremen eingezahlt, der Beleg (also die Postanweisung) ging mit der ganz normalen Briefpost zum Zustellpostamt. Der Briefträger zahlte das Geld aus und musste den Beleg natürlich abrechnen.

Nun gab es eine Geldauszahlung im Bereich eines Postscheckamtes und eine Einnahme bei einem anderen. Der quittierte Beleg wurde also gelocht und nach Hamburg geschickt. Dort konnte anhand der Nummer im Bezirksnummernstempel der Betrag mit der Einnahme in der Einzahlungsliste des Schalterbeamten verglichen werden. Wenn alles stimmte wurde der Beleg mit dem entsprechenden Stempel versehen.

Mag aufwändig gewesen sein, aber es gab auch unter den nicht gerade üppig bezahlten Briefträgern schwarze Schafe, die die Beträge auf der Postanweisung nach der Auszahlung veränderten und den "Überschuss" dann einsteckten. Das kam natürlich schnell heraus.

Viele Grüße, Peter
 
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