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Thema: (?) (26) Japan Ganzsachen
Das Thema hat 31 Beiträge:
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roteratte48 Am: 21.03.2012 19:34:04 Gelesen: 10868# 7 @  
@ stephan.juergens [#6]

Auch Dir, Stephan, herzlichen Dank für Dein Engagement; auch für den interessanten Hinweis auf den Bota-Stempel. Die Nummer 1 ist mit Sicherheit (leider) die aus Mai 1944 - die Rückseite ist bedruckt (evtl. ein Firmen-Privatzudruck ?) und in der unteren rechten Ecke, zuvor übersehen, mit Tinte datiert 12.9.44. :o(

Weiterhin schönen Abend und Gruß ins Münsterland!

Rolf
 
Manne Am: 25.10.2013 15:27:10 Gelesen: 9969# 8 @  
Hallo,

kann mir jemand sagen wo diese Karte gestempelt wurde und von wann diese ist?

Gruß
Manne


 
Briefmarkenfreunde Donaueschingen Am: 26.01.2015 09:00:35 Gelesen: 9323# 9 @  
Hallo liebe Forumler,

hier eine Ganzsache aus Japan. Beim Aufräumen in meinen Kiste gefunden. Wer kann hierzu was sagen? Vielen Dank im voraus.

Dieter


 
ragiko Am: 26.01.2015 15:47:29 Gelesen: 9279# 10 @  
@ Manne [#8]

Sorry, ich sehe gerade, dass deine einfache Frage noch gar niemand beantwortet hat ! Schon soo lange her, aber hier die Info:

Karte wurde am 19.9.1876 verausgabt, Wert gebraucht 200 yen (ca. 1,50 Euro). Stempel ist Tokyo 19.4.1894, die Karte lief nach Katsuura und kam laut Ankunftsstempel am Folgetag, dem 20.4., an.

Nochmals sorry, ich dachte, der Fall sei längst erledigt !
 
ragiko Am: 26.01.2015 15:54:51 Gelesen: 9276# 11 @  
@ Briefmarkenfreunde Donaueschingen [#9]

Diese Karte wurde am 1.12.1898 verausgabt. Der Inlandsportosatz betrug 1 sen, die Karte wird im jap. Katalog gebraucht mit 500 yen (ca. 3,00 Euro) bewertet, wird aber wegen kaum lesbarem Stempel und nicht sehr frischer Erhaltung Abschläge hinnehmen. Ist auch nicht gerade selten, denn seinerzeit hatte noch niemand Telefon und die Post wurde mehrmals pro Tag ausgetragen, so dass Inlandspostkarten in rauen Mengen verbraucht wurden und eigentlich Massenware sind.

Lesbar ist nur der Absenderort Osaka, der auch handschriftlich angegeben ist, ein Datum ist nicht erkennbar bzw. lesbar. Die Karte lief nach Takatsu. Um 1890 waren Ankunftsstempel nicht mehr üblich, weshalb sich das Datum nicht eruieren lässt.

Beste Gruesse !
 
Koban Am: 26.01.2015 16:09:08 Gelesen: 9269# 12 @  
[#8]

Nach JSCA handelt es sich um PC 14, ausgegeben ab 1888, Katalogwert gestempelt 150 Yen. Die Karte wurde am 19.4.27(1894) in TOKIO gestempelt, Ankunftsstempel KATSUURA 20.4.27 (1894).

[#9]

Nach JSCA handelt es sich um PC 16, ausgegeben ab 1898/99, Katalogwert gestempelt 500 Yen. Die Karte wurde in OSAKA-KAWAGUCHI gestempelt. Aufgrund der Erhaltung, obendrein wurde wohl auch eine Zusatzfrankatur entfernt, kann die Karte aber bedenkenlos als stabilisierendes Pappstück beim Markenversand noch eine letzte Verwendung finden.

Gruß,
Koban

Edit: Schon wieder zu spät. Aber nicht ganz umsonst.

@ ragiko

Bezüglich PC 14 (1888) vs PC 12 (1876), meine ich in der Randinschrift deutlich PC 14 auszumachen.
 
Fips002 Am: 19.03.2016 20:17:59 Gelesen: 8527# 13 @  
Von mir die Ganzsachen Postkarte Nr. 21, Ausgabe 1893. Die Karte wurde am 28. Oktober 1898 in Nagasaki abgestempelt, lief über Yokohama,30. Oktober nach Schlaggenwald bei Carlsbad in Böhmen und kam dort am 04.12.1898 an.

Text der Karte: Nagasaki 27/10. 1898
Geehrter Herr Schmidt!
Verlasse heute Japan u. bin übermorgen in China.
Sende Ihnen meine besten Grüße
Ihr Hans Czjzek



Gruß Dieter
 
hajo22 Am: 03.05.2016 18:07:53 Gelesen: 8285# 14 @  
Ganzsache zu 1 1/2 Sen mit Zusatzfrankatur 1 1/2 und 3 Sen aus Yokohama vom 21.4.1932 nach Berlin, Ankunft: Firmeneingangsstempel vom 7.5.1932. Leitvermerk "via Sibiria".

Kann mir jemand die Katalognummer der Ganzsache benennen (Ascher oder anderer Katalog)?



BG, hajo22
 
mausbach1 Am: 04.05.2016 08:29:07 Gelesen: 8254# 15 @  
M.E. handelt es sich um die Nr. PC29 nach dem SAKURA-Katalog von 2007 - verausgabt am 01.08.1930 - Bewertung 100 Yen.
 
hajo22 Am: 04.05.2016 15:42:05 Gelesen: 8232# 16 @  
@ mausbach1 [#15]

Danke für die Info. Den Katalog kenne ich leider nicht, habe mir aber die Daten aufgeschrieben. Die "Wertangabe" wäre nicht nötig gewesen (100 yen = ca. 0,82 €). Die Ganzsache gehört bei mir zum Sammlungsteil "eingehende Post" in Berlin. Der Katalogwert der Ganzsache ist mir daher völlig "wurscht". Viele interessante Poststücke haben oftmals nur sehr geringe Katalogwerte.

Danke nochmals und schönen Tag.
hajo22
 
oldebuche1945 Am: 02.01.2017 18:31:45 Gelesen: 7128# 17 @  
Hallo,

ich schiebe 2 weitere Ganzsachen nach.

MfG
oldebuche1945


 
Thorn Am: 03.01.2017 21:52:19 Gelesen: 7076# 18 @  
@ oldebuche1945 [#17]

Da kann ich nicht viel dazu sagen. Inlandspostkarten, wobei die Rechte die ältere der beiden ist.
 
oldebuche1945 Am: 05.01.2017 11:00:25 Gelesen: 7013# 19 @  
Hallo,

hier nun 3 betagte Ganzsachen aus Japan, alle mit der Wertstufe 1 SEN. Interessant sind die beiden verschiedenfarbigen Stempel auf der linken mit zusätzlicher roter Kalligraphie.

MfG
oldebuche1945


 
ligneN Am: 08.01.2017 17:46:58 Gelesen: 6968# 20 @  
@ oldebuche1945 [#19]

In Japan wurde ca. 1886/1899 dunkelbraune bis rost- / rotbraune Stempelfarbe benutzt. Davor und danach griff man wieder auf das normale postschwarz zurück.

Bei ebay u.ä. wird das dann gerne als "roter Stempel RRR" behauptet - dabei haben die Postler dann nur das Umrühren im Farbtopf unterlassen.

Die "Kalligraphie" ist ein Absenderstempel in kursivem Stil.

[Ganzsachen-Beiträge redaktionell aus dem Thema "Japan: Belege" verschoben]
 
oldebuche1945 Am: 11.01.2017 14:39:56 Gelesen: 6863# 21 @  
Hallo,

hier nun wieder 2 Kostbarkeiten aus dem Land der aufgehenden Sonne.

MfG
oldebuche1945


 
ligneN Am: 11.01.2017 17:39:50 Gelesen: 6845# 22 @  
Inlandskarte Nr. 9, links landesweit verwendet nach Otsu.

Roter L1 nachporto, die Nachportofrankatur wurde aber abgerissen (unter dem Dkr.).

Rechts im Stadtverkehr Tokyo verwendet. Kw ca. 4 Euro.

Karte links oxydiert.
 
Gerhard Am: 11.01.2017 18:53:46 Gelesen: 6837# 23 @  
@ ligneN [#22] und alle anderen

Habe eine moderne japanische Ganzsache gefunden, wobei diese offensichtlich dann doch (wg. Auslandsverwendung?) freigestempelt wurde wie man deutlich sehen kann. Auch der Airmail - Aufdruck erscheint mir zusätzlich.

Hoffe ich langweile damit nicht, so schöne alte habe ich keine gefunden.

Grüße
Gerhard


 
ligneN Am: 12.01.2017 17:32:39 Gelesen: 6802# 24 @  
@ Gerhard [#23]

Keine Ganzsache, sondern ein Brief mit "Gebühr Bezahlt Stempel". Er stammt von der Chikunami-Univ. auf dem Gelände des Tsukuba-Wissenschaftsparks (Tsukuba Gakuen). Der durchgestriche jap. Eindruck ist ebenfalls "Gebühr bezahlt" von der Uni, aber eben nur für den Inlandsverkehr: Auslandsverkehr erfordert Lateinschrift TP-Stempel.
 
Gerhard Am: 12.01.2017 18:54:40 Gelesen: 6788# 25 @  
@ ligneN [#24]

Danke für die schnelle Info, hat jemand Interesse an dem Teil?

Gerhard
 
BD Am: 09.02.2017 11:17:48 Gelesen: 6626# 26 @  
Hallo,

als Befang zu einem mich interessierenden Japanbeleg musste ich folgendes Stück mit erwerben.

ligneN beschrieb in einen früheren Thema diese Art von Beleg als Faltpostkarte.
In meinen aktuellsten Katalog von 1912 ist er als Briefumschlag aufgeführt. Die Inschrift im Wertstempel müsste Briefumschlag lauten, also ist er von 1874?
Ist der leider unleserliche viereckige Stempel auf dem Wertstempel das Kontrollzeichen oder ist es in diesem?

Ich würde mich freuen, wenn ein Wissender mir etwas zu diesen Stück sagen könnte.

Beste Grüße Bernd






 
Pit Am: 07.02.2019 19:37:16 Gelesen: 280# 27 @  
Hallo zusammen,

kann mir jemand mehr zu dieser Ganzsache sagen.
Handelt es sich hier um die P 16 I oder II vielleicht.




 
ligneN Am: 08.02.2019 23:59:29 Gelesen: 247# 28 @  
@ BD [#26]

1. Es ist eine Faltpostkarte, genauer gesagt Nr. 6 vom April 1874.

Die Ganzsachenumschläge sind, wie der Name schon sagt, Umschläge, nicht Faltblätter.
Die Unterscheidung ist ganz einfach, die GSU von Japan haben keinerlei Randverzierung, nur den eingedruckten Wertstempel.
Die Faltkarten (PC 1/6) haben dagegen eine Randverzierung.
Die Inschrift im Wst ist bei PC 5/6 "Postkarte".

Damals gab es keine Papierfabrik in Japan, die steifes Postkartenpapier herstellen konnte.
Also hat man entsprechende Maschinen in Deutschland bestellt, und die Techniker gleich mit.*
In der Zwischenzeit (Dez. 1873 bis Frühjahr 1875) hat man behelfsweise Zeitungspapier verwendet.
Das war zu dünn als Einzelblatt, so daß man auf die Idee mit den Faltkarten kam.

*Eine entsprechende moderne Papierfabrik (die erste überhaupt in Japan) wurde dann in Oji errichtet, die Oji Papierfabrik.
Gibt es heute noch.

2. Das Silbenzeichen im Wertstempel der gezeigten Karte ist ni = 4.
Der schwarze Ra. 1 ist vom Aufgabeamt, siehe unten.

3. Die Karte lief von Tsuchiyama/Provinz Harima über Akashi/Provinz Harima nach Osaka.

Offenbar fand man im Durchgangspostamt Akashi den schwarzen Ra. 1 Entwerter (er liest sich Tsuchiyama massho, T. entwertet) zu blass und hat zusätzlich seinen kreisförmigen Entwertungssstempel, den Silben-Nummern (Kiban-) stempel i-he Nr. 2 = Provinz Harima, Akashi darübergesetzt. Der Dkr. Stempel ist ebenso von Akashi, 9. Februar.
Der Ankunftsstempel Osaka ist vom 10.2.1875.
Auf der Rückseite ist noch der rote Nebenstempel des Aufgabeamtes: Harima-Provinz/Postagentur/Tsuchiyamamura.
Der schwarze Ra. 1 ist der private Absenderstempel des Absenders, der in Honjo/Provinz Harima zuhause war.

Also ein interessantes Stück.
 
ligneN Am: 09.02.2019 00:02:41 Gelesen: 246# 29 @  
@ Pit [#27]

Es ist ein Frageteil der Antwortkarte mit dem späteren Druckvermerk von 1886.

Der Stempel ist von Tokyo 1895, gelaufen im Stadtverkehr.
 
BD Am: 09.02.2019 09:06:40 Gelesen: 230# 30 @  
@ ligneN [#28]

Hallo ligneN,

vielen Dank für deine wunderbare und ausführliche Erläuterung des Beleges.

Bisher bei mir in der Kategorie: Exotisch,alt und schön. Dank deiner Informationen jetzt ein Beleg mit einer Geschichte, das Beste was einem Sammler der etwas ihm Unbekanntes erwirbt, passieren kann.

Die Nachentwertung und der rote Nebenstempel der wohl kleinen Poststelle Tschuchiyamamura (die nicht den Wertstempel entwerten durfte ?) zeigt, dass die Post überall gleiche Grundregeln hatte. Zu meiner Schande und zur Entlastung der Senfkataloge.

Hier in meinen Katalog von 1906 steht hinter Postkarten: sämtlich mit Umrandung . Ich hätte nur richtig lesen müssen, aber dann hätte ich vielleicht hier nicht gefragt. Das ist nach deiner Information zu dem Faltblatt eine schlimme Vorstellung.

Nochmal besten Dank
Bernd


 
ligneN Am: 12.02.2019 09:53:20 Gelesen: 128# 31 @  
@ BD [#30]

Die Nachentwertung und der rote Nebenstempel der wohl kleinen Poststelle Tschuchiyamamura (die nicht den Wertstempel entwerten durfte ?) zeigt, dass die Post überall gleiche Grundregeln hatte. Zu meiner Schande und zur Entlastung der Senfkataloge.

Tsuchiyama hat ja entwertet. Im Durchgangsamt Akashi fand man es nur zu blass.
Sowas gab und gibt es auch im Postamt des Bestimmungsorts, wo mancher meint, seinen tiefschwarzen Stempel darübersetzen zu müssen.

Die angesprochene Praxis, den eigenen Stempel nur als Nebenstempel beisetzen zu dürfen, gab es in Japan nur
- bei Postempfangsstellen, die gibt es erst seit ca. 1885. Diese hatten gar keinen Datenstempel für Briefpost, nur eine Sondertype für Gelddienste. Seit 1892 auch für Pakete, spezieller roter Doppelovalstempel/später Dkr.stempel. aber immer ohne Datum.
Dammit war 1903 Schluß, alle Stellen runter bis zum untersten Kategorie, der temporären Außenstelle (der bekannte "Tisch mit 1 Postler" am Veranstaltungsort) bekamen einen Datenstempel.
- Bahnpost 1874/92, weil nur Ortsangabe des Bahnhofsbriefkastens, ohne Datum. Entwertung im Zielpostamt. Bahnpost-Datenstempel wurden erst 1892 eingeführt.

Hier in meinen Katalog von 1906 steht hinter Postkarten: sämtlich mit Umrandung . Ich hätte nur richtig lesen müssen, aber dann hätte ich vielleicht hier nicht gefragt. Das ist nach deiner Information zu dem Faltblatt eine schlimme Vorstellung.

Ich habe das speziell erwähnt, weil es zB bei ebay Gang und Gäbe ist, hier Faltbriefe zu behaupten.

Die GSU sind gelaufen selten und leider 90% Falschstempel ("made cover" Stempel) unterwegs.
* gab es sie bei Sen/Moens usw. im Abo.
 

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