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Thema: Motiv Flugzeuge
Das Thema hat 1084 Beiträge:
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DERMZ Am: 09.04.2020 11:42:36 Gelesen: 13514# 1060 @  
Guten Morgen,

ich zeige heute ein Schulungsflugzeug der Flugschule Horizon in Kloten in der Schweiz, die Diamond DA42 Twin Star ist auf einer "Webstamp" abgebildet:



Platz haben in diesem Flugzeugmuster 4 Personen, Erstflug war 2002 und die Zulassung erfolgte 2004. Wenn man eine gebrauchte Maschine kaufen möchte, dann reicht in der Regel Verkauf der Briefmarkensammlung nicht aus, für ein gutes Flugzeug diesen Typs darf man schon gerne etwa 400.000 US$ oder mehr ausgeben.

Mit besten Grüßen

Olaf
 
wajdz Am: 09.04.2020 12:05:46 Gelesen: 13505# 1061 @  
Zypern MiNr 160, 1949



Vickers Viking

Die Vickers VC.1 Viking der Vickers-Armstrongs (Aircraft) Ltd. war das erste nach dem Zweiten Weltkrieg in Großbritannien neu gebaute Passagierflugzeug; es wurde von zwei Kolbenmotoren angetrieben, Erstflug am 22. Juni 1945, in Dienst gestellt 1946.

Die Serienproduktion begann mit der Viking IA, von der 19 Maschinen gebaut wurden. Elf dieser Flugzeuge gingen an die neu gegründete British European Airways (BEA), die mit insgesamt 49 Viking-Flugzeugen aller Versionen größter Betreiber des Musters wurde. Die Produktion der diversen Vicking-Serien endete 1954.

MfG Jürgen -wajdz-
 
filunski Am: 09.04.2020 22:47:50 Gelesen: 13343# 1062 @  
@ wajdz [#1061]

Hallo Jürgen und alle Flugzeugfans,

du gestattest, dass ich deinen Beitrag noch ein klein wenig "nachbessere". ;-)

Diese Markendesigner und Grafiker sind manchmal ganz schön hinterhältig und bauen so kleine Details ein. Wahrscheinlich nur um die Motivsammler ein wenig an der Nase herumzuführen.

Schauen wir uns doch diese Marke nochmal genau an. Der dazu gehörige Satz zum UPU-Jubiläum wurde 1949 in einigen Ländern des damaligen Commonwealth mit den gleichen Motiven, nur in verschiedenen Farben, verausgabt. Ich habe dazu mal die Marke aus St. Helena raus gesucht:

Mi Nr. 116



Auch darauf wieder das gleiche Flugzeug zu sehen, hier im Detail:



Eine Vickers Viking? Was steht dazu in Jürgens Wikipedia-Zitat "es wurde von zwei Kolbenmotoren angetrieben". Nun, bei Kolbenmotoren, wie sie zu jener Zeit für Flugzeuge bis auf wenige Ausnahmen, als Antrieb standard waren, gehörte dann auch ein Propeller dazu. Meist vorne, manchmal auch hinten (dazu hatte ich schon mal was geschrieben), aber diese Option trifft hier wohl nicht zu.

Jetzt schauen wir uns doch den Detailausschnitt mal ganz genau an:



Der gelbe Pfeil zeigt auf den Vorderteil des Kolbenmotors (?), sagen wir mal besser Triebwerks. Dort sollte sich eigentlich ein Propeller befinden, oder nicht? Ich sehe keinen. Hat bei soviel Detailtreue der Grafiker ihn vergessen, oder sieht man ihn nur nicht, weil er sich im Fluge ja so schnell dreht? Trifft wohl beides nicht zu. Was nun? Ist es am Ende doch keine Vickers Viking?

Doch, es ist sehr wohl eine Vickers Viking! Aber eine ganz besondere. Ein Einzelstück sozusagen, nämlich DIE Vickers 618 Nene Viking. Ein ganz besonderes Versuchsflugzeug, sie verrät sich durch die Triebwerke. Es handelt sich hier nicht um die damals üblichen Kolbenmotoren sondern um zwei Strahltriebwerke!

Ich zitiere mal zur Geschichte dieses ungewöhnlichen Flugzeugs eine Dokumentation des Luftfahrtmuseums Hannover-Laatzen:

Diese Vickers 618 Nene Viking "war ein echtes Verkehrsflugzeug, das von Anfang an als ziviles Transportflugzeug konzipiert war und in seiner normalen Form von Kolbenmotoren angetrieben wurde. In einem frühen Stadium des Programms entschied das Versorgungsministerium, damals die staatliche Beschaffungsbehörde für Flugzeuge, einen Viking mit Turbojets anstelle der üblichen Hercules-Hülsenventil-Sternmotoren zu bestellen. Dies geschah teilweise, um die allgemeine Entwicklung von Düsenflugzeugen zu unterstützen und zu sehen, welche Probleme auftreten könnten, und zum Teil, um Minister und Beamte mit einem bequemen Transport für die Exekutive auszustatten. Die 107. Flugzeugzelle auf der Weybridge-Produktionslinie wurde beiseite gelegt, und die Designer planten eine Reihe von großen Veränderungen. Die vorhandenen Gondeln wurden durch völlig neue Jet-Pods ersetzt, die jeweils einen Rolls-Royce Nene beherbergten, wobei die Hinterkante des Flügels nach hinten verlängert war, um glatt in die Spitze der Gondel zu passen. Die Vickers-Hauptfahrwerke waren von einem völlig neuen Typ, der nur für dieses Flugzeug entworfen wurde, mit vier getrennten kurzen Beinen, die jeweils ein Rad trugen, das sich zurückzog, um auf jeder Seite des Strahlrohrs in der Gondel zu liegen. Im Gegensatz zu anderen Vikings wurden die Höhenruder mit Metall beplankt, und die Metallhaut an den Flügeln und am Seitenleitwerk wurde dicker als normal gemacht. Es gab auch Änderungen an Cockpit, Treibstoffsystem und anderen Dingen."

Und so sah sie in Wirklichkeit aus:



Im Vergleich dazu die "normale" Vickers Viking mit den Kolbentriebwerken:



Rhodesien Mi Nr. 225, 1978

Es lohnt sich immer wieder auch bei Briefmarken auf die kleinen Details, gerade bei Flugzeugen, zu schauen. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Rore Am: 11.04.2020 22:53:53 Gelesen: 12937# 1063 @  
2. Karte


 
filunski Am: 11.04.2020 23:26:56 Gelesen: 12892# 1064 @  
@ filunski [#1062]

Nachtrag zur Vickers 618 Nene Viking

Obwohl dieses Flugzeug nur als ein Versuchstyp existierte, war es auf so vielen Briefmarkenausgaben verschiedener Länder zu sehen, wie sonst selten irgendwelche Prototypen. Dies ist der besonderen Briefmarkenausgabe geschuldet. Dieser Satz zum 75 jährigen UPU Jubiläum erschien 1949 motivgleich in vielen der damaligen britischen Kolonien, sozusagen als Gemeinschaftsausgabe.

Dazu die folgende "Collage" mit den Marken von 56 verschiedenen Postverwaltungen von A wie Aden bis Z wie Zanzibar. Ohne den Anspruch erheben zu wollen, dass es alle sind! ;-)



Viele Grüße,
Peter
 
wajdz Am: 12.04.2020 23:32:01 Gelesen: 12612# 1065 @  
@ wajdz [#969]

Tschechoslowakei MiNr 1221, 1960



Erste Weltmeisterschaft im Kunstfliegen, Bratislava • Zlin Z-226

Zu den Kunstflugmanövern gehören auch die gyroskopischen Figuren, die nicht nur durch aerodynamisch auf die Ruder wirkenden Kräfte zustande kommen, sondern zusätzlich auf Kreiseleffekten der drehenden Massen von Propeller und Kurbelwelle beruhen. Typische gyroskopische Figuren sind der Lomcovák oder der Tumble. Die ersten gyroskopischen Figuren bewusst geflogen hat wahrscheinlich Ladislav Bezak, der als Erfinder des Lomcovák gilt. Er gewann damit auf einer Zlin Z-526 die Kunstflugweltmeisterschaft 1960 in Bratislava.

MfG Jürgen -wajdz-
 
EdgarR Am: 13.04.2020 10:09:58 Gelesen: 12468# 1066 @  
Heute nochmal der Geniestreich unserer westlichen Nachbarn: Die Caravelle



Und zwar als Maschinenstempel der südfranzösischen Stadt Perpignan, die mit ihm die Pariser dezent darauf hinweist, mit diesem Flieger ein nur noch einer Stunde von der Hauptstadt entferntes Ausflugsziel zu sein.

Phile Grüße EdgarR
 
wajdz Am: 13.04.2020 13:48:24 Gelesen: 12417# 1067 @  
@ wajdz [#561]

Caravelle • 40th Anniversary of Civil Aviation - Guinea-Bissau MiNr 754, 04.04.1984



Guinea-Bissau liegt an der afrikanischen Westküste zum Atlantik und grenzt an Senegal und Guinea. Bis heute zählt Guinea-Bissau zu den am geringsten entwickelten Ländern weltweit. Seit 1472 von den Portugiesen kolonisiert, wurde die Unabhängigkeit Guinea-Bissaus am 24. September 1973 (Nationalfeiertag) proklamiert und am 10. September des folgenden Jahres von Portugal anerkannt. Den einzigen Verkehrsflughafen gibt es in Bissau (Aeroporto Internacional Osvaldo Vieira de Bissau). Er wird heute von fünf Fluglinien bedient, die Strecken nach Portugal, Marokko, Kap Verde und in den Senegal anbieten. Einzige nationale Fluggesellschaft war die 1998 eingestellte Air Bissau.

MfG Jürgen -wajdz-
 
DERMZ Am: 14.04.2020 22:03:35 Gelesen: 12085# 1068 @  
Guten Abend,

was mach ich nur, was mach ich nur? Das Thema lautet "Motiv: Flugzeuge" und genau davon habe ich eigentlich in diesem Beitrag keine anzubieten - jedoch das Internet wird ja auch gerne als virtuelle Welt dargestellt, also dann habe ich doch Flugzeuge - halt nur virtuelle:



Ein oder zwei Tage vor dem 20. Mai 1914 schreibt Grete eine Ansichtskarte aus Marburg an ihre Verwandschaft in St.Margarethen in Holstein. Sie teilt ihre Freude über die schöen Stadt mit, doch lest selbst:

Herrn
Karl Egge u. Frau
St. Margarethen i/Holstein
Osterbünge

Lieber Onkel Karl u. Tante Marta!
Aus Marburg sende ich Euch die herzlichsten
Grüße. Die Stadt selbst und das hessische
Bergland ist ganz wunderschön. Jetzt
ist das Wetter wieder schön und wir
machen jeden Tag feine Spaziergänge.
Mittwoch kommen 20-30 Flieger vom
Prinzheinrichflug hier durch, das wird
auch interessant werden.
Nochmals herzlichen Gruß Eure Grete



So, jetzt sind wir virtuell im Thema angekommen, Bilder kann ich dazu leider keine zeigen. Aber ein paar Details zum Prinz-Heinrich-Flug 1914 habe ich auf wikipedia gefunden.

In den Jahren 1911 bis 1914 wurden Zuverlässigkeitsflüge in einem Wettbewerb durchgeführt. Zugelassen waren nur Flugzeuge aus deutscher Produktion, in der Hauptsache handelte es sich um militärische Modelle. Die Wettbewerbe wurden immer in mehreren Etappen durchgeführt.

1914 wurde in fünf Etappen gefolgen, am dritten Tag, dem 20.Mai war auch ein Zwischenstop in Marburg vorgesehen, die Route führte von Frankfurt – Kassel – Braunschweig – Hamburg. Das neu eröffnete Flugfeld (1. Landung eines Motorflugzeugs am 22.April 1914) in Marburg war damals noch auf den Afföllerwiesen, vor den Toren der Stadt.

So, nun können wir uns Gedanken machen, ob es damals wohl einen Menschenauflauf gab und welche Flugzeuge zu sehen waren, aber das geht halt nur virtuell...

Viele Grüße Olaf

https://de.wikipedia.org/wiki/Zuverl%C3%A4ssigkeitsflug_am_Oberrhein
und: Wilhelm Kessler, Geschichte der Stadt Marburg in Daten und Stichworten, Marburger Stadtschriften Band 15
 
wajdz Am: 14.04.2020 23:48:04 Gelesen: 12045# 1069 @  
@ wajdz [#1067]

Ausgabe zur Briefmarkenausstellung IFA - Österreich MiNr 1263, 31.05.1968



Die Fluggesellschaft Austrian bestellte am 18. Februar 1963 ihr erstes Düsenflugzeug, die Sud Aviation SE 210 Caravelle. Der Typ wurde bis 1973 eingesetzt.

MfG Jürgen -wajdz-
 
filunski Am: 15.04.2020 00:17:49 Gelesen: 12038# 1070 @  
@ DERMZ [#1068]

Hallo Olaf,

mal eine ganz andere Darstellung, schön gemacht! :-)

Auch noch ein sehr interessantes Thema. Auch philatelistische "Überbleibsel" hinterließen die Prinz-Heinrich-Flüge. Neben verschiedenen Post- und Erinnerungskarten gab es auch Vignetten zu diesen Veranstaltungen. Eine der Vignetten zu dem von dir erwähnten Flug im Jahre 1914 kann ich hier zeigen:



Der Namensgeber, Albert Wilhelm Heinrich von Preußen, war der luftfahrtbegeisterte Bruder von Wilhelm II, dem letzten Kaiser und er stiftete als Schirmherr dieser Flüge die die Zuverlässigkeit von Luftfahrzeugen beweisen sollten, genau in diesem Jahr, 1914, einen Preis. Damals "Kaiser Preis", heute nach ihm Prinz-Heinrich-Preis genannt. Dies war eine Bronze-Statuette. Nun begann aber auch in diesem Jahr der 1. Weltkrieg in dessen Verlauf nicht nur der Kaiser und die Monarchie in Deutschland untergingen, sondern auch dieser Preis in Vergessenheit geriet. Vergessen zwar von der Öffentlichkeit, auch in der Fliegerei, aber doch nicht so ganz. 1963 übergaben die Nachfahren der letzten Preisträger (die Leutnante Freiherr von Thüna und von Kleist) den Preis, die Statuette, an die damals noch junge Bundesluftwaffe. Als Prinz-Heinrich-Preis wird er seither fast jährlich an den herausragendsten Luftwaffenverband verliehen.

1996 war ich selbst bei einer dieser Preisverleihungen dabei, hier ein Bild der Statuette dazu:



So wirkt der Eindruck von Olafs Postkarte noch über 100 Jahre später bis in unsere Tage hinein fort. ;-)

Horrido,
Peter
 
Pepe Am: 15.04.2020 00:36:33 Gelesen: 12031# 1071 @  
Klasse Beiträge. Danke Euch dafür.

Und hier wohl auch noch nicht geflogen, eine Boeing 707.



Belgien, 1959 12 01, Mi 1166, Boeing 707 mit Aufschrift BELGIAN World AIRLINES, SABENA.

Jute Nacht Pepe
 
mausbach1 Am: 15.04.2020 08:50:50 Gelesen: 11961# 1072 @  
Königreich (Reino de Marruecos) Nordzone = Landesteil mit Peseta-Währung



17.12.1956 - MiNr. 11 - Flugpost - Lockheed "Constellation"

Glückauf!
Claus
 
filunski Am: 17.04.2020 00:47:32 Gelesen: 11539# 1073 @  
Verehrte Flugzeugfans,

heute beim Kramen in einer meiner Kisten ist mir wieder etwas hierher Passendes in die Finger gekommen. ;-)

Damit schließe ich an Beitrag [#1059] an. Dort zeigt uns Claus diese Marke:



Darauf abgebildet eine F-4E Phantom II der Iranischen Luftwaffe (die übrigens bis heute noch im Dienst sind) in der Jäger/Jagdbomber Version. Auch die Deutsche Luftwaffe hatte mal die E-Version der Phantom in ihren Diensten, gleich in zwei Geschwadern.

Bei Einem der beiden, dem AG 52 (Aufklärungsgeschwader) im nordfriesischen Leck, kam die Phantom sogar mal zu philatelistischen Ehren:



Dazu dieser Beleg, zum Tiger-Meet am 7.9.1975. Damals gab es dafür sogar einen Sonderstempel und diese Belege durften vor Einschleußung in den Postkreislauf in einer Phantom auf 45.000 Fuß steigen.

Hier der Sonderstempel im Detail:



Darauf abgebildet zwei RF-4E Phantoms und das Geschwaderemblem, der Kopf eines schwarzen Panthers.

Hier im Original auf dem Geschwaderabzeichen und daneben auf dem Flugzeugrumpf:



Zu dem "Event", dem Tiger-Meet, einer speziellen fliegerischen Veranstaltung und Wettbewerb gab es auch noch ein spezielles Abzeichen, welches auch wieder das "Kätzchen" zeigt (nachempfunden dem Wappen der 1. Aufklärungsstaffel):



Zu guter Letzt auch noch die RF-4E im Original:



Auf Briefmarken konnte ich bisher die RF-4E nicht entdecken.

Viele Grüße,
Peter
 
filunski Am: 17.04.2020 23:59:27 Gelesen: 11196# 1074 @  
@ EdgarR [#1066]

Hallo zusammen,

zur Caravelle, insbesondere derer der Air France, habe ich hier noch einen Beleg, der mit der Caravelle geflogen ist:



Erster Direktflug Berlin - Paris am 1.4.1969.

Wirklich Berlin - Paris und nicht umgekehrt? Der Brief ist doch mit einer französischen Marke frankiert und trägt einen französischen Stempel?



Ja, der Flug ging von Berlin nach Paris und wurde auch in Berlin abgestempelt. Im Stempel selbst, französische SECAP Maschine, liegt der Schlüssel dazu. Im Werbeklischee der Hinweis auf die 3. Deutsch-Französische Briefmarken-Ausstellung, abgebildet die Berliner Kongreßhalle und der Arc de Triomphe in Paris. Als Ortsangabe POSTE AUX ARMEES, ein französischer Feldpoststempel. Es handelt sich um eine Stempelmaschine der Forces Françaises à Berlin, der französischen Garnison in Berlin. Diese wurde wohl in der Ausstellung eingesetzt.

Zum Abschluß noch eine Caravelle der Air France in Berlin-Tegel:



A bientôt,
Peter
 
Seku Am: 20.04.2020 12:01:49 Gelesen: 10374# 1075 @  
Polen 1952 - Eine Iljuschin Il-12 [1] fliegt über ein Stahlwerk



Mi.-Nr. 731

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Iljuschin_Il-12
 
wajdz Am: 20.04.2020 14:34:27 Gelesen: 10343# 1076 @  
China MiNr 271, 09.06.1937



Junkers F13 über dem Nankoupass mit der Großen Mauer

Der Nankou-Pass liegt 40 Meilen nördlich von Peking im Landkreis Changping. Zwischen zwei hohen Bergen gelegen, war er im Laufe der Geschichte von strategischer Bedeutung. Von hier aus kann man den ersten Ausläufer der Großen Mauer sehen.

MfG Jürgen -wajdz-
 
filunski Am: 21.04.2020 00:52:05 Gelesen: 10234# 1077 @  
Liebe Flugzeug-Liebhaber,

zu später Stunde schnell noch ein Flugzeug welches so gut wie keine philatelistischen Spuren hinterließ.

Bis jetzt konnte ich es nur auf einem Sonderstempel aus dem Jahre 1938 finden:



Sonderstempel aus Hannover zum Flugtag am 25.9.1938. Darauf abgebildet ein damals in der Luftwaffe viel benutztes Schulflugzeug für die Fortgeschrittenenschulung. Ein Gotha Go 145 Doppeldecker.

Hier ein Originalbild dazu: [1]

Außer zur Schulung kam das Flugzeug später im Krieg auch als Verbindungs- und Erdkampfflugzeug zum Einsatz. Außerdem diente es als Testträger für Strahltriebwerke und es gab auch Ausführungen für den Einsatz auf Schnee, mit Skiern/Kufen statt Rädern als Fahrwerk. Auch noch nach dem Krieg diente es u.a. in Österreich und der Türkei als Schulflugzeug.

Viele Grüße,
Peter



[1] http://www.luftarchiv.de/index.htm?/flugzeuge/gotha/go145.htm
 
filunski Am: 28.04.2020 22:56:51 Gelesen: 8713# 1078 @  
Verehrte Freunde der fliegenden Kisten,

heute stelle ich mal ein paar Flugapparate vor die wahrlich die Bezeichnung "fliegende Kisten" verdient haben. Drei Typen aus den Pioniertagen der Fliegerei.

Wie kam ich drauf?

Gestern bekam ich einen Zusammendruck (Streifen) einer Marke aus der Tschechoslowakei (MiNr 2397) zur Ausstellung Praga 1978.



Eigentlich interessierte mich der zur Entwertung verwendete Handrollstempel, aber die Marke ist auch hier für das Thema sehr interessant.

Hier eine Einzelmarke daraus (die Nummern 1-3 sind von mir angebracht):



Darauf abgebildet sind gleich drei recht eigentümlich anmutende Flugapparate:

1: Clément Aders Avion III oder auch Éole III
2: Rumpler oder Etrich-Taube
3: Nieuport-Dunne D-8

Im Einzelnen, fangen wir an mit der Éole III des französischen Luftfahrtpioniers und Konstrukteurs Clément Ader aus dem Jahre 1897. Seine eigenwillige wie eine riesige Fledermaus aussehende Konstruktion schaffte es tatsächlich im Jahre 1897 bei einer Vorführung die Erdanziehung für kurze Zeit zu überwinden. Die "fliegende Kiste" und auch ihr Erfinder überstanden den Flugversuch heil und bereits im Jahre 1909 wurde die Éole III bei der ersten Pariser Luftfahrtausstellung (Salon de l'Aviation) im Grand Palais ausgestellt:



Ein Nachbau kann heute noch in Paris im Musée des Arts et Métiers bestaunt werden:



Philatelistisch kam der Konstrukteur und seine Flugmaschine auch 1991 auf einer Blockausgabe (MiNr Bl. 64) aus dem Senegal zu Ehren:



Zur Nr. 2, hier können wir durchaus schon von einem Flugzeug sprechen. Die Etrich Taube des österreichischen Flugpioniers Igo Etrich. Ab 1910 in den Berliner Rumpler Werken produziert wurde sie auch unter dem Namen Rumpler-Taube bekannt. Im bald darauf beginnenden 1. Weltkrieg kam dieses Flugzeug vielfach zum Einsatz. Allen hier ist sicher die passende Marke dazu aus Berlin bekannt (MiNr 566):



Das Flugzeug war aber auch ein lohnenswertes Objekt auf zahlreichen Vignetten und Reklamemarken gerade zu Beginn des 1. Weltkriegs. Hier aus der Serie "Luftfahrerdank" ein Beispiel:



In einer anderen Reklamemarkenserie wurde sogar auch mal eine spezielle Version der Taube abgebildet, die "Wasser-Taube":



Last not least, die Nr. 3, die Dunne D.8 des irischen Luftfahrtpioniers und Offizier der britischen Streitkräfte John William Dunne. Dieser konstruierte eine ganze Reihe von "Nurflügelflugzeugen". Von seinem fortgeschrittensten Modell, der D.8 wurden ab 1912 vier Exemplare hergestellt. Die Lizenz dafür erwarb die französische Firma Nieuport und fertigte das Flugzeug unter der Bezeichnung Nieuport-Dunne D-8.

Philatelistisch konnte ich diesen Typ nicht mehr entdecken. Hier ein zeitgenössisches Originalfoto der D.8, aufgenommen in Farnborough im Jahre 1914:



Das war's mal wieder mit einem kleinen Ausflug in die Anfangsjahre der Fliegerei.

Horrido,
Peter
 
wajdz Am: 07.05.2020 18:36:44 Gelesen: 6524# 1079 @  
@ wajdz [#846]

Kambodscha MiNr 1324, 16.10.1992



Hier nochmal die Canadair CL-215, ein Mehrzweck-Amphibienflugzeug des kanadischen Flugzeugherstellers Canadair Group (einer heutigen Tochter von Bombardier Aerospace), das vorrangig zur Bekämpfung von Waldbränden als Löschflugzeug eingesetzt wurde.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 23.05.2020 23:39:28 Gelesen: 1926# 1080 @  
@ wajdz [#330]

Berlin MiNr 564



Karl Wilhelm Otto Lilienthal ( * 23. Mai 1848 in Anklam; † 10. August 1896 in Berlin) war ein deutscher Luftfahrtpionier. Er gilt als der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugapparat (Gleitflugzeug) durchführte und dem Flugprinzip „schwerer als Luft“ damit zur ersten menschlichen Anwendung verhalf und so den Weg zu dessen späterem Erfolg bahnte.

MfG Jürgen -wajdz-

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Lilienthal
 
Seku Am: 24.05.2020 12:54:21 Gelesen: 1832# 1081 @  
Frankreich 1964 - Eine Douglas DC-3 - 25 Jahre Luftpost in der Nacht



Mi.-Nr. 1471
 
wajdz Am: 24.05.2020 19:13:01 Gelesen: 1721# 1082 @  
50 Jahre Luftpost · USA MiNr 948, 15.05.1968



Am 15. Mai 1918 begann in den USA das Zeitalter der Postbeförderung an Bord von Flugzeugen. Damals startete ein umgebauter Doppeldecker, eine Curtiss Jenny aus dem Ersten Weltkrieg von einem Polofeld in Washington D.C. mit der ersten Ladung US-Luftpost.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 27.05.2020 08:10:44 Gelesen: 1193# 1083 @  
Die Blériot XI [1] war ein einsitziges Flugzeug des französischen Luftfahrtpioniers Louis Blériot. Seit ihrem Erstflug im Januar 1909 wurden über 800 Exemplare dieser Maschine gebaut. Bei der XI handelt es sich um das erfolgreichste Modell von Blériot mit dem einige Rekorde und Erstflüge absolviert wurden: Am 26. Juni 1909 stellte die Maschine einen europäischen Flugdauerrekord von 36 Minuten und 55 Sekunden auf. Der peruanisch-französische Pilot Jorge Chávez Dartnell startete am 23. September 1910 oberhalb von Brig (Schweiz) mit seiner Blériot XI und überflog damit erstmals den 2006 m hohen Simplon-Pass. Auch die ersten beiden immatrikulierten Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe waren Blériot XI.

1913 fanden in der Schweiz zahlreiche Flugtage zugunsten der Nationalen Flugspende (Fond für Militäraviatik) statt. Über diese Veranstaltungen wurde in diesem Thread auch schon unter [#276] berichtet. Die an diesen Veranstaltungen durchgeführten Sonderpostflüge wurden zumeist mit den Blériot XI ausgerichtet.



Die halbamtliche Pionierflugmarke für den Anlass vom 18. Mai 1913 in Sion/Sitten (Kanton Wallis) zeigt eine Blériot XI über der Stadt (Mi Nr. X). Die Auflage dieser Marke betrug 4000 Ex, befördert wurden 1‘500 Sendungen. Die Marke hatte nur an diesem Tag Gültigkeit.



Am 4. März 2010 gedachte die Schweiz mit einer Sonderausgabe an den ersten Alpenüberflug vor 100 Jahren durch den Piloten Jorge Chávez Dartnell (Mi Nr. 2142). Gezeigt wird dabei auch seine Blériot XI.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%A9riot_XI
 
filunski Am: 27.05.2020 13:57:30 Gelesen: 1118# 1084 @  
@ merkuria [#1083]

Salut Jacques,

Klasse Beitrag!

Der Beleg und die "Spendenmarke" sind auch super, kannte ich noch nicht.

Ich war selbst mal, ca. 80 Jahre nach diesem Flugtag, auch auf der Sion Air Show. Die teilnehmenden Flugzeuge sahen natürlich ganz anders aus und besonders Eines fiel auf, es trug das Eiserne Kreuz als Hoheitsabzeichen. Damals ein ziemliches Novum für die neutrale Schweiz und erstmals möglich nachdem erst kurz vorher der Eiserne Vorhang gefallen war! ;-)

Viele Grüße,
Peter
 

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