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Thema: Motiv Flugzeuge
Das Thema hat 790 Beiträge:
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filunski Am: 07.09.2018 13:25:57 Gelesen: 17111# 766 @  
Verehrte Flugzeugfans,

nachdem es hier wieder etwas ruhig war, möchte ich ein altes Thema nochmals aufgreifen. Die Niederländischen Postflugzeuge der 1933/34er Jahre. Es waren dies fast alle "Einzelstücke" speziell für den Postdient in die damaligen Niederländischen Kolonien, vor allem Niederländisch-Indien (Indonesien), gebaut.

Wir hatten bereits die "Silbermöwe" [#366], den "Pelikan" [#368] und den "Postjäger" [#380]. Es gab noch ein viertes, damals ganz berühmtes Flugzeug, hier zu sehen auf dem Luftpoststempel aus Batavia (heute Jakarta) für die Luftpostbeförderung mit diesem Flugzeug:



Es handelt sich um die Douglas DC-2 "Uiver", Zulassung PH-AJU, der KLM [1].

Diese Flugzeuge waren ja fast alle (außer dem Postjäger) nach Vögeln benannt. Nun wird man in einem Wörterbuch Niederländisch, für das Wort "Uiver" keinen Vogel finden. Es handelt sich hier um ein Wort aus dem holländischen Dialekt und bedeutet "Storch", also wieder ein Vogel!

Die "Uiver" erlangte großen Ruhm bei dem legendären MacRobertson-Luftrennen [2] von Mildenhall (England) nach Melbourne (Australien) im Jahre 1934 [3].

Hier sehen wir die "Uiver" und im Hintergrund rechts daneben auch den "Postjager" (Bild KLM-Luftarchiv):



Der Luftpoststempel oben stammt von diesem Beleg:



Viele solcher Flüge führte die "Uiver" danach leider nicht mehr durch, da sie am 20.12.1934 bei einem Absturz zerstört wurde und damit die kurze Geschichte der "Uiver" ein jähes und trauriges Ende fand [4].

Demnächst noch ein "Nachschlag" zum "Postjager".

Viele Grüße,
Peter

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_DC-2
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/MacRobertson-Luftrennen
[3] https://blog.klm.com/the-legendary-victory-of-the-uiver/
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Flugzeugabsturz_der_KLM_Douglas_DC-2_%E2%80%9EUiver%E2%80%9C
 
saintex Am: 07.09.2018 17:21:11 Gelesen: 17036# 767 @  
Im Anschluss an den Beitrag von Peter (filunski) nachstehend ein Luftpostbrief, der mit dem Weihnachtssonderflug des Uiver nach Niederländisch Indien befördert wurde und der den Absturz des Uiver am 20.12.1934 bei Rutbah Wells in der syrischen Wüste relativ unbeschadet überstanden hat. Die geborgene Flugpost wurde mit einem Ersatzflugzeug der KLM vom Typ Fokker F-XVIII PH-AIR "Rijstvogel" weiterbefördert und traf am 28.12.1934 in Batavia ein.



Quellennachweis

W.Baron Six van Oterleek, Rampstukken, Amsterdam 1965 Seite 15ff.,
J.L.C.M. TSchroots, Luchtvaart en Luchtpost encyclopedie Teil 1 (bis 1935), Amsterdam 1990, Seite 652 ff.

Wolfgang
 
filunski Am: 07.09.2018 22:54:05 Gelesen: 16923# 768 @  
@ saintex [#767]

Hallo Wolfgang,

ganz toll, danke für diese schöne Ergänzung!

Für "Crash-Mail" sieht der Brief wirklich hervorragend aus. Sehr schön auch der Extra-Cachet Stempel für diesen Flug mit dem "Uiver/Storch".



Hier findet man noch einen Unfallbericht dazu:

https://aviation-safety.net/database/record.php?id=19341220-0

LG, Peter
 
DERMZ Am: 08.09.2018 10:51:47 Gelesen: 16767# 769 @  
Guten Morgen,

leider kein wirklicher Beleg oder Stempel, aber doch nett anzusehen - heute zeige ich die Reproduktion einer Werbung der SAS (Scandinavian Airlines System), die besagt, daß SAS die erste Fluggesellschaft war, die direkt über den Nordpol von Europa nach Kalifornien fliegt. Das ganze findet sich auf einer ungelaufenen Postkarte.



Happy landings wünscht Olaf
 
filunski Am: 09.09.2018 22:30:21 Gelesen: 16163# 770 @  
Hallo zusammen,

zwischendurch mal wieder was "Modernes". ;-)

Den Typ hatten wir schon in [#436], eine Ikone der Deutschen Luftwaffe, hier gleich eine 4er Formation F-104 G Starfighter:



Diese Postkarte lag letzte Woche in meinem Briefkasten und man glaubt es kaum, dass es so etwas heute noch gibt. Ein guter Freund von mir besuchte vorletzte Woche während einer Wehrübung den Heimbetrieb in der Lechfelder Schwabstadl Kaserne. Dort fragte er am Tresen nach ob es noch Postkarten gäbe. Die dortige Angestellte erwiderte erstaunt Was sie schreiben noch Postkarten? Das hatten wir ja schon lange nicht mehr, aber warten sie ich schau mal im Keller nach!. Sprachs', verschwand im Keller und kam mit einer Handvoll solch schöner Postkarten (müssen noch aus den 60er Jahren stammen) zurück. Eine davon verschickte mein Freund (übrigens kein Philatelist) gleich an mich.

Viele Grüße,
Peter
 
DERMZ Am: 10.09.2018 20:54:31 Gelesen: 15846# 771 @  
Guten Abend,

"Modern" kann ich auch - wir gehen mal in das Jahr 1994, es wurde das 50-Jährige Jubiläum der ICAO (International Civil Aviation Organisation = internationale Zivilluftfahrtorganisation) gefeiert. Zu diesem Anlaß gab es in Rumänien eine 500 Lei Marke.

Das Motiv ziert neben dem Logo der ICAO, eine Boeing 737-300 der rumänischen TAROM und im Hintergrund ein startender Airbus A310 der Swissair (allerdings ohne Gesellschaftsnamen)



Guten Flug wünscht Olaf
 
DERMZ Am: 11.09.2018 20:22:33 Gelesen: 15592# 772 @  
Guten Abend,

heute gehen wir auf eine kleine Reise in das Erzgebirge. Ein jeder kennt sicherlich Morgenröthe-Rautenkranz! Ich kannte diesen Ort nicht, aber im Ort wird man von einer MIG-21 begrüßt. Wieso ist eine MIG-21 mitten im Erzgebirge ausgestellt?



Nun, Siegmund Jähn, der erste deutsche Bürger im Weltall, ist mit dieser MIG21, mit dem taktischen Kennzeichen rot-737 geflogen. Dann wurde er zum Kosmonauten ausgebildet und flog 1978 mit der Sojus-31 in den Weltraum. Aber ganz zu Beginn stand 1937 seine Geburt in Morgenröthe-Rautenkranz.

Heute ist im Ort eine fantastische Raumfahrtausstellung zu bestaunen, wo auch die auf der Postkarte gezeigte MIG-21 ausgestellt ist.

Beste Grüße

Olaf
 
filunski Am: 12.09.2018 00:43:17 Gelesen: 15556# 773 @  
@ DERMZ [#772]

Hallo Olaf,

schöner Beitrag. ;-)

Sonst waren diese MiG 21 nur "über" dem Erzgebirge zu sehen.

Die MiG 21, NATO-Code "Fishbed" war über Jahrzehnte eines der Standard Jagd- und Jagdbomberflugzeuge des Warschauer Pakts und wurde in zig verschiedenen Varianten gebaut.

Hier auf einer Marke aus einer russischen Blockausgabe des Jahres 2005:



Auch bei den NVA Luftstreitkräften war die MiG 21 bis zur Auflösung 1990 in zig Versionen im Einsatz und selbst nach der Auflösung flog noch eine MiG 21 für kurze Zeit mit dem eisernen Kreuz der Luftwaffe, die 24+20, hier bei der WTD 61 (Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr) auf dem Hallenvorfeld in Manching (links daneben ein Tornado):



Manch andere NVA MiG 21 fand aber auch noch im "Ruhestand" einen Platz im Freien, wie diese Trainerversion hier auf dem Flugplatz Peenemünde, wo sie früher, als dies noch der NVA Fliegerhorst war beim JG 9 (Jagdfliegergeschwader) im Dienst stand:



Viele Grüße,
Peter
 
filunski Am: 12.09.2018 23:19:56 Gelesen: 15343# 774 @  
Die "chinesische MiG 21"

Hallo zusammen,

noch ein "Nachschlag" zur MiG 21. Dazu sehen wir erst mal diese Marke aus einer Blockausgabe des Jahres 2009 aus Grenada:



So, was haben wir denn da?

Na klar, noch so eine MiG 21.

Fast, es ist zwar auch eine "Fishbed" aber keine MiG 21. Es handelt sich hier um eine Chengdu J-7 (in der Exportversion F-7) [1]. Die chinesische Variante der MiG 21, aber kein Lizenzbau. Bis Anfang der 60er Jahre, als zwischen der Sowjetunion und der VR China noch mehr ideologische Übereinstimmung herrschte, bauten die Chinesen die damaligen Standard Jäger MiG 17 und 19 in Lizenz nach. Das gleiche war auch für das Nachfolgemuster, die MiG 21, geplant, aber es kam zum Bruch zwischen der UdSSR und der VR China und außer ein paar Vorführflugzeugen und Konstruktionsplänen war noch nichts in Händen der Chinesen. Dies genügte aber, wenn auch durch andere Ereignisse verzögert, um schließlich eine eigene, "chinesische MiG 21" zu fertigen, die dann die Bezeichnung Chengdu J-7 erhielt. Die ersten Modelle waren mit der sowjetischen MiG 21 noch weitestgehend identisch aber im Laufe der Weiterentwicklung wurde daraus ein doch recht unterschiedliches Jagdflugzeug. Preislich war dieser Typ recht günstig und entwickelte sich für China zum Exportschlager, insbesondere in Staaten mit geringerem Militärbudget. Die Chengdu F-7 wird und wurde u.a. in Pakistan, Myanmar, Albanien, Nord-Korea und anderen in engerem Kontakt mit China stehenden Staaten, geflogen. Wegen ihrer Wirtschaftlichkeit und Robustheit wird dieses Flugzeug bis heute noch in hoher Stückzahl auch in China selbst geflogen.

Hier eine F-7 der SLAF (Sri Lankan Air Force):



Und hier auch die passende Marke dazu:



Die am Anfang gezeigte Marke stammt von diesem Block:



Neben der auf den unteren beiden Marken zu sehenden J-7, sind darüber die erwähnten Lizenzbauten der MiG 17 (Shenyang J-5) und der MiG 19 (Shenyang J-6). Auf dem Block unten eine zweisitzige Trainerversion der Shenyang J-6 bei der Landung.

Viele Grüße,
Peter

[1] https://www.militaryfactory.com/aircraft/detail.asp?aircraft_id=1052
 
filunski Am: 16.09.2018 01:10:57 Gelesen: 13709# 775 @  
V-Bomber

Verehrte Flugzeug-Fans,

aus dem heutigen Beitrag hätte ich leicht auch drei machen können, aber es gibt noch so viele Flugzeuge vorzustellen, da entschied ich mich für diesen einen Artikel. Der wurde nun aber etwas länger, zumal ich auch persönliche Erinnerungen und Erfahrungen damit verbinde. ;-)

"V-Bomber", was muss man sich denn da drunter vorstellen?

Hier sind sie erst mal, die drei "V-Bomber" [1]:



Diese drei britischen Bomber aus den 1950er Jahren wurden wegen der Anfangsbuchstaben ihrer Namen, (Vickers) Valiant, (Handley Page) Victor und (Avro) Vulcan als V-Bomber bezeichnet. Zur Spitzenzeit des Kalten Kriegs bildeten sie als Atombombenträger das Rückgrat der britischen Atomstreitkräfte und waren ein wesentlicher Bestandteil der Abschreckungs-Strategie der NATO. Später wurden sie noch als Tankflugzeuge für die Luft-Luft Betankung und wie wir noch sehen werden auch als konventionelle Bomber eingesetzt.

Beginnen wir mit der ersten Maschine aus der Reihe, der Vickers Valiant [2].

Sie war der erste vierstrahlige Bomber der RAF (Royal Air Force) und eine Maschine dieses Typs warf für einen Atombombentest die erste britische Atombombe ab. Konventionell kam das Flugzeug während der Suez Krise 1956 zum Einsatz. Ein Teil der RAF Valiant Staffeln waren direkt der NATO unterstellt und standen auch wie die US B-52 in einer Alarmbereitschaft rund um die Uhr bereit.

Hier ein Bild eines solchen Alarmstarts einer Besatzung der 543 Squadron (Original Bild des MOD):



Zum 45 jährigen Jubiläum des Flugzeugs gab es auch einen Feldpostsonderstempel mit einer Abbildung der Valiant:



Sehr früh schon war auch ein Teil der Valiants zu Tankern umgerüstet, hier zu sehen bei der Luft-Luft Betankung einer Victor:



Damit sind wir auch schon bei der zweiten Maschine. der Handley Page Victor [3] mit der ich auch persönliche Erfahrungen verbinde. Aber hier erst mal ein Sonderumschlag dazu:



Neben ihrer Einsatzrolle als Bomber (nuklear und auch konventionell) wurden die ersten Victor Modelle schon bald zu Tankern umgerüstet. Hier ein Victor-Tanker zusammen mit einer Lightning F-3 und einer britischen Phantom FGR-2:



Im "Backseat" einer solchen FGR-2 habe ich selbst einmal bei einer taktischen Überprüfung bei einer Phantom Staffel in Schottland einen solchen Luftbetankungseinsatz am Betankungskorb einer Victor mitgeflogen.

Von den drei V-Bombern blieb die Victor als Tanker am längsten im Einsatz, bis Oktober 1993. Berühmt wurde die Victor auch beim Einsatz zusammen mit der Vulcan im Falklandkrieg. Dazu aber gleich, jetzt kommt erst die Avro Vulcan. [4]

Hier schön zu sehen auf einer Blockausgabe aus Nauru:



Charakteristisch für die Vulcan war ihr Erscheinungsbild, wie ein Rochen und aerodynamisch besaß sie fast Jagdflugzeug ähnliche Manövrierfähigkeit. Philatelistisch wurde die Vulcan als eine der "Flugzeug-Ikonen" der RAF, sehr oft gewürdigt und abgebildet, wie hier auf einer Reihe von Sonderstempeln zu sehen ist:



Berühmt wurde die Vulcan durch ihren ersten und einzigen Kriegseinsatz im Falklandkrieg im Rahmen der Operation Black Buck.[5]



Dabei flogen mehrere Vulcans von der Insel Ascension aus mit Luftbetankungsunterstützung durch Victor-Tanker, Luftangriffe auf den Flugplatz Port Stanley.

Nach Ausmusterung der Vulcan Flotte durch die RAF wurde 2007 eine Maschine von einer privaten Organisation, dem "Vulcan to the Sky Trust" flugfähig restauriert und die "Spirit of Great Britain" getaufte Maschine war bis 2016 als Publikumsliebling auf zahlreichen Airshows noch zu sehen. 2016 war dann damit auch Schluß, aber nicht ohne philatelistische Würdigung:



Last, aber sicher not least schaffte es die Vulcan im März dieses Jahres auch noch auf eine Sondermarkenausgabe zum 100 jährigen Jubiläum der RAF:



So, dass waren die V-Bomber. Ich hoffe ich habe euch mit dem doch recht lang gewordenen Artikel nicht zu sehr gelangweilt! ;-)

Abschließend sehen wir nochmals alle drei auf einer Aufnahme aus der Zeit der Entwicklung dieser Flugzeuge:



Viele Grüße,
Peter

[1] https://www.militaryfactory.com/aircraft/british-v-bomber-aircraft.asp
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Vickers_Valiant
[3] https://www.klassiker-der-luftfahrt.de/geschichte/flugzeuge/v-bomber-handley-page-victor/629418
[4] https://www.filahome.nl/e/stamps/0705-vulcan-bomber.htm
[5] https://going-postal.com/2018/01/the-falklands-war-part-four/
 
filunski Am: 18.09.2018 00:14:05 Gelesen: 13251# 776 @  
Verehrte Freunde der Luftfahrt,

Bleiben wir noch ein wenig bei der Militärluftfahrt.

Im Beitrag [#615] zeigte uns Günther (Seku) eine französische Marke auf der eine Formation der PAF (Patrouille de France = Kunstflugstaffel der französischen Luftwaffe) zu sehen ist. Winzig klein dabei die Fouga Magister [1], das Flugzeugmuster welches damals die PAF flog.

Dieses Flugzeug schauen wir uns jetzt mal näher an.

Hier zu sehen in einer Dreierformation der Deutschen Luftwaffe auf einer Postkarte wie man sie früher in den Kantinen der Luftwaffenstandorte, insbesondere der Fliegerhorste, oft kaufen konnte:



Die "Fouga", wie sie nur genannt wurde war der erste Strahltrainer der noch jungen Luftwaffe und wurde in der Anfangsausbildung zum Strahlflugzeugführer eingesetzt. In den 60er Jahren konnte man insbesondere am süddeutschen Himmel zwischen Landsberg und Fürstenfeldbruck, dieses Flugzeug mit seinem charakteristischen V-Leitwerk und dem durchdringenden "Pfeifton" der Triebwerke öfters hören und beobachten. Die Fouga stammmte aus französischer Produktion, die meisten der Luftwaffen-Fougas waren aber in Deutschland bei der Flugzeug Union Süd in Lizenz gefertigt worden. [2]

In Frankreich erschien die Fouga bereits 1954 auf einer Luftpostmarke mit hoher Nominale, 500 (alte) Francs:



Hier der FDC dazu:



Die Fouga diente nicht nur als Schulflugzeug, sondern wurde auch von den Kunstflugstaffeln verschiedener Luftwaffen geflogen, neben der eingangs bereits erwähnten PAF gab es damals sogar noch bei der Deutschen Luftwaffe eine solche Kunstflugstaffel, das Acro Team der FFS "A" (Flugzeugführerschule "A" Landsberg). Die trugen damals dieses Abzeichen:



Eine der damaligen Fougas, die AA-152, konnte man noch lange auf einem Sockel auf dem Fliegerhorst Penzing (Landsberg/Lech) sehen bis sie dieses Jahr verkauft wurde und zum Fliegerhorstmuseum nach Leipheim umzog (links noch in Penzing, rechts beim Umzug nach Leipheim):



Eine Fouga der PAF sehen wir auch noch auf dieser Markenausgabe aus Frankreich:



Eine weitere Kunstflugstaffel mit der Fouga waren die belgischen "Diables Rouges" (Red Devils, Rote Teufel) [3]. Diese waren auch in Deutschland zu sehen, bei einem Großflugtag auf dem Flughafen Köln-Butzweilerhof im Jahre 1968:



In Belgien flog die letzte Fouga noch bis 2007 [4].

Die Fouga diente auch bei unserem südlichen Nachbarn als Strahltrainer und wurde dort noch bis 1972 vom Österreichischen Bundesheer geflogen. Hier zu sehen auf zwei personalisierten Marken (Bilder Österreichisches Bundesheer):



Ein besonderes "Schmankerl" noch zu Schluss aus Israel. Dort wurde die Fouga auch für die Israelische Luftwaffe von der "Israel Aircraft Industries" gefertigt. Zur Auslieferung der ersten Fouga an die Israelische Luftwaffe am 6.7.1960 beförderte diese auch spezielle Belege, hier Einer davon:



So, das wars zur Fouga! ;-)

Viele Grüße,
Peter

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fouga_Magister
[2] http://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/a/geschlw/start/waffe/schulfz/fouga
[3] http://aerobaticteams.net/en/resources/i180/Red-Devils-History.html
[4] http://www.belgian-wings.be/Webpages/Navigator/Photos/MilltaryPics/post_ww2/Potez-Air%20Fouga%20CM170%20Magister/Fouga%20Magister.htm
 
merkuria Am: 19.09.2018 00:05:56 Gelesen: 13090# 777 @  
Der Flugan (zu deutsch = Fliege) war der erste in Schweden entwickelte Flugapparat. Entwickelt und gebaut wurde der Apparat vom Schweden Carl Richard Nyberg [1]. Dieser begann 1897 mit der Konstruktion des Flugan. Das Fluggerät schaffte im Jahre 1900 jedoch nur einige Hopser und brachten Nyberg viel Spot ein. Trotzdem waren einige seiner Innovationen damals einmalig: er testete sein Modell in einem Windkanal und baute für sein Fluggerät einen Hangar. Zu den Gründen für sein Scheitern zählen das schlechte Flügel- und Propeller-Design sowie seine angebliche Höhenangst.

Der Flugan hatte eine Flügelspannweite von 5 Meter und eine Flügelfläche von 13 m². Der Antrieb erfolgte über eine Dampfmaschine, welche eine Leistung von 10 PS bei 2000 U/min erbrachte. Das Totalgewicht des Flugapparates betrug 80 Kg, davon entfielen 18 Kg auf den Antriebsmotor.



Schweden zeigt uns diese Flugmaschine am 13. Oktober 1984 auf einer Sonderausgabe zur Geschichte der schwedischen Luftfahrt (Mi Nr. 1304)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Carl_Richard_Nyberg
 
wajdz Am: 21.09.2018 21:24:38 Gelesen: 12447# 778 @  
@ Georgius [#55]

Die Junkers F 13 war das erste zivile Flugzeug der Welt, das vollständig aus Metall bestand. In über 10 Jahren wurden rund 330 Flugzeuge in über 60 Varianten gefertigt.

Schweden MiNr 1303, 1984-10-13



In der Zeit von 1920 - 1928 wurden 8 Flugzeuge dieses Typs nach Schweden geliefert. Als Wasserflugzeug mit Schwimmern war die F 13 gut geeignet, das Auswechseln der Räder gegen Schwimmer und Skis war ohne Schwierigkeiten möglich.

Der schwedischer Flugkapitän Johan Oskar Albin Ahrenberg (* 27. September 1889, † 4. Juli 1968) wechselte 1924 vom Militärflug in die im Aufbau begriffene schwedische Zivilluftfahrt und gründete die Firma Ahrenbergs Airline, die mit den F13 Landtouren, Luftaufnahmen und Postflüge durchführte.

MfG Jürgen -wajdz-
 
skribent Am: 24.09.2018 10:56:45 Gelesen: 8028# 779 @  
Guten Morgen Zusammen,

als Russland-Sammler kann ich einiges der letzten Jahre anbieten. So zum Beispiel:



Die MiNr. 431A vom 7. April 1995, die u. a. zum Anlass "50. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg" verausgabt wurde. Die Abbildung zeigt Bomber im Mandschurei-Feldzug.



Die MiNr. 690 vom 12. November 1998, die u.a. zum Anlass "Errungenschaften des 20. Jahrhunderts" verausgabt wurde. Bei Michel ganz einfach als "Luftfahrt" betitelt.



Die MiNr. 869 vom 28. November 2000, die u.a. zum Anlass "Russland im 20. Jahrhundert (V)" verausgabt wurde. Auch diesmal wieder ganz einfach - "Luftfahrt".

Immer wenn ich u.a. >unter anderem< dazugesetzt habe, wollte ich damit zum Ausdruck bringen, dass das abgebildete Postwertzeichen aus einem Satz oder einem Klein- bzw. Zusammendruck-Bogen stammt.

MfG >Franz<
 
kawa Am: 25.09.2018 09:22:10 Gelesen: 6426# 780 @  
@ skribent [#779]

Guten Tag,

darf ich hier die Flugzeugtypen ergänzen.

1. Briefmarke Mi-Nr. 431A Petljakow Pe-2
2. Briefmarke Mi-Nr. 690 Suchoj SU-37 oben, Iljuschin IL-96, Wright Flyer III
3. Briefmarke Mi-Nr. 869 Suchoj SU-27, Mikojan Gurewitsch MiG 29 rechts oben, Tupolew Tu-104 mitte, Sikorsky S-22 Ilja Muromez unten
Zierfeld links Mil Mi-4 Heli

Gruss kawa
 
wajdz Am: 25.09.2018 21:14:39 Gelesen: 6035# 781 @  
@ wajdz [#778]

Die italienische Firma Aeronautica Macchi, gegründet 1912 in Varese, baute im Ersten Weltkrieg Doppeldecker-Flugboote. Insgesamt wurden im Ersten Weltkrieg 1375 Maschinen unterschiedlicher Typen gebaut. Nach dem Krieg wurden Flugzeuge für die Schneider-Trophy-Rennen entwickelt. Neben diesen Rennflugzeugen baute Macchi auch Wasserflugzeuge und Flugboote für den Einsatz als Aufklärer und Kampfflugzeuge, z.B. die M.41 aus dem Jahr 1927 oder die M.C.77 von 1934. Es entstanden aber auch Flugboote in Holzkonstruktion für den zivilen Einsatz wie die M.C.94 oder drei Exemplare der dreimotorige M.C.100 für 24 Passagiere aus dem Jahr 1939, dargestellt auf der

Laos MiNr 861, 1985-10-25



Zunächst wurden sie auf den Strecken Rom-Algerien-Barcelona von der Fluggesellschaft Ala Littoria eingesetzt, aber mit dem Beginn der militärischen Operationen im August 1940 requiriert. Mit ihnen wurden auf den Strecken zwischen Italien und Libyen militärischer Nachschub und Truppen zu und Verwundete von den Fronten transportiert. Bis 1942 gingen zwei Maschinen verloren, die MC.100 - I-PLIO. überlebte als einzige den Waffenstillstand.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 01.10.2018 09:22:34 Gelesen: 3885# 782 @  
Heute möchte ich einen eher unbekannten Flugzeugtyp vorstellen: den mexikanischen TNCA Typ A. Dieser einmotorige Doppeldecker wurde durch die mexikanische Firma TNCA (Talleres Nacionales de Construcciones Aeronáuticas) ab 1915 gebaut. Die Motorisierung bestand anfangs aus einem mexikanischen Motor Fabrikat Aztatl, später aus einem 150 PS starken Hispano-Suiza Motor. Die TNCA wurde 1930 geschlossen, 1941 wiedereröffnet und stellte dann 1947 die Produktion endgültig ein.

Bekannt wurde das Flugzeug vor allem durch seine erste Beförderung von Luftpost im Jahre 1917. Der erste Postflug sollte am 6. Juli 1917 von dem 75 KM entfernten Ort Pachuca nach Mexiko City befördert werden. Dazu wurde das Flugzeug per Bahn nach Pachuca befördert. Am Morgen des 6. Juli empfängt der Pilot Horacio Ruiz Gaviño die zu befördernde Post in Form von 534 Briefen und 67 Postkarten. Nach 57 Minuten Flug erreichte er die Hauptstadt und übergab die Post den zuständigen Behörden.



Am 17. Juli 1967 verausgabte Mexiko eine Sonderausgabe anlässlich des 50. Jahrestag der ersten mexikanischen Flugpost. Auf der 2 Pesos Marke wird der Doppeldecker Serie A N° 6 gezeigt (Mi Nr. 1234)



Auf der 80 Centavos Marke wird der Pilot Horacio Ruiz Gaviño geehrt (Mi Nr. 1233).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
DERMZ Am: 06.10.2018 15:40:46 Gelesen: 3035# 783 @  
@ kawa [#715]

Guten Tag,

dann gehen wir doch mal in der Historie noch ein paar Jahre weiter zurück, auch damals 1963 zierte ein Vierstrahler den Ortswerbestempel vom Flughafen Zürich, ich gehe mal von einer Convair Coronado 990 oder Douglas DC8 aus, beide waren Anfang der 60er Jahre bei SWISSAIR aktiv.



Kleine Randnotiz von der zugehörigen Postkarte, der Schreiber war von Düsseldorf nach Prag mit Zwischenstop in Zürich unterwegs. Er schrieb "die Caravelle nach Zürich war brechend voll". Also auch in den 60ern schon ein reger Flugbetrieb.

Beste Grüße Olaf
 
kawa Am: 07.10.2018 11:18:53 Gelesen: 2967# 784 @  
@ DERMZ [#783]

Guten Tag,

vielen Dank Olaf für das Zeigen des Stempels mit dem 4-Strahl-Jet.

Von diesem Stempel gibt es 3 verschiedene Typen, die beinahe identisch sind.

1. Verwendungszeit 1.8.1960 bis 16.7.1967 (wie von Dir gezeigt)



2. Verwendungszeit 17.7.1967 bis Juli 1996 mit Postlz. 8058, schmale 8 in 58

Die Briefmarke von 1969 zeigt die Mi 899 2 fr Häfeli DH.3 unten links und eine stilisierte Douglas DC-8



3. Verwendungszeit 6.4.1971 bis 26.11.1981 mit Postlz. 8058, breite 8 in 58 (Abart durchbrochener linker Flügel)



Gruss kawa
 
wajdz Am: 07.10.2018 18:46:57 Gelesen: 2651# 785 @  
@ wajdz [#559]

Die Super-Connie ist schon lange Geschichte und wird hier in einer Ausgabe aus Anlaß „50 Jahre internationaler Flugverkehr“ gewürdigt.

Kuba MiNr 2252, 1977-10-27



Die Super-Connie war anfangs der 50er Jahre im Bestand der seit 1929 bestehenden kubanischen nationalen Fluggesellschaftz CUBANA (Cubana de Aviación SA) mit Sitz in Havanna und dem Hauptflughafen José Martí International Airport, 15 km südwestlich von Havanna. Cubana ist Gründer und Mitglied der International Air Transport Association 1 (IATA), der SITA und der International Air Transport Association of Latin America (AITAL).

Seit 1959 ist das Unternehmen verstaatlicht und im im vollen Besitz der Regierung.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Fips002 Am: 08.10.2018 19:33:11 Gelesen: 1734# 786 @  
Ganzsachen Karte von Kopenhagen 30.8.1938 nach Bremen. Der Maschinenstempel zeigt das Verkehrsflugzeug Ju-52.



Dieter
 
DERMZ Am: 10.10.2018 17:56:11 Gelesen: 1237# 787 @  
Guten Abend,

heute erkenne ich eine Ilyushin 18 der Interflug auf dem Stempel aus Leipzig aus dem Jahr 1965.



Bei der Interflug ist die Ilyushin 18 seit 1960 im Einsatz gewesen, insgesamt bestand die Flotte aus 15 Maschinen. Nach der Wende wurden einige Maschinen noch von der Fluggesellschaft "Berline" geflogen, aber auch "Berline" ist inzwischen Geschichte. Einige andere sind auf verschieden Museen in Deutschland verteilt.

Beste Grüße

Olaf
 
DERMZ Am: 13.10.2018 20:35:08 Gelesen: 861# 788 @  
Guten Abend,

wenn die Zeit mal wieder wie im Flug vergeht, dann ist es Zeit mal einen Blick nach HongKong zu werfen. Vor fast 50 Jahren (1969) wurde die folgende Postkarte nach Chiasso verschickt



Ein schöner Blick auf den alten Flughafen KaiTak, inzwischen ist auch hier nicht mehr viel von der Infrastruktur übrig geblieben, seit man 1998 nach Chep Lap Kok umgezogen ist. Auch die Wolkenkratzer waren noch lange nicht so viel und so hoch. Spannend war der Anflug aber allemal, die Piloten brauchten eine spezielle Einweisung/Genehmigung, einen besonders guten Blick hatte man, saß man auf der rechten Seite und es wurde über die Stadt angeflogen. Man hatte durchaus das Gefühl, daß so manches Wäschestück hätte am Flügel hängenbleiben können, so nah kam man den Dächern der Hochhäuser.

Auf der Karte ist gerade - so meine ich - eine Lockheed Electra der Cathay Pacific im Anflug auf Kai Tak zu sehen.



Beste Grüße schickt Olaf per Luftpost
 
wajdz Am: 14.10.2018 11:56:51 Gelesen: 691# 789 @  
Das erste Flugzeug der SATA Air Acores, das über den Nordatlantik flog, landete am 21. August 1941. Sechs Jahre später, am 15. Juni 1947, flog eine Beechcraft CS-TAA mit dem symbolischen Namen „Acor“, mit 7 Passagieren das erste Mal zwischen den Inseln Sao Miguel und Santa Maria.

Portugal-Azoren MiNr 422, 1991-11-15



Gegründet als Privatunternehmen, wurde 1980 die Gesellschaft, gemäß den Bestimmungen der regionalen Regierung der Azoren, verstaatlicht.

MfG Jürgen -wajdz-
 
DERMZ Am: 14.10.2018 18:18:01 Gelesen: 544# 790 @  
Guten Abend,

machen wir doch eine weitere Zeitreise in das Jahr 1974, begrüßt werden wir durch einen Vertreter der Fußball-WM



Doch der Absender wollte einige Grüße vom Flughafen Frankfurt verschicken, dazu erwarb er die folgende Karte



In der oberen Reihe eine Boeing 747-100 der TWA ( Trans World Airlines ) und eine Boeing 747-100 der Lufthansa im Flug. Die zweite Reihe startet mit einer Lockheed Galaxy der US Air Force, eines der größten Transportflugzeuge der Welt und damals ein Stammgast in Frankfurt.

Sehr interessant das Gruppenfoto in der zweiten Reihe



Im Vordergrund eine Canadair CL-44 - ein Transport- und Verkehrsflugzeug mit 4 Turbopropmotoren - der Loftleidir aus Island, nach meinem Wissen, die einzige Maschine diesen Typs bei der Airline in Passagierversion. Dahinter parkt eine Boeing 707 der South African Airways, ehe der "Platzhirsch" Lufthansa die weiteren Parkpositionen in Beschlag nimmt. Zuvorderst eine Boeing 727, danach zwei Boeing 707 und eine weitere Boeing 727 steuert gerade auf ihren Parkpplatz zu. Die Weiteren Flugzeuge im Hintergrund kann ich nicht identifizieren.

Viele Grüße sendet Olaf
 

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