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Thema: Frankreich: Marken bestimmen
Das Thema hat 126 Beiträge:
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hettel Am: 18.03.2019 13:16:15 Gelesen: 10991# 102 @  
Hallo,

erbitte Hilfe von Euch:

Dieser Brief vom 29.09.1851 wurde von ? (ich lese Montauban) nach Paris verschickt. Frankatur 2 x Nr. 4 a (?) und mit "Grille" entwertet. Ankunft am 01.10.1851.

Frage: Wie heißt der Ort und kann jemand die Farbe bestimmen?



Danke für Eure Hilfe.
 
Koban Am: 18.03.2019 14:48:20 Gelesen: 10967# 103 @  
@ hettel [#102]

Montauban sollte stimmen. Beide Marken a nach Michel.

Gruß,
Koban
 
jmh67 Am: 19.03.2019 07:25:25 Gelesen: 10936# 104 @  
@ Baber [#92]

Das ist eine Briefmarke aus einem Markenheftchen vom September 2015 - man hat das Muster der gängigen Freimarken (das übrigens für sich gesehen gar nicht übel war) durch einen Matrixcode ergänzt, vielleicht um die Sortierung zu erleichtern.

Inzwischen übertreibt man es in Frankreich aber auch mit den "schönen Briefmarken".

-jmh
 
Altmerker Am: 23.11.2019 14:08:35 Gelesen: 7197# 105 @  
@ jmh67 [#104]

Ich zeige mal einen weiteren Ausschnitt mit Matrixcode.


 
M.P.D. Am: 26.03.2020 18:32:00 Gelesen: 5154# 106 @  
Hallo,

ich versuche gerade meine Marken selbst zu identifizieren und zu bewerten, da ich Anfänger und mir ziemlich unsicher bin, wollte ich fragen ob das so hinhaut oder wo ich einen Fehler gemacht habe. Zur Identifikation nutze ich Stampworld, mangels entsprechender Literatur.

Bin dankbar für eine Antwort.

Gruß
Mike


 
Koban Am: 26.03.2020 19:23:10 Gelesen: 5148# 107 @  
@ M.P.D. [#106]

Fast richtig. Die Michelnummern lauten:

Erste Reihe: 12, 15, 51, 46, 18,
Zweite Reihe: 19, 20, 27, 21, 28.

Gruß,
Koban
 
M.P.D. Am: 26.03.2020 19:40:58 Gelesen: 5143# 108 @  
Vielen Dank. Ob die Wertangaben stimmen wird man vermutlich erst bei näherer Betrachtung sagen können, vermute ich?

Gruß
Mike
 
Lars Boettger Am: 27.03.2020 09:01:21 Gelesen: 5114# 109 @  
@ M.P.D. [#108]

Hallo Mike,

Ob die Wertangaben stimmen wird man vermutlich erst bei näherer Betrachtung sagen können, vermute ich?

das ist bei klassischen Marken eine komplizierte Angelegenheit:

- Erhaltung / Qualität: Viele der Marken habe Mängel - kurze Zähne, Einrisse, Alterspatina, Eckbüge, Trennung gezähnter Marken durch Scherenschnitt; ob jetzt andere Mängel wie helle Stellen vorliegen, lässt sich nur durch einen Blick auf die Rückseite sagen
- Farben: Hier kann es für Spezialisten interessant werden, eine gute Farbe kann eine schlechte Erhaltung im Wert wieder teilweise ausgleichen
- Stempel: Auch hier wird der Spezialist für eine seltene und gut sichtbare Entwertung wieder etwas mehr bezahlen

Das Grundproblem ist die schlechte Erhaltung, dazu kommen z.T. verwischte Stempelabschläge. Vor 50 Jahren wären wahrscheinlich die in Bleistift vermerkten Preise bezahlt worden, heute winken die meisten Sammler ab. Der Rest bezahlt nur ein paar Euro für das Blatt.

Beste Grüße!

Lars
 
M.P.D. Am: 27.03.2020 12:51:35 Gelesen: 5089# 110 @  
Hallo Lars,

vielen Dank für deine ausführliche und erhellende Antwort.

Das sind ja tatsächlich eine Menge Faktoren, die da mit reinspielen, das war mir z.B. noch gar nicht so bewusst, auch wenn ich immer mehr dazu lerne.

Was den Wert angeht, gehe ich mittlerweile von ca. 1/10 evtl. ein bisschen weniger, oder auch ein bisschen mehr aus. Im Moment geht es mir auch weniger darum die Marken zu verkaufen, als mehr darum zu lernen, wie ich die richtig einschätze. Von daher war deine Antwort wirklich aufschlussreich. Danke nochmal.

Gruß
Mike
 
Didi Am: 12.05.2020 07:08:26 Gelesen: 4077# 111 @  
Hallo zusammen,

ich habe hier 2 Briefe aus den 20er Jahren mit der Freimarke Säerin.



Im Michel konnte ich dazu nichts genaues finden.

Die 50c könnte Michel Nr 161 sein, diese sollte aber rot von der Farbe her sein und nicht orange wie diese hier. Und zum Überdruck habe ich leider auch nichts gefunden.

Vielleicht kann jemand helfen?

Besten Dank im Voraus

Didi
 
Gerhard Am: 12.05.2020 07:51:46 Gelesen: 4073# 112 @  
@ Didi

Du wirst es nicht glauben, das ist Rot in diversen Tönen, die keine klaren Unterfarben haben. Die Marke hatte eine Riesenauflage, das Papier war schlecht, Frankreich lag nach dem 1. WK in einer abgrundtiefen wirtschaftlichen Rezession. Und die Produktion ging nach der Prämisse Masse statt Klasse.

Die Überdrucke auf der Allegorie (diese ist aus den 1930ern) beginnen soweit ich auswendig weiß 1938 f. Die erste MiF ist von daher ganz hübsch, aber alles Massenware.

MphG
Gerhard
 
Didi Am: 12.05.2020 08:40:41 Gelesen: 4064# 113 @  
@ Gerhard [#112]

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Gruß Didi
 
Antik Am: 16.05.2020 23:52:40 Gelesen: 4033# 114 @  
Kennt jemand diese Briefmarke aus Frankreich ? Signiert 159-150

Hallo :)

Kennt jemand diese Briefmarke? Ich finde sie nicht in der Farbe?

liebe Grüße aus Österreich


 
Christoph 1 Am: 17.05.2020 01:10:28 Gelesen: 4005# 115 @  
Das ist Michel-Nr. 68, wenn ich mich nicht irre.
 
Antik Am: 17.05.2020 01:44:27 Gelesen: 3991# 116 @  
Habe sie in blau nicht gefunden.
 
rosteins69 Am: 17.05.2020 01:54:41 Gelesen: 3985# 117 @  
@ Antik [#114]

Ich sehe auch die Michel-Nr. 68.

Es handelt sich um die 1 Centime-Marke der Freimarken-Serie Typ Sage von 1877-90.

Der französische Spink-Maury Spezialkatalog von 2018 listet sie unter der Nummer 83 und führt 3 Typen in insgesamt 5 Farbvarianten auf. Den Typ kann ich auf Deinem Scan nicht erkennen. Katalogwert aller Typen und Farben ist je 1 Euro. Es sei denn, es handelt sich um die Variante 83IIAc - Noir sur cobalt. Die ist mit Euro 1.100 gelistet. Mit den Farben kenne ich mich als relativer Neusammler aber leider noch gar nicht aus.

Liebe Grüße
Robert
 
Cantus Am: 12.07.2020 23:27:41 Gelesen: 2846# 118 @  
@ Didi [#113]

Hallo Didi,

auch wenn deine Frage schon ein wenig zurückliegt, so will ich doch noch ein wenig intensiver darauf eingehen. Die Beschäftigung mit der Marke Semeuse lignée (Semeuse mit liniertem Hintergrund) zu 50 Centimes in rot ist eine außerordentlich komplizierte Angelegenheit. Bei der Beschäftigung mit französischen Marken der Klassik ist der Michel-Katalog allerdings ein Fehlgriff, da dort nur ganz oberflächlich auf diese Marke eingegangen wird, in französischen Katalogen dagegen sieht das ganz anders aus.

Natürlich kann man versuchen, alle Farbvarianten, auch die feinsten, bei dieser Marke zu finden und die Sammlung entsprechend auszubauen, die Unterschiede bei dieser Marke liegen aber nicht bei den Farben, sondern in den Unterschieden der verschiedenen Auflagen. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Varianten, die man allerdings in aller Regel nur mit der Lupe erkennen kann oder, nach einem Scan, mit starker Vergrößerung am Bildschirm.

Meine eigene Sammlung endet mit dem Jahr 1985, deshalb macht es für mich wenig Sinn, mir neuere Kataloge zuzulegen, zumal für mich Katalogpreise unerheblich sind, stellen sie doch letztlich nur eine Abstufung zwischen selteneren und häufigeren Marken, Briefen und Anderem mehr dar. Ich kann daher nur aus älteren Katalogen zitieren. Ich habe dir deshalb Auszüge aus dem CERES-Katalog, Ausgabe 1999/2000 und dem Dallay-Katalog, Ausgabe 2001/2002, gefertigt, da darin die Unterschiede dieser Marke detailliert dargestellt sind. Es gibt noch genauere Darstellungen anderer Autoren, aber das soll erst einmal genügen. Wenn du mit der französischen Sprache Probleme hat, dann empfehle ich dir DeepL, ein gutes und kostenloses Übersetzungsprogramm, leicht zu handhaben.

Obwohl beide Kataloge die gleiche Marke beschreiben, ist bereits die Abbildung der Marke unterschiedlich und auch die Beschreibung der verschiedenen Typen weicht von einander ab. Nun zuerst der Auszug aus dem CERES-Katalog:






Nach meinem Eindruck geht der DALLAY-Katalog noch ein wenig weiter. Aber urteile selbst.
















Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 12.07.2020 23:55:36 Gelesen: 2838# 119 @  
@ Antik [#116]

Hallo,

da ich den Dallay-Katalog gerade zur Hand habe, habe ich dir zur Mi. 68 = Dallay 83 einen kleinen Auszug gefertigt, um dir die Farbunterschiede aufzuzeigen. Die Marke, die du oben abgebildet hast, ist die billigste Variante, die noch zu tausenden zu finden ist. Es gibt davon allerlei geringe Farbvarianten, die allesamt auf ein unterschiedliches Ausbleichen zurückzuführen sind.



Viele Grüße
Ingo
 
lueckel2010 Am: 04.10.2020 13:39:36 Gelesen: 857# 120 @  
Soweit ich festellen konnte,wurde die unter [#92] von Baber gestellte Frage bis heute nicht beantwortet.

Ich zeige daher einen Beleg, der ebenfalls so frankiert wurde



und stelle erneut die Frage: "Ist das nun eine Briefmarke oder lediglich ein Art Label?"

Habe zurzeit keinen Frankreich-Katalog zu verfügung.

Freue mich über jede Antwort. Schon mal vielen Dank im Voraus, Gerd Lückert
 
jmh67 Am: 04.10.2020 16:46:26 Gelesen: 827# 121 @  
@ lueckel2010 [#120]

Das ist eine Briefmarke, nur trägt sie statt einer Geldeswertangabe den Verwendungszweck.
 
lueckel2010 Am: 04.10.2020 18:09:11 Gelesen: 814# 122 @  
@ jmh67 [#121]

Guten Abend,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Zwei Fragen noch: Ist diese Marken bei den Normalausgaben oder aber eventuell bei den Automatenmarken katalogisiert? Michel-Nummer?

Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
 
jmh67 Am: 04.10.2020 20:08:47 Gelesen: 794# 123 @  
@ lueckel2010 [#122]

Müsste die Mi.-Nr. 6340 oder 6342 vom 1.1.2016 sein, welche Ausführung auch immer (ich sehe das auf dem Scan schlecht). Ganz normale Freimarke aus Heftchen oder Bogen. Oben [#104] hatte ich was von September 2015 geschrieben, vielleicht hat Colnect inzwischen die Daten aktualisiert.

-jmh
 
Fips002 Am: 19.10.2020 18:02:34 Gelesen: 352# 124 @  
Wer kann mir etwas zu dieser Marke sagen, ist es eine Internetmarke?



Gru0 Dieter
 
Lars Boettger Am: 19.10.2020 19:47:42 Gelesen: 330# 125 @  
@ Fips002 [#124]

Hallo Dieter,

ja, das ist eine französische Internetmarke [1]. Unten kann man "MonTimbrenLigne" (meine Online-Briefmarke) lesen.

Beste Grüße!

Lars

[1] https://www.laposte.fr/mon-timbre-en-ligne
 
Fips002 Am: 19.10.2020 20:14:35 Gelesen: 326# 126 @  
@ Lars Boettger [#125]

Hallo Lars,

recht vielen Dank für Deine schnelle Information zu der Marke.

Mit besten Grüßen
Dieter
 

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