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Thema: Zeppelinpost: Marken, Stempel und Belege
Das Thema hat 62 Beiträge:
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saintex Am: 31.01.2014 00:14:55 Gelesen: 25886# 38 @  
@ Fotoalex [#37]

Dein Luftpostbrief wurde mit der 1. Nordamerikafahrt des Luftschiffes LZ 129 Hindenburg befördert. Abfahrt in Frankfurt a. M. war am 6.5.1936 20.30 Uhr Ankunft in Lakehurst bei New York am 9.6.1936 6.10 Uhr [1]. Der rückseitige Ankunftstempel von New York vom 9.5.1936 bestätigt diesen Beförderungsweg.

Von New York aus wurde der Brief vermutlich auf dem Luftweg nach Miami (Ankunft 11.5.) befördert. Dort hatte der Lp.-Brief Anschluss an das Streckennetz der us-amerikanischen Fluggesellschaft Pan American Airways (Pan Am) nach Südamerika und wurde über Cristobal, Panama-Kanalzone (Ank. 13.5.) und Guayaquil (Ank. 14.5.) nach Quito in Ecuador (Ank. 16.5.) befördert. Da es sich um einen R-Brief handelte erhielt er rückseitig diverse Transit-Stempel, so dass sich der Beförderungsweg gut nachverfolgen lässt.

Wolfgang

Literatur

[1] Sieger, Zeppelinpost Spezial-Katalog 22. Auflage Lorch 2001
 
Kalmimaxiss Am: 31.01.2014 07:29:59 Gelesen: 25866# 39 @  
Sehr schöner Beleg!
 
Fotoalex Am: 31.01.2014 08:37:34 Gelesen: 25856# 40 @  
@ saintex

Vielen Dank! Das naheliegende ist oft so weit! An den Zeppelin habe ich überhaupt nicht gedacht! Passt alles!

Vielen Dank für den Tipp!
 
Fotoalex Am: 31.01.2014 16:40:30 Gelesen: 25840# 41 @  
USS Macon (ZRS-5)

Hallo Zusammen!

Zu den Zeppelinen gehörten ja auch die amerikanischen Luftschiffe wie "Akron" und "Macon". Da ich allerdings nur Belege sammle, welche mit den entsprechenden Fahrzeugen befördert worden sein müssen, bin ich mir hier nicht sicher. Vielleicht kann jemand helfen?



Handelt es sich hier um einen sogenannten "Schmuckbrief" wie es in Amerika oft gemacht wurde, oder ist dieser Brief tatsächlich an Bord der "Macon" gewesen?
Bei ähnlichen Belegen der "Akron" hat man wenigstens auf der Rückseite einen zweiten Stempel mit dem Ankunftstag. Hier ist allerdings nur der vordere Stempel vom "Moffett Field" vorhanden. Daher meine Frage ob jemand dazu genaueres weiß?

Mit besten Grüßen!
 
Gisi Am: 31.01.2014 17:00:19 Gelesen: 25830# 42 @  
@ Fotoalex [#41]

Man könnte es Schmuckbrief nennen. Das Luftschiff Macon flog von Alameda Naval Airstation (Alameda Marine Flugplatz) als Übungsflug nach Moffet Field auf der anderen Seite der Bucht von San Francisco. Der Brief wurde dann mit der US Post weiterbefördert nach Los Angeles.

Beste Grüsse,
Gisi
 
Fotoalex Am: 31.01.2014 22:13:30 Gelesen: 25782# 43 @  
Danke. Aber gibt es keine Infos über dieses Luftschiff, in welchen man erfährt, ob mit der "Macon" generell Briefpost befördert wurde?

Mit der "Los Angeles" und der "Akron" lässt sich das anhand der Stempel nachvollziehen, aber ich habe im Web keine Briefe gefunden auf denen bei der "Macon" irgendwelche Beförderungsstempel zu sehen wären.

Deshalb meine Frage hier an die Gemeinschaft.
 
saintex Am: 01.02.2014 00:38:01 Gelesen: 25768# 44 @  
@ Fotoalex [#43]

Du sprichst hier ein sehr spezielles aerophilatelistisches Thema an: Zeppelinpost der us-amerikanischen Marine-Luftschiffe U.S.S. Akron und U.S.S. Macon (und natürlich auch U.S.S. Shenandoah und U.S.S. Los Angeles [ZR-3]).

Die bei Goodyear in Akron, Ohio gebauten Luftschiffe Akron und Macon haben nach meiner Kenntnis - von wenigen Ausnahmen abgesehen - keine offizielle Sammlerpost befördert. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da es sich bei diesen beiden Luftschiffen um aus dem Verteidigungshaushalt finanziertes Rüstungsmaterial der us-amerikanischen Marine handelte und diese - anders als die Betreiber der deutschen Zeppeline - zur Finanzierung der Luftschiffe nicht auf Einnahmen aus dem Verkauf von Briefmarken an Sammler und der Beförderung von Luftpost angewiesen war. Mit Sicherheit wird allerdings von Besatzungsmitgliedern dieser beiden Luftschiffe inoffiziell Bordpost mitgeführt worden sein.

Mir sind aus der aerophilatelistischen Literatur folgende offizielle Luftpostbeförderungen mit diesen beiden Luftschiffen bekannt[1]:

U.S.S. Akron

8.-11.5.1932 Transkontinentalflug von Lakehurst, N.J. nach Sunnyvale, Calif. Die Sammlerpost erhielt vorderseitig einen Bestätigungsstempel in magentarot und rückseitig einen Ankunftstempel ebenfalls in magenta. Befördert wurden 41.705 Sammlersendungen. Luftpostporto 5 cent. Katalogpreis (1974) 7.50 US$

1.-2.8.1932 Trainingsflug um Lakehurst herum. Die Sammlerpost erhielt vorderseitig einen Bestätigungsstempel in violetter Farbe und rückseitig einen Stempel in hellblauer Farbe. Luftpostporto 8 cent. Katalogpreis (1974) 7.50 US$

U.S.S. Macon

27.10.1933 Navy Day Flug. Auf einem zweitägigen Flug zwischen San Diego, Los Angeles und San Francisco wurde Sammlerpost befördert und am 28.10.1933 nach Ende des Rundfluges beim Postamt auf dem Flugfeld Moffet Field aufgegeben und dort mit dem Tagesstempel vom 28.10.1933 gestempelt. Die Sammlerpost erhielt vorderseitig einen privaten Bestätigungsstempel "MACON FLIGHT - NAVY DAY OCTOBER 27, 1933"

21.7.1934 Flug zum Kreuzer U.S.S. Houston 1.200 Meilen vor der Küste Kaliforniens. Auf diesem Flug wurden dienstliche Papiere und Briefsendungen für President Franklin D. Roosevelt, der sich an Bord der U.S.S Houston befand, von einem von der Macon gestarteten Flugzeug zur U.S.S. Houston befördert und auf dem Deck des Kreuzers abgeworfen. 16 Luftpostbriefe sind bekannt, die von President Roosevelt signiert und dann weiterbefördert wurden. Katalogwert (1981) 750.00 US$[2]

Bei allen anderen "Luftpostbriefen", die auf dem Markt und bei ebay kursieren, handelt es sich danach um "event covers", die von Briefmarkenhändlern für Sammlerzwecke produziert und die nicht mit den Luftschiffen Akron und Macon befördert wurden. Hierzu zähle ich eindeutig auch den von Dir im Posting [#41] vom 31.1.2014 gezeigten Brief.

Die "event covers" der Acron und der Macon sind katalogisiert in einem 1996 in den USA erschienenen 342-seitigen Katalog[3], der derzeit mehrfach im Internet angeboten ist.



Literatur

[1] American Air Mail Catalogue, Band 1 5. Aufl. Washington, D.C./USA 1974 Seite 314-315
[2] American Air Mail Catalogue, Band 4 5. Aufl. Washington, D.C./USA 1981 Seite 1577
[3] John F. Ullmann, Photo Encyclopedia of U.S.S. Akron & U.S.S. Macon Event Covers, 1996.

saintex
 
Fotoalex Am: 01.02.2014 16:24:11 Gelesen: 25714# 45 @  
@ saintex

Vielen Dank, das war sehr ausführlich! Die beiden Briefe der "Akron" und auch der "Los Angeles" habe ich in meiner Sammlung.

Ich habe schon befürchtet, dass ich hier von der "Macon" nur einen "Schmuckbrief" habe. Deshalb ja meine Frage hier.

Nun kann ich mich ja auf die Suche nach dem Brief der "Macon" machen und den anderen demnächst wieder verkaufen! ;-)

Nochmals vielen Dank für Deine Hinweise und Tipps!
Beste Grüße!
 
Kalmimaxiss Am: 01.02.2014 17:26:50 Gelesen: 25693# 46 @  
Wie kann man sich diesen Beleg erklären?

Er wurde am Absturztag am 12.02.1935 abgestempelt, weist in seinem Cachet auf den Absturz hin und unter der Marke ist handschriftlich "Last cover" angebracht. Da dieser Umschlag sicher nicht mit dem Luftschiff befördert wurde, kann ich mir das nur so erklären, dass das Datum im Stempel als Erinnerung an das Unglück zurückdatiert wurde oder was meint ihr?

http://de.wikipedia.org/wiki/USS_Macon_%28ZRS-5%29


 
saintex Am: 01.02.2014 21:46:42 Gelesen: 25663# 47 @  
@ Kalmimaxiss [#46]

Ja, der Poststempel muss rückdatiert sein, anders lassen sich die Ereignisse am 12.2.1935 und die Angaben im Poststempel sowie der private Hinweisstempel nicht in Einklang bringen.

Wie der Kommandant der Macon, Commander Wiley gegenüber einem Reporter der Wochenschau einen Tag nach dem Absturz angab, begannen die technischen Schwierigkeiten, die am 12.2.1935 zum Absturz der Macon vor Point Sur in den Pazifischen Ozean führten, um ca. 17.00 Uhr. 40 Minuten später stürzte die Macon mit dem Heck voran ins Meer (Quelle: YouTube).

Die Zeitangabe im Poststempel 5.30 PM (17.30 Uhr) stimmt damit mit der ungefähren Absturzzeit überein und wurde bei der Rückdatierung des Poststempels damit offensichtlich bewußt gewählt. Auch das Postamt Sunnyvale wurde offensichtlich bewußt gewählt, da der kalifornische Heimathafen der Macon, das Flugfeld Moffett Field auf dem Gebiet der Stadt Sunnyvale liegt.

Die Herausgeber des American Air Mail Catalogue (Band 1, 5. Auflage 1974, Seite 314) weisen in einer Special Note in ihrem Katalog ausdrücklich darauf hin, dass derartige "event covers" nicht mit den tatsächlich von Acron und Macon beförderten Belegen verwechselt werden dürfen und - so wörtlich - weiter of course, this type of cover has no place in our listings. Dem ist nichts hinzuzufügen. ;)

Wolfgang
 
Kalmimaxiss Am: 09.02.2014 09:50:36 Gelesen: 25590# 48 @  
Wer noch etwas Weihnachtsgeld übrig hat für einen dieser weitgehend wertlosen "event cover" der USS Macon,sogar mit Wasserschaden :-) :

eBay 291076362168
 
hajo22 Am: 21.02.2015 18:36:01 Gelesen: 23604# 49 @  
Zeppelinbrief der Südamerikafahrt 1930 mit handschriftlichem Leitvermerk "... bis Rio de Janeiro" aus Danzig vom 14.5.1930 nach Sao Paulo.

Portorichtig frankiert mit 6 Gulden: Danzig 2x2 1/2 und 1 Gulden für die 1. Gewichtsstufe.

Ankunft in Rio am 25.5.1930. Dann vermutlich weiter mit Condor über Santos nach Sao Paulo (leider keine Leitstempel).



Ich verrate kein Geheimnis: Zeppelinbriefe aus Danzig sind rar, deshalb zeige ich hier diesen Beleg.

VG, hajo22
 
Torsten Grunwald Am: 27.07.2016 15:19:19 Gelesen: 18409# 50 @  
Hallo,

wer kann etwas zum Prüfzeichen Scheike sagen ?

Er befindet sich auf einem Beleg 08Ia Sudetenfahrt.

Grüße
 
Lars Boettger Am: 27.07.2016 16:16:02 Gelesen: 18398# 51 @  
@ Torsten Grunwald [#50]

Das ist kein Prüfzeichen, sondern eine Eigentümer-Signatur. Aber vielleicht meldet sich das Mitglied lebenslauf noch und sagt ein paar Worte dazu.

Beste Grüsse!

Lars
 
filunski Am: 30.10.2016 23:26:42 Gelesen: 16985# 52 @  
Verehrte Luftpostliebhaber,

mal wieder ein wenig weiter zurück in der Zeit, zu den Zeppelinen. Diesmal ein besonderes, wie ich meine, "Schmankerl". Kein Beleg, sondern ein Stempel. Der Stempel des Bordpostamts des LZ 127 "Graf Zeppelin":



Die Besonderheit ist so noch nicht sofort, außer von gut informierten Zeppelinpostkennern, zu erahnen.

Dieser Bordstempel kam nur auf einer Reise der "Graf Zeppelin" zum Einsatz, der Orientfahrt [1] vom 25. bis 28.3.1929. Da fällt dann doch das hier zu sehende Datum auf, der 8.3.1929, lange bevor die ersten Poststücke eingeladen wurden. Na ja höre ich jetzt schon die Kritiker, angesichts der vielen Stempelfälschungen bei Zeppelinpost nicht so verwunderlich. Trifft hier aber nicht zu, der Stempel ist so echt wie es besser gar nicht mehr geht.

Der Abschlag ist der blanko Musterabschlag aus der Vorlagemappe der Herstellerfirma Braungardt an die OPD:



So wohl kaum ein zweites Mal zu finden. :-)



Beste Grüße,
Peter

[1] https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/PCLG6SX4XZUCH6CVONYU4HRWVWOTB5SY

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Air Mail / Luftpost - Aufkleber, Labels, Eindrucke, Vermerke"]
 
Manne Am: 19.10.2017 10:07:13 Gelesen: 10645# 53 @  
Hallo,

eine Ganzsache mit Zusatzfrankatur aus Schwenningen nach Chicago vom 23.08.1924.

Befördert per Luftpost mit Luftschiff Z.R.3 ab Friedrichshafen.

Gruß
Manne


 
reichswolf Am: 19.10.2017 11:52:42 Gelesen: 10626# 54 @  
@ Manne [#53]

Streng genommen verfehlt der Beleg wohl das Thema, da die Karte hier nur als Formular verwendet wurde. Der Wertstempel war ja bereits ungültig. Trotzdem schöner Beleg!
 
LK Am: 19.10.2017 14:19:06 Gelesen: 10599# 55 @  
@ Manne [#53]

Hallo Manne,

Reichswolf hat selbstverständlich recht, alte Postkarte als Formular verwendet.

Das Teil ist es aber wert in der Kategorie Zeppelinbriefe gezeigt zu werden.

Luftschiff Z.R.3 oder LZ 126 (Werksnummer) später dann Los Angeles nach der Auslieferung an die USA als Reparationszahlung.

Eine im Verhältnis zur üblichen Zeppelin - Massenware seltene portorichtige Karte.

R.Z.3 hat nur einmal die Strecke Deutschland - USA zurückgelegt, die Auslieferungsfahrt im Oktober 1924.

Danach wurde das Luftschiff von der US Navy genutzt, es diente als Observatorium und Experimentierplattform sowie als Ausbildungsschiff für andere Luftschiffe.

Von diesem einmaligen Flug ist nicht viel Material verfügbar, und entsprechend selten.

Beste Grüße

LK

[Beiträge [#53] bis [#55] redaktionell verschoben aus dem Thema "Deutsches Reich Germania Belege ins Ausland"]
 
Manne Am: 03.02.2018 13:54:38 Gelesen: 7800# 56 @  
Hallo,

eine Karte aus Schwenningen vom 23.08.1924, lief als Luftpost mit Luftschiff Z.R.3 nach Chicago.

Gruß
Manne



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich: Ganzsachen Postkarten"]
 
Totalo-Flauti Am: 25.11.2018 16:58:40 Gelesen: 2413# 57 @  
Liebe Sammlerfreunde,

neben der traditionellen Warenmesse fand auch die sogenannte Kleinmesse statt. Sie diente vielmehr dem Amüsement als dem reinen Kommerz. Die Kleinmesse wurde später auf die Zeit nach der Warenmesse verschoben. Wegen des zunehmenden Verkehrs und Tumultes wurde die Kleinmesse 1907 aus der Innenstadt verbannt und an den Stadtrand verlegt. Die Kleinmesse bestand zum Beispiel 1907 aus 1200 Budenbesitzern und 300 fliegenden Händlern. Es kamen noch mehrere Fahrgeschäfte dazu.

Bisher scheint der Standort des Postamtes auf dem Gelände der Kleinmesse nicht bekannt zu sein.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Das Doppel-M: Motiv Leipziger Messe"]
 
Pit Am: 02.01.2019 14:37:25 Gelesen: 1664# 58 @  
Hallo zusammen,

erst mal ein Gutes Neues Jahr.



Kein sehr schöner Beleg und wahrscheinlich nur per Luftpost am 04.05.1936 befördert. Kann mir jemand den unteren Absatz "übersetzen" was das mit LZ 129 auf sich hat.

Gruß Peter
 
saintex Am: 02.01.2019 16:21:06 Gelesen: 1636# 59 @  
@ Pit [#58]

Hallo Peter,

mit dem abgebildeten Briefumschlag hatte ein Sammler einen Luftpostbrief, der mit dem Luftschiff LZ 129 Hindenburg auf der 1. Nordamerikafahrt 1936 befördert werden sollte, an das für die Bearbeitung derartiger Sammlersendungen zuständige Bahn-Postamt 19 Frankfurt (Main) übersandt. Daher auch der handschriftliche Vermerk rechts unten "Post-Sendung für Luftschiff LZ 129 nach Nordamerika". Beim Bahn-Postamt 19 in Frankfurt (Main) wurde der hier gezeigte Umschlag geöffnet, die im Umschlag enthaltene Sammlersendung entnommen und dem Zeppelin vor der Abfahrt nach New York mitgegeben. Im Amtsblatt des Reichspostministeriums war nach meiner Erinnerung auch eine Verfügung veröffentlicht, wie mit derartigen Sammlersendungen für die 1. Nordamerikafahrt 1936 zu verfahren ist.

Der abgebildete Briefumschlag wurde vom Absender beim Luftpostschalter des Postamtes Berlin C2 aufgegeben, wie der Unterscheidungsbuchstabe "L" im Tagesstempel des Postamtes Berlin C2 belegt, und vermutlich von Berlin nach Frankfurt mit Luftpost befördert. Aufschluss darüber müsste der auf der Rückseite des Briefumschlages abgedruckte Ankuftsstempel des Bahn-Postamtes 19 Frankfurt (Main) geben.

MfG Wolfgang
 
saintex Am: 02.01.2019 23:47:31 Gelesen: 1581# 60 @  
@ Pit [#58]

Hallo Peter,

nachstehend ein Auszug aus der im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nr. 27 vom 24.03.1936 auf den Seiten 105/106 veröffentlichten Verfügung Nr. 76/1936 (Postbeförderung mit Luftschiff nach Nordamerika), die die Behandlung von Sammlersendungen für die 1. Fahrt des neuen Luftschiffes LZ 129 nach Nordamerika regelte und die Funktion des von Dir gezeigten Briefumschlages und den unteren Absatz mit dem Hinweis auf LZ 129 erklärt.



Zur Bedeutung des Bahnpostamtes 19 Frankfurt (Main) als Leitstelle für die Zeppelinpost zur 1. Nordamerikafahrt des Luftschiffes LZ 129 Hindenburg Anfang Mai 1936 vgl. den zeitgenössischen Bericht in Günter Hambach, Geschichte des Bahnpostamtes 19 Frankfurt(M.), 1984 Seite 254ff.

MfG Wolfgang
 
Pit Am: 03.01.2019 19:26:52 Gelesen: 1490# 61 @  
@ saintex [#60]

Hallo Wolfgang,

vielen dank für die Erklärung.

Gruß Peter
 
Manne Am: 04.01.2019 11:50:17 Gelesen: 1437# 62 @  
Hallo,

ein Luftpost-Brief vom 27.08.1924 aus Schwenningen mit Ziel Philadelphia, befördert mit dem Luftschiff Z.R.3 ab Friedrichshafen. Der Brief konnte nicht zugestellt werden und kam zurück.

Gruß
Manne


 

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