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Thema: (?) (440) Deutsches Reich Germania Farbbestimmung
Das Thema hat 469 Beiträge:
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Armin Am: 28.03.2014 15:26:31 Gelesen: 336838# 370 @  
@ Germaniaanhänger [#368]

Vergiss sämtliche "Farbvergleichsprogramme".

Vergleichsmaterial, Tageslicht und Erfahrung sind die Voraussetzung. Die Farbgruppen sind teilweise so groß im Spektrum, wie soll das Programm dies berücksichtigen?

Armin
 
Germaniaanhänger Am: 29.03.2014 08:33:03 Gelesen: 336762# 371 @  
@ Armin [#370]

Danke Armin, für Deinen Hinweis. Da wirst du wohl auch Recht haben und ich werde mich daran halten!

Liebe Grüße und schönes Wochenende
 
rostigeschiene (RIP) Am: 25.06.2014 21:04:14 Gelesen: 334162# 372 @  
Schon seit einiger Zeit liegt dieser Briefumschlag auf meinem Schreibtisch und ich überlege ob es sich lohnt, angesichts des nicht gerade schönen Stempel, diesen zur Prüfung einzusenden.



Aus meiner Sicht sind hier zwei verschiedene Farben der Nr. 86 II verwendet worden, doch wenn es nur die Farben a und c sind macht eine Prüfung keinen Sinn.

Wie ist die Meinung der Spezialisten?

Werner
 
Marcello Am: 25.06.2014 21:09:05 Gelesen: 334158# 373 @  
@ rostigeschiene [#372]

Hallo Werner,

Farbbestimmung ist immer schwierig. Meines Erachtens sind es beides a Farben, jedoch ist die linke eine kräftige Nuance der a Farbe. Soweit meine Meinung.

Grüße
Marcel
 
Claudius Kroschel Am: 25.06.2014 22:22:37 Gelesen: 334140# 374 @  
@ rostigeschiene [#372]

Hallo,

am Bildschirm überhaupt nicht einschätzbar oder bestimmbar, das kann a, c oder f Farbe sein, rein vom Stempeldatum her. Die Farbschwankungen der späten Kriegsdrucke sind so immens, dass meine Vergleichssammlung heute noch immer wieder neue Nuancen zugeführt bekommt, die ich noch nicht habe obwohl ich seit 16 Jahren eigentlich kaum noch etwas anderes sammle. Bei den Drucken aus 1917 bis 1920 kommt noch hinzu, dass es auch brachiale Helligkeitsunterschiede gibt, die teilweise eine andere Farbe in der oberflächlichen Betrachtung vortäuschen. Die UV-Reaktionen der Kriegsdrucke der a und c Farbe scheinen endlos vielfältig. Sichere Aufklärung gibt Dir hier nur ein Prüfer oder sehr versierter Germania-Farbenspezialist.
 
Gisi Am: 07.07.2014 01:06:54 Gelesen: 31419# 375 @  
@ Lars Böttger [#63]

@ germaniafreund [#61]

Habe mit Interesse die Beiträge, die schon ein paar Jahre zurückliegen, gelesen und frage mich, ob ich evtl. die MiNr. 154 begutachten lassen soll. Wenn ich die Farbbestimmung von Germaniafreund sehe, könnte es evtl. die b-Farbe sein? Dann kommt noch der Aufdruck dazu "mattglänzend oder stumpf". Meines Erachtens ist ein Aufdruck entweder matt oder glänzend, aber was verstehe ich schon davon?

Darf ich um Eure Meinung bitten?

Beste Grüsse,
Gisi, die leider weit entfernt ist zu einer ARGE zu gehen.


 
chuck193 Am: 07.07.2014 02:24:01 Gelesen: 31415# 376 @  
@ DerLu [#58]

Hi DerLu,

ob der Scanner kalibriert ist oder nicht, so lange man für sich selber arbeitet, ist das nach meiner Meinung total egal. Selbst der Vergleich mit geprüften Marken, Farbe "von bis", das bringt meisten auch nicht viel. RGB gebrauche ich nicht oft, es ist nur ein Beiprodukt von meinem Colour Picker, ich nehme HSL. Mit dem Farbkreis nach HSL, sieht man viel leichter, ob eine Farbe mehr zu einer anderen geht, z.B. grün, es kann zu gelb oder blau tendieren, was auf dem Farbkreis keine Schwierigkeiten macht. Selbst der Andy, der sich mal hier im Forum vorgestellt hat, sagt, dass die Farbprüfung mit jedem Scanner und Computer möglich ist. Das kann man auf seiner Webseite nachlesen.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Stefan Am: 01.08.2014 15:30:00 Gelesen: 31195# 377 @  
Bei der Durchsicht mehrerer 100 Exemplare der Mi-Nr. 151 fiel mir auf, dass zumindest die Nr. 151a anscheinend eine größere Farbbandbreite aufweist und der Rahmen von einem hellem orange bis in das dunkle orange hineinreichen kann.



Handelt es sich, sofern anhand des Scans feststellbar (eingrenzbar), bei der rechten Marken ggf. bereits um eine Mi-Nr. 151b mit einem karminroten Rahmen oder noch um eine dunkle Nr. 151a?



Gruß
Pete
 
inflamicha Am: 01.08.2014 16:30:58 Gelesen: 31176# 378 @  
Hallo Pete,

auch die rechte Marke ist in a-Farbe, karminrot sieht ganz anders aus. In der Regel sind die b-Marken in Württemberg oder vereinzelt in Bayern gestempelt worden, meine 4 Exemplare beispielsweise in Stuttgart (2), Ober- und Untertürkheim. So kann deine Marke anhand des Stempels schon mal fast hundertprozentig der a-Farbe zugeordnet werden.

Gruß Michael
 
Stefan Am: 02.08.2014 09:09:27 Gelesen: 31127# 379 @  
@ inflamicha [#378]

Danke für die Info. Die zufällig mehr oder weniger auf einzelne Bundesländer bezogene Verwendung für diese Mi-Nr. war mir neu. Kannst du hier eine (große) Abbildung der Deutsches Reich Nr. 151b zeigen?

Gruß
Pete
 
inflamicha Am: 02.08.2014 13:03:30 Gelesen: 31105# 380 @  
@ Pete [#379]

Sollst du haben:



Ein schönes Beispiel für das Vorkommen seltener Typen in Württemberg. Es wurden aber auch "stinknormale" Marken dort verwendet. ;-) Links eine solche in a-Farbe, in der Mitte eine b und rechts wieder a, aber mit Wasserzeichen Kreuzblüten, also Typ Y.

Gruß Michael
 
chuck193 Am: 23.07.2015 16:55:36 Gelesen: 314984# 381 @  
Liebe Sammler der Germania Marken,

für meine Aufstellung meiner Farben und RGB / HSL Nummern, brauche ich die mir fehlenden Bilder:



Die Bilder können mir durch Phila Mail geschickt werden. Für eure Hilfe bin ich sehr dankbar. Die Aufstellung ist für meinen eigenen Gebrauch.

Vielen Dank und schöne Grüsse,
Chuck
 
petzlaff Am: 23.07.2015 18:02:53 Gelesen: 314957# 382 @  
@ rostigeschiene [#372]

Ist dir der Unterschied der Papierfarbe aufgefallen? Rechts grau - Links weiß. So etwas macht das Auge schier irre und fördert Überinterpretation von Druckfarben.

Gruß, Stefan
 
Germaniaanhänger Am: 23.07.2015 21:29:55 Gelesen: 314918# 383 @  
@ rostigeschiene [#372]

Grüße von der Germaniafront. Ich denke, auch Marcello hat recht. Stempeldatum passt nicht, mit den teuren Farben!

Zinnoberrot unter UV kannst du probieren, hab aber wenig Hoffnung!

lg der germaniaanhänger
 
Armin Am: 24.07.2015 10:22:06 Gelesen: 314841# 384 @  
@ Germaniaanhänger

Das Stempeldatum passt auch nicht zur 86IIg, bekannte Daten alle Herbst 1918.

Man braucht auch keine UV-Lampe um eine 86IIg zu erkennen.
 
Markus Pichl Am: 14.09.2017 16:59:54 Gelesen: 24925# 385 @  
Hallo,

mit diesem Beitrag möchte ich die Farben der MiNr. 56, "10 Pfg Germania Reichspost", vorstellen.

Die Marke ist wie folgt im Michel 2017 katalogisiert:

a) dunkelkarminrot bis (dunkel)rötlichkarmin
b) (dunkel)rotkarmin
c) dunkelrosarot

Hier ein Bild mit vier Stück 56 a und je einmal 56 c und 56 b.



Der a-Farbtopf umfasst viele verschiedene Rottöne, die Spannbreite reicht von mehr rot wirkenden, über rosa bis blau und zu guter Letzt zu gelb wirkenden Druckfarben.

Die rot und gelb wirkenden Druckfarben fallen dabei in "karminrot" (= a). Die mehr rosa und blau wirkenden in "rötlichkarmin", die hellen, fast rosa wirkenden Marken sind ungefährlich, in Bezug Verwechslungen mit Marken in b- oder c-Farbe. Die dunklen Töne, der "dunkelrötlichkarminen" a-Marken, gilt es nicht mit Marken in b-Farbe "rotkarmin bis dunkelrotkarmin" zu verwechseln. Die gelblich wirkenden Marken werden wiederum gerne mit der c-Farbe "dunkelrosarot" verwechselt.

Diese ganzen Farbunterschiede beruhen auf den zahlreichen Auflagen, die man bei fließender und oftmals wechselnder Farbmischung von dieser 10 Pfg-Marke gedruckt hat und dabei kommen auch unterschiedliche Farbsättigungen vor. Je mehr Marken man von dieser Ausgabe sortiert, umso öfter überlegt man, ob es sich um eine mehr rote oder mehr karmine Farbtönung handelt und sortiert wieder von Neuem (smile).

Karmin ist eine Rotfarbe mit hohem Blauanteil und steht Magenta näher. Die rot wirkenden Marken in a-Farbe "dunkelkarminrot" stellen somit kein Verwechslungsproblem mit einer besseren Farbe dar, auch wenn diese letztendlich auch eine Spur karmin bzw. blau beinhalten, aber ihre vorrangige Farbe ist Rot. Der Ausgangsfarbton steht immer am Ende einer zusammengesetzten Farbbezeichnung.

Somit besteht bei diesen 10 Pfg-Marken maximal eine Schwierigkeit darin, die bessere b-Farbe "rotkarmin bis dunkelrotkarmin" von der "dunkelrötlichkarminen" a-Farbe zu unterscheiden. Daher habe ich das nachstehende Bild erstellt, in diesem befindet sich links eine zum a-Farbtopf gehörende rötlichkarmine (= a), in der Mitte eine rotkarmine (= b) und rechts eine karminrote (= a) Druckfarbe im Vergleich zu Farbbalken aus dem Michel-Farbführer. Der Farbführer kann aber nicht eine jede Helligkeitsstufe bzw. Mischungsverhältnis für alle Briefmarken darstellen, somit handelt es sich zumeist immer nur um einen richtungsweisenden Vergleich.



Der Gelbanteil der c-Farbe "dunkelrosarot" ist bedeutend höher als der ihr gegenüberstehenden gelblichen Marken aus "karminrot" oder den hellen "rötlichkarminen" Druckfarben. Verwechslungsgefahr besteht hier maximal bei vergilbten Papieren der helleren a-Nuancen, da sich bei solchen die Druckfarbe optisch täuschend den Marken in c-Farbe nähert. Daher nun ein Vergleich zwischen zwei hellen a-Farben, links ein mehr bläulicher Farbton, also in "rötlichkarmin" fallend, in der Mitte ein gelblicher Farbton, somit in "karminrot" fallend und rechts eine tatsächliche c "rosarot" (bzw. dunkelrosarot). Das rechte Bild zeigt zwei vergilbte a-Marken.



Zum Schluß ein Vergleichsbild mit verschiedenen a-Varianten, davon die oberste Reihe nach meinem Farbempfinden in "karminrot" fallend und in rechter unterer Ecke die bereits oben im Vergleich gezeigte b-Farbe "(dunkel)rotkarmin". Letztere aus dem ganzen Bild richtig heraussticht, in einem satten rotbeigemischten Karmin.



Alle vorstehend gezeigten Marken sind von BPP-Prüfern entsprechend signiert und wurden mit jeweils gleicher Kalibrierung auf selbigem Scanner aufgenommen.

Beste Grüße
Markus
 
Germaniaanhänger Am: 05.10.2017 22:09:12 Gelesen: 255924# 386 @  
@ germaniafreund [#154]

Hallo Sammler der Germaniaausgaben,

hier scheint mir, dass es wohl die bessere Farbe sein könnte, sicher bin ich mir nicht !

10.12.13 Friedens- oder Kriegsdruck?

Auch ein Bruch in der Mundpartie ist zu erkennen. Wer hat so etwas ähnliches?


 
Markus Pichl Am: 06.10.2017 07:07:21 Gelesen: 255861# 387 @  
@ Germaniaanhänger [#386]

Hallo Germaniaanhänger,

bei Deiner Marke handelt es sich um eine MiNr. 90 I, also Friedensdruck und diese wird nicht in verschiedene Farben unterschieden.

Nur die Kriegsdruckmarken, welche ab April 1915 verwendet wurden, werden in zwei Farbtöpfe unterschieden, einen deutlich karminfarbenen und einen rotfarbenen.

Richtig ist, dass die Druckfarbe der 90 II a, Frühdatum Juni 1915, an die von MiNr. 90 I anschließt, daher ist auch bei beiden die Farbbezeichnung "dunkelrötlichkarmin" im Michel zu finden.

Beste Grüße
Markus
 
Germaniaanhänger Am: 25.11.2017 20:50:45 Gelesen: 250778# 388 @  
@ Markus Pichl [#387]

Hallo Markus,

da hast du natürlich Recht. Alleine schon am Datum erkennbar, richtig!

Hier eine Kriegsdruck.



Wenn wir schon beim Thema sind, hier eine 86IId geprüft und ungeprüft.





Vorausgesetzt, der Prüfstempel ist echt.

LG
 
Pepe Am: 14.11.2018 22:21:40 Gelesen: 204297# 389 @  
@ Pepe [#363]

Hier die Michel 86I, Friedensdruck, Farbe noch unbekannt, gescannt auf grauem Hintergrund und unter UV (Leuchtturm UV-Lamp 6 W, Ref.: L 90)



Die 86I gibt es laut Michel Spezial mit 94 verschiedenen Hausauftragsnummern. Die hier gezeigte ist in der vermutlich chronologischen Reihenfolge auf Platz 54. Die 11 wird sich auf das Jahr beziehen. Bei so vielen Auflagen wird es Unmengen von Farbtönungen geben. Das ist sicher für Prüfer eine große Herausforderung.

Nette Grüße Pepe
 
Markus Pichl Am: 14.11.2018 22:58:18 Gelesen: 204280# 390 @  
@ Pepe [#389]

Zitat aus Handbuch Jäschke-Lantelme "100 Jahre Germania" (Seite 210, Fußnote Nr. 39):

Ausweislich der von der Reichsdruckerei herausgegebenen Geschäftsberichte läuft das Rechnungs- bzw. das Geschäftsjahr vom 1.4. bis 31.3. des darauffolgenden Jahres.

Zitat, dito (Seite 210, Fußnote 40):

Es ist allerdings anzunehmen, daß die Bearbeitung nicht immer zwingend in chronologischer Reihenfolge erfolgt, wie dies einige Überdruck-HAN (für die besetzten Gebiete) nahelegen, die kleiner (!) als die Ur-HAN der überdruckten Bogen sind.

Persönlich gehe ich bei Deinem Viererblock von einer 86 I b aus, dies schrieb ich schon in einem anderen Thema.

Dein UV-Bild ist sehr dunkel und wird besser beurteilbar, wenn Du eine gestempelte Marke, mit lesbarem Stempeldatum (-jahr) aus 1905 bis 1910, obenauf legst.

Beste Grüße
Markus
 
Pepe Am: 16.11.2018 22:43:02 Gelesen: 203932# 391 @  
@ Markus Pichl [#390]

Danke noch einmal für die Farbeinschätzung und Hintergrundinfos. Dieser Ort ist ja genau das Thema, deswegen nochmals hier her platziert. Nun die gestempelte suchen.

Nette Grüße Pepe
 
Germaniaanhänger Am: 16.12.2018 16:02:50 Gelesen: 199752# 392 @  
@ Pepe [#389]

Hallo Pepe,

Dein Viererblock scheint die richtige Nuance zu sein. Garantie geb ich natürlich nicht mit meiner Aussage, aber die Chancen stehen gut.

Hab die Farbe mal ein wenig rausgeholt und die Zahlen und Buchstaben am Seitenrand ergeben eine hohe Wahrscheinlichkeit für 86Id.

Hier dein Viererblock im Raster,schau den Seitenrand genauer an, dann siehst Du es.



LG und einen schönen 3. Advent
 
Markus Pichl Am: 16.12.2018 16:12:45 Gelesen: 199748# 393 @  
@ Germaniaanhänger [#392]

Die Hausauftragsnummer ist aus dem Geschäftsjahr 1911. Somit kann eine 86 I d getrost ausgeschlossen werden.

MfG
Markus
 
Germaniaanhänger Am: 16.12.2018 16:21:41 Gelesen: 199740# 394 @  
@ Markus Pichl [#393]

Hallo Markus,

mit den Han-Nummern bin ich nicht vertraut.

Von der Seite gesehen liege ich wohl daneben.

lg
 

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