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Thema: Deutsches Reich: Ganzsachen
Das Thema hat 95 Beiträge:
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dr.vision Am: 27.09.2015 19:55:21 Gelesen: 33787# 71 @  
Moin zusammen,

hier eine Deutsches Reich P1 mit einem glaskar abgeschlagenen Hufeisenstempel von Lübeck am 18. März 1875.

Die Ganzsache lief nach Grapen-Stieten, einem heutigen Ortsteil der Gemeinde Bobitz in Mecklenburg-Vorpommern.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 27.09.2015 19:59:20 Gelesen: 33785# 72 @  
Moin nochmal,

ich habe eine Frage, die ich auch schon im Thread "Poststempel von Kiel" gestellt habe.

Falls mir ein Mitleser vielleicht sagen kann, ob es sich hier um ein kleines oder großes Brustschild handelt, wäre mir sehr geholfen. Es ist auf jeden Fall ein A II Umschlag. Aber dann hört mein Wissen um Brustschilde auch schon auf.



Herzlichen Dank im Voraus.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
muemmel Am: 27.09.2015 20:04:13 Gelesen: 33784# 73 @  
@ dr.vision [#72]

Moin Ralf,

zwar nicht mein Sammelgebiet, aber eindeutig großer Brustschild.

Grüßle
Mümmel
 
dr.vision Am: 27.09.2015 21:12:24 Gelesen: 33767# 74 @  
@ muemmel [#73]

Danke, Harald und beste Grüße,

Ralf
 
Max78 Am: 07.02.2016 15:14:05 Gelesen: 31601# 75 @  
Hallo zusammen,

um einen für mich etwas fragwürdigen Beleg vorzustellen, bei dem ich über das Druckverfahren von Ganzsachen im allgemeinen nachgedacht habe und weder Antworten im Katalog selbst oder im Forum finden konnte, könnte mir eventuell ein Spezialsammler in diesem Forum weiterhelfen. Es handelt sich um eine P165, bei der der Wertstempel im Gegensatz zum Vordruck schräg aufgedruckt ist. Im Bild habe ich die Entfernungen vom Teilstrich bis zum Wertstempel (oben und unten) gemessen:



Die mm-Angaben stimmen so natürlich nicht, da ich die Karte nicht mit 300 dpi eingescannt habe. Es soll nur zeigen, das unterschiedliche Werte bei der digitalen Messung herauskamen. Per Hand gemessen sind es über 1 mm Unterschied. Ich habe mich gefragt, wie diese Schrägstellung zustande kommt.

1. Wurde die Karte in 2 Druckdurchgängen gedruckt, also erst der Vordruck, dann der Wertstempel?

2. War die Druckplatte dementsprechend "fehlerhaft", also die Schrägstellung bei nur einem Druckvorgang schon da?

Ich habe schon einige dieser Postkarten P165 in der Hand gehabt, dies ist die erste, bei der mir dies aufgefallen ist.

Mit Dank im Voraus, Max
 
Max78 Am: 16.02.2016 18:51:29 Gelesen: 31383# 76 @  
Hallo zusammen,

da ich leider noch keine Antwort bekam, versuche ich gerade selbst, noch mehr über die Herstellung von diesen Ganzsachen herauszufinden, leider ohne viel dabei zu finden. Mir ist eine Schrägstellung der Wertstempel noch bei anderen Postkarten aufgefallen und glaube, dass bei diesen Ganzsachen einmal der Vordruck gedruckt wurde, und beim 2. Durchgang der Wertstempel.

Falls das jemand bestätigen könnte oder besser Bescheid weiß, würde ich mich auf eine Antwort freuen.

Als Beispiel habe ich nochmal zwei unterschiedliche Wertstempel gegenübergestellt:



mit Grüßen Max
 
Lars Boettger Am: 19.11.2016 12:46:07 Gelesen: 25346# 77 @  
Die Correspondenz-Karten-Formulare gelten als Vorläufer für die Ganzsachen. Der Norddeutsche Postbezirk hat 1870 damit angefangen. Die Reichspost führte es dann fort, bis die Marken und die Formulare "fusionierten". Die Formulare wurden natürlich weiterverwendet, aber so ein verwendetes Formular aus dem Oktober 1875 zu finden, ist schon eher selten.

Unten abgebildet ist eine Antwortkarte von Zeitz nach Pausa in Sachsen. Frankiert wurde das Postkartenformular mit einer Marke zu 5 Pfennig e. Leider ist das Formular nicht gut erhalten. Jemand hat auf der Vorder- und Rückseite Stempel hinterlassen.

Beste Grüsse!

Lars


 
dr.vision Am: 17.07.2017 13:35:35 Gelesen: 20640# 78 @  
Moin zusammen,

meiner Meinung nach handelt es sich hier um die Ganzsache DR P14/01, die 1886 an die Schalter kam. Das Stempeldatum ist der 23.8.1894, welches auch durch den umseitigen Text bestätigt wird.

Kann mir vielleicht bitte jemand den Verwendungszeitraum sagen, bzw. erklären, warum der Wertstempel als ungültig erklärt wurde? Ist das blaue "O" ebenfalls ein Stempel? Wenn ja, welche Bedeutung hatte er? Wie hoch war das Nachporto (blauer handschriftlicher Vermerk)?

Danke schon mal im Voraus für eure Antworten.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
inflamicha Am: 17.07.2017 14:30:55 Gelesen: 20634# 79 @  
@ dr.vision [#78]

Hallo Ralf,

die Postkarte (P 14/01 ist richtig) war wie alle Ganzsachen der Pfennig-Ausgabe nur bis 31.1.1891 gültig, das blaue "0" ist eine Null und besagt dass der Wertstempel nicht zählt. Links unten dürfte leider die Schweizer Portomarke fehlen, die Stempelfragmente sind deutlich zu sehen. M.E. dürften 30 Rappen Nachporto genügt haben, die blaue Ziffer sieht jedoch eher nach einer 50 aus.

Soweit von mir.

Gruß Michael
 
dr.vision Am: 17.07.2017 14:35:31 Gelesen: 20631# 80 @  
@ inflamicha [#79]

Moin Michael,

danke für die schnelle Information.

Beste Grüße
Ralf
 
10Parale Am: 09.10.2017 19:02:27 Gelesen: 18590# 81 @  
Wegen einem Beleg möchte ich kein neues Thema starten. Ich zeige hier wohl wissentlich einen Umschlag mit dem Werteindruck 10 PF. REICHSPOST rot, abgeschlagen in BERLIN 58 am 3/1 91.

Um den Umschlag näher zu bestimmen, zeige ich auch die Rückseite mit einem schönen Ankunftsstempel von Muhlhausen (Elsass), ein Tag später am 4.1.91.

Liebe Grüße

10Parale


 
hajo22 Am: 10.10.2017 19:57:09 Gelesen: 18516# 82 @  
@ 10Parale [#81]

"Wegen einem Beleg möchte ich kein neues Thema starten. Ich zeige hier wohl wissentlich einen Umschlag mit dem Werteindruck 10 PF. REICHSPOST rot, abgeschlagen in BERLIN 58 am 3/1 91."

Verstehe ich jetzt nicht wirklich. Es handelt sich doch um einen Ganzsachen-Umschlag.

Warum soll der nicht hierher gehören?

hajo22
 
10Parale Am: 13.10.2017 22:15:19 Gelesen: 18415# 83 @  
@ hajo22 [#82]

" Verstehe ich jetzt nicht wirklich".

In der Biologie, lieber hajo22, gibt es beispielsweise Rosengewächse. Diese sind eine Familie. Die Familie ist ein Teil der Ordnung, die Brombeere gehört zur Ordnung der Rosenartigen.

Die Unterfamilie wären die Rosoideae.

Die Gattung Rubus, und innerhalb der Gattung die Sektion: Brombeere.

So ähnlich habe ich es mit den Ganzsachen-Umschlägen gemeint.

Beigefügt zeige ich eine recht hübsche Ganzsache des Deutschen Reiches zu 40 Pfennig mit Zusatzfrankatur aus der anschwelenden Infla-Zeit. Absender war ein Pfarrer, der auch Briefmarken sammelte bzw. verkaufte. Freigemacht in Bensheim am 20.4.22.

Liebe Grüße

10Parale


 
Manne Am: 14.10.2017 09:43:09 Gelesen: 18381# 84 @  
Hallo,

eine Ganzsache mit Zusatzfrankatur vom 12.12.1922 gelaufen von Schwenningen nach Stuttgart.

Gruß
Manne


 
hajo22 Am: 14.10.2017 09:44:30 Gelesen: 18380# 85 @  
@ 10Parale [#83]

Tja lieber 10Parale, in der Konsequenz müßten wir dann für jede einzelne Ganzsache einen eigenen Thread eröffnen, denn es gibt Postkarten, Umschläge, Postanweisungen, Kartenbriefe, usw. Dann kämen noch die unterschiedlichen Wertzeichen, Stempel, Jahrgänge und Verwendungsmöglichkeiten hinzu, usw.

Wird ein bißchen unübersichtlich, n'est-ce pas? Und wo ist der zusätzliche Erkenntniswert?

hajo22
 
dr.vision Am: 07.03.2019 17:35:40 Gelesen: 4336# 86 @  
Moin zusammen,

nach langer Zeit hier mal wieder etwas Neues. Ganzsache P1, am 12.1.2 1873 in Kiel mit einem glasklaren Wurststempel entwertet. Um welchen Typ es sich hier handelt, kann ich leider nicht sagen.

Da ich diese Schrift nur bruchstückhaft lesen konnte, hat mir Volkmar (volkimal) freundlicherweise "übersetzt". Danke dafür!



Die Adresse:
An den Herrn Inspektor
des Zoologischen Gartens
Herrn Sigel
Hamburg
Zoologisch. Garten
eingeg. 13/12. 70
beantw._________

Inspektor Sigel war der kommissarische Nachfolger des bekannten Zoologen Alfred Brehm (Brehm's Tierleben), welcher von 1862 bis 1966 als erster Direktor den Zoo leitete. [1]



Der rückseitige Text:
Kiel, d. 12. Dec. 73
Sie haben mich durch die Zusendung der beiden Vögel Goura
u. Gracula sehr erfreut. Besondere Krankheitserscheinungen(?)
fanden sich nicht zu denselben. Die Preise sind mir wohl.
Ich bitte gleich nach Neujahr eine Rechnung über die noch
nicht bezahlten Thiere einzusenden.
Von dem zoologischen Museum habe ich keine Aquarium“
thiere erhalten
K Möbius

1868 wurde Karl A. Möbius zum ordentlichen Professor nach Kiel an den neu gegründeten Lehrstuhl für Zoologie berufen; zu seinen Aufgaben gehörte auch die Leitung des Zoologischen Museums (siehe auch den Stempel oben links auf der Anschriftenseite). [2]

Bei den Vögeln handelte es sich wohl um eine Krontaube (Goura cristata) und einen Beo (Gracula religiosa).

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zoologischer_Garten_Hamburg
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_August_M%C3%B6bius
 
hajo22 Am: 07.03.2019 17:46:36 Gelesen: 4329# 87 @  
"Wurststempel" aus Kiel sind immer schön anzusehen. Hier einer vom 4.11.1874.

Dankenswerterweise neben dem Wertstempel gesetzt und damit deutlich zu bewundern.



hajo22
 
marc123 Am: 09.04.2019 13:35:06 Gelesen: 3917# 88 @  


Ganzsache P1, vom 21.07.74 (Datum handschriftlich auf der Rückseite), gesendet von Luxemburg nach Köln. Die Postkarte besaß in Luxemburg keine Frankaturgültigkeit. Daher wurde eine Luxemburger Marke von 10 Centimes farbig durchstochen der dritten Auflage hinzugeklebt. Entwertet wurde die Marke mit dem Einkreisstempel von Luxemburg mit PD Anhängsel. Eigentlich hätte ein halber Silbergroschen (6 Centimes) an Porto gereicht.

Liebe Grüße
Marc
 
henrique Am: 13.05.2019 18:09:54 Gelesen: 3448# 89 @  
Hallo,

DEUTSCHE REICHSPOST / POSTKARTE / ANTWORT mit 5 Pfennig Werteindruck



Leider ohne Stempel und ohne Text

DEUTSCHE REICHSPOST / POSTKARTE mit 5 Pfennig Werteindruck

Beleg von FRANKFURT A.M. nach MAINZ vom 26.4.75



Henrique
 
remstal Am: 26.05.2019 10:06:43 Gelesen: 3245# 90 @  
Liebe Ganzsachenspezialisten,

mangels Literatur frage ich an, welche Ganzsache hier vorliegt und wie lange sie gültig war. Die Karte lief am 21.10.1921 von Schopfheim nach Basel.Da hier eine Verschickung im Grenzrayon vorliegt, hätten 40 Pf. genügt, die Zusatzfrankatur war also unnötig, wenn die Ganzsache noch gültig war.

mfG remstal


 
muemmel Am: 26.05.2019 10:36:43 Gelesen: 3233# 91 @  
@ remstal [#90]

Guten Morgen Anton,

die Postreiterkarten waren bis 30.9.1923 gültig.

Dass die Karte von Schopfheim abging, kann man dem Scan nicht entnehmen. In dem Fall hätten allerdings 40 Pfennig als Frankatur im Grenzrayon ausgereicht. Es gab aber auch immer die eine oder andere Schlafmütze, der das nicht bekannt war.

Grüßle
Mümmel
 
remstal Am: 27.05.2019 09:40:52 Gelesen: 3196# 92 @  
Hallo muemmel,

herzlichen Dank für die Auskunft ! Die Karte wurde lt. Rückseite in Schopfheim geschrieben, eingeworfen bei der Bahnpost Basel - Zell, alle Haltestellen auf dieser Strecke lagen ohnehin zu Basel im Grenzrayon.

mfg Anton
 
Manne Am: 10.07.2019 21:35:52 Gelesen: 2817# 93 @  
Hallo,

eine Ganzsache gelaufen von Zell-a. Harmersbach am 18.02.1878 nach Oberkirch, Ankunftstempel vom 18.02.1878.

Gruß
Manne


 
briefmarkenwirbler24 Am: 10.07.2019 22:06:05 Gelesen: 2805# 94 @  
@ Manne [#93]

Hallo Manne,

schöne Ganzsache, aber leider nicht der richtige Thread hierfür. Zu dem Zeitpunkt ist das badische Postgebiet schon dem Deutschen Reich übergegangen, sodass die Ganzsache besser in einen solchen Thread vorgestellt werden würde.

LG

Kevin
 
Manne Am: 11.07.2019 08:31:56 Gelesen: 2761# 95 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#94]

Danke für den Hinweis. Mir ging es vor allem um den Laufweg und den Stempeln.

Vielleicht kann jemand den Beitrag verschieben.

Gruß
Manne

[Beiträge [#93] bis [#95] redaktionell verschoben aus dem Thema "Großherzogtum Baden: Belege des 19. Jahrhunderts"]
 

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