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Thema: Deutsches Reich Belege mit Sondermarken 1933 bis 1945
Das Thema hat 1006 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 02.06.2026 16:43:36 Gelesen: 16604# 982 @  
Liebe Freunde,



ein Ortsbrief bis 20g kostete 8 Rpf, auch einer in Leipzig am 29.10.1935. Der Kaufgrund war aber ein Anderer: Als Verschluß wurde eine Cindarella der Königin Wilhelmine von den Niederlanden benutzt. Macht den Brief sicherlich nicht schlechter - und jung war sie auch noch!

LG von bayern klassisch
 
Cantus Am: 04.06.2026 02:36:33 Gelesen: 16298# 983 @  
@ bayern klassisch [#954]

Hallo Ralph,

dieser sechsteilige Zusammendruck mit Zierfeld auf Brief dürfte eine sehr, sehr große Rarität sein, ich habe so etwas zuvor noch nie gesehen, andere Zusammendrucke aus der Zeit dagegen immer einmal wieder. Danke fürs zeigen.

Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 04.06.2026 07:09:24 Gelesen: 16251# 984 @  
@ Cantus [#983]

Hallo Ingo,

man bemüht sich halt, hier etwas Nettes zu zeigen und danke, dass du das schätzt, macht ja nicht jeder.

LG,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 05.06.2026 17:28:22 Gelesen: 15929# 985 @  
Liebe Freunde,



ein schnuckeliger Viererblock vom Unterrand aus Pasewalk von der Firma "Schuhhaus Walter" an die Firma "Carl Leive in Hirschberg, Riesengebirge" vom 3.1.1936 war als 12 Rpf - Frankatur passend.

LG von bayern klassisch
 
Martin de Matin Am: 05.06.2026 19:05:57 Gelesen: 15901# 986 @  
Ich zeige eine portogerechte Einzelfrankatur der 25 Pf. vom Wagnersatz (MiNr.506). Der Brief trägt einen Stempel von Plauen (27.11.1933) und ging in die USA.



Gruss
Martin
 
bayern klassisch Am: 10.06.2026 09:13:58 Gelesen: 13463# 987 @  
Liebe Freunde,



auch wenn ich schon simple 25 Rpf - Frankaturen habe, musste ich den wegen der Absenderangabe haben und hatte Glück, den Zuschlag erteile zu bekommen:

Ernst Endriss Oberurbach i. R. (Württ.) Sensen-Dengel-Apparate "Scharfrichter".

Die Ernst Endriss KG existiert wohl heute noch und auch der Hauptproduktname "Scharfrichter" ist dort noch gängig. Ich hatte ja heimlich auf eine weit ältere Firmengründung gehofft, als es noch Scharfrichter gab (Spätmittelalter, frühe Neuzeit), aber im frühen 20 Jahrhundert gab es wohl noch hie und da einen echten Scharfrichter.

LG von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 22.06.2026 18:58:59 Gelesen: 11196# 988 @  
Liebe Freunde,



ein simpler Brief aus Eschershausen nach Bad Mergentheim vom 7.11.1934 (Drittagsverwendung) zeigt den Vermerk "postlagernd" und oben Daten, die damit zu tun hatten (Lagerfrist). Gebühren wurden offenbar keine notiert, dennoch sind postlagernde Sendungen mit dieser Ausgabe keine Massenware.

LG von bayern klassisch
 
cilderich Am: 23.06.2026 21:31:07 Gelesen: 10119# 989 @  
@ cilderich [#969]

Servus,

ich hatte ja schon im o.g. Beitrag die EF des "Doppelortsbriefes" genannt und möchte nun das entsprechende Stück zeigen.

Beste Grüße
cilderich


 
bayern klassisch Am: 01.07.2026 16:29:21 Gelesen: 9141# 990 @  
Liebe Freunde,



ein Einschreiben aus Berlin-Pankow-2 vom 8.6.1936 wurde mit Luftpost nach Darmstadt verschickt, wofür man in toto 54 Rpf verklebte. Der Umschlag muss wegen starken Gegenwinds sehr lange unterwegs gewesen sein, denn der Ankunftsstempel von Darmstadt datiert vom 12.6.. Das hätte man dann auch als versierter Jogger noch zu Fuß geschafft.

Passt das vom Franko her?.Der Umschlag ist in schickem Braun gehalten, einer Modefarbe der Zeit. Der Verkäufer hat, mittlerweile entfernt, das Absendersignum "Reichsnährstand Landesbauernschaft Verwaltungsamt Berlin" unkenntlich gemacht.



Ein Kuvert der 2. Gewichtsstufe aus Berlin vom 8.6.1936, auch aus Berlin SW 7, was für ein Zufall, zeigt eine 4-Farben-Frankatur an Frau Hadji-Elia aus Hamburg, die in St. Peter (Ording) im Hotel Germania das Leben genoß. Siegelseitig noch Werbung der Sprachen-Übersetzung-Gouin, auch schön.

2 Briefe dieser Serie vom selben Tag von verschiedenen Absendern an verschiedene Empfänger hatte ich auch noch nicht, jetzt schon!

LG von bayern klassisch
 
Dulfen1 Am: 01.07.2026 22:45:29 Gelesen: 9074# 991 @  
@ bayern klassisch [#990]

Moin,

der obere Brief ist einfach "gemacht", eine Luftpostbeförderung halte ich für ausgeschlossen, er wurde mit dem Aufkleber aufgehübscht.

Das Porto von 54 Pf. ist unplausibel: 12 Pf. Brief + 30 Pf. Einschreiben + 10 Pf. LuPo-Gebühr = 52 Pf.

Ich zeige hier noch einen sehr ähnlichen Brief (und es gibt noch viele mehr) ebenfalls mit 54 Pf. frankiert.



Gruß Ulf
 
bayern klassisch Am: 02.07.2026 08:02:36 Gelesen: 9007# 992 @  
@ Dulfen1 [#991]

Hallo Ulf,

dann ist es wenigstens ein optischer Knaller und ich habe zumindest meinen Spaß daran - ist ja auch nur eine Spaßsammlung.

Danke fürs Zeigen deines Stücks - passt nicht in mein Beuteschema, daher schlafe ich heute Abend ruhig und gelassen ein. :-)

LG,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 04.07.2026 06:46:31 Gelesen: 8698# 993 @  
Liebe Freunde,



reinen Sammlerbedarf zeigt eine Postkarte zu 6 Rpf aus Erla-Crandorf über Schwarzenberg im Erzgebirge vom 25.4.1936 an Herrn Pastor Kosmund in Wildemann (Oberharz). Schöner wird man das nicht bekommen.

LG von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 07.07.2026 16:22:07 Gelesen: 8202# 994 @  
Liebe Freunde,

von einem ganz lieben Sammlerfreund und Foristen bekam ich folgende Briefe übermacht, die ich euch nicht vorenthalten will.



12 Rpf Frankatur aus Essen vom 8.1.1935 nach Wahn (und den Wahn gab es damals schon).



Der Sensenmann aus Hannover nach Wattenscheid (Zitat Heinz Erhard: "Wie fallen heut die Schatten weit") vom 15.12.1934. Dank an Hannover für diesen akkuraten Abschlag!

LG von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 07.07.2026 16:28:27 Gelesen: 8199# 995 @  
Liebe Freunde,

zwei weitere Briefe erfreuen des Betrachters Auge - und beide noch dazu portogerecht!



Am 31.10.1935 sandte man einen Ortsbrief aus Ibbenbüren vom der Firma Radio - Feldmann an das dortige Amtsgericht. Bei 2 Marken dachte man sich, muss man auch zwei Mal stempeln ...



Aus der Großstadt in die Kleinstadt, oder: Aus Süßkofen (heute ca. 60 Einwohner) nach München am 13.1.1936 für 12 Rpf durfte sich das stat. Landesamt freuen, einen so seltenen Landpoststempel mal im Original bewundern zu dürfen. Warum man "Mallersdorf" später in roter Kreide schrieb, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis, denn Süßkofen liegt und lag bei Landshut.

LG von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 21.07.2026 15:33:20 Gelesen: 5506# 996 @  
Liebe Freunde,

aus welchen Gründen auch immer konnte ich bisher keine Belege aus Korrespondenzen finden, vlt. auch, weil die Gültigkeitsdauer dieser Ausgabe nicht so lang war, wie bei den üblichen Dauermarken.

Erst jetzt konnte ich 2 Briefe aus derselben Korrespondenz schnappen und freue mich, diese hier vorstellen zu dürfen:

1. Brief



Am 4.2.1935 gab er Gemeinderath Nassach, Post Friesenhausen, einen Brief der 2. Gewichtsstufe (24 Rpf) frankiert auf und legte noch eine Rpf drauf, um eine schöne EF der 25 Rpf zu generieren. Der dazu gehörige Landpoststempel NASSACH über Hofheim i. Ufr. ist sehr gut abgeschlagen.

Nassach hat heute als Teil der Gemeinde Aidhausen ca. 240 Einwohner. Damals wie heute lag Friesenhausen genau in der Mitte zwischen Nassach und dem Zielort Hofheim (etwa 8 km Entfernung). Briefe aus dem Landpostbezirk mit dieser Marke halte ich für nicht häufig ...

Warum man aber die Marke nicht schon in Friesenhausen entwertet hatte, weiß ich nicht. Weiß es jemand?

2. Brief



Ein Viererblock ist immer ein Hingucker, so auch hier Am 23.3.1935 wurde auch erst in Hofheim gestempelt, statt, wie ich es angenommen hätte, zuerst in Friesenhausen. Oder fuhr nach der Landpostverkraftung der Bus nur durch Friesenhausen auf seiner Tour nach Hofheim?

Ich hoffe, euch gefallen diese Zwei. Auf Weitere bin ich gespannt!

LG von bayern klassisch
 
mumpipuck Am: 21.07.2026 23:41:03 Gelesen: 5438# 997 @  
@ bayern klassisch [#996]

Die Landpostkurse brachten in der Regel die Post aus den Poststellen zum zuständigen Leitpostamt. Dort erfolgte die Entwertung.

Das Leitpostamt ist laut Poststellenstempel Hofheim und so ist hier alles korrekt verlaufen.

Allerdings kenne ich als Heimatsammler auch viele Ausnahmen:

- Sendungen innerhalb des gleichen Landpostkurses in einen Ort, der räumlich vor Erreichen des Leitpostamts liegt. Eigentlich sollte die Sendung dann mit dem Poststellenstempel versehen und die Briefmarke durch Federzug entwertet werden. Oft geschah das aber durch den Poststellenstempel der absendenden Poststelle, was nicht korrekt war.

- Abgabe der Sendungen aus Poststellen unterwegs auf die Bahnpost. Da werden die Marken mit dem Bahnpoststempel entwertet. Ich kenne auch Ausnahmen, bei denen die Entwertung erst am Endbahnhof der Bahnstrecke mit dem dortigen Tagesstempel erfolgte.

- Entwertung der Briefmarken in einem anderen Postamt oder einer Poststelle I, das/die auf dem Weg günstiger lag. Ich kenne das z.B. von den Poststellen II auf den Halligen in der Nordsee. Leitpostamt war Husum. Sie tragen aber häufig Entwertungen von anderen Inseln oder Halligen, z.B. von der Insel Pellworm.

Viele Grüße
Burkhard
 
bayern klassisch Am: 22.07.2026 00:02:16 Gelesen: 5433# 998 @  
@ mumpipuck [#997]

Vielen Dank für die ausführliche und gut erklärte Analyse. Klasse!

LG,
Ralph
 
Mason Am: 22.07.2026 00:46:26 Gelesen: 5427# 999 @  
@ CarstenLoeffler [#863]

Guten Abend und entschuldige bitte dass ich mich jetzt erst melde und dir danken kann. Mir ist deine Antwort total durchgegangen ist mir jetzt gerade erst aufgefallen.

Liebe Grüße und wünsche dir eine gute Nacht
 
bayern klassisch Am: 22.07.2026 17:29:49 Gelesen: 5307# 1000 @  
Liebe Freunde,

außergewöhnliche Briefe der 1935er Nothilfeausgabe zu finden, ist gar nicht sooo einfach. Umso mehr freue ich mich, euch diese Rosine hier vorstellen zu dürfen, die natürlich wieder mit Fragen verbunden ist.



45 Rpf - Frankatur auf der Strecke Berlin - Hirschberg vom 1.2.1936 nach Danzig, damals nicht, wie zu erwarten, Deutsches Reich, sondern "Freie Stadt Danzig", also ein Destinationsbrief für mich.

Der Brief zeigt den Absendervermerk: "Enthält keine Devisen Troger Post.?". Frage: Konnte die Post das wissen, ohne ihn offen gesehen zu haben?

Gleichzeitig lese ich in blauer Kreide links notiert: "Aus dem Briefkasten". Lag dann der Brief als Einschreiben offen im Briefkasten der Bahn, was ich mir kaum vorstellen kann.

Wenn für den Postsonderdienst Einschreiben 30 Rpf fällig wurden, sollte der Brief nur 15 Rpf gekostet haben - aber der Auslandstarif betrug 25 Rpf und der Sondertarif nach Tschechien usw. 20 Rpf. Wer kann helfen?

LG von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 23.07.2026 15:39:59 Gelesen: 5137# 1001 @  
Liebe Freunde,



von Neuburg an der Donau ging es in einem sehr schönen Kuvert nach München und die 12 Rpf Marke wurde mit dem dortigen Sonderstempel geziert. Gefiel mir gut, daher musste das gute Stück in mein Album.

LG von bayern klassisch
 
Totalo-Flauti Am: 26.07.2026 09:40:58 Gelesen: 3902# 1002 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich zeige unten eine Drucksache vom 05.03.1937 aus Leipzig nach Essen/ Mülheim, die nur per Luftpost ihren Weg zum Ziel finden sollte. Die Drucksache wurde mit einer MiNr.639 und einer MiNr.643 freigemacht. Die Drucksache zu 3 Pfennig und 10 Pfennig Luftpostzuschlag für den Inlandsflug war somit um 2 Pfennig überfrankiert. Die Aufgabe der Drucksache erfolgte während der Leipziger Frühjahrsmesse im Städtischen Kaufhaus zwischen 8:00 und 9:00 Uhr. Somit konnte wahrscheinlich frühestens der Annahmeschluss um 8:30 Uhr, sicher aber der um 12:40 für den Flug über Hannover oder Dortmund nach Essen/ Mühlheim erreicht werden.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
bayern klassisch Am: 28.07.2026 19:27:24 Gelesen: 3417# 1003 @  
Liebe Freunde,



ein großer Brief aus Osterwieck wurde für ein Gewicht von über 250-500g mit 40 Rpf portogerecht frankiert an Herrn Dr. von Hohmeyer in Halberstadt.

LG von bayern klassisch, nicht adelig ... :-)
 
bayern klassisch Am: 06.08.2026 06:46:49 Gelesen: 1118# 1004 @  
Liebe Freunde,



Fernbrief aus Karlsruhe an Herrn Oberstaatsanwalt Dr. Weiss in Freiburg im Breisgau vom 28.12.1934 auf Elefantenhaut-Kuvert als Paar mit Entwertung des Werbestempels zur Saar-Abstimmung. Hübsch!



Kuvert vom 4.1.1935 an Dipl. Ing. Wolfgang Krauß in Waldshut in Baden. Die ursprüngliche Stempelung genügte nicht den Anforderungen, so dass beide Marken nachträglich mit klaren Abschlägen des Handstempels von Freiburg um 23.00 Uhr nochmals entwertet wurden. Prima!

LG von bayern klassisch, der sich als Sternchen-Träger ganz herzlich bei der Gemeinde bedanken möchte!
 
bayern klassisch Am: 10.08.2026 14:01:30 Gelesen: 60# 1005 @  
Liebe Freunde,

heute gleich 2 auf einen Streich von einem lieben Sammlerfreund:



aus Stuttgart außergewöhnlich von vorn und hinten - hat man auch nicht alle Tage!



Express 40 Rpf und 12 Rpf für den normalen Brief ergaben die frankierten 52 Rpf. Briefe mit Einheiten der 20 Rpf sind Seltenheiten.

LG von bayern klassisch
 
bayern klassisch Am: 10.08.2026 16:40:36 Gelesen: 43# 1006 @  
Nachtrag:



Berlin-Charlottenburg vom 23.3.1935 an Walther Thon in Chemnitz mit 3 wundervollen Sonderstempeln. Die 4 Rpf Überfrankatur nehme ich sehr gerne hin.

LG von bayern klassisch
 

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