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Thema: (?) (1027) Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1045 Beiträge:
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Pommes Am: 04.08.2011 22:58:19 Gelesen: 701417# 296 @  
@ Pete [#295]

Bist Du wahnsinnig, Du bringst mich noch so weit, dass ich mich ernsthaft für die moderne Privatpost interessiere, was Du hier für Informationen "raus haust". Woher hast Du all diese Erkenntnisse? Jedenfalls danke (wieder mal) für die ausführliche Reaktion.

Zumindest freue ich mich, dass ich neue Infos an einen Fachmann liefern konnte!

Daher schiebe ich auch gleich noch mal fünf Belege aus dem Posteingang der letzten Woche nach und hoffe, Dir wieder neue Erkenntnisse zu bringen. Ob etwas besonderes dabei ist, kann ich wie immer nicht sagen, aber mir sind die Belege aufgefallen, weil sie m. E. nicht alltäglich sind.

Zum Ersten wäre da ein Brief aus Sachsen nach Brandenburg City-Post plus dem kleinen Kreisstempel, der soweit ich weiß von jeder der "Agenturen" angebracht wird - stark deformiert - oder, weil ich es nicht besser weiß, ein Gummistempel. Hinzu kommt ein Label der Märkischen Post aus dem östlichen Frankfurt.



Dann hätten wir einen Handrollstempel vom Nordkurier. Den habe ich zwar schon ein paar mal gesehen - auch auf Marken - aber es ist, glaube ich der einzige, der mehr oder weniger regelmäßig auftritt. Sonst wird meist per Maschine entwertet.



Dann eine Entwertung, die "Masse" sein kann, aber hier in der Region nicht so oft ankommt und mir daher neu war. Amtsgericht Rüdesheim und TNT Regioservice ... nun ist ja Frankfurt (Oder) nicht mehr wirklich "Regio". Rückseitig zeigt sich übrigens die übliche orange Briefcodierung der DP AG.



Weiter geht's mit einem Gruß in die Heimat nach Thüringen. THPS hatte ich zu meiner Zeit in Jena fast wöchentlich im Briefkasten. Ich hatte die Belege auch aufgehoben. Dummerweise nur bis zu meinem Umzug nach Brandenburg. Wer hätte denn ahnen können, dass es so "Verrückte" wie Dich gibt, die auch die Freistempler usw. der Privatpost suchen, also wanderten die Umschläge in die Blaue Tonne, kurz bevor ich umzog. Das passiert mir aber nicht wieder, versprochen ;-).

Also hier ein Brief vom Amtsgericht Heilbad Heiligenstadt (rückseitig ein Postausgangsstempel des Amtsgerichts - m. E. auch Maschinenstempel - + oranger DP AG Codierung) nach Frankfurt (Oder) mit "Werbeklischee" THPS und FANKIT + erneuter oranger DP AG-Codierung auf der Vorderseite. Woher stammt die schwarze Codierung?



Zum Abschluss eine Entwertung, die mir neu ist von Main PostLogistik. Darunter/darüber zu erkennen der Aufdruck der Mail Aliance 971 und der thematisierte ZUP mit Nummer 1531, wohl wieder Woltersdorf.



So das reicht für heute, eigentlich wollte ich den Scanner gar nicht mehr anwerfen, aber Du zwingst mich ja förmlich dazu. 8-).

Mit vielleicht neuen Erkenntnissen für Dich und die anderen Privatpostinteressierten verabschiedet sich, in eine hoffentlich geruhsame Nacht, Thomas, mit den besten Sammlergrüßen; morgen noch und dann folgt das verdiente Wochenende!
 
T-M 123 Am: 05.08.2011 16:51:15 Gelesen: 701244# 297 @  
@ Pommes [#296]

Die schwarze Codierung beim THPS-Brief scheint dem UPOC-Standard (Universeller Postcode) zu folgen, der vom Schweizer Unternehmen CodX für Privatpostunternehmen entwickelt wurde und von vielen (aber längst nicht allen) deutschen Privatpostunternehmen unter anderem als Sendungsnummern verwendet werden (allerdings auch für alle möglichen anderen Zwecke verwendet werden können, die beim betrieb eines Postunternehmens von Bedeutung sind oder sein können).

Informationen zum UPOC findet man unter: http://www.codx.ch/cms/upoc/Home/tabid/765/language/de-CH/Default.aspx
Hier findet sich eine ausführliche Beschreibung dieser Codes: http://www.codx.ch/cms/LinkClick.aspx?fileticket=zBx_c0c0YZg%3d&tabid=783&mid=2030&language=de-CH

Die ersten beiden Ziffern geben den "Typ" an, also worum es sich überhaupt bei dem nummerierten Gegenstand handelt. Bei dem gezeigten Brief sind die ersten beiden Ziffern, wie immer bei Sendungsnummern, 01, was "Sendung" bedeutet, also ein Paket, ein Brief (wie der gezeigte) usw. 02 wäre ein "Bündel" aus mehreren Sendungen, also z. B. ein Briefbündel, 03 eine "Box", also z. B. die gelben, Blauen oder wie auch immer gearteten Kisten, in denen Briefe transportiert werden, usw. So ziemlich allem, womit ein Privatpost-Unternehmen zu tun haben kann, kann ein UPOC zugeteilt werden, so z. B. Fahrzeugen (Typ 06), Sortiermaschinen (Typ 07) und sogar Mitarbeitern (Typ 10), aber auch Gutschriften (Typ 17), Mahnungen (Typ 18) und Rechnungen (Typ 16) und vielem weiterem mehr. Eine vollständige Übersicht gibt es in der oben verlinkten Beschreibung.

Allerdings begegnen einem natürlich fast ausschließlich Senungsnummern, welche mit wie gesagt mit 01 beginnen, und die auf Belege aufgedruckt oder mittels Label oder Briefmarke aufgeklebt worden sind.

Von größerem Interesse sind aber die folgenden 4 Ziffern, also die Ziffern 3 bis 6: Sie geben den "Mandanten" an, also dasjenige (Post-)Unternehmen, dass den UPOC verwendet hat, im Fall einer Sendungsnummer also die Sendungsnummer vergeben und daher wahrscheinlich auch auf der Sendung angebracht hat. In diesem Fall ist es 0010.

Glücklicherweise ist die Liste der Mandanten, also der Unternehmen, die UPOCs verwenden, ebenfalls veröffentlicht: http://www.codx.ch/cms/LinkClick.aspx?fileticket=zBx_c0c0YZg%3d&tabid=783&mid=2030&language=de-CH

Dieser Liste können wir entnehmen, dass 0010 für THPS Thüringer Postservice GmbH & Co. KG steht.

Der schwarze Barcode wurde also ebenfalls von THPS aufgedruckt, dem Unternehmen, dass auch den Brief mittels Frankit frankiert und der DPAG übergeben hat.

Ich fürchte die Erklärung ist jetzt etwas komplexer geworden, als ich geplant hatte, aber ich hoffe, sie hilft trotzdem. Falls noch Fragen zu diesem Thema auftauchen, beantworte ich sie gerne, vorausgesetzt natürlich, mein Wissen reicht dafür aus.

Gruß
Tim
 
Pommes Am: 05.08.2011 17:49:47 Gelesen: 701234# 298 @  
@ T-M 123 [#297]

Hallo Tim,

danke für die Informationen. Kann ich davon ausgehen, dass es sich beim TNT-Brief aus Rüdesheim und beim Main PostLogistik auch um diesen UPOC handelt, dagegen beim Aufkleber der Märkischen Post (erster Brief) nicht? In der Beschreibung steht ja, dass der Code aus 10, 12, 14 oder 16 Stellen besteht. Wenn ich mich nicht verzählt habe, ist der erste 15 Stellen lang. Noch eine Frage: falls der letzte gezeigte von Main PostLogistik auch ein UPOC ist, dann wäre da ja eine 03 am Anfang.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
T-M 123 Am: 05.08.2011 19:03:36 Gelesen: 701227# 299 @  
@ Pommes [#298]

Ich sehe gerade, dass ich oben einen falschen Link angegeben habe: Die Liste aller UPOC-Mandanten, also aller Unternehmen, die UPOCs verwenden, findet sich hier: http://www.codx.ch/cms/Portals/13/PDF/CodX%20PostOffice%20Mandanten.pdf

Der Barcode von TNT ist ein UPOC, 0220 (3. bis 6. Stelle) steht für TNT Frankfurt.

Der Barcode auf dem Label der Märkischen Post soll wohl auch ein UPOC sein. 01 steht für eine Sendung, 0218 laut der Liste für die Märkische Post PZO Pressezustellservice Oberland GmbH aus Frankfurt (Main). Warum der Code nur 15 statt 16 Stellen hat, wundert mich auch. Eventuell wurde zumindest bei der ausgeschriebenen Nummer die Prüfziffer (letzte Ziffer) weggelassen. Sollte aber wohl eigentlich nicht so sein.

Der blaue Barcode der Main-PostLogistik scheint hingegen keinen UPOC darzustellen. Erstens sind für Sendungen 16-stellige UPOCs üblich (um genügend Vorrat zu haben), während dieser Code nur 12 Stellen hat. Zweitens sind die ersten beiden Ziffern 03 statt 01, was für eine Box stünde. ich könnte mir vorstellen, dass eine Bündelnummer (Typ 02) auf die Sendungen eines Bündels gedruckt wird, aber bei einer Box scheint mir das nicht viel Sinn zu machen, denn die sind üblicherweise von außen gekennzeichnet. Drittens steht 0033 für MT Prief & Paket Service aus Offenburg; Main-PostLogistik ist zwar ebenfalls UPOC-Mandant, hat aber die ID 0069. Daher scheint es sich um eine auch einem anderen System vergebene Sendungsnummer zu sein, die nicht dem UPOC-Standard folgt.

Ach ja noch ein kleiner Nachtrag zum City-Post-Stempel: Der müsste angesichts der Nummer 131 von der City-Post Aue GmbH stammen. ich vermute, dass die 131 im "Agentur-Stempel" wohl ebenfalls dafür steht, dann wäre es die Agentur "Ak" im bereich der City-Post Aue GmbH. Aber das ist nur eine Vermutung, mit den kleinen Stempeln kenne ich mich nicht aus, das ist hier das zweite mal, dass ich so einen sehe.

Gruß
Tim
 
Pommes Am: 09.08.2011 20:47:40 Gelesen: 700526# 300 @  
@ T-M 123 [#299]

Hallo Tim,

es ist schön, dass Du auch nicht auf alles eine Antwort hast. Das macht Dich menschlich. Vielleicht sollte man mal bei der Märkischen Post nachfragen Telefonnummer steht ja drauf.

Die Zweifel bei der Main PostLogistik hatte ich auch, nachdem ich unter Deinem Link gelesen hatte, dass Box-Codes dauerhaft sind, während die anderen ja immer nur einmalig verwendet werden. Daher auch das häufig zu sehende "Mehrfachlabeln" (übereinander kleben verschiedener Aufkleber - ja Englisch ist kürzer, aber wir haben ja Zeit in "Good old Germany";-) ).

City-Post = Aue sollte hinkommen. Der Absender ist aus Schwarzenberg.

Leider habe ich heute keine dieser kleinen niedlichen "Agenturstempel" gefunden. Ich hatte reihenweise davon hier. Wenn Du so etwas erst zum zweiten mal gesehen hast, ist verständlich, warum die Privatpostsammler, an die ich die Belege weitergebe, diese herausgenommen haben. Aber ich hab' noch ein paar "Zulieferer" in der Heimat. Sobald mal was entsprechendes reinkommt, werde ich es zeigen.

Einstweilen auch ein Gruß aus der Heimat, die LVZ war im Kreis Schmölln zu Zeiten der DDR als südlichstem Kreis des Bezirks Leipzig natürlich "die Tageszeitung". Diese "Verbundenheit" hat sich auch über den Beitritt gerettet. Der Landkreis Altenburger Land ist der einzige in Thüringen, der nicht durch die WAZ-Gruppe versorgt (verblödet?) wird, sondern immer noch aus Leipzig. Nur heißt die heutige Zeitung nicht mehr Leipziger Volkszeitung, sondern Osterländer Volkszeitung (OVZ). Ob nun WAZ oder Axel Springer und Madsack, Pest oder Cholera, das soll jeder selbst entscheiden.

Uns interessieren eher die Postdienstleistungen.!?

Daher hier ein Brief aus Leipzig, wo das Sächsische Finanzgericht seinen Sitz hat, nach Werdau - ebenfalls Sachsen -.



Der Code passt nun wieder voll in Deine UPOC-Beschreibung.

Während das Finanzgericht hier noch bescheiden einen Stempel angebracht hat, hat man sich nach etwas über einem halben Jahr wohl nun eine Maschine zugelegt, die den "AFS" aufbringt.




Diesmal ging der Brief auf die Reise nach Brandenburg, was der rückseitige Aufdruck der Märkischen Post zeigt. Aber auch diesmal eine Abweichung zum UPOC, ein 11-stelliger Code. Ich denke daher, dass hier andere Technik verwendet wird. Aber auch hier ist die Telefonnummer angegeben, vielleicht sollte man wirklich mal anrufen. Ich bezweifle nur, dass man einen kompetenten Ansprechparter findet, der die Technik kennt. Aber wie ich sehe kommst Du aus Leimen. Mit einem anderen Dialekt und entwaffnender Freudlichkeit (das sind die Preußen hier nicht gewöhnt ;-) ) bekommst Du vielleicht doch Hilfe.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
T-M 123 Am: 09.08.2011 22:05:47 Gelesen: 700511# 301 @  
@ Pommes [#300]

Hallo Thomas,

vielen dank fürs Zeigen der interessanten Belege.

Leider muss ich dich was Dialekt und unpreußische Freundlichkeit wohl enttäuschen, zwar wohne ich (noch) in Leimen, stamme aber aus Niedersachsen, und zwar aus dem kleinen Städtchen Sulingen. Dahin ziehe ich auch in den nächsten Tagen zurück. (Wobei die Heimatstadt nur Zwischenstation sein wird, vermutlich wird es in einigen Monaten weitergehen in Richtung unserer Landeshauptstadt Hannover.)

Ich würde hier gerne auch einige Belege zeigen, falls Interesse besteht. Allerdings erst, wenn ich aus dem Umzugsstress wieder raus bin und sich Computer und Sammlung wieder an selben Ort befinden.

Gruß
Tim
 
Pommes Am: 09.08.2011 22:31:06 Gelesen: 700498# 302 @  
@ T-M 123 [#301]

Upps! Ein Niedersachse - egal, für den ortsansässigen "Preußen" ist auch Hochdeutsch ein Dialekt! Es genügt für den Anfang schon völlig Dativ und Akkusativ richtig zu benutzen.

Sprache ist doch etwas schönes und zum Teil sehr subjektives.

Hier noch einer auf "Hochdeutsch"



und zwei im Dialekt




leider am Aufdruck nicht zu erkennen ;-) .

Das mit dem Umzugsstress kann ich gut nachvollziehen, daher keine Eile!

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Pete Am: 09.08.2011 22:38:57 Gelesen: 700494# 303 @  
@ Pommes [#300]

Der Code passt nun wieder voll in Deine UPOC-Beschreibung.

Während das Finanzgericht hier noch bescheiden einen Stempel angebracht hat, hat man sich nach etwas über einem halben Jahr wohl nun eine Maschine zugelegt, die den "AFS" aufbringt.


In beiden Fällen stammt die Codierung von dem Briefsortiermaschinenmodell Criterion des Herstellers Böwe, Bell & Howell ;-)
Der schwarze kreisrunde Stempel von der City Post wurde in einem separaten Arbeitsgang aufgebracht.

Beide Belege des Finanzgerichtes weisen auf eine Besonderheit hin, die eine Zeitlang im Großraum Leipzig bestand. Kurz zusammengefasst hat die City Post mit Hauptsitz in Chemnitz Mitte 2010 mehrere regionale Briefzentren im Postleitbereich 04 aufgegeben bzw. wurden diese (bis auf eine Ausnahme) von der der Briefdiensttochter der LVZ übernommen; die eine Ausnahme ging an die Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH (KVT). Einige (wenige) Monate lang wurden die bisherigen Frankiergeräte der City Post weiterverwendet bzw. mit neuer Inschrift "LVZ Post" in Betrieb genommen. Parallel dazu bestand zusätzlich das Briefzentrum der LVZ in Leipzig (bis Mai 2008 PIN Mail Sachsen GmbH). Im Mai 2008 hatte die LVZ die insolvente Niederlassung PIN Leipzig übernommen, inklusive der Briefsortiertechnik (Verwendung wie in deinen Beispielen ab 2007 nachgewiesen) und integrierte die eigene Briefdiensttochter als früherer örtlicher PIN-Konkurrent in den früheren PIN-Standort.
Es ist anzunehmen, dass sich aufgrund von Verträgen zwischen dem Absender und der City Post, personellen Maßnahmen sowie Planungen in der Abhollogistik (beim Absender), Touren zu den einzelnen Briefzustelldepots, Planung der Briefzustelltouren usw. die Integration der einzelnen früheren City Post-Niederlassungen in die LVZ-Brieftochter über mehrere Monate hinzog. Insgesamt mussten je nach Ort bis zu drei (!) Zustellschienen zusammengefasst werden (LVZ, City Post, KVT). Seither handelt es sich bei der LVZ um den regionalen Briefzustellpartner im Postleitbereich 04 für P2 - die zweite Post (und auch Mail Alliance?). Von dort aus erfolgt die Briefesortierung + Transport an die Briefzustelldepots bzw. örtliche Kooperationspartner (Bsp. Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH) im Bereich 04.

Gruß
Pete

P.S.: Die WAZ hat neben dem WAZ Post Service mit Sitz in Essen auch eine weitere Briefdiensttochter in Thüringen: der Thüringer Post Service [#296]
 
DL8AAM Am: 10.08.2011 16:21:29 Gelesen: 700387# 304 @  
@ Pete [#303]

> Seither handelt es sich bei der LVZ um den regionalen Briefzustellpartner im Postleitbereich 04 für P2 - die zweite Post (und auch Mail Alliance?).

Wenn ich auf http://www.mailalliance.net/gebiet/index.html unter der PLZ 04109 (Straßenadresse der Stadtverwaltung Leipzig) nachschaue gibt mailalliance die "LVZ Logistik GmbH" auch als Zustellpartner an, sollte also passen ;-)

Gruß
Thomas

PS: Eine PP-Neuerung aus Göttingen: Die örtliche CITIPOST (bisher nur eine Niederlassung der CITIPOST Hannover) ist seit dem 1.8.2011 ein eigenständiges Unternehmen, eine GmbH die zum Göttinger Tageblatt - der örtlichen Tageszeitung (zugehörig zur Madsack Verlagsgruppe) - gehört und gibt nun auch eigene Briefmarken mit Motiven aus Göttingen heraus. Bis dahin gab es nur die Marken der Mutter aus Hannover:


 
Pommes Am: 10.08.2011 22:38:09 Gelesen: 700329# 305 @  
@ Pete [#303]

Hallo Pete,

Der schwarze kreisrunde Stempel von der City Post wurde in einem separaten Arbeitsgang aufgebracht.

Wenn ich Dich richtig verstehe gehst Du davon aus, dass wegen der Umstrukturierung der City-Post-Stempel auch noch in Leipzig angebracht wurde? Ich ging davon aus, dass das ein Stempel des ausliefernden Unternehmens ist. Man sieht ja häufiger Belege mit zwei Stempeln der Privaten und bisher ging ich davon aus, dass bei dem einen eingeliefert und bei dem anderen ausgeliefert wurde. Manchmal trifft man auch auf drei, vier ... Stempel verschiedener Dienstleister, wobei ab dem Dritten diese Firmen "zwischengeschaltet" waren.

Von City-Post kenne ich die aktuellen Kreistempel in schwarz oder rot (Infopost) mit der Unterscheidungsziffer



und die vorher verwendeten Zweikreisstegstempel mit der selben Ziffer.



Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
T-M 123 Am: 10.08.2011 23:03:46 Gelesen: 700325# 306 @  
@ Pommes [#305]

Stempelnummer 300 steht meinen Informationen zufolge tatsächlich für Leipzig.

Eigentlich wollte ich ja noch etwas sortieren, bevor ich selbst etwas zeige, aber da hier die Übernahme einiger City-Post-Gesellschaften durch LVZ angesprochen wurde: In den ehemaligen City-Post-Standorten werden oder wurden weiterhin Handstempel verwendet, die an die der City-Post erinnern und bei der LVZ wohl ansonsten nicht üblich sind. Abweichend zu denen der City-Post kommen sie aber auch in blau vor. Ob für Infopost weiterhin rot verwendet wird, kann ich nicht sagen.

Hier zwei Abschläge eines solchen Stempels:



Der Stempel vom Oktober 2010 in blauschwarzer Farbe scheint wohl aus der Umstellung von blauer zu schwarzer Stempelfarbe zu stammen, mit späterem Datum habe ich ihn in schwarz (wie hier aus dem November 2010), mit früherem Datum hingegen in blau vorliegen (davon habe ich noch keine Scans)

Auffällig ist die Nummer 330. Dies stand für die (nun wohl ehemalige) City-Post für Delitzsch und Eilenburg GmbH & Co. KG, die soweit ich weiß eine der von LVZ übernommenen Gesellschaften ist. Daher gehe ich davon aus, dass dieser Stempel von diesem nun zur LVZ gehörenden Standort stammt.

Statt der P2-Nummer der City-Post (P2-008) findet sich in diesem Stempel logischerweise der der LVZ (P2-033), die auch in dem von Pommes in Beitrag [#300] gezeigten Brief angegeben ist: "P2-033 nach P2-009" P2-009 steht wiederum für die Märkische Post, an die der Brief ging, wie man aus deren Stempel erkennen kann. (Eine Übersicht über die P2-Nummern habe ich allerdings leider ebensowenig wie über die ma-Nummern der Mail Aliance.)

Gruß
Tim
 
Pete Am: 11.08.2011 20:00:12 Gelesen: 700106# 307 @  
@ Pommes [#305]

Wenn ich Dich richtig verstehe gehst Du davon aus, dass wegen der Umstrukturierung der City-Post-Stempel auch noch in Leipzig angebracht wurde? Ich ging davon aus, dass das ein Stempel des ausliefernden Unternehmens ist. Man sieht ja häufiger Belege mit zwei Stempeln der Privaten und bisher ging ich davon aus, dass bei dem einen eingeliefert und bei dem anderen ausgeliefert wurde. Manchmal trifft man auch auf drei, vier ... Stempel verschiedener Dienstleister, wobei ab dem Dritten diese Firmen "zwischengeschaltet" waren.

Im Normalfall stammen verschiedene Stempel auf einer Sendung von verschiedenen Briefdiensten, da gebe ich dir Recht. In deinem konkreten Fall gehören beide Stempel zum (mittlerweile) gleichen Unternehmen. Man muss bedenken, dass bis Mitte 2010 die City-Post und die LVZ im Großraum Leipzig Mitbewerber waren. Die City-Post war bzw. ist Teil von P2 - die zweite Post, die LVZ war Zustellpartner im Netzwerk Xanto Logistics, Nachfolger der PIN Logistics (der Tochter der PIN Group, zuständig für die logistische Vernetzung der einzelnen PIN-Niederlassungen + Partner). Im Juli 2010 ging Xanto Logstics in Konkurs (zusammen mit Xanto Mail aus Düsseldorf) aufgrund eines verlorenen Großkunden (Vodafone) und da bis zu dem Zeitpunkt bereits mehrere Zustellpartner von Xanto Logistics auch Partner (und Gesellschafter) von P2 waren, stieg auch die LVZ Mitte 2010 bei P2 ein. Anfangs erfolgte die Einspeisung überregionaler Sendungen bei der City Post aus Chemnitz, mit der man parallel bzw. kurze Zeit zuvor die Übernahme der City-Post-Niederlassungen im Postleitbereich 04 ausgehandelt hatte. Im August (oder etwas später?) erhielt die LVZ die P2-Kennung P2-033.
Am Rande bemerkt existierte die City-Post-Niederlassung in Leipzig (Stempelnr. 300) seit 2006, zuvor hieß dieses Unternehmen auch City-Post, war allerdings selbständig tätig (und wiederrum ein Konkurrent der LVZ und PIN in Leipzig).

Der von @ Pommes [#300] gezeigte City-Post/LVZ-Beleg weist mindestens zwei Durchläufe auf: ein Durchlauf durch ein Frankiergerät (City-Post-Stempel) und ein weiterer Durchlauf durch die (bzw. eine der beiden) C6-Briefsortiermaschinen der LVZ, welche in einem Durchlauf frankieren und sortieren können. Die Anschaffung der beiden C6-Briefsortiermaschinenmodelle Criterion und der Großbriefsortiermaschinenmodell Intellistar (jeweils von Böwe, Bell & Howell) Mitte 2007 soll Gerüchten nach schlussendlich einer der Hauptgründe gewesen sein, weshalb PIN Leipzig Ende Februar 2008 in die Insolvenz rutschte und Anfang Mai 2010 über einen Zwischenmann in das Eigentum der Leipziger Volkszeitung gelangte.


@ T-M 123:
Die Auflistung der P2-Partner bzw. Kennungen der Mail Alliance wäre eine gute Idee. Anhand vorliegender Belege müsste sich die Mehrheit der Partnernummern anhand von Belegen feststellen lassen. Bei P2 ist von ca. 40 Partnern auszugehen, bei der Mail Alliance dürfte die Anzahl (gefühlt) bei ca. 150 - 200 Partnern liegen. Bei P2 existieren aktuell nachweislich nicht mehr alle Kennungen, da aus unterschiedlichen Gründen im Laufe der Zeit wieder abgeschaltet.

Gruß
Pete
 
T-M 123 Am: 11.08.2011 22:49:34 Gelesen: 700080# 308 @  
@ Pete [#307]

Falls solche Auflistungen noch nicht existieren und Interesse bestünde, wäre ich gerne bereit, meine Belege danach durchzugehen. Ein paar Nummern könnte ich sicherlich beitragen. Allzu viele habe ich allerdings noch nicht.

Gruß
Tim
 
westfale1953 Am: 12.08.2011 10:00:47 Gelesen: 700021# 309 @  
Guten Morgen!

Habe beim Durchsehen von Kiloware einige Privatpost-Marken gefunden. Wahrscheinlich aber bereits bekannt...







Schönen Tag noch

Bernhard
 
Pommes Am: 15.08.2011 21:11:45 Gelesen: 699210# 310 @  
Hallo an die Privatpostsammler,

bei Eurem Versuch die Nummern der P2 und MA zusammenzutragen, werde ich gern helfen, soweit ich kann. Vielleicht kann ich nach unserem nächsten Tauschtag in Wriezen schon etwas "liefern".

Einstweilen erneut einige Belege, die mir als nicht "alltäglich" aufgefallen sind. Ich muss nochmals betonen, dass ich Privatpost nicht sammle, soweit sie nicht aus Schmölln kommt ;-). Aber ich gebe viele Belege an Privatpostsammler weiter und beim Aussortieren der "Masse" bekommt man über Kurz oder Lang auch ein Auge für die Materie.

Zunächst ein Brief aus Wolfen nach Fürstenwalde, der unsere zugegeben meist etwas älteren Vereinsmitglieder immer wieder zur Weißglut treibt und sie sich die mehr oder weniger noch vorhandenen grauen/weißen Haare ausreißen läßt. O-Ton: "Wie kann man denn diese blöden Aufkleber immer wieder über die Marke kleben!"

Schön? Bestimmt nicht, aber eben Alltag ... und sogar poetisch "Wir eilen für Ihre Zeilen". MZZ ist wieder so ein Anhängsel eines Medienunternehmens; eine Tochterfirma der Mitteldeutschen Zeitung (der Meiniungsbildner diesmal: Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg), wohl Anfang 2000 gegründet. Rückseitig die Bearbeitung durch die Märkische Post.



Dann habe ich da noch drei Eischreiben EE (wohl: Einwurfeinschreiben), üE (wohl: Übergabeeinschreiben) und dann das Beweislast sicherste üE mit RS (wohl: Übergabeeinschreiben mit Rückschein) dargestellt durch Aufkleber der Pin Mail aus Fürstenwalde, Frankfurt (Oder) und Woltersdorf. Warum das üE der Sparkasse Oder-Spree in Frankfurt mit Frankfurt (Oder) und das üE mit RS der selben Spaßkasse vom selben Tag mit Woltersdorf entwertet wurde, kann ich mir allerdings nicht erklären.






Für alle, die es interessiert auch noch die Rückseite mit dem Durchschlag des Rückscheins. Ich habe nur über der ID-Nr. einen handschschriftlichen Vermerk entfernt, weil ich mir nicht sicher bin, ob der nicht auf den Absender hinweist. Unsere Angelika vom Empfang wird es mir sicher verzeien, dass ich ihren Namen unter "übergeben an:" zeige. Ich werde sie am Mittwoch fragen, wenn ich in Frankfurt bin. Einstweilen bitte ich von Heiratsgesuchen abzusehen ;-).

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Pete Am: 15.08.2011 22:54:04 Gelesen: 699199# 311 @  
@ Pommes [#310]

Für alle, die es interessiert auch noch die Rückseite mit dem Durchschlag des Rückscheins. Ich habe nur über der ID-Nr. einen handschschriftlichen Vermerk entfernt, weil ich mir nicht sicher bin, ob der nicht auf den Absender hinweist.

Der Durchschlag des Rückscheins stellt genau genommen einen von drei Durchschlägen dar; der Einlieferungsbeleg selbst besteht aus vier Teilen ;-)

1. Blatt: Einlieferungsnachweis für den Absender:
Hier wird neben Absender- und Empfängerangaben auch die Art der Leistung angekreuzt (Einwurfeinschreiben, Übergabeeinschreiben, dito mit Rückschein bzw. Eigenhändig). Die einzutragenden Angaben schlagen sich auf die drei folgenden Blätter durch.

2. Blatt: Rückschein für den Absender als Zustellnachweis (sofern vorab als Vorgabe durch den Absender angegeben)
3. Blatt: Zustellnachweis für den Briefdienstleister,wo die Sendung eingeliefert wurde
4. Blatt: Zustellnachweis für den Empfänger

Die Rückseite des vierten Blattes ist selbstklebend und wird i.d.R. rückseitig auf dem Briefumschlag aufgebracht. Manche Absender nutzen diesen Einlieferungsbeleg auch als Absender- und Empfängeranschrift. Derartige Einlieferungsbelege sollten in Annahmestellen von PIN Woltersdorf/ Frankfurt (Oder) etc. wahrscheinlich umsonst erhältlich sein.

Einlieferungsbelege in dieser gezeigten Form und Aufmachung sind mir bisher sonst lediglich von PIN Mail Erfurt und PIN Mail Essen (in leicht abgewandelter Form auch der Nachfolger WAZ Post Service) bekannt, beides Tochterunternehmen der WAZ Mediengruppe. Für PIN Essen wurden derartige Einlieferungsbelege von 2007 - 2008 kostenlos an Geschäfts- und Privatkunden (auch Briefmarkenkunden), dabei sind mittlerweile verschiedene Varianten bekannt, die sich insbesondere durch die Gestaltungsart der fortlaufenden Nummer unterscheiden (bedingt durch Nachauflagen). Der Nachfolger WAZ Post Service hat netterweise zusätzlich noch verschiedene Druckvermerke (Monats- und Jahresangabe) links unten eingedruckt, weshalb Nachauflagen deutlich erkennbar sind.


Warum das üE der Sparkasse Oder-Spree in Frankfurt mit Frankfurt (Oder) und das üE mit RS der selben Spaßkasse vom selben Tag mit Woltersdorf entwertet wurde, kann ich mir allerdings nicht erklären.

Eine mögliche Erklärung wäre, dass die Sparkassenfilialen in Frankfurt/ Oder und Woltersdorf beide zur Sparkasse Oder-Spree gehören und die Sparkasse Oder-Spree als ein Unternehmen die Tagespost an PIN übergibt. Die zur jeweiligen Sparkasse nächstgelegene Niederlassung von PIN ist für die Frankierung/Sortierung + Zustellung zuständig.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 16.08.2011 14:08:35 Gelesen: 699125# 312 @  
@ DL8AAM [#304]

Seit dem 1. August 2011 ... neue CITIPOST Göttingen GmbH ... und gibt nun auch eigene Briefmarken mit Motiven aus Göttingen heraus.

Hier die passende Anzeige der neuen CITIPOST Göttingen (bis 31.07.2011 ehemals Niederlassung der CITIPOST Hannover) im Göttinger Tageblatt vom 06.08.2011 mit den Abbildungen ihrer ersten eigenen Ausgabe.


Die Briefmarken mit Göttinger Motiven zeigen von links oben nach rechts unten das Altes Rathaus [44c], das Gänseliesel [51c], die Aula der Universität [89c], das Deutsches Theater [1.34€] und das Gauß-Weber-Denkmal [2,14€].

Gruß
Thomas
 
filunski Am: 18.08.2011 12:15:38 Gelesen: 698898# 313 @  
Heute erhielt ich einen Brief dessen Postweg sich mir nicht ganz erschliesst.
Zugestellt wurde er von der DPAG.



Vielleicht kann hier Einer der Privatpostspezialisten mehr dazu sagen.
Der abgebildete Brief (Fensterkuvert mit meiner korrekten Anschrift versehen) wurde vor 9 (!) Tagen, am 9.8., in Augsburg bei der LMF, korrekt mit Marke der LMF versehen an deren Schalter aufgegeben. Heute am 18.8. erhielt ich ihn so wie abgebildet. Die von der LMF mit ihrem Strichcode entwertete Marke (ist im Original zu sehen) wurde mit einem FRANKIT Label vom 17.8. überklebt. Links neben der LMF Marke befindet sich ein Strichcodeaufkleber der Regensburger City mail welche für meinen Bereich hier Privatpostsendungen zustellt. Auch dieser wurde mit einem weissen Blankoaufkleber überklebt. Rückseitig befindet sich nochmals ein Label der City mail vom 16.8.




Mir bleibt dazu nur ein großes Fragezeichen?

Bin für jede Erklärung dankbar.
Mit philatelistischen Grüßen,
Peter
 
Pete Am: 18.08.2011 19:48:07 Gelesen: 698869# 314 @  
@ filunski [#313]

Der abgebildete Brief (Fensterkuvert mit meiner korrekten Anschrift versehen) wurde vor 9 (!) Tagen, am 9.8., in Augsburg bei der LMF, korrekt mit Marke der LMF versehen an deren Schalter aufgegeben. Heute am 18.8. erhielt ich ihn so wie abgebildet. Die von der LMF mit ihrem Strichcode entwertete Marke (ist im Original zu sehen) wurde mit einem FRANKIT Label vom 17.8. überklebt. Links neben der LMF Marke befindet sich ein Strichcodeaufkleber der Regensburger City mail welche für meinen Bereich hier Privatpostsendungen zustellt. Auch dieser wurde mit einem weissen Blankoaufkleber überklebt. Rückseitig befindet sich nochmals ein Label der City mail vom 16.8.

Anhand der bisher vorliegenden Angaben ist das Laufzeitproblem m.E. nicht nachzuvollziehen. Normalerweise hätte die Sendung je nach geplanter Dauer (E+1 bei regionalen Sendungen bzw. E+2 bei überregionalen Sendungen) beim Empfänger sein müssen; bei schwer zugänglichem Innenbriefkasten des Empfängers auch zusätzlich einen Tag mehr Laufzeit (bei erfolgreicher Zustellung im zweiten Anlauf des Zustellers). Die Anzahl E+1 bzw. E+2 bezieht sich auf die Anzahl der von Briefdienst zu Briefdienst differierenden Zustelltage (Mo.-Fr. oder Di.-Sa. oder Mo.-Sa.).

Nachfolgend erst einmal die bisher bekannten Daten:
- Dienstag, 09.08.2011 Aufgabe der mittels Briefmarke frankierten Sendung bei der Logistic Mail Factory mit Briefzentrum in 86187 Augsburg (http://www.logistic-mail-factory.de/ )
- Dienstag, 16.08.2011 Frankierung der Sendung mittels Aufkleber durch die City Mail Regensburg in 93059 Regensburg (http://www.city-mail.de/ )
- Mittwoch, 17.08.2011 DPAG-Frankierung mittels Frankit
- Donnerstag, 18.08.2011 DPAG-Zustellung beim Empfänger im Zustellgebiet der City Mail Regensburg

Die Entfernung einer Direktverbindung von Augsburg nach Regensburg beträgt ca. 145 km. Es ist durchaus möglich, dass die überklebte LMF-Codierung anhand vorhandener Zielvermerke mehr über den Laufweg verraten würde. Befinden sich sonstige Vermerke (z.B. ausradierte Bleistiftstriche) auf der Sendung (Vorder-, Rückseite)?

Sollten sich in der Sendung wichtige Unterlagen befunden haben, dessen verspätete Zustellung Unannehmlichkeiten verursachte, kann man sicherlich sowohl als Absender als auch als Empfänger bei der City Mail Regensburg bzw. alternativ LMF Augsburg reklamieren. In beiden Fällen wäre der UPOC der City Mail (beginnend mit 0100091... ) und, sofern unter dem Aufkleber lesbar, der UPOC von LMF hilfreich. Der UPOC verweist in der Sendungserfassung von LMF auf den systemseitig eingetragenen Empfängerort bzw. im Fall der City Mail Regensburg u.a. auch auf den einliefernden Briefdienst. Diese Informationen wären im Fall eines Irrläufers relevant.

Gruß
Pete
 
filunski Am: 18.08.2011 23:05:07 Gelesen: 698841# 315 @  
@ Pete [#314]

Danke für die Angaben! Zum Glück war nichts Wichtiges in dem Brief. Zusätzlich zu dem rückseitigen City mail Label befindet sich auch noch ein zweites, überklebtes auf der Vorderseite. Beim vorsichtigen Versuch, den darüber geklebten Blankoaufkleber abzuziehen, konnte ich darunter noch das Datum 10.08.2011 erkennen. Auch der noch erkennbare Strichcode der LMF sieht einwandfrei aus (nichts durchgestrichen etc.). Somit hat also der Brief erst mal korrekt den Weg von der LMF zur City mail Regensburg, einen Tag nach Aufgabe, genommen.

Was dann jedoch schief gegangen ist und warum der Brief schliesslich per DPAG zugestellt wurde, bleibt zumindest mir immer noch ein Rätsel. Mein Briefkasten ist ganz normal von außen (EFH) zugänglich und wird normalerweise von dem seit langer Zeit immer gleichen City mail Zusteller für unser Wohngebiet auch richtig genutzt.

Gruß,
Peter
 
Pommes Am: 19.08.2011 18:23:55 Gelesen: 698781# 316 @  
Tach an die Privatpostsammler,

wieder mal ein Brief, der nicht alltäglich nach Brandenburg findet. Ein Brief der Bundesagentur für Arbeit vermutlich aus Kulmbach über den Kulmbacher-Brief-Service, Konsolidierer: FREESORT (K2055 - 81 - vermutlich Standort Leipzig?) und dann mit der DP AG nach Frankfurt (Oder).




Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Pommes Am: 23.08.2011 19:31:42 Gelesen: 697887# 317 @  
Für die Interessierten:

Ein meines Erachtens in einem Arbeitsgang aufgebrachter Aufdruck in beachtlicher Größe. Er erfasst fast die gesamte Breite eines C5-Umschlages und ist 36 mm hoch. Oder sollten es doch mehrere Aufdrucke sein?

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas


 
Pete Am: 24.08.2011 22:20:28 Gelesen: 697738# 318 @  
@ Pommes [#317]

Ein meines Erachtens in einem Arbeitsgang aufgebrachter Aufdruck in beachtlicher Größe. Er erfasst fast die gesamte Breite eines C5-Umschlages und ist 36 mm hoch. Oder sollten es doch mehrere Aufdrucke sein?

Kurze Antwort auf deine Frage: Ja und nein bzw. individuell je nach Beleg.

Lange Antwort auf deine Frage: Iich kann leider nicht den Briefsortiermaschinentyp von TNT Post (Niederlassung Frankfurt/ Main) identifizieren sondern nur aufgrund eines vergleichbaren Modells die Antwort herleiten. Bei der zur Frankierung von C6-Briefen geeigneten Criterion des Herstellers Böwe, Bell & Howell (Bsp. [#141] und [#192]) besteht die Möglichkeit, die einzelnen Bestandteile einer Frankierung unterschiedlichen Arbeitsgängen zuzuordnen. Im Normalfall sollen und werden alle Frankierbestandteile (Strichcode, UPOC, Datum, Werbeeinsatz des Absenders, Briefsortierzielinformation) in einem Arbeitsgang auf der Sendung aufgebracht. Ein großes "Ärgernis" besteht, wenn Empfängeranschriften von Sendungen nicht im ersten Briefsortierdurchlauf maschinell lesbar sind und dadurch zeitverzögert ein zweites Mal durch die Briefsortiermaschine laufen müssen. Bei den beiden größten Mitbewerbern der DPAG im Ruhrgebiet, dem WAZ Post Service aus Essen und TNT Post (Niederlassung Essen) waren bis Ende 2010 die Unterschiede bei nicht auf Anhieb maschinell lesbaren Sendungen besonders auffällig: Derartige Sendungen des WAZ Post Service erhielten im ersten Durchlauf lediglich den Strichcode und UPOC auf der Briefvorderseite während TNT Post Essen bei Nutzung gleicher Sortiertechnik zusätzlich den Werbeeinsatz des Absenders (sofern vorhanden) aufbrachte. Sendungen des WAZ Post Service, die nur einen Strichcode + UPOC enthalten, sind, bis auf bestimmte Ausnahmen (Absender) sehr selten zu finden (was in meinen Augen für eine qualitativ bessere Arbeit bei der Sortierung und auch für nachgelagerte Arbeitsprozesse spricht), während derartige Sendungen von TNT Post Essen (seit Mai 2011 mit Sitz in Bochum) vergleichsweise häufig auftreten (und meinem Eindruck nach vor allem auf eindeutige Arbeitsanweisungen bzw. Zeitmangel und/oder Personalengpässe bei der nachfolgenden Bearbeitung hinweist) und zusätzlich einen Handstempel von TNT Post + fortlaufende Paginiernummer (zur mengenmäßigen Erfassung derartiger Sendungen) aufweisen.

Vergleichbare "Spuren" in der Frankierung lassen sich auf Belegen vom WAZ Post Service bzw. TNT Post (Niederlassung Essen) sehen, die vom großen Bruder der Criterion, der Intellistar (Bsp. [#265]), maschinell bearbeitet wurden. Ineinander verschobene Frankierbestandteile, aufgebracht durch eine Criterion, verweisen i.d.R. auf einen zweimaligen Durchlauf einer Sendung hin, um eine vollständige Sendungserfassung zu gewährleisten.

Die von dir gezeigte Frankierung existiert auch mit Werbeeinsätzen von anderen Absendern. ;-)


@ filunski [#313]

Ein Außenbriefkasten ist für einen Zusteller normalerweise immer eine feine Sache, vorausgesetzt, dieser ist auch beschriftet. Gerade bei Einfamilienhäusern (EFH) ist dies nicht immer so. Wenn du dann noch einen Zusteller vor dir hast, der aushilfsweise (Urlaubs- bzw. Krankenvertretung) in dem Bezirk tätig ist und sich "stur" an die Vorgaben des Arbeitgeber hält und nicht in unbeschriftete Briefkasten zustellt und vor Ort niemanden durch Klingeln erreicht, lässt dieser zuzustellende Post mit entsprechendem Vermerk an das Briefzentrum zurückgehen. Dort könnte aufgrund von Adressrecherchen der "Irrtum" auffallen, weshalb dann auch durchaus die Sendung via DPAG erneut in die Zustellung geht, um eine weitere Laufzeitverzögerung zu vermeiden.

Die Existenz einer Codierung von LMF verweist nicht zwingend darauf, dass der Brief maschinell korrekt gelesen wurde. Die Sendung hätte durch falsche Eingaben bei einem anderen Zustellpartner bzw. falschen Bezirk landen können. Manchmal können derartige Belege eine lange Geschichte erzählen. Derartige Irrtümer bringen allerdings nicht nur die Postmitbewerber sondern auch die nationalen Postverwaltungen selbst im Einzelfall zustande. :-)

Gruß
Pete
 
Heinrich3 Am: 25.08.2011 10:14:07 Gelesen: 697668# 319 @  
Hallo,

da die Suche nach "Munich" nichts ergeben hat, zeige ich einen Brief, der dieser Tage bei mir einging. Der Absender ist in Düsseldorf zu Hause, ich wohne in München. Mehr kann ich mangels Wissen nicht beitragen.


 
Concordia CA Am: 25.08.2011 10:31:04 Gelesen: 697663# 320 @  
@ am1937a [#319]

Das habe ich gefunden:

http://munich-mail.com/Munich_Mail.html

Die Firma scheint, zumindest unter diesem Namen, noch recht neu am Markt zu sein.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 

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